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Patent-Bericht,

Frage 571. Wer ist der Fabrikant, der Reklame - Eheringmitgeteilt vom Patentanwalt Dr. Fritz Fuchs, dipl. Chemiker und

Ständer, wo die imitierten Trauringe so arrangiert sind, daß die

selben einen Turm bilden? Das Ganze in unecht und vergoldet. Ingenieur Alfred Hamburger, Wien VII., Siebensterngasse 1.

F. 0. in M. Auskünfte in Patentangelegenheiten werden Abonnenten dieses

Frage 578. Wer ist der Fabrikant von den Kaffeelöffeln, die in Blattes unentgeltlich erteilt. Gegen die Erteilung unten ange

Weißmetall und versilbert mit dem Stempel „F. & R. 20“ versehen führter Patentanmeldungen kann binnen zweier Monate Einspruch

sind? Wir bitten um Mitteilung der Bezugsquelle. A. K. in S. G. erhoben werden. Auszüge aus den Patentanmeldungen werden von dem angeführten Patentanwaltsbureau mäßigst berechnet.

Frage 579. Wer ist der Fabrikant von nebenstehendem Warenzeichen?

F. B. in K.
Oesterreich.
Erteilte Patente.

Frage 581. Ist jemand von den geehrten Fach-
E

kollegen in der Lage, ein besseres, bezw. reinlicheres Kl. 49a. The Linotype Company Limited in London.

Metallputzmittel für die Politur von Tombak u. dgl. Selbsttätige Graviermaschine. Die Gelenkverbindung der

anzugeben, als das bekannte Polierrot? Eventuell selben besteht aus einem Hebel, welcher in einer um eine wagrechte welches und wo erhältlich?

P. H. in B. Achse drehbaren Hülse verschiebbar ist; einem Hebel, welcher an das hintere Ende des verschiebbaren Hebels angelenkt ist und an

Frage 582. Wer war der Aussteller der großen, sieben- oder oder nahe seinem vorderen Ende den Taster in Berührung mit neunlichtigen Kandelaber in Silber (Schilf-Motiv) auf der Pariser dem Modell trägt, und einem Hebel, welcher an das vordere Ende Weltausstellung 1900? Ich bitte um gefl. Antwort. J. L. in B. des verschiebbaren Hebels angelenkt ist und den Stichel in Be Frage 583. Wer liefert billigst vernickelte Anhänger zum öffnen rührung mit dem Werkstück bringt und einer die hinteren Enden

(Totenköpfe, Nuß, Eichel und Glücksschwein)? C. M. in 0. der letzteren Hebel verbindenden Lenkerstange. Die Vorrichtung zur Verschiebung des Tasters und des Stichels in senkrechter Richtung

Frage 584. Wir bitten freundl. uns mitteilen zu wollen, durch über das Modell bzw. das Werkstück besteht aus einer Stange,

welche Firma wir kleinere Globen beziehen können. Durchwelche in einer Längsbohrung des verschiebbaren Hebels verschieb

messer 27–50 mm ?

K. & H. in l. bar ist, einem Gleitstück einer Gelenkverbindung zwischen der Stange Frage 585. Wer ist Lieferant von Federstahl, wie solcher zu und dem Gleitstück, einer senkrechten Führung für das Gleitstück

den Bischofmechaniken der Manschettenknöpfe verwendet wird? und einer Stellschraube, welche mit dem Gleitstück zusammenwirkt,

H. N. in N. um dasselbe zu heben und zu senken. Pat. Nr. 13 458 im Jahre 1903.

Frage 586. Wer fabriziert Broschen, Anhänger usw. in unecht KI. 48c. Rapoport Jakob, Künstler in Budapest. Ver und echt, bis zu 2 Mk. kostend, mit Ansichten für Badeorte fahren zur Herstellung geflammter Emailgegenstände. passend?

K. K. in P. Die Emailfarben werden an einer oder mehreren beim Brennen Frage 587. Wer liefert Luxus-, Dekorations- und Gebrauchshochliegenden Stellen oder auf der ganzen Oberfläche häufchen

Gegenstände aus Silber, in Verbindung mit Achat, Marmor, weise übereinander, ineinander oder aneinander oder durcheinander Kristall usw.?

E. R. in P. im Ueberschuß aufgetragen, so daß das geschmolzene Email über die nicht bedeckten Stellen des Gegenstandes verrinnen oder vom

Frage 588. Wer liefert Silber-Gegenstände in Verbindung mit Gegenstande abrinnen muß. Pat. Nr. 8261 im Jahre 1902.

