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Antwort des beteiligten Reichsamts erfolgt, sondern Regierungs nun unseres Erachtens keinen andern Erfolg haben, als diesen drei vorlage und Reichstagskommission haben nur die Wünsche der Systemen, die doch nicht verschwinden würden, noch ein viertes selben unerfüllt gelassen. Die Eingabe, welcher die Handelskammern hinzuzufügen und damit die bestehenden Abweichungen noch zu Mainz, Pforzheim, Stuttgart, Heidenheim, die Handels- und Ge vermehren. Seine Einführung in Deutschland, ohne daß jene drei werbekammer München und die ältesten der Kaufmannschaft von verschwänden, würde aber auch noch den bedenklichen Nachteil Berlin sich angeschlossen haben, beabsichtigte in der Hauptsache, einer Isolierung des Deutschen Reiches haben und insofern die daß in der neuen Maß- und Gewichtsordnung das Karatgewicht und Gefahr einer direkten Benachteiligung in sich bergen, als natürlich die Karatwagen als Maße bezw. Meßinstrumente gesetzlich geduldet der ausländische Verkäufer gern bereit sein würde, nach dem und zugelassen würden, und sie brachte zur Frage des metrischen ihm selbst günstigeren leichten Karat mit dem deutschen Käufer Karats nur beiläufig eine Darlegung des hiesigen Standpunkts. zu handeln.

Diesen möchte ich dahin präzisieren, daß weder die Handels So lange nicht durch internationale Vereinbarung unter den kammer noch der Hanauer Kunstgewerbeverein prinzipielle Gegner beteiligten Kulturstaaten, einschließlich Englands, das Normalkarat der Einführung eines metrischen Karats sind, vielmehr zu seiner zu 200 mg gesetzlich eingeführt ist, muß es m. E. das Bestreben Akzeptierung bereit sind, sobald die international einheit aller Interessenten sein, dem Gebrauch des gegenwärtig unentliche Durchführung desselben sichergestellt ist. Daß letzteres behrlichen Karatgewichts die gesetzliche und behördliche Duldung unter den gegenwärtigen Verhältnissen geschehe, scheitert unsrer zu erwirken, und zwar nicht nur für den Verkehr mit dem AusMeinung nach jedoch unzweifelhaft an dem Widerstand Englands, lande, sondern auch für den inländischen Verkehr. Dies wollte das keinerlei Interesse daran hat und noch nicht einmal ein me die Eingabe der Hanauer Handelskammer, und ich bin sicher, daß trisches Münz- und Gewichtssystem besitzt, auch scheint uns die die vereinten Bemühungen der beteiligten Handelskammern um Zustimmung der Verein. Staaten noch keineswegs sicher. Bei Weiterzulassung des Karatgewichts auch den gewünschten Erfolg England speziell kommt noch der konservative Geist dieses Landes wohl erreicht hätten, wenn nicht von andrer Seite so sehr zur hindernd dazu, sowie die Schwierigkeit der Einführung einer so Unzeit die Agitation für das metrische Karat betrieben worden einschneidenden gesetzlichen Maßregel in seinem Kolonialreich, wäre. So aber wird es dahin' kommen, daß ein- dem Handel das (Indien!) zum Teil von ausschlaggebender Bedeutung für den unentbehrliches Gewicht der Beschlagnahme ausgesetzt ist, und englischen wie internationalen Edelsteinhandel ist. Dagegen er es wird sich wieder einmal zeigen, wie verkehrt es ist, gesetzliche scheint es mir verfehlt, zum Beweise der Buntscheckigkeit und Maßnahmen zu befürworten oder zu veranlassen, von welchen von angeblichen Unsicherheit der gegenwärtigen Verhältnisse immer vornherein feststeht, daß sie, weil unausführbar, umgangen werden wieder auch von einem arabischen, ägyptischen usw. Karat zu müssen. Man nützt m. E. den beteiligten Interessenten weit besser, sprechen, Gewichtseinheiten, die in der tatsächlichen Praxis niemand wenn man das Erreichbare, in unserm Falle die gesetzliche Zukennt oder beachtet, sondern die nur von Theoretikern aus alten lassung des jetzt gebräuchlichen und einstweilen unentberlichen Lehrbüchern ausgegraben zu sein scheinen. Vielmehr handelt es Karatgewichts im innern und auswärtigen Verkehr, anstrebt, als sich allein um drei jetzt gebräuchliche Systeme, nämlich:

durch verfrühte und unfruchtbare Erörterungen, die nach Lage der französisches Karat

gleich 205 mg.

Verhältnisse in absehbarer Zeit keinerlei Aussicht auf Durchführung englisches

205,3

oder nützliche Wirksamkeit für sich haben können.
holländisches
205,5

Dr. phil. Grambow Die gesetzliche Einführung eines Normalkarats zu 200 mg würde

Syndikus der Handelskammer zu Hanau.

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Offener Sprechsaal. Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Einsendungen von Abonnenten und Fachkollegen, die in sachlicher Weise auf Übelstände aufmerksam machen und zur Diskussion darüber auffordern. Wir bitten alle unsere Leser, von dieser Einrichtung recht häufig Ge

brauch machen zu wollen, mit der Bemerkung, daß diese Einsendungen ohne unsere redaktionelle Verantwortung erscheinen.

Erst vor wenigen Tagen erlangte ich Kenntnis von einem Artikel, welcher bereits in Nr. 7 ds. Jahrganges Ihrer geschätzten Fachzeitung gebracht wurde.

Dieser Artikel enthält eine Kritik meiner Geschäftsführung und meiner Reklame, welche mich jedoch nicht bewegen kann, auf die angeführten Argumente näher einzugehen. Denn gerade bezüglich einer Reklame wird man doch stets geteilter Ansicht bleiben, obschon man für jeden einzelnen Fall tiefgehende und unwiderlegbare Beweggründe anführen könnte.

