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Fachtechnischer und wirtschaftlicher Teil

Redaktion: Kunstgewerblicher Teil: Professor Rudolf Rücklin, Leiter der
Golarchmiede-Schule, Pforzheim Fashtechnischer Teil: Golarchmied Paul
Axthelm, Leipzig o Wirtschaftlicher Teil: Syndikus Herm. Pilz, Leipzig

Die Dresdener Kunstgewerbe-Ausstellung und ihre Eigenart. Es ist schon einige Wochen her, seit die Eröffnungsfanfaren lose Anhäufung aller möglichen und unmöglichen Ausstellungsder dritten Deutschen Kunstgewerbe-Ausstellung zu Dresden objekte kritiklos angehäuft wird, wo man voraussieht, daß verklungen sind und man kann sich bereits ein ruhiges, von schließlich nur ein armseliges Sammelsurium von Schaustücken keinerlei Festjubel und Bankettbegeisterung beeinträchtigtes paradiert, da wird allerdings eine Ausstellungsmüdigkeit einUrteil über das bilden, was an Schönheit und Kunst diesmal treten, denn an solchen Konglomerat-Ausstellungen ist all die der städtische Ausstellungspalast in der Stübel-Allee und Lenné Zeit her kein Mangel gewesen. straße der sächsischen Residenzstadt bietet. Am 12. Mai wurde Was ist aber das Ziel der Dresdener Ausstellung? die Ausstellung in Gegenwart König Friedrich Augusts eröffnet Welche charakteristischen Züge sind ihr eingeprägt? und welche Bedeutung der Ausstellung beigemessen wird, das Welches eigenartige Prinzip gibt ihr eine besondere bewies schon am Eröffnungstage die Anwesenheit bekannter Bedeutung? Wer ihre prächtigen Hallen durchwandelt, der Kapazitäten von Kunst und Kunstgewerbe, von denen wir nur wird es bald gewahr werden, daß es der Grundsatz ist, auch Prof. Grenander-Berlin, Prof. Seliger und Direktor Dr. bei den industriellen Erzeugnissen die Auswahl nach rein Graul-Leipzig, Prof. Behrens-Düsseldorf, Prof. Brinkmann künstlerischen Gesichtspunkten vorzunehmen. Die Hamburg, Prof. Hoffacker-Karlsruhe, Prof. Dr. Woermann, Fabrikanten und Gewerbtreibenden, welche hier ihre ErzeugProf. Dr. Adolf Stern-Dresden usw. hier nennen wollen. Was nisse ausstellen, haben Hand in Hand init den Künstlern wirken Architekt Lossow in seiner Ansprache an den König hervor und schaffen müssen, um Gebilde vor Augen zu führen, welche hob, das betätigt auch wieder diese neue Ausstellung in Sachsens kunstgewerblichen Wert besitzen. Cornelius Gurlitt-Dresden Hauptstadt: „Das stärkende Bewußtsein, des Schutzes und der hat sehr glücklich von der Ausstellung gesagt: Sie ist eine steten Huld der Fürsten des Hauses Wettin jederzeit gewärtig Kunstgewerbeausstellung, aber sie wird zur Kunstausstellung, sein zu können, haben Kunst und Kunstgewerbe in Sachsens denn sie wird im wesentlichen beschickt von Künstlern, die Residenz eine bleibende Heimstätte geschaffen, auf deren Grund in den Fabrikanten und Handwerkern ihre Mitarbeiter gesucht und Boden eine fruchtbare Weiterentwicklung der Künste für und gefunden haben. Es ist dies einmal eine neue Erscheinung. alle Zeiten gewährleistet ist.“ Ja, das deutsche Kunstgewerbe

Ja, das deutsche Kunstgewerbe Bisher suchte immer der Fabrikant, der Gewerbtreibende sich kann auch auf diese neue Heerschau stolz sein! Alle großen den Künstler, hier hat der Künstler sich jene gesucht. Von Kunstgewerbezentren haben sich beteiligt und ihr Bestes zum unserer Gold- und Silberschmiedekunst mag das allerRuhme unseres deutschen Vaterlandes beigetragen.

dings kaum gelten. Wir glauben, daß hier wohl noch immer Man hat in letzter Zeit den Ausstellungen von zwei Seiten die Initiative aus den industriellen Etablissements selbst und aus Schwerthiebe beizubringen versucht. Einmal hat man ge nicht aus den Ateliers gekommen ist, also die Künstler von den sagt, die kleinen bedeutungslosen Ausstellungen, ja Industriellen für sich gewonnen wurden. Aber auch hier hat die gefährlichen Schwindel-Ausstellungen überwucherten sich das Prinzip geltend gemacht, nur solche Ausstellungsdie wirklich bedeutungsvollen Expositions und das anderemal objekte vorzuführen, welche auf wirklichen künstlerischen Wert folgten die Ausstellungen so rasch aufeinander, daß eine all Anspruch erheben können, auch hier weht uns der Geist des gemeine Ausstellungsmüdigkeit Platz gegriffen habe. Nun, Künstlers an, auch hier ist so viel des Neuen und Schönen ge

