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nach der Art des gewünschten Effektes werden diese Verbindungen noch mit einem entsprechenden Quantum Wasser, manchmal auch noch mit einigen anderen Substanzen vermischt. Zum gleichmäßigen Mattätzen von Glasflächen dienen folgende Mischungen: 50 Gramm Fluorwasserstoffsäure,

50 „ Wasser,

100 „ Hirschhornsalz,

20 „ Essigsäure und

50 „ schwefelsaures Ammonium; oder 100 Gramm Wasser,

25 „ Fluorwasserstoff-Fluorkalium (kristallisiertes),

15 „ schwefelsaures Kali und

25 „ Salzsäure.

Ein sehr weißes Matt erhält man (nach Buchners Lehrbuch der Chemie) durch Anwendung einer Mischung von 500 Gramm Wasser,

500 „ Fluorammonium,

50 „ schwefelsaures Ammonium,

100 „ konzentrierte Schwefelsäure und 5–100 „ yy Fluorwasserstoffsäure.

Die Wirkung der Mischung geht um so stärker vor sich, je

mehr Fluorwasserstoffsäure man zusetzt. Für helles Matt empfiehlt Buchner:

250 Gramm Fluorkalium,

500 „ Wasser und

40 „ Schwefelsaures Kalium, dieses zu mischen mit einer separat bereiteten Lösung von 60 g Salzsäure und 500 g Wasser, oder:

30 Gramm 50 proz. Fluorwasserstoffsäure,

17 „ essigsaures Natrium und

9 „ kalzinierte (getrocknete) Soda. Eine andere Mattätzflüssigkeit wird bereitet, wenn man in einem Gefäß in 200 g Wasser 100 g Fluorkalium oder Fluornatrium löst, in einem zweiten in ebenfalls 200 g Wasser 80 g schwefelsaures Kali. Sind in beiden Mischungen die Salze vollständig aufgelöst, so gibt man sie in ein Gefäß zusammen und Setzt dann noch 60–70 Teile Salzsäure hinzu. Hiermit sind Rezepte genug angegeben; einige andere, speziell

für die Ätzung mittels Feder und Pinsel, werden bei der Besprechung des betreffenden Verfahrens angegeben werden. Bemerkt sei noch, daß unter „Wasser“ stets destilliertes oder reines Regenwasser zu verstehen ist und daß bei allen Mischungen das Auflösen der einzelnen Ingredienzien durch Umrühren mit einem Holzstab gefördert werden kann. –chg–

Der Eigenbecher.

Der Weihnachtsbroschüre „Schmuck- und Mode-Almanach“ entnommen.

WÄ wir vor den hübschen Auslagen der Reiseutensilien-Geschäfte stehen und hier Gläser, Flaschen usw. in eleganten Lederetuis betrachten, dann denken wir wohl zuweilen seufzend der Bestimmungen für Hand- und Reisegepäck, die dem Menschen nicht mehr gestatten, eine Habe mit sich zu führen, die seinem eigenen Durchschnittsgewicht auch nur annähernd entspricht, und seufzen und verzichten auf die Annehmlichkeit, mit eigenem Trinkgerät zu reisen. Daß aber die Handhabung der Gläser und Tassen auf überfüllten Eisenbahnstationen gerade sehr antiseptisch und vertrauenerweckend wäre, wird niemand behaupten. Wie wenige überlegen sich da, daß sie doch einen „Patenbecher“ sicherlich haben, der, ohne den geringsten Schaden zu nehmen, ohne auch Koffer oder Tasche zu belasten, den Reisebegleiter spielen könnte. Ich reise, seitdem ich erfuhr, daß ein hübscher, vergoldeter Becher mir ganz speziell seit meiner Taufe gehöre, nie mehr ohne diesen Becher. Das sind mehr als zwanzig Jahre. Ich bin mit ihm durch manche Choleragegend gefahren. Er ist mein Bierbecher in Norddeutschland, – dann Spüle ich ihn aus zum sächsischen Kaffee, später dient er mir für tiroler Wein oder Chianti, den ich nicht lerne aus der Flasche zu trinken. Im Hotel ist er mein Wasserglas, – denn ich traue diesen Wassergläsern nicht, die niemals ihre geschwisterliche Beziehung zum übrigen Waschgerät des Hotelzimmers verleugnen! Er ist mein Teebecher bei Nachtfahrten und bringt mir des Morgens den ersten, erfrischenden Trunk. Er hat sogar unterwegs schon als Vase besonders zärtlich gehegter Blumen gedient – was läßt sich alles von ihm sagen! Nie ist er zerbrochen oder zerbeult in diesen zwanzig Jahren, immer erstand er wieder frisch geputzt in neuem Glanze. Zuweilen aber, bei festlichen Gelegenheiten, insbesondere jenen stillen Festen der Familie oder der Freunde,

