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Verantwortlich für die Redaktion des volkswirtschaftl. Teiles: Syndikus Hermann Pilz, Leipzig; für den kunstgewerbl. Teil: Professor R. Rücklin,

Pforzheim. Druck: Spamersche Buchdruckerei in Leipzig.

Fachtechnischer und

und wirtschaftlicher Teil

*** Redaktion: Fashtechnischer und wirtschaftlicher Teil: Syndikus Herm. Pilz, Leipzig *** Kunstgewerblicher Teil: Professor Rudolf Rücklin, Leiter der Goldschmiede-Smule, Pforzheim

Preisausschreiben der Bremer Silberwarenfabrik

und der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“.

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Die Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft Sebaldsbrück hatte in Gemeinschaft mit unserer Goldschmiedezeitung ein Preisausschreiben zur Erlangung von neuen Mustern für Bestecke veranstaltet, das einen erfreulichen Verlauf genommen hat. Solche Preisausschreiben dienen der Allgemeinheit. Hat doch die ganze Branche ein Interesse daran, daß immer neue, eigenartige, geschmackvolle und zweckdienliche Dessins in den silbernen Gerätschaften auf den Markt kommen. Die Kunst darf nicht stagnieren. Das Kunstgewerbe ebensowenig. Ein ewiges Fluidum muß ihm innewohnen. Die Künstler wollen für ihr geistiges Schaffen Verwendung haben. Sie wollen angeregt sein, ihre Kunst auch in den Dienst des alltäglichen Lebens zu stellen und Muster für die Geräte zu schaffen, die wir bei festlicher Tafel zur Erhöhung der Stimmung zu verwenden pflegen. Darum hat auch das Preisausschreiben der Bremer Silberwarenfabrik eine größere Bedeutung als die, daß einige glücklich entworfenen, künstlerisch ausgeführte Arbeiten einer Prämierung unterworfen wurden. Nun, der hohe Wert derselben liegt darin, daß sich ein schöner künstlerischer Wettbewerb entfaltete, daß Schaffensfreude geweckt wurde, daß Leben und Bewegung in die Reihen derer kam, die zu solcher Arbeit berufen waren. Das ist der ethische Wert, den alle solche Preisausschreiben haben.

Die Beschickung ergab 330 Nummern, die im Hotel Sachsenhof in Leipzig ausgestellt waren und einen schönen Beweis dafür boten, wie fortbildungsfähig auch die Kunst der Besteckerzeugung ist. Als Preisrichter fungierten: Maler W. Lucas von Cranach, Berlin, Juwelier Külz (Th. Strube & Sohn), Leipzig, Prof. Offterdinger, Hanau, Prof. R. Rücklin, Pforzheim und Hofjuwelier Kempfe, Magdeburg. Von unserer Redaktion waren

noch Goldschmied Axthelm sowie der Herausgeber unseres Blattes Wilhelm Diebener anwesend.

Nach einer eingehenden Prüfung der ausgestellten Arbeiten war man sich darüber einig, daß es nicht möglich sei, nur drei Preise von 350, 220 und 120 Mk. zu verteilen, wie in Aussicht genommen, sondern im Hinblick auf gebotene Leistungen mindestens sechs Preise auswerfen müsse. Es wurden daher aus den zu Gebote stehenden Mitteln sechs Preise errichtet. Es erhielten: Motto: „Weser“ 200 Mk. Johann Klüsing, Bremen. „Tell"

130 Ad. Münzenmaier, Bremen. „Silberschmied“ 130 Rich. Mitzschke u. R. Ruß,

Berlin.
„Zweckform" 80 Joseph Eitzenberger,

Hanau.
„Argentum“ 80 Rich. Betz jr., Altensteig

bei Geislingen. „Wahrheit“ 80 Friedr. Wondratschek,

Geislingen. Lobende Erwähnungen wurden an Adolf Ries (Klio) aus Hanau, Alwin Dietz (Anna) aus Pforzheim, Wilhelm Keppler (Röschen) aus München, Otto Herzog (Fleiß) aus Pforzheim, Alb. Hanke (Rose, Ranken) aus Karlsruhe. Im allgemeinen kann man wohl sagen, daß der Eindruck ein recht erfreulicher gewesen ist. Es zeigte sich, was wir schon früher einmal dargetan haben, daß der Empirestil mehr und mehr in den Vordergrund tritt und daß selbst der moderne Stil sich demselben mehr und mehr nähert, so daß es vielleicht in Zukunft einmal keiner künstlerischen actio finium regundorum mehr gelingen wird, sie reinlich zu scheiden.