den Einwand der Überflüssigkeit sogenannter Winkel boten, daß wieder einmal der Beweis erbracht wurde, daß ausstellungen anlangt, so darf ihm sicherlich nicht die Be unsere heimische Gold- und Silberwarenindustrie noch auf der rechtigung versagt werden. Auch wird man den Kampf gegen Höhe der Zeit steht und sich mit allen konkurrierenden Nationen die von Privatseite mit dem Tamtam einer verlockenden Reklame getrost messen kann. Es ist hier nicht unsere Aufgabe, näher in Szene gesetzten Ausstellungen zweifelhaften Charakters darauf einzugehen. Das wird von anderer, fachmännischer Seite sicherlich gern unterstützen. Dagegen kann von einer Aus geschehen. Dieser Artikel hat nur orientierenden Charakter. stellungsmüdigkeit nach unserem Dafürhalten kaum die Rede Wer die Ausstellung aufmerksam studiert, bemerkt, daß der sein, denn die Dresdner Ausstellung hat gerade das Gegenteil Raumkunst in erster Linie das Wort erteilt worden ist. In gezeigt. Mit einer Freudigkeit und Frische sind Künstler und diesem Rahmen hat sich die Ausstellung die Aufgabe gestellt, Kunstgewerbtreibende bemüht gewesen vom Guten das Beste, ein Bild der künstlerischen Kultur unserer Tage zu vom Neuen das Neueste zu bieten und um die Palme des Er geben. Da diese Kultur nicht einheitlich ist, muß auch die folges zu streiten. Eine Ausstellung muß aber ein be- Ausstellung, um Gurlitts Worte zu gebrauchen, verschiedene stimmtes Ziel vor Augen haben, nach einem bestimmten Wege wandeln, um dieses Ziel zu erreichen. Vor allem aber Prinzip organisiert sein, um Ausstellungsfreudigkeit muß sie künstlerische Gesamtwirkungen vorführen, zu erwecken. Wo man sieht, daß eine zahllose und wahl die für unsere Zeit bezeichnend sind. Dieses Ziel

was

mußten auch die Ausstellungen unserer Gold- und Silber Schöne auch im täglichen Leben wieder regsamer werden wird, warenindustrie im Auge behalten. Innerhalb dieser Gesamt als es in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten der Fall gewesen wirkungen kommt jede einzelne bildende Kunst, jedes einzelne ist. Wir erblicken gerade darin, daß sich der Künstler intenKunstgewerbe zu seinem Rechte und was mit das Wichtigste siver als je mit dem Kunstgewerbtreibenden zu gemeinsamer ist, Kunst und Kunstgewerbe werden im Zusammen inniger Arbeit verbindet, die Gewähr, daß auch in die Kunst, hang mit dem täglichen Leben gezeigt! Es soll vor welche die Aufgabe hat, dem täglichen Leben Reiz und Anmut geführt werden, wie alle Einzelleistungen von Kunst, Kunst zu verleihen, ein neuer frischer Zug kommen wird, daß unsere handwerk und Kunstindustrie sich zum zweckentsprechenden Umgebung im eigenen Heim nicht mehr fade und tot vor uns und stimmungsvollen Raum zusammenfügen. Was man ge stehen, nein lebendig und reizvoll und damit beglückend auf wollt hat, hat man erreicht! Wer die Ausstellung verläßt, uns einwirken wird. Die Menschheit bedarf in ihreni rastlosen wird es mit dem freudigen Bewußtsein tun, daß die ange Kampfe, rastlos und rücksichtslos kann man ihn nennen, der wandte Kunst, das Kunstgewerbe in Deutschland sich noch in Einwirkungen künstlerischer Gebilde, die ihr schöne Reize, aufsteigender Linie bewegen, und daß wir insbesondere von stimmungsvolle harmonische Abklärung verleihen. Dazu der schaffenden Hand des Goldschmiedes im Verein mit dem werden die Künstler und Kunstgewerbtreibenden, wie die Künstler noch manches herrliches Gebilde, des Ruhmes wert, Dresdner Ausstellung zeigt, das ihrige beitragen. erwarten können. Die Freude, den kunstgewerblichen Einzel Die Ausstellungsleitung hat einen vortrefflichen orientierengegenstand zu veredeln, war ebenfalls ein vornehmes Ziel der den Katalog herausgegeben, der auch schätzenswerte ästhetische Ausstellung. Man wollte — wir gebrauchen wiederum Gurlitts und kunsthistorische Randglossen enthält. Von den Firmen Worte die Aufmerksamkeit auf eine der Grundlagen künst und Namen, die besonders das Interesse des Goldschmiedes lerischer Kultur, auf den Reiz der Handarbeit, lenken. erregen werden, seien folgende hervorgehoben: Adalbert Milde Darum ist in der Ausstellung, ohne Unterschied der Zeiten und & Co.-Dresden, Gabriel Hermeling-Köln, Emil Richter-Dresden, Völker, an bezeichnenden Beispielen zur Anschauung gebracht, (Hermann Holst), J. Th. Heinze-Dresden, Matusch-Dresden, E. wie aus dem Wesen des Stoffes die künstlerische Bearbeitung Kreinsen Nachf.-Dresden, Württembergische Metallwarenfabrik sich entwickelt hat, und hieraus innere Gesetze entstehen, die Geislingen, Th. Müller-Weimar, Wilkens & Söhne Hemelingen, dem Wechsel geschichtlicher Stile nicht unterworfen sind. Man Wilhelm Frölich-Bremen, Wegner-Magdeburg, Emil Lettré-Berlin, hat Anstrengungen gemacht, eine gewählie Ausstellung der Peter Bruckmann Söhne-Heilbronn, Ludwig Neresheimer-Hanau, technisch vollendetsten alten kunstgewerblicher Erzeugnisse Ehrenlechner-Dresden, E. Föhr-Stuttgart, B. Behr & Co.-Dresden, aus ganz Deutschland zusammenzubringen. Daneben soll aber Theodor Fahrner-Pforzheim, Glaser & Sohn - Dresden, August der Stand unserer heutigen kunsthandwerklichen Techniken klar Wallack-Weimar, Sächsische Achat-Industrie-Dresden-Briesnitz, zum Ausdruck kommen, und so ein instruktives vergleichendes Wilhelm Schwarz-Meißen, Stuttgarter Metallwarenfabrik W. Bild gegeben werden. Aber auch alles dieses soll sich frei Meyer und Franz Wilhelm, A. Werner & Söhne-Berlin, usw. und ungekünstelt in dem großen Rahmen der Raumkunst ent Aus dieser Namensübersicht sollen unsere Leser sehen, daß wickeln. So dürfen wir wohl sagen: Harmonie ist alles, die Kunst diesmal nicht an wenig stolze Namen gebannt ist, wohin unser Auge blickt, Harmonie wirkt von allen sondern daß sich neben den großen Firmen auch der WerkstattsSeiten entzückend auf uns ein, Harmonie erhebt goldschmied erfreulicherweise an der Ausstellung beteiligt hat. unsere Herzen in diesem geweihten Raume! Das ist Einen imponierenden Eindruck machen natürlich die großen der erste Eindruck, den wir empfangen haben. Das wird Kollektivausstellungen des Kunstgewerbevereins voraussichtlich der letzte Eindruck bleiben!

