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Färben von Schmucksteinen.

Von Gustav Strahl, Berlin.

Einer der vielfach an kleinen Schmuckgegenständen noch echt vorkommenden Steinen ist der Achat und der eine besondere Abart desselben bildende Onyx. Seinen Namen hat derselbe von dem Flusse Achates auf Sizilien, jedoch finden sich größere Mengen davon auch bei Oberstein a. d. Nahe, und besonders reiche Lager sind später in Brasilien entdeckt worden, welches heute der Hauptfundort ist. Der Achat besteht im natürlichen Zustande der Hauptsache nach aus mikrokristallinischer Kieselsäure, welche in äußerst feinen Lagen übereinander geschichtet ist. Diese Lagen sind so dünn, daß manchmal einige Hundert auf einen Millimeter gehen. Die verschiedene Farbe rührt zumeist von Eisen- und Manganverbindungen her, jedoch wird ein großer Teil der natürlichen Steine später künstlich gefärbt. So sind z. B. die Onyxe, welche schwarze und weiße Lagen erkennen lassen, ebenso die Sardonyxe, welche rote und weiße Lagen zeigen, keine Steine, welche diese Zeichnung auf natürlichem Wege erhalten haben, sondern künstlich gefärbte. Die Möglichkeit, den Achat zu färben, beruht auf der verschiedenen Natur seiner Lagen, von denen die einen porös genug sind, um Flüssigkeiten aufzusaugen, die anderen nicht. Um Onyxe zu färben, werden die Achate in einen Topf mit Honig- oder Zuckerlösung während 2—4 Wochen bei mäßiger Wärme durchtränkt, dann aber in konzentrierter Schwefelsäure gekocht. Nachdem er abgetrocknet ist, wird er geschliffen, einen Tag in Öl gelegt und endlich in Kleie abgetrocknet. Die porösen Lagen, in welchen die eingedrungene Honig- oder Zuckerlösung durch die Scheweflsäure zersetzt, d. h. verkohlt wurde, erscheinen hierauf je nach der Porösität grau, braun oder schwarz, die undurchdringlichen weißen Schichten noch heller und glänzender; sind rote Streifen vorhanden, so zeigen auch diese in ihrer Färbung sich erhöht. Gelb bringt man durch rohe Salzsäure und darauffolgendes Brennen, noch schöner jedoch durch doppeltchromsaures Kali, hervor, wobei durch verschiedene andere Bäder teils die Farbe erhöht und in verschiedenen Schattierungen dargestellt, teils ganz neue Farbennuancen erzeugt werden können. Blaue Farbe gibt man dem Achat durch Hervorbringen von Berliner Blau in seinen Poren mittels eines Bades in Eisenchlorid und eines

darauffolgenden in gelbem Blutlaugensalz. Auch läßt sich durch
ein Bad in Kupfervitriol und dann in Ammoniak ein sehr schönes
Blau erzielen. Blutrot färbt man durch ein Eisenchlorid und
darauffolgendes Schwefelcyankaliumbad, wobei man leicht jede
Farbenmodifikation festhalten kann. Nickelsalze mit darauf-
folgendem Sodabad färben den Stein grün. Andere schöne
Farben gibt man denselben durch Kobaltsalze. Künstliche
Mokkasteine werden nach dem Schleifen hergestellt, indem man
auf dem mit Kochsalzlösung gebeizten Stein die moosartigen
Dendritenformen mit salpetersäurem Silber (Höllenstein) auf-
zeichnet. Das entstehende Chlorsilber schwärzt sich dann all-
mählich am Licht, wodurch die Zeichnung sichtbar wird.
Diese aus

der Bearbeitung natürlicher Achatsteine bekannten Kunstgriffe wendet ein neues Verfahren auf italienischen Alabaster an, um aus diesem Material dem Achat oder Onyx ähnliche Erzeugnisse zu gewinnen. Das hauptsächlichste Wesen dieses Verfahrens besteht darin, daß dem Alabaster in eigenartiger Behandlung Haarrisse beigebracht werden, welche gefärbt die Aderung der Achate oder Onyxe je nach Wahl oder Farbe ergeben.

Der Alabaster wird zu diesem Zweck in roh bearbeiteten resp. geschnittenen Blöcken oder Stücken zunächst in einem Ofen bis auf ca. 90° C trocken erhitzt und auf dieser Temperatur 15—30 Minuten erhalten; dann zwecks Härtung und Herstellung der Haarrisse, ferner um dieselben wieder durchscheinend zu machen, einem kalten Wasserbade, welchem Kaliumbichromat oder ca. 10% Alaun beigegeben ist, ungefähr 10 Minuten hindurch bis zu ihrer Abkühlung ausgesetzt. Nachdem die auf diese Weise behandelten Alabasterstücke an der Luft getrocknet sind, werden dieselben geschliffen und dann wiederum trocken erhitzt, worauf auf die noch heißen Stücke, der Aderung folgend, Farben aufgetragen werden, welche je nach der Art der herzustellenden Steine gewählt sind. Die Farbe wird von den vorher künstlich erzeugten Haarrissen oder Sprüngen aufgesogen und dringt tief in das Material ein, so daß eine natürlich erscheinende Aderung entsteht. Nach Eintragung der Adern wird den so vorbereiteten Gegenständen die Schlußpolitur gegeben.

Das Schmelzen kleiner Perlen.

