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einem angestellten Verkäufer ist als neue Geschäftsschädigung preise schon höher als die des Kollegen, der eventuell bar einhinzugetreten. Ein großer und dauernder Schaden für den sel kaufen kann oder doch wenigstens mit einer Bankreferenz oder dgl. haften Goldschmied sind jedoch die Versandhäuser, die das aufwarten kann. Wird er oft sogar noch vor die Notwendigkeit ganze Jahr hindurch das Publikum mit ihren Katalogen bombar gestellt, von einem kleineren Fabrikanten zu beziehen, der dieren und unter Gratisgeschenken, vorteilhaften Gelegenheiten usw. selbst gegen Großfabriken nicht konkurrenzfähig ist und dieses zum Kaufe zu bewegen suchen. Oft besitzen solche Ver seine Waren unter primitiveren Arbeitsmethoden fertigstellt, so sandhäuser nur ein einziges Zimmer als Geschäftslokal kauft der Detailleur nicht nur teurer ein, sondern muß sogar und sie holen ihre Waren gerade wie sie bestellt werden, der Fabrikationsweise seines Kleinlieferanten noch von einem Fabrikanten, um sie alsdann ohne jegliches ziemlich Opfer bringen; er kommt also gegen seinen reicheren Risiko dem Besteller gegen Nachnahme zu senden, ihre Kollegen in doppeltem Nachteil. Bedenkt man nun noch dazu, Kataloge sind ihr einziges Ausgabekonto, wozu oft noch die daß in einer Zeit besserer Geschäftskonjunktur der Geschäftmann liefernden Fabrikanten Klischees und dgl. stellen müssen. Der sein Lager möglichst auszudehnen bestrebt sein muß, so wird ihm Goldschmied hingegen kann sein Unkostenkonto auf Nie sein von Fortuna geradezu beschränktes Vermögen zum wahren manden abwälzen, sondern ist verurteilt, alle derartige Ausgaben Verhängnis. Er wird gewaltsam gezwungen, sich in bescheidenen aus eigener Tasche zu bestreiten und weiß nicht, ob nach Ablauf Grenzen zu bewegen, will er nicht einerseits durch allzugroße eines Geschäftsjahres sich seine angestrengte Tätigkeit in irgend Kredite seinen Verdienst schmälern und seine ganze Existenz einer Weise rentiert hat, ob seine Aufwendungen usw. gewürdigt gefährden, oder aber andererseits in Bedingungen einzuwilligen, wurden, und ob es ihm vergönnt ist, mit neuem Eifer an dem die ihn zum Ladendiener seines Lieferanten herabwürdigen Ausbau seines Geschäftes zu arbeiten.

würden, er muß auf irgend eine Weise seine Haut zu Markte Aber nicht nur allein beim Verkauf hat der mittlere und tragen, will er überhaupt in der Lage sein, seiner Kundschaft kleine Geschäftsmann das bedauernswerte Los des. Minderbe ebenso mit Neuem und Gediegenem zu dienen, was seinem Geldgünstigen unter seinen Kollegen, sondern auch schon beim Ein kollegen mit seinem Kapital zur Leichtigkeit gemacht wird. Seine kauf stellen sich ihm gleich große Schwierigkeiten entgegen, eigene Arbeitskraft, tagelange Anstrengungen und Aufopferungen warum? seine Kapitalkraft ist die einzige Existenz werden erst in letzter Beziehung in Betracht gezogen und bedingung. Bestellt er irgendwie Waren, so ist er selbstver selbst schlaflose Nächte können ihn nicht über die Mißlichkeit ständlich bei Inanspruchnahme von Kredit gezwungen, seine Ver seiner Lage hinweghelfen, es ist eben einmal das Los des kleinen mögensverhältnisse auseinanderzulegen und er muß Kredit und mittleren Goldschmiedes unter den oben erwähnten Umbeanspruchen. Dabei ergibt sich schon, daß sein kapitalkräftiger ständen den Kampf ums Dasein aufzunehmen und denselben durchKollege billiger einkauft als er, vorausgesetzt, wenn er über zuführen suchen. Fällt er in diesem Weltenkampfe, so ist er haupt genügend Lieferanten findet, die ihm in seinen ein Opfer der heutigen Wirtschaftsordnung geworden bescheidenen Ansprüchen unterstützen und mit Kredit und seine Kollegen werden aus dem Verfalle seiner Existenz neue an die Hand gehen. Der Lieferant (Fabrikant oder Grossist) Lehren zu ziehen suchen; kommt er jedoch in die Höhe und sein wird an solche Einräumungen gleich Bedingungen knüpfen, Geschäft entwickelt sich, so kann er mit frohem Blick in die (wie Alleinbezug aller Waren von einer Firma usw.), die der ferne Zukunft sehen und glücklich sein, daß die GlücksGoldschmied schwerlich erfüllen kann, wenn er seiner Kundschaft göttin so reichlich bedacht hat. Auf alle Fälle aber wird in allem etwas bieten will. Tut er's, so sind ihm die er immer danach zu trachten haben, stets darauf zu Hände gebunden, tut er's nicht, so ist ihm der Kredit achten, wo ihn, wo seinen ganzen Stand der Schuh entzogen. Dabei sind in allen solchen Fällen seine Einkaufs drückt.