Pforzheim und der Gmündener Edelmetall-Industrie, Und nun sei an dieser Stelle noch eine kurze Übersicht über die aus anderer Feder in dieser Nummer berichtet wird. über das gegeben, was das Ausstellungsterrain in sich birgt. Von den Ausstellungen unserer Fachschulen interessieren Es sind drei große Gruppen unterschieden: Kunst . . . Kunst den Goldschmied die der Großherzogl. Kunstgewerbeschulen handwerk ... Kunstindustrie! Die Kunstabteilung scheidet sich Pforzheim und Karlsruhe, der Kunstgewerbeschulen Düsseldorf, in bildende Kunst und Raumkunst, letztere ist in Profankunst, Krefeld, Schwäbisch-Gmünd, sowie die der Kgl. Zeichen-Akademie Kirchenkunst, Bau- und Landschaftskunst getrennt. Das Kunst Hanau und der Kgl. Fachschule für Metallindustrie Iserlohn. handwerk präsentiert sich in der Volkskunst, in den ver Wir überlassen es selbstverständlich dem Redakteur unseres schiedenen Techniken, den Arbeiten der Schulen und in Einzel Kunstteiles, auch auf einzelne dieser Ausstellungsobjekte noch erzeugnissen, die nach Stadt- oder Staatsgruppen wieder näher einzugehen. zusammengefaßt sind. Die Kunstindustrie bietet die kunst Der deutsche Goldschmied aber, der jetzt gen Dresden gewerblichen Erzeugnisse, bei denen die Maschine die aus pilgert, wird von der dritten Deutschen Kunstgewerbe- Ausschlaggebende Tätigkeit entfaltet. So ist alles vertreten, was stellung viele neue Eindrücke mitbringen, zu neuem zielbewußtem in unseren Tagen den Stand der kunstgewerblichen Entwick Wirken und Schaffen ang egt und von Stolz für seine schöne lung wiedergeben kann, und wir gewinnen die Überzeugung, Kunst erfüllt werden. Das ist die hohe ideelle Bedeutung daß wir einer Zeit entgegengehen, in welcher der Sinn für das solcher erstklassiger Ausstellungen.

Herm. Pilz.

Die Beteiligung der Pforzheimer und Gmünder Edelmetallindustrie an der III. Deutschen Kunstgewerbeausstellung Dresden 1906.

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Ein Bericht über eine Fachausstellung soll immer zugleich eine Kritik sein. Mindestens soll das Gute hervorgehoben und besonders gewürdigt, das Minderwertige und Uninteressante durch die Art seiner Darstellung und Besprechung als solches gekennzeichnet sein. Daß bloß die Belobten mit der Kritik

einverstanden zu sein pflegen, sollte den ehrlichen Ausstellungsberichterstatter nicht beeinflussen.

