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Frage 760. Wer liefert verschiedene Kellenpressungen? L.

Frage 762. Welches ist die geeignetste Gaslampe zur hellen Beleuchtung eines Juwelierladens, und von wem ist dieselbe zu beziehen?

N. Frage 770. Wer kann mir ein rationelles Verfahren zur Herstellung von Kupferniederschlägen auf kleinen AluminiumMassenartikeln nennen?

N. Frage 772. Ich bitte freundlichst, mir das Rezept eines leicht fließenden Silberlotes für schwache Hohlwaren bekannt zu geben ?

H. M. in T. Frage 774. Wer ist der Fabrikant der versilberten Bestecke, dessen Fabrikate das Wort „Silveira“ tragen? N. & R. in H.

Frage 780. Wie kann man Silbergegenstände (Ketten usw.) mit vielen kleinen Flächen, die poliert werden sollen, bei denen jedoch das Polieren mit Stahl zu lange aufhält und ein Scheuern ausgeschlossen ist, rationell mit Hochglanz versehen ? - Ich meine Gegenstände, welche bereits gesotten sind und zum Versandt fertig gestellt werden sollen.

H. M. in T. Frage 784. Welche Firma liefert kleine metallene Kästchen, unecht und vergoldet mit Steinen besetzt (Türkische Arbeit)? Die Größe derselben ist ca. 16 cm lang und 10 cm breit. H. B. in Z.

Frage 793. Kann mir einer der Herren Kollegen mitteilen, welches das einfachste Verfahren ist, um galvanische und Feuervergoldung von Metallgegenständen (Silber und unecht) wieder zu entgolden? Gibt es ein gutes Verfahren, um dieses Gold wieder zu gewinnen? Mit Dank im voraus. R. H. in K.

Frage 794. Gibt es ein Mittel, um den sogenannten Wasseroder Kesselstein aus Nickelgeschirr so zu entfernen, daß dieses nicht beschädigt wird?

A. D. Frage 796. Ich bitte höflichst, mir mitzuteilen, wie ich aus 14 kt. Gelbgold ein gutes 8 kt. Lot herstellen kann, das nicht zu blaß ist, sowie aus demselben Gold ein Reparaturlot, vielleicht 4 kt. Feingehalt? Im voraus besten Dank. H. S. in M.

Frage 801. Wer fabriziert Bestecke „Albalvia“ ? X. X.

Frage 806. Ich möchte meinen Stubenkehricht (Krätz) selbst verbrennen und einschmelzen. Kann mir einer der Herren Kollegen vielleicht mitteilen, welches die einfachste und schnellste Art ist, dieses zu handhaben? Ich bin im Besitz eines Koksofens, wo ich einen ziemlich großen Tiegel einstellen kann! D. P. in G.

Frage 807. Wer ist der Fabrikant von unechten und vergoldeten Filigran-Haarspangen? Muster zur Verfügung. C.K. in L.

Frage 811. Fabrikant in Aluminium-Ketten gesucht. C. F.

Frage 812. Wer fertigt Bürsten- und Toiletten - Garnituren mit Beschlägen aus Aluminium ?

F. in c. Frage 813. Gibt es in Deutschland oder Österreich eine Schule für Lackschmelzer ?

A. L. in W. Frage 815. Welcher Fabrikant fertigt LuxusZiergegenstände aus Zinn mit nebenstehendem Fabrikzeichen ?

R. Z. in H. ОХ

Frage 816. Es gibt ein neues Metall, Alzen genannt. Dieses soll aus einer Legierung von

zwei Teilen Aluminium und ein Teil Zink bestehen und an Festigkeit dem Gußeisen ebenbürtig, diesem aber an Elastizität erheblich überlegen sein soll. Ferner wird dem Alzen nachgerühmt, daß es eine feine glatte Politur annimmt und nicht leicht oxydiert. Seine Farbe ist weiß. Es schmilzt bei niedriger Rotglut und füllt beim Gießen selbst die feinsten Hohlräume. Woher kann man dieses Metall beziehen? Kann mir einer der Herren Kollegen Näheres darüber mitteilen?

E. & L. Frage 817. Wer kann mir das Verfahren mitteilen, wie ich mittels Motor versilberte Bestecke wieder entsilbern kann? K.

