Page images
PDF
EPUB
[merged small][merged small][graphic][ocr errors][merged small][merged small][merged small]

Postan we auf Bestelleértsendung

Vermischtes.

gelingt, seinen Umsatz auf diejenige Höhe zu bringen, die Neuerungen auf postalischem Gebiet. Das „Amts

er haben möchte. – Dass der württembergische Minister des Watt des Reichspostamts“ veröffentlicht eine Verfügung des

Innern mit seiner Ansicht seitens der übrigen deutschen Staatssekretärs. Danach wird u. A. das Meistgewicht

Landesregierungen nur recht vereiozelte Zustimmung erfährt, von Warenproben von 250 auf 350 Gramm, sowie ferner

ist bekannt. Immerhin ist auch für die Frage der Warender Meistbetrag der Postanweisungen von 400 auf

häuser noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. 800 M. erhöht, ebenso der Meistbetrag für Postnach nahmen Streik. In der Goldwaren- und Bijouteriefabrik von und die Wertgrenze, bis zu der Wertsendungen und Wert- Albert Huttenlocher in Esslingen ist am 12. Dezbr. angaben Landbriefträgern auf Bestellgängen übergeben werden Nachmittags ein allgemeiner Streik ausgebrochen. Etwa 100 können. Die Postanweisungsgebühr für Beträge bis Arbeiter und Arbeiterinnen sind ausständig. Im vorigen zu 5 Mk. wird auf 10 Pfg. herabgesetzt (eine sehr Jabr kam ebenfalls ein Streik zum Ausbruch, wurde jedoch zu begrüssende Massregel! D. Red.) und es sollen Post- alsbald zu Gunsten der Arbeiter beigelegt. Jetzt ist die anweisungen mit entsprechenden Wertzeichen eingeführt Arbeit niedergelegt worden, weil die Arbeiter nicht Mädchen, werden. Auf Postkarten kann die Adresse fortan durch einen die ihnen beigegeben worden sind, anlernen wollen. aufgeklebten kleinen Zettel bezeichnet werden etc.

Freie Vereinigung von Uhren-, Musikwerk-, Auszeichnung. Herrn Ferd. Schenk, Mitinhaber

Feinmechanik-, Edel- und Unedelmetall-Induder Firma Gerlach & Schenk in Wien, wurde vom Kaiser

striellen und Grosshandlungen zur Wahrung ihrer von Oesterreich aus Anlass seiner Verdienste um die Kunst

handelspolitischen Interessen. Herr Dr. Kaesedas Ritterkreuz des Kaiser). Österr. Franz Joseph - Ordens

macher, Syndikus der Ilandelskammer zu Pforzheim, hat verliehen. Herr Schenk ist ein Hanauer Stadtkind.

die Wahl als Vertrauensmann in den Ausschuss der Freien Todesfälle. Am 17. Dezbr. starb nach langem schweren Vereinigung angenommen. Leiden in hohem Alter Jakob Bertram in Pforzheim, welcher durch eine lange Reihe von Jahren hindurch eine

Neuestes zur Warenhausfrage. Der Ausschuss der Bijouteriefabrik dort betrieb, daneben aber Jahre lang als

Bürgerschaft zu Hamburg hat einen Antrag, betreffend gerichtlicher Bücherrevisor und kaufmännischer Sachverstän

Einführung einer Umsatzsteuer für Warenhäuser und Konsumdiger bei hiesigen und Karlsruher Gerichten fungierte. Bis

rereine, abgelehnt, weil den Detaillisten durch gesetzgeberische zur Anstellung eines wissenschaftlich gebildeten Sekretärs

Massregeln nicht zu helfen sei. – Die Eingabe für eine bekleidete Herr Bertram auch die Stelle eines Sekretärs der

kräftige Besteuerung der Warenhäuser hat in Würzburg Pforzheimer Handelskammer. – Noch im rüstigen Mannes

über 1000 Unterschriften gefunden. In Nürnberg haben alter, 58 Jahre alt, erlag am selben Tage einem schmerz