zu welchen zwei Menschen genügen und zwölf fast zu viel sind, wenn der Hausvater mit stillgeheimnisvollem Lächeln der ältesten Tochter und Hüterin des Weinkellers einen besonderen Schlüssel gab, der das Geheimkabinett der schönen Witwe Cliquot oder geistesverwandter Sektkobolde erschloß, dann stieg der silberne Becher mit seinen anderen Geschwistern zur Tafel und jeder trank aus seinem Eigenbecher seine besonderen Gedanken und sein besonderes Gedenken. Wie ein feines, kühles Blatt lag der Silberrand des Taufgeschenkes dann auf meinen Lippen und die goldenen Sektperlen stiegen aus goldenem Grunde auf. Zuweilen trank auch wohl bei solchen Gelegenheiten der Patenonkel aus dem Silberbecher auf des Patchens Wohl, das noch in gänzlicher Unkenntnis solcher Getränke schlummernd in den Kissen lag. Und jeder Festtag wob neue, liebe Erinnerungen um solchen Silberbecher. Letzthin sah ich aber einen in den Händen einer Krankenschwester. „Er begleitet mich immer“, sagte sie, „wo ich auch zur Nachtwache und Pflege bin. Er hat mich schon oft vor Fieber und Ansteckungen bewahrt,“ und ich dachte lebhaft an die verschiedenen Male, wo ich mir den Kopf zerbrochen hatte, womit ich wohl solchem liebenswürdigen und aufopferungsvollen Geschöpf für seine Pflege und Hilfe eine Dankespflicht von Herzen gern abgetragen hätte, ohne doch bei ihrer Anspruchslosigkeit den rechten Rat dazu gewußt zu haben. Ja freilich, an solchen Eigenbecher hatte ich wirklich noch nicht gedacht! Ich hatte meinen Becher wohl durchs Gebirge im Rucksack geschleppt, um an den kühlen Quellen mit ihm zu rasten, hatte ihn oft im Übermut oben auf den Bergstock gestülpt, aber daß er nicht nur im lachenden Sonnenschein, sondern auch im Dämmerlicht der Krankenstube seinen Segen behalten könne – daran hatte ich noch nicht gedacht! M. L. K.-B.

SSICÖTZEESSEV

Deutsche Armee-, Marine- und Kolonial-Ausstellung 1907.

Wo zehn Jahren, auf der Berliner Gewerbeausstellung, war zum ersten Male auch eine deutsche Kolonialausstellung größeren Stiles dem breiten Publikum vorgeführt worden. Seither sind in unseren Kolonien sowohl, als auch in unserer Heer- und Flottenorganisation so weitgreifende Veränderungen und Fortschritte zutage getreten, daß eine abermalige, zusammenfassende Schaustellung des ganzen Gebietes nicht unberechtigt erscheint. Zu zeigen, wie weit unsere Armee, Marine und die Kolonien gediehen sind, die Freude am Errungenen zu wecken, den Eifer für das noch zu Schaffende zu beleben, das sind die Motive gewesen, die den Plan zu einer Deutschen Armee-, Marine- und Kolonial-Ausstellung 1907“ zur Tat reifen ließen.

Für die Ausstellung steht ein ungewöhnlich günstiges Gebiet bei Schöneberg bei Berlin zur Verfügung. Die ganze Kalkulation ist so vorsichtig und genau aufgestellt, das Interesse, das sich in den Kreisen der beteiligten Geschäftswelt dafür gezeigt hat, ist ein so nachhaltiges, daß man mit Bestimmtheit auf eine glückliche Durchführung des Unternehmens rechnen darf.

„Vom Schuhnagel bis zur Kanone soll die Ausstellung alles das umfassen, was in Krieg und Frieden zu Land und zur See gebraucht wird, und von Nutzen ist. Und sie soll ferner vor Augen führen, in wie hohem Maße die schweren Opfer für die Kriegsrüstungen und die Kolonien befruchtend auf Handel und Industrie einwirken und dem werktätigen Bürger

in gleichem Maße in Gestalt von Arbeit und Verdienst wieder

zukommen.“ Dieser Satz des Arbeitsprogramms ist es, der die Schriftleitung der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“ bewogen