Die gewöhnliche Art des Schmelzens winzig kleiner Perlen setzt man wieder vorsichtig eine Schicht (ca. 1-2 cm) Kohlenauf der Holzkohle mit dem Lötrohr ist wohl in kleinen Mengen staub nach und stampft ihn fest. Dann abermals die silbernen das Naheliegendste für den Goldschmied, aber für einen oder goldenen Ösen aufstreuen, und noch eine Schicht Kohlengrößeren Bedarf doch zu umständlich und zeitraubend. Es staub. So fährt man fort, bis der Tiegel voll ist und derselbe gibt daher mancherlei Verfahren, um sich solche Perlchen in schließlich mit einem gut schließenden Deckel zugedeckt wird. großen Massen selbst herstellen zu können. Und eines der Der Rand des Deckels wird noch mit etwas Lehm verschmiert besten dieser Verfahren ist das Schmelzen der Perlen im Tiegel, und dann recht vorsichtig und langsam ins Feuer gesetzt. zwischen Kohlenstaub.

Es ist Sorge dafür zu tragen, daß der Tiegel beim ins Feuer Gold- oder Silberdraht, der mit ganz wenig chemisch setzen nicht allzusehr erschüttert wird, da sonst die Ösen in reinem Zink (Spiauter) legiert ist, wird dünn gezogen und auf

dem Kohlenstaub sich verschieben und zu Boden rutschen dünnem Riegel zu feinen Spiralen gewickelt, welche mit der würden. Säge, Schere oder Maschine zu Ösen aufgeschnitten werden. Der Tiegel erhält nun eine tüchtige Schmelzhitze, die Diese Ösen werden in 15% Boraxlösung gekocht und ein der geübte Schmelzer bei verschiedenen Metallen genau weiß, gedampft, damit der Borax sich gleichmäßig ansetzt. In einem und läßt dann den Tiegel ruhig erkalten; wenigstens soweit, Schmelztiegel (Graphittiegel ist vorzuziehen) wird zuerst eine als man glaubt, daß das Metall erstarrt ist. Würde man den 2 cm hohe Schicht fein gestoßener Holzkohlenstaub gebettet Tiegel während des Schmelzens aus dem Feuer nehmen, so und flach gestampft. Darauf streut man nebeneinander die könnte es einem passieren, daß die schön rund geschinolzenen Ös'chen, welche sich jedoch nicht berühren dürfen. Sodann Kügelchen alle zu Boden sinken und auf einen Klumpen zu

sammenschmelzen würden. Aus diesem letzteren Grunde ist Tiegel mit den darin enthaltenen Perlen vollständig erkaltet ist, es auch hauptsächlich zu empfehlen, nicht Draht- oder Blech- so siebt man den Staub aus oder man schwemmt in weg und stückchen in den Kohlenstaub zu streuen, sondern gewickelte kocht die Kügelchen in der Beize ab. In einer Flasche werden Ösen. Diese haben auch noch den Vorteil, daß man eine ganze dieselben mit etwas Seifenwasser blank geschüttelt, getrocknet Serie gleich großer Perlchen schmelzen kann, während man und schließlich die Größen derselben ausgesiebt. Sie sind so mit dem Abschneiden von Blech und Drahtstückchen doch nicht für den weiteren Gebrauch, hauptsächlich aber für die Filigrandie gewünschten, gleichmäßigen Größen erhält. Wenn der arbeit fertig.

E. v. Kh.

Elektrische Bohrmaschinen für Goldschmiede.

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Wer jemals beim Zahnarzt gewesen ist und das werden in sehr weiten Grenzen verändern und der jeweiligen Arbeitsweise wohl die meisten unserer verehrten Leser schon getan haben, genau anpassen. - Der Stromverbrauch ist ein so geringer, daß wird sich erinnern, wie unangenehm beim Plombieren eines er gegenüber der außerordentlichen Bequemlichkeit der HandZahnes die durch den Fuß bewegte Bohrmaschine durch die habung und der Schnelligkeit des Arbeitens, die eine ganz unregelmäßige Bewegung auf den Patienten

bedeutende Zeitersparnis mit sich bringt, überwirkte und wie angenehm, so weit man bei

haupt keine Rolle spielt. Zahnoperationen überhaupt von Annehmlich

Die Arbeiten, zu denen der Goldschmied keit sprechen kann, der Ersatz des Fuß

diese elektrische Bohrmaschine verwenden betriebes durch den elektrischen wegen der

kann, sind alle diejenigen, bei denen er sich gleichmäßigen sanften Bewegung empfunden

bisher des Handbohrers oder Dreules bediente wurde. Seit der Einführung dieser elektri

und es bedarf wohl keiner besonderen Erkläschen Bohrmaschinen sind nunmehr ungefähr

rung darüber, wie sehr zum Vorteil und Sauberzwölf Jahre verflossen und sie haben sich

keit der Arbeit dieser Ersatz des Handbetriebes durchaus bewährt, sind jetzt auch wohl nur

durch den elektrischen ausfällt, die Löcher in solchen Städten noch nicht vorhanden, die

werden bedeutend gleichmäßiger, die Arbeit kein Elektrizitätswerk besitzen. Findige Köpfe

geht schneller von statten und sie ermüdet übertrugen seitdem die Annehmlichkeiten der

den Arbeiter lange nicht so sehr wie das elektrischen Bohrmaschinen auf ähnliche Ar

