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Kleine Mitteilungen.

Zu unserer Mitteilung über die gemeinsamen Konferenzen der Ausstellung von Goldschmiedearbeiten in Braunschweig. Eine Verbände des Edelmetallgewerbes erhalten wir folgende Berlchtigung: Ausstellung von älteren Goldschmiedearbeiten wird vom HerzogDie „Deutsche Goldschmiede-Zeitung“ behauptet in dem Artikel lichen Museum zu Ehren des am 27. und 28. September ds. Js. „Nachklänge zu den Verbandstagen“ in Nr. 34 dieses Jahrganges stattfindenden siebenten Tages für Denkmalpflege veranstaltet. entgegen den Tatsachen, daß weder die Gründung eines „Zen Die Ausstellung soll zeigen, was an Werken der Edelschmiedetralvorstandes der Verbände des Edelmetallgewerbes“ noch eine kunst im Lande Braunschweig noch vorhanden ist, und dann Verteilung der Vorstandsämter für diesen stattgefunden habe; wissenschaftlicher Erforschung und geschichtlicher Darstellung ferner, daß der „Verband der Juweliere, Gold- und Silberschmiede“ dienen. Aus letzterem Grunde wird der Schwerpunkt des UnterBedenken dagegen gehabt und der „Kreditoren-Verein“ nicht ver nehmens auf die Arbeiten braunschweigischen Ursprungs gelegt treten gewesen sei. Wir stellen hierzu richtig, daß sowohl tat werden, die hierbei zum ersten Male, und zwar, wie zu hoffen sächlich eine Gründung des „Zentralvorstandes“ stattgefunden steht, in ziemlich beträchtlicher Zahl der öffentlichen Besichtigung hat und die Verteilung der Ämter vorgenommen worden, sowie und dem Studium der Kunstfreunde und Fachgelehrten zugängdaß der „Kreditoren-Verein“ durch seinen 1. Vorsitzenden, Herrn lich gemacht werden sollen. Die Ausstellung wird voraussichtWilhelm Stöffler-Pforzheim, vertreten gewesen ist. Auch Bedenken lich am 16. September eröffnet und etwa 14 Tage dauern. seitens des Vorsitzenden des „Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede“, Herrn Wilhelm Fischer-Berlin, sind

Ausstellungen. In Karlsruhe findet im Jahre 1910 eine

große badische Gewerbe- und Industrie-Ausstellung statt. bei der Gründung nicht erhoben worden. Als Beweis für die

Die Räumlichkeiten der Neuen Ausstellungs-Halle am Zoo Tatsächlichkeit unserer Richtigstellung diene ein Auszug aus dem offiziellen Protokoll der begründenden Sitzung des „Zentral

in Berlin sind bereits für eine Ausstellung des Berliner

Kunstgewerbes im kommenden Jahre vorgemerkt. vorstandes“ vom 17. Juli 1906 in Pforzheim: „Zunächst eröffnet und leitet Herr Baumert die Sitzung und beantragt, daß die Kon Die Deutsch-böhmische Ausstellung in Reichenberg. Der Handelsferenz sich dauernd konstituieren möge. Die Anwesenden stim bezirk Reichenberg, der von den 9 Millionen Kronen Erwerbsmen diesem Antrag bei. Herr Baumert schlägt darauf den Kre steuer allem vier Zehntes entrichtet, also in wirtschaftlicher Beditoren-Verein bzw. dessen Vorsitzenden, Herrn Stöffler, als ziehung an erster Stelle steht, hat es unternommen, mit großem Vorsitzenden der Konferenz vor. Herr Stöffler lehnt indes mit Kostenaufwand eine Deutsch-böhmische Ausstellung ins Leben Dank und den Hinweis auf seine vielseitige Tätigkeit im Dienste zu rufen, die in der Tat ein Musterbild deutschen Fleißes gibt. der Öffentlichkeit ab, die es nicht gestatte, daß er sich noch. Glänzend ist die Glas-, Stein- und böhmische Bijouteriebranche mehr als bisher belaste. Herr Lerch schlägt danach Herrn Fischer, vertreten. Vor allem hat die Firma Josef Riedel in Polaun als den Vertreter des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und im Isergebirge mit ungewöhnlichem Kostenaufwand innerhalb Silberschmiede, vor, besonders da dieser durch sein Bureau ge eines künstlerisch ausgeführten Pavillons ihre Gläser aufgestellt eignete Hilfskräfte an der Hand habe, die ihm die Übernahme und mit ihrer eigenen Ausstellung, die von 53 anderen Fabrikanten dieses kleinen Amtes erleichtern dürften. Die Versammlung verbunden, die ihrerseits als Rohmaterial die Erzeugnisse der stimmt diesem Antrag zu, und Herr Fischer nimmt das Amt an. Riedelschen Fabrik verwenden. Diese Art der Anordnung ist Herr Stöffler schlägt ferner die Wahl eines Stellvertreters und äußerst lehrreich, die Riedelsche Ausstellung gleichzeitig die hierfür Herrn Drechsler, ferner die Wahl eines Schriftführers und luxuriöseste und kostspieligste der ganzen Ausstellung. Wir hierfür Herrn Webel vor. Die Versammlung ist damit einver sehen in ihr Schmucksachen für die Frauen Indiens und Ägyptens standen, ferner auch mit der für die Konferenz vorgeschlagenen ebenso wie die feinsten Luxusglaswaren für den modernsten Bezeichnung „Zentralvorstand der Verbände des Edelmetall europäischen Haushalt. Hieran schließt sich die Gablonzer Industrie, gewerbes“. Redaktion des Journal der Goldschmiedekunst. deren Gürtlerarbeit und farbenfreudigen, gläsernen Schmucksachen Oskar Webel.

