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18 203 000

940 000 1 860 000

40 000 1 340 000 269 500 168 000 777 000

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.

Schloßkirche.

Übertrag: 15412000 Schweden

724 000 Schweiz

1 560 000 Serbien

40 000 Spanien

1 450 000 Türkei in Europa (auch Montenegro) 276 000 Türkei in Asien

150 000 Ägypten

756 000 Algier.

18000 Brit.-Südafrika (Kapkolonie usw.)

330 000 Brit.-Westafrika..

80 000 Deutsch - Südwestafrika .

10 000 Deutsch-Westafrika (Kamerun, Togo) 75 000 Franz.-Westafrika .

35 000 Liberia . .

60 000 Marokko

10000 Portug.-Ostafrika (Moçambique)

30 000 Portug.-Westafrika (Angola usw.)

5000 Brit.- Ostindien !

732000 Ceylon . .

21 000 Brit.-Malakka (Singapore usw).

93 000 China

235 000 Hongkong

100 000 Kiautschau

40 000 Franz.- Indien

5000 Japan

10000 Niederl.-Indien

519 000 Persien

60 000 Siam

35 000 Philippinen

40 000 Argentinien

1998 000 Bolivien

24 000 Brasilien

1 596 000 Brit. - Nordamerika

120 000 Brit.-Westindien

36 000 Chile

595 000 Columbien

305 000 Costarica

30 000 Dominikanische Republik .

5000 Ecuador.

45 000 Guatemala

75 000 Honduras, Nicaragua, Salvador

45 000 Mexiko

714000 Niederl.-Amerika

15 000 Paraguay

5000 Peru

301 000 Cuba, Portorico

364 000 Übertrag: 29184 000

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375 000 84000 50 000 55 000 21 000 58 500 10 600 30 000 10 000 882 000 48 000 94 500 370 000 90 000 40 000 10000 35 000 496 000 30 000 40 000

75 000 3906 000

48 000 1 752000

84 000 24 000 660 000 114 000 40 000 10 000 35 000 155 000

45 000 686 000 10 000 10000 280 000 448 000

.

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Übertrag: 85 429620 102 207 410 Niederl. - Amerika.

25 200 26 400 Paraguay

15 600 105 000 Peru

1 495 500 1 998 000 Haiti

12000 12000 Cuba, Portorico

1 293 000 4 130 000 Uruguay

584 100 3066 700 Venezuela

224 000 226 000 Verein. St. v. Amerika

*)5821 250 *)5503 750 Brit.-Australien.

159 000 232 000 Deutsch - Australien

9000

1000 Samoa . .

9000

Zusammen: 95 077 270 117 508 260 Die Ausfuhr ist also gegen das Vorjahr um die beträchtliche Summe von Mk. 22 430 990 gestiegen. Es ist dies hauptsächlich dem überseeischen Geschäft zu verdanken. (Argentinien, Brasilien, Mexiko, Cuba, Brit.- Indien usw.) B) Vergoldete und versilberte Waren aus unedlen Metallen.

1904

1905 Nach:

für Mk.: für Mk.: Freihäfen Hamburg, Cuxhaven ..

78 000 120 000 Freihäfen Bremerhaven, Geestemünde

3000 Helgoland, Zollausschluß

9000 21 000 Belgien

1 447 500 1 510 000 Bulgarien

31 500 36 000 Gibraltar, Malta, Cypern

50 000 50 000 Dänemark

730 000 1015000 Frankreich (ohne Algier und Tunis) 2 235 000 3130 000 Griechenland

97 500 103 500 Großbritanien

3990 000 4470 000 Italien .

693000 807 000 Niederlande.

904 000 1128 000 Norwegen

308 000 305 000 Österreich-Ungarn

1 980 000 2035 000 Portugal

270 000 272500 Rumänien

347 500 413000 Rußland (ohne Finnland)

1 950 000 2430 000 Finnland . .

288 000 357 000 Übertrag: 15 412000 18 203000

.

34 808 500

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.

*) Hierunter für ca. 5000 000 Mk. Platingeräte für chemische Zwecke usw.

Kupferhammer und Würmtal bei Pforzheim.