Nur gegen die in dem bezüglichen Artikel dargestellte Ansicht, daß der Wortsatz meiner Inserate:

„Laboratorium zur Untersuchung von Edelsteinen“ lediglich einen Wortschwall übertriebenster Art bedeute, muß ich mich ganz entschieden verwahren. Denn die Bezeichnung „Laboratorium“ ist keineswegs nur eine Illusion, diese hat vielmehr ihre vollste Berechtigung. Es handelt sich hierbei um diejenige Abteilung meines Geschäftes, in welcher ich vermittels wissenschaftlicher Instrumente und mineralogischer Apparate die Bestimmung edler Minerale auf wissenschaftlichem Wege vornehme. Mein Laboratorium darf sogar als mustergültig hingestellt werden, weil dieses mit den neuesten kristallographischen Apparaten ausgestattet ist, welche zur Untersuchung geschliffener Edelsteine dienen können.

Manchem meiner werten Herren Kollegen wird zwar die Bedeutung und der Nutzen einer derartigen Einrichtung, sowie des entsprechenden Studiums ein Rätsel sein. Es wird bei vielen der Gedanke auftauchen, daß es doch jedem tüchtigen Fachmanne keine Schwierigkeiten biete, die Art vorliegender echter Edelsteine nach dem Aussehen und der Härte ohne weiteres festzustellen. Eine derartige Ansicht wird aber leider nur durch eine äußerst mangel

hafte und primitive Edelsteinkunde des einzelnen hervorgebracht. Man glaubt z. B., daß ein Edelstein in der üblichen kornblumenblauen Farbe ein Saphir sein müsse, ohne zu wissen, daß es auch andere Edelsteine genau in derselben Farbe gibt; oder ohne zu berücksichtigen, daß der Saphir auch in gelber, grüner, violetter Färbung und noch vielen andern Nuancen vorkommt. Man ahnt gar nicht, wie viele Spinelle als Rubine, wie viele Citrine als Topas und wie viele Turmaline als Smaragd verkauft werden.

Viele werden ja auch diesen betrübenden Tatsachen recht gleichgültig gegenüberstehen, solange sie den praktischen Wert nicht erkennen, welchem die sichere, jeden Zweifel ausschließende Bestimmung der Edelsteine zugrunde liegt. Man wird sich aber der ganzen Bedeutung und der höchsten Wichtigkeit sofort bewußt, wenn man in Betracht zieht, daß ein tadelloser orientalischer Rubin von 3 Karat mit ca. 450.— Mk. bewertet wird, wo hingegen ein Spinell in gleicher Größe und Farbe nur ca. 50. — Mk, kostet. Ein schöner Topas von 100 Karat ist kaum unter 500.- Mk. zu haben, aber ein Citrin in gleicher Art und gleichem Gewicht dürfte nicht mehr wie ca. 30.-- Mk. wert sein usw.

Die angeführten Minerale sind einige wenige von denjenigen Edelsteinen, welche im geschliffenen Zustande dem Ansehen nach vollständig übereinstimmend sein können, so daß ein sicheres Erkennen ohne wissenschaftliche Untersuchung gänzlich ausgeschlossen ist. Ich bin auch gern erbötig, den Beweis dieser Behauptung durch Vorlage einiger Edelsteine zu erbringen, welche verschiedenen Fachgenossen zur Begutachtung unterbreitet werden könnten. Denn die Härteprobe ist eine rohe und approximative Bestimmung, daß man sich darauf keineswegs verlassen darf, zumal die verschiedensten edlen Minerale auch bezüglich der Härte gleich sind, oder

andere wieder in verschiedenen Richtungen ganz verschiedene Härte zeigen. Für eine vorliegende Art ist auch nicht das Aussehen und die Farbe, sondern nur die chemische Zusammensetzung maßgebend, und um diese festzustellen, ist es vor allem notwendig, nicht allein mit den Untersuchungsmethoden, sondern auch mit der eigentlichen Edelsteinkunde vollkommen vertraut zu sein. In bezug gerade hierauf halte ich mich berechtigt, besonders diejenigen Herren

recht minimal zu schätzen, welche den ersterwähnten Artikel veranlaßt haben, da sie sonst meinen betreffenden Inseraten ein ganz anderes Verständnis entgegengebracht hätten. Und von welcher Seite der Artikel inspiriert wurde, und was die eigentliche Veranlassung dazu bot, dürfte wohl unschwer zu erraten sein.

Wilhelm Rau, Juwelier. Laboratorium zur Untersuchung von Edelsteinen.

Kleine Mitteilungen. Der Hanauer Kunstgewerbeverein hat laut Beschluß seiner Ge Personalien und Geschäftsnachrichten. neralversammlung am 30. April cr. in den Kreis seiner Aufgaben die Unterstützung tüchtiger und bedürftiger Gehilfen,

Auszeichnung. Zum Professor ernannt wurde Dr. phil. welche in Hanauer Edelmetallwarenfabriken beschäftigt sind,

Richard Ernst Graul, der Direktor des Leipziger Kunsteinbezogen, in der Weise, daß er für sie das Schulgeld an der gewerbe-Museums, anläßlich des Geburtstages Sr. Majestät des Königlichen Zeichenakademie ganz oder teilweise bezahlt und Königs von Sachsen. ihnen dadurch die Möglichkeit gewährt, sich neben ihrer prakti Jubiläen. Ihr 25 jähriges Dienstjubiläum konnten dieser Tage schen Tätigkeit auch künstlerisch weiterzubilden.

zwei Werkmeister der Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik

vorm. Gebr. Bing, A.-G., Nürnberg, festlich begehen. Es sind Von den Kunstgewerbeschulen. Die Großh. badische Regierung dies die Herren Adam Jörgens und Ernst Goldhan. Sowohl hat nunmehr die erste Baurate für den Neubau der Pforzheimer von der Firma wie von den Kollegen erhielten beide Jubilare Kunstgewerbeschule im Budget eingesetzt.