einen Welthandelsartikel bilden, der jedem Land und jedem Volke Nachschrift der Redaktion! Was will denn Herr Webel ? je nach den nationalen Geschmacksrichtungen sich anpaßt. Wir sprechen von Eisenach! Er redet von Pforzheim! Es existiert tatsächlich kein „Zentralvorstand“. Das behaupten

Auf der Deutsch-böhmischen Ausstellung in Reichenberg (Böhmen)

wurden folgende Aussteller unserer Industrie ausgezeichnet. wir nach wie vor, denn es ist uns von Vorstandsmitgliedern des „Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede“

Silberner Staatspreis: Juwelier H. S. Goldschmidt Sohnmitgeteilt worden, daß der „Zentralvorstand“ tatsächlich nicht

Prag; Juwelier Leipen & Mahler-Prag; Turmuhrerzeuger

Karl Mauder-Leitneritz. Goldener Ausstellungspreis: ins Leben getreten sei. Im Ausschuß habe man gemeint, zum Zwecke gemeinschaftlicher Konferenzen sei eine solche Grün

J. AB mann und Gust. W. Töpfer, beide in Reichenberg; dung nicht erst nötig. Es werden also, wie uns auch Herr

Franz Kretschmer, Uhrmacher und Optiker, Reichenberg. Wilhelm Fischer mitteilt, in Zukunft nur solche Konferenzen Zu der im September ds. Js. stattfindenden 78. Versammlung stattfinden. Die Beschlüsse in Pforzheim mußten ja zunächst deutscher Naturforscher und Aerzte ist soeben eine durch klasunverbindlich sein, weil einzelne Vertreter mit ihren Vereini sisch-schöne Formenstrenge ausgezeichnete Erinnerungsgungen sich noch gar nicht in Verbindung wegen eines solchen medaille erschienen. Die Gedanken, die sie darstellt, verdankt engen Zusammenschlusses gesetzt hatten. Wir wiederholen da sie dem Archäologen Dr. P. Göller - Stuttgart, der sie auf her, daß die Veröffentlichung der Pforzheimer Beschlüsse im

Anregung des Stuttgarter Numismatischen Vereins entworfen hat; „Journal“ eine vorschnelle war, da in Eisenach die Beschlüsse

ihre treffliche Ausführung der auf dem Gebiet der Medaillenkunst erst noch sanktioniert werden mußten. Wenn die Beschlüsse wohlbekannten Stuttgarter Prägeanstalt Wilhelm Mayer & Frz. schon für die Veröffentlichung bestimmt waren, hätte man sie Wilhelm, welche dieselbe mit Unterstützung des Ausschusses doch sicherlich auch der Deutschen Goldschmiede

des Kongresses hergestellt hat. Die Medaille wird in Bronze Zeitung“ übermittelt.

und Silber geprägt mit einem Durchmesser von 55 mm. Ausstellungen. Im kommenden Jahre veranstaltet die Wiener Als ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst bezeichnen ameriModen - Akademie unter dem Ehrenpräsidium des Handelsmi kanische Zeitungen den Kaiserpreis für das 21. nationale nisters in den Blumensälen der k. k. Gartenbaugesellschaft die Sängerfest das dieses Jahr in Newark stattfand. Es ist die I. Internationale Mode - Ausstellung in Verbindung schwer versilberte Statuette eines Minnesängers, stehend auf einem mit einem Mode-Kongreß. Die verschiedenen Artikel ebenfalls silbernen Postament, das wieder auf einem Bronzeunserer Branchen gelangen in den Abteilungen Toilettegegen Sockel ruht. Sie ist 2 Fuß und 7 Zoll groß, die Basis mißt stände, Modeschmuck, Reiserequisiten und Moderne Sport 123, Zoll im Geviert. Ueber den materiellen Wert gehen die ausstattungen zur Ausstellung und werden gleich den übrigen amerikanischen Meinungen auseinander, einig sind sie aber in der Gegenständen der Prämierung unterzogen.

Ansicht, daß diese Ehrengabe ein kleines Vermögen repräsentiert.

Jubiläums - Ausstellung in Karlsruhe. Neben den auf Seite 305 a und 306 a veröffentlichten Ausstellern haben noch folgende Herren ausgestellt: Prof. Rudolf Mayer, Pforzheim, Gußplaketten und geprägte Medaillen; die letzteren sind von der Hofkunstprägeanstalt B. H. Mayer ausgeführt. Emil Bäuerle, St. Georgen (Schwarzwald), Anhänger in Gold und Silber und verschiedene Uhren.

Die Goldschmiedekunst ist auch auf der Jubiläums-, Gewerbe- und Industrie-Ausstellung der Stadt Rottenburg (Württemberg) vertreten. Kollege Entreß-Rottenburg stellte drei Meßkelche mit Patene und Löffelchen aus, auch die Goldbeschläge an einem Missale romanum in rotem Saffian ist ein Erzeugnis dessen Kunstfleißes.

Von ganz hervorragendem Werte und vornehm künstlerisch ausgestattet ist der vom Großherzog von Baden zum diesjährigen Großen Preis des Iffezheimer Rennens gestiftete Goldpokal. Dieser aus dem Atelier des Hofjuweliers Ludwig Bertsch in Karlsruhe stammend, ist im Louis XVI. - Stil gehalten, mit zwei Lorbeerkränzen geziert, die als Kartuschen verwendet sind und mit Lorbeer-Festons dekoriert; außerdem trägt er unter dem oberen Rande eine Anzahl getriebener halbkugelförmiger Buckeln, und oben, sowie unten nach dem Fuße zwei Lorbeerstäbe, die um den Pokal herumgelegt sind. Der Pokal, der eine Höhe von 58 cm mißt, ist mit reichem Deckel gekrönt. Der Fuß ist ebenfalls in reicher Treibarbeit ausgeführt. In die eine Kartusche ist das badische Wappen und in die gegenüberliegende Kartusche ein F mit Königskrone eingraviert.