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Kleingewerbe und Großindustrie in Pforzheim.

Von R. Rücklin - Pforzheim.

(Schluß).

Das Kleingewerbe in Pforzheim trägt vielfach einen kunstgewerblichen Charakter. Ich erinnere nur an die zahlreich hier vertretenen selbständigen Emailleure, Emailmaler und Graveure. Für die Förderung der kunstgewerblichen Fortbildung ist hier schon außerordentlich viel geschehen, so viel, daß keinesfalls über Mangel an Gelegenheit geklagt werden kann; vielleicht aber darf man über mangelhafte Benutzung des Gebotenen klagen. Der Zeichner oder Spezialtechniker in einer großen Fabrik hat in der Regel ein genügendes, stets wechselndes Vorbildermaterial auf Kosten der Firma zur Hand, und erhält außerdem alle die Anregungen, die durch das Reisegeschäft hierher gebracht werden. Der selbständige Gewerbetreibende muß beides mehr oder minder entbehren und ist daher doppelt darauf angewiesen, das der Allgemeinheit zugängliche Vorbildermaterial, das ja namentlich der Kunstgewerbeverein in seinen Sammlungen und seiner Bibliothek zur Verfügung stellt, zu benützen. Oder, um mich präziser auszudrücken, es zunächst einmal kennen zu lernen. Denn wer gar nicht weiß, was da ist, dem wird es im Bedarfsfalle auch sehr schwer fallen, das Passende zu finden.

Man wende mir nicht ein, man brauche keine Muster, es sei Zeitverschwendung, Fach- oder kunstgewerbliche Zeitschriften durchzusehen. Wie außerordentlich wichtig ist es für jeden, der selbständig einen kunstgewerblichen Kleinbetrieb führt, daß er stets rechtzeitig über die Änderungen der Geschmacksrichtung und der Mode orientiert ist. Und es ist eine Tatsache, die nicht geleugnet werden kann, daß das Kleingewerbe in der Aufnahme neuer Geschmacksrichtungen schwerfälliger zu sein pflegt als die Großbetriebe. Ebenso wichtig wie das Kunstgewerbe ist die Beherrschung einer Spezialtechnik für das Pforzheimer Kleingewerbe. Denn seine Lebensfähigkeit beruht hauptsächlich darauf, daß es den Bedarf an solchen Arbeiten für die Fabrikation deckt, die eben deswegen, weil sie Spezialkenntnisse und einen Spezialbetrieb verlangen, nicht in jedem Fabrikationsbetriebe mit Nutzen ausgeführt werden können. Es liegt im dringendsten Interesse des Kleingewerbetreibenden, seine Technik so hoch zu entwickeln und über Fortschritte derselben so auf dem Laufenden zu bleiben, daß seine Mitarbeit für einen möglichst großen Kreis der Fabrikatien unentbehrlich, oder sagen wir wenigstens: von Vorteil bleibt.

Für eine Entwicklung und Wiederauffrischung der Technik im Kleingewerbe hat man mit Erfolg die Meisterkurse eingeführt, Einrichtungen, in denen es zu gewissen, geschäftsstilleren Zeiten dem kleinen, selbständigen Meister oder Gewerbetreibenden ermöglicht wird, unter Anleitung eines anerkannten Fachmannes sich technisch weiter zu vervollkommnen. Ob eine derartige Einrichtung für die Kreise der Pforzheimer kleineren Hilfsgeschäfte zweckmäßig ist, darüber liegen meines Wissens Äußerungen und Beobachtungen noch nicht vor. Ohne Zweifel liegt die Gefahr des Rückständigwerdens und beruflichen Verknöcherns einem Pforzheimer Kleingewerbetreibenden viel weniger nahe als etwa dem Goldschmied in einer Kleinstadt, weil die stete Berührung mit größeren Betrieben und das Zusammenarbeiten so vieler Fachleute, wie hier, dies verhindert. Aber aufgeworfen und geprüft sollte die Frage doch jedenfalls werden, ob Meisterkurse irgend welcher Art sich auch für unsere Interessentenkreise bewähren würden, wobei sowohl solche kaufmännischer, als technischer und kunstgewerblicher Art welch letztere in Nürnberg so große Erfolge hatten in Betracht zu ziehen sein würden.

