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Fremdenplätze usw. werden. Adolf Kiedaisch in Pforzheim ist mit Broschen, Anhängern, Plaketten, Boutons, Kleinmetallwaren, Ledersachen usw. angemeldet. Mit „amerikanischen Bijouteriewaren“ wird die Firma Theodor Heilbronn aus Frankfurt a. M. in Leipzig erscheinen (Petersstraße, Centralhotel).

Zahlreich sind die Nachrichten, welche uns über die Beteiligung an der Oster-Vormesse aus Berlin zugingen. Die Berliner Metallund Alfenidewaren-Fabrik Karl Krall wird im Städtischen Kaufhaus mit besonderen Neuheiten in Zinn-Ausführung, wie Armleuchter, Tafelaufsätze, Fruchtschalen, Jardinièren, Menagen, Kuchenkörbchen usw. aufwarten. Von Messe zu Messe hat sich das Interesse für die Erzeugnisse der Firma gesteigert. Die Aktiengesellschaft vormals H. Gladenbeck & Sohn, Bildgießerei, stellt im Centralhotel, Petersstraße aus. Für neue Bronzen wurden eine Reihe von Modellen erster deutscher Künstler erworben, so daß die diesmalige Kollektion wieder hohes Interesse für sich beanspruchen kann. Besonderer Effekt wird durch eine Komposition von Bronze und Stein (Marmor) erzielt. Die Abteilung E. Lewy Söhne (Kunstgewerbliche Gegenstände) bringt Neues in montierten Glaswaren mit wirksamer Form und Farbengebung. Bedeutende Kunstwerte gehen nach Entwürfen hervorragender Künstler aus den Werkstätten für Bronzebildguß von Richard Keiper, Berlin, Ritterstraße, hervor. Sie haben in den Kreisen der Kunstfreunde längst von sich reden machen und in letzter Zeit haben sich die Schöpfungen zu einer Höhe der Vollkommenheit entwickelt, die uns die uralte Kunst der Bronzebildgießerei in neuem Glanze zeigt. Neben einer Reihe großer Schöpfungen, die schon auf Kunstausstellungen der Kritik unterlagen und wie z. B. „Schöpfendes Mädchen“ auch zum Ankauf gelangten, werden wir wieder eine große Zahl mittlerer und kleiner Figuren vorfinden, so daß Interessenten in den schönen Ausstellungsräumen der Firma (Kaufhaus, Laden 18) vom Guten das Beste finden. Die Fabrik für versilberte, vergoldete, oxydierte Metall - Alfenide- und Neusilberwaren von Philipp Funke, Berlin, Luisenstraße 5, bringt zur diesjährigen Ostermesse außer ihren bekannten, kouranten Waren, Tafelaufsätzen, Kakesdosen,

Butterdosen, Brotkörben, Teeglashaltern usw. noch recht empfehlenswerte, kleine Bonbonnieren und prächtige Salz- und Pfefferstreuer. Dieselben waren stets ein beliebter Artikel, der Konsum litt aber darunter, daß die bisherigen Metallkapseln Grünspan ansetzten, was bei der neuen Legierung ausgeschlossen ist. Trotz der Verbindung mit echtem Silber ist der Preis wohlfeil. Die Firma stellt in Auerbachs Hof, Tr. E aus.

Die Orivit Aktiengesellschaft für kunstgewerbliche Metallwarenfabrikation in Köln-Braunsfeld wird Neumarkt 1 eine Sonder-Ausstellung veranstalten, da die Räume der Württembergischen Metallwarenfabrik nicht mehr ausreichen. Es kommt gerade diesmal, wie uns mitgeteilt wird, eine interessante Serie der letzten Neuheiten, sowohl in Orivit- als auch versilberten Hartmetallwaren zur Ausstellung.

Die Metallwarenfabrik von Grüber & Lösenbeck in Lüdenscheid ist mit ihrem Spezialartikel „Albumanhänger“ vertreten, die jetzt auch in 8007000 Silber, Doublé und Stahloxyd geführt werden (Meßpalast Hansa).

Aus Schmalkalden ist die Firma H. A. Erbe mit ihren bekannten und beliebten „Reichsbestecken“ von den billigsten bis zu den teuersten Sorten angemeldet. Sie wird im Kaufhaus III während der Vormesse domizilieren.

