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zur Schau gestellten Originalen vorausgegangen ist, was bei der Beteiligung der Pforzheimer und Gmünder Edelmetallindustrie, der unser heutiges Heft gewidmet ist, naturgemäß noch nicht möglich war. Wir haben es der Liebenswürdigkeit und dem Entgegenkommen der einzelnen Fabrikanten zu danken, daß ihre Ausstellungsobjekte für Abbildungszwecke für uns vor deren Absendung nach Dresden photographiert werden konnten; es überhebt uns das nicht der Pflicht, späterhin noch einem Berichterstatter das Wort zu geben, der im Zusammenhang über all das referieren wird, was für den Gold- und Silberschmied Wertvolles in Dresden zu sehen ist. Das mag dann, wo es nötig sein wird, auch kritisch gehalten sein. Heute obliegt es dem Schreiber dieser Zeilen nur, die Zusammenstellung von Abbildungen aus der Pforzheimer und Gmünder Industrie mit einem Begleitwort zu versehen. Unsere Absicht war, ein möglichst vollständiges Bild der Gmünder und Pforzheimer Beteiligung zu geben. Wie bei allem Menschlichem, bleibt auch hier die Ausführung hinter dem Vorsatz zurück. Teils waren nicht alle Teilnehmer in der Lage und gewillt, Abbildungen zu geben, teils war es uns aus äußeren Gründen nicht möglich, alles vorhandene Material in der vorliegenden Nummer unterzubringen. So mußten eine Anzahl Abbildungen, – und nicht die schlechtesten! – für eine zweite Nummer zurückgestellt werden. Immerhin wird das vorliegende Heft einen klaren Überblick gewähren über das Was und Wie der Pforzheimer und Gmünder Ausstellungsbeteiligung. In bezug auf die künstlerische Verschiedenheit, die dabei zutage tritt, lassen wir den Abbildungen das Wort. An gesonderter Stelle findet der Leser unter der Rubrik: Notizen zu unseren Abbildungen – noch einige Angaben über die Fabrikationsspezialitäten der in diesem Heft vertretenen Firmen. Ebenso werden wir noch gesonderte Angaben über die ausstellenden Firmen veröffentlichen, und zwar bei Gelegenheit einer für die nächste Zeit geplanten speziellen Pforzheimer Nummer. Wenn wir dies nicht jetzt schon tun, so geschieht dies, um uns nicht wiederholen zu müssen. Wie wird sich die Ausstellung der beiden Schwester- und Konkurrenzstädte wohl verhalten zu ihrer Vertretung auf den Weltausstellungen von Paris und St. Louis? Soweit die Sache bis jetzt zu übersehen ist, so daß in jeder Beziehung übertroffen erscheint, was an Fabrikationsware bei den beiden letztgenannten Gelegenheiten ausgestellt war. Nach Qualität und Quantität war die Bijouterie- und Silberwarenfabrikation – besonders die erstere – wohl noch nie so umfassend und reichhaltig vertreten, als dieses Mal in Dresden. Ich betone übrigens die Bezeichnung: Fabrikation. Beim Studium der Abbildungen dieses Heftes sowohl, als der Originale in der Dresdener Ausstellung wird man sich vor Augen halten müssen, daß wir kunstindustrielle Erzeugnisse im engeren Sinne, und keine kunstgewerblichen vor uns haben. Es fehlen zwar die Erzeugnisse der feinen Handarbeit keineswegs; aber in der Überzahl sind solche Fabrikate vorhanden, bei deren Entstehung die Maschine eine wesentliche, wo nicht die wesentlichste Rolle gespielt hat, und die von vorneherein dazu bestimmt waren, als möglichst oft herzustellende Massenartikel in den Verkauf zu kommen. Und nicht nur das. Wer unsere Fabrikationsverhältnisse kennt, der weiß, daß dieses Mal viel weniger besondere „Ausstellungsstücke“ gefertigt wurden, als sonst bei derartigen Gelegenheiten der Fall zu sein pflegt. Wohl in der Mehrzahl der Fälle hat man sich damit begnügt, Stücke in besonders sorgfältiger Ausführung zur Ausstellung zu bringen, die eben gerade in der Fabrikation waren, oder ohnedies auch fabriziert worden wären. Das spricht einesteils für ein erhöhtes Selbstbewußtsein unserer Fabrikanten. Aber es zeigt andererseits