Was wir heute bringen, ist nun aber kein Ausstellungsbericht im eigentlichen Sinne des Wortes. Ein solcher setzt immer voraus, daß ein vergleichendes Studium von gemeinsam

für

zu

zur Schau gestellten Originalen vorausgegangen ist, was bei auch, daß eine verständigere Auffassung unserer großen Kunstder Beteiligung der Pforzheimer und Gmünder Edelmetall gewerbeausstellungen Platz gegriffen hat. Man sieht ein, daß industrie, der unser heutiges Heft gewidmet ist, naturgemäß diese dazu da sind, um zu zeigen, was man machen kann, und noch nicht möglich war. Wir haben es der Liebenswürdigkeit nicht, was man machen könnte, wenn man in der Lage wäre, und dem Entgegenkommen der einzelnen Fabrikanten zu danken, ständig mit ganz außergewöhnlichen Anstrengungen und mit daß ihre Ausstellungsobjekte für Abbildungszwecke für uns ungewöhnlichen Mitteln zu arbeiten. Abgesehen davon, daß vor deren Absendung nach Dresden photographiert werden auf diese Art unsere Ausstellungen instruktiver und ehrlicher konnten; es überhebt uns das nicht der Pflicht, späterhin noch werden, sind auch die Unkosten für den einzelnen, sich daran einem Berichterstatter das Wort zu geben, der im Zusammen Beteiligenden geringer. Und wenn

wenn die Kunstgewerbe-Aushang über all das referieren wird, was für den Gold- und stellungen dadurch einen etwas kunstindustriellen Charakter Silberschmied Wertvolles in Dresden zu sehen ist. Das mag bekommen, so ist das kein Unglück. Um so kunstgewerblicher dann, wo es nötig sein wird, auch kritisch gehalten sein. wird unsere Industrie dadurch werden. Heute obliegt es dem Schreiber dieser Zeilen nur, die Zu Was für einen Stil, für eine Geschmacksrichtung zeigt sammenstellung von Abbildungen aus der Pforzheimer und sich als maßgebend für den Zeitpunkt: „Dresdener Ausstellung“. Gmünder Industrie mit einem Begleitwort zu versehen.

Wer die vielen Klagen gerade aus Fabrikantenkreisen darüber Unsere Absicht war, ein möglichst vollständiges Bild der hörte, daß mit dem modernen Stil nichts mehr zu machen sei, Gmünder und Pforzheimer Beteiligung zu geben. Wie bei daß er abgewirtschaftet habe, daß man unbedingt wieder zu allem Menschlichem, bleibt auch hier die Ausführung hinter den historischen Stilen greifen müsse, der mochte eine Überdem Vorsatz zurück. Teils waren nicht alle Teilnehmer in der raschung erwarten, etwa eine entschiedene stilistische SchwenLage und gewillt, Abbildungen zu geben, teils war es uns aus kung. Sie ist ausgeblieben. Man überblicke die in unserem äußeren Gründen nicht möglich, alles vorhandene Material in Heft enthaltenen Abbildungen, die in strengster Unparteilichkeit der vorliegenden Nummer unterzubringen. So mußten eine gegen stilistische Tendenzen ausgewählt sind, und frage sich, Anzahl Abbildungen, und nicht die schlechtesten!

ob das den Eindruck macht, daß der moderne Stil abgewirteine zweite Nummer zurückgestellt werden. Immerhin wird schaftet habe? Gewiß nicht. Wohl muß zugegeben werden, das vorliegende Heft einen klaren Überblick gewähren über daß die Freude an der Ornamentlosigkeit, an der Flächenkunst, das Was und Wie der Pforzheimer und Gmünder Ausstellungs abzuebben beginnt. Es regt sich das Bewußtsein, daß es doch beteiligung

wohl nicht das höchste Ziel der Zierkunst sein könne, alles In bezug auf die künstlerische Verschiedenheit, die dabei unverziert zu lassen. Namentlich der Schmuck zeigt wieder zutage tritt, lassen wir den Abbildungen das Wort. An ge mehr Neigung zu zierlichen und reichen Formen. Aber das, sonderter Stelle findet der Leser unter der Rubrik: Notizen worauf es in erster Linie ankommt, das moderne Formempfinden,

unseren Abbildungen noch einige Angaben über die das steht doch noch unerschüttert da, und prägt sich bei der Fabrikationsspezialitäten der in diesem Heft vertretenen Firmen. Dresdener Ausstellung einheitlicher aus als je. Ebenso werden wir noch gesonderte Angaben über die aus Diese Einheitlichkeit der Geschmacksrichtung ist eine der stellenden Firmen veröffentlichen, und zwar bei Gelegenheit erfreulichsten Beobachtungen, die sich aus dem näheren Studium einer für die nächste Zeit geplanten speziellen Pforzheimer unserer Abbildungen ergeben. Sie zeigt sich weniger darin, Nummer. Wenn wir dies nicht jetzt schon tun, so geschieht daß überall die gleichen oder ähnliche Motive verwendet dies, um uns nicht wiederholen zu müssen.