Interesse wird auch der Galalith-Haarschmuck der internationalen Galalith-Gesellschaft Hoff & Co. in Harburg erwecken. Die Firma wird diesmal neben einzelnen Neuheiten in Frisierkämmen, Staubkämmen usw. eine reichhaltige Kollektion von Galalith-Kopfputzartikeln ausstellen. Die neue Modefarbe, in welcher der Schmuck gehalten ist, hat in Paris großen Anklang gefunden. Wichtig ist es, hervorzuheben, daß bei den aus Galalith hergestellten Gegenständen jedwede Explosionsgefahr ausgeschlossen ist, und Galalith-Artikel daher auch bezüglich ihrer Aufbewahrung in Engroslagern, Detailgeschäften usw. keinen polizeilichen Vorschriften irgend welcher Art unterstehen.

Wir werden in einem weiteren Artikel die Heerschau fortsetzen und einzelner besonders interessanter Neuheiten, welche die Oster-Vormesse bringt, gedenken.

Der Geschäftsbetrieb der Reisenden der Gold-, Silberwaren-, Uhren- und Edelstein-Branchen im neuen deutsch-schweizerischen Handels- und Zollvertrag.

Der Artikel 9 des Handels- und Zollvertrags zwischen dem Deutschen Reiche und der Schweiz vom 10. Dezember 1891 hat durch Ziffer VI des Zusatzvertrages vom 12. November 1904 eine Änderung erfahren. Insbesondere soll den mit einer Gewerbelegitimationskarte versehenen Gewerbetreibenden des anderen Staates nach der neuen Fassung die Mitführung von Waren selbst insoweit erlaubt sein, als sie den im Inlande domizilierten inländischen Gewerbetreibenden (Handlungsreisenden) gestattet wird, während jenen ausländischen Gewerbetreibenden früher nur das Mitführen von Waren mustern gestattet war.

Nach § 44, Abs. 2 der Reichsgewerbeordnung dürfen Handlungsreisende zwar Proben und Muster ohne weiteres mit sich führen, Waren selbst aber nur insoweit, als der Bundesrat bezüglich solcher Waren, die im Verhältnisse zu ihrem Umfange einen hohen Wert haben und übungsgemäß an die Wiederverkäufer im Stück abgesetzt werden, Ausnahmen zuläßt. Dies ist bis jetzt nur in dem aus Ziffer I der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 27. November 1896 ersichtlichen beschränkten Umfang geschehen.

In diesem Umfange, also mit Beschränkung auf die Gold- und Silberwarenfabrikanten und Gold- und Silberwaren-Großhändler, sowie die Taschenuhren-, Bijouterie-, Schildpattwaren-Fabrikanten oder Großhändler und die Großhändler mit Edelsteinen, Perlen, Kameen und Korallen und unter den dort näher bezeichneten Voraussetzungen kann nunmehr vom 1. Januar 1906 – dem Zeitpunkte des Inkrafttretens des gedachten Zusatzantrages den mit einer Gewerbelegitimationskarte versehenen schweizerischen Gewerbetreibenden (Handlungsreisenden) die Mitführung von Waren gestattet werden.

Zur Erteilung einer solchen Befugnis sind die zur Ausstellung von Legitimationskarten berufenen unteren Verwaltungsbehörden

zuständig, und zwar sind bezügliche Gesuche an diejenige Behörde zu richten, deren Bezirk zuerst bereist werden soll.

Dabei ist nach einem Erlaß des Großherzoglich Badischen Ministeriums des Innern an die Bezirksämter folgendes zu beachten:

Der Gesuchsteller muß im Besitze einer auf ihn persönlich oder auf einen in seinem Dienste befindlichen Reisenden ausgestellten Gewerbelegitimationskarte sein und zur Begründung seines Gesuchs ausführen:

a) daß er Gold- und Silberwarenfabrikant oder Gold- und Silberwaren-Großhändler ist oder daß er Taschenuhren-, Bijouterie- und Schildpattwarenfabrikant oder Großändler ist oder mit Edelsteinen, Perlen, Kameen und Korallen Großhandel treibt;

b) daß er persönlich oder durch den in seinem Dienste stehenden Reisenden Gold- und Silberwaren oder andere der unter a) aufgeführten Waren an Personen, die damit Handel treiben, feilbieten und zu diesem Zweck mit sich führen will;

c) welcher Art im einzelnen die auf diese Weise feilzubietenden und mitzuführenden Waren sind und daß dieselben übungsgemäß an die Wiederverkäufer im Stück abgesetzt werden.