Handbohren. Nicht zu unterschätzen ist auch beiten im Graveur- und Ziseleurgewerbe und

der Vorteil, daß der Abfall viel besser zuauch hier erfreut sich der elektrische Betrieb

sammenbleibt, Verluste an edlem Metall also großer Beliebtheit, da die leichte Beweglich

viel geringer sind als früher, und allein dieser keit des den Fraiser tragenden Handstückes

Umstand sollte die Goldschmiede zur Einein sehr angenehmes und ruhiges Arbeiten

führung der elektrischen Bohrmaschinen vergestattet.

anlassen. Außerdem wird durch die schnellere Verhältnismäßig spät erst hat sich die

Erledigung des sonst so zeitraubenden Bohelektrische Bohrmaschine in die Goldschmiede

rens die Fabrikation vorteilhafter und auch hierWerkstätten eingeführt und es ist nur etwas

durch macht sich der Apparat binnen kurzer über ein Jahr her, daß die ersten in Betrieb

Zeit bezahlt. Der Preis eines solchen ist: gesetzt wurden, aber trotzdem haben sie sich

115 Mk. für den Motor, 37.50 Mk. für den auch hier so praktisch erwiesen, daß sie sich

auf dem Arbeitstisch stehenden Ein- und Ausin wenigen Jahren dort voraussichtlich ebenso

schalter und 30 Mk. für den Bohrschlauch verbreitet finden werden, wie in den Ateliers

mit Handstück, zusammen also 182.50 Mk., der Zahnärzte. Um unsere Leser mit diesen

wozu noch die Kosten für die Aufstellung Maschinen bekannt zu machen, veröffentlichen

kommen, die in den verschiedenen Städten wir heute eine Abbildung einer solchen, die

verschieden, aber sehr geringe sind. zeigt, wie der treibende Elektromotor an einem

Es verdient noch besonders hervorgeBügel sehräg über dem Arbeitsplatze aufge

hoben zu werden, daß die elektrischen Bohrhängt ist. Die in dem Motor sich bewegende Achse

maschinen nicht nur für Fabrikanten oder größere setzt sich in dem beweglichen Bohrschlauch fort,

Betriebe bestimmt sind, sondern gerade auch für letzterer trägt am Ende das sogen. Handstück. Der

den mittleren und kleineren Goldschmied, dem sie Bohrschlauch besteht bei kleineren Maschinen aus

außerordentlich viel Zeit und Mühe ersparen und einer zwirngeklöppelten Hülle, die im Innern zwei

der sie nicht nur zum Bohren sondern auch zum in einander gedrehte Stahlspiralen birgt, letztere

Gravieren und Ziselieren ausnutzen kann, was sich sind mit dem Rotationskörper des Handstückes ver

sehr bequem durch Anbringung der entsprechenlötet. Bei schwereren Motoren wird statt der Zwirnhülle den Vorrichtungen am Bohrschlauch bzw. dem Handstück beeine solche aus Metall verwendet. Das Handstück gestattet ein werkstelligen lässt. Ein Besuch bei einem befreundeten Zahnarzt spielend leichtes Auswechseln der Bohrer und Fräser, sie sitzen und Besichtigung des Apparates dort wird die Interessenten aber trotzdem so fest, als ob sie in einem gut passenden Bohrfutter sofort von der Verwendbarkeit für die edle Goldschmiedekunst eingespannt wären. Der Bohrschlauch ist außerordentlich beweg- überzeugen und für weitere eingehendere Auskünfte steht sehr lich und gestattet es dem Goldschmied in jeder beliebigen Richtung gern die Goldschmiede - Werkgenossenschaft, Berlin C. 19, zu bohren und zu fräsen. Mittels des gleichfalls abgebildeten Re Oberwasserstr. 14 zur Verfügung, durch deren Vermittlung dic gulators kann man die Geschwindigkeit des Motors nach Belieben elektrischen Bohrmaschinen bezogen werden können.

Der kleine Betrieb.

wenn

Aus der Zeitschrift „Die Werkkunst“, Verlag von Otto Salle, Berlin. Im wirtschaftlichen Kampfe unserer Tage werden viele kleine Dieser Kaufmann muß dann dafür sorgen, daß alljährlich so Betriebe von den größeren, kapitalkräftigeren aufgesogen. Bald und so viel abgeschrieben wird, damit immer wieder neue verschwindet hier eine Werkstatt, bald dort eine kleine Fabrik, Hilfsmittel und neue Maschinen angeschafft werden können; er und es wäre gewiß so manche von ihnen zu erhalten gewesen, muß dafür sorgen, daß Kapital ins Geschäft kommt, wenns alte