Wenn man alle Mittel zur Hebung des Kleingewerbes, die in den letzten Jahrzehnten zur Anwendung gekommen sind, überschaut, so kann man sie in zwei Kategorien zerlegen: in solche gesetzgeberischer und in solche erzieherischer Art. Gesetzesparagraphen wirken meistens nur als Schutzmaßregeln, als Vorbeugung gegen irgend welche schädlichen Einflüsse oder ungerechte Benachteiligung des Kleingewerbes. Die erzieherische Arbeit wirkt positives, sie geht gewissermaßen angriffsweise vor; und obgleich ich selbst Lehrer bin, stehe ich doch nicht an, Ihnen die gewerbliche Erziehung als das mächtigste Schutzmittel gerade für das Kleingewerbe zu empfehlen. Wie wichttg die Erziehung, vor allem die gewerbliche Erziehung, für das wirtschaftliche Leben einer Nation ist, dafür kann ich Ihnen die Äußerungen eines unverdächtigen Zeugen anführen, nämlich die eines amerikanischen Journalisten, also eines Mannes, der an Autorität einem deutschen kommandierenden General gleichkommt. Der Berichterstatter über die Ausstellung für Erziehungswesen in St. Louis für eine der größten amerikanischen Zeitschriften faßt seine Ausführungen schließlich in den Satz zusammen: „Erziehung ist ein Mittel, um alle Fragen der Welt zu lösen.“ Entkleidet man diesen Satz seiner dithyrambischen Einfachheit und sucht ihn praktisch auf unser Thema anzuwenden, so wird man wohl sagen können, daß das Mittel einer vertieften gewerblichen Erziehung bei keiner Frage, die den Gewerbestand betrifft, außer acht gelassen werden dürfe. Gerade für den Kleingewerbestand ist die Frage nach einem gut ausgebildeten jungen Nachwuchs dringendste Lebensbedingung, da er viel weniger im Stande ist, wie etwa die GroBindustrie, auch ungelernte Kräfte zu verwerten. Bis zu welcher Bedeutung und Ausbildung sich die Gewerbeschule ausbilden kann, vermag wieder ein Beispiel aus dem amerikanischen Wirtschaftsleben zu zeigen: In den Vereinigten Staaten haben in manchen Gewerben die Arbeiterverbände, die sogen. „Unions“, eine so große Macht erlangt, daß sie bindende Bestimmungen dafür aufstellen konnten, wieviel Lehrlinge für ein bestimmtes Gewerbe in einer Stadt oder einem Bezirk pro Jahr aufgenommen werden dürfen. Es kommt

vor, daß dem Sohn eines Meisters untersagt wird, den Beruf des Vaters zu ergreifen, weil die Maximalzahl der zulässigen Lehrlinge erreicht ist. Da tritt die Berufsschule ein, die, ungleich der unserigen, nicht nur die theoretische, sondern auch die praktische Berufsausbildung mit allem, was dazu gehört, übernimmt. Es gibt in größeren Städten, vor allem in New York, Schulen, in denen Maurer, Zimmerleute, Schreiner, kurz die verschiedensten Arten von Handwerkern Gelegenheit haben, alle Arbeitsoperationen ihres Berufes von der einfachsten bis zur kompliziertesten praktisch zu erlernen und zu üben, so daß sie als ungelernte Jungen die Schulen betreten und sie als ausgelernte Arbeiter und Handwerker wieder verlassen. Damit sind dann die hemmenden Bestimmungen der Arbeiterverbände umgangen, da diese natürlich nur auf Arbeitsgeschäfte, nicht aber auf Schulen Einfluß haben.