Frage 818. Wer ist so freundlich und teilt mir mit, welches der brauchbarste Lack ist, um die weiße Emaille auf Orden zu überziehen, damit diese beim Polieren des Goldes sauber bleibt?

St. B. Frage 819. Wer ist der Fabrikant ziehbarer Schlangenketten für Armbänder in Alpaka und Tomback?

C. 0. Frage 820. Wer ist Käufer antiker Silbermünzen aus den Jahren von 1540— 1720 ?

O. M. in 1.

Antworten: Zu Frage 720. Es ist auch möglich, daß das Warenzeichen der Silberwaren-Fabrik Franz Bahner in Düsseldorf gehört. Bei der bekannten schlechten und nachlässigen Stempelung alter Silberwaren ist eine Verwechslung leicht möglich.

Wenden Sie sich dorthin. — Vertreter für obengenannte Firma in Berlin ist: S. Abraham jr., Silberwaren - Fabrik, Berlin So., Neanderstr. 12.

Zu Frage 799. Neue gangbare Bäderartikel liefern: Jak. Agner, Bijouterie-Fabrik, EBlingen a. N. (Zweigniederlassung: München, Schommerstr. 17). – J. Goldschmidt, Abt. Zinnwarenfabrik, Nürnberg, Obere Kanalstr. 10.

Zu Frage 800. Schlangenarmbänder in elektro-plattiert wie auch in Doublé und Silber fabrizieren als Spezialität: Ed. Winter & Co., Inh.: Emil Winter & Carl Gutbrod, Bijouterie - Fabrik, Pforzheim.

Zu Frage 802. Glassteine usw. für Bijouterie liefert billigst: May & Palma, Edelsteinschleiferei, Turnau (Böhmen).

Zu Frage 803. Dieses nebenstehende Warenzeichen gehört der Exportfirma Nicolai & Rasch, Hamburg 6, Mercurstr. 29.

Zu Frage 808. Gewünschten friesischen Bauern - Filigranschmuck (besonders auch ost. friesische Kleiderknöpfe) fabrizieren: Jak. Agner, Bijouterie-Fabrik, EBlingen a. N. - Friedrich Knödler, Schwäb.-Gmünd.

Zu Frage 809. Ich rate Ihnen ein kleines Inserat in einer der Pforzheimer oder Hanauer Tageszeitungen (Pforzheimer Anzeiger und General - Anzeiger, Hanauer Anzeiger und Hanauer Zeitung) zu erlassen, worauf Sie zahlreiche Offerten erhalten.

Zu Frage 810. Silberdoublé, sowohl Blech wie Draht, erhalten Sie in den bekannten Pforzheimer Walzwerken Gustav Rau, Friedr. Kammerer, Ferd. Wagner, A.-G., Ad. Feiler, C. K. Vogel und Pforzheimer Doubléfabrik Karl Winter.

Zu Frage 814. Die geschützte Trauringschmiede mit den zwei bronzenen Zwergen, die sich bewegen und Trauringe schmieden, fertigt: Adolf Köhler, Pforzheim.

ARGENTO

Bekanntmachung. Der Vorstand und Ausschuß Deutscher Juweliere usw. hat sich in seiner letzten Sitzung am 28. Oktober 1906 eingehend mit der Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit der Juweliere zur Lagerei - Berufsgenossenschaft beschäftigt. Man war allgemein der Meinung, daß der Beruf der Juweliere, Gold- und Silberschmiede mit einer besonderen Unfallsgefahr nicht verbunden ist. Trotzdem erfolgte die Heranziehung verschiedener Firmen, die Proteste dagegen waren ohne Erfolg. Da nun aber das Gewerbe-Unfallversicherungsgesetz in den allgemeinen Bestimmungen ausdrücklich sagt: „Für Betriebe, welche mit besonderer Unfallsgefahr für die darin beschäftigten Personen nicht verknüpft sind, kann durch Beschluß des Bundesrates die Versicherungspflicht ausgeschlossen werden“, so wurde der Beschluß gefaßt, einen Antrag bei dem Bundesrat dahin zu stellen, daß genehmigt wird, daß die in unserer Branche beschäftigten Personen von der Versicherungspflicht ausgeschlossen werden.