Ehrengeschenke. Dritte Deutsche Kunstgewerbe - Ausstellung Dresden 1906. Schutz

Firmen - Aenderungen. Herr Fabrikant Ernst Possin ist aus der von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen. Auf Antrag

Handelsgesellschaft Schnapp & Possin, Alfenidewaren-Fabrik in

Berlin ausgeschieden. Die Firma ist in Schnapp & Geiseler gedes sächsischen Ministeriums des Innern ist von Reichskanzler

ändert. Die Metallwarenfabrik Krautmühle Josef Püschner in unterm 12. April im Reichsgesetzblatt eine Bekanntmachung erlassen Tyssa ist in Metallwarenfabrik Krautmühle Josef Püschner worden, daß der durch das Gesetz vom 18. März 1904 vorgesehene & Co. in Tyssa umgeändert worden. Eingetreten: Franz Rauchfuß, Schutz von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen auch auf die Buchhalter in Tyssa. Infolgedessen: Offene Handelsgesellschaft Ausstellungsobjekte der Dritten Deutschen Kunstgewerbe seit dem 15. März 1906. Vertretungsbefugt: Jeder von beiden, Josef Ausstellung entsprechende Anwendung findet. Erfindungen, Ge

Püschner und Franz Rauchfuß, selbständig. brauchsmustern, Mustern und Modellen, die auf einer inländischen Firmen - Eintragungen. Die Firma Loch & Hartenberger, Uhroder ausländischen Ausstellung zur Schau gestellt werden, sowie kettenfabrikation in Oberstein ist eingetragen worden. Inhaber Warenzeichen, die auf einer daselbst zur Schau gestellten Ware

sind Kettenfabrikant Otto Loch und Kaufmann Gustav Hartenberger, angebracht sind, wird ein zeitweiliger Schutz gewährt. Dieser hat

beide in Oberstein. — Eingetragen wurde die Firma Sächs. Achat

Industrie Gebr. Seitz in Dresden. Gesellschafter sind der die Wirkung, daß die Schaustellung oder eine anderweitige spätere

Apotheker und Chemiker Carl Balthaser Jean Ferdinand Seitz in Benutzung oder eine spätere Veröffentlichung der Erfindung, des

Bonn und der Kaufmann Friedrich gen. Fritz Seitz in Dresden. Musters oder des Warenzeichens der Erlangung des gesetzlichen Die Gesellschaft hat am 1. Mai 1906 begonnen. Zu der Firma Patent-, Muster- oder Zeichenschutzes nicht entgegenstehen, sofern Jos. Lutz, Gold-, Silber- und Juwelengeschäft in Wiesbaden die Anmeldung zur Erlangung dieses Schutzes von dem Aussteller wurde eingetragen, daß die Witwe Josef Lutz aus der Gesellschaft oder dessen Rechtsnachfolger binnen einer Frist von sechs Monaten ausgeschieden und der Kaufmann Adolf Franz Ludwig Tappermann nach der Eröffnung der Ausstellung bewirkt wird. Die Anmeldung

in Wiesbaden als persönlich haftender Gesellschafter in die Gegeht anderen Anmeldungen vor, die nach dem Tage des Beginns

sellschaft eingetreten ist. Die Prokura des Kaufmanns Tappermann

ist erloschen. der Schaustellung eingereicht worden sind.

Zu der Firma Eduard Herrmann, Juwelen-, Gold

und Silberwaren in Plauen wurde eingetragen: Der Kaufmann Otto Japanischer Schutzzollentwurf. Wie dem „Daily Telegraph“ aus

Eduard Edmund Herrmann in Plauen ist in das Handelsgeschäft Tokio gemeldet wird, ging dem japanischen Landtage ein

eingetreten. Die Gesellschaft ist am 1. April 1906 errichtet worden. Gesetzentwurf zu, der erhöhte Schutzzölle, unter anderen für Firmen - Löschung. Die Goldkettenfabrik Hch. Witzenmann in Juwelierwaren, Uhren, Automobile, bringt. Die während des Krieges

Pforzheim ist erloschen. mit Rußland provisorisch eingeführten Kriegszuschläge werden Geschäfts- Eröffnungen. Unter der Firma Jean Kalb & Cie., dauernd weiter erhoben werden. Eine Klausel des Gesetzes betr. G. m. b. H., wurde in Nürnberg eine Fabrik von Metallwaren ins die Einfuhr von Waren, die staatliche Vergünstigungen genießen,

Leben gerufen. Das Stammkapital beträgt 20 500 Mk. -- Die Herren ernächtigt die Regierung, den Zoll denjenigen Ländern gegenüber

Harnisch & Schnieper eröffneten in Luzern (Schweiz), Pilatus

Die zu erhöhen, die japanische Schiffe oder Waren differenzieren.

straße 5 ein Juwelen-, Gold- und Silberwaren-Geschäft.

Techniker Emil Seufert und Emil Springer haben in PforzEin eigenartiges Patent hat sich in Pforzheim der Fasser Karl

heim eine Bijouteriefabrik eröffnet. Schwarz erworben. Dasselbe ist ein zweckmäßig gestalteter Prokuren. Die Silberkettenfabrik E. Joseph in Pforzheim gibt Reitersporn, der mit selbsttätiger Schließe versehen ist, welche bekannt, daß sie Herrn Paul Joseph, Kaufmann, Prokura erteilt habe. eine lösbare Befestigung bewerkstelligt, daß der Sporn nicht ver

Todesfälle. In Stolp (Pomm.) starb der Juwelier Herr Louis loren gehen, bequem und rasch abgenommen werden kann und

Heymann. In Hanau starb nach kurzem schweren Leiden der niemals den Stiefel beschädigt.

langjährige Vertreter der Firma Ritter & Reymann, Herr Otto Bei Hofjuwelier F. Miller Sohn in Ulm hat der König von

Knippenberg Würtemberg wieder eine Reihe von Bestellungen in Auftrag Verschiedenes. Aus der Goldwarenfabrik Beckh & Maischgegeben, die von der Firma bereits zur Ausführung gelangt sind.

hofer in Pforzheim ist der Teilhaber Ludwig Christof Beckh Gefertigt wurden ein massiv aus Silber getriebener Kessel als

ausgeschieden. Das Geschäft ging mit der Firma auf den bisherigen Weinkühler oder Bowle verwendbar, der für die Weiler Rennen

Gesellschafter Oscar Maischhofer über. – Die Gebaulichkeiten der

Firma Feiler, Doubléwalzwerk usw. in Pforzheim, gingen um die als „Preis von Weil" bestimmt ist. Ein schlanker Pokal ist als

Summe von 60 000 Mk. an den Sohn, Herrn Karl Julius Feiler über. Königsgabe für das 15. deutsche Bundesschießen in München und

Die Silberwarenfabrik Lutz & Weiß, G. m. b. H. in Pforzheim, ein massiver Silberbecher als Festgabe zum Kongreß der allge nimmt demnächst bedeutende Umbauten zwecks Vergrößerung ihres meinen Radfahrerunion bestimmt.

