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sich doch bislang daraus, daß das Zeugnis dem Gehilfen erst am Geschäfts - Firmenänderungen. Stuttgart. Herr Juwelier Louis letzten Tage seiner Tätigkeit ausgestellt wurde, ein Mißstand noch Wallerstein verlegt sein Geschäft nach Königsstraße 17. – Wien. nicht herausgestellt.

Jacob H. Kurzer und Gustav Wolf setzen das bisher von ersterem

allein geführte Geschäft, Gold- und Silberwaren, unter der Firma Für die Werkstatt.

Kurzer & Wolf fort. – Braunschweig. Hermann Reuter verlegt

seine Goldschmiedewerkstatt nach Ritterbrunnen 3. - Prag. Herr Apparat zu galvanischen Vergoldungen und Versilberungen. D. R. G. M. W. Rummel, kais, und königl. Hofjuwelier, Jungmannstraße Nr. 752, No. 206884. Dieser neue praktische Apparat, welcher von der Firma hat sein Juwelen-, Gold- und Silberwarengeschäft seinem langHagenmayer & Kirchner in Berlin zu beziehen ist, besteht aus jährigen Mitarbeiter, Herrn Gustav Sander übergeben. – Pforzheim. 3 Zellen, in jeder dieser Zellen sind 2 Volt Elektrizität aufgespeichert, Herr Karl Bäller, früher Rennfeldstraße, hat sich mit Herrn Techniker à 10 Ampère, und erzielt man damit in wenigen Minuten jede Art Ver Fritz Heintz assoziiert und betreibt jetzt unter der Firma Bäßler & goldung und Versilberung. Der Strom kann durch Umschalten er Heintz, Kienlestraße 2, eine Maschinen- und feinmechanische Werk

stätte. Als Spezialität fertigen dieselben Maschinen - Einrichtungen

für Kettenfabrikation. Hagenmeyer kirchner

Firmenlöschungen. Pforzheim. Goldwarenfabrik von Joh. Horr. BERLIN C.

Prokura-Erteilungen. Pforzheim. Die Edelsteinhandlung Julius O.R.G.M.A.

Heilbronn hat dem Bruder des Inhabers, Herrn Paul Heilbronn, Prokura erteilt. - Chr. Haulick, Chatons- und Galerienfabrik, erteilt ihrem langjährigen Mitarbeiter Herrn Robert Baumann Prokura.

Jubiläen und Ehrungen. Pforzheim. Frl. Lisette Mönch, Kontoristin in der Silberkettenfabrik E. Joseph, beging am 1. Dezember das Jubiläum 25 jähriger Tätigkeit im genannten Hause. — Als Beiräte aus dem Kreise der gewerblichen Lohnarbeiter und deren Stellvertreter zum Gesamtkollegium der Zentralstelle für Gewerbe und Handel in Württemberg wurde für den Jagstkreis Kabinettmeister WagnerGmünd und als Stellvertreter Goldschmied Becker-Gmünd gewählt. – Berlin. Der Goldschmiedemeister Herr Emil Hempel, Auguststraße 62, hat das Fest der silbernen Hochzeit gefeiert. Wir gratulieren ihm nachträglich. D. Red. -- Die Württ. Metallwarenfabrik, Geislingen - Stuttgart, hat beim Jahresschluß 10 Ehrengeschenke an 9 Jubilare und 1 Jubilarin mit 25 jähriger Dienstzeit verteilt. Die Gesamtzahl der Jubilare mit 25 jähriger Dienstzeit in der Fabrik beträgt

bis jetzt 126, diejenige der Jubilare mit 40jähriger Dienstzeit 14. Die höht und vermindert werden. Größe des Apparates: 19 cm lang

Fabrik beschäftigt in Geislingen über 3100, insgesamt mit den Zweig121/2 cm breit und 22'), cm hoch. Preis mit Schale und Einrichtung

niederlassungen ca. 4600 Personen. zum Vergolden 40 M. Vergoldung wird in trockenem Zustande ge Diverses. Berlin. Zu den Versandhäusern, die in marktliefert und einfach in Wasser gelöst. Soll die Vergoldung rot sein, schreierischen Annoncen ihre Waren anpreisen und Gold-, Silberso wird dem Bade 1/2 Gramm Kupfercyankali zugefügt. Die Ladung und Doublewaren in ihre Artikel aufgenommen haben, gehört in des Apparates erfolgt durch Anschluß an eine elektrische Lichtleitung. neuerer Zeit auch die Firma Rosner & Cie., Kaiser Wilhelmstraße,

die sogenannte Geschenkkollektionen anpreist und M. 500 demjenigen

zahlen wollen, der den Nachweis erbringt, daß die Konkurrenz für Geschäftliche Mitteilung.

die Preise Ware in Qualität, wie sie sie liefert, bisher verkauft hat. Eine bedeutende Verbilligung der elektrischen Beleuchtung tritt überall

Die meisten Bijouteriegegenstände enthält die sogenannte Herrenein, wo die Auer-Oslampe von der Deutschen Gasglühlicht Aktiengesell

kollektion. Es sind u. a. 1 hochelegante Herrenuhrkette, vergoldet, schaft in Berlin verwandt wird. Während die Kohlenfadenglühlampe

1 hochelegante Krawattennadel, 1 Paar fein gravierte Manschetten3,5 Watt pro Kerze elektr. Strom verbraucht, brennt die Auer-Oslampe

knöpfe, 1 Garnitur (3 Stück) hochfeine Brustknöpfe mit imit. „Edelmit 1,5 Watt pro Kerze, spart somit über 56% der Stromkosten. Die

steinen“ verziert, 1 elegante Zigarrenspitze und ferner noch RasierBrenndauer der Auer-Oslampe ist eine außerordentlich lange. Die

messer, Brieftasche, Notizbuch etc., alles zusammen für M. 7.80 franko. von der Kaiserlich Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Char

