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schmacksrichtung, dem verjüngten Empirestil, angepaßt, dessen Führungsstiftes und Fräsers hauptsächlich zur Herstellung von charakteristische Ornamente und gerade Linien geschickt zur Gravierungen von runder oder quadratischer Form in Frage Ausschmückung der Bestecke verwendet wurden. Wir verweisen kommen. Ein Beweiß, wie außerordentlich die Konstruktion einem besonders auf die auf Seite 2 und 3 der Beilage befindlichen

tatsächlichen Bedürfnisse entsprochen hat, ist dadurch erbracht, Abbildungen Nr. 1400 und 1450, wovon wieder die zweite infolge

daß die Firma innerhalb weniger Jahre einige hundert Maschinen ihrer zweckmäßigen Einfachheit uns am besten gelungen erscheint

der verschiedensten Größen und Ausführungen verkauft hat und

ihr über die bisher bewirkten Lieferungen glänzende Empfehlungen und gewiß viel Anklang finden dürfte. Auch die auf halbe Größe

und Anerkennungsschreiben vorliegen. Die Firma baut als weitere wiedergegebenen Muster sind reizende, ansprechende Artikel und Spezialität für Prägezwecke eine auf hydraulischem Prinzip besoweit uns mitgeteilt wurde, schon recht gut eingeführt. — Die ruhende Presse, welche ohne Pumpe, ohne Akkumulator und Firma Josef Reiner hat ihre Erzeugnisse – wie schon erwähnt ohne Wasserverbrauch arbeitet und derart beschaffen ist, daß – in einem schönen Schrank auf der Nürnberger Ausstellung sie bei Erreichung des Maximaldruckes selbsttätig ausschaltet, zur Schau gestellt. Der Schrank selbst ist ebenfalls eine recht

wodurch Brüche und Beschädigungen der Gesenke vermieden

werden. Die Konstruktion zeichnet sich ferner durch außergediegene Ausführung. Er ist ca. 5 m hoch und besitzt eine

ordentliche Einfachheit – die Presse weist nur ein einziges Grundfläche von 5 qm. Der mittlere innere Raum des Schrankes

Ventil auf –, wie ferner durch größte Sicherheit und Sparsamenthält die größeren Ausstellungsgegenstände, während in den keit im Betriebe und durch außerordentliche Leistungsfähigkeit vier Eckerkern je ein vollständiger Besteckkasten mit allen nur aus. Die Pressen wurden bisher mit Druckeffekten von 100000 kg denkbaren Bestecken und Tafelgeräten ausgestellt ist.

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Graviermaschinen. Die Leipziger Maschinenbau-Gesellschaft m. b. H. vorm. Elektrogravüre, Leipzig-Sellerhausen, versendet gegenwärtig ihren soeben zur Ausgabe gekommenen, illustrierten, reichhaltigen Katalog über ReliefGraviermaschinen, welche auf Grund langjähriger Erfahrung in technisch vollendeter Ausführung eine hervorragende Spezialität ihrer Fabrikation bilden. Die Maschinen werden in zwei Hauptarten und zwar: als Reduzier-Maschinen nur für Verkleinerungen und als Kopier- und Reduzier- Maschinen für Reproduktionen und Reduktionen, hergestellt und sind in ihren vielseitigen Typen so konstruiert, daß sie sich nicht nur für die ganz getreue Wiedergabe feiner Arbeiten, wie Prägestempel für Münzen, Plaketts, Medaillen, Bijouterie-Gegenstände, Kleinsilber-Waren usw., sondern auch zum Gravieren schwerer Gesenke, wie überhaupt zum Schneiden aller Arten Preßformen, z. B. zum Prägen von großen Metallgegenständen wie Tabletts, Brotkörbe usw., ganz hervorragend eignen. Zur getreuen Herstellung der Gravur durch die Maschinen ist es nötig, ein exakt ausgeführtes Modell, am besten in Eisengub, zur Verfügung zu haben. Für bis zu 750 000 kg gebaut, können aber auch für andere noch den Modelleur ist es erforderlich, seine Modelle, von welchen höhere Druckleistungen geliefert werden. Prospekte sowohl über die Herstellung des Eisenabgusses erfolgt, in allen Teilen ganz Graviermaschinen wie Pressen, Kostenanschläge und Zeichnungen, genau so auszuführen, wie die Gravierung ausfallen soll. Dies sowie Auskünfte jeder Art stehen Interessenten auf Wunsch erfordert allerdings einen größeren Zeitaufwand, der sich indessen kostenlos zur Verfügung. Siehe Inserat Seite 41 in dieser Nummer. dadurch ausgleicht, daß die Graviermaschine die künstlerische Originalität des Modelles mit absoluter Genauigkeit wiedergibt. Auch ist vor allem der Umstand von Bedeutung, daß sich an Neues aus dem Verkehrswesen. dem hergestellten Modell die plastische Wirkung des Gegenstandes selbst vorzüglich prüfen läßt; nur zu oft hat ein Gegen Postpaketverkehr mit Kuba. Vom 1. Juni ab können Poststand in der Zeichnung eine ganz andere Wirkung als nach pakete bis zum Gewichte von 5 Kilogramm ohne Wertangabe seiner Fertigstellung, nach erfolgter Prägung. Die Maschinen oder mit Wertangabe bis 2400 Mk. einschließlich nach Kuba verarbeiten nicht nur in Stahl, Bronze usw., sondern auch in anderen sandt werden. Die Beförderung erfolgt über Bremen oder Hamburg Materialien wie Elfenbein, Marmor, Gips, Wachs usw. vollständig mit deutschen Schiffen. Die Pakete müssen frankiert werden; automatisch Tag und Nacht und rücken bei Beendigung einer die Taxe beträgt für Sendungen bis zum Gewicht von 1 kg Gravur selbsttätig aus. Die Gravierung kann nach demselben 1,60 Mk., über 1–3 kg 2 Mk., über 3–5 kg 2,40 Mk; hierzu tritt Modell sowohl rechts als auch links schauend geschnitten werden, bei Wertpaketen eine Versicherungsgebühr von 24 Pfg. für je und es ist ferner zu beachten, daß die Maschinen auch bis zu 240 Mk. des angegebenen Wertes. Veber die sonstigen Vereinem gewissen Grade eine Abänderung der Reliefhöhe unter sendungsbedingungen erteilen die Postanstalten Auskunft. oder über das proportionelle Maß gestatten. Sehr wertvoll ist es ferner, daß man gesprungene Gesenke direkt auf die Maschine nehmen kann, um danach eine genaue Kopie oder Verkleinerung