1800 Bürger eine gleiche Eingabe unterzeichnet. lichen Leiden der langjährige Geschäftsführer des Vereins Die Pforzheimer Goldwarenfabrikanten halten „Creditreform" Ludwig Göler; auch dieser war ein überaus mitunter fröhliche Weihnachten; liessen sich doch dieses tüchtiger Kaufmann und angesehener Bürger der Stadt. – Jahr nach langer Pause ihre spanischen Kunden wieder sehen. Carl Gierth, Inhaber der altrenommierten Juwelier-Firma Besonders Emailbijouterie wurde von ihnen lebhaft verlangt. Wilcke & Gierth an der Gr. Johannisstrasse in Hamburg, ein Obgleich der spanisch-amerikanische Krieg für die Herren in weiten Kreisen bekannter und hochgeschätzter alter Herr und vom Ebro unglücklich endete, so nimmt man ihre Aufträge Vorsitzender der Hamburger Goldschmiede-Korporation, ist doch mit Ruhe entgegen, weil eben die Spanier, durchschnittletzthin einem langen und schweren Leiden erlegen. – Jich genommen, stets anständige Zahler waren. Anders die Goldschmied Ed. Driesen in Aachen, im Alter von 43 Jahren. Polen und Russen, überhaupt die Herren von „hinter Temes- Georg Deutler, Uhrmacher in München. - Am war“! Gewöhnlich begleichen diese, wenn sie nobel sind, 20. Dezember erschoss sich in Baden-Baden der Bijouterie- die halbe Kaufsumme bar und versprechen den Rest auf Fabrikant Paul Schäffler aus Pforzheim. Was den ein festgesetztes Wechselziel. Es fällt ihnen aber nie ein, lebenslustigen und beliebten, erst 40 Jahre alten Mann dazu Wechsel einzulösen. So hörte ich wiederholt, dass reiche

nie ostländische Käufer nur bezahlen, wenn man sie in ihrer

for trieb, ist unbekannt. Sch. hinterlässt eine Frau und einen

enne

home" wenn man d 10 jährigen Sohn, denen beiden allgemeine Teilnahme ent Klause aufsucht. Kein Wunder also, wenn die Lieferanten gegengebracht wird.

vorsichtig sind und lieber feiern als leiern. In jüngster Fabrik-Neubau. Die bekannte Silberwarenfabrik von

Zeit erhielt ein leistungsfähiges altes Geschäft von einem

Russen einen flotten Auftrag und nahm diesen auch scheinP. Bruckmann & Söhne in Heilbronn, mit Vertretung in Pforzheim, beabsichtigt, ihre bisherige alte Fabrik resp.

har an. Nach einigen Wochen wurde die Fertigstellung der den ganzen Komplex, worauf die Fabrik stand und ein ganzes

gewünschten Bijouterie angezeigt und 10% Skonto bei BarQuadrat einnahm, zu verkaufen und eine neue der Jetztzeit

zahlung bewilligt mit dem Bemerken, dass nur gegen bar entsprechende zu erbauen. Die Spezialitäten der Fabrik sind

geliefert wird. Die Antwort hierauf ist heute noch nicht

eingetroffen. Die Bestellung ist aber auch heute noch nicht grössere Silbergegenstände.

in Arbeit. Der Fabrikant kannte seinen Vogel und schaffte Ueber die Umsatzsteuer für Warenhäuser hat sich denselben pfiffig vom Halse. Die Thätigkeit des sich neuerdings der württembergische Minister des Kreditoren vereins wird allgemein als Wohlthat empfunden Innern ausgesprochen und sein Urteil dahin zusammengefasst, und seine Hilfe immer mehr verlangt. dass er keinen Grund einsehen könne, warum derjenige geringeren Gewinn an den

Zwangsinnung. Kaufmann, der sich mit einem

Die Korporation der Goldschmiede einzelnen Waren begnügt und diesen Ausfall dadurch herein

in Altona sprach sich für die Umwandlung in eine Zwangsbringt, dass er vermöge grösserer Umsicht seinen Umsatz

innung aus. steigert, in der Steuer viel härter angesehen werden soll Wichtig für Juweliere. Darf ein Juwelier alte als derjenige, der einen grösseren Gewinn an den einzelnen Gold- und Silberwaren ohne Umarbeitung verkaufen? Waren nimmt, aber dem es aus subjektiven Gründen nicht Gelegentlich ja, aber nicht gewerbsmässig. So ent

schied das Kammergericht als Revisionsinstanz gegen die seitens der Staatsanwaltschaft angemeldete Revision, die in der Verhandlung selbst als unbegründet dargestellt wurde.