Ergeben sich Zweifel über die tatsächliche Richtigkeit der Ausführungen des Gesuchs oder bedarf das letztere der Ergänzung, so sind mit tunlichster Beschleunigung die erforderlichen Feststellungen zu bewirken. Darüber, ob die in Betracht kommenden Gold- und Silberwaren, Taschenuhren usw. übungsgemäß Wiederverkäufer im Stück abgesetzt werden, ist gegebenenfalls ein Gutachten der zuständigen Handelskammer zu erheben. Den badischen Handelskammern ist vom Ministerium anheimgegeben worden, sich ev. vor Abgabe des Gutachtens mit der Handelskammer in Pforzheim ins Benehmen zu setzen.

an die

Betreffs der in der Schweiz zu erteilenden Bewilligungen zum Mitführen von Waren sei zur Information der deutschen Interessenten auf das schweizerische Bundesgesetz, betreffend die Patenttaxen der Handlungsreisenden vom 24. Juni 1892 hingewiesen. Nach Artikel 1 dieses Gesetzes kann die Bewilligung zum Mitführen von Waren in der Schweiz erteilt werden, wenn die sofortige Übergabe der Ware an den Käufer für den Betrieb ihres Geschäftes notwendig ist. Diese Bewilligung kann jedoch nur

Handelsreisenden erteilt werden, die ausschließlich mit Wiederverkäufern oder Geschäftsleuten im Verkehr treten, die den angebotenen Handelsartikel in ihrem Gewerbe verwenden. Einschlägige Gesuche sind von auswärtigen Handelshäusern an die Regierung desjenigen Kantons zu richten, der zuerst bereist werden soll. Dieselben werden hierauf, mit einem Gutachten versehen, dem eidgenössischen Handelsdepartement zum endgiltigen Entscheide unterbreitet.

Offener Sprechsaal. Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Einsendungen von Abonnenten und Fachkollegen, die in sachlicher Weise auf Übelstände aufmerksam machen und zur Diskussion darüber auffordern. Wir bitten alle unsere Leser, von dieser Einrichtung recht häufig Ge

brauch machen zu wollen, mit der Bemerkung, daß diese Einsendungen ohne unsere redaktionelle Verantwortung erscheinen.

Verjährung des Mängeleinwandes bei gelieferter Gold- und Silberware. Wenn ich mir gestatte, hierzu das Wort zu ergreifen, so ist als sich durch Stichprobe eine Differenz von beispielsweise 2%. es, weil gerade die Gesamtheit der Bijouterie - Fabrikanten das leb mit Sicherheit gar nicht bestimmen läßt. hafteste Interesse daran haben muß, daß einer laxen Behandlung Woraus folgert, daß der Erzeuger durch Aufstempelung des des Feingehalts-Gesetzes durch Goldwaren - Erzeuger auf das Feingehaltes für immer die Garantie übernimmt, daß der Feingehalt schärfste entgegen getreten wird.

im Sinne des Gesetzes 1%00 Fehlergrenze · in Ordnung geht. Während in Ländern mit staatlichen Punzierungsämtern jedem Ergeben sich berechtigte Anstände, früher oder später, so Käufer die absolute Sicherheit gegeben ist, daß der gekaufte wird er im wohlverstandenen eigenen Interesse die Sache auf gütGegenstand dem aufgestempelten Feingehalt entspricht, liegt bei lichem Wege abzumachen suchen, da eben für ihn eine strafbare dem deutschen Geschäft gewissermaßen ein Verhältnis auf Treu Handlung vorliegt. und Glauben vor.

Bei dem vorliegenden Falle ist die Sache verhältnismäßig harmFür uns ist die Befreiung von der staatlichen Punzierung eine los. Die Differenz beträgt auf den Trauring vielleicht 25 Reichsaußerordentliche Vereinfachung, um so mehr ist also darauf zu pfennige. Immerhin: Die Fehlergrenze ist überschritten, also hat halten, daß: wissentliche Verstöße gegen das Feingehalts-Gesetz Ihr. Abonnent nicht nötig den Weg des Zivilgerichtes zu wählen, im Sinne des Gesetzes als Betrug verfolgt werden, daß auch Ver vielmehr steht es ihm frei, sich an den Staatsanwalt zu wenden. stöße, die auf Irrtümern beruhen, bestraft werden.