es nur zur rechten Zeit und durch die rechten Leute zum Erlangen und Ausführen lohnender Aufträge nicht mehr geschehen wäre. Aber das ist nun einmal der Krebsschaden ausreicht, und dieser Kaufmann muß vor allen Dingen und immer unserer kleinen Gewerbetreibenden, daß sie nicht im richtigen dafür sorgen, daß der Fachmann, der Mann, welcher mit Kopf Momente die Augen aufmachen. Da soll es immer nach dem und Händen die Werkstatt, die Fabrik leiten soll, diesen Kopf alten Stiefel fortgehen, nach welchem sie vor 20 oder 30 Jahren und diese Hände frei bekommt von der Wirtschaft mit dem viel Geld verdient haben. Aber die Welt hat inzwischen nicht Debet und Kredit, von der er doch sein Lebtag nichts begreifen auf einem Flecke stillgestanden, sondern ist weitergegangen, und wird. Daran hängts nämlich in den meisten en, daß der wer nicht mit ihr Schritt hält, der kommt unter die Räder. Da tüchtige Fachmann, der geschulte Kunsthandwerker, welchen hilft kein Jammern über schlechte Zeiten und kein Reden vom Anlage, Ausbildung und Neigung nur zur Arbeit am Werkstück, Überhandnehmen des Kapitalismus. Selbst muß man sich helfen, nur zum praktischen Schaffen in Werkstatt oder Fabrik beindem man sich das dienstbar macht, was einem die Stuhlbeine fähigen, sich mit kaufmännischen Dingen plagen muß, die sehr absägen will, und das ist nicht der Kapitalismus an sich, sondern wichtig sind und ihm doch nur als lästiger. Kram erscheinen. der kaufmännische Geist, der seine Unternehmungen erfüllt. Der Was leistet solch ein Mann dagegen, wenn ihm dieses Joch muß auch in unsere kleinen Betriebe hinein! Die Zeiten sind nicht auf den Schultern liegt? Oft das allerbeste in seinem vorüber, wo mans Hauptbuch in der Westentasche hatte oder Fache! Also nicht verzweifeln, wenn einmal ein kleiner Beeinem kleinen Fräulein Korrespondenz und Buchführung überließ. trieb nicht mehr vorwärtskommen will, sondern einen tüchtigen Heute gehört in jede kleine Fabrik, in jede größere Werkstatt Kaufmann heranziehen, sei es als Teilhaber, sei es als inein tüchtiger Kaufmann, ein Mann, welcher etwas gelernt hat, teressierten Mitarbeiter, und dann fortschreiten mit der Zeit, welcher nicht mechanisch seine Arbeiten abschraubt wie eine nicht absichtlich blind sein wollen, sondern immer denken: gedankenlose Schreibhilfe, sondern welcher am Geschäfte in Was andere können, muß ich erst recht fertigbringen! Woran teressiert ist und kaufmännische Gesichtspunkte durchdrückt. liegts denn sonst?

F. H.

Kleine Mitteilungen.

Von der Dresdener Ausstellung. Eine hervorragende Stelle nehmen die Ausstellungsgegenstände der „vereinigten Kettenfabrikanten“ ein. Diese Vereinigung, welcher bekanntlich die größten und einflußreichsten Fabriken mit dem größten Teil der Gesamtproduktion in Silberdoubleketten angehören, hat durch Schaffung der beiden Marken „Union“ und „Goldmagnet“ endlich stabile Verhältnisse in der Silberdoubléketten-Fabrikation geschaffen und der Beunruhigung gesteuert, welcher der Markt durch das fortwährende Angebot neuer Qualitäten ausgesetzt war. Durch diesen Erfolg und durch eine unbedingte Einigkeit in allen Interessenfragen hat die Vereinigung der Kettenfabrikanten hervorragend zur Gesundung der Verhältnisse beigetragen. Von den Firmen, welche der Vereinigung angehören, haben in Dresden ausgestellt: Beckh& Turba, Andreas Daub, Chr. Essig, Gebr. Kuttroff, Siegele & Gerwig, Fr. Speidel und Stockert & Co. Wie zu erwarten war, stellen diese verschiedenen Ausstellungen eine hervorragende Kollektion von Fabrikaten der Silberdoublékettenbranche dar, welche der Leistungsfähigkeit derselben ein glänzendes Zeugnis ausstellen.

Veräußerung von Innungs-Eigentum. Eine ganz eigenartige „Kunstgeschichte“, in der die Breslauer Fleischerinnung eine recht befremdliche Rolle spielt, weiß die „Breslauer Zeitung“ zu erzählen. Unter den Schaustücken der vorjährigen Breslauer Goldschmiede-Ausstellung befand sich auch ein 27 cm hoher, in Silber getriebener, vergoldeter Trinkbecher in Gestalt eines auf den Hinterbeinen stehenden prachtvoll ziselierten Ochsen mit abnehmbarem Kopfe. Das seltene Kunstwerk, der vereinigten Fleischerinnung gehörig, entstammte dem 16. Jahrhundert und war das schönste Schaustück unter den vielen Kleinodien, welche die Schatzkammer der Innung füllen. Und dieses Kunstwerk ist von der Innung in aller Heimlichkeit für 15000 Mk an die Münchener Antiquitätenhandlung A. S. Drey verkauft worden, ohne daß der Aufsichtsbehörde, das ist dem Magistrat, eine Anzeige gemacht und seine Genehmigung eingeholt wäre. Die Geschichte macht das unliebsamste Aufsehen, da die Innung nicht nur eine gesetzliche Vorschrift verletzt, sondern auch gegenüber der Stadt, die sicher den gleichen Preis geboten hätte, unschön gehandelt hat. Die Imitation des Bechers, die von der Münchener Firma als Ersatz geliefert war, ist bis jetzt als echter Becher

vorgezeigt worden. Dieser Vorgang sowie manche andere auf dem Gebiete des Innungswesens gemachten Erfahrungen haben nach der „Schles.-Ztg. “ den Regierungspräsidenten zu Breslau veranlaßt, die Innungsaufsichtsbehörden auf die Rechte und Pflichten hinzuweisen, die Ihnen gegenüber den Innungen zustehen. Die Verzeichnisse, welche über die im Eigentum der Innungen stehenden Grundstücke und deren dingliche Belastung sowie über die der Innung gehörenden Gegenstände, die einen geschäftlichen, wissenschaftlichen und Kunstwert haben, sollen alsbald einer sorgfältigen Nachprüfung unterzogen werden. Außerdem sind die Aufsichtsbehörden angewiesen worden, sich von Zeit zu Zeit davon zu überzeugen, ob der Sollbestand des Verzeichnisses tatsächlich noch vorhanden ist. — Auch der Magistrat zu Liegnitz hat sich mit einem Schreiben in ähnlichem Sinne an die dortigen Innungen gewandt.