Germain.

Die Schädigung des Uhren- und Goldwarenhandels

durch die englischen Leihhäuser. Nach dem Englischen bearbeitet von Ernst H. Nickel-Berlin.

Mehr als bei uns „blüht“ in England das Leihhauswesen und es handelt sich also hier niclit etwa um gebrauchte Gegenstände, es machen sich in der Geschäftspraxis derselben erhebliche Miß sondern um Fertig waren und solche Ware minderer Qualität; stände bemerkbar, welche sich auf die Konkurrenzfrage zum es werden namentlich von südenglischen Fabriken, welche Uhren-, Gold- und Juwelierwarenhandel beziehen, und gegen direkte Verbindungen mit den größten Leihhäusern Londons haben, die von den betreffenden Handetsinteressentengruppen Englands, große Posten von Uhren, Gold-, Juwelierartikeln und Silberwaren speziell Londons, nunmehr energisch Front gemacht wird. Es ist produziert, man gibt mittels einer eigenartigen Behandlung den aus der engeren Praxis heraus eine große Masse yon tatsäch Anstrich des Gebrauchten und Abgenutzten und alsdann beginnt lichem Material gesammelt, an der Hand dessen beweiskräftig ein äußerst schwunghafter Handel mit denselben. Es ist eine dargetan werden kann, daß durch die „Pawn-Houses“ den reellen bekannte Tatsache, daß die leistungsfähigeren Leihhäuser eine Firmen der obengenannten Branchen eine höchst gefährliche, große feste Kaufkundschaft haben, die sich nicht nur aus Händsystematisch betriebene Konkurrenz gemacht wird. Ausführlich lern, sondern auch aus privaten Kreisen rekrutiert und mancher begründete Eingaben an die in Frage kommenden Behörden sind stabile Juwelier und Goldwarenhändler würde froh sein, wenn er in Vorbereitung, damit diesem skrupellosen Treiben der von in London, oder anderen englischen Städten auch nur den zehnten raffinierten Geschäftsleuten geleiteten „Pawn-Houses“ endlich ein Teil dieser Kundschaft sein eigen nennen könnte, natürlich müßte Ziel gesetzt wird. Aber es steht zu befürchten, daß die Ver er auch alsdann dementsprechend mit den Preisen heruntergehen, waltungs- und Exekutivorgane in der Praxis nicht viel erreichen denn diese Kundschaft ist an niedrige Preise reichlich gewöhnt. resp. durchsetzen werden, da die An- und Verkäufe sich in den Man wird nun auch der Frage näher treten müssen, ob diese englischen Leihhäusern unter den erdenklichsten Vorsichtsmaßregeln Kundschaft eine unbefangene ist oder ob sie in die Geschäftsvollziehen und es wird schwer möglich und angängig sein, in jeden praktiken der öffentlichen Leihhäuser eingeweiht sind; letzteres Geschäftsraum eines Londoner „Pawn-Houses“ einen Konstabler zu ist nicht immer anzunehmen, denn jeder Kunde, der die Absicht postieren, damit die Ungesetzlichkeiten zutage gefördert werden, hat, in einem Leihhaus zu kaufen, ist davon überzeugt, daß ihm außerdem sind der Helfershelfer dieser Leihhausinhaber zu viele ein besonders günstiges Angebot gemacht wird, es liegt und deren geschickte Kniffe zu zahlreich. Es ist authentisch fest dem unbefangenen Publikum gegenüber also ohne Zweifel das gestellt worden, daß seitens der Londoner Leihhäuser Gegenstände Kriterium des Betruges vor. Es bleibt nun füglich abzuwarten, in Pfand genommen und bald darauf in den Handel gebracht werden, ob und inwieweit die den Behörden übergebenen Unterlagen Verdie besonders zu den Zwecken gedachter Art hergestellt sind, anlassung zu gesetzlichem Einschreiten geben.