Viel Gold kann an den Schmucksachen nicht verwendet sein! – Die lottenburg untersuchten Auer-Oslampen hatten sämtlich eine absolute

Gold- und Silberwaren -Detail - Firma Wilhelm Hülse, LeipzigerLebensdauer von 2000 Stunden. Herr Professor Dr. Wedding stellte

straße 50, erhielt von dem Warenhause Hermann Tietz das Angebot bei seinen Versuchen mit Auer-Oslampen Brenndauern von 2000 bis

von M. 50 000, falls sie räume. Herr Hülse hat dieses Angebot nicht 5000 Stunden fest. Rein weißes Licht und geringe Wärmeausstrahlung

angenommen. – Der Juwelier Otto Grohl aus der Prenzlauerstr. 50 sind die weiteren Vorzüge der Auer-Oslampe, welche zur Verbilligung

wurde von einem Radler derartig umgestoßen, daß er besinnungslos des elektrischen Lichts für jeden größeren Lichtverbraucher wie ge

nach der königl. Klinik verbracht wurde. - Pforzheim. Wir beschaffen ist.

richtigen die Notiz der Nummer 1 dahingehend, daß Firma Ch. Essig das Anwesen, in dem das Geschäft bereits 30 Jahre betrieben wurde,

käuflich erworben hat. Die Firma Andreas Daub, DoublePersonalien und Geschäftsnachrichten.

kettenfabrik und einzige Fabrik der Charnier- und Double-Trauringe Geschäftseröffnungen. Oberstein a. N.

ohne Lötfuge, hat ihre Einrichtung zur Herstellung letzterer wesentlich

Der langjährige kaufmännische Mitarbeiter in der Silberkettenfabrik E. Joseph in Pforzheim,

vergrößert. --- Herr Ringfabrikant August Fuchs, Teilhaber der Firma Herr Quenzer, hat sich mit Herrn Klein assoziert und eine Kettenfabrik

Fuchs & Heinze daselbst, erwarb in dem zukünftigen Bahnhofsstadtteil

ein größeres Bauterrain, um sowohl Fabrik- wie Wohngebäude daunter der Firma Klein & Quenzer gegründet.

selbst zu erstellen. - Sonderburg. Die Notiz in Nr. 1 betreffend Handelsgerichtliche Eintragungen. Solingen. Die Schweizer Hauserwerb des Goldschmiedes Arthur Helmer ist dahin zu beBesteckfabrik (Fabrique suisse de coutellerie et services) für Alpakka- richtigen, daß Helmer das Vorkaufsrecht hatte, es aber unter den Silber- und Britanniabestecke hat eine Zweigniederlassung gegründet. obwaltenden Umständen nicht benutzen konnte. Der Käufer des Die Vorstandsmitglieder sind vorwiegend Uhrenfabrikanten in der Hauses heißt Max Kellner. – Auf Seite 101 unseres Adreß- und HandSchweiz. – Berlin. Carl Fischer, Juwelier, Friedrichstr. 56. In buches ist bei der Firma Georg Rud. Goebel, Hofheim, anstatt haber jetzt: Tobias Palme, Goldschmied. - Oberstein. Kauf Hessen Bayern zu lesen, wie das Inserat auch richtig angibt. mann Robert Klein ist aus dem Handelsgeschäfte F. & A. Klein,

Todesfälle. Berlin, Ritterstr. 73, Rudolph Weichhardt, SilberBijouteriefabrik, ausgetreten. - Reutlingen. Firma Otto Bauer lautet jetzt Friedrich Glück, vormals Otto Bauer. Der neue

warenfabrikant, verstorben zu Wiesbaden. – Rostock, Paul Ker

fack, Hofjuwelier, im Alter von 72 Jahren verstorben. - Cassel, Inhaber Friedrich Glück ist Ciseleur. – Dresden. B. Behr & Co., Bijouteriewaren, Wilsdrufferstr. 29: Die Gesellschaft ist aufgelöst.

Heinrich Plümer, Juwelier, 61 Jahre alt, gestorben. Bernhard Behr ist ausgeschieden. Der Kaufmann Richard Elias Cohn führt das Handelsgeschäft und die Firma fort. -- Pforzheim. Firma

Diebstähle, Verbrechen etc. Rauscher & Co. Erwerb und Betrieb des bisher unter der Firma Remetter zu Mainz betriebenen Gold- und Silberwarenfabrikations Senftenberg. In dem Goldwarengeschäfte von Buckow entgeschäftes. - Mainz. Ernst Mayer ist bei Martin Mayer, wendeten Diebe aus dem Schaufenster Waren im Werte von 1000 Mark. Bijouteriefabrik, als weiterer Gesellschafter eingetreten. – Pforzheim. Altona. Beim Fabrikanten Stock, Moltkestraße, wurde ein SilberDie Zweigniederlassung der Firma Maison Murat, Bijouteriefabrik, diebstahl in der Höhe von 10000 Mark ausgeführt. – Celle. Im Paris, ist hier aufgehoben.