Ehrengabe für Großherzog Friedrich von Baden. Unter den zahlreichen Ehrengaben, die zur goldenen Hochzeitsfeier des badischen Fürstenpaares gestiftet wurden, befindet sich auch eine, welche die Aufmerksamkeit unserer Interessenten besonders auf sich lenken wird. Es ist eine prachtvoll ausgestattete Kassette, in der eine Adresse mit 300 Unterschriften auf 25 Blättern ruht. Entwurf und Ausführung stammt von der Firma The Mauser M. f. g. Co., Gold- und Silberschmiede in New-York, welche auch Verfertiger des Kaiser-Bechers sind und zu den bekannten amerikanischen Geschäften gehören, die neben Juwelen, Gold- und Silberwaren, auch Glaswaren, Kränze und Lederwaren führen.

Preisaufschlag. Die Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik vorm. Gebr. Bing, A.-G. in Nürnberg teilt ihrer Kundschaft mit, daß sie gezwungen sei, infolge fortgesetzter Steigerung aller Rohmaterialien und Herstellungskosten in der Abteilung Nickel-, Messing- und Kupferwaren einen Teuerungszuschlag zunächst von 5% eintreten zu lassen.

Die generelle Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Bijouteriegewerbe in Pforzheim. Die am 20. August 1906 im Lokal des Kaufmänn. Vereins Pforzheim (Kaiserhof) versammelten Vertreter des Arbeitgeberverbandes für Pforzheim und Umgebung einerseits und der Pforzheimer Arbeiterschaft andererseits, sind vorbehaltlich der Zustimmung ihrer beiderseitigen Organisationen folgende Punkte übereingekommen: 1. Regelung der Arbeitszeit. Die regelmäßige tägliche Arbeitszeit beträgt nicht über 9 Stunden. Sie beginnt, einschließlich Samstags, morgens 7 Uhr und endet abends 5'2 Uhr mit %, stündiger Frühstücks- und 1%, stündiger Mittagspause von 12-1'/. Uhr. Der Lohn für die einzelnen Stunden wird entsprechend der Verkürzung der Arbeitszeit erhöht, so daß bei 54 stündiger Arbeitszeit der gleiche Verdienst erzielt wird, wie bei 57- bzw. 60 stündiger Arbeitszeit. Die Pausen werden nicht mit in die Arbeitszeit gerechnet. Wird in der Weil gearbeitet, so wird von 59/2—59/Uhr eine Pause gemacht, und sodann bis 73, Uhr gearbeitet. Diese einheitliche Regelung der Arbeitszeit tritt in Kraft, sobald die Generaldirektion der Bad. Staatseisenbahnen die Züge entsprechend geregelt haben wird. Zwecks Herbeiführung tunlichst schneller Regelung dieser neuen Zugsverbindungen werden sich Vertreter der Arbeitgeberund Arbeitnehmerschaft mit der Großh. Generaldirektion unmittelbar und persönlich in Verbindung setzen. Es ist untersagt, durch den Kommissionär wie durch Lieferanten sich geistige Getränke oder Speisen in das Geschäft besorgen zu lassen.

Doch ist es den beschäftigten Personen gestattet, sich ihr Frühstück mitzubringen. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer verpflichten sich im übrigen dafür zu sorgen, daß der Genuß geistiger Getränke in den Geschäften nach und nach beseitigt wird. 2. Weilarbeit (Überzeitarbeit). Weilarbeit (Überzeitarbeit) ist nach Möglichkeit zu vermeiden. In dringenden Fällen wird für die ersten 2 Stunden über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus je 20 Proz. Zuschlag, für die dritte und vierte Stunde je 50 Proz., für jede weitere Stunde (Nachtarbeit) und Sonntagsarbeit 100 Proz. bezahlt. Die nach § 105b der Gewerbe-Ordnung am Sonntag zulässigen, im Interesse der Aufrechterhaltung des Betriebes liegenden Arbeiten, werden mit 50 Proz. Zuschlag entlohnt. Unter Weilarbeit wird alle die über die regelmäßige im Betrieb übliche wöchentliche Arbeitszeit hinausgehende Arbeit verstanden. Die für Termine und Kontrollversammlungen notwendige Zeit soll bei der Berechnung der Weilarbeit nicht in Abzug gebracht werden, bei anderen berechtigten Abhaltungen ist der Koulanz der Arbeitgeber empfohlen, die Zeit nicht in Abrechnung zu bringen. Zeitversäumnisse, die durch den Arbeitgeber selbst veranlaßt werden, sowie allgemeine Feiertage, kommen ebenfalls nicht in Abzug. Den Eintritt der höheren Bezahlung der Weilarbeit wird der Vorstand des Arbeitgeberverbandes seinen Mitgliedern mit Wirkung vom 15. September d. J. ab empfehlen. 3. Heimarbeit. Mit den Vertretern der Arbeiterschaft mißbilligt es der Vorstand des Arbeitgeberverbandes, wenn den im Betrieb beschäftigten Personen Heimarbeit mit nach Hause gegeben wird und legt seinen Mitgliedern die Unterlassung dieser Unsitte dringend ans Herz. – 4. Akkordarbeit. Die Akkordpreise werden dem Arbeiter vor Übernahme der Arbeit schriftlich mitgeteilt. Bei Akkorden, welche zum erstenmale vereinbart werden, und bei Unterbrechungen übernommener Akkordarbeit aus Veranlassung des Arbeitgebers wird der Stundenlohn garantiert, der mit jedem Arbeiter zu vereinbaren ist. In Zweifelsfällen ist dem Arbeiter der seither bezahlte Akkordsatz nachzuweisen. 5. Lohnerhöhung. Den Arbeitgebern wird empfohlen, dort, wo es im Rahmen der Möglichkeit liegt, eine Erhöhung bei den einzelnen Arbeitern eintreten zu lassen, soweit dies nicht in den letzten Wochen geschehen ist. 6. Eingabe des Fabrikhilfsarbeiterverbandes und des Zentralverbandes der Maschinisten und Heizer. Die Wünsche dieser für die heutige Versammlung zu spät eingegangenen Eingaben wird der Vorstand des Arbeitgeberverbandes eingehend prüfen und seine Antwort darauf schriftlich erteilen. - 7. Entwurf eines Tarifvertrags. Der Vorstand des Arbeitgeberverbandes nimmt zur Kenntnis, daß die Geschäftsführung des Metallarbeiterverbandes beabsichtigt, den Entwurf eines solchen Abkommens auszuarbeiten und dem Arbeitgeberverband zur Kenntnisnahme zu übermitteln. Pforzheim, 21. August 1906.