So weit ist es bei uns nun noch nicht, und wir möchten auch niemals wünschen, daß aus irgend einem Grunde es einmal dazu kommen würde, daß die Berufsschule die ganze Berufsausbildung zu übernehmen hätte. Aber es kann keinem Zweifel unterliegen, daß ihre Mithilfe in immer größerem Umfange notwendig wird, und daß diese gerade für die innerliche Gesundung des Kleingewerbes und für die Erzeugung eines tüchtigen Nachwuchses in demselben von ausschlaggebender Bedeutung ist. Ich glaube, daß man, unerachtet aller wohlwollenden Versicherungen, immer noch den wirtschaftlichen und sozialen Wert unserer Berufs- und Fachschulen unterschätzt. Gerade für eine Industriestadt, wie Pforzheim, wo nicht nur in der GroBindustrie, sondern auch im Kleingewerbe eine immer größere Spezialisierung der Arbeitsweise platzgreift, wo die Hast und das Getriebe des Konkurrenzkampfes die Weiterfortbildung des einzelnen und auch die Ausbildung der Lehrlinge schwer beeinträchtigt, kann eine solche Schule, richtig organisiert und betrieben, nicht nur zu einer Bildungsstelle für die Lehrlinge, sondern auch zu einer Sammelstelle für gute Vorbilder und zu einer Klärstelle für die Theorie des Gewerbes werden, die nicht nur die Fertigkeiten, sondern auch den beruflichen Anschauungskreis ihrer Zöglinge in einer Weise zu erweitern in der Lage ist, wie er eben meines Erachtens für das selbständig arbeitende Kleingewerbe eine unbedingte Voraussetzung ist.

Fassen wir die Ergebnisse der vorliegenden Ausführungen noch einmal zusamn.en. Das Pforzheimer Kleingewerbe charakterisiert sich im wesentlichen als eine gewerbsmäßige Ausübung gewisser Hilfstechniken unserer Hauptindustrie, die vorteilhaft in der Form des Kleingewerbes betrieben werden. Das Erstarken desselben wird wesentlich davon abhängen, daß diese Betriebe sich den Bedürfnissen der Großindustrie anzupassen vermögen und aus den wechselnden Betriebserscheinungen derelben ihren Vorteil zu ziehen wissen. Eine wesentliche Unterstützung kann dem Kleingewerbe zuteil werden durch Maßregeln gesetzlicher und erzieherischer Art. Damit diese richtig eingesetzt werden können, ist eine klare Präzisierung der hier bestehenden Mängel und Bedürfnisse notwendig. Eine solche kann aber nur zustande kommen im Schoße einer Organisation der Pforzheimer Kleingewerbetreibenden, wie sie jetzt zustande gekommen ist (als „Gewerbeverein Pforzheim“). Möge es ihr beschieden sein, ihre Aufgaben zu erfüllen!

Künstlicher echter Bernstein.

Vielleicht ging es schon manchen Kollegen ebenso wie mir, daß er sich nämlich wunderte, woher all die schönen, wundervoll geflammten und gemaserten, großen Bernsteinstücke zu Zigarrenspitzen usw. verwendet kommen? Sind sie vielleicht nur Fälschung? Nein, sie lassen sich schaben, und man merkt sofort, daß es kein Glas ist; probiert man es mit der Flamme, so brennen sie nicht wie Zelluloid, sondern in jener dem echten Bernstein eigenen Weise. Also sind sie doch echt?! Ja, echt und doch nachgemacht!

Es interessiert vielleicht manchen, zu wissen, wie man diesen „künstlichen, echten Bernstein“ erhält. Ich fand Nachstehendes in der „Technischen Rundschau“: Die von der äußeren braunen Rinde befreiten kleinen Bernsteinstücke und Abfälle werden in einem dickwandigen Stahlzylinder gefüllt und in diesem unter

einem Druck von etwa 50 Atm. zusammengepreßt. Unter Aufrechterhaltung des Druckes wird der Behälter in einem Ofen gebracht und dort so lange erhitzt, bis er durchweg eine Temperatur von etwa 200° C. angenommen hat. Die erhitzte Bernsteinmasse wird dann weiter gepreßt, bis Drucke von 250, ja 500 Atm. erreicht sind. Unter diesem Druck läßt man den Inhalt durch verschieden gestaltete Mundstücke austreten und erhält so zylindrische oder prismatische Stäbe verschiedener Stärke (20 bis 40 mm Durchmesser). Je nach Auswahl des Rohmaterials, Höhe der Pressung und die Erhitzung sowie Form der Austrittsöffnung hat es der Fabrikant in der Hand, ein Preßgut von glasklarer, hellerer oder du nklerer Art

, milchig trübe sowie geflammt oder gemasert zu erhalten. Die genauen Verhältnisse werden natürlich von den Fabrikanten sorg. fältig geheim gehalten.

aurifex

Schwärzen und Brünieren von Stahl und Eisen.