hat, den Ausstellungsplan auch an dieser Stelle zu besprechen. Auch für uns erschließt sich hier eine Möglichkeit zur Beteiligung, insofern, als die Fülle der verschiedenen Abzeichen in Metall, welche in der Armee, der Marine und den Kolonien zur Verwendung kommen, für das Feinmetallgewerbe, namentlich für die Graveure, ein nicht zu unterschätzendes Arbeitsgebiet darstellen. Auch die Fabrikanten für Bestecke, Tafelgeräte, Gebrauchsgegenstände jeder Art für Kasino- und Meße-Einrichtungen usw. bietet sich ein großes Feld. Dazu kommen noch Medaillen, Fahnennägel, Ehrengeschenke, Ausstattungsstücke aller Art, so daß sicher angenommen werden kann, auch die Feinmetallkunst werde bei der geplanten Ausstellung eine Rolle spielen. Und es scheint uns ganz besonders wesentlich zu sein, daß unsere Branche hier ihre Leistungsfähigkeit vorwiegend an Gegenständen des praktischen Gebrauches, bzw. militärischer Eigenart, zeigen wird. Es kann ihrem allgemeinen Ansehen nur förderlich sein, wenn einmal in die Erscheinung tritt, wie vielfach ihre Erzeugnisse von der Armee-, Marine- und Kolonialverwaltung verwendet und in Anspruch genommen werden. Die näheren Bedingungen und Angaben folgen an anderer Stelle (siehe Inserat). Wir möchten hier nur nachdrücklich auf das Unternehmen hinweisen und alle Angehörigen unseres Faches, die in irgend einer Beziehung zu den angeführten Spezialgebieten stehen, zur Beteilung an der Ausstellung auffordern. Kunst und Kunstgewerbe, die heutzutage in steigendem Maße alle Lebensgebiete erobern, dürfen auch der Deutschen Armee-, Marine- und Kolonial-Ausstellung nicht fern bleiben.

Die österreichische Fabrikation von Edelmetallwaren. Von J. M. Turvóra, Wien.

z)aß in der Juwelen- und Goldwarenbranche schon A seit einigen Jahren ein empfindlicher Rückgang oder doch Stillstand fast auf sämtlichen Märkten der Kulturländer festzustellen ist, bedarf heute geS> wiß keiner besonderen Begründung. Man kennt die Ursachen in allen Fachkreisen; die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung hat sich nicht gebessert, die schweren Kämpfe der Erzeuger von Edelmetallwaren um ihre Existenz dauern fort, die Verhältnisse haben sich verschärft. In Österreich, wo die Erzeugung von Goldbijouteriewaren noch vor zehn Jahren äußerst gewinnbringend gewesen ist, trat eine bedeutende Abnahme des Absatzes ein; die Edelsteinpreise, insbesondere für erstklassige Qualitäten, steigen, so daß die als reine Luxusgewerbe zu betrachtenden Juwelier- und Goldschmiedegewerbe bei der allgemein ungünstigen Wirtschaftslage nicht vorwärts kommen können. Was überdies die genannte Branche unter der mit wesentlich günstigeren Produktionsbedingungen arbeitenden ausländischen Konkurrenz zu leiden hat, läßt sich auch Zum nicht geringen Teile auf die moderne Kunstbewegung und Geschmacksrichtung zurückführen, denen anfangs nur die strebSamen Elemente Zugeständnisse machen wollten und dadurch dem Auslande die Bahn zum Erfolge freigaben. Erst als die "eue Richtung immer mehr Anhänger fand, mußten sich auch die Konservativsten dieser Bewegung anschließen, um das verloren gegangene Terrain wiederzugewinnen; man arbeitete mit Talent und Geschmack, allein die Anhänger der modernen Kunstanschauungen ließen sich zu Übertreibungen verleiten, und "den bald in den Vertretern der alten Kunstgewerberichtung

energische Gegner, so daß schließlich die ganze Branche unter diesem Zwiespalt krankte und Opfer bringen mußte. Die Kunden folgten aufmerksam diesem Streite, doch ihre Anforderungen waren so verschiedene, daß die Lage der Goldschmiede immer schwieriger wurde. Schließlich sei auch noch des Umstandes Erwähnung getan, das viele unberufene und talentlose Elemente bei oft geschmacklosen Arbeiten das Recht der Originalität in Anspruch nahmen und die Grundlagen der modernen Kunstanschauungen erschütterten. Am empfindlichsten ist in Österreich der Rückgang in der Silberwarenindustrie; in vielen Betrieben ist die Arbeit auf ein Minimum beschränkt, in den Sommermonaten sogar teilweise eingestellt, an Waren werden nur die allerbilligsten verlangt, große Aufträge oder Stücke in feinerer oder reicherer Ausführung kommen, dem authentischen Kammerberichte nach, nur selten in Frage. Sogar in den Provinzen, namentlich in dem sonst aufnahmsfähigen Galizien und der Bukowina deckt man nur den augenblicklichen Bedarf; durch die fortwährende Steigerung des Silberkurses legen sich die Händler bei den Bestellungen große Zurückhaltung auf. Übrigens trat die deutsche Fabrikation, welche durch den Krieg und die darauffolgenden Wirren in Rußland einen bedeutenden Absatz verloren hatte, in Österreich als energische und kluge Konkurrentin auf und die leistungsfähigen Agenten, welche in allen, selbst den kleinsten Städten tätig waren, wußten, wenn auch zu gedrückten Preisen, in leichter Massenware den Markt zu erobern.