Meißner-, Sèvres- oder Alt-Wiener-Porzellan ? E. R. in P. KI. 48b. Rudolf Büchler, Fabrikant in Wien. Verfahren

Frage 589. Welche Firma fabriziert und liefert goldene Buch

staben - Ringe? zur Herstellung von tiefgeätzten Verzierungen auf Metall

M. St. in Warschau. gegenständen unter Verwendung einer lichtempfindlichen Deck Frage 590. Wie vermeidet man beim Versilbern von Restauschicht als Aetzgrund, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Be rations-Esbestecken, -Platten usw. das lästige Aufsteigen der Verlichtung entwickelten Teile des Aetzgrundes erst in einer Lösung silberung?

silberung? Ich bitte um gütige Mitteilung. M. Oe. in M. von Chromalaun, Chromkali, Alkohol und Wasser widerstandsfähiger gemacht werden, worauf durch Tiefätzung in einer Eisenchlorid- und

Frage 591. Wer fabriziert vorteilhaft Kupferwaren billigst? folgenden Mattätzung in einer Chrom- und Salpetersäurelösung ta Frage 592. Wer fabriziert billige Rosenkränze? dellose Verzierungen ,en relief“ hergestellt werden. Pat. Nr. 16195. Frage 593. Wer fabriziert aparte, moderne Zigaretten-Etuis, Kl. 48a. Eberhard Müller, Leutnant in Charlottenburg.

Griffe, Bonbonnieren usw.?

G. P. in N. Kathodenträger für Vorrichtungen zur Herstellung gal

Frage 594. Wer fertigt die neuen Scherzanhänger, welche auf vanischer Niederschläge unter Benutzung von Aluminium und dem Etikett den Spruch tragen: „Wer die Platte fleißig dreht, ihren seinen Legierungen als Kathodenmetall, dadurch gekennzeichnet,

Sinn und Wert versteht“ ?

G. L. in N. daß dieses Kathodenmetall anstatt als eigentliche Kathode zu dienen Frage 595. Wer ist der Fabrikant von Laubsägen die folgennur als Träger für die zu überziehenden Gegenstände benutzt wird, des Firmenzeichen auf der Verpackung tragen: in der Mitte beso daß diese als Kathoden auftreten und das vom Ueberzugsmetalí findet sich ein Anker mit zwei Flügeln, rechts und links davon freibleibende Aluminium nur als Stromableitung dient. Pat. Nr. 18737. stehen die Worte "Schutz-Marke“ und „Nr. 30“. Unter dem Anker Ungarn. das Wort „Finis“.

H. &J. B. in c. Einspruchsfrist bis 17. Mai 1906.

Frage 596. Wo kann ich massive kl. Kugeln für kirchlichen B. 3281. Peter Bontenakels, Schlosser in Heerdt. Graviermaschine.

Filigran beziehen, die Kugeln müssen in d. Gr. von 1,2 mm bis 2 mm sein?

H. C. Ww. in P.

Antworten:
Frage- und Antwortkasten.

Zu Frage 574. Reliefpressen zur Anfertigung von Figuren Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen.

liefert: Die Orivit, A.-G., Köln-Braunsfeldt. Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detailleure werden in ihrem und Aller Interesse

Zu Frage 576. Beschläge für Gebetbücher usw. fertigen und höflichst aufgefordert, von der allezelt kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den aus. liefern: Prägeanstalt Rob. Hasenmayer, Pforzheim. – Adolf glebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden und an deren Beantwortung sich zu beteiligen. Die Aufnahme einer Antwort

Köhler, Pforzheim. erfolgt in jedem Einzelfalle auf ausdrücklichen Wunsch. Auch Zu Frage 577. Vorteilhafte Bezugsquellen für Silberdoubledieser Tell unseres Blattes ist dazu geschatten, zur gegenseitigen Belehrung beizutragen. Kreuze sind die Firmen: Karl Aab, Pforzheim. – Benjamin Fragen:

Aydt, Pforzheim. Georg Wüst, Pforzheim. Frage 537. Wer ist der Fabrikant des Ohrlochstechers

Zu Frage 578. Kaffeelöffel mit dem Stempel F. & R. 20 sind „Schmerzlos“ ?

K. & W. in P.

unsere Fabrikate: Friedrich & Rust, Neusilber- und Alfenide

waren - Fabrik mit elektrischem Betrieb, Berlin, Markus-Str. 50. Frage 551. Welche Firma liefert die Email - Aufsätze für Silber

Obige Kaffeelöffel mit demselben Stempel 'liefert: Joseph Ohrringe?

E. B. in 0.

Reiner, Krumbach (Schwaben). Frage 564. Wer liefert Preßteile für Kirchensachen billigst? Zu Frage 580. Silber- Emailringe erzeugt in allen Arten und

E. F. in L. seit vielen Jahren, die als Spezialität in der Emaillebranche tätige Frage 568. Wie verhindert man das Braun- und Schwarz

Firma Carl Nagel in Pforzheim. Ich gestatte mir Ihnen werden unechter Bijouterie- und Metallgegenstände in wirksamer

mitzuteilen, daß ich alle Arten silberner Ringe mit schwarz emailWeise? Das sogen. Zaponieren hat sich nicht immer zweckdien

lierten Inschriften, z. B. „Gott schütze Dich“, „Dieu vous garde“,

Außerdem lich erwiesen.

