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auch die oben angeführten Materialien einer eingehenden Beschreibung unterzogen haben, so daß hier nur noch die Besprechung

der Metalle selbst erübrigt. Das Silber. für kostbare Schmucke und Gefäße verwendet, verdankt seine Beliebtheit seiner weißen, an reiner Luft unveränderlichen Farbe, seiner großen Geschmeidigkeit und Polierfähigkeit. Der gewaltige Preissturz des Silbers hat wohl wesentlich dazu beigetragen, daß das Kunstgewerbe sich dieses edlen Metalles heute in so großem Maßstabe bedient, aber auch die Eigenschaft in gewissen Lösungen eine Reihe gedämpfter Farbentöne anzunehmen, hat in der Zeit der Patinaverehrung stark für seine vielseitige Verwendung, insbesondere zur Anfertigung kleiner Gußobjekte, Beschläge und Gefäße, gesprochen. Chemisch reines Silber ist weder für den Guß noch für die Arbeit des Edelschmiedes besonders verwendbar und dient höchstens zur Herstellung feiner getriebener Arbeiten, bei welchen es auf größte Geschmeidigkeit ankommt, oder als Unterlage für Emaillierungen, denen Beisatzmetalle schaden könnten. Im allgemeinen ist es zu weich und deshalb allzusehr der Abnützung unterworfen und hat ferner den für das Gießen schwer in die Wagschale fallenden Nachteil, im geschmolzenen Zustande eine große Menge Sauerstoff aus der Luft zu absorbieren und beim Erkalten auf das heftigste auszustoßen. Diese Eigenschaft, das „Spratzen“ genannt, führt einerseits zu bedeutenden, durch das Verspritzen des Metalles verursachten Verlusten und ist anderseits der Grund, daß ein Gußstück aus reinem Silber immer mit Bläschen bedeckt, wenn nicht ganz durchsetzt ist.

Nun ist es eine zwar noch nicht völlig aufgeklärte, aber für den Praktiker höchst bedeutsame Tatsache, daß Metallegierungen im allgemeinen Gase weit weniger leicht lösen als reine Metalle. Legiert man das Silber mit Kupfer, so kommt außerdem die große Affinität dieses Metalles zum Sauerstoffe in Betracht, es verbindet sich mit dem gelösten Gase zu Oxydul und verhindert auf diese Weise das Spratzen fast völlig. Noch energischer wirken in diesem Sinne das Zink und das Aluminium und es bedarf oft nur eines Zusatzes dieser Metalle von einem halben bis zu einem Prozente zu einer Silberkupferlegierung, um einen tadellosen Guß zu erzielen.

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Das Silber, seit den ältesten Zeiten als Material

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Fig. 5. Ausgebrannte Masseformen, nach dem Zusammenlegen gußbereit.

Fig. 6. Eingespannte Formziegel, gußbereit.

Das Gold.

Dasselbe gilt von den

herab und erteilt ihm bedeutende Härte und Festigkeit, ohne

seine für die Verarbeitung wichtige Geschmeidigkeit allzusehr zu beeinträchtigen. In Österreich ist der Feingehalt der für Silbergeräte verwendbaren Legierungen gesetzlich bestimmt, er beträgt in vier Abstufungen 950, 900, 800 und 750 Tausendteile. Bei den niedrigen Feingehalten veranlaßt der Kupferzusatz rotstichige Legierungen; man hat jedoch in dem sogenannten Weißsieden ein Mittel an der Hand, die Oberfläche des fertigen Objektes das Kupfer zu entziehen und sie dadurch blendend weiß zu färben. Das Weißsieden, wie auch das Patinieren soll im Zusammenhange mit den Färbemethoden der anderen kunstgewerblich wichtigen Metalle in einem eigenen Artikel behandelt werden. Zur Bereitung der Legierungen verwendet der Gießer vorteilhafterweise Feinsilber. Er schneidet es in kleine Stücke, von denen er einige mit der nötigen Menge von Kupferblechabschnitten vermischt und in einem vorgewärmten Graphittiegel, mit Holzkohlenpulver bedeckt, unter sorgfältigem Rühren schmilzt, indem er nach und nach den restlichen Teil zusetzt. Ein Umgießen der Legierung ist für die Durchmischung der Metalle von großem Vorteile, da es nur zu häufig vorkommt, daß wegen mangelhaften Rührens der untere Teil des Regulus silberreicher ist als der obere. Vor dem Gusse erhitzt man die Legierung, bis man den sogenannten „Blick“ bemerkt, d. h. bis das geflossene Metall bei zurückgeschobener Holzkohlendecke als leicht beweglicher heller Spiegel erscheint. Oftmals wirft man vor dem Ausgießen etwas Weinstein, Borax oder Salmiak in den Tiegel. Der Schmelzpunkt des reinen Silbers liegt bei zirka 1000", der Schmelzpunkt seiner Legierungen, wie bereits erwähnt, etwas niedriger.

