Page images
PDF

bezug auf die Hilfsgeschäfte ist der Gmünder Platz im Nachteil gegenüber dem Pforzheimer, ganz abgesehen davon, daß die Besteuerung (durch das neue Steuergesetz für Württemberg) eine empfindliche Erhöhung erlitten hat. Sodann sei zu berücksichtigen, daß die Arbeitgeber durchaus keine Freunde der Weilarbeit seien, da der Arbeiter in den späteren Stunden doch nicht mehr so leistungsfähig sei und hierzu noch die Mehrkosten für Beleuchtung und Heizung kommen, während andererseits eine höhere Bezahlung der Überzeitarbeit nicht auf die Ware geschlagen werden könne, da dies nicht leicht zu berechnen sei und wohl auch kaum von seiten der Kundschaft anerkannt werde. Dabei seien aber durch die große Konkurrenz die Preise schon derartig gedrückt, daß nur noch ein bescheidener Nutzen bleibe. Durch die rasch wechselnde Mode und das stetige Verlangen der Kundschaft nach Neuheiten sei eine entsprechende Ausnützung der Gesenke und Einrichtungen nicht möglich, alles Punkte, welche in Betracht zu ziehen seien. Es ist deshalb auch mit großem Risiko verbunden, in der ruhigeren Geschäftszeit auf Lager arbeiten zu lassen, da nicht vorauszusehen ist, ob die in Vorrat gearbeitete Ware späterhin abgesetzt werden kann. Trotzdem scheuen die Arbeitgeber keine Opfer, um ihre Arbeiter auch während der schlechten Geschäftszeit, soweit es nur immer möglich ist, zu beschäftigen, was von seiten der letzteren gewissermaßen auch als ein Aquivalent für die Überzeitarbeit in der strengen Geschäftszeit betrachtet werden muß. Die letztere ganz abzuschaffen, ist insofern nicht möglich, als sich in der Hauptverkaufszeit, vor Weihnachten und Ostern, das Geschäft zusammendrängt und dann nur durch Einstellung von weiteren Arbeitskräften Abhilfe geschafft werden könnte, wodurch aber dem ständigen Personale sicherlich nicht gedient wäre, da sonst die stille Zeit um so länger würde; ganz abgesehen davon, daß der Verstärkung des Arbeitspersonales

Verfahren, silberne Gegenstände mit einer

schieferfarbigen Oberfläche zu versehen. Von C. H. Poland.

Einen schiefergrauen, emailleartigen Überzug erhalten silberne Gegenstände, wenn man sie mit Seife abwäscht, in Natronlauge eintaucht, mit Wasser abspült, dann in Cyankaliumlösung eintaucht, wieder abspült, weiter zwei Minuten lang in einer annähernd zum Sieden erhitzten Lösung von je 40,0 g Jod und Jodkalium in etwa 5 Litern Wasser hin- und herbewegt und schließlich nach aber

maligem Abspülen mit einem weichen Flanelllappen trocknet. (Journ. Amer. Chem. Soc. 1905, S. 339.)

Man meldet aus Hamburg: Bei den am 17. ds. Mts. anläßlich der Wahlrechtsvorlage vorgekommenen Ausschreitungen in Hamburg, gelang es dem Mob im Schopenstehl 20 Läden zu plündern, darunter 2 Juweliere und Uhrmacher. Der Juwelier J. C. Kemnis hat Totalschaden und beziffert solchen auf ca. 9000 Mk., der Uhrmacher D. Rosenbrock den seinen auf 25–30000 Mk. Der Versuch, das Hamburgensieen Museum, welches am Fischmarkt beim Schopenstehl liegt, zu plündern, scheiterte an der Wachsamkeit der Schutzleute; wäre dieses Vorhaben gelungen, so hätte die Ausschreitung große Dimensionen angenommen, da in dem Museum Gewehre, Säbel usw. zu Hunderten aufbewahrt wurden.