Juwelierladen und Uhrengeschäft von W. Schnell wurden für mehrere Nachdruck aus dem Inhalt vorliegender Zeitung ist nur mit Erlaubnis der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet

100 Mark Uhren entwendet. - Freiburg. In dem Uhren- und Goldwarengeschäft von Karl Gebhardt wurden für etwa 2000 Mark Waren gestohlen. - Sosnowitz. In der Gold- und Uhrenhandlung von M. Binder sind eine größere Anzahl Schmucksachen und Uhren gestohlen worden. - Wiesbaden. In einem Gold- und Silberwarengeschäft an der Taunusstraße wurden für etwa 800 Mark Goldsachen entwendet. - Paris. Ein etwa 50jähriger Herr betrat vor einigen Tagen einen Juwelierladen. Nachdem ihm ein Kasten mit einer Anzahl Juwelen gezeigt worden war, fixierte er die Frau des Besitzers mit seinem Blick und hypnotisierte sie dadurch anscheinend völlig. Sie sah, wie er einen Ring in den Handschuh seiner rechten Hand gleiten ließ; aber obgleich ihr Mann gleich darauf den Laden betrat und mit dem Fremden sprach, der einen Kauf abschließen wollte, war sie nicht imstande, irgendwie von dem Diebstahl zu sprechen. Erst ungefähr zehn Minuten, nachdem der Dieb gegangen war, vermochte sie ihr seltsames Erlebnis zu erzählen. - Wien. Eine Postsendung der Wiener Juwelierfirma Lachmann an einen Goldschmied in Köln mit 442 Brillanten im Werte von 10000 Kronen war auf unerklärliche Weise verloren gegangen. Man verhaftete den Tapezierergehilfen Blaschek wegen verdächtigen Brillantenverkaufs. Er gestand, im Sommer in der Reparaturwerkstätte des Westbahnhofs im Postambulanzwagen hinter einer auszubessernden Sitzlehne den Postkarton mit Brillanten gefunden zu haben. Wahrscheinlich hatte ein Postdieb ihn dort versteckt. -- Der Juwelier Mandelick, Favoritenstraße 47, wurde von einem Gauner, der sich Wertsachen im Werte von über 1000 Kronen in ein soeben gemietetes Zimmer bringen ließ, um seine Pretiosen beschwindelt. - Aus dem Geschäftslokal des Goldarbeiters Ellenberger, Martinstraße 11, wurden von unbekannten Gaunern Uhren und Schmucksachen im Gesamtwerte von 1000 Kronen gestohlen. Berlin. Ein in Brüssel begangener Brillantendiebstahl, (in der Höhe von 6000 Frcs. gelangte in Berlin zur Aburteilung. Bei dem Angeklagten, Uhrmacher Paul Kirste, fand man sämtliche gestohlenen Gegenstände im Koffer. Vor Gericht legte der Angeklagte ein offenes Geständnis ab. Er habe den Diebstahl eigentlich mehr aus rachsüchtiger als aus gewinnsüchtiger Absicht begangen. Sein Chef in Brüssel habe ihn schlechter bezahlt, als vereinbart gewesen. Die Tat habe ihn aber sehr gereut, und deshalb habe er auch keinen von den gestohlenen Gegenständen verkauft. Das Urteil lautete auf 6 Monate Gefängnis, welche durch die Untersuchungshaft als verbüßt angesehen wurden. -- Der frühere Maurer Sagemann verlangte von dem Juwelier A. Könneke in der Weißenburgerstraße einen Brillantring für 20 Mark. Er bekam eine Stange mit 30 Ringen zur Auswahl vorgelegt. Plötzlich warf er aus einer Tüte, die er verborgen gehalten hatte, dem Ladeninhaber Schnupftabak ins Gesicht, ergriff die Stange mit den Ringen und lief davon. Könnecke hatte aber die verdächtige Bewegung der Hand noch rechtzeitig wahrgenommen und rasch die Augen geschlossen, so daß sie ungetrübt blieben. Er setzte dem Räuber nach und übergab ihn einem Schutzmann. -- Hamburg. Einen bedeutenden Verlust erlitt das beliebte Mitglied des Schauspielhauses Frl. Ariste Parnos, indem sie auf dem Wege von ihrer Wohnung bis zum Schauspielhause einen Brillantschmuck im Werte von 10000 Mark, bestehend in 2 Halsgehängen, 2 Paar Ohrringen und 8 Ringen verlor.

Frage 4. Wer fabriziert transparente Reklameglasschilder für Schaufenster und Ladentüre?

F. W. in L. Frage 6. Wer fabriziert Krawattennadeln als Abzeichen für Zithervereine in Form einer kleinen Zither in Silber und Doublé? Muster oder Zeichnungen erbeten.

P. Pf. in N. Frage 7. Wer liefert Barbatiennebronzen, und welche Bronzewarenfabriken sind sonstwie leistungsfähig?

T. M. in l. Frage 8. Welche Silberwarenfabrik liefert kleine Sacharindöschen?

S. M. in Pf. Frage 9. Welcher Kollege kann mir mitteilen, wie sich Kaiserzinn als Nebenartikel bewährt hat?

B. B. in St. Frage 10. Wer fabriziert die Nickelwaren (Tafelservice) mit dem Stempel M. N. (E & L) oder wer hält dieselben auf Lager?

H. in L. Antworten: Zu Frage 1. In der Lieferung von kleinen Silberwaren empfiehlt sich J. Wachenheimer, Frankfurt a. M. – Herr Emil Moser, Bijouterie-Grossist in Pforzheim mit Fabrik in London hat den Verkauf echt englischer Silberwaren für Deutschland. Vielleicht können Sie dort Gewünschtes erhalten.

Zu Frage 3. Für Lieferung von Bernsteinkolliers und Halsketten in allen Preislagen als auch sonstigen Bernsteinartikeln empfiehlt sich ebenfalls J. Wachenheimer, Frankfurt a. M. – Ferner nennen wir Ihnen die Firma Bernhard Stein & Co. in Frankfurt a. M.

Zu Frage 5. Als Fabrikant der Waren mit angegebenen Stempeln (Traube etc.) nennen sich Gebr. Glaser, Hanau a. M.

Patente.

Patent-Erteilungen. 44 a. 148 521. Verschlußvorrichtung für Manschettenknöpfe u. dgl. Rudolf Himmel, Budapest; Vertr. : Carl Pataky, Emil Wolf u. A. Sieber, Pat. - Anwälte, Berlin S. 42. 15. 7. 02.