In Japan werden Kupfer-Silberlegierungen von 30–50% Feingehalt als „Schibuischi“ zur Herstellung von künstlerischen Gußobjekten vielfach angewendet, da dieselben in gewissen Beizen ganz eigenartige Färbungen annehmen. Die Literatur erwähnt bisher leider keine Versuche, diese und ähnliche asiatische Metalllegierungen für unseren Kunstguß zu verwenden; die diesbezüglichen Versuche der

Verfasser sind noch nicht abgeschlossen.

Der hohe Preis des Goldes schließt es von der Anwendung für größere Gußobjekte aus; nur für Schmucke und kostbare Statuetten wird es verwendet, aber selbst in diesen Fällen gießt man niemals reines Metall, sondern legiert es stets mit

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Das Legieren geschieht in Graphittiegeln, die entweder in gewöhnlichen Tiegelschachtöfen oder in einem der von Perrot, Richter, Rößler und Fletcher konstruierten Gasöfen erhitzt werden. Das zerkleinerte Edelmetall wird mit dem ebenfalls zerkleinerten Beisatze gemischt und unter einer Holzkohlenpulverdecke geschmolzen, indem man mit einem grünen Holzstabe umrührt. Will man eine „rote Karatierung“ erzielen, d. h. verwendet man Kupfer als Beisatzmetall, so hat man besonders darauf zu achten, daß es beim Erhitzen möglichst wenig oxydiert, da sich das gebildete Oxydul zwar im geschmolzenen Golde auflöst, aber beim Abkühlen sich in der Legierung kristallinisch abscheidet. Auch darf man zum Legieren nur ganz reines, am besten „elektrolitisches“ Kupfer verwenden, soll das Metall nicht spröde werden. Verunreinigte Legierungen reinigt man einerseits durch Schmelzen mit Borax, der allerdings dem Golde eine blaßgelbe Farbe erteilt, anderseits durch Schmelzen mit Kupferchlorid, das mit dem eventuell vorhandenen Zink, Zinn oder Eisen Chloride bildet, die sich bei der Schmelztemperatur des Goldes verflüchtigen.

„Weiße Karatierung“ wird durch Legieren des Goldes mit Silber erhalten; hierbei ist die bereits oben ausführlicher behandelte Eigenschaft des Spratzens zu beachten, also wieder unter einer sauerstoffbindenden Decke von Holzkohlenpulver zu schmelzen.

Legt man auf die Farbe der Legierung besonderen Wert, wobei jedoch zu bemerken ist, daß das fertige Gußstück nicht immer als „Gold“ bezeichnet werden darf, so richtet man sich nach nachstehender Tabelle, die nach Daten A. Ledeburs*) zusammengestellt wurde.

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*) Die Legierungen in ihrer Anwendung für gewerbliche Zwecke. 1898. Berlin, M. Krayn. **) Zur Bestimmung des Silber- und Goldgehaltes von Legierungen bedient man sich der in J. Lasus: „Gesetze und Verordnungen über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren“, Wien 1896, k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Seite 161 beschriebenen Strichverfahren, die nach Knies: „Die Punzierung in Österreich“, 1896, Manz, bei genügender Übung für die Goldlegierungen Feingehaltsunterschiede von 2–3"oo, für die Silberlegierungen solche von 5–10"oo erkennen lassen. Für quantitative Analysen von Silberlegierungen können die Verfasser die schnell ausführbare Volhardsche Rhodanammoniummethode (R. Fresenius, Quant. chem. Analyse, II. Auflage, Band 2, Seite 465 u. f.), von Goldlegierungen die in Lunge: „Chemisch-technische Untersuchungen“, Berlin 1900, J. Springer, Band 2, 155 u. f. angeführte Quartation und Röllchenprobe empfehlen.

Wenn die Steuerzettel kommen!

Alle Jahre, wenn der Winter allmählich zu schwinden und der nahende Frühling die Brust der leidgeplagten Menschenkinder mit frohen Hoffnungen zu schwellen beginnt, walten in unserem lieben Vaterlande – gewissermaßen um die Bäume unserer freudigen Erwartungen nicht allzusehr in den Himmel wachsen zu lassen - die Steuerveranlagungsbehörden ihres Amtes. Bald werden Wieder die Beauftragten dieser Behörden als stets ungern gesehene Gäste überall die ominösen Schriftstücke überreichen, die uns bekanntgeben, welche Beträge wir in dem kommenden Steuerjahre auf dem Altar des Vaterlandes oder der Kommune, der wir anzugehören die Ehre haben, niederlegen sollen, und die in das