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Über die Entwicklung der einzelnen Zweige der Bijouterie Dieselben bedauerlichen Umstände traten auch in 5. der branche ist folgendes zu sagen:

Fabrikation feiner Gebrauchsgegenstände aus Gold und 1. Silberne Ketten. Bei ziemlich reger Nachfrage und Silber, wie Federhalter, Crayons, Stock- und Schirmgriffe usw. dem gegen früher gesteigerten Absatz war von einem entsprechen zu Tage. Der Umsatz dürfte hier kaum größer gewesen sein den Verdienst nicht die Rede, da die Verkaufspreise in keinem als im Jahre 1904, da die Konkurrenz sehr groß ist und oft zu Verhältnis zu den, durch die erhöhten Arbeitslöhne und den Preisen gearbeitet wurde, die kaum die Unkosten decken konnten. bedeutend höheren Silberpreis gesteigerten Produktionskosten In Bijouterie kouranten Genres hat sich der Umsatz standen.

vergrößert, dagegen hat die Nachfrage nach Emailbijouterie 2. Das Geschäft in goldenen Ketten war im Anfang namentlich auf deutschem Markte bedeutend nachgelassen. des Jahres 1905 ruhig, dagegen war die Nachfrage in den letzten Der Bedarf in Boutons, Knöpfen, Medaillons und PhantasieMonaten des Jahres 1905 und zu Anfang 1906 bedeutend, so artikeln war größer wie in den Vorjahren und hatten die Gedaß die eingehenden Aufträge nur mit Anspannung aller Kräfte schäfte hierin gut zu tun. erledigt werden konnten. Das Frühjahrsgeschäft war dann wie Aus allem Vorhergesagten ist zu ersehen, daß sich die gewöhnlich wieder etwas ruhiger. Auch für diesen Zweig sind Schmuckwarenindustrie Pforzheims, wenn auch mit manchmal die Preisverhältnisse nicht normal und wäre es nur zu wünschen, schwierigen Verhältnissen kämpfend, immer weiter entwickelt; daß die Bemühungen, einen Zusammenschluß der betreffenden möge ihr eine noch bessere Zukunft beschieden sein!

Schwarzwald - Wanderlied.

Von Hermann Lichtenfels, Bijouterie - Fabrikant, Pforzheim.

Kommt, steiget auf zur Höhe
Durch dunklen Waldeshang,
In Morgenluft gebadet,
Hört ihr der Vögel Sang.
Doch oben, wo die Sonne weilt,
Wohin das Auge schweift,
Da sei im Liede ungeteilt
Gesagt, was euch ergreift.

Auf, frisch auf! usw.

O Schwarzwald, deine Berge,
Dein Wald und deine Luft,
Die freien, sonn'gen Höhen,
Umwogt von harz'gem Duft,
Sie leben tief im Herzen mein,
Sie hegt die treue Brust,
Und zieh' ich wandernd bei dir ein,
Durchströmt mich hohe Lust!

Auf, frisch auf! Auf, frisch auf!
Schwingt den Hut in Eurer hand!
Brüß dich Gott, grüß dich Gott,
Du mein liebes Heimatland!
Wo das Aug' erglänzt und die Wang' erblüt
Und des Alltags Alp von dannen zieht!
Grüß dich Gott! Mit Herz und Hand!
Grüß dich Gott, geliebtes Land!

O Schwarzwald, unser edler
Und reinster Freudenquell,
So rein wie deine Wasser,
So klar und sonnenbell!
Bei dir wird jeder, arm wie reich,
Dasselbe Glück empfah'n,
Denn deinen Baben, ohne gleich,
Hängt nie ein Aber an!

Auf, frisch auf! usw.

Offener Sprechsaal. Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Einsendungen von Abonnenten und Fachkollegen, die in sachlicher Weise auf Übelstände aufmerksam machen und zur Diskussion darüber auffordern. Wir bitten alle unsere Leser, von dieser Einrichtung recht häufig Gebrauch machen zu wollen, mit der Bemerkung, daß diese Einsendungen ohne unsere redaktionelle Verantwortung erscheinen.