Die französischen Goldarbeiter, die einzige Klasse, die von französischen Bijouterie - Arbeitern streikt, will den Ausstand fortsetzen. In einer Versammlung, die dieser Tage in Paris stattfand, ist eine Resolution angenommen worden, in der es heißt, daß mit allen Mitteln weiter gekämpft werden soll und daß man die Freiheit der Arbeit nicht achten werde. Man würde nötigenfalls zu Taten übergehen. Dagegen hat sich die Syndikatskammer der Industriellen und Gewerbetreibenden dieser Branche auch nach Schutz ihrer Rechte umgesehen und ist der Streikvereinigung von 17 solcher Kammern beigetreten, die beim Minister des Innern vorstellig geworden sind und auch weitgehenden Schutz ihrer Betriebe erzielt haben. Besonders gefährdete Betriebe werden militärisch bewacht. Bekanntlich handelt es sich bei den jetzigen ausgedehnten Streiks in Frankreich um die Erkämpfung des Achtstundentags, und die Arbeitgeber gehen von der Ansicht aus, daß es sich hier mehr um „revolutionäre“ Ziele der Streikenden handelt.

Was Warenhäuser alles machen. Das Warenhaus A. Jandorf & Cie., Berlin annonciert 5000 Stück diverse Silberartikel, Obstmesser, Zuckerstreuer, Fleischgabeln, Bratgabeln, Konfektmesser, Konfektgabeln, Käsemesser, Buttermesser, Taschenmesser, Bleistifte, Broschen, Taschenbürsten, jedes Stück 500/000 gestempelt, Stück für 75 Pig.

Der Verband der Schweizer Juweliere, Gold- und Silberschmiede Viele seiner Kollegen sind aus diesem Geschäft hervorgegangen versammelte sich letzten Sonntag, fünfzig Mann stark, unter dem oder haben dort gearbeitet. Um ihn trauern seine hochbetagte Präsidium des Herrn Obersten Steiger von St. Gallen auf Gattin, Kinder und Schwiegerkinder, welche größtenteils der der Meise in Zürich. Hauptgegenstand der Verhandlungen war Juwelierbranche angehören. In Stuttgart starb Herr Hofdie Einführung der obligatorischen Kontrolle der Gold- und graveur Georg Schiller im Alter von 84 Jahren. Gestorben Silberwaren, für die sich durch Urabstimmung nahezu sämtliche ist Herr Kommerzienrat Carl Berg, Begründer und Teilhaber Interessenten der deutschen Schweiz erklärt haben. Der Umstand, der Firma Berg's Viktoria Aluminium-Werke, G. m. b. H., in daß in der Schweiz und besonders auf den Fremdenplätzen der Lüdenscheid (Westf.). Handel mit minderwertigen Schmuckwaren zum Schaden des reellen

Verschiedenes. Herr Hans Zimmermann ist als GeschäftsGeschäftsbetriebes immer mehr überhand nimmt, macht es wünschenswert, daß die längst gestellte Forderung auf Einführung

führer der Firma Isis Werke, Fabrik kunstgewerblicher Ereiner gesetzlichen Kontrolle endlich in Erfüllung geht. Die

zeugnisse in Nürnberg zurückgetreten. – Der Inhaber der nächstjährige Versammlung findet in Schaffhausen statt.

Bijouteriefabrik Frank in Hanau a. M. bewilligte seinen Arbeitern

einen Stägigen Urlaub bei Weiterzahlung des Lohnes. — In einer Zolltarifentscheidungen der Vereinigten Staaten von Amerika. größeren Silberwarenfabrik in Schwäb. Gmünd wurden zwei Rubine, zusammengesetzte oder künstliche, die ent Stangen legiertes 8007000 Silber und 4 Ko. Feinsilber gestohlen, ohne weder auf synthetischem Wege oder durch Zusammenschmelzen

daß man bisher des Diebes habhaft werden konnte. — Der Neubau kleiner Stücke natürlicher Rubine hergestellt sind, sind nach

der Firma Bihlmeyer & Cie. in der verlängerten Wilhelmstraße in

Schwäb. Gmünd ist seit Anfang April bezogen, während § 435 des Tarifs mit 10 v. H. des Werts zu verzollen.

solcher der Firma Joh. Herzer in der Paradiesstraße demnächst Seit Beginn dieses Jahres blickt der Kunstverein zu Hanau auf bezogen werden wird. Die Firma Friedr. Knödler stellt sein 25 jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlaß hat Ecke der Ufer- und Göthestraße in Schwäb. Gmünd ein Herr Stadtbaurat Thyriot im Auftrage des Vorstandes über

größeres Fabrik- und Wohngebäude her, während die Firma dessen Tätigkeit von 1880–1906 einen Bericht verfaßt, der im Leopold Geiger ihre Geschäftslokale an der Göthestraße Druck erschienen ist und an alle Mitglieder und Gönner des daselbst voraussichtlich im Juli beziehen wird. Vereins versendet wird. Ein neuer Handelskammer-Sekretär in Pforzheim. Wie wir