F. H. in B.

„Gott mit Dir“, „Andenken“, „Souvenir“ usw. liefere.

diene ich mit Kinderringen, Schlangen- und Couleurringen, modernen Frage 570. Wer fabriziert Siegelstangenhalter in Silber mit Oxydr ngen mit Figuren und Köpfen und vergoldeten BauernPfanne und Spirituslampe?

R. F. in P. u. L. ringen usw. Robert Bommas, Bijout.-Fabrik, Schwäb.-Gmünd.

Preisausschreiben

der

Deutschen Goldschmiede-Zeitung zur Grlangung von Entwürfen

für künstlerischen Weißjuwelenschmuck.

DO

er Verlag der,,Deutschen Goldschmiede-Zeitungeröffnet hiermit ein Preis

ausschreiben zur Grlangung von Gntwürfen für künstlerischen Juwelenschmuck. Verlangt werden mindestens acht Ginzelentwürfe, die entweder einzeln oder auf ein Blatt zusammen gezeichnet, eingereicht werden können.

Esift Bedingung, daß mindestens je ein Gntwurf für eine Brosche, einen Anhänger, ein Armband und einen Ring darunter ift. Im Übrigen ist die Wahl der Gegenstände freigestellt, doch wird der Hauptwert auf solche einfacheren Charakters gelegt. Grwünscht ift, daß bei einigen der Entwürfe auch die historischen Stilarten berücksichtigt werden. Die Darstellung muß sorgfältig und technisch brauchbar sein; auch muß sie sich zur Veröffentlichung eignen. Die Arbeiten müssen gut verpackt (nicht gerollt) und durch ein Kennwort bezeichnet, an den Verlag der Deutschen Goldschmiede-Zeitung, Leipzig 28 eingesendet werden. Jeder Ginsendung ist ein verschlossenes Kuvert beizufügen, das Namen und genaue Adresse des Ginsenders enthält.

Es sind drei Preise von 150, 100 und 50 Mark ausgesekt, deren Gesamtsumme unter allen Umständen zur Verteilung gelangt. Das Preisrichterkollegium behält sich jedoch vor, geeignetenfalls eine anderweitige Verteilung der Summe, als die angegebene, vorzunehmen.

Außerdem werden öffentliche Belobigungen zuerkannt werden. Die preisgekrönten Arbeiten gehen mit allen Rechten in den Besitz des ausschreibenden Verlages über. Das Preisrichterkollegium wird bestehen aus

1. Dem Gesamtvorstand des Kunstgewerbevereins Hanau, den Herren Julius

Steinheuer, -Fr. Kreuter jun., Wilh. Behrens, G. Deines, O. Bonn, Georg

Jünger, Jean Ohl und C. König. 2. Den Herren Lehrern der Königl. Zeichenakademie Hanau: Professor

A. Offterdinger, I. Gikenberger, B. Wenig, H. Naas und Dr Quilling.
3. Herrn Juwelier Georg Schlund, Frankfurt a. Main.
4. Dem kunstgewerblichen Redakteur der Deutschen Goldschmiede - Zeitung,

Prof. R. Rücklin, Pforzheim.
Sämtliche Arbeiten müssen bis spätestens am 31. Juli 1906 eingesendet sein.

Verlag der Deutschen Goldschmiede-Zeitung, Leipzig, den 10. Mai 1906.

Wilhelm Diebener.

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DEUTSCHE GOLDSCHMIEDE

ZEITUNG

DO

Redaktion und Verlag BEGRÜNDET UND

Erscheint Sonnabend
Leipzig 28 HERAUSGEGEBEN

Annahmeschluß
Dresdener Str. 2

VON

für kleine Anzeigen Mittwoch Abend

Anzeige-Gebühren: Redaktion: Kunstgewerblicher Teil: WILH.DIEBENER

Die 4 gespaltene nonpareille-Zeile 25 Pf. Professor Rudolf Rücklin, Pforzheim.

Ganze Seite M. 100.-
Wirtschaftlicher Teil:
Amtliches Organ des Verbandes

Bei Wiederholungen Rabatt Beilagen nach Syndikus Hermann Pilz, Leipzig. deutscher Juweliere, Gold- und

Ubereinkunft Fachtechnischer Teil:

Silberschmiede sowie zahlreicher Stellen-Angebote 25 Pf. – Gesuche Goldschmied Paul Axthelm, Leipzig. anderer Vereine und Innungen

15 Pf. pro Zeile Bezugspreis pro Quartal M. 2.--- (Ausland pro Jahr m. 10.-); Kleine Ausg. pro Quartal M. 1. - (Ausland pro Jahr m. 5.-).