Von Kunstgewerbeschulen. anzufertigen. Die Abbildung veranschaulicht die Type einer Kopier- und Reduzier-Maschine mit rundlaufender Arbeitsweise. Königliche Fachschule für Metallindustrie in Iserlohn: Die KönigDiese Maschine kopiert in Größe des Modelles bis zu 300 mm liche Preußische Fachschule für Metallindustrie zu Iserlohn ist Durchmesser oder diagonal und reduziert bis zu ca. 1 der eine Staatslehranstalt und dem Königlich Preußischen Ministerium Modellgröße. Der Antrieb erfolgt wie bei den meisten Maschinen für Handel und Gewerbe unterstellt. Sie hat den Zweck, tüchtige durch Z Spezial-Motore, von welchen der eine den Fräser und kunstgewerbliche und gewerbliche Kräfte auf dem Gebiete der der andere den übrigen Mechanismus antreibt. Man kann auf Metallindustrie praktisch und theoretisch heranzubilden und zwar: diesen Maschinen Späne je nach Umständen bis zu 25 mm Stärke Modelleure, Ziseleure, Graveure, Galvanoplastiker, Galvaniseure, in Gußstahl auf einmal aus dem Werkstück schneiden, während Former und Metallgießer, außerdem Kunstschmiede, Werkzeugdie gesamte Tiefe bis zu 75 mm zulässig ist. Die Spindelstöcke Schlosser, Drücker und Dreher. Den Schülern soll durch den sind durch Spindeln schnell und bequem einstellbar. Im Gegen Besuch der Fachschule nicht nur ein Ersatz und eine Ergänzung satz zu den Maschinen mit rundlaufender Arbeitsweise des Fräsers der Fabrik- und Werkstattlehre geboten werden, sondern sie fabriziert die Firma auch Maschinen mit geradliniger Arbeitsweise, sollen auch die Möglichkeit erhalten, sich auf Grund ihrer prakwelche sich vorzüglich da verwenden lassen, wo es sich um tischen Leistungen, des genossenen Zeichenunterrichts und ihres das Gravieren von Gesenken länglicher Form handelt, während allgemeinen technischen Wissens zu besseren Stellungen, insrundlaufende Maschinen infolge des kreisförmigen Laufes des besondere zu Werkmeistern, empor zu arbeiten. Die Fachschule

nimmt nicht nur junge Leute ohne praktische Vorbildung auf, Frage 605. Welche Firma liefert Thermometer auf Porzellan sondern bietet auch solchen, die sich bereits praktisch betätigt zum Einfassen für Achatwaren?

R. R. in 0. haben, Gelegenheit zur beruflichen Vervollkommnung. Angehende Fabrikanten können sich ferner in dieser Fachschule diejenigen ABSZ Frage 606. Wer ist der Fabrikant der Bestecke, Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen, die sie zur selbständigen

die nebenstehendes Warenzeichen tragen? auf XX

J. M. in L. befähigen und sie in den Stand setzen, über die Grenze ihres 90 Frage 610. Wer ist der Fabrikant, der neben Betriebes hinaus zu sehen. Der Tagesunterricht der Schule

dem deutschen Reichssilberzeichen nebenstehendes gliedert sich in 3 Abteilungen: A. Abteilung für Modelleure, Zise

Warenzeichen führt? Der Gegenstand, welcher den leure und Graveure. B. Abteilung für Kunstschmiede, Werkzeug

Stempel trägt, ist vielleicht 20 Jahre alt und ist nur schlosser, Dreher und Drücker. C. Abteilung für Galvanoplastik, ein Fragment. Vielleicht gibt mir einer der Herren Kollegen Galvanostegie und Metallfärbung, für Former und Metallgießer. Aufschluß!