C. W. Meier, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes. Alb. Wittum, Vorsitzender der Kommissionsverhandlungen. Karl Vorhölzer, Bezirksleiter des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Herm. Faber, Geschäftsf. des Deutsch. Metallarbeiterverbandes in Pforzheim.

Dr. Küsemacher, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes. Die Fabrikanten haben die vorliegenden Forderungen in ihrer am 22. August abgehaltenen Versammlung akzeptiert.

Lohnbewegung in Schwäb. Gmünd. Der christlich-soziale Metallarbeiter - Verband beschloß den Arbeitgebern folgende Forderungen zu unterbreiten: 25% Lohnerhöhung für Ueberstunden (über den 10 Stundentag), 50, Zuschlag für die Arbeit nach 9 Uhr abends und für die Sonntagsarbeit, Errichtung eines Arbeiterausschusses in Geschäften mit über 20 Arbeitern.

Wertvoller Fund. In Großbottwar (Württemberg) wurden in unbeträchtlicher Tiefe in einem alten Hafen wohlgeborgen 165 alte Silbermünzen, in der Größe von einem 2 Pf.-Stück bis zu einem 5 Mk. - Stück, gefunden. Die Geldstücke sind mit den Jahreszahlen 1658, 1691 und 1694 versehen.

Nach Ostasien exportierende Häuser werden mit Genugtuung hören, daß gleich England und Amerika auch Deutschland in Mukden ein Konsulat zum Schutze und zur Förderung seiner Handelsinteressen errichtet hat Bekanntlich geht viele, für Rubland bezw. Ostsibirien bestimmte Bijouterie über China.

Leipziger Herbstmesse. Bei dem Bericht über die in Leipzig unter der Firma Große & Eckert, Berlin C., Neue Grünvertretene Firma Eugen Cleis, Pforzheim, haben wir zu straße 221. eine Werkstatt für Juwelen und Faßarbeiten, verbunden ergänzen: Die Erzeugnisse der Firma werden von derselben mit einem Lager von Edelsteinen und gefaßten Juwelen zu eröffnen. auf den Feingehalt des aufgewalzten Goldes garantiert und mit Geschäfts-Veränderungen. Die seitherigen Geschäftsführer der dem betreffenden Etikett versehen, auf welchem der entsprechende Firma G. Rößle, Kettenfabrik in Pforzheim, die Herren KaufFeingehalt aufgedruckt ist. Diese Etiketten wurden der Firma mann Robert Schmauderer und Techniker Fritz Rößle, haben das seit dem 6. August d. J. gesetzlich geschützt.

Geschäft käuflich erworben und führen es unter der Firma

G. Rößle Nachf. weiter. - Die Gold- und Silberwarenfabrik Aus Darmstadt. Aus der bekannten Darmstädter Künstler und Prägeanstalt von Ferd. Hoffstätter in Bonn hat am kolonie scheiden Ende dieses Monats die Mitglieder Habich 1. Juli die Wiesbadener Gravier-, Münz- und Prägeanstalt anCissarz und Dr. Greiner aus, um nach Stuttgart zu gehen.

gekauft und von Wiesbaden nach Limperich bei Beuel (unweit An deren Stelle werden treten: Albin Müller-Magdeburg für

Bonn) verlegt. Das gesamte Personal wird von Wiesbaden mit

nach Limperich übersiedeln, sobald die Vergrößerung der Fabrik Raumkunst, F. Wilhelm Kleukens - Leipzig für Flächenkunst

fertig ist. Außerdem wird der Betrieb mit den neuesten elekund der Goldschmied Ernst Riegel- München für Kleinkunst.

trischen Maschinen versehen, um der Fabrikation von allerhand

Orden, Ehrenzeichen, Medaillen, emaillierten Vereinsabzeichen usw. Stiftungen. Die Vereinigten Deutschen Nickelwerke

zu genügen. Das seit 88 Jahren bestehende Verkaufsgeschäft bleibt. in Schwerte (Ruhr) können dieses Jahr 14° Dividende ver

jedoch in Verbindung mit dem Hauptkontor in Bonn bestehen. teilen. Aus diesem Anlaß gelangten 40 000 Mk. an die Arbeiter Die Bijouterie- und Kettenfabrik Kollmar & Jourdan in und Beamten zur Verteilung.