Prämiierung von Lehrlings-Arbeiten durch die „Deutsche Goldschmiede-Zeitung:

„Die neue Handwerksgesetzgebung und die Errichtung von auch auf den Prinzipal, um in ihm die moralische Verantwortung, Handwerkskammern hat bei einem Teile der Gewerbetreibenden die er als Lehrherr seinem Lehrling gegenüber hat, hervorzuheben. freudigen Anklang gefunden, während eine andere Partei sich den Ein jeder Lehrherr hat daran zu denken, daß er mit der Annahme Vorteilen einer solchen Einrichtung gegenüber skeptisch verhielt. eines Lehrlings die Pflicht übernimmt, einen brauchbaren Menschen Besonders war es die Errichtung von Zwangsinnungen, die vielen aus demselben zu machen, der sein Fortkommen finden kann, und deutschen Handwerkern nicht als Ideal erschien. Der eine Teil wenn er einen solchen erzogen hat, so nützt er dem gesamten von ihnen huldigt mehr der fortschrittlichen kaufmännischen Ent Fach dadurch, brauchbare Arbeitskräfte für dasselbe zu erziehen. wicklung und betrachtete das Innungswesen als einen Hemmschuh Auch nach dieser Seite hat sich ein Umschwung herausgebildet, in unserem heutigen Zeitalter, während die andern gerade in dem als man dem Schulwesen nicht mehr gegnerisch gegenübersteht, Innungswesen ein Aufblühen des Gewerbes erwarteten und von sondern anfängt, es zu begrüßen, weil auch die Theorie der Praxis dieser Form einen Vorteil von der Zukunft für sich erhofften. In nachzuhelfen hat und nachhelfen kann, um einen wirklich brauchdieser Form dürften sich die meisten allerdings in ihren Hoff baren Gehilfen des Gewerbes heranzubilden.“ nungen doch etwas getäuscht haben, denn immerhin hängt das Das waren etwa die Worte, die Herr Rudolf Menzel, Wohlergehen des einzelnen Gewerbetreibenden und Geschäfts- Berlin, der unsern Lesern als zweiter Vorsitzender des Verbandes mannes in erster Linie von seiner eigenen Kraft ab. Anderer und als Prüfungsmeister der Berliner Innung bekannt ist, an die seits kann man aber wohl behaupten, daß die ganze Handwerks Herren Preisrichter richtete, die sich am Sonntag Vormittag in der organisation eine nicht zu unterschätzende Ordnung in das ganze Redaktion der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“ versammelten, Gewerksleben gebracht hat. Den größten Vorteil dürfte hierbei um die eingegangenen Arbeiten zu bewerten. die Lehrlingsausbildung davontragen. In der Zeit unserer indu Daran knüpfte er gleichzeitig den Dank an die Redaktion und striellen Hochflut vor 2-3 Jahrzehnten ist das Lehrlingswesen in den Verlag für die treffliche Anregung, die sie gegeben hätten gewisser Hinsicht vernachlässigt worden. Die Folgen davon haben und die von den Meistern mit Freuden aufgegriffen worden sei. Als sich nur zu deutlich gezeigt, und es war nicht nur ein berechtigtes, Preisrichter waren geladen und erschienen außer Herrn Menzel. sondern auch ein dringendes Erfordernis, diesem Krebsschaden zu der Obermeister der Leipziger Goldschmiede-Innung, Herr Ilschner, begegnen. In den meisten Kreisen hat man nicht geglaubt, daß ferner die Herren Goldschmiede Müller, Raub, Steiger aus die neue Gesetzgebung diesem Mißstande Einhalt gebieten könne, Halle, Steinwachs und Axthelm. Nach einigen Begrüßungsaber heute, nach jahrelangem Bestehen derselben, macht sich doch worten des Herrn Diebener, der die Herren in seinem Hause ein Umschwung in der Meinung der meisten Handwerkskreise be bewillkommete und ihnen für ihre Bereitwilligkeit dankte, einigte merkbar. Während man sich früher um den Lehrling in vielen man sich über das System der Bewertung und kam man zu dem Fällen gar nicht kümmerte, steht jetzt die Behörde mit ihrer Entschluß, daß man künftig davon absehen werde, Lehrlinge im Organisation im Innungs- und Vereinswesen dahinter. Wir haben 1. und 2. Jahre zu der Konkurrenz zuzulassen. Die Leistungen Prüfungsmeister, die, wenn sie ihre Arbeit streng verrichten, einen könnten doch vorherrschend nicht derartige sein, daß sie Anlaß zu außerordentlich günstigen Einfluß auf die ganze Lehrlingsausbildung einer Auszeichnung geben könnten. Diese Auszeichnung müßte ausüben. Der Prüfungsmeister hat Einblick in die meisten Ge auch bei so jungen Leuten möglichst vermieden werden, da man schäfte, wo Lehrlinge ausgebildet werden; er kann deshalb Mil sie zu frühzeitig zu einem gewissen Ehrgeiz aufstachelte, was stände beseitigen und nicht nur auf den Lehrling einwirken, nein, ihrem Weiterstreben nicht immer förderlich sein würde. Auch soil

für das nächste Mal noch mehr Gewicht darauf gelegt werden, Motto: „Jugendzeit". Zensur sehr gut“. 1 silberne Filigrandaß von den jugendlichen Einsendern nur ein Stück, dasselbe brosche, 1 Gürtelschließe, 1 Anhänger und 1 gravierte Platte. Edwin aber gut gearbeitet, eingeliefert wird, da zu viel Objekte die Preis- Pretsch, 4. Lehrjahr bei Meister Friedr. Orlop in Görlitz. richterarbeit ungemein erschwerten. Es soll kein Gewicht auf die

Motto: „Immer vorwärts“. 1 Ring in Weißjuwelen. Zensur Quantität, sondern auf die Qualität der Arbeiten gelegt werden.