R. H. in K. Jede Abteilung besteht aus drei Jahresklassen. Für solche junge Leute, die sich bereits praktisch betätigt haben und die nicht in

Frage 612. Wer von den Herren könnte mir Adressen nennen, der Lage sind, die Fachschule in der Woche am Tage zu be

wo ich Emaille - Abziehbilder bekommen kann? Es handelt sich suchen, wird Sonntags- und Abendunterricht erteilt. Die Unter

um ein Verfahren, Abziehbilder auf grobem Email abzuziehen richtsfächer des Sonntagsunterrichts sind: Modellieren und Zise

und dieselben dann darauf einzubrennen. E. F. in L-d. lieren; des Abendunterrichts: Projektions- und konstruktives Frage 616. Kann mir einer der Herren Kollegen folgende Fachzeichnen, Ornament-, Pflanzen- und kunstgewerbliches Auskunft geben: Ich habe eine Gabel französischen Ursprungs Zeichnen und Modellieren. Die Heranbildung der Schüler mit einem ganz schwarzen Oxyd. Es ist mir jedoch unmöglich, geschieht durch Unterricht im Zeichnen, sowie theoretischen und mit dem gewöhnlichen Verfahren dieselbe Farbe herauszubepraktischen Unterricht in zweckmäßig eingerichteten Arbeitsräumen. kommen. Kennt vielleicht einer der Herren ein anderes VerDie Hilfsmittel entsprechen den Anforderungen der modernen fahren, das für Bestecke geeignet wäre?

A. D. in D. Technik. Um den Gesichtskreis der Schüler zu erweitern, finden Studienausflüge zur Besichtigung von Ausstellungen, Fabriken,

Frage 617. Ich bitte mir einige Bezugsquelleri, d. h. direkte Werkstätten usw. statt. – Die Bibliothek umfaßt eine Samm

Fabrikanten von Poliermaschinen für Fußbetrieb angeben zu lung von Text- und Tafelwerken und eine Vorbildersammlung.

wollen. Vielleicht gibt es einen Fabrikanten, der diese MaSie steht mit einem Leseraum in Verbindung und ist nicht nur

schinen als Spezialität fabriziert.

W. Sch.-B. in T. der Lehrer- und Schülerschaft, sondern, um das Verständnis für Frage 618. Wer fabriziert Tulasachen? M. S. in H. die Schulbestrebungen und für kunstgewerbliche Arbeiten in weitere Kreise zu tragen, auch dem Publikum unter den für die

Frage 619. Wer fabriziert kleine goldene und silbervergoldete Benutzung der Bibliothek festgesetzten Bestimmungen zugänglich.

Anhänger als Fisch, Stiefel, Mausefalle usw.? M. S. in H. Das Versuchs- und Untersuchungs - Laboratorium Frage 620. Der hiesige Bürgermeister erläst eine Bekanntbietet Fabrikanten Gelegenheit, Metalle untersuchen zu lassen machung, daß demnächst auch in den hiesigen Fabriken eine und ist ferner eine Versuchsstation für Legierungen und Metall Revision der Wagen und Gewichte erfolgen werde. Sind wir färbung. – Die Lehrmittel-Sammlung besteht aus ornamen verplichtet, in unserm geschlossenen Betriebe, in welchem doch talen und figürlichen Gipsniodellen, die Arbeiten der verschiedenen nicht nach Gewicht verkauft wird, eine solche Revision dulden Stilperioden wiedergeben, aus Gipsgüssen nach Blättern und zu müssen ?

C. H. in V. Blüten und nach stilistisch naturalistischen Ornamenten. Sie enthält ferner gute Erzeugnisse der modernen Metallindustrie

Frage 621. Wer liefert Reklame-Schilder für Schaufenster und physikalische und galvanotechnische Unterrichtsmittel für

aus Glas?

L. Z. in M. die galvanoplastische Abteilung.

Antworten:
Zu Frage 599. Die Firma Gottlieb & Wagner, Fabrik

von Nickel-Ketten usw., Oberstein a. d. Nahe, führt als Patente und Gebrauchsmuster.

Warenzeichen ein springendes Pferd. Weißnietalsketten mit

Marke „springendes Pferd“ liefern billigst Dressing & Cie. Krawattennadel mit Sicherung gegen Verlieren oder Diebstahl

G. m. b. H., Bad Kreuznach.
D. R. G. M. Nr. 275013. K. Philipp, Pfullendorf (Baden).
Die Sicherung besteht darin, daß an dem Schmuckstück die

Zu Frage 607. Zigaretten-Etuis in allen Preislagen fertigen: Nadel in einem Scharnier angebracht ist, und darin hinauf oder

S. Abraham jr., Silberwaren-Fabrik, Berlin SO., Neanderstr. 12. herunter spielen kann. Außerdem sind noch hinter dem Schmuck

- Adolf Köhler, Pforzheim..- Gustav Wenning, Pforzstück zwei Dornen, die schraubenartig einander gegenüberstehen.

heim. – Platz & Kälber, Pforzheim. – Rob. Ungerer, Das Ganze ist sehr einfach. Beim Gebrauch ziehe man die

Pforzheim

Zu Frage 608. Jupiter-Feuerzeuge liefern: S. Abraham jr., Silberwaren-Fabrik, "Berlin SO., Neanderstraße 12. – Adolf Köhler, Pforzheim. Ernst Larquette, Pforzheim. Adolf Schweinfurth, Pforzheim.