auch, daß eine verständigere Auffassung unserer großen Kunstgewerbeausstellungen Platz gegriffen hat. Man sieht ein, daß diese dazu da sind, um zu zeigen, was man machen kann, und nicht, was man machen könnte, wenn man in der Lage wäre, ständig mit ganz außergewöhnlichen Anstrengungen und mit ungewöhnlichen Mitteln zu arbeiten. Abgesehen davon, daß auf diese Art unsere Ausstellungen instruktiver und ehrlicher werden, sind auch die Unkosten für den einzelnen, sich daran Beteiligenden geringer. Und wenn die Kunstgewerbe-Ausstellungen dadurch einen etwas kunstindustriellen Charakter bekommen, so ist das kein Unglück. Um so kunstgewerblicher wird unsere Industrie dadurch werden. Was für einen Stil, für eine Geschmacksrichtung zeigt sich als maßgebend für den Zeitpunkt: „Dresdener Ausstellung“. Wer die vielen Klagen gerade aus Fabrikantenkreisen darüber hörte, daß mit dem modernen Stil nichts mehr zu machen sei, daß er abgewirtschaftet habe, daß man unbedingt wieder zu den historischen Stilen greifen müsse, der mochte eine Überraschung erwarten, etwa eine entschiedene stilistische Schwenkung. Sie ist ausgeblieben. Man überblicke die in unserem Heft enthaltenen Abbildungen, die in strengster Unparteilichkeit gegen stilistische Tendenzen ausgewählt sind, und frage sich, ob das den Eindruck macht, daß der moderne Stil abgewirtschaftet habe? Gewiß nicht. Wohl muß zugegeben werden, daß die Freude an der Ornamentlosigkeit, an der Flächenkunst, abzuebben beginnt. Es regt sich das Bewußtsein, daß es doch wohl nicht das höchste Ziel der Zierkunst sein könne, alles unverziert zu lassen. Namentlich der Schmuck zeigt wieder mehr Neigung zu zierlichen und reichen Formen. Aber das, worauf es in erster Linie ankommt, das moderne Formempfinden, das steht doch noch unerschüttert da, und prägt sich bei der Dresdener Ausstellung einheitlicher aus als je. Diese Einheitlichkeit der Geschmacksrichtung ist eine der erfreulichsten Beobachtungen, die sich aus dem näheren Studium unserer Abbildungen ergeben. Sie zeigt sich weniger darin, daß überall die gleichen oder ähnliche Motive verwendet werden – daran wäre eben nichts Erfreuliches – sondern in der gleichmäßigen Sicherheit, mit welcher der moderne Formenkreis verwendet wird. Das deutet doch darauf hin, daß er sich fest eingebürgert hat und daß man Zeit und Ruhe gefunden hat, sich ihn gründlich anzueignen. Gewiß zeigt sich darin aber auch der Einfluß der in beiden Städten arbeitenden Kunstgewerbeschulen, ohne die ein so energisches Vertiefen einer ganzen Industrie in eine verhältnismäßig junge Geschmacksrichtung kaum denkbar wäre. Es wäre nun freilich falsch, wenn man glauben wollte, jetzt hätte man den Stil der Zukunft gefunden, jetzt würde die Entwicklung bei dem einmal Gefundenen stehen bleiben. In Sachen des Geschmackes ist, wie in allem, nur der Wechsel dauernd. Entwicklung und Wachstum ist aber etwas, was wir dem Modegeschmack nicht nur zubilligen, sondern sogar wünschen müssen. Hoffen wir, daß die nächste Zukunft ein kraftvolles, aber langsames und naturgemäßes Weiterwachsen bringen möge. Dann wird mit dem unausbleiblichen Modenwechsel auch stets ein Fortschritt verbunden sein. Ich habe schon oben erwähnt, daß eine gewisse Vorliebe für eine größere Zierlichkeit und Reichtum der Ausstattung im Schmuck wieder anfange, sich geltend zu machen. Das läßt sich auch an den hier abgebildeten Stücken nachweisen. Da sind viele beweglich gegliederte Anhänger vertreten, da spielen die reich und zierlich wirkenden Kettenarmbänder eine große Rolle, da zeigen sich beweglich spielende Anhängsel in den verschiedensten Formen und Ausbildungen. Techniken, die eben wegen ihrer zierlichen, minutiösen Wirkung seit länger als einem Jahrzehnt so gut wie ganz aus der Schmuckindustrie verschwunden waren, fangen schüchtern wieder an, neues Leben zu gewinnen: Die zierliche Repercéarbeit, das reiche Filigran, die flimmernde Guillochierung. Diese Erscheinung ist eine durchaus erfreuliche. Die etwas asketische Richtung der letzten Jahre, die auf so manche ziervolle Technik verzichtete, um den Schmuck schmucklos erscheinen zu lassen, konnte keinesfalls von Dauer sein, und jedenfalls können Techniken, die so alt sind, wie die Goldschmiedekunst selber, wie z. B. das Filigran, nicht einfach für immer auf die Seite gelegt werden. Eine Technik an sich kann ja nie unmodern sein, höchstens ihre Behandlung. Und so eröffnet die Dresdener Ausstellung auch nach dieser Seite hin erfreuliche Perspektiven. Vor jeder der modernen Ausstellungen gilt es, erst einen gewissen Trägheitswiderstand, eine allgemeine Ausstellungsmüdigkeit zu überwinden; denn die Ausstellungen kommen