Im Übrigen: Der schwarze Streifen auf dem Damenfinger rührt Legierungen sind eine so hochwichtige Sache, daß eben mit entweder von verwendetem schlechtem Lote oder daher, daß das jener Sorgfalt vorzugehen ist, die einen Irrtum ausschließt.

Gold nachlässig geschmolzen war, so daß im Golde direkt noch Nun der spezielle Fall: Es ist für den Käufer, Grossisten oder ein Kupferstreifen vorhanden war, der unglücklicherweise bloß lag. Detailleur, praktisch unmöglich, jeden einzelnen goldenen Gegen An sich werden bei 7301

9400 haltigen Goldwaren Mängel im Tragen stand auf die Richtigkeit seines Feingehaltes zu prüfen, um so mehr, sich niemals ergeben.

S.

Silber- und Goldsachen in Briefsendungen nach Rumänien. Wir Leipziger Meß - Musterlager- und Meß - Postverkehr. Auf Wunsch machen unsere geschätzten Leser ganz besonders darauf aufmerk zahlreicher Einkäufer wie Aussteller ist vom Rate der Stadt und sam, daß nach einer Mitteilung der rumänischen Postdirektion vom Meß-Ausschuß der Handelskammer Leipzig, wie jüngst im aus dem Auslande in Rumänien eingehende zollpflichtige Brief

Inseratenteil unseres Blattes bekannt gemacht, auch diesmal wieder sendungn, wie Briefe mit Münzen, Gold- und Silbersachen, Edel

an die Ausstellerschaft die Aufforderung ergangen, zur Verhütung

übermäßiger Zusammendrängung des Verkehrs die Musterläger steinen, Schmuck und anderen wertvollen oder zollpflichtigen Gegen- allseitig bis einschl. Dienstag, den 13. März offenzuständen sowie Warenproben, die irgend einen Kaufwert haben, mit

halten. Um die allgemeine Befolgung dieser Aufforderung zu dem vierfachen Einfuhrzoll belegt und gegen Entrichtung der ru erleichtern, wird auch die von der Kaiserlichen Oberpostdirektion mänischen Paketgebühr dem Empfänger zugestellt werden.

während der Messe im Städtischen Kaufhaus eingerichtete Post

anstalt dankenswerter Weise voraussichtlich bis zum 13. März und Eine Prunkschale fur den Ratssilberschatz in Hamburg ist dem

zwar schon vom 3. März an, also bereits die zwei letzten Tage Senat übergeben worden. Der Deckel trägt die Inschrift: „Von

vor Beginn der Messe (5. März) geöffnet sein. Gottfried Semper erdacht, von Alexander Schönauer gemacht, von Edmund J. A. Siemers dargebracht dem Senat von Hamburg 1906.“

Gesellenprüfungen. Es naht wieder die Zeit, wo eine große An(Von Semper ist ein Entwurf hinterlassen worden, nach dem die

zahl von Lehrlingen die Lehrzeit beendigt hat. Es ist daher aneine Seite der Prunkschale gearbeitet worden ist.) Die beiden

gebracht, darauf hinzuweisen, daß der Lehrherr nach § 131 e der Hälften des Friesbandes veranschaulichen einen Zug, zusammen

Gewerbeordnung verpflichtet ist, den Lehrling zur Ablegung der gesetzt aus musizierenden und tanzenden Bacchanten, Seejung

Gesellenprüfung anzuhalten. Die Zulassung zur Prüfung haben die frauen, Faunen, Liebesgöttern, phantastischen Seeungeheuern mit

Lehrlinge der Innungsmitglieder bei dem Prüfungsausschuß der Schlangenleibern, Drachen-, Löwen- und Tierköpfen, im ganzen

Innung, die übrigen Lehrlinge bei der Handwerkskammer zu befünfundzwanzig Figuren. Der den Rumpf tragende Sockel ist von antragen. Diese gibt das Gesuch an den von ihr eingerichteten Weingewinde eingerankt, mit Masken verziert. An den Ecken