werden daran wäre eben nichts Erfreuliches sondern in Wie wird sich die Ausstellung der beiden Schwester- und der gleichmäßigen Sicherheit, mit welcher der moderne FormenKonkurrenzstädte wohl verhalten zu ihrer Vertretung auf den kreis verwendet wird. Das deutet doch darauf hin, daß er sich Weltausstellungen von Paris und St. Louis? Soweit die Sache fest eingebürgert hat und daß man Zeit und Ruhe gefunden bis jetzt zu übersehen ist, so daß in jeder Beziehung über hat, sich ihn gründlich anzueignen.' Gewiß zeigt sich darin troffen erscheint, was an Fabrikationsware bei den beiden aber auch der Einfluß der in beiden Städten arbeitenden Kuns:letztgenannten Gelegenheiten ausgestellt war. Nach Qualität gewerbeschulen, ohne die ein so energisches Vertiefen einer und Quantität war die Bijouterie- und Silberwarenfabrikation ganzen Industrie in eine verhältnismäßig junge Geschmacksbesonders die erstere wohl noch nie so umfassend und richtung kaum denkbar wäre. reichhaltig vertreten, als dieses Mal in Dresden.

Es wäre nun freilich falsch, wenn man glauben wollte, Ich betone übrigens die Bezeichnung: Fabrikation. Beim jetzt hätte man den Stil der Zukunft gefunden, jetzt würde die Studium der Abbildungen dieses Heftes sowohl, als der Ori Entwicklung bei dem einmal Gefundenen stehen bleiben. In ginale in der Dresdener Ausstellung wird man sich vor Augen Sachen des Geschmackes ist, wie in allem, nur der Wechsel halten müssen, daß wir kunstindustrielle Erzeugnisse im engeren dauernd. Entwicklung und Wachstum ist aber etwas, was wir Sinne, und keine kunstgewerblichen vor uns haben. Es fehlen dem Modegeschmack nicht nur zubilligen, sondern sogar zwar die Erzeugnisse der feinen Handarbeit keineswegs; aber wünschen müssen. Hoffen wir, daß die nächste Zukunft ein in der Überzahl sind solche Fabrikate vorhanden, bei deren kraftvolles, aber langsames und naturgemäßes Weiterwachsen Entstehung die Maschine eine wesentliche, wo nicht die wesent bringen möge. Dann wird mit dem unausbleiblichen Modenlichste Rolle gespielt hat, und die von vorneherein dazu be wechsel auch stets ein Fortschritt verbunden sein. stimmt waren, als möglichst oft herzustellende Massenartikel Ich habe schon oben erwähnt, daß eine gewisse Vorliebe in den Verkauf zu kommen.

für eine größere Zierlichkeit und Reichtum der Ausstattung im Und nicht nur das. Wer unsere Fabrikationsverhältnisse Schmuck wieder anfange, sich geltend zu machen. Das läßt kennt, der weiß, daß dieses Mal viel weniger besondere „Aus sich auch an den hier abgebildeten Stücken nachweisen. Da stellungsstücke" gefertigt wurden, als sonst bei derartigen Ge sind viele beweglich gegliederte Anhänger vertreten, da spielen legenheiten der Fall zu sein pflegt. Wohl in der Mehrzahl die reich und zierlich wirkenden Kettenarmbänder eine große der Fälle hat man sich damit begnügt, Stücke in besonders Rolle, da zeigen sich beweglich spielende Anhängsel in den sorgfältiger Ausführung zur Ausstellung zu bringen, die eben verschiedensten Formen und Ausbildungen. Techniken, die gerade in der Fabrikation waren, oder ohnedies auch fabriziert eben wegen ihrer zierlichen, minutiösen Wirkung seit länger worden wären. Das spricht einesteils für ein erhöhtes Selbst als einem Jahrzehnt so gut wie ganz aus der Schmuckindustrie bewußtsein unserer Fabrikanten. Aber es zeigt andererseits verschwunden waren, fangen schüchtern wieder an, neues Leben

zu gewinnen: Die zierliche Repercéarbeit, das reiche Filigran, öfter, als es dem modernen Geschäftsmann erwünscht sein die flimmernde Guillochierung. Diese Erscheinung ist eine kann. Aber sie sind, man mag dagegen sagen was man will, durchaus erfreuliche. Die etwas asketische Richtung der letzten doch zu sehr zum Ausdruck und zu einer so unentbehrlichen Jahre, die auf so manche ziervolle Technik verzichtete, um den Begleiterscheinung des modernen Kunstgewerbes und der KunstSchmuck Schmucklos erscheinen zu lassen, konnte keinesfalls industrie geworden, daß der einzelne sich nicht mehr fragen von Dauer sein, und jedenfalls können Techniken, die so alt darf: Was nützt es mir, wenn ich mich beteilige? Sondern: sind, wie die Goldschmiedekunst selber, wie z. B. das Filigran, was kann es mir schaden, wenn ich mich nicht beteilige? nicht einfach für immer auf die Seite gelegt werden. Eine Und so haben jedenfalls die Gmünder und Pforzheimer InTechnik an sich kann ja nie unmodern sein, höchstens ihre dustriellen, so hat vor allem auch der Kunstgewerbeverein Behandlung. Und so eröffnet die Dresdener Ausstellung auch Pforzheim ein tatkräftiges Interesse für die Anforderungen der nach dieser Seite hin erfreuliche Perspektiven.