Da die Silberwaren in Östereich durchaus schwerer gearbeitet werden, die Produktionsbedingungen teuerer und die Preise daher höher anzusetzen sind, kann an einen namhafteren Export auch nicht gedacht werden, und dies um so weniger, als auch die Lohn- und Arbeitsverhältnisse sich zuungunsten der Fabrikanten veränderten. Von besonderem Interesse für die deutschen Betriebe dürfte eine Klarlegung der Produktionsverhältnisse hinsichtlich der einzelnen Artikel der „Großsilberwaren- und Besteckbranche“ sein, weil in dieser Richtung noch ein Konkurrenzschaffen Aussicht auf Erfolg bietet. Es herrscht in Österreich ein dauernder Bedarf an Tassen, Braten-, Mehlspeis-, Gemüse- und Fischschüsseln, Sandwichstassen, Kompotschüsseln, Blumen- und Brotkörben, Toiletten und Photographierahmen. – Man verlangt in den angeführten Artikeln fortwährend Neuheiten, Zeichnungen und Modelle, welche bisher nur durch Handarbeit ausgeführt werden. Die besten Absatzgebiete hierfür waren immer Galizien, Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Da nun bisher die dortigen Händler nur gestanzte oder gepreßte Kleinsilberwaren vom Auslande und speziell von Deutschland bezogen haben, und die oben angeführten Gegenstände in Deutschland nicht so schön und relativ billig erzeugt werden konnten, um sich mit den österreichischen Hammerarbeiten und Ziselierungen messen zu dürfen, so müßte es Sache der deutschen Silberwarenindustrie sein, diesen Artikeln Aufmerksamkeit - zuzuwenden, damit sie auch da in billigeren Erzeugnissen festen Fuß fassen könnte. Es wäre dies keineswegs ein Konkurrenzmanöver, vielmehr nur eine Folge des Umstandes, daß man sich in Österreich mit der Herstellung leichterer Großsilberwaren wenig befaßt. Auch die Tatsache, daß die kapitalskräftige ausländische Konkurrenz ihre Waren auf sehr langes Ziel liefert, während sich die österreichischen Erzeuger zu derartigen Geschäftsbedingungen nicht aufschwingen können, weil der „Verband der Edelmetall- und Uhrenbranche“ sich unter Hinweis auf die schwachen Kreditverhältnisse der Händler und Detaillisten, welche in jüngster Zeit mit Umgehung der Grossisten arbeiten, gegen die Gewährung langer Fristen aussprach, verhindert die Entfaltung eines regeren Verkehrs. Trotzdem sind infolge der soliden und geschmackvollen Ausführung der Waren noch immer Deutschland, Frankreich und Belgien ausschlaggebend für den Export aus Österreich, so daß sich die Erzeugung von Feinarbeiten ziemlich auf gleicher Höhe hält. Im übrigen steht die österreichische Silberwarenbranche vor einer anderen wichtigen Frage, welche in fachlicher Hinsicht von höchster Bedeutung für die Erhaltung des Weltrufes der heimischen Silberschmiedekunst ist. Seit die gepreßten und gestanzten Massenartikel den Markt überschwemmen, würde es jedem halbwegs flinken Arbeiter möglich, bei dieser einfachen Montierung im Akkord hohe Wochenlöhne zu erzielen. Es war ein Steigen der Löhne auch für jene Kräfte, welche nicht nach Stück arbeiten, naheliegend, um so mehr als die Zahl der gut qualifizierten Arbeiter immer kleiner wird. Da nun trotz der bewilligten Lohnerhöhung noch immer die Akkordarbeit für gepreßte und gestanzte Artikel einen höheren Verdienst sichert, so will sich der jüngere Nachwuchs nicht mehr dazu verstehen, Fertigkeiten in der Handarbeit zu gewinnen, und die berühmten Wiener Hammer arbeiten in Flach- und Abschlagarbeiten werden selten übernommen, weil die Kräfte fehlen und auch die Fachschulen mangels eines gesetzlichen Zwanges für die Gehilfenschaft nicht die erhoffte Besserung bringen. Die