„sehr gut“. Max Zimdar, 4. Lehrjahr beendet bei Meister Otto Was wir allerdings mit dem Preisausschreiben erzielen wollen, ist, Ragus, Berlin C. daß der Lehrling durch die Beteiligung an demselben sich vorbereiten soll auf seine dereinstige Prüfungsarbeit, die ihm leichter

Die Zensur „gut“ erhielten folgende: fallen wird, wenn er bereits in solchen Preisarbeiten seine Kräfte Motto: „Bonzelwart“. 1 Karmoisierungs-Ring. Paul Sabotzki, sammelte und erprobte. Es waren 55 Arbeiten eingegangen. im 4. Lehrjahre bei Meister H. Löwenson, Tilsit.

Das Ergebnis der Preisverteilung war folgendes: Nachdem Motto: „Erster Versuch“. I moderne Brosche. Julius Bader der erste Preis einstimmig dem Motto: Ausdauer und Fleiß führt im 3. Lehrjahre bei Schoch & Frank in Schwäb.-Gmünd. zum Ziel“ zugesprochen war, wurden zur Bestimmung der andern

Motto: „Sternbrosche“. 1 Sternbrosche für Juwelen. Eisig Preise 9 gleichwertige, mit der Zensur „sehr gut“ ausgezeichnete Rosenbaum, im 1. Lehrjahre bei Meister A. Gräfe, Dresden. Arbeiten ausgelost. Es erhielten:

Motto: „Borax“. 1 moderner Juwelenring. Heinr. Knauf, im 1. Preis (30 Mk.); Motto: „Ausdauer und Fleiß führt zum

4. Lehrjahre bei Meister Ernst Schönfeld jun. in Hanau a. M. Ziel“. Zensur „vorzüglich“. 1 Ring und 1 Briefbeschwerer (Kopie

Motto: „Edelweiß“. 2 Ringe, 2 Broschen, 3 Anhänger und einer Dynamomaschine in Silber). Karl Peters, 3. Lehrjahr bei

1 gravierte Platte. Max Ritter, bei Meister Herm. Scholze, Görlitz. Meister Ernst Bebensee, Schönberg in Holstein. 2. Preis (20 Mk.): Motto: „Meteor“. 1 Brosche für Weiß

Motto: „Kunsthandwerk". 1 Halskette mit Mittelanhänger und

zwei Seitenornamenten, 1 Brosche, 1 Karmoisierungs-Rosette, 1 goljuwelen. Zensur „sehr gut“. Fritz Jahr, im 2. Jahre der Lehre bei Meister Wilhelm Dönges, Berlin.

denes Medaillon, 1 Ring und 1 gravierte Platte. Rich. Müller, im

4. Lehrjahre bei Meister Theod. Finster in Görlitz. 3. Preis (10 Mk.): „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“. Zensur „sehr gut“. 1 Empire-Anhänger in Gold. Hans Gruhl, im

Motto: „Ora et labora“. 1 Brosche für Weißjuwelen in Platin 4. Lehrjahr bei Meister Paul Koch, Berlin.

und Gold. Heinr. Schneider, im 2. Lehrjahre bei Meister Chr. 4. Preis (1 Buch): Motto: „Hoffnung“. 1 Weißjuwelenbrosche. Kißling, Hanau. Zensur „sehr gut“. Heinrich Fest, 4. Lehrjahr bei Meister H.

Motto: „Orpheus“. 1 Halbmond für Weißjuwelen, mit EinDunkelstein, Hamburg.

richtung für Brosche und Kamm, die letztere mit Feder und zum 5. Preis (1 Buch): Motto: „Strebsam“. 1 große Brosche für

Anschrauben. Alex. Holzapfel, im 2. Lehrjahre bei Meister GertenWeißjuwelen. Zensur sehr gut“. Alexander Teucher, 4. Lehrjahr

bach & Kaiser in Hanau. bei Meister Paul Telge, Berlin.

Motto: „Wratislawia“. 1 großes silbernes Herz, 1 goldener 6. Preis (1 Buch): Motto: Pokal". Zensur „sehr gut“. Karmoisierungs-Ring und 1 Hirschhaken-Brosche. Fritz Heinrich. 1 Kirchenpokal in gotischem Stil. Karl Mock, 4. Lehrjahr bei im 2. Lehrjahre bei Meister Fritz Heinrich in Breslau. Meister Heinrich Graf, Aachen.