Zu Frage 609. Leistungsfähige Firmen für goldene Crayons Nadel mit dem Fingernagel am Knopf nach oben und drehe die sind: Schuler & Fend, Pforzheim. Adolf Köhler, beiden Dornen oder Spitzen mit einer halben Drehung in den Pforzheim. Louis Kuppenheim, Pforzheim. – Ad. Schlips. Alsdann drücke man die Nadelkuppe denselben Weg Eisenmenger, Pforzheim. – D. Kinzinger, Pforzheim. wieder zurück, aber in die Krawatte. Auf diese Art sitzt die - Georg Lauer, Pforzheim. Nadel ganz fest, und kann nur dann entfernt werden, wenn die Nadel am Knopf zurückgezogen wird. Der Erfinder beabsichtigt

Zu Frage 611. Dieses Warenzeichen gehört der Firma sein Patent zu verkaufen. Siehe Inserat Seite 30.

Gust. Hauber in Schw. Gmünd. Es ist jedoch verkehrt, und zwar soll dasselbe ein H mit einem Jagdhorn daran

hängend darstellen. Das Jagdhorn ist jedenfalls beim Stempeln Frage- und Antwortkasten.

nicht ausgeschlagen worden. Bierzipfel mit nebenstehendem

Fabrikzeichen liefert Adolf Köhler, Pforzheim. Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. Zu Frage 613. Eine Firma, die speziell Ringe für Holland Fragen:

erzeugt, ist die Ringfabrik Friedr. Lutz in Pforzheim.

6-, 8- und 14 karat. gegossene Ringe ohne jede Lotfuge erzeugen Frage 564. Wer liefert Preßteile für Kirchensachen

und stehen mit Mustern gern zu Diensten: Julius Spitzer & billigst?

E. F. in L.

Co., Goldring - Fabrikation, Wien, VI/, Esterhazygasse 25. Frage 570. Wer fabriziert Siegelstangenhalter in Silber mit

Zu Frage 614. Gewünschte Perlketten in Tomback und Pfanne und Spirituslampe?

R. F. in P. u. L.

Neusilber erhalten Sie in reichster Auswahl bei Dressing & Cie., Frage 603. Wird Neusilber als Unterlagemetall versilberter

G. m. b. H., Bad Kreuznach. Waren beim Absilbern in Schwefelsäure (erhitzt) bei Zusatz von Zu Frage 615. Die Stuttgarter Metallwarenfabrik Salpetersäure angegriffen? – Gibt es ein besseres Mittel schwer Wilh. Mayer & Frz. Wilhelm dürfte Ihnen mit Gewünschtem versilberte Waren abzusilbern?

H. K. N. in S. i. W. dienen können.

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Redaktion und Verlag BEGRÜNDET UND
Leipzig 28

HERAUSGEGEBEN
Dresdener Str. 2

WILH.DIEBENER

Erscheint Sonnabend

Annahmeschluß
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für kleine Anzeigen Mittwoch Abend

Anzeige-Gebühren: Redaktion: Runstgewerblicher Teil:

Die 4 gespaltene nonpareille-Zeile 25 Pf
Professor Rudolf Rücklin, Pforzheim.

Ganze Seite M. 100.-
Wirtschaftlicher Teil:
Amtliches Organ des Verbandes

Bei Wiederholungen Rabatt Beilagen nad
Syndikus Hermann Pilz, Leipzig

deutscher Juweliere, Gold- und Fantechnischer Teil:

Silberschmiede sowie zahlreicher Stellen-Angebote 25 Pt. Gesuche
Goldschmied Paul Axthelm, Leipzig.
anderer Vereine und Innungen

15 Pf. pro Zeile Bezugspreis pro Quartal M. 2.- (Ausland pro Jahr M. 10.-), Kleine Ausg. pro Quartal M. 1.- (Ausland pro Jahr M. 5.-).

Ubereinkunft

Zur Arbeitsordnung.