44a. 148 552. Halter für Taschentücher u. dgl. Nora Evelin Pearsall Bergmann, geb. Pearsall, New York; Vertr.: Pat - Anwälte Dr. R. Wirth, Frankfurt a. M. 1, u. W. Dame, Berlin NW.6. 13. 7. 02.

Gebrauchsmuster - Eintragungen. 44a. 211 910. Gleichzeitig als Schmuckkörper dienender Manschettenverschluß, aus zwei mittels Scharnier gelenkig verbundenen Seitenteilen mit innerhalb angeordneten Schließknöpfen. Fa. Andreas Heß, Pforzheim. 24. 10.03. H. 22 311.

44a. 211 953. Boa- oder Schalhalter mit in mittlere Rasten einspringenden, federnden Enden. Gustav Hauber, Schw.-Gmünd. 6. 10. 03. H. 22 174.

44 a. 212 004. Klammer für Kleider, Strümpfe u. dergl., mit gekröpftem oberen Schenkel und seitlich der Kröpfung vorgesehenen Stegen. F. Lustig & Co., Prag-Carolinenthal, Vertr. : Eduard Franke u. Georg Hirschfeld, Pat.-Anwälte, Berlin NW. 6. 29. 10.03. L. 11 948.

44a. 212 210. Gehänge für Taschen mit Ketteneinlagen. Weintraud & Co. in Offenbach a. M., vom 26. Oktober 1903 ab. - W. 15 418. Kl. 33 b.

44 a. 212 932. Auslösbare Knopfbefestigung, bestehend aus Hakenhenkeln in Verbindung mit einem aus einem Stücke hergestellten, federnden Kappenring mit eingedrückter Ringnut. Max Griese, Berlin, Yorkstr. 48. 8. 10. 03. G. 11 599.

44a. 213 073. Knopfbefestigung aus einem Knopf mit daran angebrachter Sicherheitsnadel bestehend. Erdmann Schwabbauer u. Isidor Guttmann, Pleß 0.-S. 16. 3. 03. Sch. 16 091.

44 a. 213 231. Zerlegbare Bügeldruckmechanik für Manschettenknöpfe. Adolf Blumenthal, Berlin, Krautstr. 18 19. 13. 11. 03. B. 23 446.

44 a. 213 317. Auslösbare Knopfbefestigung, bestehend aus Hakenhenkeln am Knopfe, in Verbindung mit einem aufgeschnittenen Ringe mit innerer Kreisnut und äußerer hakenförmiger, in ein Loch des Ringes einschnappender Schlußfeder. Max Griese, Berlin, Yorkstr. 48. 18. 8 03. 6. 11 371.

Frage- und Antwortkasten. Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detailleure werden in ihrem und Aller Interesse höflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den ausgiebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden und an deren Beantwortung sich zu beteiligen. Auch dieser Teil unseres Blattes ist dazu geschaffen, zur gegenseitigen Belehrung beizutragen.

Fragen: Frage 2. Erbeten wird gefl. Angabe der genauen Adresse des Goldarbeiters Herrn Hugo Sokolowski, welcher bis vor kurzem in dem Goldwarengeschäft von Imbach in Essen (Ruhr) tätig war.

G. L. in L.

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M.

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Bezugs-Preis:
Grosse Ausgabe, mit kunstgewerblichem Teil:

In Deutschland, jedes Vierteljahir M. 2.- In Oesterreich, jedes Vierteljahr
Kr. 2.50. Im Ausland, fürs ganze Jalır M. 10. .

Einzel-Nummern:
Mit kunstgewerblichem Teil M. - .60. Ohne kunstgewerblichen Teil M. - 30.

Wöchentlicher Arbeitsnachweis allein M.--.10.
Kleine Ausgabe:

In Deutschland, jedes Vierteljahr M. 1.-., In Oesterreich, jedes Vierteljahr
Kr. 1.25. Im Ausland, fürs ganze Jahr M. 5.--. Einzelnummern M. - .30.

Wöchentlicher Arbeits-Nachweis allein M. -.10.
Wöchentlicher Arbeits-Nachweis:

In Deutschland, fürs ganze Jahr M. 2. . In Oesterreich, fürs ganze Jahr
Kr. 2.50. Im Ausland, fürs ganze Jahr M. 2.50. Einzelnummern M. -.10.

AnzeigeGebühren: 1, Seite, für 1-malige Aufnahme .

. . . . . . . . . M.

. M. 56.-14 »

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1.75 Bei Wiederholungen angemessener Rabatt. Die 4-gespaltene Nonpareille-Zeile, ..

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Beilagen:
Berechnung erfolgt nach Übereinkommen, Probe - Exemplare erwünscht.

Schluss der Anzeigen-Annahme
für den Wöchentlichen Arbeitsnachweis: Mittwoch Vormittag,

für große Anzeigen: Dienstag Vormittag.

Hierzu eine Beilage: Wöchentlicher Arbeitsnachweis No. 3,

Amtliches Organ des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede
des Vereins der Juweliere, Gold- und Silberschmiede von Rheinland und Westfalen, des Vereins der
Juweliere, Gold- und Silberschmiede Württembergs, der freien Vereinigung des Gold- und Silberwaren-
Bewerbes für Berlin und den Reg.-Bezirk Potsdam, des Vereins der Juweliere, Gold- und Silberschmiede
des Großherzogtums Baden, der Goldschmiede - Werkgenossenschaft Berlin, der Kölner Juwelier - Vereinigung,
der Freien Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Reg.-Bezirks Stettin, der Goldschmiede-
Innung Schwerin, der Freien Vereinigung der Gold- und Silberschmiede zu Görlitz, des Kreditoren-Vereins
für die Gold, Silberwaren- und Uhren-Industrie Pforzheim, der Kunstgewerbe-Vereine Hanau und Pforzheim,

Joyoboyosoy des Bewerbemuseums Gmünd, der Zentralstelle Schmuck und Mode Buition Begründet und berausgegeben von Wilhelm Diebener, Leipzig 21, Schützenstr. 15 Verantwortliche Redakteure: Sünden kunstgewerblic

Für den kunstgewerblichen Teil: R. Rücklin, Pforzheim - Für den volkswirtschaftlichen Teil:

C. Syndikus Herm. Pilz, Leipzig No. 5 – VII. Jahrgang Erscheint jeden Freitag Leipzig, 29. Januar 1904

Geschäftliche Rundschau.