Motto: „Hugo“. 1 Weißjuwelen-Brosche. Hugo Herzfeld, im 7. Preis (1 Buch): Motto: „Melodia“. 1 Brosche, genaue 4. Lehrjahre bei Meister H. Nachtigall, Berlin. Kopie einer Violine. Zensur „sehr gut“.

Walter Gentzsch, Motto: „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“. 1 Armband, 3. Lehrjahr bei Meister Felix Raub, Leipzig.

2 Medaillons, 4 Broschen, 2 Paar Knöpfe, 2 Nadeln, 1 Schirmgriff Als ebenbürtig, d. h. mit der Zensur „sehr gut“ bewertet und die dazu gehörige Form in Spencer-Metall zum Pressen des wurden folgende Arbeiten:

Griffes. Walter Schmidt, im 4. Lehrjahre beim Meister Paul Sorge, Motto: „Dinglinger“. Zensur „sehr gut“. Eine silberne Schnupf- Fürstenwalde a. d. Spree. tabakdose. Wilhelm Stahl, 1. Jahr der Lehre. Meister P. Treschan Motto: „Pokal, ganz in Silber getrieben“. Wilhelm Stroh, bei i. H. Fr. Stahl & Co., Stuttgart.

Meister Rud. Brehm i. H. Neresheimer & Co., Hanau.

Die neuen Zolltarife im Ausland.

II. Frankreich und Spanien.

Der französische Zolltarif nach dem Stande vom 1. Januar 1906 ringe, Ringe, Börsen, Panzerhemden usw. aus unechten Metallen, sieht für Edelmetallwaren nachstehende Zollsätze vor, die sich mit oder ohne Zutaten von echten oder unechten Korallen, unechten immer einschließlich der Dezimen und 4% Zuschlag verstehen. Steinen (Glasflüssen), Perlmutter, Knochen, Elfenbein, Schildpatt, Da wir mit Frankreich im Meistbegünstigungsrecht stehen, kommt echten oder unechten Perlen usw.; a) Aluminium, Neusilber, Nickel, für uns, wenn wir nach Frankreich ausführen, der Minimaltarif Kupfer, ferner Stahl mit gefelderten Spitzen (à pointes), vergoldet, in Frage, der immer an zweiter Stelle in der nachstehenden versilbert, oxydiert, mit Zutaten: 100 kg netto 250 Fr.; 200 Fr. Übersicht angegeben ist.

b) Kupfer, Neusilber, Nickel, geätzt, verniert, emailliert, poliert, verPos. 175 III: Edelsteine, rohe oder geschliffene: 100 kg brutto nickelt, mit Zutaten, Schmuckwaren aus Eisen, mit Glaswerk oder frei; frei.

gehärtetem Holz besetzt: 100 kg netto 150 Fr.; 100 Fr. c) Zink, Pos. 176. Achate und andere Stücke derselben Gattung: 100 kg Blei, gewöhnlicher Stahl und Eisen ohne Zutaten oder Verzierungen: brutto frei; frei. Achate und andere Stücke derselben Gattung 100 kg netto 50 Fr.; 25 Fr. bearbeitet: 100 kg. netto 18 Fr.; 15 Fr.

Pos. 500: Taschenuhren, fertig, ohne kompliziertes System: Pos. 176 II: Bergkristall, roh: 100 kg brutto frei; frei. Berg- Gehäuse aus Gold: Mit Zylinderhemmung pro Stück 6 Fr.; 3,25 Fr. kristall, bearbeitet: 100 kg brutto frei; frei.

Mit Anker- oder sonstiger Hemmung pro Stück 13 Fr.; 4,25 Fr. Pos. 202: Gold- und Silber-Gekrätz: 100 kg brutto frei; frei. Pos. 500 II: Gehäuse aus Silber: Mit Zylinderhemmung pro

Pos. 495: Waren aus Gold, Silber und Platin; Juwelierwaren Stück 5 Fr.; 1,25 Fr. Mit Anker- oder sonstiger Hemmung pro und Bijouterien: 100 kg netto 1000 Fr.; 500 Fr.

Stück 8 Fr.; 1,75 Fr. Pos. 496: Waren, auf verschiedenem Wege vergoldet und ver Pos. 500 III: Gehäuse aus unedlem Metall: Mit Zylinderhemsilbert; Bijouterien, belegt (doublé) mit Gold oder Silber auf Silber, mung pro Stück 4 Fr.; 0,75 Fr. Mit Anker- oder sonstiger Kupfer, Neusilber oder Chysolchalk: 100 kg netto 600 Fr.; 500 Fr. Hemmung pro Stück 5 Fr.; 1,25 Fr. Plattierte Arbeit (plaque) und versilberte Gold- und Silberschmiede Pos. 501: Taschenuhren komplizierte (Repetieruhren), Uhren arbeiten (orfèvrerie, argentée), Waren aus reinem Nickel oder aus mit unabhängigem Sekundenzeiger, ohne Rücksicht auf die Art der Nickel plattiert: 100 kg netto 150 Fr.; 100 Fr.

