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gut verkäuflich ist und abgeht, wie die warme Semmel, der ist unfähig, Lehrlinge zu tüchtigen und geschulten Arbeitern heranzubilden, weil er nur in der Massenproduktion seine Leistungsfähigkeit zu zeigen bestrebt ist. Dem Publikum Ge

schmack beizubringen und möglichst kunstvolle Arbeiten zu liefern und zu fördern, ist bei den Kaufleuten ein Ansinnen, wofür sie leider nur ein Achselzucken übrig haben.

Monogramme und Dekorationen,
Begleitwort zur 2. und 3. Lieferung, sowie zur 2. Auflage der ersten Lieferung.

ort zur

Bald wurde es uns selbst bange ob der stürmischen Rekla- Kritiken aus jenen Kreisen enthielten für uns auch Vorschläge, mationen! Aus allen Teilen des Reichs kamen sie, meist nach- die sich unsere Mitarbeiter gern zu nutze gemacht haben. drücklich, einige darunter in recht barschem Tone gehalten. In An- Wir glauben nunmehr erst recht ein Werk zu schaffen, das betracht der logischen Begründung der Reklamationen, die grossen- berechtigten, ja sogar hochgestellten Ansprüchen genügen wird teils auf den Gedanken hinausgeht, dass Monogramme noch nicht und neben seinem praktischen Zweck, für den es ja in erster gebrachter Buchstaben nach unserem Werke bei den Abonnenten Linie geschaffen war, nicht verfehlen wird, unserem Kunstbestellt wurden, haben wir über die Härte der Zuschriften hin- gewerbe im allgemeinen, sowie der Graveurkunst im besonderen weggesehen und friedlich geantwortet. Das Werk, das wir be- zu dienen und so ein das Ganze förderndes Glied zu sein. gonnen, hat sich also nun doch als eine Notwendigkeit – ja, Dieser Gesichtspunkt dürfte in hervorragendem Masse anals dringende Notwendigkeit — also als das erwiesen, was gethan sein, eine Besserung für das Graveurgewerbe erhoffen wir aus ihm machen wollten.

zu lassen. – Der Kundige - an einsichtslose „kundige TheNach Herausgabe unserer 1. Lieferung, die wir, nebenbei baner" denken wir dabei freilich nicht — wird nunmehr wohl bemerkt, innerhalb der kurz bemessenen Zeit von nur 20 Tagen erkennen, dass hinter dem an sich vielleicht einfach scheinenden auf den Markt bringen mussten, gingen bei uns soviel Beifalls- Werke gewissermassen eine grosse Szenerie und ein gewaltiger bezeugungen über die gelungene Sache ein, dass wir für einige Apparat an Mühe, Arbeit, Sorge etc. verborgen ist und dass die Tage recht befriedigt die Hände in den Schoss hätten legen Verzögerung im Erscheinen unserer zweiten und dritten Liefekönnen, wussten wir doch unser Werk in den eingeschlagenen rung seine Gründe gehabt hat. Wir wären sehr wohl in der Bahnen geborgen.

Lage gewesen – wäre es uns nur um ein finanzielles UnterBei einer nochmaligen kritischen Musterung des bisher nehmen zu thun - bereits mehr als die dritte Lieferung anin der Monogrammkunst Gebotenen und eingedenk der Pflicht kündigen zu können. Wir nehmen aber an, dass beim Durchgegenüber unsern zahlreichen Abonnenten und dem gesamten blättern dieser neuesten Ausgabe eine Befriedigung Platz greifen Fach wurden wir immer mehr bestärkt in dem Bestreben, etwas wird, die uns überhebt, eine Entschuldigung für die Verspätung Besseres zu schaffen, als das bereits Bestehende, abgesehen von auszusprechen. dem von uns vertretenen praktischen Standpunkt. – Für den Es sei schliesslich bemerkt, dass die nunmehr folgenden Kundigen leuchtet es ohne weiteres ein, dass auch die bisher Lieferungen in regelmässigen Abschnitten erscheinen werden, gebotenen Monogramm-Entwürfe älterer Stilarten einer stetigen auch versäumen wir nicht, den uns zugegangenen Urteilen hier Verbesserung fähig sind, sei es in der Verschlingung oder in nochmals Aufnahme zu gewähren, bilden sie für uns doch eine der Ornamentation oder auch in der Ausführung im Grossen und hohe Befriedigung und den Lesern, die noch nicht Abonnenten Ganzen, weiterhin ist dies auch bedingt durch die, wenn auch des Monogramm-Werkes sind, ein gewiss recht massgebliches langsamen, aber stetigen Veränderungen des Schriftcharakters Urteil, ob sie sich das Werk anschaffen sollen oder nicht. in der Anpassung an den zeitgemässen Geschmack.