Um nun einen diesbezüglichen Antrag ordnungsmäßig begründen und beim Bundesrat für die Zustimmung eintreten zu können, richten wir an unsere verehrlichen Mitglieder das höfliche Ersuchen, alles das, was sie über die Zugehörigkeit zur Lagerei-Berufsgenossenschaft bis jetzt an Erfahrungen gesammelt haben, an die Geschäftsstelle des Verbandes mitzuteilen.

Ganz besonders aber liegt uns daran, zu wissen, welche Personen in den letzten Jahren trotz des Mangels einer besonderen Unfallsgefahr zu Schaden gekommen sind.

Ebenso liegt uns aber auch sehr daran, aus den Betrieben zu erfahren, daß in einem gewissen Zeitraum Unfälle nicht vorgekommen sind.

Berlin, den 19. November 1906.
Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede,

Berlin S., Oranienstraße 143.

Fischer.

Nachdruck aus dem Inhalt vorliegender Zeitung ist nur mit Erlaubnis der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet.

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Bezugspreis pro Quartal m. 2.- (Ausland pro Jahr m. 10.--); Kleine Ausg. pro Quartal M. 1- (Ausland pro Jahr M. 5.-).

Probe-, Ansichts- und Auswahlsendungen an Goldschmiede

und ihre rechtliche Bedeutung.

m Handelsverkehr mit Gold- und Silberwaren sind Ansichts Der Verkäufer ist verpflichtet, dem Käufer die Untersuchung

sendungen, Auswahlsendungen und Probesendungen nichts des Gegenstandes zu gestatten." Außergewöhnliches. Der Goldschmied läßt sich vom Gros Bei einem solchen Kauf steht die Billigung des gekauften sisten Auswahlsendungen kommen, um daraus seine Gegenstandes also völlig im Belieben des Bestellers. Der Kauf

Wahl nach seinem Ermessen treffen zu können. Er bindet gilt zwar als abgeschlossen, aber nur unter der Bedingung, daß sich bei der Bestellung nicht, und es kann ein Rechtsanspruch die Ware dem Käufer gefallen wird. Es kann kein Zwang ausselbst dann gegen ihn nicht erhoben werden, wenn er die ganze geübt werden auf seine Entschließung und in dieser Beziehung Kollektion zurücksendet, ohne nur ein Stück auszuwählen. Das gleicht die Sendung auf Probe oder auf Besicht der Ansichtsselbe ist bei Ansichtssendungen der Fall, die sich rechtlich und Auswahlsendung. Der Goldschmied kann einfach erklären, in nichts von den Auswahlsendungen unterscheiden. Der Gold- daß er von der Abnahme der Ware absehe und er braucht schmied will sehen, ehe er bestellt. Die Annahme der begehrten nicht einmal einen Grund anzugeben, warum das geschieht. Ansichtssendung verpflichtet ihn zu nichts weiter, als sich zu Er hat völlig freie Hand, sich zu entscheiden, wie er will. Das entscheiden, ob er etwas und was er etwa von der Sendung wird seitens der Grossisten, wie wir erst jetzt wieder aus nach Besichtigung auswählen und behalten will.

einem Rechtsstreit ersehen haben, nicht immer berücksichtigt. Streitigkeiten sind dagegen öfters entstanden, wenn es sich Wie hat aber der Goldschmied mit der angenommeum „Probesendungen“ handelt. Hier taucht zunächst die

nen Probesendung zu verfahren? In manchen Branchen, Frage auf, ob in dem Wunsch einer Probesendung schon die wie z. B. im Samenhandel, ist es handelsüblich, die Probe, wenn Offerte zu einem Kaufabschluß und in welchem Umfang liegt. es sich um ein geringfügiges Quantum handelt, nicht erst Es ist bei solchen Sendungen nach dem bürgerlichen Recht ein

zurückzugeben. Dies kann natürlich im Handelsverkehr mit Unterschied zu machen zwischen einem Kauf auf Probe oder Edelmetallwaren nicht Handelsbrauch werden. Der Goldschmied, auf Besicht und einem solchen nach Probe oder Muster:

der sich entschieden hat, die auf Probe bestellte Ware nicht zu Ersucht der Goldschmied den Grossisten ihm Ringe und behalten, hat die Pflicht, zunächst für ordnungsgemäße Ketten auf Probe zu senden, so kommt § 495 des Bürgerlichen Aufbewahrung derselben Sorge zu tragen. Er darf die Gesetzbuches für das Rechtsverhältnis in Frage, welcher lautet: Goldwaren nicht etwa achtlos beiseite legen, sondern muß sie