Hemmung, Taschenchronometer: Mit Gehäusen aus Gold: 45 Fr; Pos. 496 II: Unechte Bijouterien: Agraffen, Broschen, Arm 15 Fr. Mit Gehäusen aus Silber: 24 Fr.; 8 Fr. Mit Gehäusen aus bänder, Fingerringe, Ohrringe, Knöpfe, Ketten, Fingerhüte, Schiebe unedlem Metall: 15 Fr.; 5 Fr.

Albums und Albumdeckel mit Beschlägen aus edlem Metall Pos. 48: Gold, Silber, Platin, zu Waren anderer Art verarzahlen für diese Beschläge besonders den Zoll der Bijouterie- beitet, auch Juwelen und Schmucksachen von mittelmäßiger Arbeit: ware. Die Gold- und Silberwaren dürfen nur eingeführt werden, pro Hektogramm netto 2,40 Pesetas; 2,40 Pesetas. wenn sie bezüglich des Feingehalts den Bedingungen entsprechen, welche für die zum Verkauf im Lande bestimmten Waren franzö

Pos. 49: Gegenstände aus unedlen Metallen, vergoldet und sischer Erzeugung durch Gesetz vorgeshrieben sind. Näheres ist

versilbert, oder mit erhabener Arbeit aus Gold und Silber, anderdarüber in unserem „Adreß- und Handbuch für das deutsche Gold

weit in diesem Tarif nicht namentlich aufgeführt: pro Hektogramm schmiede-Gewerbe“ (S. 407 ff.) zu ersehen. Muster sind zollfrei,

5 Pesetas; 5 Pesetas. aber beim Eintritt nach Frankreich den Zollbeamten anzugeben und Pos. 518: Taschenuhren, goldene: pro Stück 20 Pesetas; vorzuweisen. Sie müssen innerhalb eines Jahres wieder ausgeführt 15 Pesetas. Taschenuhren, aus Silber oder anderen Metallen: pro werden. Der Zoll ist zu hinterlegen und sicherzustellen. Deshalb Stück 4 Pesetas; 2 Pesetas. werden Muster, soweit angängig, mit Stempeln, Siegeln oder Plomben versehen. Auch wird ein Abfertigungspapier ausgestellt.

Auch hier kommt für Deutschland nur der zweite Tarif in

Frage, da auch mit Spanien für uns das MeistbegünstigungsverKosten dafür werden nicht erhoben. Die Wiederausfuhr kann

hältnis besteht. Für Gold- und Silberwaren hat das freilich kaum über alle Zollämter erfolgen. Der neue spanische Zolltarif vom 23. März 1906, der

Bedeutung, da sich hier der zweite Tarif in nichts vom ersten

unterscheidet. Muster von Waren aller Art sind nur zollfrei, wenn ob seiner hohen Zölle vielfach angefeindet wird und mit Recht

sie keinen Handelswert haben. Andre sind frei, wenn sie innerhalb als ein Prohibitivtarif bezeichet worden ist, sieht für die Edelmetall

eines Jahres wieder ausgeführt werden (Freipaß), der Zoll ist aber waren und sonstige Schmuckwaren folgende Zollsätze vor:

zu hinterlegen. Auch werden Zollämter für die Wiederausfuhr bePos. 46: Gold und Juwelen als Schmucksachen, auch in Ver

stimmt. Die Quantität ist bei der Wiederausfuhr nachzuweisen. bindung mit Perlen oder Edelsteinen, dgl. lose oder eingefaßte

Die Vorschriften über den Feingehalt müssen eingehalten werden Edelsteine, Perlen und Sandperlen: pro Hektogramm 25 Pesetas;

(vgl. unser Adreß- und Handbuch S. 434.). 25 Pesetas.

Pos. 47: Silber und Juwelen oder Schmucksachen, auch in Ver Diese Zollsätze sind wesentlich höher als bisher, soweit bindung mit Perlen oder Steinen: pro Hektogramm netto 7 Pesetas; Silberwaren in Frage kommen, die früher nur in Pos. 27 des alten 7 Pesetas.

Zolltarifs mit 3,50 Pesetas (statt 7 Pesetas) belastet waren.

Der Bera-Prozeß in München.
Kgl. Landgericht München I. (III. Kammer für Handelssachen).