Prüfungsausschuß weiter, der alsdann die Prüfungsarbeit (das Gespringen nackte geflügelte Jungfrauen vor, zu ihren Häupten sieht

sellenstück) bestimmt. Dem Gesuche sind das Lehrzeugnis und die man auf der polierten Fläche des oberen Sockelblattes an jeder

Zeugnisse über den Besuch der Fortbildungs- oder Fachschule beiEcke je eine bärtige Männermaske. Die beiden an den Seiten ab

zufügen. Sie sind so zeitig einzureichen, daß der Prüfungsausschuß stehenden Griffe werden von je zwei Muscheln blasenden Tritonen

in der Lage ist, die Prüfungsarbeit zu bestimmen und zu übergetragen, auf dem den Deckel krönenden Knauf treten zwischen

wachen. Ueber die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis erteilt. Akanthus Putten hervor, die auf Sphinxen reiten. Kleine Täfelchen

Dasselbe verleiht dem Inhaber mit dem vollendeten 24. Lebensweisen das Hamburger Wappen und das Wappen der Familie

jahre die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen. Siemers auf. Die 13 Kilo Silber wiegende Prunkschale, die in der Permanente Industrie-Ausstellung in Amsterdam. Um Konsumenten Höhe 55 cm, im Durchmesser 38 cm mißt, ist bei dem diesjährigen und Händlern den Absatz ihrer industriellen Produkte zu fördern, Kaiser-Geburtstags-Diner im Rathause zum ersten Mal auf die hat die Internationale Gewerbe-Ausstellung und Verkaufsgesellschaft Senatstafel gelangt und wird zurzeit im Museum für Kunst und in Amsterdam eine permanente Industrie - Ausstellung organisiert, Gewerbe zur Ausstellung gelangen.

worauf wir unsere Exporteure ganz besonders aufmerksam machen.

Ausstellungen. Den glänzenden Festen, welche der Magistrat Friedrich Weeber. Derselbe war_einer der erfolgreichen Vorder Kgl. Haupt- und Residenzstadt München und der Haupt- kämpfer des Pforzheimer Bijouterie-Exports und hat sein Geschäft ausschuß anläßlich des 15. Deutschen Bundesschießen veranstalten, aus bescheidenen Anfängen zu einer ansehnlichen Höhe gebracht. wird auch eine Ausstellung für Jagd- und Schie Bwesen Verschiedenes. Die Metallwarenfabrik Kallmeyer & Harjes, angereiht, deren Abteilung III kunstgewerbliche Artikel, Pokale, Inhaber Ph. Harjes, in Gotha hat sowohl die Gesamt-Einrichtungen Tafelaufsätze usw. aufnehmen soll.

der Firma „Elektra“, Köln, als auch die der Firma Ph. Guiremand, Chinesische Industrie - Ausstellung. Die chinesische Regierung hat,

Berlin, käuflich erworben und nach Gotha überführt. – Die Kreuzwie die Deutsche Kolonialgesellschaft mitteilt, beschlossen, eine

fabrik' Georg Wüst in Pforzheim wird infolge Austritt von große Gewerbe- und Kunstausstellung zu veranstalten. Als Ort ist

Frau Georg Wüst Witwe als Einzelfirma weitergeführt

. – Jakob Hankau in Aussicht genommen worden. Die Weltausstellung von Bengel in Oberstein (Pfalz) hat seine Ührkettenfabrikan St. Louis soll als Muster dienen und die Behörden aller Provinzen

seinen Schwiegersohn Ernst Hartenberger verkauft. - Juwelier sind aufgefordert worden, die nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Thümmel in Schneidemühl (Posen) kaufte ein Haus an der

Posener Straße um nach Abbruch desselben einen großen Neubau Vom Ausstellungswesen. In der neuen Ausstellung des Kunst- auszuführen. – Herr Graveur Trost in Pforzheim hat sein Gegewerbe-Museums in Frankfurt a. M. ist eine Serie des Pariser schäft, eines der ältesten am Platze, seinem langjährigen Mitarbeiter Schmuckkünstlers Lucien Gaillard bemerkenswert. Als