„Bei einem Kaufe auf Probe oder auf Besicht steht die „pfleglich verwahren“, d. h. so, daß dieselben gegen Untergang Billigung des gekauften Gegenstandes im Belieben des Käufers. oder Veschlechterung geschützt sind. Würde infolge nachDer Kauf ist im Zweifel unter der aufschiebenden Bedingung lässiger Verwahrung die Ware leiden oder zugrunde gehen, so der Billigung geschlossen.

würde der Verkäufer vielmehr vom Käufer Schadenersatz fordern

, “ DEUTSCHE GOLDSCHMIEDE-ZEITUNG können. Derselbe müßte einfach den Kaufpreis für dieselbe Da sagt nun § 496 des Bürgerlichen Gesetzbuches folgendes: bezahlen, oder falls sie der Grossist zurücknehmen will, diesem „Die Billigung eines auf Probe oder auf Besicht gekauften doch den Schaden ersetzen, der ihm durch die Minderwertigkeit Gegenstandes kann nur innerhalb der vereinbarten der Ware entsteht. Es wurde uns dieser Tage Ware vorgelegt, Frist und in Ermangelung einer solchen nur bis zum Abdie ein Goldschmied auf Probe entnommen und zurückgesandt lauf der dem Käufer vor dem Verkäufer bestimmten hatte, die aber offenbar sehr unsorgfältig aufbewahrt worden angemessenen Frist erklärt werden. War die Sache dem war, so daß an verschiedenen Stücken Verletzungen sichtbar waren. Käufer zum Zwecke der Probe und der Besichtigung überWir mußten daher in diesem Streitfall erklären, daß der Grossist geben, so gilt sein Schweigen als Billigung.“ zur Rücknahme dieser Waren nicht verpflichtet sei

Daraus ersieht man, daß es auf den Verkäufer und nicht Sieht der Besteller vom Kauf ab, so entsteht nun die Frage, auf den Käufer ankommt, wie lange der letztere Zeit zu einer was wird mit der Ware? Muß sie zurückgesandt werden? definitiven Erklärung darüber, ob er fest kauft oder nicht, haben Wer trägt die Kosten der Rücksendung? Das Gesetz soll. Der Grossist hat dem betreffenden Goldschmied zu hat darüber keine Bestimmungen getroffen. Man ist also bei schreiben: „Die auf Probe verlangte Ware geht Ihnen zu und der Beantwortung der Frage auch lediglich auf die bestehenden haben sie sich binnen einer Woche oder auch in noch kürzerer Handelsgewohnheiten angewiesen. Und da ist es denn Usance, daß der Empfänger die nicht konvenierenden Waren zurück streicht dann die Frist, so gilt die Ware als genehmigt und der sendet. Das gilt bei Ansichts- und Auswahlsendungen wie bei Käufer muß Zahlung leisten. Nun kann es aber auch vorSendungen auf Probe. Wer aber trägt die Kosten? Da ist kommen, daß überhaupt nicht vereinbart wird, bis wann die handelsgebräuchlich, zwischen zwei Fällen zu unterscheiden. Billigung der Ware oder deren Zurückweisung auszusprechen Hat der Empfänger sich die Sendung kommen lassen, so ist es ist. Auch der Verkäufer hat bei der Übersendung der Waren üblich, daß er auch die Rücksendungskosten trägt. Sind ihm und auch später nichts darüber gesagt, bis wenn er eine Erdie Waren dagegen unverlangt zugesandt worden, so muß der klärung verlange. Darn ist es die Pflicht des Käufers, wenn er Absender auch die Kosten der Rücksendung bestreiten. Wer im Besitz der Ware ist, sich in angemessener Frist darüber zu eine solche unverlangte Sendung macht, der muß von vornherein erklären, ob er kaufen will oder nicht. Schweigt er und bedamit rechnen, daß möglicherweise aus dem ganzen Geschäft hält er die Ware längere Zeit bei sich, so soll nach dem Willen nichts wird. Er sendet die Ware auf sein Risiko ab. Er trägt des Gesetzgebers ein solches Schweigen als Billigung der Ware die Kosten, nicht der Empfänger. Will der Lieferant die Kosten angesehen werden. der Rücksendung ersparen, so muß er in solchem Fall erst an Völlig verschieden von diesen Kauf auf Probe oder Befragen, ob die Sendung genehm ist und der Empfänger die sicht ist natürlich der Kauf nach Probe, der in § 494 des Kosten der eventuellen Rücksendung tragen will.