Wir hatten in der dieses Mal erfreulichen Weise mehr Und der Grund für diesen Niedergang? Manche betrachten als sonst lebhaften Weihnachtszeit so viel mit unseren eigenen ihn noch als Folge des Krieges, manche als Folge des steigenden Angelegenheiten zu tun, daß wir nicht viel Zeit fanden, uns ausländischen Wettbewerbes, und wenn auch diese beiden um andre zu bekümmern. Nicht nur in den engeren Grenzen Ursachen viel zu dem schlechten Geschäftsgang in England des eigenen Laden-, Groß- oder Fabrikationsgeschäftes, beitragen, so gibt es außer ihnen noch eine ganze Reihe sondern in dem weiteren Rahmen der gesamten deutschen andrer in den englischen Verhältnissen begründeter, die die Gold- und Silberwarenindustrie gegenüber dem Auslande. Engländer selbst am ehesten bessern können, wenn sie nicht Bei uns selbst ist nach dem zufriedenstellenden Weihnachts- mehr auf ihren geschäftlichen Lorbeeren ausruhen, sondern geschäft auch wieder eine verhältnismäßige Ruhe eingetreten, gleich uns fleißig an der Entwicklung von Handel und Indie zwar im lebhaften Gegensatz zu der vor dem Fest herr- dustrie arbeiten. schenden Geschäftigkeit steht, aber doch nicht den Eindruck. Die bekannte Pariser Juwelenfirma Boucheron hat in macht, als ob wir nun überhaupt wieder stillere Zeiten be- London im elegantesten Stadtteile eine Filiale errichtet mit kommen sollten. Das ist allen Anzeichen nach nicht der Rücksicht auf die zahlreiche englische Kundschaft, die bei Fall. Wir haben gerade Ruhe genug gehabt, uns ein wenig ihren Pariser Besuchen ihre Einkäufe in Brillanten bei zu erholen, das Lager aufzuräumen, die Bücher nachzutragen Boucheron machte. Da nun auch außer diesem französischen, und dergl. mehr, und schon erscheinen die Reisenden, die sowohl amerikanische (z. B. Tiffany) und russische Juweliere Abgesandten der Fabriken und Großhandlungen, um die sich in London, der größten Stadt der Welt, niedergelassen vorhandenen Lücken auszufüllen. Und wir weisen sie dieses haben, so müßte ihnen auch ein deutscher folgen, dem drüben Mal nicht so kurzer Hand ab, wie in den letzten zwei Jahren gewiß ein schönes Geschäft blühen würde. Wie denken sondern wir haben das angenehme Gefühl, daß wir tatsäch- unsere großen Hofjuwelierfirmen darüber? lich Lücken auszufüllen und Einkäufe zu machen haben und Wie unerfahren die Engländer über die Verhältnisse in tun dies gern, denn auch der Kauf gewährt Freude wie der ihrem eigenen Lande sind, geht aus einer Veröffentlichung Verkauf, weil eins mit dem andern zusammenhängt und gut in der Times hervor, die auch von Lord Rosebery in einer eingekaufte Ware schon halb verkauft ist.