öfter, als es dem modernen Geschäftsmann erwünscht sein kann. Aber sie sind, man mag dagegen sagen was man will, doch zu sehr zum Ausdruck und zu einer so unentbehrlichen Begleiterscheinung des modernen Kunstgewerbes und der Kunstindustrie geworden, daß der einzelne sich nicht mehr fragen darf: Was nützt es mir, wenn ich mich beteilige? Sondern: was kann es mir schaden, wenn ich mich nicht beteilige? Und so haben jedenfalls die Gmünder und Pforzheimer Industriellen, so hat vor allem auch der Kunstgewerbeverein Pforzheim ein tatkräftiges Interesse für die Anforderungen der modernen Zeit bewiesen, als sie die hier dargestellte, lebhafte Ausstellungsbeteiligung in Szene setzten. Möchten die von ihnen gemachten Anstrengungen die verdiente Anerkennung finden! R. Rücklin.

Notizen zu unseren Abbildungen.

Erhard & Söhne, Schwäb. Gmünd: Intarsia-Artikel, Metall und Holz eingelegt. Kunstgewerbliche Handarbeit. Viktor Mayer, Pforzheim: Anhänger, Broschen und Nadeln in Gold und Silber, teilweise mit Email. Ad. B. Kapprell, Pforzheim: Broschen, Crayons und Löffel (Souvenirartikel) in Silber und Email, 14 kar. Gold, Silberdoublé und Tula. Vereinigte Kettenfabriken, Pforzheim: (Beckh & Turba, Andreas Daub, Chr. Essig, Gebr. Kuttroff, Siegele und Gerwig, Fr. Speidel, Stockert & Cie.) Ketten in Silberdoublé (Marke Union und Goldmagnet), Kolliers, Anhänger, Broschen, Gliederarmbänder, Nadeln. Wilh. Gauss, Pforzheim: Medaillons, Anhänger, Petschafte, Kompasse; als Neuheit Medaillons mit neuartigen Guillochierungen. Bohnenberger & Böhmler, Pforzheim: Goldene Ketten, Fächerketten mit Schieber. Nur echte Steine und Gold. Albert Artopoeus, Pforzheim: Silber - Bijouterie mit Simili und unechten Farbsteinen gefasst. Rivièreketten (patentiert). Gebr. Deyhle, Schw. Gmünd: Eine Kollektion Großsilberwaren: Silberne Tafelgeräte, Service, Humpen, Becher, ein Kandelaber gegossen, mit Jaspissäule), eine Jardinière mit Aufsatz. Gust. Hauber, Schw. Gmünd: Halsketten, Chatelaines, Petschafte, mit oder ohne Steine, in niellierter oder mattoxydierter (Platinoxyd) Ausführung. Taschen, Flacons. Welz & Renner, Pforzheim: Moderne Knöpfe in Gold, Silberdoublé, Feingoldauflage, Tula. Sörgel & Stollmeyer, Schw. Gmünd: aller Art in Gold und Silber. Gust. Rau, Pforzheim: Goldplattierte (Doublé-)Uhrgehäuse mit gepreßter Dekoration, (Guilloché und Gravierung). Gust. Wenning, Pforzheim: Bijouterie und Stahlartikel. Arbeiten in Silber und Stahl mit Silber-Auflage Katz & Deyhle, Pforzheim: Emaille-Bijouterie für Deutsch und Export. Amulette und Fächer montierungen. Broschen und Nadeln. Emailmalereien und Emaillierungen.

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Louis Fießler & Co., Pforzheim: Goldene Ketten und Bijouterie für Deutsch und Export. Montierter Anhänger mit schwarzer Perlschale. Chatelaine mit Georgsmünze. Herrenchatelaines und Kolliers. Halsketten, in Matt- und Glanzgold. Gliederarmbänder, Platinketten. Hischmann & Koch, Pforzheim: Verschiedener Schmuck, Kreuze und Berloques, in Gold und echten Steinen. Jos. Kast, Pforzheim: Ketten und Kettenbijouterie aller Art in echten Steinen und Gold. L. Jabulowsky, Pforzheim: Oxydierte Stahlwaren, matt oxydiert, mit Silber-Einlage, Verfahren patentiert. Rob. Winter, Schw. Gmünd: Salon-Lorgnetten, Springlorgnetten in Silber, oxydiert, niello, matt vergoldet, FeingoldDoublé und Gold-Lesegläser. Emil Haberstroh, Pforzheim: Moderne Silberbijouterie (Broschen, Anhänger und Kämme, gefaßte Gliederarmbänder) in Juwelenausführung und Transparentemaille. Kollmar & Jourdan A. G, Pforzheim: Doubléketten, Kettenarmbänder, Kettenbijouterie aller Art in amerik. Doublé und amerik. Charnier. Entenmann & Hirzel, Schw. Gmünd: Modernes Diadem. Berner & Neunecker, Pforzheim: Manschetten- und Chemisettknöpfe in Amerikaner-Doublé und Tula-Silber. Rodi & Wienenberger A. G., Pforzheim: Doubléketten, Kolliers, Anhänger und Broschen in amerik. Doublé und amerik. Charnier. Auwärter & Hepke, Pforzheim: Goldbijouterie und Semi-Emaille-Fassungen in Gold und Doublé. Die Broschen in Platin mit Brillanten. Schoch & Frank am Graben, Schw. Gmünd: Broschen, Nadeln, Ohrringe, Anhänger in Gold, Silberboden und Doublé. F. W. Heim, Pforzheim: Feine Similiwaren in Silber (Broschen, Kolliers, Bracelets, Anhänger, Diademe, Kämme, Ringe). Keller & Edelmann, Pforzheim: Emailmalereien, SemiEmaillearbeiten. Fassungen in Silberdoublé.