Herz auch des sonst friedliebendsten, niemals zur Opposition geneigten Bürgers für einige Zeit Unzufriedenheit und Groll einziehen lassen, wenn er an das schöne Geld denkt, das „man“ ihm wieder „abknöpfen“ will, „ohne daß man etwas davon hat.“ Meist ist ja, wie man weiß, diese Unzufriedenheit nicht berechtigt. Denn Staat und Gemeinde gebrauchen Geld, um die geordneten Zustände, deren wir uns im großen und ganzen auf allen Gebieten erfreuen, aufrecht zu erhalten. Indessen wird mancher Steuerpflichtige, wie ebenso bekannt ist, oft genug von den Veranlagungsbehörden überschätzt, und es ist sein gutes Recht, wenn er sich mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln dagegen wehrt, in einer das Maß seiner Steuerkraft übersteigenden Weise zu den öffentlichen Lasten herangezogen zu werden. – Ganz falsch ist der Grundsatz manches Gewerbetreibenden, namentlich in kleineren Städten, er dürfe, auch wenn er zu hoch eingeschätzt werde, keinen Einspruch erheben, weil dadurch möglicherweise sein Kredit Schaden erleiden könne. Die Mitglieder der Voreinschätzungskommissionen und Veranlagungsbehörden sind zur Geheimhaltung aller zu ihrer Kenntnis gelangenden, die wirtschaftlichen und sonstigen Verhältnisse der Steuerpflichtigen berührenden Tatsachen und Umstände strikte verpflichtet und sie wahren das Amtsgeheimnis auch durchaus, zumal die Nichtbeachtung dieser Pflicht mit empfindlichen Strafen bedroht wird. Glaubt sich also jemand durch die Einschätzung benachteiligt, so scheue er sich nicht, Einspruch zu erheben und sein Recht, nötigenfalls bis zur letzten Instanz durchzufechten.

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Er wird erkennen, daß er in fast allen Fällen mit seinen Einwen-.

dungen schließlich doch durchdringt, und wenn ihm auch noch so oft von den unteren Behörden, sei es in strengem Amtston oder in dem des freundlichen Beraters, nahegelegt wird, sich „endlich zu beruhigen, da ihm sein Widerstand doch nichts nütze.“ Sehr wesentlich ist die Vorschrift, daß die Berufungskommission das Erbieten des Steuerpflichtigen, seine Bücher vorzulegen, nicht zurückweisen darf. Ergibt sich, daß die dem Zensiten nicht richtig erscheinende Veranlagung im Wege der Schätzung erfolgte, während er den Bücherbeweis anzutreten sich bereit erklärt hatte, so muß seiner Beschwerde Folge gegeben werden. Denn der Pflichtige hat ein Recht darauf, daß ihm, wenn seine Einwände in irgend einem Punkte nicht glaubhaft erscheinen, das bezügliche Monitum mitgeteilt und zur Behebung desselben Gelegenheit gegeben werde. Irrtümlicherweise verlangen manchmal die Steuerbehörden, daß der Steuerpflichtige – ähnlich wie der Angeklagte im Strafprozeß – den Nachweis erbringe, daß die von der Behörde angenommene, jenem zum Nachteil dienende Eigenschaft irgend welcher Vermögensobjekte oder angeblicher Rechte einen dem Zensiten ungünstigeren Charakter hat, mit anderen Worten, den Nachweis, daß die Behörde sich irrt. Das ist aber nicht die Sache des Pflichtigen, er hat vielmehr nur nötig, auf die Beweismittel hinzuweisen, den Behörden liegt es dagegen ob, diesen Beweisanträgen Folge zu geben und selbst die nach Lage der Sache gebotenen tatsächlichen Feststellungen herbeizuführen. Die Behörden haben auch Gründe anzugeben, warum sie einem bestimmten Vorbringen des Steuerpflichtigen keine Beachtung schenken bzw. keine Folge gaben. Wird der auf bestimmte Gründe gestützte Einwand gegen eine Veranlagung mit einem summarischen Bemerken abgetan, wie „Angaben nicht erwiesen“ oder dergl., so genügt das schon allein, um die Ergreifung weiterer

Rechtsmittel seitens des Zensiten als begründet erscheinen zu

lassen, denn eine Beurteilung dieser Art kann unter keinen Umständen zu Ungunsten des Pflichtigen bezüglich der für Herabsetzung seiner Steuern aufgestellten Behauptungen verwertet werden. Die Schätzung der Behörden soll eben keine willkürliche sein, sondern soweit als möglich auf sicheren Unterlagen beruhen. Soweit diese nicht ausreichen und von den Mitgliedern der Kommissionen nicht auf Grund eigener Erkenntnis der Verhältnisse in genügender Weise ergänzt werden können, sind alle sich darbietenden Mittel zu benutzen. Unter den Mitteln, welche zur Feststellung des gewerbesteuerpflichtigen Ertrages dienen, nimmt die Benutzung des Materials über die Veranlagung zur Einkommensteuer eine hervorragende Stelle ein. Beruft sich also ein Steuerpflichtiger für die Richtigkeit wesentlicher Tatsachen auf die Verhandlungen über die Veranlagung