neulichen Rede wiederholt wurde, nämlich, daß aus DeutschEs ist nicht allen unseren ausländischen Nachbarn so land jährlich nur für 700 Pfund Sterling oder 14000 Mark gut gegangen, wie uns selbst. England, welches schon Bijouterie nach England kämen. Dabei haben viele deutsche das Jahr 1902 als eins der schlechtesten in der Geschichte Fabrikanten ständige Vertreter in London und Birmingham, seines Schmuckwarenhandels betrachten mußte, ist herzlich andre senden regelmäßig ihre Reisenden nach dort, vieles froh, daß nun auch 1903 glücklich vorübergegangen ist, wird auch direkt gemacht und eine ganze Reihe von Waren denn es ist im allgemeinen noch schlechter gewesen wie geht durch das Punzierungsamt als englische Ware, während das Jahr 1902, und von Anfang bis zu Ende so hoffnungslos, andre überhaupt nur auf der Durchreise London passiert daß auch die Mutigsten verzagen konnten. Es hatte ganz und als Exportware gleich weiter nach Übersee geht. Man gut angefangen, aber Monat auf Monat verging, ohne daß kann an die obige Zahl sicher noch zwei Nullen anhängen der erhoffte Aufschwung eintrat, nur im September zeigte, und dann wird man den wirklichen Betrag der von Deutschsich eine kleine Besserung, während Oktober schon wieder land nach England gesandten Schmuckwaren noch nicht so ruhig war, wie sonst nie, und im November und Dezember erreicht haben. war das Weihnachtsgeschäft so schlecht wie nie zuvor. Die In Frankreich ist das Weihnachtsgeschäft ebenfalls zuLäger waren überfüllt und es wurde wenig genug verkauft. friedenstellend gewesen, obschon man gern noch etwas mehr umgesetzt hätte; jedenfalls ist wie bei uns in Deutschland wie man jetzt sieht, war der abgeschlossene Friede doch aller Anlaß zu der Annahme vorhanden, daß der bemerkbare nur ein Waffenstillstand, und überdies hat der Verband der geschäftliche Aufschwung nicht ein vorübergehender, sondern Arbeitgeber, die Juweliersvereinigung, die bei Beendigung ein dauernder sein wird. Während des im allgemeinen des letzten Ausstandes zustande gekommene Übereinkunft stillen Geschäftsganges im Jahre 1903 hatten sich die Läger vor einigen Monaten gekündigt. Jetzt handelt es sich um ziemlich gefüllt und es war zu Weihnachten genug Ware Einführung des neunstündigen Arbeitstages, wozu die Juweliersvorhanden, um den Bedarf zu befriedigen, auch gingen neue vereinigung ihre Mitwirkung verweigert hat, ohne indessen Bestellungen nicht gerade überreichlich ein. Mithin hatten einen Grund ihrer ablehnenden Haltung anzugeben. Sie hat die Pariser Goldarbeiter sich ziemlich verrechnet, als sie zwar im Januar dieses Jahres erklärt, daß sie gerne bereit die Gelegenheit für günstig erachteten, um in einen Ausstand sei, zur Festsetzung einer international geregelten und gehörig einzutreten, durch den sie an Stelle der bisherigen zehn- verbürgten Arbeitszeit in der Diamantindustrie mitzuwirken; stündigen eine neunstündige Arbeitszeit erzwingen wollten, sie hat zugleich aber auch die Erwartung ausgedrückt, daß natürlich ohne am Lohn etwas einbüßen zu wollen. Etwa man von ihr nicht verlangen werde, selbst dazu beizutragen, 15 Goldschmiede, darunter Lalique, der sich das leisten daß der auswärtige Wettbewerb ihr gegenüber in eine kann, gewährten die Forderung ohne weiteres. Die übrigen günstigere Lage komme. Der Vorsitzende des „Niederantworteten durch ihren Verband, daß sie mit den Aus- ländischen Diamantarbeiterbundes“, Polak, erklärt diese Beständigen gar nicht erst verhandeln wollten. Es gibt in Paris fürchtung als durchaus haltlos, denn einmal befinde sich die etwa 200 Arbeitsgeschäfte mit 2200 bis 2500 Arbeitern. Der Amsterdamer Diamantindustrie in diesem Augenblick in Lohn richtet sich nach den Leistungen und beträgt durch- blühendem Zustande, was aus der Höhe der von den Arschnittlich einen Franken die Stunde für geschickte Arbeiter, beitern während des Monats November in die Bundeskasse etwa ebensoviel, wie bei den meisten Kunsthandwerkern in bezahlten Beiträge – 19850 Gulden! – hervorgehe, und Paris. Es ist dies ein Lohn, den nicht viele deutsche bessere dann kämen ja nur Amsterdam und Antwerpen für den Markt Goldschmiede erreichen und daher verdienen die ausständigen von bearbeiteten Diamanten in Betracht; da Antwerpen im Pariser Goldschmiede wenig Sympathie, weil sie ohne triftigen Besitz einer noch viel stärkeren Arbeiterorganisation sei, als Grund einen Streit angefangen haben, dessen Ausgang ihnen Amsterdam, so stehe einer internationalen Regelung der bei dem einmütigen Zusammenstehen der Arbeitgeber nicht Arbeitszeit, welche den Arbeitsgebern gegenüber auch die günstig sein kann. Sie täten besser, mit ihren Prinzipalen nötigen Bürgschaften zu geben imstande sei, nichts im Wege. einmütig zusammen zu stehen, um die deutsche Konkurrenz Die Diamantarbeiter haben übrigens für ihre Forderung eines zu bekämpfen, die in Frankreich immer mehr an Ausdehnung neunstündigen Arbeitstages noch einen weitern Beweggrund, gewinnt.

der der öffentlichen Meinung gegenüber für sie sehr wertvoll Auch in Amsterdam, der Zentrale der Diamantarbeiter- ist. Gestützt auf schriftliche und mündliche Äußerungen bewegung, droht wieder ein Ausstand. Wir erhalten darüber zweier Professoren der Augenheilkunde, wie auf ziffernmäßige folgenden Bericht:

Belege können sie beweisen, daß die fortwährende AnEin Ausstand der hiesigen Diamantarbeiter gehört nicht strengung, welche dem Auge des Diamantarbeiters zugemutet zu den Unmöglichkeiten für die nächste Zeit. Man wird wird, einen äußerst nachteiligen Einfluß hat, so daß die sich erinnern, daß der letzte Ausstand mit einem wenigstens Fälle nicht selten sind, wo der Arbeiter schon im 45., ja teilweisen Siege der Arbeiter endete, indem diese die Ab- selbst im 40. Lebensjahre wegen geschwächter Sehkraft schaffung des bisherigen Lehrlingssystems durchsetzten, aber arbeitsunfähig geworden ist.

Was kann ein Gehilfe im Zeugnis verlangen?

Der Dienstvertrag der Goldschmiedegehilfen richtet sich nach den Vorschriften der Gewerbeordnung und nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches.

§ 113 der Gewerbeordnung sagt: „Beim Abgange können die Arbeiter ein Zeugnis über die Art und Dauer ihrer Beschäftigung fordern. Dieses Zeugnis ist auf Verlangen auch auf ihre Führung und ihre Leistungen auszudehnen.“ Dasselbe besagt § 630 des Bürgerlichen Gesetzbuches und für kaufmännische Angestellte $ 73 des Handelsgesetzbuches.