Als ich im vergangenen Jahre, auf Grund meiner Er frist vorgesehen ist. Der Berliner Gewerberichter ist auch fahrungen als Beisitzer im Gewerbegericht, dem ich seit Be bereit, den Entwurf durchzusehen und die etwaigen Bedenken stehen desselben angehöre, den Gedanken der Ausarbeitung abzustellen. Da jedoch der betreffende Richter bis Anfang Juni einer Arbeitsordnung entwickelte, leitete mich der Wunsch, Urlaub hat, so wird der zweite Entwurf erst nach Mitte Juni den kleinen und mittleren Goldschmied gegen Schaden zu veröffentlicht werden. In Eisenach hofft dann die Kommission schützen. Der Antrag in München lautete: „Der Verband wolle, zu einem befriedigenden Resultat zu kommen. Die Protestunbeschadet der örtlichen Interessen jedes Goldarbeiters, eine versammlung der Gehilfen in Berlin war eigentlich gegenstandsArbeitsordnung ausarbeiten und jedem Meister, selbst wenn er los. Bei allen Betrieben kann der Meister selbständig eine nur einen Gehitfen beschäftigt, empfehlen, diese Ordnung ein Regulierung in seiner Werkstatt vornehmen. Wenn er einen zuführen.“ Im Oktober ist dann die Kommission gewählt und Gehilfen annehmen will, steht es ihm doch frei, Bedingungen im Januar deren Entwurf veröffentlicht worden. Derselbe hat zu stellen und dem Gehilfen frei, ob er die Arbeit annehmen zuerst einen Widerspruch nicht hervorgerufen. Er ist zum will oder nicht. Wenn aber die Gehilfen insgesamt überhaupt größten Teil aus der Badischen übernommen. Der Begriff eine Arbeitsordnung auf das entschiedenste ablehnen wollen, „Arbeitsordnung“ umfaßt ja nun eigentlich nur zwei Punkte: so ist das wohl nicht recht verständlich. „Kündigungsausschluß“ und „Stundenlohn“. Der Ausdruck Bei einer Versammlung des Verbandsvorstandes betonte „Kündigungsausschluß“ hört sich hart an, derselbe hat sich der „Verein für Rheinland und Westfalen“, daß er diese Arbeitsaber in den Fabriken der Metallwaren fast überall schon ein ordnung für seine Mitglieder nicht empfehle, da dieselben nur geführt. In der „Goldschmiede-Zeitung“ vom 12. Mai steht ein mit gesetzlicher Kündigung engagieren. Nun dann wird eben der Artikel, bzw. ein guter Rat über kontraktbrüchige Gehilfen. Paragraph gestrichen. Ich wiederhole nochmals, daß der Verband Der gute Rat ist aber insofern zwecklos, als eine gerichtliche doch nur empfehlen kann, daß jeder Meister sich mit den ihn Entschädigung zwar zu verlangen, aber auf Grund derselben interessierenden Bestimmungen der Gewerbeordnung, möglichst meist nichts zu holen ist und nur Kosten verursacht werden. ehe er Schaden erlitten hat, bekannt macht und sich entsprechend Der Arbeitnehmer ist eben immer im Vorteil! Er kommt nicht, vorsieht. Bei guten Gehilfen, die doch glücklicherweise die oder er kommt nicht wieder, und der Meister hat keine Macht, große Mehrzahl bilden, ist das alles nicht nötig. Wenn der ihn zu halten, während umgekehrt der Meister, der einen Ge Meister keine Arbeit mehr hat, oder der Gehilfe sich verändern hilfen entließ, zahlen muß. Betriebe von zehn Gehilfen an, will, so wird wohl keiner sagen: „Sie gehen sofort“ oder „Ich haben schon lange eine Ordnung, und ich kenne einige Be komme morgen nicht wieder“, sondern es wird die Trennung, triebe in Berlin, die immer mit ,Kündigungsausschluß" engagieren. nachdem der Gehilfe anderweitig Beschäftigung gefunden hat, Der Verbandsvorstand wünscht trotzdem die Veröffentlichung in Güte erfolgen. Bei dem anderen Teile aber ist doch die eines zweiten Entwurfes, in dem die gesetzliche Kündigungs Vorsicht der bessere Teil der Weisheit. Max Winter- Berlin. 202%82%92%

82%82%922525252525252525252

Personalien und Geschäftsnachrichten.

Jubiläen. In Schw. Gmünd feierte Herr Georg Eisele, Goldarbeiter bei Gebr. Kraus (Inhaber Hermann Brändle) sein 25 jähriges Jubiläum in diesem Geschäft.

Geschäfts - Eröffnungen. Herr Joseph Kraus, früherer Teilhaber der Firma Gebr. Kraus in Schw. Gmünd eröffnete in Pforzheim eine Bijouterie - Fabrik und fertigt als Spezialität: Jagd- und Sport-Artikel, Amuletts usw. In Pforzheim die Firma Rösch & Idstein eine Bijouteriefabrik. — Herr Friedr. Schuler ist aus der Firma Schuler & Hellerich in Pforzheim ausgetreten und hat jetzt in Mühlacker bei Pforzheim unter der Firma Friedr. Schuler-Mühlacker eine Spezialfabrik für Kreissägen und Fräsen eröffnet. – In Idar (Oldbg.) die Firma Bercht & Fuchs einen Edelsteinimport - In Oberstein (Oldbg.) die Firma Ernst Stein & Co. eine Bijouteriefabrik und Versand.

Prokura - Erteilung. Die Firma Richter & Glück, Bijouteriewaren - Fabrik, Berlin C. 19, Leipzigerstr. 6311. hat ihren langjährigen Mitarbeiter und Vertreter, Herrn Gottlob Britisch, Prokura erteilt.

Todesfall. In Leipzig-Connewitz starb der Juwelier Herr Rudolf Roth.

Aus Innungen und Vereinen. Die Vereinigung der Goldschmiede-Gehilfen in Nürnberg ladet alle fremden Kollegen, welche gesonnen sind, die Bayerische Landes-Ausstellung in Nürnberg zu besuchen, hiermit ein, betreffs Anfragen von Wohnungen oder sonstiger Auskunft wolle man sich an uns wenden. Das Lokal befindet sich Restaurant Wunderburg, Tucharstraße 24.