Die neue englische Stempelung.

stempelt werden, wie das ja auch bei der Einfuhr nach Österreich der Fall ist.

Für Ihren gefälligen Bescheid im voraus bestens dankend, zeichnen wir

B. St.

Bezugnehmend auf Ihren Artikel in Nr. 25 der „Deutschen Goldschmiede - Zeitung“ über die neue englische Stempelung ausländischer Gold- und Silberwaren, gestatten wir uns, Sie um Auskunft über einige Punkte dieser Verordnung zu bitten.

In der zweiten Zeile sprechen Sie von ausländischen „Goldund Silberwaren“, in der fünften Zeile von ausländischen „Edelmetallen“ und wären wir Ihnen zu Danke verpflichtet, wenn Sie uns mitteilen würden, was darunter zu verstehen ist.

Fällt „kleine Silberbijouterie“, wie Broschen, Ringe usw., ebenfalls unter diese Verordnung oder handelt es sich nur um silberne oder goldene Gegenstände, wie Zigaretten-Etuis, Stockgriffe usw.?

Ferner gestatten wir uns, Ihre Aufmerksamkeit noch auf folgende Punkte zu lenken.

Bisher verlangte das Gesetz, daß zur Punzierung die silbernen Waren, wie Zigaretten-Etuis, Messer, Bleistifte usw., in halbfertigem Zustande an die verschiedenen Probierämter zu senden waren, wo sie mit dem „Hall mark“-Zeichen versehen wurden, während aus Ihrem Artikel hervorzugehen scheint, daß die fertigen Artikel bei der Einfuhr probiert bezw. ge

Auf diese Anfrage haben wir Folgendes zu erwidern:
In der betr. Verordnung heißt es: any plate or other article

es fallen deshalb unter dieselbe nicht nur Groß- sondern auch kleine Silberwaren, Broschen u. dergl., die bisher auch gestempelt werden mußten. Ein Zwang, die Waren in unfertigem Zustande einzuschicken, liegt nicht vor; wenn es also die Natur der Gegenstände erlaubt, daß sie in fertigem Zustande gestempelt werden können, so würde dies einfacher sein; wenn dies nicht der Fall ist, so müßte die umständlichere Art vorgezogen werden, daß die Waren erst unfertig gestempelt werden, zur Fertigstellung zurückkommen und dann fertig wieder hinübergeschickt werden.

Die ganze Verordnung zielt darauf, wie der Artikel der „Deutschen Goldschmiede - Zeitung“ schon sagt, die Einfuhr ausländischer Gold- und Silberwaren, besonders der deutschen, möglichst zu erschweren.

Kleine Mitteilungen.

Dresdener Kunstgewerbe-Ausstellung. In voriger Nummer veröffentlichten wir das Ergebnis der Preisverteilung, welche für die Pforzheimer und Gmünder Edelmetallindustrie so ehrenvoll abgeschlossen hat. Außer den schon genannten prämiierten Ausstellern sind in Pforzheim noch folgende Herren ausgezeichnet: Silberne Medaille: Stockert & Co., Kettenfabrik, und Emil Büxenstein, Kettenfabrik. — Von den Gmünder Ausstellern sind auf der Dresdener Kunstgewerbe-Ausstellung mit Preisen ausgezeichnet worden: Goldene Medaille: Gebr. Deyhle, Erhard & Söhne. Silberne Medaille: H. Böhm & Comp., Gust. Hauber.

Wie verhängnisvoll es ist, wenn die Aufnahme der Schaukästen in die Einbruchsversicherung abgelehnt wird, davon wird uns ein neuer Fall berichtet. Herr Peter Henningsen aus Hadersleben schreibt uns: „In der Nacht vom 19. zum 20. Juni sind aus meinem Schaukasten neben dem Ladeneingang durch Entfernen des hölzernen Schutzdeckels und gewaltsamen Oeffnen des Kastens entwendet worden: 12 Taschenuhren, Stahl, Silber, Nickel, billigere Sorten! 1 Glas-Kugeluhr, 2 Weißmetall - Armbänder, 12 bis 15 Stück Double-Broschen, 12 Double-Herrenringe, 3 Nickelketten mit Steinen, 1 Weiß-Herrenkette mit Double-Schieber usw. Der übrige Inhalt an silbernen Löffeln, goldenen und Doublé-Damenringen, Operngläser, Becher usw. ist unberührt geblieben, scheinbar sind die oder der Dieb gestört worden. Die Aufnahme des Schaukastens in die Einbruchsversicherung wurde leider s. Z. abgelehnt.“

mann.