Similischmuck.

Gehören Stock- und Schirmgriffe unter „Geräte“ oder „Schmucksachen“?

Das Reichsgesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren vom 16. Juli 1884 läßt bezüglich der Erläuterung, welche Gegenstände unter die Kategorie der „Geräte“ und welche unter die der „Schmucksachen“ gehören, viel zu wünschen übrig und gibt deshalb auch häufig Anlaß zu widersprechenden

gerichtlichen Entscheidungen bei Verfehlungen gegen das genannte Gesetz. Zum Zwecke der Festsetzung dieser Begriffe haben sich s. Zt. allerdings die Handelskammer für den Amtsbezirk Pforzheim in Pforzheim, die Handelskammer in Hanau a. M., der Handels- und Gewerbeverein in Schwäbisch Gmünd und der Verein der Gold- und Silberarbeiter, Bijouteriefabrikanten usw. in Stuttgart ins Benehmen gesetzt und eine diese Frage behandelnde Erklärung erlassen. Letztere lautet in der Hauptsache: Als „Schmucksachen“ im Sinne des Reichsgesetzes sind zu verstehen alle diejenigen Gegenstände aus edlem Metall, welche – sei es lediglich behufs des Sichschmückens allein, sei es zugleich zu anderem nützlichen oder sachdienlichen Zwecke – sichtbar am Körper getragen werden, bzw. getragen werden können. Alle anderen Gegenstände aus edlem Metalle fallen unter die Kategorie der Geräte, gleichviel, ob sie nützlichem Zwecke dienen oder nur als Zierat aufgestellt werden. Danach wäre eine Brosche, ein Armband, eine Schmuckkette, eine Brille, ein Pincenez, ein Berloque, ein Fingerhut, ein an der Kette hängender Kompaß, Crayon usw. aus edlem Metall als Schmuckgegenstand, eine silberne Schnupftabaks- oder Zigarettendose, ein Stock mit wertvollem Beschlage, ein Visitenkarten- oder Photographieständer als Gerät zu bezeichnen. (Über Uhren entscheidet § 4 d. Ges) Begründung: Der Unterschied von Geräte und Schmuck wird natürlich zunächst darin zu suchen sein, daß die Verwendung des Gerätes nützlichen oder sachdienlichen Zwecken gewidmet ist, der Schmuck dagegen nur zur vorteilhaften Hebung der äußeren Erscheinung des Trägers dienen soll. Bei Betrachtung der heutigen Schmucksachen stellt sich nun aber heraus, daß lange nicht allen derselben die Eigenschaft der Nützlichkeit ganz aberkannt werden kann. Fingerring, Armring und Ohrringe z. B. dienen allerdings nur zur äußeren Ausstattung des Menschen, eine Kopfnadel dagegen hält das Haar oder den Hut, eine Brosche oder Tuchnadel dient zur Befestigung des Schals, Tuches, Kleides, eine goldene Kette zur sicheren Aufbewahrung der Uhr, des Zwickers usw., ohne daß es jemandem einfallen würde, alle diese letztgenannten Gegenstände unter die Geräte zu klassifizieren. Andererseits ist eine stählerne Brille, ein unechter Fingerhut ohne Zweifel Geräte, denn erstere wird zur Unterstützung der Sehkraft getragen, letzterer ist beim Nähen unentbehrlich. Wenn diese Gegenstände aber in feiner Ausstattung aus Edelmetall gefertigt getragen werden, so schmücken sie auch. Ist von diesem Gesichtspunkte aus der Unterschied zwischen Geräte und Schmuck schwer festzustellen, so wird das richtigste sein, alles zum Schmuck zu rechnen, womit man sich schmückt, d. h. was man, um die äußere Erscheinung zu heben, also sichtbar an sich trägt, mag es nun gleichzeitig einen anderen Zweck erfüllen oder nicht. Unter Schmucksachen wird demnach nur persönlicher Schmuck verstanden. Zimmerschmuck irgend welcher Art fällt unter die Kategorie der Geräte. Dies ist der wesentliche Teil der fraglichen Erklärung der obenerwähnten Stellen, soweit er hierher in Betracht kommt. Es wird aber wohl kaum behauptet werden können, daß dadurch die Begriffe genau festgestellt sind oder eine völlige Klarstellung derselben herbeigeführt worden ist, und es wird, wie es auch bereits bei verschiedenen gerichtlichen Entscheidungen der Fall war, eben immer mehr oder weniger auf die persönliche Auffassung der Richter ankommen, was unter Geräte und was unter Schmuck zu verstehen ist. In der Frage, ob goldene Zwicker- und Brillengestelle Geräte oder Schmuckgegenstände sind, wurden z. B. zwei ganz entgegengesetzte Entscheidungen getroffen.