Platina. Das Platinamonopol, das die englische Firma Johnson Mattey bis jetzt thatsächlich innehatte, soll nach der ministeriellen russischen Handels- und Ind.-Z.“ dadurch durchbrochen werden, dass in Jekaterinenburg durch aus ländische Kapitalisten eine Platinaraffinerie errichtet werden soll. Das in Russland gewonnene Platina wurde bisher als Rohstoff exportiert und im Auslande raffiniert. .

Petersburg, 16. Dezbr. Gestern kam ein Transport von Gold barren in Betrage von 356 Pud 16 Pfund im Werte von mehr als drei Millionen in Irkutsk an. Der Transport legte eine Strecke von 5652 Werst (6050 km) um 16 Tage schneller zurück als in früheren Jahren.

Ein grosser Juwelendiebstahl ist an der Prizessin Bibesco begangen worden, die sich auf der Reise nach der Schweiz in Südfrankreich befand. Wie darüber aus Zürich gemeldet wird, wurden der Prinzessin, die auf Schloss Seex an der Saone wohnt, aus dem Eisenbahncoupé Kleinodien im Werte von 120000 Fr. geraubt, darunter ein Hundehalsband, mit mittelgrossen Diamanten (!) besetzt, eine Brillantenbrosche in Halbmondform aus der Zeit Ludwig XV., eine Rubinenagraffe in Form einer Libelle und viele andere kostbare Schmuckstücke. Nach ihrer Wiederankunft in Seex hemerkte das Dienstpersonal das Fehlen des in einem Koffer aufbewahrt gewesenen Juwelenschreins. Da die Prinzessin während der ganzen Dauer der Reise die Juwelen nicht benutzt hatte, war sie ausser Stapde, nähere Angaben zu machen.

Betrug. Am 16. Dezbr. Nachmittag wurde der Hof-Juwelier E. Goldschmidt in Köln auf folgende raffinierte Art um Brillanten und Goldwaren im Werte von etwa 6400 M. betrogen. Durchs Telephon erhielt der Juwelier von einem in der Neustadt wohnenden Kunden den Auftrag, eine Auswahl schwerer goldener Uhrketten zu senden. Da die betreffende Herrschaft ein Brillant-Kollier bei dem Juwelier in Reparatur gegeben hatte, so fragte letzterer den angeblichen Kunden, ob er den Brillantschmuck mitschicken sollte, was bejaht wurde. Ein Angestellter des Juweliers wurde mit zehn schweren goldenen Uhrketten und dem Brillantschmuck zu der Herrschaft gesandt. Der Hausdiener nahm das Packet in Empfang. Kurz darauf, noch beror der Diener das Packet an seine Herrschaft übergeben hatte, erschien ein anderer Mann und erklärte, von dem Juwelier geschickt worden zu sein, um das Packet zurückzuholen, da man falsche Uhrketten eingepackt habe. Der ahnungslose Diener gab dem Manne das wertvolle Packet. Erst später stellte sich heraus, dass der Juwelier einem Gauner in die Hände gefallen war. Dieser hatte die telephonische Bestellung gemacht und die Sachen auch wieder zurückverlangt.

Einbruchsdiebstahl. In Stockport, England, wurde kürzlich im Laden von Jakob Winter eingebrochen und für ca. 1000 £ Juwelen aus dem Schaufenster geraubt. Der Dieb wurde verhaftet, aber von den Waren fehlt jede Spur.

o opt. Ertappter Dieb. Im November cr. wurden in Leipzig Schmucksachen im Werte von ca. 600 Mark gestohlen. Der mutmassliche Thäter wurde kurz darauf in der Person eines schon vielfach vorbestraften Kaufmanns aus Weissenstadt, der sich in die Wohnung eingeschlichen hatte, ermittelt und verhaftet. Derselbe leugnete und so konnte der Verbleib der Diebstahlsobjekte nicht sofort festgestellt werden. Nun

mehr wurden jedoch die sämtlichen gestohlenen Sachen in dem Fremdenzimmer eines hiesigen Gasthauses, das der Verhaftete vorübergehend bewohnt hat, im Ofen versteckt, aufgefunden.