Die Vorschrift sieht überaus einfach aus und hat doch schon zu so viel Streitigkeiten Veranlassung gegeben. „Beim Abgange“ ... hier stocke ich schon. Was heißt denn „beim Abgange? Kann der Gehilfe das Zeugnis vom Goldschmied fordern, wenn ihm gekündigt ist, oder wenn er gekündigt hat, oder kann er erst Anspruch auf das Zeugnis erheben, wenn die Kündigungsfrist vorüber ist und er den Posten

verläßt? Man hat immer die Anschauung gehabt, daß der Gold-
schmied das Zeugnis erst zu schreiben hat, wenn der Gehilfe aus-
tritt. Kündigt er am 15. Dezember und tritt infolgedessen am
1. Januar nächsten Jahres aus, so stellte man ihm das Zeugnis am
31. Dezember bezw. 1. Januar zur Verfügung. Muß er so lange
warten? Die Gerichte sind jetzt der gegenteiligen Meinung ge-
worden. Verschiedene Obergerichte, deren Meinung allgemein an-
genommen worden ist, haben sich dahin ausgesprochen, daß das
„beim Abgang“ so aufzufassen ist, daß der Gehilfe bei der Kün-
digung, die seinen Abgang feststellt, schon das Zeugnis fordern
kann. In einem Falle hat der Prinzipal eingewandt, daß sich ja
bis zum Tage des Austritts der Gehilfe noch manches könnte zu
schulden kommen lassen, was den Zeugnisvermerk nicht mehr recht-
fertige. Das ist richtig, aber in diesem Falle kann der Goldschmied
den Gehilfen wegen Rückgabe des Zeugnisses belangen. Der Ge-
hilfe muß es herausgeben und erhält ein neues, der Wahrheit ent-

---- ------------------- ----- sprechendes Zeugnis. Es ist uns auch aus unserem Leserkreise des andern Teils etwas gefolgert werden, wenn nicht besondere ein Vorschlag zugegangen, wonach dem Zeugnis folgender Vermerk Umstände vorliegen. beigefügt werden soll: „Vorstehendes Zeugnis erstreckt sich nur Wann kann der Gehilfe verlangen, daß das Zeugnis auch auf auf die Zeit von heute bis zu dem am ... erfolgenden Austritt, Führung und Leistungen ausgedehnt werde? Nur bei der Auswenn dies am Fuß desselben ausdrücklich vermerkt und dieser Stellung selbst. Hat der Gehilfe, als ihm das Zeugnis auf Verlangen Vermerk von mir unterzeichnet ist.“ Das wäre ein Ausweg, aber gegeben wurde, nichts darüber verlauten lassen, daß er es auch es erscheint uns doch fraglich, ob sich der Gehilfe einen solchen auf Führung und Leistungen ausgedehnt wissen wolle, und hat er Zusatz gefallen lassen muß, da dem Zeugnis irgend welche Zusätze eine einfache Dienstbescheinigung erhalten, so kann er nachträglich nach dem Gesetz nicht beigefügt werden sollen. .

nicht mit dem Verlangen hervortreten, daß sich der Goldschmied Er kann das Zeugnis beim Abgange fordern. Kann er es auch darüber aussprechen soll, wie er sich betragen und wie er auch noch später fordern? Gewiß, in angemessener Frist nach gearbeitet hat. Mit der Entgegennahme des Zeugnisses ist der dem Austritt. Diese Verpflichtung des Prinzipals ist immer anerkannt Pflicht seitens des Goldschmiedes genügt und er braucht sich auf worden, nicht aber, wenn etwa Jahre darüber vergangen sind. Dann weiteres nicht mehr einzulassen. braucht der Wunsch des Gehilfen nicht mehr erfüllt zu werden.

Kann der Goldschmiedemeister in dem Zeugnis auch VerWas soll das Zeugnis enthalten? Zunächst eine Dienst- fehlungen des Gehilfen anführen, die er diesem schon bescheinigung. Einen Ausweis über Art und Dauer der Beschäftigung. verziehen hat? Das Landgericht Oppeln hat kürzlich die Frage „N. N. war als Goldschmiedegehilfe bei mir in der Zeit vom 1. Ok bejaht. (Urteil vom 27. Mai 1903.) Es hat ausgesprochen, daß tober bis 31. Dezember 1903 tätig.“ Punktum! Damit sind die die Verzeihung einer Verfehlung dieselbe noch nicht aus der Welt Befugnisse des Goldschmiedemeisters erschöpft. Mehr darf er aus schafft. Das Zeugnis habe die volle Wahrheit zum Ausdruck zu freien Stücken nicht hineinschreiben. Hat er mit dem Gehilfen bringen und die Führung des Angestellten werde dadurch keine andere, Differenzen gehabt und gibt dem im Zeugnis Ausdruck, so kann daß ihm seine Verfehlungen verziehen worden seien. Die Klage auf der Gehilfe ein andres Zeugnis verlangen. Er braucht sich nicht Ausstellung eines anderweiten Zeugnisses wurde deshalb abgewiesen. gefallen zu lassen, daß über die Bescheinigung der Art und Dauer

Was kann der Gehilfe überhaupt gegen das ihm einder Beschäftigung hinausgegangen wird. Wohl aber kann er selbst gehändigte Zeugnis ein wenden? Er kann, wenn das Zeugnis verlangen, daß das Zeugnis auch auf seine Führung und seine nicht der Wahrheit entspricht, auf Ausstellung eines anderen ZeugLeistungen ausgedehnt wird. Kann er auch verlangen, daß es nur nisses klagen. Aber er kann es nur, wenn in dem Zeugnis unauf seine Führung oder nur auf seine Leistungen ausgedehnt wird? richtige Tatsachen vorgebracht sind, wenn z. B. behauptet wird, Das preußische Kammergericht hat die Frage bejaht. Der Gehilfe daß der Gehilfe sich Unredlichkeiten habe zuschulden kommen kann verlangen, daß über seine Führung nichts gesagt wird, wohl lassen und es ist ein Beweis dafür nicht erbracht worden. Handelt aber seine Leistungen im Zeugnis begutachtet werden.