zur Einkommensteuer, so liegt in einem solchen Beweisantritt ein zwingender Grund zur Benutzung dieser Verhandlungen. Die Ablehnung des Beweisantrages würde besonderer Begründung bedürfen. Handelt es sich um zweifelhafte Punkte, so wird der Regel nach in eine Erörterung mit dem Steuerpflichtigen einzutreten sein. Jedenfalls darf nicht unterlassen werden, sowohl die Benutzung des eingesehenen Materials als auch die Verhandlungen mit dem Steuerpflichtigen aktenmäßig zu vermerken. Denn von Behörden, die auf Grund der Akten zu entscheiden haben, würde auf interne aus den Akten nicht erkennbare Vorgänge und Umstände keine Rücksicht genommen werden können. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Grundsätze stellen sich als Verstöße gegen das bestehende Recht und als wesentliche Mängel des Verfahrens dar. Nicht allgemein bekannt dürfte es fernerhin sein, daß bei der Feststellung des steuerpflichtigen Einkommens nach der Durchschnittsberechnung von drei Jahren unbedingt immer die drei letzten Jahre in Betracht gezogen werden müssen. Ist beispielsweise ein Gewerbe ein Jahr lang nicht ausgeübt worden, so darf nicht etwa – um den Durchschnittsertrag zu ermitteln – das nächst vorhergegangene herangezogen werden. – Auch soll der für die Berechnung des Durchschnitts maßgebende Zeitabschnitt sich bei jedem einzelnen Steuerpflichtigen nach dem von diesem angenommenen Betriebs- oder Wirtschaftsjahre richten, also nicht etwa nach dem Kalender- oder Steuerjahr. Läuft also das Geschäftsjahr des Zensiten von Oktober zu Oktober, so haben die Steuerbehörden dies zu beachten, und sie dürfen nicht etwa die Zeit von Oktober bis Ende März schätzungsweise mit in Betracht ziehen, weil die Ergebnisse dieses Zeitraumes zurzeit der Veranlagung noch nicht festgestellt sein konnten. Eines der wesentlichsten Beweismittel bei der endgiltigen Festsetzung der Steuern bildet, wie schon oben angedeutet wurde, die Vorlegung der Geschäftsbücher, die auch in dem Falle als ein zur Berechnung des Geschäftsgewinnes sehr geeignetes Mittel erachtet werden, wenn die Art und Weise, in der sie geführt werden, die gehörige Korrektheit vermissen lassen. Die oberste Steuerbehörde ist der Ansicht, daß auch aus einer nicht allen kaufmännischen Anforderungen genügenden Buchführung, die, wenngleich oft nicht vollständigen Faktoren für eine Berechnung sich gewinnen lassen. Denn wenn auch den ordnungsmäßig geführten Büchern für die Berechnung des Reingewinns eine erhöhte Bedeutung beizumessen ist, so folgt daraus noch keineswegs, daß bei Nichtinnehaltung der für die Inventur und Bilanz vorgeschriebenen Grundsätze die vorhandene Buchführung für die Berechnung des Reingewinns bedeutungslos und daher nicht zu berücksichtigen ist. – Von großer Bedeutung ist es dabei, daß der Steuerpflichtige nicht gezwungen werden kann, seine Bücher der Behörde einzusenden, sie womöglich eine Zeitlang dort zu belassen, sondern er hat sie der betreffenden Kommission, oder deren Vorsitzenden oder dem mit der Erledigung der beschlossenen Beweisführung beauftragten Mitgliede der ersteren lediglich vorzulegen, denn es kann dem Zensiten nicht zugemutet werden, daß er zeitweilig die Verfügung darüber verliert und somit längere oder kürzere Zeit Gegenstände, die er in seinem Betrieb fortgesetzt gebraucht, entbehrt. – Zu beachten ist freilich, daß der Pflichtige gehalten ist, die Bücher vorzulegen, d. h. er darf nicht etwa verlangen, daß sie in seiner Behausung oder in seinem Geschäftslokal durchgesehen werden, er hat sie vielmehr dem oder den zur Prüfung Berechtigten zu übermitteln. Ob bei deren Einsichtnahme Sachverständige zuzuziehen sind, hängt von dem Ermessen der Veranlagungsbehörde ab. A. R.

Ein Seltsames Urteil.

Eine Verhandlung, welche kürzlich vor dem Berliner Schöffengericht Moabit stattfand, hat bei allen Goldschmieden und Juwelieren berechtigtes Erstaunen hervorgerufen. Sie endete nämlich mit einer „Freisprechung“ und reihte sich damit würdig einer vor einer Reihe von Jahren gefällten Entscheidung an. Falls der Staatsanwalt sich dabei beruhigt, d. h. keine Berufung einlegt, können wir das Gesetz über Bord werfen. So bedauerlich es ist, wenn einer der Herren Juweliere überhaupt in Anklagezustand versetzt

wird, so ist es doch nötig, wenn die Anklage begründet ist, daß auch den Angeklagten die verdiente Strafe trifft. Mit vieler Mühe hat der Berliner Juwelier sich endlich beim Publikum einen guten Namen verschafft, und die Selbsterhaltung fordert es, daß gegen alle energisch Front gemacht wird, welche diesen Namen nicht hochhalten. Die Sache an sich ist sehr einfach: Ein Juwelier Sch. verkauft einen Trauring, 985 gestempelt; der Ring wird untersucht und hatte nur 950 Feingehalt.