Aus Innungen und Vereinen. hören, ist als Nachfolger des nach Stuttgart übergesiedelten bisherigen Handelskammer-Sekretärs, Herrn W. Richter, dessen Ordentliche Hauptversammlung der Vereinigung der Juweliere, Vorgänger, Herr Dr. G. Käsemacher, gewonnen worden, der Gold- und Silberschmiede des Regierungsbezirks Magdeburg E. V. am den Posten vom 1. November 1895 ab fast 4 Jahre lang schon 21. Mai 1906 im City Hotel in Magdeburg. Die ordnungsmäßig einmal bekleidet hat. Wir freuen uns dieser Tatsache, da auch einberufene Versammlung wird von dem stellvertretenden VorHerr Dr. Käsemacher stets ein uns ehrendes Interesse für unser sitzenden M. Pfannschmidt um 5 Uhr eröffnet. Das Protokoll Blatt an den Tag gelegt hat.

der vorigen Versammlung wird widerspruchslos genehmigt. Der Am Sonnabend, den 2. Juni fand in der Aula der Königl.

Jahresbericht stellt die verschiedenen Errungenschaften der VerZeichenakademié zu Hanau a. M. die Schulfeier zur Preis

einigung zusammen und gibt dadurch Zeugnis von der Notverteilung und Eröffnung der Ausstellung der Schülerarbeiten

wendigkeit des kollegialischen Zusammenschlusses. Zu Rechnungsaus den Jahren 1904 und 1905 statt. Die Arbeiten der Schüler

revisoren werden die Kollegen Hugo Keil und Albert Behrendsen waren vom 2.–10. Juni täglich von 946 Uhr zur freien Be

gewählt, die sofort vorgenommene Kassenrevision ergibt einen sichtigung ausgestellt.

Barbestand von 336,10 Mk. und wird dem bisherigen Kassierer
Entlastung erteilt. Die Vorstandswahl ergibt folgendes Ergebnis:

Vorsitzender: Juwelier, Max Pfannschmidt;
Personalien und Geschäftsnachrichten.

Stellvertreter: Juwelier, Ernst Heinecke; Jnblläen. Am Freitag, 1. Juni d. J. begingen der Goldschmied

Schriftführer: Prokurist, Joachim Wilhelm Albrecht;

Stellvertreter: Juwelier, Otto Lemke; 1. Spliedt und Gattin in Itzehoe, Holstein, die Feier der

Kassenführer: Juwelier, Adolf Reitzenstein. silbernen Hochzeit.

Die Austrittserklärung der Halberstädter Mitglieder erregt allFirmen - Eintragung. Die Crefelder Metallwarenfabrik

gemeines Bedauern und ist dadurch deren Antrag erledigt. Bitter & Gobbers, G. m. b. H., ist eingetragen worden.

Hierbei entspinnt sich über die Zweckmäßigkeit der auf Antrag Herrn Dr. jur. Josef Gobbers wurde Prokura erteilt.

der Halberstädter Kollegen eingeführten NachmittagsversammGeschäfts-Veränderungen. Die Firma Henninger & Co., lungen eine längere Besprechung, die dazu führt, daß die nächste Neusilberwarenfabrik, Berlin (mit verschiedenen Zweignieder Versammlung nur der Geselligkeit diene und als eine Zusammenlassungen): Geschäft und Firma des verstorbenen Inhabers kunft mit Damen in Magdeburg stattfinden soll. In den VerHeinrich Gustav Rading sind auf dessen Witwe Helene Rading, gnügungsausschuß wurden die Kollegen Fritz Otto Albrecht und geborene Messow, deren Kinder durch Erbschaft übergegangen. Herm, Legel gewählt. Eine Besprechung des diesjährigen Ver-- Infolge gesundheitlicher Rücksichten scheidet Herr Wilhelm bandstages in Eisenach kann nicht stattfinden, da die TagesLettré aus der bekannten Firma Bündert & Lettré, Pforz ordnung noch nicht bekannt ist; zum Delegierten wird der heim, Berlin, Schwäb. Gmünd aus. Der nunmehr alleinige Vorsitzende M. Pfannschmidt gewählt. Die PrämienverteilungsFirmeninhaber, Herr Robert Schmidt, führt das Geschäft unter kommission berichtet, daß sie den I. Preis die Cellini-Medaille Beibehaltung der alten Firma und unter denselben Prinzipien, - dem Lehrling Fritz Glenk bei Herm. Kegel, Quedlinburg; Uebernahme sämtlicher Aktiven und Passiven weiter. – In die den II. Preis, 5 Bände Fachbibliothek, dem Lehrling Otto Firma G. Gauß, vorm. Gebr. Gauß, Bijouterie-Fabrik in Pforz Wimmel bei Ernst Heinecke, Magdeburg; den III. Preis, 5 Bände heim wurde der Sohn des Herrn Gauß als Teilhaber aufgenommen. Fachbibliothek, dem Lehrling Paul Weller bei Otto Kniese,