Herrn Ernst Keller abgetreten, der es Westl. Karl-Friedrichstr. 64 Material ist die vergoldete und braungetönte Mattbronze verwandt; weiterbetreibt. – In der Umgebung von Nittenau (Bayr. Wald) daneben werden kostbare Holzarten, Schildpatt, Perlmutter und wurden in Bergen große Linien sog. Bleierzader mit Silber verZelluloid in den Bereich des verwandten Materials gezogen. Ori

mischt entdeckt, und will man diese Schätze zu gewinnen suchen. ginell ist die Verwendung des geweihartigen Oberkiefer des Hirschkäfers als formales Motiv. Ein rasenartiger Behälter und einige Berichtigung. In Nr. 7 unter Firmen-Aenderungen soll es kleinere Agraffen sind hier anzuführen. Fein und duftig wirkt nicht A. Holzer & Co. heißen, sondern besteht die Firma unter ein Haarschmuck in der Form einer Libelle, das Farbenspiel der dem Namen M. Holzer & Co. weiter. Die Herren haben außer transparenten Flügel ist hübsch zur Wirkung gebracht; ebenso der Kettenfabrikation auch die Herstellung von Bijouterien in fesselt bei einigen Gürtelschließen, Haarkämmen und Diademen Doublé und unecht eingeführt. die diffizile Bearbeitung des Materials.

Preisausschreiben. Seit dem 15. Februar ds. Js. sind im alten Rathaussa ale zu München die eingelaufenen Entwürfe

Aus Innungen und Vereinen. zum Wettbewerb für Entwürfe für Festzeichen usw. zum

Bayerischer Kunstgewerbeverein. In den Ausstellungsräumen des 15. Deutschen Bundesschießen ausgestellt. Für die Entwürfe für das Festzeichen wurden zwei Preise zu je 150 Mk. ausgesetzt, Münchener Kunsthandwerk sicherlich zur Ehre gereichen. A von

Vereins sieht man zurzeit eine Reihe tüchtiger Arbeiten, die dem von denen der 1. Preis dem Ziseleur Adolf von Mayrhofer Mayrhofer (in den Ateliers von Wollenweber) ist uns durch seine (Motto „Herz“), der 2. Preis dem Bildhauer Hans Schellhorn

prächtigen Edelmetallarbeiten längst bekannt, hier zeigt er uns eine (Motto „Schützenfest“) zufielen. Ein 3. Preis von 50 Mk. wurde

neue treffliche Leistung: einen silbernen Krug mit reicher Vergoldung, dem Bildhauer E. Preiser für den Entwurf „Uebung“ zuerkannt.

in dessen weite, schöngeschwungene Bauchung alte Münzen einZur Ausführung gelangt der Entwurf „Herz“.

gelassen sind. Es wird wohl eine der Festgaben zum Deutschen

Bundesschießen sein. Auch Blachian und Heiden stellen wieder Personalien und Geschäftsnachrichten.

schöne Erzeugnisse ihrer Silberschmiedekunst zur Schau. Wer ein

Freund zierlicher Waffen- und Rüstungsmodelle ist, den wird der Auszeichnungen. In den Ehren - Ausschuß der Badischen eisengepanzerte, bis in die kleinsten Details mit peinlicher AkkuJubiläums-Kunstgewerbe-Ausstellung wurden von Pforz ratesse gearbeitete Ritter Ernst Schmidts höchlichst ergötzen. heim die Herren Direktor Waag von der Kunstgewerbeschule, Fabrikant Wilhelm Stöffler und Kommerzienrat Gesell gewählt Schützt Eure Läden vor Einbruchsdiebstahl!

Jubiläen. Wie wir durch einen Geschäftsfreund erfahren, feierte die Firma J. P. Plücken in Neuß a. Rh. im Dezember v. Js.