Neues aus der Bijouteriebranche. In Köln erregt seit kurzer Zeit eine ebenso neue, wie interessante Schaufenster dekoration allgemeine Aufmerksamkeit. Die nach dem neuen Prachtgebäude Antonitterhof, Schildergasse 72–74, übergesiedelte Verkaufsstelle Pforzheimer Goldwaren des Herrn Richard Lohmüller hat ihre Waren auf einem rollenden, elektrisch betriebenen Regal ausgestellt, das es ermöglicht, dem Publikum alle Gegenstände in bequemer Weise vorzuführen. Diese neue und originelle Dekorationsart bildet in Verbindung mit einer äußerst effektvollen elektrischen Osmiumbeleuchtung eine interessante Sehenswürdigkeit Kölns, wie sie keine zweite Stadt aufzuweisen hat. Es ist daher auch erklärlich, daß das Schaufenster zu jeder Tageszeit von Zuschauern förmlich belagert wird. Das rollende Regal ist von dem hier in Pforzheim wohlbekannten Herrn Emil Loh m ü ller, dem Bruder des Geschaftsinhabers, für die Bijouteriebranche neu konstruiert und wird seiner unleugbar großen Vorzüge wegen bei Juwelieren, Uhrmachern usw. sicher rasche Aufnahme finden.

Lieferung von Prägmaschinen nach der Türkei. Der „Levant Herald“ teilt mit, daß für die türkische Münze neue Maschinen angeschafft werden sollen. Man will alle Münzen mit glattem Rande aus dem Verkehr ziehen. (The Board of Trade Journal.)

rasch wieder eine entsprechende Entlassung folgen müßte. Es ist schon wiederholt von den Fabrikanten das Ersuchen an ihre Kunden gestellt worden, die Aufträge so frühzeitig zu erteilen, daß solche mit Ruhe ausgeführt werden können und es auch möglich wäre, die stillere Zeit auszunützen und unnötige Weilarbeit zu vermeiden. Daß diesem Wunsche von seiten der Abnehmer nicht entsprochen wurde, hat seinen Grund einesteils in der rasch wechselnden Mode, worunter letztere ebenfalls zu leiden haben, andernteils ist aber der ganze Edelmetall-Handel mehr oder weniger ein Saison-Geschäft. Wenn in letzter Zeit der Geschäftsgang ein guter genannt werden konnte, so ist dies ja auch den Arbeitern zugute gekommen. Ob jedoch dieser Aufschwung nach dem Inkrafttreten der neuen Handelsverträge anhält, läßt sich nicht vorabsehen, es sind im Gegenteil Anzeichen vorhanden, daß ein Rückschlag eintreten wird, da wohl die jetzt noch in Kraft befindlichen günstigeren Handelsverträge ausgenützt wurden. Unter diesen wenig günstigen Aussichten ist es aber wohl begreiflich, daß die Arbeitgeber sich zu einer Mehrbelastung ihrer Produktionskosten nicht verstehen können, welche die Erfüllung der Forderung einer Erhöhung der Überzeitarbeitslohnung mit sich bringen würde, ganz abgesehen davon, daß nach der Zusammenstellung der Lohnlisten der Edelund Unedelmetall-Berufsgenossenschaft die Löhne sich in fortwährend steigender Bewegung befinden und der Durchschnittslohn seit 20 Jahren um nahezu 30% sich gehoben hat. Zum Schlusse wird noch dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die ablehnende Haltung der Arbeitgeber von seiten der Arbeiter richtig aufgefaßt werde und dem bisherigen guten Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern keinen Abbruch tun möchte, da letztere überzeugt sein dürften, daß den hiesigen Fabrikanten das Wohl und Wehe ihrer Arbeiter nicht gleichgültig sei.

[merged small][ocr errors][merged small][merged small]