Geschäfts-Verlegungen. Herr Ed. Rosenbaum in Stettin Magdeburg; den IV. Preis, 3 Bände Fachbibliothek, dem Lehrling verlegte sein Juwelen-, Gold- und Silberwaren-Geschäft nach Ernst Pirr bei A. Reitzenstein, Magdeburg; den V. Preis 2 Bände Untere Schulzenstr. 30/31. Herr Friedrich Wenz in Pforz Fachbibliothek, dem Lehrling Richard Paulmann bei Max heim hat sein Ketten- und Bijouterie-Geschäft nach der

Bendix, Quedlinburg zuerkannt hat. Die verschiedenen, noch Tunnelstr. 71 verlegt.

eingegangenen Anträge riefen eine rege Besprechung hervor und Prokuren - Löschung. Die Prokura des Herrn Heinrich

wurde der Vorstand beauftragt, die gerügten Mißstände im GeAlle, in Firma Württembergische Metallwarenfabrik in

schäftsleben unserer Branche weiter zu verfolgen. Gegen 8 Uhr Leipzig (Zweigniederlassung) ist erloschen.

wurde die Versammlung von dem Vorsitzenden unter Dankes

worten für die rege Beteiligung geschlossen. Todesfälle. Nach kurzem, schwerem Krankenlager starb in Hamburg der in Fachkreisen weitbekannte und geachtetete Hauptversammlung der Vereinigung der Juweliere beider MecklenJuwelier und Goldarbeiter Hermann Horstmann im 79. Lebens burg zu Neubrandenburg am 20. Mai 1906. Der Einladung des jahre. Mit ihm schied einer der Veteranen von 1848–49 aus Vorstandes konnten leider bei der großen Entfernung Neubrandendem Leben. Er kam als Soldat nach Hamburg, welches seine burgs für viele Mitglieder eine größere Anzahl Herren nicht Folge zweite Heimat werden sollte. Hier etablierte er sich im Jahre leisten. Um so mehr ist anzuerkennen, daß die diesjährige Ver1854 und konnte am 1. August 1904 sein 50 jähriges Geschäfts sammlung mancherlei Anregung und viel Interessantes für die jubiläum und im vorigen Jahre das Fest der goldenen Hochzeit Anwesenden bot. Der erste Vorsitzende der Vereinigung, Herr feiern. Vor einem Jahre zog sich der Verstorbene vom Geschäft Schmieth-Schwerin, eröffnete die Versammlung im Hôtel zurück, welches von einem seiner Söhne weitergeführt wird. Deutscher-Hof um 10 Uhr mit einer Ansprache an die Erschie

nenen, zu denen diesmal zur Freude des Vorstandes eine größere Sowohl die Berliner, als auch später die Pforzheimer StaatsAnzahl von Mecklenburg-Strehlitz zählte. Dann begrüßte Herr anwaltschaft zeigten sich den Bestrebungen des Vereins geneigt. Schmieth insbesondere den zur Hauptversammlung erschienenen Die Staatsanwaltschaft hat sich im Interesse der Fabrikanten ersten Vorsitzenden des Verbandes Herrn Fischer-Berlin, als sogar mit der österreichischen Staatsanwaltschaft in Gablonz in einen oft und stets gern gesehenen Gast der Vereinigung. Nach Verbindung gesetzt. Herr A. Odenwald war später auch speziell Vorlesung des Jahresberichts und des Kassenbestandes wird zu Nachforschungen auf eigene Kosten auf der Leipziger Messe, das Protokoll der vorjährigen Sitzung verlesen. Zu Revisoren wo er allein mit 14 Gablonzer Firmen deshalb in Verbindung werden die Herren Sangerhausen und Gernreich gewählt. Da trat und auch einen nicht geringen moralischen Erfolg erzielte. von den Revisoren nach sehr eingehender und sorgfältiger Prüfung Der Vorsitzende wies daraufhin, daß jeder Nachahmer zivilrechtkeine Monituren erhoben werden, wird dem Kassierer Entlastung lich haftbar gemacht und wer das wissentlich getan auch straferteilt. Der statutenmäßig ausscheidende Kassierer wird auf rechtlich verfolgt werden kann. Aus der Versammlung wurden 3 Jahre wiedergewählt. Zu Ausschußmitgliedern werden die für den Umfang, den die Nachahmungen angenommen haben, Herren Stavenow und Westphahl wiedergewählt

. Nunmehr drastische Beispiele beigebracht. Den Kassenbericht erstattete wird über den Punkt 4 der Tagesordnung, Sterbekasse, gesprochen. Herr Odenwald, der seit dem Weggange des HandelskammerDa Herr Gottschalk, der das Referat hierüber übernommen sekretärs Richter, die Kasse übernommen hat. Der Mitgliederhatte, erst Mittags erscheinen konnte, so legte der erste Vor beitrag gab zu einer mehr ausgedehnten als vertieften Aussitzende die bisherige Arbeit des Vorstandes in dieser Angelegen einandersetzung Anlaß; es wurde hierauf beschlossen, den Beitrag heit dar. Es entspann sich nun eine sehr lebhafte Aussprache auf 10 Mk. jährlich zu bemessen. Die Statuten wurden nach darüber, wie eine solche Kasse für die Verhältnisse der Ver dem Entwurf, der bereits vorliegt, en bloc genehmigt. Die einigung am besten einzurichten sei. Herr Fischer, Berlin, gibt Neuwahl des Vorstandes führte zur Wiederwahl des Herrn der Versammlung Mitteilung, daß der Vorstand des Verbandes C. W. Meier als ersten Vorsitzenden, sowie zur Wahl des Herrn gleichfalls eine Sterbe- und Unterstützungskasse für den Emil Levinger als stellvertretenden, des Herrn H. Falk zum Verband ins Leben rufen will. Dadurch wurde die Frage auf Kassierer, sowie des künftigen Handelskammersekretärs zum geworfen, ob nunmehr überhaupt noch eine derartige Kasse für Schriftführer, wozu noch sieben Beisitzer treten. – Angeregt die Vereinigung von Wert sei. Zum Schlusse wurde beantragt wurde noch, in nächster Zeit einen Vortrag über Musterschutzdie Kasse unter allen Umständen ins Leben zu rufen und soll Gesetzgebung zu veranstalten, und vom Vorstand auch zugesagt, im nächsten Jahre auf der Hauptversammlung eine größere Summe der Anregung Folge zu leisten. aus der Kasse für diesen Zweck beantragt werden. Alsdann brachte Herr Schmieth in sehr interessanter und eingehender Weise einen Antrag auf Gründung einer Silberverwertungs