Bürgerlichen Gesetzbuches behandelt wird. Bei einem Kaufe Auch die Gefahr des Transportes trägt bei Sendungen nach Probe oder nach Muster sind die Eigenschaften der solcher Art der Lieferant, an den die Waren zurückgehen. Probe oder des Musters als zugesichert nzusehen.

Der Kauf Werden dieselben unterwegs ruiniert, so kann sich derselbe nur ist hier also ohne weiteres perfekit und es kommt nur an die Bahnverwaltung keineswegs aber an den Kunden halten, darauf an, ob die Ware, welche geliefert wird, dann auch wirkes sei denn, daß diesen bei der Rücksendung ein Verschulden lich den gegebenen Proben entspricht. Ist dies der Fall, deckt wegen mangelhafter Verpackung usw. treffen würde, und dadurch sich die gelieferte Kollektion Ringe oder Ketter in Qualität vollder Untergang oder die Beschädigung der Schmuckstücke herbei ständig mit dem gegebenen Muster, so kann der Käufer nicht geführt wurde.

mehr zurücktreten. Er ist gebunden. Er hat ganz im Gegenteil Hat ein Goldschmied von einem Grossisten Waren auf Probe zum Kauf auf Probe keine freie Hand mehr. Es ist nicht in kommen lassen, so wird weiter in Frage kommen, wie lange sein Belieben gestellt, ob er die Ware abnehnen will oder er nun Zeit hat, sich zu erklären, ob er die Ware behalten nicht. Diese Käufe nach Probe sind viel häufiger als diejenigen will oder nicht, bzw. was er davon auswählen will. Dem auf Probe. Wenn man schließlich auch noch von

einem Kauf Grossisten muß daran liegen, möglichst schnell zu wissen, ob zur Probe spricht, so ist das ein fester Kauf, bei dem nur anaus dem Geschäft etwas wird, damit er andererseits über seine gegeben wird, warum gekauft wird. Der Käufer will die beLagerbestände verfügen kann. Andererseits will sich aber auch treffende Ware einmal probieren. Er kauft jedoch de finitiv und der Goldschmied bei seiner Entschließung nicht überstürzen. es steht ihm keinerlei Vorbehalt aus diesem Kaufgeschäft zu.

Hilfe für die Weihnachtszeit im Goldwarengeschäft.

Erfahrungsgemäß beträgt der Geschäftsumschlag im Weihnachts

445 vorhergehenden Monaten zusammen, was ja in der Natur der Sache liegt, denn viele Leute, die das Jahr hindurch nichts kaufen, machen in der Weihnachtszeit Einkäufe. Daß es daher in der Weihnachtszeit an Arbeit nicht fehlt und auch wohl niemand im Laufe des Jahres überflüssiges Personal hält, ist ebenfalls wieder eine Tatsache. Wo nun viele Arbeit ist, müssen auch viele Hände sein! Fachmännisch geschulte Kräfte nur für die Weihnachtszeit zu engagieren, ist nur in den allerseltensten Fällen möglich, wofür besonders der heutige Mangel an Arbeitskräften spricht. Es bleibt daher in der Regel nichts anderes übrig, als in Familien- und Bekanntenkreisen Umschau zu halten, um wenigstens als die allernötigste Hilfe ehrliche und ge