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Silberwarenbranche hat also mit Arbeitermangel für feinere Handausführungen, Lohnsteigerung, Konkurrenz, Unterbietungen der Fassonpreise und ungleichmäßigen Silberberechnungen zu kämpfen. Es ist naheliegend, daß es der dringendste Wunsch aller Interessenten bleibt, die Regierung möge auch in Österreich nach dem deutschen Muster endlich eine Regelung der Silberpreisnotierung durchführen, damit Erzeuger und Händler vor fortgesetztem Schaden bewahrt werden. So können denn die geschäftlichen Verhältnisse in der Fabrikation von Silberschmuck und Galanteriewaren aus Silber auch als nicht befriedigend bezeichnet werden, denn „Stapelartikel“ bestehen in dieser Branche nicht mehr, und nur derjenige Fabrikant, welcher seiner Kundschaft fortwährend Neuheiten vorzulegen vermag, hat Beschäftigung und Aufträge. Man kann diese Art der aufreibenden Tätigkeit eine Hetzjagd nennen, welche jede ruhige Entwicklung der Industrie hemmt. Deutschland gewinnt in Österreich immer mehr Boden, es macht auch die erfolgreichsten Anstrengungen den Markt zu bearbeiten und die Vorliebe vieler Händler nach ausländischer Ware kommt der Konkurrenz sehr zu statten. Wäre unsere allerdings im Preise höhere Arbeit nicht durch ihre Solidität und Gediegenheit bekannt, so hätte auch bei der besseren Kundschaft des Auslandes die Aufnahmefähigkeit nachgelassen; man greift aber im Auslande und besonders in Nordamerika noch gerne nach „Wiener Arbeiten“, wodurch einem Niedergange der Branche vorläufig der gute Ruf als Schutz dient. Die Gold- und Metallschlägerei in Wien beklagt einen starken Rückgang ihres Absatzes infolge der sezessionistischen Geschmacksrichtung und der Konkurrenz. Die Erzeuger von Gold- und Silberdrähten (Posamentierer) leiden unter dem lückenhaften Punzierungsgesetze, welches es möglich machte, daß Legierungsanstalten außerhalb der durch das Gesetz normierten amtlichen Kontrolle und unter Vermeidung der hierfür beim Zurichten der Stücke entfallenden Fiskalgebühren in ihrem eigenen Betriebe echte Silberdrähte gezogen und als „Ringdraht“ in großen Quantitäten auf den Markt gebracht haben. Dieser Mißbrauch hatte Unterbietungen zur Folge, welche die gesamte Branche schädigten, doch wurde die Angelegenheit jetzt amtlich unterbunden. Die österreichische Industrie hat eben vielfache Schwächen, die schwer zu regeln sind; ungenügende Kapitalsgrundlage und unverhältnismäßig hoher Umfang der Betriebe bei begrenzten Absatzgebieten, dadurch eine Minderung des Bankkredites, erzwungenes Abstoßen von Lagerartikeln um jeden Preis, selbst mit Schaden, nur um Bargeld zu erhalten und als weitere Folge die Ausbeutung der Produzenten durch spekulative Händler, welche, mit der Geschäftslage vertraut, sich diese Schwächen zunutze machen. Der Lage der Erzeuger von leonischen Gold- und Silberdrähten und Waren daraus werden wir nächstens einen besonderen Artikel widmen, weil dies für die reichsdeutsche Industrie von größtem Interesse sein dürfte. Es mögen hier nur einige Zahlen zur Orientierung noch Raum finden. Der Einfuhrziffer Von Goldarbeiten im Werte von rund 10 Millionen Kronen steht eine Ausfuhr von kaum 1, Millionen; der Einfuhr von Silberarbeiten pro 6 Millionen Kronen eine Ausfuhr von 3 Millionen Kronen; der Einfuhr von Juwelierwaren per 32 Millionen Kronen eine Ausfuhr von 2 Millionen Kronen gegenüber; – Diese Zahlen sprechen deutlich und klar! –

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Arbeitgeber-Verband für Pforzheim und Umgebung.

Neuwahl des Vorstandes.

achdem am 30. v. M. der gesamte Vorstand des Arbeitgeberverbands sein Amt in die Hände seiner Wähler wieder zurückgelegt hatte, sind am 13. d. Mts. in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung die Vorstandsneuwahlen erfolgt. Aus diesen gingen hervor als Vorstandsmitglieder (Beisitzer) die Herren Broß (i. Fa. Louis Fiessler & Co., Glebe), Fr. Kammerer, Wilh. Kreiß, Emil Suedes, Carl Schall, Friedrich Weiß (i. Fa. Lutz & Weiß, G. m. b. H.), Wilhelm Wienenberger (i. Fa. Rodi & Wienenberger, A.-G.); als Stellvertreter die Herren Carl Braun (i. Fa. Gebr. Kuttroff), Gustav Habermehl (i. Fa. Habermehl & Dietrich), Albert Kuppenheim (i. Fa. Louis Kuppenheim), Georg Lerch (i. Fa. F. Zerrenner), Otto Lutz (i. Fa. Friedrich Lutz), C. W. Müller, Heinrich Schmidt (i. Fa. Ed. Mutschelknauß) und Emil Ziegler. Neu eingezogen sind also in den Vorstand im ganzen neun Herren, und zwar als Beisitzer vier, als deren Stellvertreter fünf. Damit ist indessen nicht im mindesten gesagt, daß, wie namentlich die organisierte Arbeiterschaft befürchtet, nun ein neuer Kurs, etwa schärferer Art, eingeschlagen werden wird. Grund genug wäre zwar dazu vorhanden, denn dieses ewige Nörgeln und Kritisieren an allem und jedem, was die Unternehmerschaft