Frage 617. Ich bitte mir einige Bezugsquellen, d. h. direkte Fabrikanten von Poliermaschinen für Fußbetrieb angeben zu wollen. Vielleicht gibt es einen Fabrikanten, der diese Maschinen als Spezialität fabriziert.

W. Sch.-B. in T. Frage 620. Der hiesige Bürgermeister erläst eine Bekanntmachung, daß demnächst auch in den hiesigen Fabriken eine Revision der Wagen und Gewichte erfolgen werde. Sind wir verplichtet, in unserm geschlossenen Betriebe, in welchem doch nicht nach Gewicht verkauft wird, eine solche Revision dulden zu müssen ?

C. H. in V. Frage 621. Wer liefert Reklame-Schilder für Schaufenster aus Glas?

L. Z. in M. Frage 622. Wer ist der Fabrikant von billigen vergoldeten und Doublé - Ringen mit dem emaillierten, weißen Kreuz in rotem Felde (Schweizerringe)?

E. P. in I. Frage 623. Wie werden versilberte Neusilberwaren entsilbert, ohne das Neusilber selbst anzugreifen? S. M. F. in S.

Frage 624. Welche Firnia liefert zu billigsten Preisen große, versilberte Gegenstände, z. B. Trinkhörner, Aufsätze usw.?

Frage 625. Wer kann mir Adressen angeben, wo ich Perlmutter-Platten (rund, oval, quadratisch- und schief-viereckig, fertig zugeschnitten) für Manschettenknöpfe bekommen kann? Werden diese Sachen nicht in Adorf i. S., wo die Perlen-Industrie zu Hause ist, hergestellt?

W. D. in B. Frage 626. Wer kann Adresse für eine feste Streichmasse für schwedische Streichhölzer zum Entzünden derselben angeben? Die Masse soll jedoch nicht in Pulver bestehen, sondern auf Kautschuck aufgetragen sein.

W. K. in P. Frage 627. Ist jemand von den geehrten Kollegen in der Lage, mir ein sicher wirkendes Mittel gegen Schweißhände bei Lehrlingen anzugeben? Besten Dank voraus. 0. Z. in M.

Frage 628. Wo kann ich Aluminium-Armbänder für Export, direkt ab Fabrik, beziehen?

H. 0. T. in M. Frage 629. Wo kann ich die kleinen elektrischen Glühlampen samt Batterie billigst beziehen, wie solche an Krawattennadeln verwendet werden?

R. L. in G. Frage 630. Wer liefert rohe Pressungen für Gürtelschließen (wohl Pariser Firmen)?

R. L. in G. Frage 631. Welcher Fabrikant fertigt sogen. Venezianer Kettchen oder feine Erbsenkettchen in Gold? Falls solche Kettchen nicht mehr angefertigt werden, hat vielleicht ein Herr Kollege etwas derartiges; ich brauche elf Gänge für eine Halskette.

A. K. in M. ABSZ

Antworten:
Zu Frage 606. Fabrikant von Bestecken mit neben-

stehendem Warenzeichen sind: Alpacca-Silber90 Werke Zwickau i. S., A. Bufe Söhne.

Zu Frage 607 und 608. Als Spezialität fertigen ZigarettenEtuis und Jupiter-Feuerzeuge in la. Alpaka versilbert und liefern solche in schönster und solider Ausführung zu billigsten Preisen: Kirchga eßner & Kraft, Pforzheim.

Zu Frage 613. Wir fabrizieren solche Ringe, jedoch nur für Grossisten: Scheider & Gary, Bijouteriefabrik, Pforzheim, Durlacherstr. 26.

Zu Frage 618. Tula - Artikel erzeugt als Spezialität: Paul Suedes, Bijouteriefabrik, Pforzheim. Tulasachen fabriziert: Paul Hübner, Berlin (., Markus tr. 5.

Zu Frage 619. Wir empfehlen uis bestens zur Lieferung der fragl. Anhänger in Silber und Gold: Gebrüder Kraus (Inh. H. Brändle), Bijouteriefabrik, Schw. Gmünd.

Frage- und Antwortkasten. Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen.

Fragen: Frage 564. Wer liefert Preßteile für Kirchensachen billigst?

E. F. in L. Frage 570. Wer fabriziert Siegelstangenhalter in Silber mit Pfanne und Spirituslampe?

R. F. in P. u. L. Frage 603. Wird Neusilber als Unterlagemetall versilberter Waren beim Absilbern in Schwefelsäure (erhitzt) bei Zusatz von Salpetersäure angegriffen? – Gibt es ein besseres Mittel schwer versilberte Waren abzusilbern?

H. K. N. in S. i. W. Frage 605. Welche Firma liefert Thermometer auf Porzellan zum Einfassen für Achatwaren?

R. R. in 0. Frage 610. Wer ist der Fabrikant, der neben dem deut

schen Reichssilberzeichen nebenstehendes Warenzeichen führt? Der Gegenstand, welcher den Stempel

trägt, ist vielleicht 20 Jahre alt und ist nur ein Fragment. Vielleicht gibt mir einer der Herren Kollegen Aufschluß!