Auszeichnungen. Die Inhaber der Silberwarenfabrik H. Meyen & Co., Berlin, Sebastianstraße 20 sind vom König von Spanien zu Hoflieferanten ernant worden. – Dem Juwelier Herrn Fritz Birnstiel in Koburg ist der Titel „Hofjuwelier“ verliehen worden. Firmen-Eintragungen. Die Firma W. A Dörrick, G. m. b. H., Bijouterien, Berlin, Potsdamerstraße 52 ist handelsgerichtlich eingetragen. – Firma: Adolf Marr, Juwelier, Rixdorf. Inhaber: Adolf Marr, Juwelier, Löbau (Sachsen). Dem Kaufmann Paul Pinkert ist Prokura erteilt. – Schulz & Ranzenhofer, Wien, VII., Dreilaufergasse 7. Bisher: Handel mit Bronzebijouterien. Nunmehr: Fabrikmäßige Erzeugung von Bronzebijouteriewaren. – Leopold Wolf & Co., Wien, II, Taborstraße 76 Fabrikmäßige Erzeugung von Metallwaren. Gestorben: Der G. Leopold Sachs. Der Anteil des G. Leopold Sachs wird während der Verlassenschaftsabhandlung und für Rechnung der Verlassenschaft von dem G. Richard Heller fortgeführt. Geschäfts-Eröffnung. In dem Uhligschen Fabrikgrundstück in Freiberg (Sa.) errichten die Herren Ernst Lein und Arno Bauer aus Aue eine Fabrik feiner Britanniawaren. Geschäfts-Uebernahme. Die Firma H. Schmidt, Juwelen-, Goldund Silberwaren in Cassel ist von Herrn Schmidt in Besitz seines Sohnes übergegangen und wird unter Hermann Schmidt fortgeführt.

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][subsumed][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][graphic][graphic][graphic][graphic]
[graphic]
[ocr errors][ocr errors][ocr errors]

HS

PreislURLehrghell

für moderne Bestecke.

Die Deutsche Goldschmiede - Zeitung erläßt im Auftrage der Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft in Sebaldsbrück bei Bremen nachfolgendes Preisausschreiben:

Aufgabe.

Verlangt werden Entwürfe zu zwei Bestecken (Messer, Gabel, Löffel), deren eines im modernen Stil gehalten sein Soll, während die Formen des anderen den Charakter des Louis XVI. oder Empire-Stiles tragen sollen. Für jedes Besteck muß für einen Griff und einen Stiel ein plastisches Modell beigefügt werden. Besonderer Wert wird auf praktische Gestaltung der Besteckteile und wirkungsvolle, aber einfache Dekoration gelegt werden.

Preise:

Es werden an Preisen ausgesetzt:

Ein I. Preis von M. 350.–
Ein II. Preis von M. 220.–
Ein III. Preis von M. 130.–

außerdem sind Ankäufe nach Vereinbarung vorgesehen.

Preisrichter.

Als Preisrichter haben folgende Herren zugesagt:

Maler W. Lucas von Cranach, Berlin.
Juwelier C. E. Keyser, Leipzig.
Professor A. Offterdinger, Leiter der Königlichen
Zeichen-Akademie zu Hanau, I. V.
Prof. R. Rücklin, Vorstand der Goldschmiedeschule
in Pforzheim und Redakteur der Deutschen Gold-
schmiede-Zeitung.
Juweliere Th. Strube & Sohn, Leipzig.

Weitere Bestimmungen.

Die Herren Künstler, Zeichner und Modelleure der Gold- und Silberwaren – Branche, welche sich an dem Preisausschreiben beteiligen wollen, sind gebeten, ihre Arbeiten bis spätestens

- März 190G

an die „Redaktion der Deutschen Goldschmiede-Zeitung“ in Leipzig 28, Dresdener Straße 2 einzusenden. Die Arbeit darf nur durch ein Zeichen oder Motto kenntlich gemacht werden. Die Adresse des Absenders ist in einem verschlossenen Briefumschlag, welcher das entsprechende Zeichen oder Motto trägt, beizufügen.

Die Arbeiten des Preisgerichts, sowie die Auszahlung der Preise und Honorare müssen innerhalb des Monats März erledigt sein. Die Auszahlung der Geldbeträge erfolgt durch die Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft in Sebaldsbrück, und zwar gelangt die ausgesetzte Gesamtsumme (M. 700.–) unter allen Umständen zur Verteilung. Jedoch hat das Preisrichter-Kollegium die Befugnis einer anderweitigen Verteilung. Die preisgekrönten und angekauften Arbeiten gehen mit allen Rechten in das Eigentum der Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft in Sebaldsbrück über. Die „Deutsche GoldschmiedeZeitung“ hat das Recht und die Verpflichtung, die preisgekrönten, bezw. angekauften Arbeiten zu veröffentlichen. Der Name des Urhebers, sowie der ausschreibenden Firma müssen dabei genannt sein.

Sebaldsbrück b. Bremen und Leipzig, den 2. Januar 1906.