Nachdem die Vorinstanz solche als „Geräte“ erklärt hatte, entschied das Kgl. Kammergericht in Berlin, daß dieses Urteil die Rechtsbegriffe „Geräte“ und „Schmucksachen“ im Sinne des Gesetzes verkenne, indem es sich auf den Bericht der Reichstagskommission beruft, welche sich in Anerkennung der Schwierigkeit einer Definition des Wortes „Geräte“ dahin ausgesprochen habe, daß unter Geräte im Sinne des Gesetzes Tischgeräte aller Art, wie Löffel, Gabeln, Messer, Teller, Platten usw., Tischaufsätze, Hausgeräte, wie Leuchter u. dgl., Kirchengeräte und Prunkgeräte zu verstehen seien. Mit der ausdrücklichen Gleichstellung der Uhrgehäuse mit den Geräten durch das Gesetz erbringt die Revisionsinstanz den Beweis dafür, daß, wenn die Gesetzgeber auch die Brillenund Zwickergestelle unter den Begriff „Geräte“ hätten aufgenommen wissen wollen, sie dies jedenfalls auch in der Weise wie bei den Uhrgehäusen getan hätten. – Es erscheine deshalb eine analoge Anwendung dieser in § 4 des Gesetzes enthaltenen Vorschrift auf Zwicker- und Brillengestelle unzulässig, gerade weil dieser § 4 eine bewußte und gewollte Ausnahmebestimmung ausschließlich für Uhrgehäuse normiere, welche der Berichterstatter der Reichstagskommission dahin begründet habe, daß nach dem allgemeinen Gedankengange, großes Tafelgeschirr (Prunkgeräte) den Schmucksachen gegenüberzustellen, man geneigt wäre, den letzteren Schmucksachen auch die Uhrgehäuse zuzuzählen. Analog ist also auch anzunehmen, daß, wenn die Gesetzgeber Stock- und Schirmgriffe unter die Kategorie „Geräte“ inbegriffen hätten haben wollen, dies ebenfalls durch eine Ausnahmebestimmung geschehen wäre. Unter Anlehnung an die oben angeführte „Erklärung“ der maßgebenden Stellen ist es wohl aber auch zweifellos, daß ein silberner Griff ein „persönlicher Schmuck“ ist, welcher – dem ferneren Wortlaute dieser Erklärung folgend – „zur vorteilhaften Hebung der äußeren Erscheinung des Trägers dienen soll.“ Es könnte hier nur in Betracht kommen, ob der Stock, welcher an dem Griff angebracht ist, wegen seines „sachdienlichen Zweckes“ als „Geräte“ bezeichnet werden könnte. Nachdem aber wieder bei der zitierten Erklärung z. B. zwischen einem silbernen und einem stählernen Fingerhut unterschieden wird, d. h. der unechte zu den Geräten, der silberne dagegen zu den Schmuckgegenständen gezählt wird, so wird wohl bei Griffen aus Edelmetall mit dem gleichen Rechte diese Rubrikation in Anwendung gebracht werden dürfen. Bei einer in letzter Zeit bei dem Kgl. Amtsgericht in Schwäbisch Gmünd stattgehabten Verhandlung wegen Vergehens gegen das Feingehaltsgesetz erklärten die beiden hierzu bestellten Sachverständigen ebenfalls auf Grund dieser fraglichen Erklärung, daß nach ihrer Ansicht ein Griff ein Schmuckgegenstand sei, weil der Träger desselben sich mit demselben schmücke. Zu Geräten gehörten nach ihrem Dafürhalten Tafel-, Kirchen- und Prunkgeräte, Näh-, Reise-, Schreib-, Toilette-, Wasch-Garnituren usw. Das Gericht schloß sich der Ansicht der Sachverständigen an. Es wäre wohl im Interesse einer einheitlichen Rechtsprechung zu wünschen, daß endlich eine präzise gesetzliche Feststellung der Begriffe erfolgen würde. Aus diesem Grunde wäre es äußerst wünschenswert, daß der Verband Deutscher Juweliere im Verein mit dem Verband der Silberwarenfabrikanten sich ins Benehmen setzen würde, um an geeigneter Stelle eine Eingabe zu richten, damit endlich eine Regelung der Feingehaltsfrage herbeigeführt würde.