Diebesalarmvorrichtung. D. R. G. M. ihr 60 jähriges Bestehen. Das gediegene Geschäft, das unter dem jetzigen Besitzer, dem Sohne des Gründers, seine Umsätze be

Die fast ohne Unterbrechung von den Zeitungen berichteten deutend vergrößerte, ist bei den Fabrikanten im Süden und Norden

Einbrüche von Dieben in die Wohnungen und andere Räume, bekannt und beliebt, und wird ihm gewiß allerseits ein herzliches

haben Herrn P. Barndt Veranlassung gegeben, eine Vorrichtung „Vivat“ auf lange Jahre weiteres Bestehen zugerufen.

zu schaffen, die geeignet ist, das unbefugte Eindringen fremder Firmen-Aenderung. Die Firma Georg Grünbaum, Gold

Personen in abgesperrte Räume rechtzeitig und sicher anzuzeigen. schmiedemeister, Berlin lautet jetzt: Otto Köppen, Juwelier, vor Eine solche Einrichtung mals Georg Grünbaum. Dem Kaufmann Hermann Kohlheim, Berlin, muß vor allen Dingen einist Prokura erteilt.

fach sein und von jederFirmen - Löschungen. Die offene Handelsgesellschaft Domke & mann am Türschloß anLorenz, Diamantschleiferei in Emmerich ist aufgelöst und die gebracht werden können. Firma erloschen. – Die Edel- und Halbedelsteinhandlung Aug. Die neue DiebesalarmF. Ritter in Pforzheim ist erloschen. – Meyer & Graaf, Gold

vorrichtung, sowie deren warenhandlung in Hamburg. Die offene Handelsgesellschaft ist aufgelöst worden; die Liquidation erfolgt durch die bisherigen

Anbringung ist aus nebenGesellschafter G. F. A. Meyer und H. J. Graaf; jeder derselben ist stehender Abbildung erzur Vertretung allein berechtigt.

kenntlich. Dieselbe beGeschäfts - Eröffnungen. Frl. Louise Schumacher, welche seit

steht aus einem in das ca. 8 Jahren bei der Firma H. Reudter, Juwelier in Karlsruhe tätig

Schlüsselrohr des Schloswar, hat nunmehr ein eigenes Juwelen-, Gold- und Silberwaren ses einzusetzenden federngeschäft in Karlsruhe, Waldstraße 53, eröffnet. – In Rottweil, den Kontaktstift, welcher Flöttlinstorstraße 1, hat sich unter der Firma Link & Co. (Inh. auf einfachste Weise mit Jakob und Rosa Link) ein Goldwarengeschäft gegründet.

einer Klingelleitung in Geschäfts - Uebernahme. Herr Georg Schindler in Wald- Verbindung gesetzt wird. heim hat das Goldwaren-Geschäft von Herrn Moritz Perthen Sobald unbefugterweise daselbst käuflich erworben.

ein Schlüssel oder SperrGeschäfts - Verlegungen. Die Edelsteinhandlung und Exportfirma haken ins Schloß gebracht Otto Lay in Pforzheim hat ihre Geschäftsräume nach Bleichstr. 54

wird, bringt der Kontaktverlegt. – Der Inhaber der Firma F. Röthlisberger, Goldschmied in Bern hat sein Geschäftslokal an die Spitalgasse 36 verlegt.

stift das Läutewerk, wel

ches nahe oder auch in Prokuren. Dem seit einer Reihe von Jahren im Hause Wilhelm Binder in Schwäb. Gmünd tätigen Herrn Carl BoB (Wächterstube) angeordnet ist, zum Ertönen. Der Apparat ist auch

einem entfernten Raum wurde Prokura erteilt. Todesfälle. Am 12. Februar ds. Js. starb in Gmünd der Graveur

in unbewohnten Räumen zu verwenden, denn das Schloß kann Herr Adolf Oechsle im Alter von 62 Jahren. – In Pforzheim

auf und zu geschlossen werden, auch wenn der Kontaktstift im starb der Zeichner Herr August R. Rühle im Alter von 30 Jahren.

Schlüsselloch steckt. Das Schutzrecht ist durch die Verwertungsin Pforzheim starb im Alter von 88 Jahren der Bijouteriefabrikant abteilung des Patentanwaltsbureau Sack, Leipzig, verkäuflich.