R. H. in K. Frage 612. Wer von den Herren könnte mir Adressen nennen, wo ich Emaille - Abziehbilder bekommen kann? Es handelt sich um ein Verfahren, Abziehbilder auf grobem Email abzuziehen und dieselben dann darauf einzubrennen. E. F. in L-d.

Frage 616. Kann mir einer der Herren Kollegen folgende Auskunft geben: Ich habe eine Gabel französischen Ursprungs mit einem ganz schwarzen Oxyd. Es ist mir jedoch unmöglich, mit dem gewöhnlichen Verfahren dieselbe Farbe herauszubekommen. Kennt vielleicht einer der Herren ein anderes Verfahren, das für Bestecke geeignet wäre?

A. D. in D.

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Bekanntmachungen des Verbandes Deutscher Juweliere,

Juweliere, Gold- und Silberschmiede.

Vorstandssitzung des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede am Sonnabend, den 9. Juni 1906, im Geschäftszimmer

Oranienstraße 143, abends 6 Uhr. Anwesend die Herren Müller, Menzel, Telge, Fischer, entschuldigt fehlen die Herren Schmidt und Walter.

Der Vorsitzende teilt dem Vorstand noch offiziell mit, daß die schmerzliche Nachricht von dem Ableben des Ausschußmitgliedes, Herrn Obermeisters Eckhardt, am Himmelfahrtstage in Berlin eingetroffen sei. Er habe sofort von Haus die telephonische Nachricht noch Neubrandenburg erhalten, sei mit dem nächsten Zug nach Berlin gefahren, abends hier einge

troffen, und am nächsten Morgen nach Dresden, wo er auf dem Trinitatuskirchhof an der Beerdigung teilgenommen habe. Er habe dem lieben Verstorbenen an dem Sarge einige von Herzen kommende Worte gewidmet für seine treue Mitarbeit im Verbandsvorstand und Ausschuß und einen Kranz im Namen des Vorstandes, des Ausschusses und der Mitglieder des Verbandes am Grabe niedergelegt. Der Vorstand erhebt sich zur Ehrung des Heimgegangenen von den Sitzen.

Zur Aufnahme haben sich gemeldet die Herren Theodorlbsen, Hofjuwelier, Sondershausen und Bernh. Knauer, Hofgoldarbeiter und Juwelier, Oldenburg in Gr. Die beiden Herren Kollegen werden aufgenommen.

Herr Fischer teilt ferner mit, daß er von den Arbeiten in der Geschäftsstelle im Monat Mai die Kopien eines jeden abgehenden Schriftstückes gesammelt habe, um einmal eine Übersicht zu geben, damit die Herren, welche Interesse für die Verbandsarbeiten haben, sich von der Vielseitigkeit der Tätigkeit überzeugen können. Er sei der Meinung, daß eine ganze Reihe von Mitgliedern sich nicht die geringste Vorstellung davon machen kann, was alles in der Geschäftsstelle zu bewältigen ist.

Der Vorstand beschließt, eine Mappe mit diesen Kopien auf dem Verbandstage auf den Tisch des Hauses zur Einsichtnahme auszulegen.

Ferner teilt der Vorsitzende mit, daß er auf Antrag des Vereins Mecklenburg eine Geschäftsordnung für eine Sterbe-Unterstützungskasse ausgearbeitet habe, und ebenso ebenfalls auf Antrag Mecklenburgs eine Geschäftsordnung für eine Unterstützungskasse bei Einbruchsschaden für solche Herren, die von den Versicherungsgesellschaften abgelehnt werden, sowie auch für diejenigen Firmen, welche versichert sind, aber nach erfolgten Einbruchsschaden nicht mehr über die erforderlichen Mittel verfügen, um ihr Recht den Versicherungsgesellschaften gegenüber wahrnehmen zu können. Als Unterlage für die Ausarbeitungen habe die Geschäftsordnung der Sterbe - Unterstützungskasse des Verbandes der GlaserInnungen gedient.

Den Verhandlungen über vorstehende Materie im Verein Mecklenburg in der Sitzung in Neu-Brandenburg habe er auf Einladung beigewohnt.

Der Vorsitzende ist persönlich der Meinung, daß die Sterbe-Unterstützungskasse wohl in dem Bereich der Vereine bleiben müsse und daß der Vorstand des Verbandes sich nur darauf beschränkt, die Geschäftsordnung auszuarbeiten, hingegen, falls die allgemeine Meinung vorhanden, eine Unterstützungskasse gegen Einbruch zu begründen, diese vom Verbandsvorstand zu leiten sei.

Die Angelegenheit über die Einbruchs-Unterstützungskasse soll dem Ausschuß zur weiteren Beratung vorgelegt werden.

Weiter kommt zur Besprechung, daß sich ein Gehilfenverband in Pforzheim gebildet habe, wonach die Mitglieder monatlich 80 Pfg., also 9,60 Mk. im Jahr zur Förderung ihrer Interessen aufwenden.

Diese Opferwilligkeit kann den Herren Arbeitgebern zur Nachahmung empfohlen werden.