Bremer Silberwarenfabrik gesellsca Sebaldsbrück g rolle,
Deutsche Goldschmiede-Leitung, Wilhelm Diebener, Leipzig.

[ocr errors]
[ocr errors]

Verantwortlich für die Redaktion des volkswirtschaftl. Teiles: Syndikus Hermann Pilz, Leipzig; für den kunstgewerbl. Teil: Professor R. Rücklin, Pforzheim. Druck: Spamersche Buchdruckerei in Leipzig.

Prokuren. Herrn Eugen Porcher jr., wurde für die Firma Ä Porcher, Bijouteriefabrik in Pforzheim Prokura erteilt. – Die Firma Heinrich Blessing, Großhandlung und Fabrikation von Bijouteriewaren in Gmünd erteilte dem Kaufmann Karl Grözinger in Gmünd Prokura.

Todesfall. Am 10. ds. Mts. starb plötzlich in Reich enste in der Kommerzienrat, Ritterguts- und Bergwerksbesitzer Hermann Gürtler. Seine Familie hatte seit vielen Jahrzehnten bei Hochzeiten im königlichen Hause das Vorrecht, die Trauringe aus schlesischem Golde zu liefern, und so war der nun Verstorbene seinerzeit auch der Spender der Trauringe unseres Kaiser- und des Kronprinzenpaares gewesen.

Aus Innungen und Vereinen.

Geselligkeitsverein Dinglinger, Dresden. Am 14. Januar feierte der Verein sein erstes Weihnachtsfest und zugleich auch den 241. Geburtstag unseres Altmeisters Joh. Melchior Dinglinger. Der großen Mühe und Arbeit des Vergnügungsausschusses, sowie auch der Opferfreudigkeit aller Mitglieder und Freunde des Vereins ist es zu verdanken, daß das Fest als durchaus wohlgelungen und schön bezeichnet werden kann. Der Saal im Restaurant „Kronprinz Rudolf“ war tatsächlich bis auf den letzten Platz gefüllt. Herr Poock feierte in seiner Ansprache unseren Altmeister als leuchtendes Vorbild aller Gold- und Silberschmiede; auch bat er die immer noch fernstehenden Kollegen, sich dem Verein anzuschließen, um das schöne Ziel, „die Kollegialität“, gemeinsam zu fördern. Zum Schluß aden wir noch alle hiesigen Kollegen zu dem am 27. Januar im Vereinslokal „Kronprinz Rudolf“ stattfindenden Vortrag eines Kollegen über Edelsteine herzlichst ein, in der Erwartung, daß die Kollegen die wissenschaftlichen Veranstaltungen ebenso besuchen, als es bei den Vergnügungen der Fall ist.

[blocks in formation]
[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small]

Frage 480. Wer baut Maschinen zur Herstellung fugenloser Kapseln für Karabiner? J. S. in H.

Frage 481. Wer ist der Fabrikant der Bestecke, die ein schräges, auf der Spitze stehendes Viereck mit Punkt in der Mitte tragen?

Frage 482. Wer fabriziert Dosen und Schmuckkästchen in Gold und Silber? K. S. in O.

Frage 483. Welcher Kollege sagt mir den Vorteil, beim Gießen von goldenen Ringen und dergl. die lästigen Poren zu vermeiden?

Frage 484. Wie sind kleine Gegenstände am leichtesten und besten zu färben; wer sagt mir gegen ev. Entschädigung genaue Anweisung? W. K. in L.

Frage 485. Gibt es einen Fabrikant für Ringschienen, die, mit einer Rinne auf der Mitte versehen, einen schmal getragenen Trau

ring darin aufnehmen können? F. K. in E. Frage 486. Wer fabriziert versilberte und braune Nippsachen und Figuren (echt oder imitierte Bronze)? R. S. Antworten:

Zu Frage 464. Als Ä in dieser Branche empfiehlt sich Wwe. Ludwig Engel, Oberstein a. d. N.

Zu Frage 469. Wie wird Elfenbein tiefschwarz gefärbt? Dasselbe wird in Sodawasser gespült und dann in eine Höllensteinlösung getaucht; das Elfenbein schwärzt alsdann am Lichte, weil Höllenstein lichtempfindlich ist. Das Verfahren wird dann solange wiederholt, bis das gewünschte Schwarz erreicht ist.