tut, dieses widerwärtige Argwöhnen, daß jede Maßnahme, sei sie auch noch so sachlicher Art, eine besondere Spitze gegen die Arbeiterschaft kehre; diese manchmal geradezu lächerliche Eifersucht darauf, daß auch ja die heilige Organisation zu allem und jedem „Ja“ und „Amen“ sage und schließlich dies ewige Preßgezeter in der Leibpresse, die bekanntlich nur auf eine nicht sehr liebliche und vor allem jeder sachlichen, kühlen Erörterung durchaus abgeneigte Tonart gestimmt ist. Das alles könnte dazu beitragen, daß diesen neuen Männern die Galle doch endlich übergeht. Aber die gewählten Herren geben zu dieser Vermutung auch nicht den geringsten Anlaß. Gespannt wird man freilich sein dürfen, wer von den Beisitzern als Vorsitzender und sein Stellvertreter gekürt werden wird. Indessen auch ein Wechsel in der Person des Vorsitzenden, den wir übrigens sehr bedauern würden, ohne damit dem noch ungewählten „neuen Herrn“ zu nahe zu treten, würde nur einen Wechsel der Form, nicht des Systems bedeuten. Denn der „alte“ Vorstand hat seine Sache doch ganz gut gemacht, wenn's auch natürlich eine Unmenge kluger Leute gibt, die es 1000 mal besser gemacht haben würden! Wir schließen darum mit dem im alten Frankreich beim Regierungswechsel üblichen Ruf: „Le roi est mort. Vive le roi!“

Kleine Mitteilungen.

Von Ausstellungen. In Frankfurt a. M. findet im kommenden Jahre eine Industrie- und Gewerbeausstellung statt. Gegenwärtig wird die Frage wegen der Eröffnung erörtert. – Anläßlich des XVI. Kongresses des Zentralverbandes deutscher Händler soll im Januar kommenden Jahres eine große Fachausstellung in Düsseldorf von Waren aller Art stattfinden, worauf wir die Herren Fabrikanten sog. billiger (Gablonzer) Waren aufmerksam machen. - Die für das Jahr 1908 geplant gewesene „allslavische“ AusStellung in Prag unterbleibt, da die Idee in Österreich nicht das gewünschte Interesse gefunden hat.

Sitzung des Korporations-Ausschusses für das mittlere und Kleingewerbe. In Berlin. Am 13. November wurde die Kommission für das mittlere und Kleingewerbe, welche die Ältesten der Kaufmannschaft eingesetzt haben, zu einer Sitzung im KonferenzSaale der Börse eingeladen. Als der Neun-Uhr-Ladenschluß zum Gesetz erhoben wurde, wurde bestimmt, daß der PolizeiPräsident das Recht haben solle, bis zu 40 Tagen im Jahre zu gestatten, daß die Läden bis 10 Uhr geöffnet bleiben dürften. Doch sollten die Ausnahmetage nach Möglichkeit reduziert Werden. Dieses ist geschehen und sind jetzt nur noch folgende Äsnahmetage vorgesehen: Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Bußtag, neun Tage bis Weihnachten und der Tag vor Sylvester, zusammen 15 Tage. Nun ist von dem Deutsch-NatioÄen Handlungsgehilfenverbande eine Petition an den PolizeiPräsidenten gelangt, welche die Ausnahmetage ganz beseitigen Will. Die Ältesten wollten nicht selbständig entscheiden und hatten deshalb die Kommission zusammenberufen. Es wurde "*türlich beschlossen, dem Präsidenten zu antworten, daß es Äo Schädigung der Geschäfte wäre, wenn die Tage reduziert "den und wird ersucht, es beim alten zu lassen.

Herr Bijouteriefabrikant Georg Lerch in Pforzheim, Vorsitzender

des Lokalausschusses beim letzten Grossistentag in Pforzheim,

übermittelte den Überschuß von den Beiträgen zum Grossisten

Äag zur je hälftigen Verwendung zur Ferienkolonie und °" städtischen Hilfsverein die Summe von 595,77 Mk.

Aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums des Infanterieregiments Nr. 122, das seine Garnison in der württembergischen Oberamtsstadt Heilbronn hat, wurden prächtige Ehrengaben in Edelmetall gestiftet. Die Reserveoffiziere des Regiments überreichten einen prachtvollen silbernen Aufsatz, Siegfried im Kampfe mit dem Drachen darstellend, nach einem Modell von Bildhauer Kiemlen in der Silberwarenfabrik Bruckmann angefertigt; die aktiven Regimentsangehörigen spendeten einen Silberschrank mit reichem Silberschatz, die Stadtgemeinde stiftete einen silbervergoldeten Prunkpokal. Erwähnt sei noch, daß beim Empfange des Königs Frl. Bruckmann, Töchterlein des Herrn Hofrats Bruckmann, den Ehrentrunk kredenzte.

Ein kluger Geschäftsmann war ein in der Admiralitätsstraße in Hamburg wohnender Uhrmacher. Es wurde ihm telephoniert, ein in der Eimsbütteler Straße wohnender Herr wünsche einige Uhren zur Auswahl, die er durch einen Boten holen lassen wolle. Bald erschien auch ein Schulknabe bei ihm, der im Auftrage des Bestellers kam. Unbemerkt packte er in eine Zigarrenkiste Sand und drei Steine statt der Uhren und händigte sie dem Knaben ein, dem er unauffällig durch die Straßen folgte. Es dauerte nicht lange, da trat ein Fremder an den Knaben heran und nahm ihm die Kiste ab, die er im Gehen zu öffnen begann. Plötzlich sah der Unbekannte den Uhrmacher, den er wohl persönlich kennen mußte, und schnell warf er die Kiste von sich und lief davon, hinter ihm drein aber der Uhrmacher. Dieser stellte den Schwindler auf dem Neuen Steinweg und ließ ihn festnehmen.