Etablissements vor. Die nötigen an der Enzstraße gelegenen Häuser,

bisher Wohnungen enthaltend, sind bereits geräumt. In die Der Streik der Goldschmiede in Paris ist im Abnehmen begriffen.

Ringfabrik Hacker & Maier in Pforzheim ist der Kaufmann Fast alle Goldschmiede haben die Arbeit wieder aufgenommen, Hermann Maier als Gesellschafter eingetreten. Die Prokura des mit Ausnahme jedoch derjenigen von billigeren Sachen.

Kaufmanns Friedrich Reinhardt besteht weiter. Die Deutsche

Gold- und Silberscheideanstalt Frankfurt a. M. hat soeben Montierkurs an der Großh. Kunstgewerbeschule, um ihre Kenntnisse ihren Geschäftsbericht veröffentlicht. Der Bericht lautet außer in der Edelmetalltechnik zu erweitern und zu befestigen. Vom 7. bis ordentlich günstig. Der Bruttogewinn erhöhte sich um über eine 10. März nahm ein Lehrer an einem Kurs für Metallfärben teil, halbe Million auf dreieinhalb Millionen Mark. Die Dividende, die der beim Großh. Landesgewerbeamt, Abt. I stattfand. Die dort erletztes Jahr von 16% auf 18% erhöht wurde, wird diesmal mit worbenen Kenntnisse sollen im Unterricht für Materialkunde Ver22% vorgeschlagen. – Herr Fabrikdirektor Wienenberger, in wendung finden. Durch Entgegenkommen der Stadtverwaltung Firma Rodi & Wienenberger, A.-G., in Pforzheim, wurde auf Vor wurde es ermöglicht, probeweise einen Unterricht im Metalltreiben schlag der Kreisversammlung zum Bezirksrat ernannt. Mit Rücksicht einzuführen. Die neu eingeführten freiwilligen Zeichenkurse erauf seine Tätigkeit als Stadtrat hat Herr Wienenberger abgelehnt. freuten sich eines starken Besuches (143 Schüler). Die Emailmaler

wurden versuchsweise zu einer eigenen Abteilung (11 Schüler) ver

einigt. – Zu Beginn des Schuljahres war eine Aenderung des UnterAus Innungen und Vereinen.

richtsbetriebes insofern eingetreten, als der Zeichen- und ModellierHanauer Kunstgewerbeverein. Gemäß den Beschlüssen der Ge

unterricht von den Realien getrennt und beide, soweit als tunlich,

besonderen Fachlehrern überwiesen wurden. Da infolge der anneralversammlung und der letzten Vorstandssitzung des Hanauer gegebenen Personalveränderungen ein Mangel an Lehrkräften für Kunstgewerbevereins setzt sich dessen Vorstand für das neue den Unterricht_in den Realien eingetreten war, so wurden unter Vereinsjahr zusammen wie folgt: Vorsitzender: Wilhelm Behrens, freundlichem Entgegenkommen des hiesigen Volkschulrektorates i. Fa. W. Behrens; Stellvertreter: H. Zwernemann, i. Fa. Heinr Lehrer von der städtischen Volkschule als Hilfskräfte herangezogen. Zwernemann; Schriftführer: Karl Gereth, i. Fa. Chr. Kißling; Stell – Gewerbelehrer Geißler gründete im August 1905 einen „Gevertreter: Otto Backes, i. Fa. Backes & Co., Kassierer: Georg jenigen Kleinbetriebe angehören, deren Lehrlinge den Unterricht

werbeverein Pforzheim“ dem hauptsächlich die Inhaber derDeines, i. Fa. Peter Deines Söhne; Julius Steinheuer, i. Fa. Steinheuer & Co.; Fritz Kreuter jun., i. Fa. Fr. Kreuter & Co.;

der Goldschmiedeschule besuchen. Gewerbelehrer Geißler be

kleidete seither das Amt eines Schriftführers. Der Vorstand der Otto Bonn, i. Fa. Ochs & Bonn; Professor Offterdinger als

Goldschmiedeschule, Professor R. Rücklin, hielt am 30. Januar in künstlerischer Beirat. Geschäftsführer des Vereins ist Dr. phil. dem Verein einen Vortrag über: „Die Verhältnisse von Kleingewerbe Grambow, Syndikus der Handelskammer.

und Großindustrie in Pforzheim.“

*

Berichtigungen.

Besteckhalter. In der Nr. 17 Ihrer Zeitung befindet sich unter „Kleine Mit Nichts ist beim Essen unangenehmer, als wenn der Löffel in teilungen“ eine Notiz, welche den Ausstand der Besteckarbeiter die Sauce gleitet, während man im Begriff ist, mit der Gabel ein bei der Firma Franz Bahner betrifft. Die Notiz enthält Unrichtig- Stück Fleisch anzustechen. Man ist alsdann genötigt, zur Selbstkeiten. Wir möchten deshalb die verehrliche Redaktion, gestützt hilfe zu greifen und den beschmutzten Löffelstiel mit der eigenen, auf den § 11 des Preßgesetzes, um Aufnahme folgender Berich sauberen Serviette wieder abzuwischen, eine unsaubere Geschichte! tigung ersuchen: Die Kündigung ist erfolgt, nachdem die Firma Daß aber auch darin Abhilfe geschafft werden kann, das zeigt durch Anschlag am schwarzen Brett den Austritt aus der Organi- untenstehende, kleine Abbildung. Dieser kleine Apparat, Bestecksation verlangt hatte. Wir kämpfen also um die Anerkennung halter genannt, beweist ohne der uns im § 152 der Gewerbeordnung gewährten Rechte. Den alle große Erklärung seine Ausdruck Wegelagerer müssen wir entschieden zurückweisen. gute und praktische VerWenn wir Streikposten ausstellen, so ist das ebenfalls unser gutes wendbarkeit für alle Teller Recht. Nachdem die Firma alle Einigungsversuche unsererseits und Schüsseln, daß die Beabgewiesen hat, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Kampf stecke nicht ins Essen gleidurchzuführen.