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Der Juwelier wird freigesprochen, weil sein Bildungsgrad nicht so groß sei, daß er die Legierung berechnen konnte, und weil ihm der Dolus des Betruges nach Ansicht des Gerichtes fehlte. Diese Entscheidung und Begründung ist nicht zu verstehen. Der Betreffende erklärte: Er nehme zu gleichen Teilen 20-Markstücke und Feingold, so wäre es einmal in der Berliner Innung besprochen worden. Der Richter rechnet: In 500 gr 20-Markstücke sind 50 gr Kupfer, dazu 500 gr Feingold. Also sind in 1000 gr 50 gr Kupfer, d. h. 950 Feingehalt. Der Juwelier sagt, er hätte dieses nicht nachrechnen können, er habe sich auf die Innung verlassen. Er kann aber nicht angeben, wann und wer ihm dieses gesagt hat. Natürlich glaubt es ihm kein Mensch. Der gerichtliche Sachverständige wird gefragt, ob denn öfter das Geld eingeschmolzen wird, was doch jeder Goldschmied weiß. Derselbe sagt: „Ich schmelze nur Feingold, es sollen aber andere Geld nehmen; ob in 20- oder 10-Markstücken 900 ist, kann ich nicht einmal genau sagen.“ Man weiß nicht, was man davon denken soll, denn daß die Goldmünzen aller Völker, außer den Dukaten, 900 sind, wird schon in jeder Schule gelehrt. Für diejenigen jüngeren Juweliere, welche die oben zuerst angeführte Entscheidung nicht kennen, will ich dieselbe wiederholen. Der Fall ist allerdings lange her, ca. 12 Jahre, es war aber der erste Fall, der in dieser Sache anhängig gemacht wurde.

Ein Silberwarenfabrikant liefert: Tablettes, Kannen, Bestecke. Eine Gabel ist mit 800 gestempelt, ergibt 710. Bei der Verteidigung sagt der Verteidiger: Tablettes 800 Feingehalt lassen sich schwer spannen, dieselben sind 900 Feingehalt gemacht. Um nicht den limitierten Preis zu übersteigen, sind die anderen Stücke weniger legiert. Wenn aber der ganze Auftrag, ca. 15000 Mk., berücksichtigt und alle Stücke zusammen eingeschmolzen würden, so käme 800 Feingehalt heraus. Dies schlug durch und es erfolgte eine Freisprechung. Das Gesetz aber lautet doch: Jedes Stück, welches gestempelt ist, muß den Feingehalt haben. In solchen Fällen müßte der Verband auch einsetzen. Anfang des Jahres 1904 steht unter Bekanntmachung: „Zweck des Verbandes ist, den unlauteren Wettbewerb möglichst auszurotten usw.“ Jedenfalls hat das Gesetz in diesen Fällen versagt. (Nach der von uns eingezogenen Information hat in der früheren Goldschmiede-Innung Berlin und in der seit 1900 bestehenden Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin niemals über die Legierung von Trauringen eine Verhandlung stattgefunden. D. Schrftl.)

Zur Lohnbewegung.

Unter diesem Titel brachten wir in Nr. 47 des vorigen Jahrgangs einen Aufsatz, in dem wir folgendes anführten:

In aller Stille ist auch ein „Ring“kampf beendet worden, der jüngst in Wien im Entbrennen war, und zwar durch die Bewilligung der Forderungen der Arbeiter seitens der Wiener GoldringErzeuger, auf deutsch: Fabrikanten Goldener Ringe. Es handelt sich dabei weniger um Ringfabrikanten in unserem Sinne, das heißt die Verfertiger der Marktware, die in großen Mengen aus Deutschland nach Österreich eingeführt wird, sondern nur die Werkstätten für die Anfertigung einfacher Brillant- und anderer Ringe, wie sie im Ladengeschäft täglich bestellt werden und umgehend geliefert werden müssen; Trauringe gehören auch dazu, bei denen die gedrückten Fassonpreise einen Bezug aus dem Auslande ausschließen.

Die in Wien erscheinende „Edelmetall-Industrie“ schließt hieran Ausführungen, die wir nachstehend unsern Lesern mitteilen:

Zur Aufklärung des deutschen Berufsgenossen diene, daß die Wiener Gewerbsleute, welche sich nicht mit einem fremden, sondern mit einem guten deutschen Worte Ringerzeuger nennen, auch auf die stolzere Bezeichnung Fabrikanten mit vollem Rechte Anspruch