Elektrische Schmucknadeln. Eine sehr aparte Neuheit auf dem Gebiete der Damentoilette ist angeblich in Amerika aufgetaucht, Haar- und Hutnadeln mit kleinen elektrischen Glühlampen. Die Lämpchen sind von durchbrochenen Metallhüllen umgeben, in deren Oeffnungen geschliffene Steine von verschiedener Farbe eingesetzt sind. Die feinen Leitungsdrähte sind in der Nadel untergebracht. Die Schmuckstücke werden auch als Doppelnadel in den Verkehr gebracht. Die dazugehörige Batterie wiegt kaum 200 Gramm.

Preiserhöhung der Pforzheimer Hilfsgeschäfte. Der GewerbeVerein Pforzheim (Enz- und Pfinzgauverband des Landesverbandes badischer Gewerbe- und Handwerker-Vereinigungen) teilt den Pforzheimer Fabrikanten mit, daß die Erhöhung der Löhne und sonstiger Produktionskosten infolge der letzten Lohnbewegung die Inhaber folgender Hilfsgeschäfte: Juweliere, Graveure, Emailmaler, Emailleure, Vergolder, Oxydeure, Feingießer, Nielleure, Guillocheure, Einkitter, Metallschleifer und Metalldrücker zwinge in ihren seitherigen Konditionen folgende Anderungen eintreten zu lassen und wie folgt festzusetzen: 1. monatliche Barzahlung; 2. Wegfall des Skontos; 3. eine allgemeine Preiserhöhung; 4. Bezahlung der Reparaturen, besonders bei Emailmalern und Emailleuren. – Die Preiserhöhung wird bei Berechnung der einzelnen Arbeiten zum Ausdruck kommen und sich auf das notwendigste Maß beschränken.

Preiserhöhungen. Einen Zuschlag von 10% auf alle Erzeugnisse der Luxusbronze, Galanterie-, Intarsia- und Spielwarenbranche, ebenso auf alle vergoldeten, versilberten, verkupferten und Vernickelten Artikel hat die Firma Erhard & Söhne in Schwäb. Gmünd zu berechnen beschlossen. Auf rohgebrannte und messingpolierte Ware kommt ein Aufschlag von 15%. – Die Gürtler genossenschaften der Umgebung von Gab1onz beschlossen mit Rücksicht auf die große Verteuerung der Metalle einen Preisaufschlag von 10% auf Glas- und Bijouteriewaren. Die Genossenschaft der Gürtler von Gablonz selbst nahm zur Frage der Verteuerung ihrer Erzeugnisse Stellung.

Preiserhöhungen für höhmische und französische Bijouterien Die Fngros-Firma R. Engländer in Altona hat den Aufschlag auf ihre Artikel von 5% auf 10% erhöht infolge enormer Metallsteigerung.

Preiserhöhung. Sämtliche Turnauer Edelsteinschleifereien und Edelsteinhändler haben infolge der Preissteigerung aller Materialien und des Schleiferlohnes beschlossen, die Preise ihrer Artikel vom 15. November 1906 entsprechend zu erhöhen.

Die Preiserhöhung des SIlbers. Mit der Wiederaufnahme der Silberankäufe (wöchentlich hunderttausend Unzen) seitens des Schatzamtes der Vereinigten Staaten von Nordamerika hat die Herabsetzung des Silberwertes ein Ende gefunden. Man kann beobachten, daß seit dem 15. August d. J., an welchem Tage der Beschluß des amerikanischen Schatzamtes bekannt wurde, der Silberkurs fortwährend steigt, und insbesondere in der letzten Woche hat sich die Aufwärtsbewegung in verstärktem Maße entwickelt. Der tiefste Kurs des Silbers war per Standard Unze 28°s Sh, am 15. August d. J. notierte in London Silber 29 . Sh. und am 16. Oktober erreichte der Silberkurs 32", eine Kursavance, die in der Tat eine bemerkenswerte Erscheinung ist, und zu welcher auch der gesteigerte indische Silberbedarf viel beigetragen haben dürfte.

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Personalien und Geschäftsnachrichten.

Auszeichnung. Die Firma Keller & Edelmann in Pforzheim erhielt auf der Exposition Internationale des Arts et Industries du Feu, Paris 1906, für hervorragende Leistungen die silberne Medaille. Dieser Erfolg ist ein ehrendes Zeugnis für die Firma K. & E., und um so höher zu schätzen, als der Wettbewerb auf dem Gebiete der Semi-Emaille-Industrie ein äußerst scharfer ist. (Siehe Inserate auf Seite 00 und Seite 00.) Wir beglückwünschen die aufstrebende Firma zu dieser hervorragenden Auszeichnung!