Mitteilungen aus dem Geschäftsverkehr. Genossenschaft innerhalb der Vereinigung vor und fand der

(Außer Verantwortlichkeit der Redaktion.) selbe allgemeinen Beifall in der Versammlung, so daß beschlossen wurde, erst einmal in kleinem Maßstabe diese Idee praktisch zu

Von der Bayrischen Silberwarenfabrik Josef Reiner in Krumbach erproben und wird im nächsten Jahre über den Erfolg Bericht liegt der heutigen Nummer ein vierseitiger Prospekt bei, den wir erstattet. Als nächster Versammlungsort wird Güstrow gewählt.

der Beachtung unserer Leser bestens empfehlen. Die Firma bringt Nach Aufstellung des Etats 1906–1907 wird Herrn Fischer, Berlin das Wort erteilt

. Herr Fischer spricht in eingehender Weise über die Stellung der Juweliere den Uhrmachern gegenüber, dann über eine in Aussicht genommene Unterstützungskasse gegen Einbruch und Feuer und zum Schlusse über den unlauteren Wettbewerb. Nachdem dann noch einige Herren Beschwerden verschiedenster Art vorgebracht hatten, die zu einer Besprechung innerhalb der Vereinigung geeignet schienen, wurde die Versammlung geschlossen. Nach der gemeinsamen Tafel, welche sich dieser Sitzung anschloß, wurde eine Dampferfahrt auf dem herrlichen Tollense - See unternommen. Die Sektion 1 der Süddeutschen Edel- und Unedelmetall-Berufs

Bayr

. Silberwarenfabrik genossenschaft hielt in Augsburg unter Vorsitz des Herrn Willy

Jos. Reiner Krumbach Supf-Nürnberg ihre 22. ordentliche Versammlung ab. Geschäftsbericht für 1905 weist folgende Zahlen auf. Die Mitgliederzahl stieg von 837 auf 849, die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 19458 im Jahre 1904 auf 20791, die Gesamtlöhne betrugen 16 159 323 Mk. Die Unfälle haben sich 1905 bedeutend vermehrt und ereigneten sich solche 854 gegen 754 im Jahre 1904. Die angemeldeten Unfälle erledigten sich wie folgt: durch Gewährung einer Rente 138, durch Abweisung der Ansprüche 74, durch Heilung innerhalb der ersten 13 Wochen 642 Fälle. Die meisten Unfälle, 111, ereigneten sich an Motoren, Transmissionen und Arbeitsmaschinen. Dauernde vollkommene Erwerbsunfähigkeit wurden in 4 Fällen, dauernde teilweise Erwerbsunfähigkeit in 126, vorübergehende Erwerbsunfähigkeit in 30 Fällen verursacht. Der Aufwand an Entschädigung betrug für: Kosten des Heilverfahrens 3523 Mk., Renten an Verletzte 103613 Mk., 13 Abfindungen an Verletzte 2215 Mk., Renten an Witwen und Witwer Getöteter 3011 Mk., Renten an Kinder und Enkel Getöteter 3388 Mk., Kur- und Verpflegungskosten in Heilanstalten 3135 Mk., in Summa einschließlich kleiner Leistungen 119 528 Mk. Vor den Schiedsgerichten kamen 129 Fälle zur Verhandlung, von denen 100 zugunsten der Sektion, 13 zugunsten der Verletzten, 16 durch Vergleich erledigt wurden. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder, die Herren Georg Beck und I. A. IBmayer, wurden wiedergewählt, neugewählt die Herren Direktor Ludw. Brüll (Firma Gebr. Bing, A.-G.).

Der Schutzverein für das Urheberrecht in Pforzheim hielt im Saal des Kaufmännischen Vereins seine Generalversammlung ab. Um 9 Uhr eröffnete sie Herr C. W. Meier, mit einem kurzen Rückblick auf die Gründungsursachen und bis auf die bisherige Tätigkeit des Vorstandes, von dem die Herren C. W. Meier, A. Odenwald und Gustav Meyle seinerzeit sich acht Tage darauf eine Auswahl neuer Besteckmuster, die einen Auszug der lang in Berlin aufhielten, um dort an Ort und Stelle zu konstatieren, auf der Landes-Ausstellung in Nürnberg ausgestellten Muster daß viele nachgeahmte Muster in Berlin zum Verkauf standen. bilden. Die Bestecke sind der jetzt herrschenden neuen Ge

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