erheben könnten, da nicht wenige von ihnen über sehr fortgeschrittene technische Einrichtungen und ein starkes Arbeitspersonal verfügen. Ohne die in vielen Beziehungen bestehende Überlegenheit der deutschen Großindustrie zu bestreiten, muß doch den Tatsachen entsprechend zugegeben werden, daß die Wiener Erzeuger sich nicht auf einfache Brillant-Fassungen und auf Lieferungen für den augenblicklichen Kundenbedarf beschränken, sondern daß sie im stilvollen Juwelengenre geradezu hervorragendes leisten, und sogar bezüglich der „Marktware“ das deutsche Erzeugnis bei einem sehr großen Teile nicht nur der Wiener, sondern der gesamten österreichischen Kundschaft teils verdrängt haben, teils fühlbar konkurrieren. Ebenso irrtümlich ist es, daß die gedrückten Fassonpreise der Trauringe den Bezug aus dem Auslande ausschließen, welches dieses tatsächlich noch billiger offeriert, sondern daß der höhere deutsche Goldpreis das Hindernis der Einfuhr bildet, welcher mit Zurechnung der Porto-, Zoll- und Punzierungsspesen auch die seither erhöhte Wiener und österreichische Notierung noch um 5 bis 6 Prozent übersteigt, welche Differenz zufolge der im neuen Handelsvertrage vereinbarten Erhöhung des Zollsatzes eine weitere Steigerung erfahren wird.

Gefährdung des deutschen Edelmetallexportes nach Tunis.

Mitteilungen des Handelsvertragsvereins Berlin.

Auf die Eingabe vom 16. August 1905 gegen die unvermittelte inführung eines Gehaltsstempels für Gold- und Silberwaren in unis, der durch seine Bemessung die deutsche Einfuhr zugunsten der französischen schädigen muß, hat der Handelsvertragsverein folgende Antwort erhalten: Das am 15. August d. J. in Kraft getretene tunesische Gesetz, betreffend den Feingehalt und die Stempelung von Gold- und Silberwaren, vom 18. Juli d. J., bemißt die Frist, innerhalb welcher Gold- und Silberwaren gestempelt sein müssen, auf drei Monate "ch Inkrafttreten des Gesetzes. Diese Frist ist nachträglich bis Äm 28. Februar 1906 verlängert worden. Hierdurch dürfte den Ächen unserer Interessenten nach Verlängerung der Übergangs” Rechnung getragen sein. Für die Zahlung der Gebühren wird den Besitzern der stempel"chtigen Gold- und Silberwaren nach Artikel 29 des Gesetzes auf Verlangen Stundung bis längstens ein Jahr gewährt. Wie die

französische Regierung mitteilt, werden Gesuche um Verlängerung der gewährten Zahlungsfristen wohlwollend geprüft werden; bereits gezahlte Gebühren für unverkaufte Waren werden zurückerstattet, wenn diese wieder ausgeführt werden. Nach Artikel 29 des Gesetzes werden ferner die Waren, die vor Inkrafttreten des Gesetzes in Tunis eingeführt sind und den gesetzlichen Mindestgehalt an Edelmetall oder einen höheren Feingehalt haben, mit dem Zeichen des Stempelamts versehen, während Gegenstände, die einen geringeren als den gesetzlichen Mindestfeingehalt haben, nur mit dem Nachstempel versehen werden. Das Stempelamt wird Waren mit einem Feingehalt, der zwischen zwei gesetzlichen Feingehaltsstufen liegt, z. B. zwölfkarätige Waren, auf Wunsch der Besitzer in gleicher Weise nur mit einem Nachstempel versehen. Das Vorgehen des Handelsvertragsvereins hat also den wichtigen Erfolg gehabt, wenigstens ausreichende Übergangsbestimmungen, namentlich eine genügende Frist, zu sichern.

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Gold für Gebrauchsgegenstände. Den amerikanischen Milliardären kann jetzt endlich geholfen werden. Es wird ihnen gewiß oft in der Seele weh getan haben, daß sie noch nicht alles, was für gewöhnliche Sterbliche aus Eisen und Stahl hergestellt wird, aus Gold verfertigt haben können. Goldene Teller werden sie gewiß in großer Anzahl besitzen, aber goldene Messer und Gabeln sind bisher eine Unmöglichkeit gewesen weil das Gold nicht gehärtet werden konnte. Diese Errungenschaft soll nun nach einem Bericht des English Mechanic durch einen Amerikaner namens Vaughan aus Los Angeles endlich erreicht worden sein. Der Erfinder hat angeblich 20 Jahre und fast sein ganzes Vermögen auf die nötigen Versuche verwandt. Er behauptet, auch Silber und Kupfer härten und daraus sogar Rasiermesser herstellen zu können. Präsident Roosevelt soll zuerst ein goldenes Besteck als Geschenk erhalten. In Amerika wird es gewiß genug Leute und namentlich Damen geben, die bald den Besitz eines Taschenmessers aus gediegenem Gold für eine Lebensbedingung halten werden. Dagegen darf man eher daran zweifeln, ob auch die vom Erfinder angezeigten vollständigen Bestecks für die Schlächterei aus Gold, die von 20000 Mk. aufwärts zu haben sind, ihre Abnehmer finden werden.

Die Bernsteinschöpferei bringt in diesem Winter den Nehrungern eine schöne Einnahme. Der „Elb. Ztg.“ zufolge werden viele Zentner des edlen Harzes an die Danziger Bernsteinpächter abgeschickt. Am meisten sind die Neukruger und Narmelner Fischer am Gewinn beteiligt, während die Kahlberger, Pröbbernauer und Vogelsanger nur geringe Funde machen. Die Leute erklären, der neue Durchstich bei Nickelswalde verursache einen Strom, der den Bernstein an anderer Stelle anschwemmt, während früher gerade diese Küstenstriche besonders ertragreich gewesen seien.