Frecher Raub. Auf frischer That ertappt wurden in Lübeck zwei elegant gekleidete junge Gauner, die sich in einem Juwelierladen in einer der Hauptstrassen eine Anzahl Ringe hatten zur Auswahl vorlegen lassen und dann dem Geschäftsinhaber pulverisierten Pfeffer ins Gesicht schütteten, die Ringe zusammenrafften und flohen. Auf die Hilferufe des Juweliers, dem von dem Pfeffer nichts in die Augen gekommen war, wurden sie verfolgt und festgenommen. Die Kerle sind erst kürzlich aus dem Gefängnis in Fuhlsbüttel bei Hamburg entlassen. Wahrscheinlich haben sie auch den in ähnlicher Weise ausgeführten Diebstahl bei einem Juwelier in Wandsbek begangen. Ihren Raub hatten sie gleich im Hause des Beraubten von sich geworfen.

Münzendiebstahl. In Lörrach wurde kürzlich ein stellenloser Kaufmann durch die Gendarmerie festgenommen und in Untersuchungshaft verbracht. Derselbe hatte einem dortigen Goldarbeiter eine Goldmünze im Werte von etwa 60 M., deren Gepräge er aber durch Hammerschläge unkenntlich gemacht, verkauft. Da der letztere jedoch den Angaben des Verkäufers bezüglich des Erwerbs dieser Münze keinen rechten Glauben schenkte, erstattete er Anzeige. Die hiernach eingeleiteten Erhebungen ergaben, dass diese Münze nebst einer zweiten grösseren und wertvolleren, die auch im Besitze des Verhafteten gefunden wurde, aus einer ethnographischen Sammlung in Basel gestohlen worden waren. Diese Münzen sollen ausser dem geschichtlichen Wert einen Goldwert von etwa 300 M. haben. Der Verhaftete soll den Diebstahl auch eingestanden haben.

Aus Schw.-Gmünd wird neuerdings berichtet: Von dem Reichskommissar für die Pariser Weltausstellung ist auf Apregung der Vorstände des Handels- und Gewerbevereins und des Gewerbemuseums hier die bestimmte Zusage eingetroffen, dass, wenn von der hiesigen Edelmetallindustrie eine Kollektivausstellung zur Ausführung gelange, die Kosten des Schrankes übernommen werden und ausserdem ein Reichsbeitrag in Aussicht gestellt werden könnte. An die hiesigen Fabrikanten und Gewerbetreibenden der Edelmetallindustrie ist bereits die Aufforderung zur Anmeldung ergangen.

Frage- und Antwortkasten. Frage 58. Wer liefert Abzeichen für Diakonissinnen, Samariter und Mitglieder von Sanitäts-Kolonnen in Form von Broschen, Anhängsel oder Shlipsnadel (rotes Kreuz mit weissem Grunde?)

T. B. in R. Zu Frage 54. B. Neresheimer & Söhne, Hanau, Atelier für kunstgewerbliche moderne Arbeiten, liefern je nach Vereinbarung Entwürfe oder ausgeführte Abendmahlsgeräte.

Zu Frage 55. Silberteile drücken in jeder Grösse , und feinster preiswerter und prompter Lieferung B. Neresheimer & Söhne, Hanau.

Zu Frage 56. Schwere massive silberne Panzerketten, wie solche hier getragen werden, kann ich à 0,60 Pfg. Façon (Silber zum Conventcours) ab Prag liefern. Carl Engelmann, Prag II. Zu Frage 56. Diese Ketten liefere viel für Österreich.

Gustav Hauber, Schw.-Gmünd.

[blocks in formation]

Insolvenzen und Konkurse.

A. Deutsches Reich. Barmen-Rittershausen. Uhrmacher Heinrich Hülbrock. Konkurseröffnung 15. Dezbr. Verw. Gerichtstaxator Eduard Erdelmann. Anmelde- und Anzeigefrist 1. Febr. Gläubigerversammlung 12. Jan., nachm. 4 Uhr. Prüfungstermin 16. Febr., nachm. 4 Uhr.

Bergneustadt. Händler und Uhrmacher Friedrich Wilhelm Rossbach. Aufhebung des Konkursverfahrens durch Zwangsvergleich.

Dambach, A.-G. Barr. Uhrmacher Mathias Herrmann. Aufhebung des Konkursverfahrens durch Zwangsvergleich.

Friedeberg, N.-M. Verstorbener Uhrmacher Max Bahr. Schlusstermin über Nachlass 20. Jan., vorm. 10 Uhr.

Königshütte, 0.-S. Uhrmacher Stanislaus Beszczynski. Aufhebung des Konkursverfahrens durch Schlusstermin.