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Färben von Schmucksteinen. Von Gustav Strahl, Berlin.

Einer der vielfach an kleinen Schmuckgegenständen noch echt vorkommenden Steinen ist der Achat und der eine besondere Abart desselben bildende Onyx. Seinen Namen hat derselbe von dem Flusse Achates auf Sizilien, jedoch finden sich größere Mengen davon auch bei Oberstein a. d. Nahe, und besonders reiche Lager sind später in Brasilien entdeckt worden, welches heute der Hauptfundort ist. Der Achat besteht im natürlichen Zustande der Hauptsache nach aus mikrokristallinischer Kieselsäure, welche in äußerst feinen Lagen übereinander geschichtet ist. Diese Lagen sind so dünn, daß manchmal einige Hundert auf einen Millimeter gehen. Die verschiedene Farbe rührt zumeist von Eisen- und Manganverbindungen her, jedoch wird ein großer Teil der natürlichen Steine später künstlich gefärbt. So sind z. B. die Onyxe, welche schwarze und weiße Lagen erkennen lassen, ebenso die Sardonyxe, welche rote und weiße Lagen zeigen, keine Steine, welche diese Zeichnung auf natürlichem Wege erhalten haben, sondern künstlich gefärbte. Die Möglichkeit, den Achat zu färben, beruht auf der verschiedenen Natur seiner Lagen, von denen die einen porös genug sind, um Flüssigkeiten aufzusaugen, die anderen nicht. Um Onyxe zu färben, werden die Achate in einen Topf mit Honig- oder Zuckerlösung während 2–4 Wochen bei mäßiger Wärme durchtränkt, dann aber in konzentrierter Schwefelsäure gekocht. Nachdem er abgetrocknet ist, wird er geschliffen, einen Tag in Öl gelegt und endlich in Kleie abgetrocknet. Die porösen Lagen, in welchen die eingedrungene Honig- oder Zuckerlösung durch die Scheweflsäure zersetzt, d. h. verkohlt wurde, erscheinen hierauf je nach der Porösität grau, braun oder schwarz, die undurchdringlichen weißen Schichten noch heller und glänzender; sind rote Streifen vorhanden, so zeigen auch diese in ihrer Färbung sich erhöht. Gelb bringt man durch rohe Salzsäure und darauffolgendes Brennen, noch schöner jedoch durch doppeltchromsaures Kali, hervor, wobei durch verschiedene andere Bäder teils die Farbe erhöht und in verschiedenen Schattierungen dargestellt, teils ganz neue Farbennuancen erzeugt werden können. Blaue Farbe gibt man dem Achat durch Hervorbringen von Berliner Blau in seinen Poren mittels eines Bades in Eisenchlorid und eines

Das Schmelzen

Die gewöhnliche Art des Schmelzens winzig kleiner Perlen auf der Holzkohle mit dem Lötrohr ist wohl in kleinen Mengen das Naheliegendste für den Goldschmied, aber für einen größeren Bedarf doch zu umständlich und zeitraubend. Es gibt daher mancherlei Verfahren, um sich solche Perlchen in großen Massen selbst herstellen zu können. Und eines der besten dieser Verfahren ist das Schmelzen der Perlen im Tiegel, zwischen Kohlenstaub.

Gold- oder Silberdraht, der mit ganz wenig chemisch reinem Zink (Spiauter) legiert ist, wird dünn gezogen und auf dünnem Riegel zu feinen Spiralen gewickelt, welche mit der Säge, Schere oder Maschine zu Ösen aufgeschnitten werden. Diese Ösen werden in 15% Boraxlösung gekocht und eingedampft, damit der Borax sich gleichmäßig ansetzt. In einem Schmelztiegel (Graphittiegel ist vorzuziehen) wird zuerst eine 2 cm hohe Schicht fein gestoßener Holzkohlenstaub gebettet und flach gestampft. Darauf streut man nebeneinander die Ös'chen, welche sich jedoch nicht berühren dürfen. Sodann

darauffolgenden in gelbem Blutlaugensalz. Auch läßt sich durch ein Bad in Kupfervitriol und dann in Ammoniak ein sehr schönes Blau erzielen. Blutrot färbt man durch ein Eisenchlorid und darauffolgendes Schwefelcyankaliumbad, wobei man leicht jede Farbenmodifikation festhalten kann. Nickelsalze mit darauffolgendem Sodabad färben den Stein grün. Andere schöne Farben gibt man denselben durch Kobaltsalze. Künstliche Mokkasteine werden nach dem Schleifen hergestellt, indem man auf dem mit Kochsalzlösung gebeizten Stein die moosartigen Dendritenformen mit salpetersaurem Silber (Höllenstein) aufzeichnet. Das entstehende Chlorsilber schwärzt sich dann allmählich am Licht, wodurch die Zeichnung sichtbar wird.