ten. Es ist dies ein Halter Robert Godd. Anton Hassel. Heinrich Hecker. Georg van aus Metall, mit einer Klammer am unteren Teil versehen, damit der Hoeven. Ernst Kurth. Richard Kaufsalz. Jakob Knapp. derselbe auf dem Tellerrande aufgeklemmt wird. Gabel und Löffel Lais Laufen. Karl Nau. Philipp v. Röckel. Gerhard Sevens. liegen sicher und nebeneinander darauf, und es ist unmöglich, daß Karl Seibel. Heinrich Schrub. Clemens Thiemer. Paul Wittig. sie ein Bad in der Brühe nehmen können. – Jedenfalls eine gute Hermann Bischoff. Karl Zindler. Eduard Zindler. Mantertz. Idee für unsere Silberwaren- und Metallwarenfabrikanten, dies ausPreukel. Jansen, A. Jansing. H. Stöcklein. Feimdegen. Fritz zubeuten und die Idee künstlerisch auszugestalten.*) (La Nature.) Quast. Aug. Quast. Josef Riches. Fritz Bischoff. Carl Her

*) Diesen Besteckhalter liefert die Firma M. Borel, 210 rue de Rivoli, Paris. manns. Phil. Borgart. Johann Maaßen. Fritz Bolten.

Amerikanische Patente. Wie uns inzwischen Herr Bahner, Düsseldorf, mitgeteilt

26 045. Broschnadeln. F. H. Wheway „The hat, haben die ausständigen Besteckarbeiter bereits am Sonntag die

Woodstock“ Acock’s Green, Warwickshire. schriftliche Kündigung in einer Versammlung aufgesetzt und auch

Nadeln für Broschen, welche nächst des Charniers stärker unterschrieben, dieselbe aber erst am Montag an die Firma über

werden, so daß das Brechen derselben vermieden wird. sandt. Am Sonntag hatte aber Herr Bahner schon Nachricht über

26 272. Manschettenknöpfe. A. Hardiman das inzwischen fertiggestellte Kündigungsschreiben erhalten und ist

Kidderminster, Worcestershire. Das Bindeglied deshalb den Ausständigen durch den erwähnten Anschlag zuvor ge

A der Knöpfe ist an einem Ende mit einem doppeltem kommen. Nicht angebracht war es, daß nicht allein die ausständigen

Haken versehen, deren beide Enden dicht zusammenBesteckarbeiter, sondern noch andere, nicht direkt Interessierte, sich

schließen, aber in der gegenseitigen Richtung an der Bewegung beteiligten und die arbeitswilligen Kollegen des

aneinander vorbeigehen. Dadurch kann der Abends mit höhnischen Rufen, Johlen und Pfeifen belästigten, so

Knopf Bb aus dem Kettenglied A ausgehängt daß erst ein größeres Polizeiaufgebot eingreifen mußte. Wir wollen

resp. herausgesprengt werden, ungefähr so, wie

a

man einen Schlüssel aus dem Schlüsselring noch mitteilen, daß der Betrieb der Firma Bahner unbehindert herausnimmt. Das Glied A ist aus einem Stück Draht

8 weiter geht und in keiner Weise beeinträchtigt ist.

gebogen und fest mit dem unteren Knopf B verlötet.
Ďurch Einschieben der Oese A in das Knopfloch, dreht man den

Knopf so, daß die Schleifen a3 im Knopfloch
Von Kunstgewerbeschulen.

klemmen und dadurch das Befestigen von Dem Jahresberichte der Goldschmiedeschule zu Pforzheim entnehmen

Knopf Bb an das Glied A bedeutend er

leichtert wird. wir folgendes: Die Goldschmiedeschule Pforzheim, die dieses Jahr erstmalig mit einem Jahresbericht an die Oeffentlichkeit tritt, ist

Eiskanne. Joseph Krakauer, New hervorgegangen aus der Goldschmiedeabteilung der Gewerbeschule.

York. In einem Krug, Kanne oder sonstiges – Bericht über das Schuljahr 1905/06. Vom 1. Mai des Jahres

Gefäß für zu kühlende Flüssigkeiten, ist ein 1905 ab ist die seitherige „Goldschmiedeabteilung“ der Gewerbe

eishaltender, sackförmiger Behälter (6 und 7) schule als selbständige „Goldschmiedeschule Pforzheim“ unter

gegenüber dem Ausguß (3) angebracht, so eigenem Vorstand organisiert. -- Vom Januar 1906 bis Ende des

daß beim Ausgießen das darin enthaltene Schuljahres besuchten einige Lehrer der Anstalt einen praktischen

Eis stets darin bleibt.

B

Fig. 1.

Fig. 2.

Kunstvolle Arbeit. Der Stuttgarter Bildhauer E. Kiemlen den Schnepper in der Längsrichtung desselben ausgeübte Zughat die für die Herkommer-Konkurrenz in München bestimmte wirkung. Das Verlieren eines mit dem vorliegenden Verschluß Ehrengabe, deren Entwurf seinerzeit aus der Konkurrenz mit Erfolg versehenen Kolliers oder Armbandes ist demnach ausgeschlossen. hervorging, nunmehr vollendet. Sie ist von der Firma P. Bruck Die Ausgestaltung des die Oeffnung des Verschlusses vermittelnden mann & Söhne, Heilbronn, in Silber ausgeführt und stellt auf Organe als Hebel erleichtert schließlich das Oeffnen des Verschlusses dunkelgrünem Steinsockel eine etwa 50 cm hohe, mit einem Lor wesentlich. – Schutzanspruch: 1. Ein Verschluß für Kolliers beerkranz dahinfliegende weibliche Gestalt dar. Auf dem Sockel und Armbänder mit am federnden Schnepperschenkel (b) angelenktem, ist ein Schild angebracht, der die Inschrift trägt.

durch eine Oeffnung des Verschlußkastens (a) geführten Hebel (d). 2. Ein Verschluß für Kolliers und Armbänder nach Anspruch 1, mit

an dem Hebel (d) angeordnetem, in der Schließlage in eine Oeffnung Mitteilungen aus dem Geschäftsverkehr.