Lyck. Uhrmacher Eduard Wenski. Zwangsvergleichstermin 26. Jan., vorm. 1012 Uhr.

Neustadt a. S. Goldarbeiter Anton Springer. Konkurseröffnung 10. Dezbr. Verw. (provisor.) Kgl. Ger.Vollz. Händel. Wahl- und Prüfungstermin 7. Jan., vorm. 9 Uhr. Anzeige- und Anmeldefrist 31. Dezbr. (Nachricht ging uns durch den „R.-A.“ erst nach Redaktionsschluss vor. No. zu.)

Pforzheim. Goldarbeiter Rupert Weber. Aufhebung des Konkursverfahrens durch Schlusstermin.

Patente.
Patent-Anmeldungen.

12. Dezember. 49. K. 16 218. Vorrichtung zum Wickeln von Drahtspiralen für Kettenherstellung. -- Kollmar & Jourdan, Pforzheim. 23. 2. 98.

15. Dezember. 44. C. 7581. Knopf mit federndem Knebelverschluss. — August Le Claire, Witten a. d. Ruhr. 1. 6. 98.

22. Dezember. 49. A. 6008. Verfahren zum Verbinden von Metallbändern ohne Löten oder Nieten. - Aluminium- und Magnesium-Fabrik, Hemelingen b. Bremen. 27. 9. 98.

B. Schweiz. Biel. Uhrenfabrikant Charles Oster. Konkurseröffnung 29. Novbr. Eingabefrist 17. Januar.

Chaux-de Fonds. Samuel Muller, mechan. Werkstätte u. Taschenuhrgehäusefabrik. Konkurseröffnung 3. Dezbr. - Charles Couleru, Uhren-Fabrikant. Aufhebung des Konkursverfahrens am 16. Dezbr.

Gebrauchsmuster-Eintragungen.

28. November. 44. 105 222. Schpalle mit keilartigen Seitenwänden, die hinten durch zwei flache Stege, vorn durch einen runden Quersteg mit einem Zapfen in der Mitte verbunden sind. S. C. Purdy, W. R. Bitrey und David Neely, Atkinson; Vertr. : M. L. Bernstein und G. Scheuber, Berlin, Blumenstrasse 74. 30. 8. 98. — P. 4001.

44. 105 265. Zweiteilige Gürtelschliesse mit Verschlussknöpfen, aus einem Stück Metallblech gepresst und beliebig verziert. Herm. Schwarzhaupt, Lüdenscheid. 28. 10. 98. – Sch. 8499.

5. Dezember. 44. 105 477. Federnde Doppelklemme zum Festhalten von Manschetten, Vorhemden und dergleichen. Kurt Proskauer und Otto Grunwald, Kreuzburg 0.-S. 3. 11. 98. - P. 4125.

44. 105 536. Sicherheitsnadel mit Behälter für Nadeln, Zwirn, Heftpflaster u. dergl., als Brosche etc. benutzbar. Volkmar Brückner, Karlsruhe i. B., Ettlinger Str. 39. 5. 11. 98. – B. 11 543.

44. 105 663. Ohrring-Einstechzange mit seitlich geschlitzter, stellbarer Scheibe, Hohlnadel, Polster und Arretiervorrichtung für die Nadel. Ernst Renk und Fr. Krohm, Hildburghausen. 18. 10. 98. – R. 6144.

C. Rumänien.
Bukarest, Cales Mosilor 394. Uhrmacher M. H. Segall.

D. Russland. Riga. Die Firma Klink hat nach nur kurzem Bestehen ihre Zahlungen eingestellt. Glücklicher Weise ist der hiesige Platz, so schreibt man uns aus Pforzheim, nur mit etwa 20 000 Mk. beteiligt, während das Ausland ganz respektable Summen angemeldet hat. Von Seiten der zahlungsunfähigen Firma werden 30% angeboten. Dieser Fall mögo für die Fabrikanten, welche hierherkommenden Ausländern so leicht Kredit einräumen, wieder eine Lehre sein!

Silberkurs. Der Durchschnittswert des feinen Silbers war an der Hamburger Börse Mk. 81,69 per Kilo.

Danach berechnen die vereinigten Silberwarenfabriken für 0,800 Silber Mk. 71,– per Kilo, gültig vom 21.–31. Dezemher v. J.

[graphic]
[ocr errors]

Erscheint am 1. und 15. jeden Monats.