Um eine glänzend schwarze Färbung von Eisen und Stahl Verfahren zum Schwärzen und Brünieren auf dem Wege des zu bewirken, wird zunächst zu einer Quantität Terpentinöl tropfen Niederschlagens eines Metalls oder einer nicht oxydierbaren weise unter beständigem Umrühren Schwefelsäure hinzugefügt, bis Verbindung folgen. Zum Schwarzfärben präpariert man eine sich kein Niederschlag mehr bildet. Sodann gießt man die Flüssig Lösung aus 10 Teilen Wismutchlorid, 20 Teilen Quecksilberkeit in Wasser, schüttelt um und dekantiert (d. h. man scheidet chlorid, 10 Teilen Kupferchlorid, 60 Teilen Salzsäure, 50 Teilen die Flüssigkeit vom Niederschlag). Der Niederschlag wird so lange Alkohol und 500 Teilen Wasser. Man füge zu derselben Fuchsin ausgewaschen, bis in das Waschwasser getauchtes blaues Lack in genügender Menge, um die Farbe zu verdecken. Das Queckmuspapier sich nicht mehr rötet. Der Niederschlag ist dann silberchlorid wird zur Salzsäure gegossen, sodann das Wismutvöllig von Säure befreit. Nachdem man denselben durch ein chlorid und darauf das Kupferchlorid; schließlich wird der Alkohol Tuch filtriert hat, wird er auf das Eisen aufgetragen und dieses hinzugetan. Der Gegenstand wird mit dieser Mischung mittels am Feuer geglüht. Läßt sich der Niederschlag schwer auftragen, Bürste oder Lappen überstrichen bezw. in die Flüssigkeit eingeso kann man etwas Terpentin zusetzen. Der Gegenstand wird taucht. Er wird dann getrocknet, hierauf eine halbe Stunde in dann mit einem in Leinöl getauchten Leinenlappen abgerieben, kochendes Wasser gebracht. Das Verfahren wiederholt man so bis die Oberfläche eine schön glänzende schwarze Färbung an lange, bis die gewünschte Farbentönung erscheint. Nun wandert der nimmt. Ein derartiger Überzug löst sich nur schwer ab; er ist, Gegenstand in ein Ölbad und aus diesem direkt zum Feuer; anderermit Sorgfalt ausge

seits genügt es, ihn führt, sehr haltbar.

zehn Minuten in koEine bläulich

chendes Leinöl zu schwarze Färbung

stellen. Zur Erzielung des Eisens erzielt man

brauner Färbungen auf folgendem Wege:

bereitet man eine Man stellt eine LöLehrlings-Preisausschreiben.

Lösung aus 20 Teilen sung von 15 Teilen Unser Preisausschreiben für die Prämiierung von Lehrlings

Quecksilberchlorid, Salpetersäure, 8 Tei

10 Teilen Kupferlen schwefelsaurem Arbeiten, mit dem wir dieses Jahr hervorgetreten sind, ist von allen

chlorid, 60 Teilen Kupfer, 20 Teilen AlSeiten, die wir darüber hörten, sehr sympathisch aufgenommen

Salzsäure, 50 Teilen kohol und 125 Teilen worden. Wir bitten deshalb alle Meister, welche Lehrlinge be

Alkohol, 500 Teilen Wasser her und bringt schäftigen, die letzteren zur Teilnahme zu veranlassen.

Wasser. Das bedieselbe auf das von Wie bei allen unseren Unternehmungen, so sind auch in diesem

treffende Stück wird Schmutz und fettigen Falle Vorkehrungen getroffen, daß der Bedeutung der Sache ent

nach sorgfältiger ReiSubstanzen sorgfältig sprechend die Erledigung und die Beurteilung in ernster Weise

nigung in diese Lögereinigte Metall. Sovorgenommen wird. Wir wollen, wie wir dies ausgeführt haben,

sung getaucht oder dann trocknet man nichts anderes mit diesem Ausschreiben erzielen, als die Lehrlings

mittels Bürste beden Gegenstand und

handelt. In letzterem reibt ihn mit einem Ausbildung zu fördern, und werden als Preisrichter nur tüchtige

Falle wiederholt man Leinenlappen ab. Zur und erfahrene Männer heranziehen, so daß unsere Prämiierungen

die Operation. SoErzielung einer guten, bedeutungsvoll sind und fachlichen Wert besitzen. Im übrigen ver

dann legt man den schwarzen Färbung weisen wir auf die bereits mitgeteilten Bedingungen.