es sich nur um das Urteil des Goldschmiedemeisters über die Verlangt er dies, so muß die Wahrheit in dem Zeugnis ent- Leistungen seines Gehilfen, hat er z. B. im Zeugnis vermerkt, daß halten sein. Hat sich der Gehilfe Unehrlichkeiten zuschulden kommen derselbe langsam arbeite und seine Arbeiten zu wünschen übrig lassen, so ist dies zu bemerken, denn der Goldschmied ist für das ließen, so kann dagegen der Gehilfe nichts einwenden. Das Urteil Zeugnis naftbar. Engagiert den Gehilfen ein andrer Meister auf des Meisters im Zeugnis über seine Befähigung ist unanfechtbar. Grund des Zeugnisses, und der Gehilfe veruntreut auch dort, so Insoweit soll der Meister vor Prozessen der Angestellten gesichert sein. kann sich der neuerlich Geschädigte an den Aussteller des Zeug Hat der Goldschmied seinem Gehilfen das Zeugnis erteilt, so nisses halten. Kann der Gehilfe auch verlangen, daß der Grund hat er damit seiner Pflicht vollauf genügt. Er kann zu weiteren der Kündigung bezw. des Austrittes in dem Zeugnis vermerkt wird? Auskünften über den Gehilfen, die etwa von anderen Meistern erDiese Frage ist bestritten. Verschiedene Rechtslehrer bejahen sie, beten werden, bei denen der Gehilfe Stellung sucht, nicht gezwungen aber die Gerichte, z. B. neuerlich das Oberlandesgericht von Köln werden, sondern auf das Zeugnis verweisen und alles weitere ablehnen. in einer Entscheidung vom 29. Januar 1903, nehmen den gegenteiligen Daß die Zeugnisse nicht mit Merkmalen versehen werden Standpunkt ein. In dem fraglichen Urteil heißt es: Unbegründet dürfen, welche den Zweck haben, den Gehilfen zu kennzeichnen ist das Verlangen des Klägers auf Bescheinigung, daß der Austritt und andre Meister vor ihm zu warnen, spricht die Gewerbeordnung aus der Stellung auf seinen Wunsch erfolgt sei. Denn nur über in $ 113 Abs. 3 aus. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe Art und Dauer der Beschäftigung und auf Verlangen auch über die bis 2000 Mark oder Gefängnisstrafe bis zu 6 Monaten bestraft. Führung und über die Leistungen ist das Zeugnis auszustellen. Es In Fällen, wo der Gehilfe noch minderjährig (unter 21 Jahren) ist, ist auch gar nicht ersichtlich, welches Interesse der Gehilfe an einer kann der gesetzliche Vertreter (Vater, Mutter oder Vormund) für solchen Erklärung haben sollte. Denn aus der Tatsache der Kün ihn das Zeugnis fordern. Auf seinen Wunsch ist ihm das Zeugnis digung kann an sich weder zu Gunsten des einen, noch zu Ungunsten direkt und nicht dem Minderjährigen auszuliefern.

Das Poröswerden von Gold und Silber.

Die wiederholten Anfragen, wie es zu vermeiden ist, daß Gold oder Silber beim Schmelzen nicht porös wird, veranlassen einen erfahrenen Goldschmied, darauf aufmerksam zu machen, daß das Poröswerden im Grunde genommen nur 2 Ursachen haben kann. Bevor wir aber auf diese beiden Ursachen eingehen, wollen wir hervorheben, daß die Entstehung feiner Poren stets auf eine Gasentwickelung zurückzuführen ist. Die Gasbläschen bleiben in dem Metall fein verteilt und die vielen kleinen Hohlräume sind die Veranlassung. daß das Metall leicht spröde wird und bricht. Die Gasentwickelung beim Schmelzen kann nun zurückgeführt werden I. auf Verunreinigungen durch Staub, Kohlenstaub, Schmutzteilchen etc. Wenn diese verbrennen, müssen, wenn das Metall zusammen schmilzt, die Gase durch das flüssige Metall entweichen. Würde man die Schmelze nun längere Zeit einer gleichmäßigen Erhitzung aussetzen, so werden die Gase allmählich auch entweichen. Hierzu nimmt sich aber der Goldschmied keine Zeit. In einem solchen Falle ist es angebracht, beim Schmelzen der Metalle eine Kleinig keit Salpeter zuzusetzen. Hierdurch werden die organischen Teile durch Sauerstoffzufuhr schnell zerstört und das zurückbleibende

Kaliumoxyd wird aus der Schmelze begierig die Gase (Kohlensäure) anziehen. Die Entstehung von Poren kann aber weiter ihre Ursache haben in der Zersetzung der Metalle. Sauberes Feingold kann z. B. beim Schmelzen niemals spröde werden, ebensowenig Silber. Anders verhält es sich aber bei Gegenwart von Schwermetallen. Der Grund hierfür liegt in der Verschiedenheit von Edelund Schwermetallen. Während Edelmetalle durch die Hitze nicht oxydiert werden, gehen Schwermetalle aber unter dem Einfluß der Wärme eine Verbindung mit Sauerstoff ein. Erhitzt man eine Legierung von Feinmetall mit Kupfer, so muß, wenn die Erhitzung so stattfindet, daß der Sauerstoff der Luft auf das Metall einwirken kann, unbedingt eine Oxydation des Kupfers eintreten. In diesem Falle liegt also nicht mehr ein Gemisch von Feinmetall mit Kupfer vor, sondern vielmehr ein Gemisch aus Feinmetall, Kupfer und Kupferoxyd. Das Kupferoxyd ist nun gleichmäßig in der Legierung verteilt, wird aber nach und nach an die Oberfläche der geschmolzenen Metallmasse kommen. Würde man das Metall jetzt ausgießen, so muß es nach dem Erkälten unbedingt porös werden, und zwar aus dem Grunde, weil das in der Legierung enthaltene Kup

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