München, 8. Mai 1906. (Or.- Corr.) Vor obigem Gerichte erhob der Allgemeine Gewerbeverein München gegen die Bera-Compagnia Argentina, Inhaber Blumenthal & Kaplan, sowie gegen den Geschäftsführer der hiesigen Filiale an der Kaufingerstr. 3, Josef Finkel, Klage wegen unlauteren Wettbewerb. Das der Klage zugrunde liegende Sachverhältnis war folgendes: Die beklagte Firma erließ in verschiedenen Tageszeitungen Inserate etwa des Inhalts, daß sie in ihrem Schaufenster zwischen den imitierten, d. h. den Bera-Diamanten, 30 echte Diamanten plaziert habe und daß derjenige, der die echten von den unechten zu unterscheiden vermöge, die echten zum gleichen Preise wie die Bera-Diamanten, nämlich zu 2 Mk., erhalte. Diesen Ankündigungen war ein Verzeichnis derjenigen Personen beigefügt, die imstande gewesen sein sollen, den Unterschied zu erkennen und die deshalb um 2 Mk. einen echten Diamanten erhalten hätten. Unter diesen veröffentlichten Namen fand sich u. a. auch der des hier wohnhaften Apothekers A. Die Klage stützt sich nun auf die Behauptung, daß dieser an Apotheker A. verkaufte Diamant nichts weiter als ein gewöhnliches Glas sei und soll deshalb der beklagten Partei bei Meidung einer vom Gerichte zu bestimmenden Strafe die Ankündigung, daß Apotheker A. bei ihr einen echten Diamant um 2 Mk. gekauft und geliefert erhalten habe, untersagt werden. Des weiteren war der Antrag gestellt, es solle der Klagepartei die Urteilspublikation zugesprochen werden. Die beklagte Partei hatte die klägerische Behauptung bestritten. Die Beweiserhebung ergab folgendes Resultat: Der Zeuge Apotheker A. bekundete, er habe sich, nachdem er die Ankündigungen gelesen habe, zunächst die Schaufenster besehen und dort ein Paar Manschettenknöpfe mit sehr kleinen Steinen bemerkt. Diese habe er dann verlangt, da er der Meinung war, daß wenn wirklich unter den Bera-Diamanten echte Diamanten zerstreut seien, dies nur

ganz kleine Steine sein könnten. Er erhielt auch die gewünschten Knöpfe, wobei ihm erklärt wurde, daß der eine Stein echt sei. Später wurde dann dem Zeugen von einem Fachmann erklärt, der Diamant sei unecht, und schließlich kam dieser Vorfall zur Kenntnis des klagenden Vereins, der dann die Klage erhob. Der als Zeuge unbeeidigt vernommene Verkäufer der beklagten Firma, der die Manschettenknöpfe an Apotheker A. verkauft hatte, gab an, er verlasse sich auf die Angabe des Buchhalters, der die Knöpfe auf der Rosette mit Tinte als echt bezeichne. Der ebenfalls unbeeidigt vernommene Buchhalter bekundete, daß die sog. echten Steine von den Teilhabern der beklagten Firma aus London an das hiesige Zweiggeschäft geschickt würden mit der Angabe, daß diese echt seien. Nach deren Ankunft würden sie mit Tinte gekennzeichnet und unter die andern gemischt. Ob die Steine wirklich echt seien, wisse er nicht, da er dazu keine hinreichende Sachkunde besitze; auch er verlasse sich wiederum auf die Angabe der Firmenteilhaber. Herr Hofjuwelier Theodor Heiden als gerichtlicher Sachverständiger deponierte, er habe die klagegegenständigen Steine untersucht, zunächst mit der Lupe, dann habe er sie angefeilt. Ein echter Diamant lasse sich mit der Feile nicht angreifen, die beiden in Frage stehenden Steine hätten sich aber sehr wohl anfeilen lassen. Beide Steine, also auch der als echt gekennzeichnete und verkaufte Diamant seien Glas. Der weitere Sachverständige, Herr Dr. Grümling, Konservator der Mineralogischen-Sammlung des Staates, erklärte gleichfalls, daß die Steine der beiden Manschettenknöpfe unzweifelhaft Glas seien; es habe dies schon die optische Untersuchung ergeben und sich auch an den Steinen erkennen lassen. Das Gericht erließ Urteil, wonach der beklagten Partei bei Meidung einer Strafe bis zu 200 Mk. für jeden einzelnen Fall die Wiederholung der erwähnten Angabe untersagt wird. Der Klagepartei wurde die Publikationsbefugnis zugesprochen.

Kleine Mitteilungen.

Den Einzelkelch für das Abendmahl hat auch die Friedenskirche in Bremen einzuführen beschlossen. Dieser Beschluß ist um so bemerkenswerter, als die Mehrzahl der Gemeindemitglieder der Friedenskirche der positiven Richtung angehören. Die zweihundert kleinen silbernen, innen vergoldeten Abendmahlskelche bieten, wie die „Weser-Ztg.“ mitteilt, auch dem Auge einen angenehmen Anblick.

In Stuttgart weilt gegenwärtig Herr Erwin Mayer-Beckh aus Santiago (Chile), ein geborener Stuttgarter, um sich im Namen und Auftrag der Chilenischen Regierung Fachschulen für Feinmechanik und Uhrmacherei, sowie einschlagende Fabrikbetriebe anzusehen, da die Chilenische Regierung vor der Errichtung einer derartigen Fachschule steht.

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