Ringdiebstahl. Die Kgl. Staatsanwaltschaft Stuttgart hat 11 goldene Herrenringe im Besitze und sucht nach dem Eigentümer. Die Ringe wurden auf dem Bahnhofe in Horb gefunden und es liegt der Verdacht vor, daß solche von einem Diebstahl herrühren.

Zur Warnung der Kollegen teilt Herr L. Wegener, Goldschmied und Graveur in Hildesheim mit: Der Goldarbeiter-Gehilfe Carl Braun wurde von mir engagiert, verschwand aber denselben Tag unter Mitnahme von 1 neuen Amethyst-Ring, 2 neuen und 5 alten Trauringen; der betreffende Mann, Carl Braun, stammt aus Thorn, ist 25 Jahre alt, 1,75 m groß und war zuletzt in Celle tätig.

Preisausschreiben zur Erlangung von Entwürfen zu Ehrenpreisen für die Herkomer-Konkurrenz 1906. Der Kaiserliche, der Bayerische und der Oesterreichische Automobil-Klub beabsichtigen Ehrenpreise im Werte von Mk. 500.– bis Mk. 5000.– zu geben. Als solche sind auch Kunstgewerbliche Arbeiten in Edelmetall gedacht, welche in Erscheinung und Inschrift ihre Zweckbestimmung erkennen lassen. Weiter geben die 3 Klubs silberne Plaketten für 25 Fahrer und 60 Bronze-Plaketten in Etuis. Die Größe dieser Plaketten soll etwa 18:24 cm sein. Der Bayerische Kunstgewerbeverein München wurde beauftragt, passende Entwürfe auf dem Wege des Wettbewerbs zu beschaffen. Die Entwürfe sind bis 5. Februar einzureichen. Unter den Preisrichtern befindet sich u. a. Fritz von Miller, Goldschmied, Kgl. Professor.

Pforzheim als Sitz einer Kammer für Handelssachen. Einen alten Wunsch der Gold- und Silberwaren-Metropole Pforzheim hat die Budgetkommission des Badischen Landtages erfüllt, die Errichtung einer Kammer für Handelssachen. Bisher mußte man stets nach Karlsruhe fahren, wodurch viel Verlust an Zeit und Geld entstand.

Personalien und Geschäftsnachrichten.

Auszeichnungen. Die Inhaber der Firma Ohlens c h lag er & Riemann in Frankfurt a. M., Roßmarkt, die Herren Ohlenschlager und A. Riemann, wurden von Sr. Hoheit dem Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen – Hildburghausen zu dessen Hofjuweliere ernannt. Es ist dies die erste hohe Auszeichnung, welche die Firma erhielt und ein schöner Beweis der Anerkennung, zu welcher wir bestens gratulieren. – Dem k. u. k. Hoflieferanten Herrn Richard Spitz in Pilsen wurde der Titel eines k. u. k. Hof-Juweliers verliehen.

Jubiläen. Am 1. d. M. konnte Herr Prokurist Andreas Langen – bach bei der Firma Gebrüder Trenkle, Edelsteinschleiferei in Waldkirch sein 25jähriges Dienstjubiläum begehen.

Geschäfts-Eröffnung. In Würzburg betreibt der Kaufmann Jacob Cohn eine Gold- und Silberschmelz- und Scheideanstalt,

Geschäfts-Verlegung. Die Bijouteriefabrik M. Armand in Pforzheim hat Erbprinzstr. 30 daselbst neue Geschäftsräume bezogen.

Prokura. Die Firma M. Baumert & Co., Goldwarenhandlung in Leipzig erteilte dem Kaufmann Günther Hans Julius Baumert in Leipzig Prokura.

Todesfall. Gestorben ist in Dortmund der Juwelier Josef Bosch man n.