Pforzheim wird in Boxberg, Kreis Mosbach in Baden, eine

Fabriknebenstelle errichten. Die Messe in Nischni - Nowgorod wurde am 9. August eröffnet, jedoch ist der Besuch sehr gering. Das ist für unsere Bijouterie

Todesfälle. Gestorben ist der Hofjuwelier Wilh. Heinrich

Mau in Dresden. Fabrikanten keine erfreuende Nachricht, ist doch diese Weltmesse

Franz X. Pawlik, der treffliche Me

dailleur ist, wie aus Wien gemeldet wird, im besten Mannesin früheren Jahren für unsere Branche sehr lohnend gewesen.

alter, 40 Jahre alt, gestorben. Pforzheimer, Gmünder, Wiener und Gablonzer Häuser haben dort oft für hunderttausende von Rubel Waren verkauft, die ihren Weg bis weit nach Ostasien nahmen.

Preisausschreiben: Bijouterie-Ausfuhr nach Norwegen. Firmen des Pforzheimer Von der Königl. Zeichenakademie und dem Kunstgewerbeverein Handelskammerbezirks, welche ein Interesse an dem Abschlusse zu Hanau sind gegenwärtig zwei Preisausschreiben (die der eines Handelsvertrags mit Norwegen haben, wollen der Handels Behrens- und Zwernemann-Stiftung) zur Erlangung neuer kammer eine bezügliche Mitteilung zugehen lassen.

Bijouteriemuster veranstaltet, deren Wortlaut wir auf Seite 26

wiedergeben. Bijouterieversand nach Argentinien. Nach neuesten Bestimmungen der argentinischen Regierung ist die Einführung von Sendungen, welche einen Wert repräsentieren, vom 15. Aug. Rechtsrat, Rechtsschutz für Goldschmiede. ab per Post bei Strafe verboten, und können diese Sendungen

Wichtige gerichtliche Entscheidungen. infolgedessen in Zukunft nur noch auf Konnossement verladen werden. Es empfiehlt sich in diesem Falle Verladung auf sog.

Ausübung des Gewerbes vor seiner Anmeldung. Ein GewerbeKapdampfer (Postdampfer), da nur bei Verladung mit diesen

treibender war wegen Übertretung der Gewerbeordnung und des Schiffen eine prompte Beförderung und Ablieferung der Güter

Hausiersteuergesetzes angeklagt worden, weil er seinen Gewerbedrüben geboten werden kann. Diese Schiffe werden bei einer

betrieb bereits vor der Anmeldung nicht nur am Orte der gesehr prompten Überfahrt in Buenos-Aires sofort entlöscht,

werblichen Niederlassung, sondern auch außerhalb dieses Ortes während andere Schiffe wochenlang auf Entlöschung warten

ausgeübt habe, ohne einen Gewerbeschein eingelöst zu haben müssen. Ein Spezialverkehrsinstitut nach Argentinien ist

oder im Besitz einer Legitimationskarte zu sein. Er hatte bei A. Hartrodt in Hamburg, Dovenfleth 40. Güterschluß ist

Kaufleuten Bestellungen aufgesucht. Das Schöffengericht verurteilte jeweils 4-5 Tage vor Abgang der Dampfer.

ihn nur wegen des Fehlens der Legitimationskarte. Hiergegen

legte die Staatswaltschaft Berufung und hiernach Revision ein Zollämter für die Einfuhr sowie für die Anmeldung, Prüfung und mit dem Antrage, den Angeklagten wegen Übertretung des HausierPunzierung von Gold- und Silberwaren in Rumänien. Laut Königl. steuergesetzes zu bestrafen. Sie führte aus, daß, wer ein stehenVerordnung vom 15/28. Juni ds. Js., Nr. 2502, ist die Einfuhr von des Gewerbe betreibe, zwar befugt sei, auch außerhalb des GeGold- und Silberwaren nach Rumänien nur über folgende Zoll

meindebezirks seiner gewerblichen Niederlassung Waren aufzuämter gestattet: Krajova, Giurgiu, Riul Vadului, Verciorova, kaufen oder bei Kaufleuten Bestellungen auf Waren zu suchen, Braila, Bukarest - Niederlagen nebst der Nebenstelle „Post“, daß aber unter „Betreiben des Gewerbes“ nur das gesetzlich Konstanza, Galatz, Sulina, Predeal, Burduzeni, Jassy und Palanca. zulässige Betreiben nach vorgängiger Anmeldung verstanden Die Prüfung, Punzierung und Anmeldung solcher Gegenstände werden könne. Solange die Anmeldung nicht erfolgt sei, liege zur Einfuhr darf indessen nur bei den Zollämtern Krajova, kein stehender Gewerbebetrieb, sondern ein Hausiergewerbe vor. Bukarest - Niederlagen und Jassy erfolgen, und zwar werden zu Diese Auffassung wurde von dem Kammergericht nicht geteilt. dem vorgedachten Zweck die über die Zollämter Krajova, Riul An sich sei, so führte es aus, jedermann zum Gewerbebetrieb Vadului und Verciorova eingehenden Gegenstände dem Zollamt befugt, soweit nicht die Reichsgewerbeordnung selbst Ausnahmen Krajova, die über die Zollämter Braila, Giurgiu, Bukarest - Post, vorschreibe oder zulasse. Nur wer ein genehmigungspflichtiges Konstanza, Galatz, Sulina und Predeal eingehenden dem Zollamt Gewerbe ohne die erforderliche Genehmigung betreibe, oder wer Bukarest-Niederlagen, und die über die Zollämter Burduzeni, einer gegen ihn ausgesprochenen Untersagung des GewerbebeJassy und Palanca eingehenden dem Zollamt Jassy überwiesen. triebes zuwiderhandele, betreibe das Gewerbe unbefugt. Die Für Telegramme nach Bosnien und Herzegowina wird vom

Erfüllung der für jeden selbständigen Betrieb eines stehenden 1. September ab die Wortegebühr von 20 auf 15 Pf. ermäßigt.