(g) des Schloßkastens (a) eingreifendem Stift (f). (Außer Verantwortlichkeit der Redaktion.) Verschluß für Armbänder und Kolliers. 276 989. Ritter & Rey Patente und Gebrauchsmuster für die Werkstatt. mann, Ketten- und Bijouteriefabrik, Hanau a. M., Vorstadt 13. Verschluß für Kolliers und Armbänder mit am federn

Mitgeteilt von Patentanwalt Karl Wessel, den Schnepperende angelenkten Hebel. Das Gebrauchsmuster ist

Berlin SW. 61, Gitschiner Straße 94 a. ein Verschluß für Kolliers und Armbänder und bezweckt, den

44 a. 169 460. Friedbekannten Verschlüssen dieser Art gegenüber einen sicheren und

rich Dankwort in Hamleichter zu handhabenden Verschluß zu bilden und zwar wird

burg-Eimsbüttel. Nadies dadurch erreicht, daß an den federnden Schenkel des be

ckenknopf. Patentiert im kannten Schneppers statt des üblichen, mit diesem festver

Deutschen Reiche vom bundenen Knopfes ein Hebel drehbar gelagert ist, welcher bei der

24. Dezember 1904. PatentAufwärtbewegung des außerhalb des Schloßkastens liegenden Hebel

Anspruch: Nackenknopf, armes mittels des gegen den federnden Schnepperschenkel anliegenden Exzenters den Schnepper zusammendrückt, so daß der letztere

Fig. 1 und 2, dadurch ge

kennzeichnet, daß der in bei der Ausübung eines Druckes gegen den schräg nach abwärts

bekannter Weise am Schaft gerichteten Hebel aus dem Schloßkasten herausgeführt, der Verschluß mithin gelöst wird. In beiliegender Zeichnung ist das Ge

(6) angebrachte Bügel (c)

nach innen gebogen und brauchsmuster dargestellt und zwar in Fig. 1 in Seitenansicht und in Fig. 2 in Draufsicht, während Fig. 3 und 4 mittlere Längsschnitte

mit stumpfen Spitzen (d) versehen ist. Die

A durch den Schloßkasten in der Schließ- und in der Oeffnungslage

Spitzen (d, Fig. 2) drücken sich in das Krader Verschlußteile sind. A ist der Schloßkasten, welcher in der

wattenband (B) hinein. Die Wölbung des Bügels

bewirkt außerdem noch, daß Westen- und Rockbekannten Weise an seiner Vorderseite mit einer Oeffnung zur

kragen leicht über den Bügel gleiten können.

B Einführung des bekannten Schneppers b und mit einer Widerlagsfläche c für den federnden Schnepperteil versehen ist, mittels deren 44 a. 168 314. Hugo Weber in Dresden

Plauen. Klappbügel für Verschluß sicherungen von Sicherheitsnadeln, Armbändern u. dgl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Mai 1904 ab. Die Erfindung betrifft eine Neuerung an Verschlußsicherungen für Schmuckstücke, bei denen ein sogenannter

Klappbügel angewendet wird. Sie besteht in der besonderen Ged

staltung und Anordnung des Bügels, durch welche der Bügel unter (

Federwirkung in die Schließlage geführt wird. In der Zeichnung ist die Erfindung dargestellt in Fig. 1 und 2 an einer Brosche, in

Fig. 3, 4 und 5 an einem Verschluß für Armbänder, Halsketten, a

6 a

Klemmschnuren usw. a bezeichnet den zum besseren Anfassen mit einer Nase d versehenen Bügel, der mit Zapfen h in die Oese e (Fig. 1 und 2) eingesetzt ist. Þie Oese e hat zu beiden Seiten je zwei Ausschnitte e, in die sich die Schenkel des Bügels in

Fig.1.

Fig.3.

d f

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Fig. 2.

Fig.4.

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a

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Fig. 3.

Fig 4.

Fig. 5.

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der Schnepper in dem Schloßkasten a zurückgekalten und der Verschluß geschlossen gehalten wird. An Stelle des bei den üblichen Verschlüssen für Kolliers und Armbänder mit dem federnden Teil des Schneppers festverbundenen Knopfes ist beim Gebrauchsmuster an diesem Schnepperschenkel ein Hebel d bei e drehbar gelagert, welcher nach dem Einführen des Schneppers b in den Schloß

ea kasten a und nach dem Niederdrücken in die wagrechte Lage, wie

h s in Fig. 3 gezeigt ist, an der Oberseite des Schloßkastens entlang

h liegt. Zwecks Oeffnung des Verschlusses wird zunächst der Hebel d aus der Lage in Fig. 3 in die Lage in Fig. 4 übergeführt, dann mit dem Finger ein Druck in der Pfeilrichtung, Fig. 4, auf den Hebel d

A : B ausgeübt. Die Folge dieses Druckes ist zunächst das Zusammendrücken des Schneppers in die in Fig. 4 gezeigte Lage, in welcher das vordere Ende des federnden Schnepperschenkels, wie in Fig. 4 wagerechter oder senkrechter Stellung einlegen. b bezeichnet die dargestellt ist, zusammengedrückt wird, so daß der Schnepper bei Nadel, c den Broschenhaken. In Fig. 3 bis 5 sitzt der Bügel nicht der weiteren Druckwirkung nach vorwärts aus der Oeffnung der in einer Oese, sondern in dem einen Teil f des Verschlusses. Der vorderen Schloßkastenwand herausgleiten und der Verschluß ge andere Teil g besitzt einen Stift oder Rand, hinter den sich der öffnet werden kann. Die vorliegende Anordnung des Verschlusses Bügel in der Schlußlage legt. Wird der Bügel aus der einen Stellung gestattet demnach das Oeffnen des letzteren nur nach Ueberführung in die andere geführt, so gleiten die Schenkel, auseinanderfedernd, des Hebels d aus der in Fig. 3 gezeigten in die in Fig. 4 darge aus den betreffenden Ausschnitten heraus, und nach Hinwegführung stellte Lage. Ein unbeabsichtigtes Oeffnen des Verschlusses durch derselben über die Kurve eklappte der Bügel durch die zusammeneinfache Druckwirkung auf das Schließorgan, wie es bei den bisher federnde Wirkung der Schenkel selbsttätig in die eine oder andere gebräuchlichen Verschlüssen der Fall war, ist beim vorliegenden Stellung. Nebenbei kann man hier noch die Anordnung treffen, Verschluß ausgeschlossen. Ein an der Unterseite des Hebels d daß die Bügelenden hh durch das Aufklappen des Bügels ausvorgesehener Stift f greift in der Schließlage in ein entsprechendes einandergebogen, durch das Umlegen einander genähert werden, Loch g an der Oberseite des Schloßkastens g ein und verhindert wodurch sie sich von der Seite her z. B. in die Verschlußfeder i dadurch ein etwaiges Oeffnen des Verschlusses durch eine auf des anderen Teils einschieben.