Verschiedenes. In der Konkurssache Viktor Brotzki, in Firma Carl Sohr Nachf., Danzig, liegen 17% in der Masse. Die Aktiven betragen etwa 18700 Mk., die Passiven 96860 Mk. – Die Nürnberger Metallwarenfabrik vorm. Gebr. Bing, A.-G., in Nürnberg teilt ihrer Kundschaft mit, daß sie sich infolge großer Preissteigerungen, teilweise bis 20"o, aller Rohmaterialien genötigt sieht, ab 1. Januar 1906 einen weiteren Aufschlag von 5% für alle Abteilungen der Fabrikation eintreten zu lassen. Die Firma, welche gegenwärtig 2700 Personen beschäftigt, ist nunmehr mit dem Bau neuer großen Fabriken und deren maschinellen Einrichtung, sowohl in Nürnberg wie in Grünhain fertig. – Die Goldketten- und Bijouteriefabrik Burkhardt & Cie. in Pforzheim erweitert demnächst ihren Geschäftsbetrieb in bedeutendem Maße. Sie hat zu diesem Zwecke das Anwesen, Kienlestraße 19, für 74000 Mk. erworben zwecks Einrichtung von weiteren Fabrikräumen und gestaltet das bisherige Wohngebäude zu Kontorlokalitäten um. – Die Firma Durych, Edelsteinschleiferei in Turnau hat ihre Pforzheimer Vertretung eingehen lassen. – Die Ringfabrik Carl Schill in Pforzheim wurde gelöscht. – Die Etuisfabrik von Felix Lieberknecht in Eisenberg ist durch Kauf in den Besitz des Kaufmanns Schurg aus Hildburghausen übergegangen. – Die Fabrik von Kartonagen aller Art, José del Monte in Stuttgart, ist als offene Handelsgesellschaft gelöscht worden, da Vorgenannter alleiniger Inhaber geworden ist. – Die Etuisfabrik von Rösch 6 Cie. in Pforzheim ist niedergebrannt, doch entsteht keine Betriebsstörung, da die früher Ulrichsche Etuisfabrik in Unterreichenbach in Betriebsgemeinschaft mit obiger besteht.

Aus Innungen und Vereinen.

Freie Vereinigung der Gold- und Silberschmiede zu Görlitz. Versammlung am 3. Januar 1906. Mit begrüßenden Worten eröffnete Kollege Finster die erste Sitzung im neuen Jahre. Auch im vergangenen Weihnachten war die gemeinschaftl. Annonce wieder mit Erfolg veranlaßt worden. Der Ueberschuß im Betrage von 235 Mk. kommt bei einer späteren Gelegenheit zur Verwendung. Ueber die Ausstellung „Schlesischer Goldschmiedearbeiten“ in Breslau referiert der Vorsitzende Kollege Finster. Leider habe man nicht Gelegenheit genommen, die Ausstellung so zu besuchen, wie es nach der Reichhaltigkeit und Schönheit derselben, wohl erwartet werden konnte. Mit der Beschreibung einiger besonders schöner Stücke schließt der Redner seinen interessanten Bericht. Der Sarita-Damantenschwindel beschäftigte auch diesmal die Versammlung. Die Kollegen nahmen Kenntnis von dem Reklameschwindel u. a. m. Der Antrag zu Punkt 4 der Tagesordnung wurde abgelehnt. Zum gegen wärtigen Stand der Besteckkonvention werden einige vom Verband eingesandte Schreiben zur Verlesung gebracht. Von einer Beanwortung wird, da nicht direkt Fragen gestellt sind, abgesehen, Auch über das „Ausverkaufs-Unwesen“ kommen Schreiben vom Verband zur Verlesung. Das geforderte Material wird bei event Anträgen beigefügt werden und wird der Versammlung zur Kenntnis gebracht. Der letzte Punkt der Tagesordnung „Allgemeines“ zeigte auch heute längere Aussprachen über Mißstände und besondere Vorkommnisse in unserem Goldschmiedehandwerk. – Die nächste Versammlung findet am 7. Februar statt.

Geschäftliche Mitteilungen.

Silber-Putzpulver... Auszeichnungen wurden dem Fabrio Georg Heinrich Hobein in Hannover, Fabrik für Silber Putzpulver zuteil. Derselbe erhielt auf sein von ihm neu erfundene Silber-Putzpulver auf der internationalen Ausstellung für Hygieo Nahrungsmittel usw. in Paris 1905 die goldene Medaille neo Kreuz und Ehrendiplom. Auch auf der internationalen Aussteu" für Kunst und Gewerbe in Brüssel 1905 wurde das So Putzpulver mit der goldenen Medaille, Kreuz und Ehrendipo prämiiert; ferner im Herbst 1905 auf der Kochkunst-Ausstellung Ä Hannover mit der silbernen Medaille. Es ist dieses gewiß" beste Beweis, daß Hobeins Silber-Putzpulver ein wirklich her" ragendes Pulver ist. Laut Gutachten von gerichtlich vereidigo Chemikern, sowie Fachleuten, von denen zahlreiche Atteste vorleo ist Hobeins Silber-Putzpulver gänzlich frei von allem Gift und dem Metalle schädlichen Substanzen, reinigt schnell und leicht, goo das Silber durchaus nicht an, kratzt und schleift nicht und Ä haltbaren hohen Glanz. Es verliert nie seine Putzkraft und ist “ sparsamer wie jedes andere Putzmittel. Diese hervorragende Eigenschaften haben dem neuen Pulver eine ungeahnte Ä gesichert. In ganz Deutschland und Oesterreich ist solches berels eingeführt. Als Neuheit bringt die Fabrik jetzt auch eigens zo dem Silber-Putzpulver hergestellte Silber-Putzpoliertücher # Handel, welche an Weichheit das feinste Putzleder übertree und weit billiger im Preise sind. Obige Firma bietet in Ä Inserat unserer Zeitung ihr Pulver an und gibt auf Wunsch Ä gratis ab. Hobeins Silber-Putzpulver können wir unsern LeSe daher nur bestens empfehlen.

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