wissenhafte Menschen im Geschäft und um sich herur n zu haben. Hier hilft in der Weihnachtszeit die Frau, welche sich im Jahre weniger mit geschäftlichen Angelegenheiten befaßt, da der Haushalt und die Kinder ihre Tätigkeit erfordern. Dort sind herangewachsene Kinder, die nach der Schule Zeit genug hab en sich zur Hilfe im Geschäft zur Verfügung zu stellen. Schwäger und Schwägerinnen, Onkels, Tanten und wenn erforderlich, rüstige Großväter und Großmütter, sowie Freunde und Bekannte, aus all diesen Kreisen wird je nachdem es erforderlich, Hilfe mobil gemacht. Und wie gern folgen alle dem Ruf, wenn es gilt, einem lieben Angehörigen zu einem guten Weihnachtsgeschäft mit zu verhelfen. Viele erblicken sogar ein Kompliment oder ein Vertrauensvotum darin, in einem Goldwarengeschäft mit helfen zu dürfen und hinter der Theke eine

neue Bluse oder Weste zur Schau tragen zu können. Der gilt deshalb nicht mehr Hilfspersonen zu nehmen als absolut eine oder andere dieser Vertrauensleute und der freiwilligen nötig und diejenigen, die also mithelfen sollen, nach MöglichVerkäuferschar, welcher sonst wenig oder gar nicht mit der keit nutzbringend zu verwenden. Wenn der Geschäftsinhaber Öffentlichkeit zu tun hat und daher das geschäftliche Leben seine freundlichen Mitarbeiter auf folgende Punkte aufmerksam und Treiben nur durch Hörensagen oder durch Lesen theoretisch macht, so dürfte ihm dadurch im Weihnachtstrubel manche Aufzu beurteilen imstande ist, nimmt nach erfolgreicher Tätigkeit regung und überflüssige Worte erspart bleiben, ebenso bleibt vielleicht ganz andere Eindrücke des praktischen Lebens in sich er von vielen Fragen seiner Laientruppe verschont. In erster auf, die ihm nur zum Vorteil gereichen können. Alle sind Linie kämen folgende Punkte in Frage:

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Die Nürnberger Münzprägeanstalt L. Chr. Lauer,fG. m. b. H., auf der Jubiläums- und Landesausstellung zu Nürnberg.

ausgerüstet mit dem besten Willen und der besten Absicht, tüchtig zu verkaufen und mit zu helfen, wo es nur gilt. Diese Basis muß nun der Geschäftsinhaber zu beurteilen verstehen. Ehrliche, arbeitsfreudige, uneigennützige Menschen stehen ihm also zur Verfügung, welche alle nur dazu beitragen wollen, ein gutes Weihnachtsgeschäft zu sichern. Wenig Menschen können viel helfen, wenn sie entsprechend eingearbeitet und instruiert sind. Dagegen kann eine große Schar, die gerne helfen möchte, aber nicht eingearbeitet und nicht instruiert ist, nur störend wirken also das Gegenteil von Hilfe sein. Es

1. Jeder muß wissen wo alle Gegenstände ihren Platz haben.

2. Preise und Qualitäten der Waren, was eine offene Auszeichnung und Qualität vermerkt auf dem Etikette ja bei den meisten Geschäften zeigt, erleichtert schon für alle Teile sehr die Arbeit.

3. Gut ist es, wenn jeder der Verkäufer seine Kunden von Anfang bis zu Ende fertig bedienen kann. Ist das Geschäft allerdings ein kompliziertes oder der betreffende Kunde ein langweiliger, so gilt es, daß fachmännische Hilfe eingreift, um den Handel zum Abschluß zu bringen.

4. Ladentisch frei! soll jeder Verkäufer tüchtig beherzigen und zwar erstens, damit nicht so leicht etwas gestohlen wird und zweitens, daß jeder Gegenstand bald wieder auf seinen Platz kommt, damit das Lager nach Möglichkeit bleibt.

5. Sind nicht alle Personen gleichzeitig durch Verkaufen in Anspruch genommen, so ist die Aufgabe eines jeden einzelnen, auf alles wachende Blicke zu werfen, damit nichts gestohlen wird. Sogar empfiehlt es sich, daß die eine oder andere Person während des Hauptverkehrstages, sich nur mit der Aufsicht befaßt. Ein wachendes Auge tut oft viel.