Diese aus der Bearbeitung natürlicher Achatsteine bekannten Kunstgriffe wendet ein neues Verfahren auf italienischen Alabaster an, um aus diesem Material dem Achat oder Onyx ähnliche Erzeugnisse zu gewinnen. Das hauptsächlichste Wesen dieses Verfahrens besteht darin, daß dem Alabaster in eigenartiger Behandlung Haarrisse beigebracht werden, welche gefärbt die Aderung der Achate oder Onyxe je nach Wahl oder Farbe ergeben.

Der Alabaster wird zu diesem Zweck in roh bearbeiteten resp. geschnittenen Blöcken oder Stücken zunächst in einem Ofen bis auf ca. 90° C trocken erhitzt und auf dieser Temperatur 15–30 Minuten erhalten; dann zwecks Härtung und Herstellung der Haarrisse, ferner um dieselben wieder durchscheinend zu machen, einem kalten Wasserbade, welchem Kaliumbichromat oder ca. 10% Alaun beigegeben ist, ungefähr 10 Minuten hindurch bis zu ihrer Abkühlung ausgesetzt. Nachdem die auf diese Weise behandelten Alabasterstücke an der Luft getrocknet sind, werden dieselben geschliffen und dann wiederum trocken erhitzt, worauf auf die noch heißen Stücke, der Aderung folgend, Farben aufgetragen werden, welche je nach der Art der herzustellenden Steine gewählt sind. Die Farbe wird von den vorher künstlich erzeugten Haarrissen oder Sprüngen aufgesogen und dringt tief in das Material ein, so daß eine natürlich erscheinende Aderung entsteht. Nach Eintragung der Adern wird den so vorbereiteten Gegenständen die Schlußpolitur gegeben.

kleiner Perlen.

setzt man wieder vorsichtig eine Schicht (ca. 1–2 cm) Kohlenstaub nach und stampft ihn fest. Dann abermals die silbernen oder goldenen Ösen aufstreuen, und noch eine Schicht Kohlenstaub. So fährt man fort, bis der Tiegel voll ist und derselbe schließlich mit einem gut schließenden Deckel zugedeckt wird. Der Rand des Deckels wird noch mit etwas Lehm verschmiert und dann recht vorsichtig und langsam ins Feuer gesetzt. Es ist Sorge dafür zu tragen, daß der Tiegel beim ins Feuer setzen nicht allzusehr erschüttert wird, da sonst die Ösen in dem Kohlenstaub sich verschieben und zu Boden rutschen würden. Der Tiegel erhält nun eine tüchtige Schmelzhitze, die der geübte Schmelzer bei verschiedenen Metallen genau weiß, und läßt dann den Tiegel ruhig erkalten; wenigstens soweit, als man glaubt, daß das Metall erstarrt ist. Würde man den Tiegel während des Schmelzens aus dem Feuer nehmen, so könnte es einem passieren, daß die schön rund geschmolzenen Kügelchen alle zu Boden sinken und auf einen Klumpen zusammenschmelzen würden. Aus diesem letzteren Grunde ist es auch hauptsächlich zu empfehlen, nicht Draht- oder Blechstückchen in den Kohlenstaub zu streuen, sondern gewickelte Ösen. Diese haben auch noch den Vorteil, daß man eine ganze Serie gleich großer Perlchen schmelzen kann, während man mit dem Abschneiden von Blech und Drahtstückchen doch nicht die gewünschten, gleichmäßigen Größen erhält. Wenn der

Tiegel mit den darin enthaltenen Perlen vollständig erkaltet ist, so siebt man den Staub aus oder man schwemmt in weg und kocht die Kügelchen in der Beize ab. In einer Flasche werden dieselben mit etwas Seifenwasser blank geschüttelt, getrocknet und schließlich die Größen derselben ausgesiebt. Sie sind so für den weiteren Gebrauch, hauptsächlich aber für die Filigranarbeit fertig. E. V. Kh.

Elektrische Bohrmaschinen für Goldschmiede.

Wer jemals beim Zahnarzt gewesen ist und das werden wohl die meisten unserer verehrten Leser schon getan haben, wird sich erinnern, wie unangenehm beim Plombieren eines Zahnes die durch den Fuß bewegte Bohrmaschine durch die unregelmäßige Bewegung auf den Patienten wirkte und wie angenehm, so weit man bei Zahnoperationen überhaupt von Annehmlichkeit sprechen kann, der Ersatz des Fußbetriebes durch den elektrischen wegen der gleichmäßigen sanften Bewegung empfunden wurde. Seit der Einführung dieser elektrischen Bohrmaschinen sind nunmehr ungefähr zwölf Jahre verflossen und sie haben sich durchaus bewährt, sind jetzt auch wohl nur in solchen Städten noch nicht vorhanden, die kein Elektrizitätswerk besitzen. Findige Köpfe übertrugen seitdem die Annehmlichkeiten der elektrischen Bohrmaschinen auf ähnliche Arbeiten im Graveur- und Ziseleurgewerbe und auch hier erfreut sich der elektrische Betrieb großer Beliebtheit, da die leichte Beweglichkeit des den Fraiser tragenden Handstückes ein sehr angenehmes und ruhiges Arbeiten gestattet.