Gewerbes vorgeschriebenen polizeilichen Anzeigepflicht, welche Die Mindestgebühr für ein gewöhnliches Telegramm beträgt 50 Pf.

in der Regel mit der Erfüllung der steuerlichen Anzeigepflicht zusammenfalle, bilde keine Voraussetzung für die Befugnis zum

Gewerbebetriebe. Ihre Nichterfüllung werde zwar mit GewerbePersonalien und Geschäftsnachrichten.

polizeistrafen und unter bestimmten Voraussetzungen mit GewerbeGeschäfts - Eröffnungen. Die Herren Adolf Deibele und

steuerstrafe geahndet, mache aber den Gewerbebetrieb nicht zu Alois Krieger haben unter der Firma Deibele & Krieger

einem unbefugten. Daraus folge, daß im vorliegenden Falle von in Pforzheim eine Bijouteriefabrik gegründet. – Herr Franz

der Staatsanwaltschaft angestrebte Bestrafung wegen Übertretung Große ist am 25. August ds. Js. aus der Firma Richard Große des Hausiersteuergesetzes unzulässig sei. Dagegen sei die Beausgeschieden und hat sich am 27. v. Mts. mit dem langjährigen strafung des Angeklagten wegen des Fehlens einer LegitimationsMitarbeiter derselben Firma, Herrn Otto Eckert, vereinigt, um karte aufrecht zu erhalten.

Büchertisch.

44 b. 278369. Zigarrenabschneider in der Form einer natur

getreuen Patrone mit darin befindlichem Geschoß, welch letzteres 3. Deutsche Kunstgewerbeausstellung Dresden 1906. Das alte in axialer Richtung verschiebbar ist und gleichzeitig das AbKunstgewerbe. Unter diesem Titel hat die Verlagsbuchhandlung schneidmesser bildet. Richard Schwericke, Leipzig, ColonWilhelm Baensch, Dresden, einen Katalog herausgegeben,

nadenstr. 16. 24. 4. 06. Sch. 23089. der den offiziellen Ausstellungskatalog in bezug auf das alte

44 a. 278442. Als Kennmarke dienender Schlüsselring. Kunsthandwerk ergänzen soll. In einem stattlichen Band von

José Calvo, San Francisco; Vertr.: Dr. A. Levy und Dr. F. Heine228 Seiten werden hier 1841 Gegenstände angeführt, von denen

mann, Pat.-Anwälte, Berlin SW. 11. 19. 12. 05. C. 5095. das Nötige über Alter, Material, Abstammung und den Aussteller gesagt wird. Einige der betreffenden Gegenstände sind am

Frage- und Antwortkasten. Schlusse des Katalogs bildlich wiedergegeben. Der Ladenpreis des Buches, welches auch in seinem Aeußeren einen sehr guten

Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. Eindruck macht, ist 1 Mark.

Fragen:

Frage 662. Wer ist der Fabrikant von Flaschentellern, die ein Patente und Gebrauchsmuster.

Monogramm (A. S.) als Warenzeichen tragen? C. G. in D.-H.

Frage 674. Wer fertigt feine Drahtgeflechte für SchlangenPatent- Anmeldungen. 40 a. R. 20469. Verfahren zum Aus Bracelets ?

F. B. laugen von Gold mittels Cyankaliumlösung in einem sich nach unten verjüngenden Auslaugebehälter; Zus. z. Anm. R. 19376. Frage 676. Welches ist der haltbarste, durchsichtige Albert H. Rasche, Berlin, Schiffbauerdamm 30. 3. 12. 04.

Klebestoff um Silber mit Glas zu verbinden? H. B. in D. 42 a. F. 21 176. Zirkel mit im Kopf angeordneter Einstell Frage 695. Kann mir einer der Herren Kollegen den Fabrivorrichtung. Franz Frohne, Schwelm i. W. 18. 1. 06.

kanten namhaft machen, welcher flache Eheringe, 74/ą mm breit, 31 c. R. 21708. Verfahren zum Herstellen von Gußformen

mit Stempel * GULD PLATERAD * fabriziert? Die Firma für Gegenstände mit erhöht liegenden Schriftzeichen, Zeich

scheint eine holländische zu sein. Die beiden Sternchen, die die nungen u. dgl.; Zus. Z. Pat. 162013.

A. V. Ludwig Ruckert i. Fa.

Schrift flankieren, sind fünfzackige Sterne im Kreis. Franz Ruckert, Würzburg, Blasiusgasse 13. 29. 9. 05.

Frage 696. Wer liefert Fassungen mit Federchen für 69. R. 22250. Winkelschere.

A. N. Ernst Ruzinski, Agram; Lorgnons ? Vertr: Dr. L. Gottscho, Pat.-Anw., Berlin W. 8. 2. 2. 06.

Frage 697. Wer liefert Decklack (dickflüssig) zum Decken 15i. Sch. 22783. Kopiermaschine; Zus. Z. Pat. 147605. beim Vergolden ?