6. In der Zwischenzeit und abends nach Ladenschluß findet sich die Gelegenheit zur Erledigung der Korrespondenz, aufgegebene Bestellungen an die Lieferanten weiterzugeben, Auswahlsendungen durchzusehen oder zurückzusenden, Sachen für die Werkstätte, den Graveur vorzubereiten, Sendungen an die Kundschaft zu richten, Schachteln mit Watte zu füllen usw.

7. Eine große Hauptsache ist, daß ja nichts vergessen wird

zu notieren. Mögen es Bestellungen sein, Sachen die am
Lager fehlen, nicht bezahlte Gegenstände, Auswahlen die den
Lieferanten bestellt werden, sollen Notizen für Gravierungen,
Reparaturen usw., alles muß sorgfältig notiert werden.

8. Es empfiehlt sich auch, daß der Mithilfe das Einpacken von Schmucksachen und größeren Gegenständen vorher erklärt wird, sodaß auch in dieser Beziehung eine gewisse Einheitlichkeit herrscht. Gewiß wird jeder Geschäftsinhaber nach einem guten Verlauf des Weihnachtsgeschäfts sich jeder der lieben Mithilfe erkenntlich zeigen. Der erhält ein Geldgeschenk, der ein Schmuckstück, was er sich schon längst wünscht, und so wird jedem eine Freude bereitet. Die Herzen aller Beteiligten strahlen vor Freude wie die Kerzen eines Christbaumes denn alle haben sich uneigennützig und gerne gegenseitig geholfen

dabei kam der Lohn, den sie dafür erhielten, von Herzen.

Alle werden sich dann auch zu Weihnachten zurufen können: Ende gut, alles gut!

E. L. i. C.

Kleine Mitteilungen.

Zum Fall Strieder in Karlsruhe. Der „Verein zur Wahrung Das Weihnachtsgeschäft unserer Kollegen in Baden-Baden wird der Interessen des Detailhandels“ in Karlsruhe hat sich wie in Karlsruhe etwas getrübt, wenn auch nicht in demselben der Sache unserer Kollegen in Karlsruhe angenommen und ver Umfange. Der Konkursverwalter der Masse, Jos. Bentner-Kiehl, Öffentlicht in der Tagespresse, daß die Angaben des Herrn Magasin Moderne, empfiehlt in der Tagespresse sämtliche Strieder objektiv unwahr seien, daß sie weder ein Konkurslager Artikel zu um die Hälfte ermäßigten Verkaufspreisen als allernoch Konkurswaren seien. St. habe das Lager von einem günstigste Gelegenheit für Weihnachtskäufe. Kunst- und LuxusZwischenhändler, dem Herrn Carl Weber jr., Goldwaren-Engros- Gegenstände, Phantasie - Bijouterien, Stahl- und Silberwaren Geschäft in Schw. Gmünd gekauft, der hohen Gewinn genommen führt das Verkaufsverzeichnis an. habe. Es seien daher Karlsruher Geschäfte, die mindestens gleiche

Hallesches Kunstgewerbe. Die Firma Hermann Walter, Preise haben, beim Einkauf zu bevorzugen. Die Firma Strieder

Gold- und Silberwarenfabrik, hier, wurde am 1. August hat es nun aber nicht lassen können, gegenüber der Veröffent

1857 mit drei Arbeitern durch den am 9. September 1902 verlichungen des „Vereins zur Wahrung der Interessen des Detailhandels“ eine „Aufklärung“ dem Publikum zu geben. Die Antwort

storbenen Seniorchef, den Juwelier Hermann Walter, gegründet;

die strenge Reellität und der Kunstsinn dieses Meisters der blieb der rührige Verein, dessen Eintreten für unsere Kollegen

Edelschmiedekunst verschafften sich bald einen immer größer allen Lob verdient, nicht schuldig. Er erläßt eine Bekanntmachung

werdenden Kundenkreis, so daß schon nach wenigen Jahren die und stellt den neuerlichen Angaben der Firma Karl Strieder folgendes fest:

Arbeitsräume nach dem eigenen Grundstück Scharrenstraße 7

verlegt werden mußten. Die Arbeiterzahl wuchs von Jahr zu 1. Der Kreditorenverein Pforzheim teilte schriftlich mit, daß die Fluggeschen Waren kein Konkurslager waren und an