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Goldschmiede-Meister,

welche Lehrlinge beschäftigen, werden ge

beten, dieselben anzuhalten, sich an unserm

9 Ausschreiben (siehe Inserat) zu beteiligen. Redaktion der Deutschen Goldschmiede-Zeitung.

1

2 Warenschränke Billig zu verkaufen:

[blocks in formation]

I Balanzier, 10 cm Spindel.
wie neu, außen schwarz, mit Gold
abgesetzt, innen alles Spiegelglas, I Blechwalze, 10 cm Walz.
2 ebensolche Ladentische m. 2 Geldschränke.
Glasaufsatz, ebenso 2 Schau I Drehbank.
fensterspiegel, 1,40/85, und I Ziehbank.
div. Glasplatten, auch 1 Walze I Ambos mit 3 Hammer.
und 1 zweisitziges Werkbrett I Goldprobierwaage.
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wegen Todesfall billig zu verkauf.
Frau Grund, Berlin,

Friedrichstr. 171. 1716

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den königlichen Museen frei. Meldungen sind zu richten an die

Direktion der Kunstgewerbeschule
Berlin W. - Schöneberg, Colonnenstr. 18.

Beziehen Sie sich bei Anfragen und Bestellungen

Preisausschreiber

für moderne Bestecke.

Die Deutsche Goldschmiede - Zeitung erläßt im Auftrage der Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft in Sebaldsbrück bei Bremen nachfolgendes Preisausschreiben:

Aufgabe. Verlangt werden Entwürfe zu zwei Bestecken (Messer, Weitere Bestimmungen. Gabel, Löffel), deren eines im modernen Stil gehalten sein soll, während die Formen des anderen den Charakter des Die Herren Künstler, Zeichner und Modelleure der Louis XVI. oder Empire-Stiles tragen sollen. Für jedes Gold- und Silberwaren - Branche, welche sich an dem Besteck muß für einen Heftgriff (Messer) und einen Stiel Preisausschreiben beteiligen wollen, sind gebeten, ihre (Gabel) ein plastisches Modell beigefügt werden. Beson Arbeiten bis spätestens derer Wert wird auf praktische Gestaltung der Besteckteile und wirkungsvolle, aber einfache Dekoration gelegt werden. 1. März 1906 Preise:

an die „Redaktion der Deutschen Goldschmiede-Zeitung"

in Leipzig 28, Dresdener Straße 2 einzusenden. Die Arbeit Es werden an Preisen ausgesetzt:

darf nur durch ein Zeichen oder Mottó kenntlich gemacht Ein I. Preis von M. 350.

werden. Die Adresse des Absenders ist in einem verEin II. Preis von M. 220.

schlossenen Briefumschlag, welcher das entsprechende Ein III. Preis von M. 130.

Zeichen oder Motto trägt, beizufügen. außerdem sind Ankäufe nach Vereinbarung vorgesehen. Die Arbeiten des Preisgerichts, sowie die Auszahlung

der Preise und Honorare müssen innerhalb des Monats Preisrichter.

März erledigt sein. Die Auszahlung der Geldbeträge er

folgt durch die Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft Als Preisrichter haben folgende Herren zugesagt: in Sebaldsbrück, und zwar gelangt die ausgesetzte GeMaler W. Lucas von Cranach, Berlin.

samtsumme (M. 700.-) unter allen Umständen zur VerJuwelier C. E. Keyser, Leipzig.

teilung. Jedoch hat das Preisrichter - Kollegium die BeProfessor A. Offterdinger, Leiter der Königlichen fugnis einer anderweitigen Verteilung. Die preisgekrönten Zeichen-Akademie zu Hanau, 1. V.

und angekauften Arbeiten gehen mit allen Rechten in das Prof. R. Rücklin, Vorstand der Goldschmiedeschule Eigentum der Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft

in Pforzheim und Redakteur der Deutschen Gold- in Sebaldsbrück über. Die „Deutsche Goldschmiedeschmiede-Zeitung

Zeitung“ hat das Recht und die Verpflichtung, die preisJuweliere Th. Strube & Sohn, Leipzig.

gekrönten bezw. angekauften Arbeiten zu veröffentlichen, Der Name des Urhebers, sowie der ausschreibenden Firma müssen dabei genannt sein.

Sebaldsbrück b. Bremen und Leipzig, den 2. Januar 1906.

Bremer Silberwarenfabrik Aktiengesellschaft, Sebaldsbrück bei Bremen.

Deutsche Goldschmiede-Zeitung, Wilhelm Diebener, Leipzig.

Verantwortlich für die Redaktion des volkswirtschaftl. Teiles: Syndikus Hermann Pile, Loipzig; für den kunstgewerbl. Teil: Professor R. Rücklin,

Pforsheim. Druck: Spamersche Buchdruokerei in Leipzig.

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