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Personalien und Geschäftsnachrichten.

Auszeichnung. Herr Direktor Brüll von der Nürnberger Metallund Lackierwarenfabrik vorm. Gebr. Bing in Nürnberg, A.-G., wurde zum Mitglied der Handelskammer von Mittelfranken

gewählt. Jubiläen. Sein 25 jähriges Arbeiterjubiläum konnte dieser Tage der Metalldrücker Johann Hormes in der Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik vorm. Gebr. Bing, A.-G. in Nürnberg, begehen. Direktion und Beamte übersandten namhafte Geschenke.

Firmen-Eintragungen. In das Handelsregister ist heute die Firma Heinrich Süs in Bonn und als deren Inhaber der Hofjuwelier Heinrich Süs ebenda eingetragen worden. Firma Gebrüder Bäuerle, Pforzheim. Persönlich haftende Gesellschafter: Karl und Hermann Bäuerle, Kaufleute. Firma Otto Lay, Pforzheim. Inhaber Otto "Lay, Kaufmann. Geschäftszweig: Edelsteinhandlung und Kommissions - Geschäft.

Geschäfts - Veränderungen. Die Ketten- und BijouterieFabrik M. Holzer & Co. in Pforzheim hat dieser Tage ihr neues, bedeutend vergrößertes Lokal in der Durlacher Str. 26 part. bezogen. Max Kemper, Trauringfabrikant, kaufte in Detmold ein Grundstück von 5200 qm, um auf diesem seine Trauringfabrik zu errichten, da sich die Räumlichkeiten in Dortmund schon längst zu klein erwiesen. Der bedeutend vergrößerte Betrieb wurde am 1. Juli von Dortmund nach Detmold verlegt.

Geschäfts - Verlegung. In Mainz verlegte Herr Wilhelm Sauerwein, Juwelier und Goldschmied, sein seit 1826 bestehendes Juwelen-, Uhren-, Gold- und Silberwarengeschäft nach Höfchen Nr. 2 (Ecke Schöfferstraße).

Prokura - Erteilungen. Dem Kaufmann Johann Sigmund Kurz in Hanau wurde für die Silberwarenfabrik ). S. Kurz in Hanau Prokura erteilt. Dem Juwelier Heinrich Süs jun. in Bonn ist für die Firma Heinrich Süs daselbst Prokura erteilt.

in München und erntet dafür allseitigen Beifall. Ferner berichtet Herr Betz über die Tätigkeit der Vereinigung und erwähnt, daß die im Vorjahre gemachten Anstrengungen zur Durchführung der Besteck-Konvention leider nicht den gewünschten Erfolg erbracht hätten, da eine größere Anzahl erster Firmen der Sache noch fern stehen; es wird aber die Hoffnung nicht aufgegeben, daß doch noch ein Erfolg in dieser Angelegenheit zu erringen sein wird. Die aus der Versammlung heraus zur Kenntnis gebrachten Fälle fordern unbedingt die Notwenigkeit eines einigen Vorgehens in dieser Sache. Den Kampf gegen den SaritaSchwindel hatte Kollege Reger mit Unterstützung der Vereinigung übernommen und war er von der Sarita-Firma wegen unlauterem Wettbewerb verklagt. Ein Urteil erster Instanz (Abweisung der Klage) ist in seiner Begründung durch den Landgerichtspräsidenten überaus günstig für uns, wurde jedoch von der Klägerin angefochten und schwebt so die Sache noch beim Oberlandesgericht in Celle. Leider zeigt sich auch hier wieder, wie das Unlauterkeitsgesetz auf allen Gebieten umgangeil werden kann, und dem Schwindel Schutz bringt gegen den reellen Geschäfts