D. & K. Raphael Schweers, Berlin, Stromstraße 10a.. 22. 10. 04.

Frage 701. Bei welcher Versicherungsgesellschaft ist auch Patent - Erteilungen. 44 a. 174 723. Manschettenverschluß. das Reiselager mitversichert, wenn dasselbe in einem HandFa. Theodor Fahrner, Pforzheim. 4. 9. 04.

gepäck-Bureau oder bei einem Bahnportier auf etliche Stunden 67 c. 174826. Glasfädenbürste. Josef Schmid, Schwäb.

aufbewahrt ist?

M. P. Gmünd. 4. 7. 05.

Frage 702. Kann mir jemand einen leistungsfähigen Fa31 c. 174876. Verfahren zur Herstellung von Modellpulver. brikanten von Korallseide und Perlseide (für Engros) nennen? Berliner Formpuderwerke Fritz Kripke, Berlin. 8. 10. 04. Im voraus besten Dank.

H. R. in H. 21 h. 175 128. Elektrode für elektrische Öfen. Edgar Field

Frage 703. Wo bekommt man ca. -'/2 mm starke, rein Price, George Emerson Cox und James Gilbert Marshall, Nia durchsichtige Zelluloidplatten?

F. B. in Tr. gara Falls, V. St. A.; Vertr.: F. Haßlacher, Pat.-Anw., Frankfurt a. M. 1. 22. 3. 05.

Frage 704. Wer kann mir sagen, welche Präge - Anstalt

Münzen mit dem Schutzpatron der Automobilisten „Christovorus“ 34 f. 175136. Tafelaufsatz, mit den Ständer für die Waren

liefert?

M. K. in W. umgebendem, mittels Schiebetür verschließbarem, durchsichtigem Gehäuse. Friedr. Vaupel, Fürth i. B., Schwabacherstr. 150. 22.9.04. Frage 705. Wer liefert Hutnadelstiele (Dutzendweise) gelb

und blau ? 4a. 175199. Kreuzförmiger, mit abnehmbarem Christusbilde

R. P. M. versehener Kandelaber. Anthony Charles Guntzer, New York;

Antworten: Vertr.: F. C. Glaser, L. Glaser, O. Hering und E. Peitz, Pat. Zu Frage 679. Stahlbijouterien mit eingesetztem Similisteinen Anwälte, Berlin SW. 68. 7. 2. 05.

liefert: Rudolf Rein & Co., Gablonz a. N. 34 f. 175225. Zahnstocherbehälter, bei welchem die bündel Zu Frage 683. Die Exportfirma Max Keppich, Wien VII. weise neben- und übereinander liegenden Zahnstocher gegen liefert billigst den gewünschten Artikel (Uniformknöpfe). den Mitnehmer der Ausgabevorrichtung gedrückt werden. Richard

Zu Frage 685. Billigen Similischmuck sowie emaillierte Beckmann, Charlottenburg, Galvanistr. 6. 7. 7. 05.

Ketten-Anhänger liefert in reichster Auswahl: Rudolf Rein Gebrauchsmuster - Eintragungen. 21 b. 278 206. Galvanisches & Co., Gablonz a. N. Zinkkohleelement mit zwei Flüssigkeiten und Kohlen-Diaphragma. Zu Frage 687. Die Anhänger „Nürnberger Brautbecher" Ernst Quarck, Müllerstr. 44 und H. Vollenbruch, Bluten liefern: Gebrüder Kraus, Inh. Herm. Brändle, Schw. Gmünd. burgstr. 55, München. 20. 3. 06. Q. 447.

Zu Frage 691. Bessere imitierte Perlkolliers liefern: Max 21 b. 278216. Einseitig präpariertes Filtrierpapier in trockenem

Keppich, Wien VII. Gottfried Rupp jr., Pforzheim. Zustande, welches durch Befeuchten mit Wasser als Erreger und Feuchtigkeitserhalter für galvanische Elemente und Batterien

Zu Frage 692. Schwarze lange Muff- und Fächerketten dient. Emilie Domaß, geb. Frisch, Berlin, Alvenslebenstr. 17.

liefern: Gottfried Rupp jr., Pforzheim. Carl Maurer 28. 3. 06. D. 11068.

Sohn, Oberstein a. N. 44 a. 278313. Schmuckgegenstand mit Anstecknadel und

Zu Frage 693 (Artikel Zifferblätter). Zum Vergolden und durch eine Federbüchse verschlossenem Nadellager. Frau Agnes

Versilbern einzelner Gegenstände empfehlen wir Ihnen die Firma Edmond, Dunedin, Austr.; Vertr.: Paul Müller, Pat.-Anw.,

Adolf Deyhle, Stuttgart, Hospitalstr. 14. Berlin SW. 61. 13. 3. 06. E. 8887.

Zu Frage 694. Bernstein-Kolliers (Halsketten) liefert: Max 44 a. 278314. Doppelseitiger Manschetten-Bügelknopf mit

Keppich, Wien VII. geschlitztem Bajonettverschluß. Paul Hübner, Berlin, Markusstr.5. Zu Frage 698. Unechte Fassungen in feinster Vergoldung 15. 3. 06. K. 27520.

und Politur für Rheinkiesel- und Trauer - Simili, als auch die 44b. 278366. Zigarrenspitze mit Zahlenreihe und gelochtem

genannten Steine bis zu den feinsten Qualitäten fabriziert: Ring, als Bierzähler. Gustav Böhme, Leipzig-Kleinzschocher,

J. Freudenberg, Gablonz a. N. Windorferstr. 67 b. 20. 4. 06. B. 30832.

Zu Frage 699. Medaillenstempel zum Einschlagen von Zigarren44 a. 278371. Klemmschnalle, in deren Rückteil durch

packungen liefert: Kari Holle, Graveur, Leipzig, Zeitzerstr. 47. zwei gleichlaufende Ausschnitte eine Federung verursacht wird. Zu Frage 700. Moderne gepreßte Ringschienen fabriziert: J. S. Römpler G. m. b. H., Erfurt. 25. 4. 06. R. 17307.