Zu Frage 476. Versilberte Muffketten in Erbsmustern liefern sehr vorteilhaft: Gebrüder Levin, Bijouteriefabrik, Braunschweig. – Versilberte Muffketten aller Art liefert: O. Kirchgäßner & Kraft, Pforzheim. – Muffketten in Erbsmuster, versilbert, liefert: Wilhelm Becker, Bijouteriefabrik, Oberstein. – Versilberte Muffketten in Erbsmuster liefert: Adolf Köhler, Pforzheim. – Muffketten, Erbsmuster und versilbert, in allen Größen, liefern: Schumann & Vahl, Weißenfels i. Thür. – Muffketten in Erbsmuster, Alpaka versilbert, in verschiedenen Stärken, liefert: Eduard Lohss, Stuttgart, Geisburgstraße 2B.

Zu Frage 477. Das aus der Feilung gewonnene Gold ist fast immer zur Verarbeitung zu spröde. Nachdem die Feilung gut mit Pottasche oder besser noch mit Schmelzpulver (kalziniertes Soda) geschmolzen ist, schmelze man es nochmals in einem reinen Tiegel unter Anwendung starker Hitze mit Borax. Hält sie die Stichprobe, so kann das Gold im besten Falle zu Blech oder Trauringen verwendet werden. Dem zweiseitigen Druck der Drahtwage wird es nie widerstehen. Am bewährtesten ist es, das Gold auf eine geringere Legierung zu bringen und etwas mehr Kupfer beim Legieren zu verwenden, als sonst beim Neulegieren üblich ist. Manchmal hält das Gold auch, wenn es während der Bearbeitung nicht geglüt wird. Meist versäumt man aber mit derartigen Versuchen nur die kostbare Zeit.

Zu Frage 478. Zur Lieferung billiger Kompasse empfiehlt sich die Firma Hugo Wildner, Gablonz a. N.

[graphic]
[graphic]

Bekanntmachungen des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede.

Bekanntmachung.

Nachstehend bringen wir nochmals den Vertrag zur Kenntnis unserer verehrten Mitglieder, welchen wir im Interesse derselben mit der Akt.– Ges. „ Hammonia“, Glas-Versicherungs-Gesellschaft des Verbandes von Glaser-Innungen Deutschlands seiner Zeit abgeschlossen haben. Daraus geht hervor, daß jedem Mitgliede ein Rabatt von 10% der Prämie gewährt wird. Insbesondere aber ist festgesetzt, daß im Falle von Streitigkeiten zwischen unseren Mitgliedern und der Gesellschaft, dem Vorstand des Juwelier-Verbandes – unter Ausschluß jedes gerichtlichen Verfahrens – die alleinige Entscheidung zusteht. Es leuchtet ein, daß wir in jedem einzelnen Fall die Interessen unserer Mitglieder in erster Linie wahren werden, und liegt in diesem, dem Vorstande des Verbandes gemachten Zugeständnis, die größte Bedeutung der Abmachungen. Wir bitten daher unsere verehrten Mitglieder, auch dann ihre Versicherungen der „Hammonia“ zuzuwenden, wenn von Seiten einer anderen Gesellschaft durch Gewährung eines Rabatts versucht werden Sollte unsern Vertrag für die „Hammonia“ wirkungslos zu machen. Wir bitten insbesondere auch deshalb um Versicherungsnahme bei der „Hammonia“, weil wir derselben eine große Beteiligung seitens unserer werten Mitglieder in sichere Aussicht gestellt haben, und dem Verbande für diesen Fall noch besondere Vergünstigungen seitens der Aktien-Gesellschaft zugesichert sind. Zum Schluß richten wir an unsere verehrten Mitglieder die Bitte, uns in jedem einzelnen Fall Mitteilung zu machen, wenn irgend ein besonderes Angebot sie verhindert, mit der „Hammonia“ abzuschließen, und zwar vor Abschluß der betr. Versicherung.

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small]
[merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small]
[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][ocr errors]

Nachdruck aus dem Inhalt vorliegender Zeitung ist nur mit Erlaubnis der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet

[ocr errors]
« PreviousContinue »