Wir konnten und wollten uns nicht dazu hergeben, etwas Hierdurch bestätige ich den Empfang der ersten Lieferung zu bringen, was in älteren Werken schon besser und vor Allem Ihres neuen Monogramm-Werkes und versäume nicht, Ihnen auch in edlerer Gestalt vertreten ist, und haben „versucht, die meinen ungeteilten Beifall für die künstlerisch durchgeführten alte Bahn zu verlassen und aus ihr nur das in der That Gute Entwürfe, für die zweckmässige Anordnung mit Unterlassung mitzunehmen.

alles Ueberflüssigen, sowie für die saubere, prächtige Ausstattung Wir sind auch bestrebt gewesen, bei den einzelnen Mono- auszusprechen. Ich bin fest überzeugt, dass dieses nützliche grammen die schablonenhafte Verwendung der Ornamente zu Werk ein unentbehrliches Requisit für jeden Fachmann und vermeiden und hoffen ebenso, dass denselben weder die not besonders für Ladengeschäfte unserer Branche bilden wird. Für wendige Plastik noch der logische Gedankengang für die Ge- mich ist es geradezu ein Bedürfnis im Verkehr mit meiner samtidee auch im Einzelstück fehlt.

Kundschaft. – Bezüglich des Preises ist mir kein anderes Unser Werk hat nicht nur bei Graveuren, Uhrmachern und Monogramm-Werk ausschliesslich für unsere Branche bekannt, Goldschmieden Beachtung gefunden, sondern im gesamten Kunst- welches ähnliche gediegene und auf der Höhe der Zeit stehende gewerbe, besonders aber bei jenen, die die Herstellung von Schrift- Vorlagen für einen verhältnismässig billigen Preis bietet. formen und Schriftbildern zu ihrer Lebensaufgabe machen, die also Ich bitte daher um gefl. Zusendung sämtlicher Lieferungen nach doch wohl vor allen berufen sein dürften, ein Urteil abzugeben. Die Erscheinen.

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... Soeben in den Besitz Ihres Monogramm-Heftes ge- wir in der Praxis brauchen! Ich freue mich über das langt, beeilen wir uns, Sie zu dem Erscheinen desselben herz-' gelungene Werk und wünsche Ihnen von Herzen einen reichen lichst zu beglückwünschen. Wir sind über die schöne Wieder- Erfolg. ....

* * gabe der Monogramme und die vorzügliche Zeichnung aller Stilarten sehr erfreut, die Ausstattung ist sehr vornehm und

Sind Sie, bitte, so freundlich und schicken Sie mir die wird das Werk ...... gewiss einen vollen Erfolg erzielen,

Hefte baldigst, denn ich kann sie sehr gut gebrauchen. welchen wir Ihnen aufrichtig wünschen.

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Und doch, trotz aller Anmut dieser entzückenden Kleidungs- ausgeführt von Meistern in ihrem Fache, das beweisen die immer stücke, war es weniger der tadellose Sitz, die Farben harmonie edlen Linien und zarten Formen! Eine reizende Wirkung erund die reizenden Garnituren, welche den Blick fesselten, als zielen die Schmucksachen durch zartes mehrfaches Kolorit vielmehr die entzückende Art und Weise, welche das kapriciöse des Goldes - es ist gleichsam abgetönt - und durch die Köpfchen wie Schmuck und schmuckartige Toilettezubehör an diskret eingefügten Steine und Perlen. – Broschen in Tierzulegen die. Majestät ersonnen.

formen, als Katzen, Eidechsen, Schlangen, Schweinchen, Schild„Die Anwendung von Gold, Silber, Juwelen und Perlen - kröten 1, s. w. sind eigentlich mehr originell als schön, werden immer natürlich in edler, geschmackvoller Ausführung -- ist aber infolge ihrer graziösen Ausführung auch Käuferinnen finden. meine Lieblingsidee geworden“, erklärte die Königin. Es soll Auch Sportfreundinnen finden eine grosse Auswahl auf Schmuck getragen werden, viel Schmuck, das ist mein Wille! ihre Liebhabereien bezügliche Embleme in geschmackvoller Nun, und Sie wissen, dass mein Wille noch immer respektiert Anordnung. wurde!