Über Schädigungen unseres Gewerbes durch Kunstschullehrer ist Rundfrage bei den einschlägigen Firmen erlassen und über das Resultat an den Verband berichtet. – Verschiedene weitere Angelegenheiten kommen zur Besprechung und Erörterung, besonders das Vorgehen der Hildesheimer Kollegen in einer Besteck-Angelegenheit hatte einen günstigen Erfolg. Die Mitgliederzahl ist auf 74 gewachsen und zwar waren drei Zugänge und ein Austritt zu verzeichnen. Vorstand und Ausschuß tagte dreimal in Hannover am 22. Oktober, 9. Dezember und 25. März. Eine Sache wurde durch Rundfrage erledigt.

Der Kassenbestand war am 1. Juni 1905 184.35 Mk.
Eingang an Beiträgen.

429.55

613.90 Mk. Ausgang (inkl. Verbandsbeitrag)

436.25 Bestand am 12. Mai 1906

177.65 Mk. Die Herren Revisoren L. Steinwehr, Hannover und A. G. Haegermann, Peine prüften die Kassenführung und beantragen Entlastung des Rechnungsführers, die auch einstimmig erteilt wird. Die Vorstandswahl ergibt einstimmige Wiederwahl der bisherigen Herren per Akklamation. Er besteht demnach auch ferner aus folgenden: 1. Vorsitzender P. Betz, 2. Vorsitzender W. Nagel; 1. Schriftführer Ed. Sewig, 2. Schriftführer A. Puttkammer; Rechnungsführer F. Böckeler, sämtlich aus Han

In den Ausschuß wurden wiedergewählt die Herren G. Haegermann, Burgdorf; A. G. Haegermann, Peine; G. Reimers, Hildesheim; H. W. Schmidt, Hameln; G. Knoth, Uelzen; A. Pohl, Celle; A. von Hinten, Alfeld; neu gewählt die Herren E. Haeder, Göttingen; F. Burgtorff, Einbeck. Als Versammlungsort für nächstes Jahr wird Goslar bestimmt. Hierzu wird gewünscht, daß fachwissenschaftliche oder volkswirtschaftliche Vorträge abgehalten werden möchten, um einen regeren Besuch der Jahresversammlung herbeizuführen. Desgleichen ein Vortrag über die geschichtliche Seite Goslars und deren Sehenswürdigkeiten. Der Vorstand sagt eine Prüfung und Einrichtung erforderlichenfalles zu. Ein Antrag zum Verbandstage in Eisenach, zu beantragen, daß der Verband eine eigene Probierstelle für Gold- und Silberproben einrichten möge, findet einstimmige Annahme und wird der Vorstand beauftragt, das Weitere zu veranlassen. Der Probierer soll kein Käufer des Probegutes sein und nur die Unkosten sollen gedeckt werden. Durch allseitigen Gebrauch hofft man diese auf geringen Satz zu bringen. Um 18/, Uhr wird die Versammlung vom Vorsitzenden geschlossen und ein fröhliches Festmahl, zu dem sich auch eine Anzahl Damen eingefunden haben, wird eingenommen. Hieran schließt sich eine Spazierfahrt nach dem herrlichen städtischen Tiergarten an, wo für eine reservierte Kaffeetafel Sorge getragen war. Das Wetter war überaus günstig und so konnte im kollegialen Zusammensein noch manche Angelegenheit erörtert werden. Abends fand im „Grand Hotel Tesch“ noch eine gemütliche Zusammenkunft statt und dann wurde geschieden mit dem Wunsche auf Wiedersehen in Goslar.

nover.