Rechtsrat, Rechtsschutz für den Goldschmied. Lehrbüchern zum Selbstunterricht erschienen: „Die keramische

(Porzellan-, Glas- und Unterglasur-)Malerei (ersch. 1904, 1.50 Mk.) Wichtige gerichtliche Entscheidungen.

Die Brandmalerei in ihren neuesten Phasen samt Tief- und KerbVorzeitige Auflösung des Lehrverhältnisses wegen Krankheit des

brand“ (ersch. 1906, 1.50 Mk.) und „Das technische und mechanische Lehrlings. In einem Lehrvertrage war die Zahlung einer Entschädi

Zeichnen, Malen und Vervielfältigen (ersch. 1903, 1.50 Mk.) gung seitens des Lehrlings für den Fall vorgesehen, daß der letztere Ein lieber alter Freund hat uns soeben seinen Besuch abgestattet, aus irgend einem Grunde seine Lehrzeit nicht aushalten sollte. der Kleine Brockhaus. Er trägt ein ganz modernes buntes GeDieser Fall trat ein, da der Lehrling erkrankte und auf Grund ärzt

wand und ist noch volkstümlicher geworden, als er bisher schon lichen Gutachtens die Lehre verlassen mußte. Der Anspruch des war, ein echter Wissensanwalt für tägliche Nöte. Zum Lobe Lehrherrn auf Zahlung der vereinbarten Entschädigung wurde von seiner äußeren Ausstattung etwas zu sagen, hieße Bücher nach dem Gewerbegericht mit folgender Begründung anerkannt: $ 127 b, Leipzig tragen. Es ist zu bewundern wie es die Firma Brockhaus Absatz 3, gibt dem Lehrling das Recht, das Lehrverhältnis einseitig fertig gebracht hat, in einem Bande von 1000 Seiten so viel Wissensund ohne Zustimmung des Lehrherrn aufzulösen, wenn er zur Fort stoff und Anschauungsmaterial unterzubringen. Und dabei zeigt setzung der Arbeit unfähig wird, also insbesondere wenn er er der Kleine Brockhaus keine Abhängigkeit von seinem großen Bruder, krankt. Hierzu erklärt aber § 127 f, daß, wenn auf diese Weise der 17 Bände umfaßt. Er ist in Wort und Bild eine selbständige der Lehrvertrag durch den Lehrling einseitig aufgelöst worden ist Schöpfung. Die Artikel der großen Konversations-Lexika erfüllen und ein schriftlicher Lehrvertrag vorgelegen hat, von dem Lehrherrn einen anderen Zweck, sie wollen studiert werden; die in den ein Anspruch auf Entschädigung geltend gemacht werden kann. 2 Bänden des Kleinen Brockhaus sind zu plötzlicher Orientierung Das Gesetz macht die Entschädigung also nicht von einem Ver bestimmt, sie sind so kurz als möglich. Es ist unglaublich, dað schulden des Lehrlings abhängig. Sie ist aber innerlich durchaus in dem vorliegenden 1. Bande gegen 40000 Stichwörter untergeberechtigt. Der Lehrvertrag wird auf mehrere Jahre abgeschlossen; bracht werden konnten neben Tausenden von Abbildungen und in der ersten Zeit nimmt der Lehrling den Meister in hohem Karten und Extrabeilagen. Die Brauchbarkeit des Kleinen BrockMaße in Anspruch under ersetzt dies erst in der letzten Zeit durch haus ist daher eine unbeschränkte. Im Kontor des Kaufmanns kundige Hilfeleistung. Es folgt daraus, daß der Lehrherr geschädigt oder Industriellen, im Bureau des Beamten, auf dem Schreibtische ist, wenn der Lehrling vor Ablauf des Lehrverhältnisses austritt, des Gelehrten, im Geschäft jedes Gewerbetreibenden, im Heim jedes da seine Mühewaltung durch Leistungen des Lehrlings noch nicht intelligenten Arbeiters, kurz in jeder deutschen Familie fehlt etwas, voll wieder ausgeglichen ist. In diesem Falle also erleidet der

wenn dieses Hausbuch fehlt. Und da der Preis von 12 Mark für Lehrherr einen Schaden, welcher bei Eingehung des Vertrages nicht den stattlichen, reich mit Abbildungen und Karten ausgestatteten in der Absicht der Parteien gelegen hat, und an welchem auch der Band sehr billig ist, wird niemand von der Anschaffung dieses Lehrherr durchaus unschuldig ist. Wenn nun wie hier keiner von Universalwerkes zurückzuschrecken brauchen. Wo wir den Kleinen beiden Teilen an dem schädigenden Umstande die Schuld trägt, so Brockhaus aufschlagen, finden wir ihn ebenso originell wie belehrend. ist es gerechter, den Erkrankten einen Schaden durch die Krankheit

Drei Leitbuchstaben oben auf Textseiten, Abbildungen und Karten erleiden zu lassen, als denjenigen, der mit dieser Krankheit an sich scheinen uns eine neue sehr praktische Erfindung. Trefflich sind nichts zu tun gehabt hat.

die tausend kleinen Textabbildungen, die auf den ersten Blick einen Begriff erläutern, den man ohne Zeichnung nicht erklären kann.

Und eine Fülle von bunten Karten und Kärtchen reizt nach längerem Neue zeichnerische Vorlagen.