Ein weites Feld ist den Medaillenbroschen eröffnet worden. Ich sah, wie sich auf ihrem alten und doch so merkwürdig - Besonders liebevoll ist diesmal der Haarschmuck behandelt. jungen Gesichte eine siegesfrohe Entschlossenheit ausbreitete Kämme und Nadeln in zahllosen Formen und von so entund da wusste ich auch,

zückender Wirkung, dass dass sie Recht behalten

den Damen die Wahl würde. Nein, dieser

sehr schwer werden wird. Herrscherin würde keine

Wie apart wirken mag Unterthanin den Gehor

z. B. dieser grosse Schildsam verweigern, sie wür

pattkamm mit Brillanten den ihr alle willig folgen!

besetzt, welcher bestimmt Doch zugleich sah ich

ist, die sehr hocharranauch im Geiste manch

gierte Frisur zu stützen! armes Gretchen vor den

Und wie mag sich wohl lockend ausgebreiteten

jener ganz mit blitzenden Schätzen stehen: „Am

Steinchen besetzte Golde hängt, zum Golde

Schmetterling auf einem drängt doch Alles! Ach,

dunklen Lockenköpfchen wir Armen!"

fühlen! Oder was meint Als hätte die Fürstin

eine schöne Blondine zu meine innersten Gedanken

diesem Türkisenschmuck? erraten, so begann sie

Hört ihr nicht Walzerjetzt, mich auf die Preis

klänge verführerisch unterschiede der ver

locken, seht ihr nicht schiedenen Schmuck

strahlende Augen mit all stücke aufmerksam zu

diesem blitzenden Gemachen. Da gewahrte

schmeide wetteifern? – ich denn zu meiner

Für die modernen FriFreude, dass neben den

suren ist reichlicher kostbarsten Sachen auch

Schmuck geradezu eine solche für ein bescheidenes

Notwendigkeit geworden Entgelt zu haben waren.

und es werden sich nur Was gab es hier

wenige Damen finden, alles zu bewundern!

welche sich diesem Wirkliche Kunstwerke an

Zwange entziehen wollen, Gürtelschnallen, Scbie

denn sie wissen sehr bern und Schlössern;

gut, dass blitzender Gürtel von Metall oder

Schmuck ein Reiz mehr Bändern, deren Spangen

ist für ihre Schönheit! mit den herrlichsten Stei

Für junge Mädchen nen oder zarter Email

eignen sich am meisten lierarbeit versehen waren, Handspiegel. (Originalentwürfe.)

Gold, Silber, Türkisen Schmuckhaken und

und Perlen, den Frauen Knöpfe aus edeln Metallen und besetzt mit Steinen, zur Farbe ist nichts bestimmtes vorgeschrieben, da heisst es: „Erlaubt ist, des Kleides passend. Diese sind überhaupt eine beliebte Neu- was gefällt!“ heit der beginnenden Saison und werden als sichtbarer Rock Wenn ich nun noch kurz die herrlichen Kolliers, Agraffen, und Taillenverschluss getragen, was einen sehr eigenartigen Nadeln, Ketten u. 8. w. erwähnt habe, die einer schönen Trägerin Eindruck macht; lange Ketten für Uhr, Lorgnette, Fächer, be- harren, so fürchte ich beinahe, dass ich in den Herzen meiner sonders geziert durch die allerliebsten Berloques in Herz-, Tier-, Leserinnen zuviel Wünsche erweckt habe, zuviel, wenn ich Blumen- oder Blattformen, schlicht oder mit Edelsteinen besetzt. bedenke, dass es keine gütigen Feen und keine Wünschelruten Armspangen und Ringe in schönen Formen und Fassungen; mehr giebt, sondern dass die Väter und Gatten - - -, Broschen, - es liesse sich ein ganzes Buch schreiben doch nur getrost! Wenn die Herren der Schöpfung ihre Damen über dieses Schmuckstück! Die Motive sind zumeist dem für in solch strahlender Schönheit sehen, werden sie besiegt sein diesen Zweck unerschöpflichen Pflanzenreiche entnommen und und gern bereit, dem guten Geschmacke ein Opfer zu bringen! mit solcher Lebenswahrheit wiedergegeben, dass jede Trägerin stolz sein darf auf das Kunstwerk, welches sie besitzt. Fast sämtliche Schmuckgegenstände, von den kostbarsten bis zu den billigsten, sind von hervorragenden Künstlern entworfen und

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Denkschrift der Wiener Genossenschaft in Zollangelegenheiten.