Aus Innungen und Vereinen. Vereinigung der Juweliere, Gold- u. Silberschmiede der Provinz Hannover und des Fürstentums Schaumburg - Lippe. Am Sonntag, den 13. Mai d. J., fand in Hannover ini „Grand Hôtel Tesch“ die diesjährige Jahresversammlung unter lebhafter Teilnahme der erschienenen Mitglieder statt. Der Vorsitzende, Herr P. Betz, Hannover, begrüßte die Erschienenen und berichtete nach Verlesung des vorjährigen Protokolles über seine Tätigkeit im Verbands - Ausschuß. Herr A. Puttkammer, Hannover, erstattet Bericht über seine Tätigkeit als Delegierter beim Verbandstage

Von Kunstgewerbeschulen. Im Auftrag ihrer Regierungen besichtigten kürzlich die Herren Mosthof, Präsident der Kgl. württ. Zentralstelle für Handel und Gewerbe in Stuttgart, Regierungsrat Kaelber von derselben Stelle, sowie die Herren Dönhoff, Geh. Oberregierungsrat im Kgl. preuß. Ministerium für Handel und Gewerbe, und Hermann Mutherius, Geh. Regierungsrat im Landesgewerbeamt, beide in Berlin, die Pforzheimer Kunstgewerbeschule, um den Lehrplan und die Einrichtungen der Schule kennen zu lernen.

Der Verwaltungsrat der Lehr- und Versuchswerkstätte der Kunstgewerbeschule Stuttgart beschäftigte sich in seiner Verwaltungsratssitzung vom 22. Juni mit der Beratung der Etats für 1907 und 1908. Der jährliche Umsatz der Werkstättenbetriebe beträgt bei der Metallwerkstätte 2500 Mk. und bei der keramischen Werkstätte 5500 Mk. Infolge Einrichtung der keramischen Werkstätte wurde beschlossen, die Ergänzung des Verwaltungsrats durch die Wahl eines Vertreters des Kunstgewerbes für die Keramik bei dem Kgl. Ministerium zu beantragen. Der Verwaltungsrat der Lehr- und Versuchswerkstätte würde sich danach künftig zusammensetzen aus dem Lehrerkonvent der Kunstgewerbeschule, sowie aus sechs Vertretern des Kunstgewerbes, worunter solche für die Gold-, Silber- und Bronzewarenbranche. Die Schülerzahl betrug im letzten Wintersemester 1905/06 75, während im laufenden Sommersemester 68 Schüler an dem Unterricht teilnehmen.

eingestellt werden kann. Das zu schneidende Lot wird in der Form von Blechstreifen von beliebiger Breite verwendet und die Handhabung bedarf keinerlei Übung. Die kleine Maschine hat selbst bei Nichtfachleuten infolge ihrer originellen einfachen Idee großen Beifall gefunden. Sie ist durch D.R.G.M. geschützt.

Stab-Doppelknöpfe ,,Mercedes“, D.R.P. angemeldet von August Rösch, in Firma Rösch & Idstein, Knopffabrik, Pforzheim. Die Erfindung ist äußerst praktisch und besteht aus einem soliden Bajonettverschluß mit überraschender Einfachheit. Der Stab ist - mit dem einen Knopf zusammengelötet und läßt sich bequem durch die Knopflöcher der Manschette einführen, ohne daß dabei, wie bei anderen Systemen, die Knopflöcher ausgeweitet und ausgerissen werden! Nach Aufsetzen und Niederdrücken bei gleichzeitiger Viertelsdrehung des Verschlußknopfes

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schließt oder öffnet sich der Knopf selbsttätig. Ein Verlorengehen der beiden Teile ist vollständig ausgeschlossen, da eine sehr starke Feder den Bajonettstab aus seiner tiefen steilwandigen Lagerung nicht heraustreten läßt und ein Drehen des Knopfes dadurch unmöglich wird. Nur durch starkes Niederdrücken des Verschlußknopfes wird der Bajonettstab aus seinem Lager gehoben und nach gleichzeitiger Drehung wird derselbe selbsttätig vom Stab abgestoßen. Die Vorzüge dieser Doppelknöpfe „Mercedes“ sind: Bequeme Handhabung, solidester Verschluß! Leichtes Einführen durch die Manschettknopflöcher! Kein Ausreißen und Ausfransen der Knopflöcher mehr! Jede Manschette kann rechts oder links getragen werden, da stets Knöpfe, statt Knebel oder Klappen nach oben stehen. Elegantester Manschettverschluß! Jede Form und Dekor kann als MercedesDoppelknopf hergestellt werden. Im vorderen Teil dieser Zeitung sind Seite 138 diverse Muster in dieser Neuheit abgebildet.

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Mitteilungen aus dem Geschäftsverkehr.