Jahr, so daß am Tage des 25jährigen Bestehens der Meister mit einen Grossisten in Schwäb. Gmünd für 30500 Mk. verkauft

einer Zahl von 78 wohlgeschulten Leuten dieses Jubiläum festlich wurden.

begehen konnte. Bald reichten auch die bisherigen Räume nicht 2. Eine angesehene Pforzheimer Firma bestätigt, daß dieser

mehr aus, und die Fabrik wurde nach Weidenplan 3 verlegt, Grossist das Lager an Strieder mit einem Zwischengewinn während die Goldschmiede neue große Arbeitsräume im Hause von zirka 20000 Mk. veräußert hat.

Scharrenstraße 5/6 bezogen und ein den damaligen Anforderungen 3. Durch Sachverständige wurden bei Strieder Waren ver genügendes neues Ladengeschäft im Hause errichtet wurde. Am

schiedenster Art gekauft, welche nach dem einstimmigen 1. Oktober 1899 ging das Geschäft durch Kauf an die jetzigen Urteil dieser Fachleute so viel über den normalen Engros Inhaber über; dieselben erweiterten den Fabriksbetrieb, indem preis kosteten, daß jedes Geschäft in der Lage ist, gleiche sie elektrischen Antrieb für die Maschinen einrichteten und soArtikel billiger zu verkaufen.

mit den Arbeitern den Dienst erleichterten und die Produktion 4. Die dabei von jenen Herren gemachte Beobachtung geht der Anfrage gemäß steigerten. Jetzt ist es nötig gewesen, einen dahin: Die Mehrzahl der Waren sind ältere zurückgesetzte

neuen Verkaufsraum zu schaffen, und es ist den strebsamen Artikel, die bereits 14/2 Jahr beim Kreditorenverein Pforzheim unverkäuflich lagen und in jedem soliden Geschäft zu

Inhabern gelungen, einen mit allem Komfort der Neuzeit eingeerheblich reduzierten Preisen verkauft würden.

richteten Laden im Hause des Hôtels „Stadt Hamburg“ herzustellen

wo das Geschäft zu weiterer Blüte gelangen möge. 5. Ein Wertstempel, der verhindert, daß Konsumenten getäuscht werden, existiert überhaupt nicht.

Vorsicht bei Geschäftsanknüpfungen in Rußland. Von WarSchädigung der Kollegen. Das mehr und mehr zutage tretende

schau aus sind in den letzten Tagen eine Reihe von maschinell Vorgehen von Konkursverwaltungen, Bestände in Gold- und

hergestellten Zirkularen an Pforzheimer Bijouteriefabrikanten geSilberwaren bis zur Weihnachtszeit aufzubewahren und dann

sandt worden, welche die bedeutsamen Worte auf der Titelseite zu versteigern, hat leider auch in München eingerissen. Eine

tragen: „Ende des russisch - japanischen Krieges“. Die Firma derartige Konkursversteigerung fand am 26. und 27. November

sucht Vertretungen zu erhalten und schreibt, daß die feinsten bei Licitator Martin Westerman, Marienstraße 10, statt.

Warschauer und ausländischen Referenzen zur Disposition stehen,

auch Pforzheimer Referenzen könnten aufgegeben werden. Auf Versteigerungen. Vom 3.-7. Dezember ds. Js. gelangen in eine Anfrage nach solchen blieb aber die Firma die Köln a. Rh. die nachgelassenen Kunstsammlungen der Herren Antwort schuldig. Man tut also gut, das Zirkular nicht zu Gustavo de Mauer aus Bogotá (Kolumbia) und Kunstmaler beachten, wie es die Firma eigentlich wünscht, denn sie schreibt F. Hermesdorff in München zur Versteigerung. Die Samm am Fuße mit Tinte: „Bitte auf Inhalt des Zirkulars gefl. nicht lungen enthalten u. a. Arbeiten in Gold, Silber, Bronze, Messing, zu beachten. Ich benutzte des Portoersparnisses wegen zur Zinn, Elfenbein, Perlmutter, Leder usw.

Anknüpfung neuer Verbindungen alte Zirkulare.“

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