(Schluss.) Nicht nur jedem Interessenten, sondern jedem Patrioten Es betrug der Zoll der Einbeit bei: Der Wert % drängt sich da die Frage auf: wie kann dem für die Zukunft Weizen

fl. 1.50 fl. 9.70 15 abgeholfen und dem österreichischen Gewerbetreibenden der Roggen

fl. 1.50 fl. 6.46 23 inländische Absatz erhalten werden? Offenbar nur durch die Mehl

fl. 3.75 fl. 13.39 28 Einführung eines wirklichen Schutzzolles, eines Zolles, der die Kunstbutter

fl. 10.- fl. 45.- 22 Verschiedenheit der Produktionsverhältnisse einigermassen aus Fleisch

fl. 6.- fl. 37.78 16 zugleichen imstande ist. Greifen wir nur den einschneidendsten Rohen Wollwaren

fl. 34.- fl. 120.- 28 Faktor der Preisbildung, den Arbeitslohn heraus und lassen wir Waren aus weichem Kautschuk fl. 28. fl. 470.alle übrigen, das inländische Gewerbe bedrückenden Umstände Gemeinem Leder

fl. 9. fl. 160.ausser Betracht, so bekommen wir das Verhältnis von Mark zu Feinen Lederwaren

fl. 32.50 fl. 500.-Gulden oder rund 60:100, nach welchem der süddeutsche Schuhwaren

fl. 32.50 fl. 540.- 6 Fabrikant gegenüber dem Wiener Gewerbetreibenden im Vorteile Gemeinst. Holzwaren

fl. 1.50 fl. 18.57 8 ist. Soll dieser Vorteil durch den Schutzzoll ausgeglichen Feinen Holzwaren

fl. 15. fl. 120.- 12,5 werden, so ergiebt sich die notwendige Höhe desselben durch Korkwaren

fl. 12. fl. 139.36 8,5 folgende Betrachtung:

Cement

fl. 1.60 31 Da der Handelswert eines Kilogramms importierter Gold Bemalten Thonwaren

fl. 8.- fl. 65.- 12 arbeiten übereinstimmend mit dem von der k. k. Permanenz- Farbigem Porzellan

fl. 140.Kommission für die Handelswerte erhobenen Betrage zu 1400 fl. Giessereiroheisen maailma

fl. 3.45 pr. kg anzunehmen ist, wovon das punzierte Rohmetall 1000 fl. Gemein. Eisenwaren, rauh fl. 4.- fl. 17.- 23 kostet, so verbleibt für jedes Kilogramm Goldarbeiten ein durch Wenig abgedr. Eisenwaren fl. 5.- fl.

fl. 19.-
19.-

26 schnittlicher Façonwert von 400 fl. Produziert nun Deutschland Abgedrehten Eisenwaren

fl. 25.- 32 bei je 100 fl. um 40 fl. billiger, also bei 400 fl. um 160 fl., Blechwaren

fl. 36.40 33 so müsste der Zoll auf Goldarbeiten mit 160 fl. pr. kg oder Sägen

fl. 15. fl. 120. 12,5 16 000 fl. pro netto festgelegt werden, um die ungünstigen Fertigen Kleinwerkzeugen

fl. 15. fl. 141.50 10 Produktionsbedingungen Oesterreichs auszugleichen. Bei Silber- Polierten Eisen- u. Stahlwaren fl. 20. fl. 170.- 12 arbeiten beträgt der durchschnittliche Wert 140 fl. pr. kg, der Messerschmied waren

fl. 45. fl. 226.39 20 Materialwert 40 fl., die Façon somit 100 fl. und der Schutzzoll Feinen Metallwaren

fl. 18. fl. 140.– 13 sollte dementsprechend mit der Differenz zwischen 100 Mark Feinsten Metallwaren

fl. 300.– 13 und 100 Gulden, das ist mit 40 fl. pr. kg, bemessen werden. Nähmasch.-Köpfen

fl. 25.- fl. 175. - 14 Der Zoll auf hochwertige Juwelierwaren würde, in gleicher Baumwollspinnmaschinen

fl. 3.- fl. 45.- 6,6 Weise berechnet, etwas höher, jener auf minderwertige Juwelier Dreschmaschinen

fl. 7.- fl. 44.— 16 waren etwas niedriger sich stellen, als jener auf Goldarbeiten. Metallbearb.-Maschinen

fl. 7.50 fl. 57.- 13 Nimmt man also als Ziel und Zweck der Zölle die Ausgleichung Textil-Industriemaschinen

fl. 7.50 fl. 65.- 12 der in den verschiedenen Ländern verschiedenen Produktions Anderen Maschinen

fl. 7.50 fl. 47.- 16 bedingungen an, so ergiebt sich die Höhe der notwendigen Taschenuhren, gold. Geh. fl. 1.- fl. 22.50 4 Schutzzölle auf rein rechnerische Weise wie vorstehend dargelegt. Taschenuhren, silb. Geh. fl. —.50 fl. 6.– 8