(Außer Verantwortlichkeit der Redaktion.) Bei der hohen Leistungsfähigkeit der Pforzheimer Goldwarenfabrikation ist es auch von großer Wichtigkeit, daß die Konstruktion und Fabrikation von Werkzeugen und Hilfsmaschinen nicht zurücksteht. Eine solche Firma, die eine außerordentliche Leistungsfähigkeit entwickelt, ist die Maschinenfabrik von Wilhelm Feiler in Pforzheim. Dieser hat seit der Gründung seiner neuen Fabrik viele neue Konstruktionen von Maschinen, welche teilweise gesetzlich geschützt sind, auf den Markt gebracht. Er baut z. B. automatische Maschinen zur Kettenfabrikation, ebenso Kettenmaschinen, welche ganz selbständig arbeiten; selbsttätige Aushauer-Maschinen zur Massenfabrikation. Auch hat die Firma eine Walze in den Handel gebracht, an welcher zwei Walzen in einem Gestell zusammen konstruiert sind, und zwar so, daß auf der einen Maschine Blech und Draht zugleich gewalzt werden kann. Es ist dies für die Goldschmiede insofern ein großer Vorteil, als dieselben die Walzenrollen nicht mehr auszuwechseln brauchen oder zwei Walzen anschaffen müssen, sondern es wird bei dieser Maschine viel an Platz und Zeit gespart. Auch ist die Blechwalze, zu welcher mehr Kraft erforderlich ist, so übersetzt, daß ein Mann an derselben so leicht arbeitet, wie an einer gewöhnlichen Walze zwei Mann. Daß diese Walze, welche gesetzlich geschützt, sehr vorteilhaft ist, beweist, daß in der kurzen Zeit, seit dieselbe im Handel ist, fortwährend Aufträge einlaufen und bereits gegen 100 Stück fürs In- und Ausland geliefert wurden. Ferner baut W. Feiler auch Walzwerke, bei welchen mehrere Walzen zusammen auf einem Gestell sind, welche von einem Elektromotor, der unter dem Walzwerk sitzt, angetrieben werden. Es ist dies insofern ein Vorteil, daß alle Transmissionen wegfallen und dadurch wesentlich an Kraft gespart wird. Auch ist W. Feiler in den meisten Fällen von der Bauart der früheren Maschinen abgewichen, indem er dieselben mehr modernisiert, wodurch die Maschinen nicht nur handlicher, sondern auch gefälliger gebaut sind.

Lotschere. Seit kurzem bringt die Firma Hermann Haulick, Maschinenfabrik, Pforzheim, eine Lotschere in den Handel, die in Interessentenkreisen sehr gute Aufnahme findet. Der Vorteil des kleinen Apparates besteht darin, daß das Schneiden des Lotes nicht nur ganz außerordentlich viel rascher vonstatten geht, wie es bei dem meist üblichen Verfahren mit der Handschere möglich ist, sondern auch, daß das Lot absolut gleichmäßig geschnitten wird und jede gewünschte Lotgröße einfach und schnell

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Band kann durch einen patentierten Klappenverschluß in jeder Weite am Arm festgehalten werden. Die Uhr kann durch eine einfache Drehung vom Band abgenommen werden, aber nur wenn sich das Band nicht am Arm befindet, so daß ein Verlust der Uhr ausgeschlossen ist. Das Armband eignet sich zur Anbringung feinster Juwelendekoration.

Kettenmaschinen. Da die Nachfrage nach Ketten sich immerwährend steigert, so ist es eine naturgemäße Folge, daß auch der Bedarf an Kettenmaschinen ein größerer geworden ist. Diese Maschinen finden schon deshalb eine ausgedehntere Verwendung als bisher, weil dieselben in bezug auf Funktion, einfache Handhabung, Leistungsfähigkeit und Betriebssicherheit derart vervollkommnet wurden, daß die Inbetriebsetzung und Bedienung dieser Maschinen auch von Laienhand vorgenommen werden kann und nicht immer ein gelernter Mechaniker hierzu erforderlich ist. Als letzte Neuheit in dieser Branche bringen wir nachstehende

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