Gegenstand in heißes bereitet man eine

Wasser und überzieht Lösung aus 80 Teilen

die Oberfläche mit Kupfersulfat, 40 Tei

einer gleichmäßigen len Alkohol, 30 Teilen

Schicht vegetabiliEisenchlorid, 20 Tei

schen Öls. Nun bringt len Salpetersäure, 20 Teilen Äther, 400 bis 500 Teilen

man den Gegenstand in einen Ofen mit hoher Temperatur, Wasser und überstreicht mit der gewonnenen Mischung

nur darf das Öl. nicht verkohlen. Das Eisen bedeckt den zu schwärzenden Gegenstand.

sich mit einer dünnen, braunen Oxydschicht, welche am Verschiedene Färbungen des Eisens und Stahls können

Metall festhaftet und sich so schön polieren läßt, daß durch Schwefelverbindungen erzielt werden. Zum Brünieren der der Gegenstand das Aussehen von Bronze erhält. Gegenstände werden diese in geschmolzenen, mit Lampenruß ver Eine glänzende schwarze Färbung wird in folgender Weise mischten Schwefel getaucht oder in ein Bad, welches mit Lampenruß erzielt: Den von Schmutz und Fett sorgfältig gereinigten Gegenvermengte „Schwefelblüten“ enthält. Man läßt die Gegenstände stand überzieht man mit einer dünnen Schicht metallischen Kupfers. abtropfen und trocknet sie. Der so gewonnene Überzug wider Zu diesem Zwecke werden folgende Lösungen hergestellt: a) i Teil steht dem Angriff von Säuren und kann durch Polieren einen Kupfersulfat, 16 Teile Wasser; dann wird Ammoniak bis zur schönen Glanz erhalten, welcher dem Gegenstande das Aussehen vollständigen Auflösung des Sulfats zugefügt; b) 1 Teil Zinnvon Bronze gibt, vielleicht infolge der Bildung von Eisensulfat, chlorid, 2 Teile Wasser, 2 Teile Salzsäure. – Der Gegenstand einer Art Eisenkies, welches auf Grund seines schönen metallischen wird in die Lösung b und hierauf in die Lösung a getaucht. Bei Glanzes und Widerstandes gegen chemische Agentien bekannt ist. diesem Verfahren schlägt sich auf dem Eisen eine außerordent

Eine glänzende schwarze Färbung durch Anwendung einer lich fest anhaftende Schicht Kupfer nieder. Der mit Wasser abSchwefelverbindung erzeugt man auf folgende Weise: Man kocht gewaschene Gegenstand wird mit Schwefel abgerieben oder in eine einen Teil Schwefel und 10 Teile Terpentinöl, wobei man ein Lösung von Ammoniumsulfhydrat (Schwefelwasserstoff-Schwefelschwefelhaltiges Öl von unangenehmem Geruch erhält. Dieses ammonium) getaucht. Es bildet sich ein dunkelschwarzer Überzug wird mittels Bürste so dünn wie möglich aufgetragen und hierauf von Kupfersulfid, welcher beim Polieren eine glänzend schwarze der zu behandelnde Gegenstand durch eine Spiritusflamme erhitzt, Färbung erhält. Um einen Eisengegenstand blauschwarz zu färben, bis der Überzug den gewünschten Farbenton erhält. Durch dieses wird er, wie vorstehend beschrieben, erhitzt, das Kupfer wird jedoch Verfahren erzielt man auf Eisen und Stahl einen glänzend schwarzen nicht mittels Ammoniumsulfhydrats, sondern mittels unterschwefÜberzug, welcher außerordentlich dauerhaft ist.

ligsauren Natrons in Kupfersulfid umgewandelt. Es genügt dabei, Eine Schwarz färbung wird ferner durch Niederschlagen den verkupferten Gegenstand in eine mit Salzsäure angesäuerte einer nicht oxydierbaren Verbindung bewirkt. Man bereitet eine Lösung von unterschwefligsaurem Natron zu bringen und die aus Antimonchlorid und Leinöl zu gleichen Teilen zusammenge Temperatur auf 80 bis 90° C. zu erhöhen. Auf diese Weise ersetzte Paste, trägt dieselbe auf den vorher erwärmten Gegenstand hält man einen blauschwarzen Überzug, welcher sich an der Luft mittels Lappen auf, überzieht ihn mit Wachs, bearbeitet ihn mit und im Wasser nicht verändert. Nach dem Polieren besitzt er der Bürste, um ihn schließlich mit Gummilack zu überstreichen. eine blaue Färbung wie Stahl und haftet so fest an, daß er die Ich lasse hier noch die Beschreibung einer Reihe weiterer Bearbeitung mittels Drahtbürste verträgt.