0. Benkendörfer, Pforzheim, Bleichstr. 29. Nachdruck aus dem Inhalt vorliegender Zeitung ist nur mit Erlaubnis der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 36 – IX. Jahrgang LEIPZIG 8. September 1906

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BEGRÜNDET UND
HERAUSGEGEBEN
WILH.DIEBENER

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Leipzig 28

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VON

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Anzeige-Gebühren: Redaktion: Kunstgewerblicher Teil:

Die 4 gespaltene nonpareille-Zeile 25 of
Professor Rudolf Rücklin, Pforzheim.

Ganze Seite M. 100.-
Wirtschaftlicher Teil:
Amtliches Organ des Verbandes

Bei Wiederholungen Rabatt Beilagen nach
Syndikus Hermann Pilz, Leipzig
deutscher Juweliere, Gold. und

Ubereinkunft
Fantechnischer Teil:

Silberschmiede sowie zahlreicher Stellen-Angebote 25 Pf. Gesuche
Goldschmied Paul Axthelm, Leipzig.
anderer Vereine und Innungen

15 Pf. pro Zeile Bezugspreis pro Quartal M. 2.- (Ausland pro Jahr M. 10.-), Kleine Ausg. pro Quartal M. 1.- (Ausland pro Jahr M. 5.-).

B

Nachklänge zu den Verbandstagen. II. Wie man in Österreich denkt. Der Kampf gegen das Schleuderwesen. ekanntlich hat sich auch in Österreich die Edel auszuüben vermag. In Österreich-Ungarn, wo die Vertreter

metall- und Uhrenbranche in einem Verband ge unserer Branche sich fast nur in den größten Städten des einigt, dessen Organ die ,,Edelmetall-Industries Reiches festsetzen, verschwinden sie unter der großen Masse ist. Es war zu erwarten, daß die Tagung in der Bürgerschaft, und nur ganz hervorragende Tüchtigkeit oder

Pforzheim, die zum ersten Male die deutschen der liebenswürdige Zufall führt sie an kommunale Ehrenstellen.“ Grossisten in der badischen Metropole der Goldwarenindustrie Gruber gedenkt weiter der Tatsache, daß der Einigungsgedanke zusammenführte, auch über die schwarz-weiß-roten Grenzpfähle bei dem „Grossisten-Verband“ zwar darauf gerichtet war, nur hinaus Aufsehen erregen würde, daß man auch außerhalb Deutsch- im engeren Kreise der speziellen Fachgenossen das Band zu lands ihr die verdiente Beachtung zollen werde. Am eingehend- weben, aber doch mit den übrigen Verbänden der Branche in sten beschäftigt sich Gruber, der Sekretär des österreichisch- freundschaftliche Beziehungen zu treten, so daß die gemeinungarischen Verbandes mit den Verhandlungen. Was ihn so schaftlichen Interessen auch gemeinschaftlich verfolgt werden sympathisch berührt, das ist die auch von uns schon betonte können. „Die wichtigste Lehre, welche der Verbandstag liefert,“ ,,tätige Anteilnahme verschiedener Delegierter autonomer Körper sagt er dann an anderer Stelle, und das gilt auch vom Eisenschaften an der Beratung“ „Der Oberbürgermeister der Stadt acher Verbandstag, „geht nicht aus dem geschriebenen Verund der Präsident der Pforzheimer Handelskammer hatten sich handlungsprogramm, sondern aus der lebendigen Wirkung herersichtlich“, schreibt er, „nicht nur in ihrer Eigenschaft als vor: Der große Wert der Organisation und der EinigEhrengäste eingefunden, welche die höfliche Einladung einfach keit der gesamten Branche! Der Grossisten-Verband, welcher durch schmeichelhafte Begrüßungs- und Tischreden erwidern, kaum das Licht der Welt erblickt hat, konnte Wunderleistungen wie solche die gelegentliche Feststimmung auch bei tausend der Aufbesserung geschäftlicher Zustände weder anstreben noch anderen Anlässen hervorbringt, und welchen gewöhnlich keinerlei vollbringen. Aber er hat vollständig den Beweis dafür ernachhaltige Wirkung innewohnt. Die beiden vorgenannten Würden- bracht, daß er die Forderungen der Zeit begreift und sich auf träger gaben vielmehr sehr deutlich zu erkennen, daß sie sich dem besten Wege befindet, denselben zu genügen.“ Gruber der engsten Zusammengehörigkeit mit den verschiedenen Inter bedauert, daß es in Österreich-Ungarn noch an dem engeren essenten bewußt seien, wie es eben die örtliche Beschaffenheit Zusammenschluß der einzelnen Teile unserer Branche (Großnicht nur in Pforzheim, sondern auch in den anderen Schwester- handel, Erzeugung, Ladenverkauf, Arbeiterschaft) fehlt und daß städten der deutschen Schmuckwarenindustrie, Hanau und darin Deutschland einen Vorsprung in den gemeinschaftlichen Schwäbisch-Gmünd, von selbst mit sich bringt, wo die große Konferenzen hat, dessen segensreiche Bedeutung nicht zu verMehrzahl der Einwohnerschaft dieser Mittelstädte diesem Er kennen ist. Um dies in Österreich zu erreichen, müßten freilich werbszweige angehört und demzufolge auf die Zusammensetzung dort auch erst die Ladengoldschmiede sich zusammentun, und der frei gewählten Körperschaften den wesentlichsten Einfluß ihnen fehlt es zurzeit noch an einer umfassenden Organisation,

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