modernen Zeit bewiesen, als sie die hier dargestellte, lebhafte Vor jeder der modernen Ausstellungen gilt es, erst einen Ausstellungsbeteiligung in Szene setzten. gewissen Trägheitswiderstand, eine allgemeine Ausstellungs Möchten die von ihnen gemachten Anstrengungen die vermüdigkeit zu überwinden; denn die Ausstellungen kommen diente Ane

ng finden!

Rücklin

Notizen zu unseren Abbildungen.

Erhard & Söhne, Schwäb. Gmünd: Intarsia - Artikel, Louis Fießler & Co., Pforzheim: Goldene Ketten und Metall und Holz eingelegt. Kunstgewerbliche Handarbeit. Bijouterie für Deutsch und Export. Montierter Anhänger mit

Viktor Mayer, Pforzheim: Anhänger, Broschen und schwarzer Perlschale.' Chatelaine mit Georgsmünze. HerrenNadeln in Gold und Silber, teilweise mit Email.

chatelaines und Kolliers. Halsketten, in Matt- und Glanzgold. Ad. B. Kapprell, Pforzheim: Broschen, Crayons und Gliederarmbänder, Platinketten. Löffel (Souvenirartikel) in Silber und Email, 14 kar. Gold, Silber Hischmann & Koch, Pforzheim: Verschiedener Schmuck, doublé und Tula.

Kreuze und Berloques, in Gold und echten Steinen. Vereinigte Kettenfabriken, Pforzheim: (Beckh & Jos. Kast, Pforzheim: Ketten und Kettenbijouterie Turba, Andreas Daub, Chr. Essig, Gebr. Kuttroff, Siegele und aller Art in echten Steinen und Gold. Gerwig, Fr. Speidel, Stockert & Cie.) Ketten in Silberdoublé L. Jabulowsky, Pforzheim: Oxydierte Stahlwaren, matt (Marke Union und Goldmagnet), Kolliers, Anhänger, Broschen, oxydiert, mit Silber-Einlage, Verfahren patentiert. Gliederarmbänder, Nadeln.

Rob. Winter, Schw. Gmünd: Salon-Lorgnetten, SpringWilh. Gauss, Pforzheim: Medaillons, Anhänger, Pet lorgnetten in Silber, oxydiert, niello, matt vergoldet, Feingoldschafte, Kompasse; als Neuheit Medaillons mit neuartigen Guillo Doublé und Gold-Lesegläser. chierungen.

Emil Haberstroh, Pforzheim: Moderne SilberbijouBohnenberger & Böhmler, Pforzheim: Goldene terie (Broschen, Anhänger und Kämme, gefaßte Gliederarmbänder) Ketten, Fächerketten mit Schieber. Nur echte Steine und Gold. in Juwelenausführung und Transparentemaille.

Albert Arto poeus, Pforzheim: Silber - Bijouterie mit Kollmar & Jourdan A. G., Pforzheim: Doubléketten, Simili und unechten Farbsteinen gefasst. Rivièreketten (patentiert). Kettenarmbänder, Kettenbijouterie aller Art in amerik. Doublé

Gebr. Deyhle, Schw. Gmünd: Eine Kollektion Groß und amerik. Charnier. silberwaren: Silberne Tafelgeräte, Service, Humpen, Becher, ein Entenmann & Hirzel, Schw. Gmünd: Similischmuck. Kandelaber (gegossen, mit Jaspissäule), eine Jardinière mit Aufsatz. Modernes Diadem.

Gust. Hauber, Schw. Gmünd: Halsketten, Chatelaines, Berner & Neunecker, Pforzheim: Manschetten- und Petschafte, mit oder ohne Steine, in niellierter oder mattoxy Chemisettknöpfe in Amerikaner-Doublé und Tula-Silber. dierter (Platinoxyd) Ausführung. Taschen, Flacons.

Rodi & Wienenberger A. G., Pforzheim: Doubléketten, Welz & Renner, Pforzheim: Moderne Knöpfe ini Kolliers, Anhänger und Broschen in amerik. Doublé und amerik. Gold, Silberdoublé, Feingoldauflage, Tula.

Charnier. Sörgel & Stollmeyer, Schw. Gmünd: Fingerhüte Auwärter & Hepke, Pforzheim: Goldbijouterie und aller Art in Gold und Silber.