Bh.

Wann sind die Lehrlinge invalidenversicherungspflichtig?

In § 1 des Invalidenversicherungsgesetzes vom 13. Juli 1899 ist bestimmt, daß vom vollendeten 16. Lebensjahre ab auch Lehrlinge der Versicherungspflicht unterliegen, wenn sie gegen Lohn beschäftigt werden. Als Lohn gelten nach § 3 auch Naturalbezüge, doch begründet eine Beschäftigung, für welche als Entgelt nur freier Unterhalt gewährt wird, die Versicherungspflicht nicht. Diese Ausnahmebestimmung hat den Zweck, die Belastung des Arbeitgebers mit dem gesamten Beitrag zu verhindern. Denn die Wiedereinziehung des auf den Arbeiter entfallenden Anteils ist nur bei der Lohnzahlung zulässig, und sie wäre in den Fällen, wo nur freier Unterhalt gewährt wird, unausführbar. Bei Prüfung der in der Überschrift aufgeworfenen Frage kommt es demnach darauf an, ob und in welcher Form eine Arbeitsvergütung gewährt wird. Eine Gewährung freien Unterhaltes, welcher insbesondere Kost, Wohnung und Bekleidung umfaßt, liegt dann vor, und die Versicherungspflicht ist demnach ausgeschlossen, wenn der Lehrling Kost und Logis oder eines von beiden in dem Hause seines Lehrherrn erhält oder wenn dieser ihn bei einem Dritten in Kost gibt oder einmietet und dafür direkt die Geldleistungen übernimmt. Auch daneben gewährte unerhebliche Barzahlungen (z. B. sogen. Taschengeld), die den Empfänger in den Stand setzen sollen, gewisse geringfügige Lebensbedürfnisse selbst zu befriedigen, gehören noch zu der Hauptleistung, der freien Unterhaltsgewährung. Im allgemeinen wird angenommen werden können, daß ein wöchentliches Taschengeld von zirka 50 Pfg. noch hierher gehört, daß aber Beträge, welche hierüber hinausgehen, die Versicherungspflicht begründen. – Lehrlinge, denen als Entgelt für ihre Beschäftigung an Stelle des freien Unterhaltes oder eines wesentlichen Teiles desselben, z. B. der Bekleidung, ein Barbetrag gezahlt wird, sind versicherungspflichtig, auch wenn dieser Betrag zur Bestreitung des freien Unterhaltes nicht ausreicht oder denselben nicht übersteigt: Die Ausnahmebestimmung des § 3 hat nur Naturalleistungen

im Auge.

Wird an deren Stelle ein Geldbetrag an den Lehrling gezahlt, über den er frei verfügen kann, so findet sie keine Anwendung; es liegt alsdann eine Lohnzahlung vor, die in versicherungsrechtlicher Beziehung denselben Grundsätzen unterstellt ist wie die übrigen Lohnzahlungen. Der Umstand, daß die Zahlung den freien Unterhalt ersetzen soll, ist ohne Belang, weil andernfalls der bare Lohn in jedem Falle, wo er den Wert des freien Unterhaltes nicht überschreitet, die Versicherungspflicht ausschließen würde. Wird freier Unterhalt weder in der einen noch in der anderen Form gewährt, so ist die Versicherungspflicht von der Frage abhängig, ob etwaige Geldzahlungen als Lohn oder als Geschenke aufzufassen sind. Die Annahme, daß es sich um ein Geschenk, z. B. für gute Führung, handelt, wird sich stets dann rechtfertigen lassen, wenn die Leistung geringfügig ist und nicht auf einer Vereinbarung oder einem Orts- oder Geschäftsbrauche beruht. Dagegen liegt in der Regel eine Lohnzahlung und damit Versicherungspflicht vor, wenn die Geldleistungen, mögen sie regelmäßig oder gelegentlich besonderer Anlässe, etwa zu Weihnachten erfolgen, den 100 fachen Betrag des ortsüblichen Tagelohnes für jugendliche Arbeiter erreichen. Dies ist im Durchschnitt ein Jahresbetrag von 60-80 Mk.

Lehrlinge, die nur freien Unterhalt genießen, können sich freiwillig versichern. Welchen Wert die Versicherung auch für sie hat, geht aus der Tatsache hervor, daß nach den Veröffentlichungen des Reichsversicherungsamtes jährlich auch eine Anzahl jugendlicher Arbeiter invalide wird und in den Genuß der Rente tritt.