Jubiläen. Am Anfange dieses Monats begingen Herr Juwelier Peter Betz und dessen Frau Gemahlin geb. Geier in Hannover das Fest der silbernen Hochzeit.

Firmen-Eintragungen. Die Bijouterie- und Metallwarenfabrik Adolf Kiedaisch in Pforzheim hat den Artikel AnsichtsBijouterien neu aufgenommen. – Die Ketten- und Bijouteriehandlung Friedrich Wenz in Pforzheim wurde handelserichtlich eingetragen. – In das Handelsregister wurde die Ä Larquette & Hahn in Pforzheim eingetragen. Persönlich haftende Gesellschafter: Techniker Ernst Larquette und Kaufmann Theodor Hahn. Offene Handelsgesellschaft seit 1. Oktober 1906. – Die Firma Ludwig Neresheimer & Co., Silberwarenfabrik in Hanau wurde eingetragen. Der Gesellschafter Fabrikant Jean Schlingloff in Hanau ist ausgeschieden und damit die offene Handelsgesellschaft aufgelöst. Das Geschäft wird unter unveränderter Firma von dem seitherigen Gesellschafter, Fabrikanten Ludwig Neresheimer, fortgeführt.

Firmen-Änderung. In die Bijouterie-(Kleinsilberwaren-)Fabrik Larquette in Pforzheim ist Kaufmann Theodor Hahn als Teilhaber eingetreten. Die Firma lautet nunmehr Larquette & Hahn.

Firmen- Löschungen. Die Vernicklungs-Anstalt MünchenUnterbaching, A.-G., München II wurde im Handelsregister gelöscht. – Die Firma Emil Schönfeld, Goldarbeitergewerbe, Wien I, Petersplatz 9, ist infolge Geschäftsauflösung erloschen.

Geschäfts-Eröffnungen. Unter der Firma „Vertriebsgesel1Schaft moderner Bijouterie waren, G. m. b. H.“ wurde in Berlin ein Geschäft eröffnet und handelsgerichtlich eingetragen. Das Stammkapital beträgt 20000 Mk. Geschäftsführer sind Jos. Herrmann und H. Lauterbach. – In Pforzheim hat Herr Emil Klotz, Goethestraße, eine Fabrik für Bijouterie eröffnet. – Die Herren Nickler & Neubert haben in Hamburg, Hopfenmarkt 2, ein Export- und Importgeschäft eröffnet. Die Firma will in der Hauptsache Luxus- und feine Lederwaren nach Zentral- und Mittelamerika exportieren.

Geschäfts-Verlegung. Das Emaillegeschäft Heinr. Gilbert in Pforzheim befindet sich jetzt Gewerbeschulstraße.

Todesfall. In Pforzheim starb Herr Heinrich Kölle, Teilhaber der Bijouterie-Fabrik gleichen Namens.

Verschiedenes. Die Firma Haap & Schefold, Fabrik feiner Goldwaren in Pforzheim löst sich demnächst auf. Jeder der beiden Teilhaber wird gesondert eine Fabrik eröffnen. – Laut Eintrag im Handelsregister zu München hat die Firma Anton Chr: Dießl, heraldische Anstalt (A.-G) in München, ihren Betrieb auf Herstellung studentischer Luxus- und Bedarfsartikel ausgedehnt. – In München, Rindermarkt 8, kommt ein großes Lager echter Bronze- und Zinngüßwären zum Ausverkauf. – Eine große Anzahl Bronzen und älte Silbergegenstände aus den Kunstsammlungen Sr. Exz. des Grafen Gaston Pottickh von Pettenegg kam im Versteigerungsamt zu Wien am 19. d. Mts. zur Versteigerung. – Herr Oscar Dassel in Barmen, Altermarkt 14, hält wegen Aufgabe des Geschäfts Ausverkauf seines Gold- und Silberwaren-Geschäfts. – Der Bericht, der soeben in der letzten Nummer der Festzeitung über das stattgehabte 15 deutsche Bundesschießen in München erscheint, weist nach, daß die Münchener Festleitung außer vielen Ehrengaben noch 20 Konkurrenzbecher, 416 Feldbecher, 576 Standbecher, 105 Goldmünzen, 20 Konkurrenzmünzen, 369 Jubiläumsmünzen und 11059 silberne Festmünzen verteilte. Die der Deutschen Goldund Silberscheide-Anstalt Frankfurt a. M. angegliederte Chemische Fabrik Schlempe, G. m. b. H. übernimmt die Hälfte der 1020000 Mk. betragenden Stammanteile der zu gründenden Chemischen Fabrik Rositz, G. m. b. H.

Berichtigung. Wir teilten in voriger Nr. (46) mit, daß die Bijouterie-Fabrik Stockert & Co. in Pforzheim eine Filiale eröffnet habe. Bei der Nennung des Ortsnamens soll es nicht Meinsheim sondern Mönsheim heißen.

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