Semi-Emaille-Fassungen in Gold und Doublé. Die Broschen in Gust. Rau, Pforzheim: Goldplattierte (Doublé-)Uhrge Platin mit Brillanten. häuse mit gepreßter Dekoration, (Guilloché und Gravierung). Schoch & Frank am Graben, Schw. Gmünd: Broschen,

Gust. Wenning, Pforzheim: Bijouterie und Stahlartikel. Nadeln, Ohrringe, Anhänger in Gold, Silberboden und Doublé. Arbeiten in Silber und Stahl mit Silber-Auflage.

F. W. Heim, Pforzheim: Feine Similiwaren in Silber (BroKatz & Deyhle, Pforzheim: Emaille-Bijouterie für schen, Kolliers, Bracelets, Anhänger, Diademe, Kämme, Ringe). Deutsch und Export. Amulette und Fächermontierungen. Bro Keller & Edelmann, Pforzheim: Emailmalereien, Semischen und Nadeln. Emailmalereien und Emaillierungen.

Emaillearbeiten. Fassungen in Silberdoublé.

Gehören Stock- und Schirmgriffe unter „Geräte“ oder „Schmucksachen“? ?

Das Reichsgesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren vom 16. Juli 1884 läßt bezüglich der Erläuterung, welche Gegenstände unter die Kategorie der „Geräte“ und welche unter die der „Schmucksachen“ gehören, viel zu wünschen übrig und gibt deshalb auch häufig Anlaß zu widersprechenden

gerichtlichen Entscheidungen bei Verfehlungen gegen das genannte Gesetz.

Zum Zwecke der Festsetzung dieser Begriffe haben sich s. Zt. allerdings die Handelskammer für den Amtsbezirk Pforzheim in Pforzheim, die Handelskammer in Hanau a. M., der

Handels- und Gewerbeverein in Schwäbisch Gmünd und der Nachdem die Vorinstanz solche als „Geräte“ erklärt Verein der Gold- und Silberarbeiter, Bijouteriefabrikanten usw. hatte, entschied das Kgl. Kammergericht in Berlin, daß dieses in Stuttgart ins Benehmen gesetzt und eine diese Frage be Urteil die Rechtsbegriffe „Geräte“ und „Schmucksachen“ im handelnde Erklärung erlassen. Letztere lautet in der Haupt Sinne des Gesetzes verkenne, indem es sich auf den Bericht sache: Als „Schmucksachen“ im Sinne des Reichsgesetzes der Reichstagskommission beruft, welche sich in Anerkennung sind zu verstehen alle diejenigen Gegenstände aus edlem der Schwierigkeit einer Definition des Wortes „Geräte“ dahin Metall, welche sei es lediglich behufs des Sichschmückens ausgesprochen habe, daß unter Geräte in Sinne des Gesetzes allein, sei es zugleich zu anderem nützlichen oder sachdien Tischgeräte aller Art, wie Löffel, Gabeln, Messer, Teller, lichen Zwecke - sichtbar am Körper getragen werden, Platten usw., Tischaufsätze, Hausgeräte, wie Leuchter u. dgl., bzw. getragen werden können.

Kirchengeräte und Prunkgeräte zu verstehen seien. Alle anderen Gegenstände aus edlem Metalle fallen unter Mit der ausdrücklichen Gleichstellung der Uhrgehäuse mit die Kategorie der Geräte, gleichviel, ob sie nützlichem Zwecke den Geräten durch das Gesetz erbringt die Revisionsinstanz dienen oder nur als Zierat aufgestellt werden.

den Beweis dafür, daß, wenn die Gesetzgeber auch die BrillenDanach wäre eine Bro ne, ein Armband, eine Schmuck und Zwickergestelle unter den Begriff „Geräte“ hätten aufgekette, eine Brille, ein Pincenez, ein Berloque, ein Fingerhut, ein nommen wissen wollen, sie dies jedenfalls auch in der Weise an der Kette hängender Kompaß, Crayon usw. aus edlem Me wie bei den Uhrgehäusen getan hätten. Es erscheine deshalb tall als Schmuckgegenstand, eine silberne Schnupftabaks- oder eine analoge Anwendung dieser in § 4 des Gesetzes enthaltenen Zigarettendose, ein Stock mit wertvollem Beschlage, Vorschrift auf Zwicker- und Brillengestelle unzulässig, gerade ein Visitenkarten- oder Photographieständer als Gerät zu be weil dieser § 4 eine bewußte und gewollte Ausnahmezeichnen. (Über Uhren entscheidet § 4 d. Ges.)