Damit keine Irrtümer entstehen, sei zum Schluß darauf hingewiesen, daß auf dem Gebiete des Krankenversicherungsrechtes wesentlich andere Grundsätze gelten. Insbesondere hat die Krankenversicherungspflicht nicht die Vollendung eines bestimmten Lebensalters zur Voraussetzung, auch tritt sie schon dann ein, wenn nur freier Unterhalt gewährt wird.

H. F.

Die Herstellung von Semi-Emaille-Bildern.

Die Semi-Emaille-Bilder sind in Verwendung mit Schmuck 90 prozentigen Spiritus und läßt in demselben das Bild drei bis sachen, wie Broschen, Medaillons und dergleichen, sehr beliebt, fünf Minuten einweichen. Es ist hierbei darauf zu achten, daß sind dieselben doch infolge der als Deckblättchen dienenden Zel die Bilder nicht zu lange im Spiritus liegen, um ein Angreifen luloidfolie ein täuschender und dabei billiger Ersatz von Echt der Farben zu verhüten, anderseits darf das Einweichen nicht zu emaille. Wenn auch die Anfertigung solcher Bilder in geschäfts- knapp bemessen sein, um eine nötige Feuchtigkeit zu erzielen. mäßiger Weise unter Benutzung von einer Stanzmaschine geschieht, Während nun die Bilder im Spiritus liegen, ist eine dicke um das Bild zwischen zwei Metallscheiben gespannt vor ein Glasplatte gut handwarm gemacht worden, um auf derselben das dringender Feuchtigkeit und somit vor Verderben zu schützen, so Überziehen mit Zelluloid vorzunehmen. Man läßt das Bild etwas lassen sich die reizenden Bildchen auch in einfacher Weise her abtropfen und legt es mit der Schichtseite nach oben auf die stellen. Schützt doch das aufgelegte Zelluloid das nach Belieben warme Glasplatte. Ehe nun der Spiritus verdunstet, wird schnell im Phototon gehaltene oder kolorierte Bild gegen mechanische das Zelluloidhäutchen auf das Bild gelegt und mit sanftem Druck Verletzungen und in gewisser Hinsicht auch gegen Nässe. Bei von einer Seite nach der andern angestrichen, wozu man ein den Emaillebildern kommen infolge ihrer Anwendung nur kleinere weiches Tuch benutzen kann. Wie schon gesagt, ist bei diesem Aufnahmen von Porträts in Betracht, welche wir aber je nach Streichen einige Übung erforderlich, um die zwischen Bild und Belieben auch aus einer Gruppenaufnahme herausnehmen können. Folie befindliche Luft herauszudrücken. Vor allen Dingen ist es Das Bild muß auf dem in allen photographischen Handlungen er ratsam, die Folie etwas größer als das Bild zu schneiden. Bei hältlichen Aristopapier, welches ein Chlorsilber-Gelatinepapier ist, den hier in Betracht kommenden kleinen Formaten ist ein evenkopiert werden, da die in feuchtem Zustande klebrige Schicht tuelles Mißlingen kein großes finanzielles Opfer, um sich die nötige eine innige Verbindung mit dem Zelluloid ermöglicht. Aus diesem Übung des Anlegens der Folie zu eigen zu machen. Das so weit Grunde muß man sich etwas in Acht nehmen vor der Berührung fertige Semi - Emaillebild kann nun auf die richtige Größe beder feuchten Bildschicht mit den Fingern. Die Kopien werden, schnitten in die Fassung auf ein gewölbtes Blech eingespannt wie üblich, getont, gut gewaschen und getrocknet. Will man ein werden, koloriertes Bild anfertigen, so verwende man hierzu die bekannten Wer aber solche Bilder zwecks Verkaufs herstellen will, flüssigen Eiweiß-Lasurfarben von Günther Wagner. Nun folgt tut besser, sich eine kleine Stanzmaschine (Bezugsquelle: Wolff das Überdecken des Bildchens mittels Zelluloid, was einige Übung & Kornblum, Berlin NW, Albrechtstraße 11) zu kaufen, wobei erfordert, jedoch bei ruhigem und besonnenem Arbeiten bald mit die Bilder zwischen zwei Bleche gestanzt und somit widerstandsSicherheit auszuführen ist. In eine kleine Schale gießt man etwa fähiger gemacht werden.

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