Die Genossenschaft der Juweliere, Gold- und Silberarbeiter Feinen Kurzwaren, Spitzen, erwartet allerdings nicht, dass dieses Ziel zu erreichen ist, sie Blumen, Schmuckfedern . fl. 75. fl. 1260.weiss, dass bei Abschluss von Zoll- und Handelsverträgen Rück- Theerfarbstoffen /

fl. 1.50 fl. 180.- 8 sichten mannigfacher Art zu nehmen sind, sie ist patriotisch Nicht besonders benannten genug, ihre Forderungen auf das äusserste Mass einzuschränken. chem. Produkten

fl. 10.- fl. 100.– 10 Nach reiflichem Stadium der Verhältnisse, nach mannig

Und nun bei: fachen Erhebungen und Beratungen ist sie zu dem Ergebnisse Goldarbeiten

fl. 300.- fl. 140 000.- 0,2 gekommen, dass, soll ihr Gewerbe nicht wie bisher der Kon- Silberarbeiten "? fl. 300.- fl. 140 000.- 2,0 kurrenz des Auslandes ganz schutzlos preisgegeben sein, die Ein- Juwelierwaren

fl. 300.- fl. 250 000.- 0,1 führung von Zöllen notwendig ist, welche bei Goldarbeiten, Selbst wenn man bei den Erzeugnissen unseres Gewerbes hochwertigen und minderwertigen Juwelierwaren pro Kilogramm das Material ausser Betracht lässt und den Schutzzoll nur einhundert Gulden, bei Silberarbeiten aber pro Kilogramm nach Façonwert berechnet, so erhält man dreiviertel, 3 und dreissig Gulden betragen müssen. Halbfabrikate, sowie Doublé-, zweifünftel Prozent und das schreiende Missverhältnis gegenüber Granat- und Neugoldwaren wären so wie Silberarbeiten zu ver anderen geschützten Artikeln ist auch für diesen Fall einwandzollen, bei Waren aus echten oder unechten Korallen-, Gold- frei konstatiert. und Silberfiligranwaren, Gegenständen aus Lava mit edlen Wir glauben in Vorstehendem die günstigeren ProduktionsMetallen montiert, kann der bisherige Zoll beibehalten werden. bedingungen des Auslandes, die zunehmende Einfuhr deutscher

Das Verlangen nach Einführung von Schutzzöllen in der Gold- und Silberarbeiten, die hierdurch hervorgerufene verhier angegebenen Höhe, das ist von ungefähr 7 Prozent, bezw. zweifelte Lage des ganzen Gewerbes genügend nachgewiesen 21 Prozent vom Werte, erscheint nur deshalb auffallend, weil zu haben, wir setzten unsere Anforderungen an den nach Ablauf wie gesagt, die Erzeugnisse unseres Gewerbes sonderbarerweise der geltenden Handelsverträge festzuhaltenden Schutzzoll bis bisher ganz schutzlos gewesen sind. Wenn aber das hohe auf die äusserste Grenze der Wirklichkeit herab, wir konstatierten Ministerium sie mit den Zöllen auf Nahrungsmittel, Halb- und die relativ weit höheren Schutzzölle, welche die meisten IndustrieGanzfabrikate vergleicht, welche andere Erwerbszweige schützen, produkte und zahlreiche Rohstoffe geniessen. Dürfen wir da so wird es dieselben nicht unbillig finden und gestatten wir nicht erwarten, dass die offenkundige Benachteiligung unseres uns zu diesem Vergleiche von einigen handelspolitisch bedeutenden Gewerbes mit dem Jahre 1903 ein Ende nehmen wird? Wir Artikeln, den prozentuellen Zollschutz auf Grund der Wert- sind nicht desparat genug, um dies nicht mit heisser Sehnsucht bestimmungen der k. k. Permanenzkommission für die Handels zu erhoffen, wir wollen noch einmal die Reihen schliessen, um werte für das Jahr 1897 zu berechnen.

den Ansturm deutscher Erzeugnisse abzuwehren. Sollten aber

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