bestimmung ausschließlich für Uhrgehäuse normiere, welche Begründung: Der Unterschied von Geräte und Schmuck der Berichterstatter der Reichstagskommission dahin begründet wird natürlich zunächst darin zu suchen sein, daß die Ver habe, daß nach dem allgemeinen Gedankengange, großes Tafelwendung des Gerätes nützlichen oder sachdienlichen geschirr (Prunkgeräte) den Schmucksachen gegenüberzustellen, Zwecken gewidmet ist, der Schmuck dagegen nur zur man geneigt wäre, den letzteren Schmucksachen auch die Uhrvorteilhaften Hebung der äußeren Erscheinung des gehäuse zuzuzählen. Trägers dienen soll. Bei Betrachtung der heutigen Schmuck Analog ist also auch anzunehmen, daß, wenn die Gesetzsachen stellt sich nun aber heraus, daß lange nicht allen der geber Stock- und Schirmgriffe unter die Kategorie ,,Geräteselben die Eigenschaft der Nützlichkeit ganz aberkannt werden inbegriffen hätten haben wollen, dies ebenfalls durch eine Auskann. Fingerring, Armring und Ohrringe z. B. dienen allerdings nahmebestimmung geschehen wäre. nur zur äußeren Ausstattung des Menschen, eine Kopfnadel Unter Anlehnung an die oben angeführte Erklärung“ der dagegen hält das Haar oder den Hut, eine Brosche oder Tuch maßgebenden Stellen ist es wohl aber auch zweifellos, daß ein nadel dient zur Befestigung des Schals, Tuches, Kleides, eine silberner Griff ein „persönlicher Schmuck“ ist, welcher dem goldene Kette sicheren Aufbewahrung der Uhr, des ferneren Wortlaute dieser Erklärung folgend — „zur vorteilhaften Zwickers usw., ohne daß es jemandem einfallen würde, alle Hebung der äußeren Erscheinung des Trägers dienen soll.“ diese letztgenannten Gegenstände unter die Geräte zu klassi Es könnte hier nur in Betracht kommen, ob der Stock, fizieren.

welcher an dem Griff angebracht ist, wegen seines „sachdienAndererseits ist eine stählerne Brille, ein unechter Finger lichen Zweckes“ als „Geräte“ bezeichnet werden könnte. hut ohne Zweifel Geräte, denn erstere wird zur Unterstützung Nachdem aber wieder bei der zitierten Erklärung z. B. zwischen der Sehkraft getragen, letzterer ist beim Nähen unentbehrlich. einem silbernen und einem stählernen Fingerhut unterschieden Wenn diese Gegenstände aber in feiner Ausstattung aus Edel wird, d. h. der unechte zu den Geräten, der silberne dagegen metall gefertigt getragen werden, so schmücken sie auch. zu den Schmuckgegenständen gezählt wird, so wird wohl

Ist diesem Gesichtspunkte aus der Unterschied bei Griffen aus Edelmetall mit dem gleichen Rechte diese, zwischen Geräte und Schmuck schwer festzustellen, so wird Rubrikation in Anwendung gebracht werden dürfen. das richtigste sein, alles zum Schmuck zu rechnen, Bei einer in letzter Zeit bei dem Kgl. Amtsgericht in womit man sich schmückt, d. h. was man, um die Schwäbisch Gmünd stattgehabten Verhandlung wegen Vergehens äußere Erscheinung zu heben, also sichtbar an sich gegen das Feingehaltsgesetz erklärten die beiden hierzu beträgt, mag es nun gleichzeitig einen anderen Zweck stellten Sachverständigen ebenfalls auf Grund dieser fraglichen erfüllen oder nicht. Unter Schmucksachen wird dem Erklärung, daß nach ihrer Ansicht ein Griff ein Schmucknach nur persönlicher Schmuck verstanden. Zimmer gegenstand sei, weil der Träger desselben sich mit demschmuck irgend welcher Art fällt unter die Kategorie der Geräte. selben schmücke. Zu Geräten gehörten nach ihrem Dafürhalten

Dies ist der wesentliche Teil der fraglichen Erklärung der Tafel-, Kirchen- und Prunkgeräte, Näh-, Reise-, Schreib-, Toilette-, obenerwähnten Stellen, soweit er hierher in Betracht kommt. Wasch-Garnituren usw.

Es wird aber wohl kaum behauptet werden können, daß Das Gericht schloß sich der Ansicht der Sachverständadurch die Begriffe genau festgestellt sind oder eine völlige digen an. Es wäre wohl im Interesse einer einheitlichen RechtKlarstellung derselben herbeigeführt worden ist, und es wird, sprechung zu wünschen, daß endlich eine präzise gesetzliche wie es auch bereits bei verschiedenen gerichtlichen Entschei Feststellung der Begriffe erfolgen würde. dungen der Fall war, eben immer mehr oder weniger auf die Aus diesem Grunde wäre es äußerst wünschenswert, daß persönliche Auffassung der Richter ankommen, was unter Ge der Verband Deutscher Juweliere im Verein mit dem räte und was unter Schmuck zu verstehen ist.

Verband der Silberwarenfabrikanten sich ins BeIn der Frage, ob goldene Zwicker- und Brillengestelle nehmen setzen würde, um an geeigneter Stelle eine Geräte oder Schmuckgegenstände sind, wurden z. B. zwei ganz Eingabe zu richten, damit endlich eine Regelung der entgegengesetzte Entscheidungen getroffen.

Feingehaltsfrage herbeigeführt würde.

zur

von

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