Preis vierteljährlich Mk. 1.50, Ausland Mk. 2.-
Organ der Kunstgewerbe-Vereine Hanau und Pforzheim, des Gewerbe-Museums Gmünd i. W.
und der Freien Vereinigung des Gold- und Silberwaren-Gewerbes Berlin.

wwxw010

[ocr errors]

Aus Pforzheim,

Inhalt: Deutsche Gold- und Silberwaren in Frankreich. - Hanau (mit Abbildungen). - Farbenschmelz in Tiefschnitt (mit Abbildungen).

- Vermischtes. - Frage- und Antwortkasten. - Patente. - Konkurse. - Silberkurs. — Arbeitsmarkt. - Inserate.

Deutsche Gold- und Silberwaren in Frankreich.

Fer Franzose beobachtet wie der Engländer mit Er legt sich von der Kurzsichtigkeit seines Urteils keine

neidischen Augen die Riesenfortschritte der Rechenschaft ab und beharrt lange bei seinem bedenklichen
deutschen Industrie auf fast allen Gebieten und Irrtum.
muss, wenn auch mit Widerstreben, zugeben, Wenn es auch Thatsache ist, dass viele Waren deutschen
dass in dem deutschen Volke ein übermächtiger Ursprunges durch ihre Billigkeit bei entsprechender Aus-
Trieb der Entwickelung steckt, der bei normalem führung hervorragen, so ist es nicht minder wahr, dass da-

Fortschreiten der Dinge auf die im Rückgange neben eine grosse Anzahl von Artikeln in bester Ausführung begriffene französische Industrie in manchen

importiert wird und trotz der bei ihrer ihrer Zweige eine auflösende Wirkung

Herstellung verwandten Sorgfalt sowie geltend machen wird, falls nicht auf

der auf ihnen lastenden Einfuhrkosten französischer Seite Wunder an Arbeit und

wesentlich niedriger im Preise steht, als Ausdauer geleistet werden. Er giebt es

das französische Fabrikat. Das reizt natür20, weil er sich der mit Gewalt hervor

lich zum Kaufen, und wenn sich die tretenden Thatsache nicht mehr ver

Möglichkeit bietet, einen höheren Gewinn schliessen kann; aber es kostet ihn Über

zu erzielen, fallen die durch einen überwindung! Es ist ihm schon nicht mög

triebenen Patriotismus hervorgerufenen lich, den Fortschritten eines ihm neutral

Skrupel bei vielen der Vernunft leichter gegenüberstehenden Lanıles auf einem Ge

zugänglichen Kaufleuten weg. Stets wird biete, das auch ihm zu eigen ist, mit kaltem

der Deutsche aber zunächst einein geBlute zuzuschauen, vorausgesetzt, dass

wissen Zögern, einem Anflug von Missdie Erfolge des Konkurrenten ihn endlich

trauen begegnen. Den Markt zu erobern, aus seinem fast unbezwinglichen Ueber

kostet viel Ausdauer sowie eine peinlich legenheitswahn aufrütteln; sein Schmerz

sorfältige Erledigung der Aufträge. ist dalier doppelt gross, wenn er aner

Glücklicherweise sind dem Deutschen kennen muss, dass die deutsche In

die beiden in Frage kommenden Faktoren dustrie, die Erzeugungskraft des Erb

von Natur aus eigen. Es gelingt ihm feindes, der französischen den Rang ab)

deshalb oft, die von vielen Zeitungen läuft und selbst im eigenen Lande An Farbenschmelz in Tiefschnitt. lebhaft geschürte Voreingenommenheit bei klang findet.

dem Einzelnen zu beseitigen, und so In seiner hohen Meinung von sich selbst fängt er damit gewinnt er einen Kunden nach dem anderen unter denan, alle eingeführte Ware in den Kot zu ziehen und be- jenigen Kaufleuten, die sich dem Einkauf von deutschen zeichnet besonders alle Artikel deutscher Herkunft als Waren nicht aus Prinzip durchaus verschliessen. Leider ist „Camelote“ — Schundware —, über welche es kaum nötig die Zahl der letzteren noch recht bedeutend und zwar vorsei, ein Wort zu verlieren, da sich der Verkauf derselben in wiegend unter den älteren Geschäftsinhabern. Diejenigen, Frankreich bald von selbst verbieten würde.

welche kaufen, finden nach und nach, dass sie recht vor

[graphic]
« PreviousContinue »