Verhältnismäßig spät erst hat sich die elektrische Bohrmaschine in die GoldschmiedeWerkstätten eingeführt und es ist nur etwas über ein Jahr her, daß die ersten in Betrieb gesetzt wurden, aber trotzdem haben sie sich auch hier so praktisch erwiesen, daß sie sich in wenigen Jahren dort voraussichtlich ebenso verbreitet finden werden, wie in den Ateliers der Zahnärzte. Um unsere Leser mit diesen Maschinen bekannt zu machen, veröffentlichen wir heute eine Abbildung einer solchen, die zeigt, wie der treibende Elektromotor an einem Bügel schräg über dem Arbeitsplatze aufgehängt ist. Die in dem Motor sich bewegende Achse setzt sich in dem beweglichen Bohrschlauch fort, letzterer trägt am Ende das sogen. Handstück. Der Bohrschlauch besteht bei kleineren Maschinen aus einer zwirngeklöppelten Hülle, die im Innern zwei in einander gedrehte Stahlspiralen birgt, letztere sind mit dem Rotationskörper des Handstückes verlötet. Bei schwereren Motoren wird statt der Zwirnhülle eine solche aus Metall verwendet. Das Handstück gestattet ein spielend leichtes Auswechseln der Bohrer und Fräser, sie sitzen aber trotzdem so fest, als ob sie in einem gut passenden Bohrfutter eingespannt wären. Der Bohrschlauch ist außerordentlich beweglich und gestattet es dem Goldschmied in jeder beliebigen Richtung zu bohren und zu fräsen. Mittels des gleichfalls abgebildeten Regulators kann man die Geschwindigkeit des Motors nach Belieben

in sehr weiten Grenzen verändern und der jeweiligen Arbeitsweise genau anpassen. - Der Stromverbrauch ist ein so geringer, daß er gegenüber der außerordentlichen Bequemlichkeit der Handhabung und der Schnelligkeit des Arbeitens, die eine ganz bedeutende Zeitersparnis mit sich bringt, überhaupt keine Rolle spielt. Die Arbeiten, zu denen der Goldschmied diese elektrische Bohrmaschine verwenden kann, sind alle diejenigen, bei denen er sich bisher des Handbohrers oder Dreules bediente und es bedarf wohl keiner besonderen Erklärung darüber, wie sehr zum Vorteil und Sauberkeit der Arbeit dieser Ersatz des Handbetriebes durch den elektrischen ausfällt, die Löcher werden bedeutend gleichmäßiger, die Arbeit geht schneller von statten und sie ermüdet den Arbeiter lange nicht so sehr wie das Handbohren. Nicht zu unterschätzen ist auch der Vorteil, daß der Abfall viel besser zusammenbleibt, Verluste an edlem Metall also viel geringer sind als früher, und allein dieser Umstand sollte die Goldschmiede zur Einführung der elektrischen Bohrmaschinen veranlassen. Außerdem wird durch die schnellere Erledigung des sonst so zeitraubenden Bohrens die Fabrikation vorteilhafter und auch hierdurch macht sich der Apparat binnen kurzer Zeit bezahlt. Der Preis eines solchen ist: 115 Mk. für den Motor, 37.50 Mk. für den auf dem Arbeitstisch stehenden Ein- und AusSchalter und 30 Mk. für den Bohrschlauch mit Handstück, zusammen also 182.50 Mk., wozu noch die Kosten für die Aufstellung kommen, die in den verschiedenen Städten verschieden, aber sehr geringe sind. Es verdient noch besonders hervorgehoben zu werden, daß die elektrischen Bohrmaschinen nicht nur für Fabrikanten oder größere Betriebe bestimmt sind, sondern gerade auch für den mittleren und kleineren Goldschmied, dem sie außerordentlich viel Zeit und Mühe ersparen und der sie nicht nur zum Bohren sondern auch zum Gravieren und Ziselieren ausnutzen kann, was sich sehr bequem durch Anbringung der entsprechenden Vorrichtungen am Bohrschlauch bzw. dem Handstück bewerkstelligen lässt. Ein Besuch bei einem befreundeten Zahnarzt und Besichtigung des Apparates dort wird die Interessenten sofort von der Verwendbarkeit für die edle Goldschmiedekunst überzeugen und für weitere eingehendere Auskünfte steht sehr gern die Goldschmiede-Werkgenossenschaft, Berlin C. 19, Oberwasserstr. 14 zur Verfügung, durch deren Vermittlung die elektrischen Bohrmaschinen bezogen werden können.

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