Zur Besprechung kommt ein Artikel vom Juwelier Heinrich Schneider im „Journal der Goldschmiedekunst“ vom 14. April 1906. Es handelt sich da um ein Gutachten der Königl. Muldenhütte in Freiberg. Diese schnitt aus einem Ring, welcher fast ganz aus Silber und nur wenig Gold enthielt, das Stückchen Gold heraus welches mit einem Stempel versehen war und erklärte, da dies dem Feingehalt entsprach, daß die Angabe des letzteren dem Gesetz entspreche.

Herr Fischer äußert, daß er auf dem Standpunkt stehe, daß damit seitens der Muldenhütte eine irrtümliche Anschauung zutage getreten ist; denn im § 5 des Gesetzes über den Feingehalt vom 16. Juli 1884 heißt es: ,,Die Fehlergrenze darf 10 Tausendteile nicht übersteigen, wenn der Gegenstand im ganzen eingeschmolzen wird.“ Dieser Paragraph ist so klar und deutlich gegeben, daß jede davon abweichende An

schauung eben falsch ist. Im § 8 heißt es weiter: „Auf Gold- und Silberwaren, welche mit anderen metallischen Stoffen ausgefüllt sind, darf der Feingehalt nicht angegeben werden.“ Das war im Fall dieses Ringes dennoch geschehen und folglich ein Verstoß gegen das Gesetz.

Mit derselben Materie beschäftigt sich ein Artikel von Eduard Schöpflich, München, im Journal der Goldschmiedekunst, den Herr Schöpflich als Notschrei bezeichnen möchte. Dazu liegt gar keine Veranlassung vor; denn wenn die Königl. Muldenhütte ein Gutachten abgegeben habe, welches jeder auch nur halbwegs mit dieser Materie Vertraute als verfehlt bezeichnen müsse, so kann doch von einem Notschrei gar keine Rede sein, da das Gutachten jederzeit angefochten werden kann.

Die Muldenhütte hat bei ihrem Gutachten § 8, Abs. 3, herangezogen, nachdem das Silber des Ringes „zur Verzierung der Ware gedient hat“; ob dies der Falll gewesen, könnte nur beurteilt werden, wenn der fragliche Ring vorgelegt würde.

Zu dieser selben Materie liegt von der Vereinigung Magdeburg folgender Antrag vor:

Die Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Reg.-Bez. Magdeburg Ě. V. ersucht den Vorstand des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede in Berlin, auf dem nächsten Verbandstag in Eisenach „eine Besprechung des Gesetzes über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren herbeiführen zu wollen“.

Vom Vereine der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Bayerns ist am 28. Mai der Antrag eingegangen, die Statuten zu ändern, dahin, daß die Vorstandschaft alle zwei Jahre durch Stimmzettel neu gewählt wird.

Beide Anträge werden dem Ausschuß vorgelegt.

Herr Fischer teilt ferner mit, daß er mit verschiedenen Handwerkskammerbezirken in Verhandlung gestanden hat wegen Ausbau der Organisation des Verbandes. Mit den Herren Kollegen im Handwerkskammerbezirk Plauen und Bromberg sei er in schriftlichen Verkehr getreten, und haben sich für Plauen schon 16 Herren gemeldet, welche der Begründung eines Vereins der Goldschmiede im Gewerbekammerbezirk Plauen sympathisch gegenüberstehen.

Für den Handwerkskammerbezirk Bromberg sind bis jetzt 8 Zustimmungen eingegangen und sollen in absehbarer Zeit, bei voraussichtlich genügender Beteiligung, Versammlungen stattfinden.

Herr Fischer teilt noch mit, daß heute morgen ein Schreiben von Herrn Hermann Walter-Halle eingegangen ist, in welchem er mitteilt, daß die Herren Kollegen in Eisenach ihm gegenüber den Bescheid gegeben haben, daß alles bereits in die Wege geleitet ist, die Lokale und Quartiere schon bestellt seien.

Von der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“ liegt eine Anfrage vor, ob es gestattet sein würde, im Sitzungssaale oder außerhalb desselben auf dem Verbandstag Eisenach eine Ausstellung von Entwürfen, also Zeichnungen, zu veranstalten.

Die Entscheidung soll dem Ausschuß vorbehalten werden.

Für die nächste Vorstands- und Ausschußsitzung wird der 1. Juli bestimmt und folgende Tagesordnung festgesetzt:

1. Etats-Beratung,
2. Beratung der Anträge aus den Vereinen (siehe obiges

Protokoll),
3. Festsetzung der Tagesordnung für den Verbandstag,
4. Genehmigung des Festprogramms für Eisenach,
5. Sonstiges.

Herr Fischer hält es für wünschenswert, da in kurzem eine Vorstands- und Ausschussitzung stattfindet, daß dieses Protokoll am Montag schon in die Zeitungen gelangt zur Veröffentlichung, womit sich der Vorstand einverstanden erklärt.

Es kommt ein Schreiben des Grossisten - Verbandes zur Verlesung; der Verband ersucht um Entsendung eines Vertreters zum Grossistentage. Auch über diesen Punkt soll die Entscheidung vom Ausschuß getroffen werden. Die Sitzung wird um 8 Uhr geschlossen.

Fischer. Oskar Müller.

WO

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