Betrachten. Deutschland allein ist illustriert mit nicht weniger als

27 Karten und 25 Nebenkarten und durch eine große Anzahl Bilder Neue Ornamente für die Industrie und das Kunstgewerbe für Fach

der interessantesten und wichtigsten Gebirge, Landschaften und und gewerbl. Fortbildungsschulen entworfen von Leonh. Hellmuth, Kgl. Städte, auch eine neue Erfindung. Lehrreich, völlig neu und entProfessor in Nürnberg. Professor Leonh. Hellmuth in Nürnberg hat zückend sind die zahlreichen Bildertafeln in schwarz und bunt, die sich seinen Künstlerruf erworben durch die Gediegenheit und Ge jedem etwas bringen werden. Kirchengeräte und Entwicklungswissenhaftigkeit seines stets mit der Zeit fortschreitenden Schaffens. geschichte von Tier und Mensch, die fernsten Sterne am Himmel Die „Neuen Ornamente“, die er in dem vorliegenden Werk ver

und die kleinsten Bazillen auf der Erde, die modernsten Maschinen öffentlicht, zeigen diese Vorzüge seiner Arbeitsweise aufs Neue,

und Heilverfahren und die ehrwürdigsten Bauten des Altertums, die und werden jeden Interessenten reiche Anregung bieten. R. R.

Kriegswaffen aller Zeiten und Blut und Eingeweide des Menschen, die neuentdeckte afrikanische Halbgiraffe Okapi, kurzum alles ist

im Bilde vereinigt, was den Benutzer des Werkes nur immer interBüchertisch.

essieren kann. Schließlich wollen wir auch die vielen Textbeilagen

besonders hervorheben, die ausführliche statistische Ergänzungen M. Mayr. Das Formen und Modellieren, illustrierte Anleitung zur

wichtiger Artikel geben, die zum vollen Verständnis des betreffenselbständigen Erlernung der Formerei mit Gips und Leim und des

den Artikels nötig sind, z. B. die höchsten Berge, Hauptdaten der

Wir Modellierens in Ton, Modelliererde, Wachs, Plastilin, Gummiknet

Weltgeschichte in neuartiger Anordnung, Kriminalstatistik u. a. masse usw. Vierte, bedeutend erweiterte Auflage. Mit 104 Seiten

wünschen dem Werke, das bedeutende Herstellungskosten verurOktav und über 100 Abbildungen von Former- und Modellier

sacht haben muß, die weiteste Verbreitung, die es reichlich verutensilien, Büsten- und Figurengerüsten. Broschiert. Preis 1.50 Mk.,

dient, damit der Verlag uns immer wieder mit neuen, den eilenden ersch. 1906. Verlag der Kunstmaterialien- und Luxus

Zeitereignissen folgenden Auflagen beschenken kann. papier-Zeitung München VII. Es ist diese, für Künstler, Dilettanten, Kunstgewerbetreibende und Techniker verfaßte Unterrichtsschrift, die den Stoff mit künstlerischem und technischen Ernst und

Patente und Gebrauchsmuster. in planmäßiger Folge behandelt, allen Gold- und Silberschmieden,

Patent-Bericht, die sich mit der Technik der Formerei und Modellierkunst vertraut machen wollen, ferner allen Kunst- und Gewerbetreibenden und mitgeteilt vom Patentanwalt Dr. Fritz Fuchs, dipl. Chemiker und Technikern, die über Fragen aus dem Gebiete der Former- und Ingenieur Alfred Hamburger, Wien VII., Siebensterngasse 1. Modelliertechnik Auskunft wünschen, bestens zu empfehlen. Das

Oesterreich. Werkchen beginnt mit der Erörterung der wichtigsten Materialien,

Einspruchsfrist bis 15. Juni 1906. geht dann auf die mechanischen Methoden der Plastik u. a. auf das Abgießen von Medaillen, Münzen und Siegeln ein, gibt nütz

Kl. 44 a. Chemische Fabrik Morgenstern Dr. Weisliche Winke über die Behandlung, auch über Reinigen und Bemalen

kopf & Co., in Morgenstern (Böhmen). Schmuckring aus zwei fertiger Gipsarbeiten und macht dann den Leser, von leichteren

oder mehreren behufs Oeffnens senkrecht zur Ringebene gegenModellierarbeitsmethoden ausgehend, mit den wichtigsten Arbeits

einander verdrehbaren, starren und hohlen Bogenteilen. Die Verweisen des modellierenden Bildhauers bekannt. Für das Relief-,

bindung dieser und deren Federung in die Schlußlage wird durch Büsten- und Figurenmodellieren gibt das Werkchen ausführliche

eine durch die hohlen Bogenteile hindurchgeführte und in denselben Anleitung, dazu noch eine Maßtabelle über die Proportionen der

an ihren Enden festgelegte Torsionsfeder bewirkt. menschlichen Figur und Winke für das ausdrucksvolle Modellieren Kl. 48 b. Dr. Albert Lang, Professor in Karlsruhe. Vervon Gesichtern und nackten Figuren, endlich eine für die Klein fahren zur Oxydierung und Färbung oder Emailierung von Aluminiumplastik wertvolle, gründliche Anleitung zur photomechanischen gegenständen mit Ueberziehen derselben mit Metallschichten nach Relieferzeugung nach Zeichnungen, Druckbildern und Photographien. Einwirkung von Quecksilberverbindungen, dadurch gekennzeichnet, Die in der vierten Auflage neu hinzugekommenen Abbildungen über daß die durch letztere entstehende oberflächliche Amalgamschicht Einteilungen männlicher und weiblicher Figuren und über die für entfernt und dadurch ein regerer Oxydationsprozeß erregt wird und künstlerische Darstellung wichtiger Muskeln des menschlichen die entstehende Oxydationsschicht auf der Oberfläche durch leicht Körpers sind von großem, praktischen Wert für Goldschmiede, die reduzierbare Verbindungen z. B. des Chroms und anderer Metalle figürliche Sachen arbeiten wollen. Im selben Verlag und vom gefärbt oder mit beliebigen Metallschichten bedeckt oder mit Email gleichen Verfasser sind in den letzten Jahren an kunstgewerblichen überzogen wird.

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