Phosphoreszierende Diamanten. Der durch seine Edelsteinfunde in Kalifornien und durch die Entdeckung von Radiumlagern in anderen Teilen der Vereinigten Staaten in weiteren Kreisen bekannt gewordene Dr. Kunz hat gemeinsam mit dem Mineralogen Professor Baskerville der New-Yorker Akademie der Wissenschaften einen Vortrag über neue Beobachtungen an Diamanten gehalten. Dr. Kunz hatte nämlich festgestellt, daß ein Diamant durch ein natürliches Bruchstück von Pechblende, das aus Przibram in Böhmen stammte und 800 g wog, in ein eigentümliches phosphoreszierendes Leuchten versetzt wurde. Die Lichterscheinung trat nicht nur dann auf, wenn die Pechblende unmittelbar auf den Diamanten gelegt wurde, sondern auch, wenn zwischen beide ein Stück gewöhnlichen Fensterglases oder eine dicke Pappe eingeschaltet wurde. Das Glühen des Diamanten wurde auch beobachtet, wenn zwischen ihm und der Pechblende ein Zwischenraum von mehr als einem Zoll gelassen wurde. Die Tatsache ist recht merkwürdig. Allerdings besitzt auch die natürliche Pechblende wegen ihres Radiumgehalts eine gewisse Strahlungsfähigkeit, wie ja auch Becquerel die Körperstrahlen zuerst an der Pechblende bzw. deren wichtigstem Bestandsteil, dem Uran, nachgewiesen und Uraniumstrahlen benannt hatte. Es ist aber bisher noch niemals beobachtet worden, daß eine so geringe Strahlung, wie sie der Pechblende zukommt, die nach dem jetzt gebrauchten Maßstab auf 2-2", veranschlagt wird, einen anderen Körper merkich zu beeinflussen vermag in der Tat brachte auch dasselbe Stück Pechblende, das Dr. Kunz für seine Versuche benutzte, einen Schirm von Baryumplatinzyanür nicht ins Leuchten. Der Diamant ist der einzige bisher bekannte Stoff, der also fast auf die Einheit der Strahlungsfähigkeit reagiert. Auch eine Probe von Pechblende aus Johanngeorgenstadt in Sachsen und aus Central City in Colorado erzeugte im Diamanten eine Phosphoreszenz. Bei weiteren Experimenten wurde nachgewiesen, daß eine Mischung aus Kunzit, der neu entdeckten Edelsteinart, und Wollastonit mit kohlensaurem Radiumbaryum von der Strahlungsfähigkeit 240 in pulverisierter Form leuchtet. Wenn nämlich eine solche Mischung in eine Bologneser Flasche gebracht und auf eine mäßig heiße Metallplatte gehalten wurde, so geriet das Pulver sofort in ein starkes Leuchten, das lange Zeit anhielt. Die Entdeckung war aber damit noch lange nicht abgeschlossen, vielmehr wurde ferner beobachtet, daß auch der Kunzit und der Wollastonit allein für sich durch Erhitzen in Phosphoreszenz gerieten, und zwar der Kunzit in einer Orangefarbe.

Geschäftslage wesentlich geebnet wurden. Wenn man aber einen Rückblick auf die Entwicklung der Gablonzer Gürtlerindustrie wirft und sich den in verhältnismäßig kurzer Zeit erzielten großen Aufschwung, sowie die besonders in den letzten zwei Jahrzehnten stattgefundene Vermehrung der Werkstätten in dieser Industrie vor Augen führt, muß man zugestehen, daß immerhin ein bedeutender Bedarf an Gürtlerwaren sein muß, um die Betriebe halbwegs beschäftigt zu sehen. Diese sich aus den guten Geschäftsperioden der Gürtlerei herauskristallisierende Konkurrenz der Erzeugungskräfte wurde auch von der Gablonzer Gürtler-Genossenschaft durchaus nicht verkannt, im Gegenteil, man war bestrebt, die Ausbildung neuer Arbeitskräfte auf ein Mindestmaß zu beschränken und die Lehrlingszahl dem Betriebe anzupassen, aber die Wirkung dieser Vorsichtsmaßregeln tritt zu spät ein, denn schon in den letzten Jahren war ein Ueberfluß an Arbeitskräften vorhanden, der zum Industriebedarfe in keinem Verhältnisse stand. Somit mag also die Konkurrenz der Erzeuger untereinander eine nicht zu unterschätzende Rolle bei den schlechten Geschäftsperioden spielen und zur Verschlimmerung der Geschäftslage wesentlich beitragen. Ein zweiter, viel größerer Uebelstand ist der in der Gablonzer Gürtlerindustrie sich von Jahr zu Jahr stärker entwickelnde Schleichhandel mit Gürtlerwaren. Der Schleichhandel für die Gablonzer Glaskurzwarenindustrie ist für die Industrieentwicklung annähernd von derselben schädigenden Wirkung, wie das Leih- und Piandhauswesen für die Feinmetallwarenindustrie. Ich hatte schon des öfteren Gelegenheit, in der Fachpresse verschiedentlich auf den unermeßlichen Schaden, den der Schleichhandel in allen Industriezweigen anrichtet, hinzuweisen und glaube, mir diesmal eine eingehendere Schilderung dieses im Handelsstande rechtlich geschützten Industriediebstahls ersparen zu können. Erwähnen will ich nur, daß die Gablonzer Gürtler, wenn sie jedesmal den sie besuchenden, den Schleichhandel betreibenden fremden Reisenden Tor und Tür wiesen, der Gürtlerindustrie und den damit verbundenen Interessenten einen unschätzbaren Dienst erweisen würden. Die gewöhnlich unter dem üblichen Verkaufswert abgegebenen Warenreste werden von den Schleichhändlern in der Welt wieder billig verkauft und der Käufer, der oftmals für die der Ware mitunter anhaftenden Fehler kein Verständnis hat, will dann auch seinen übrigen Bedarf in der billigen Preislage decken, und die Folge davon ist jener die Artikel oft abschlachtende Preisdruck, der sozusagen als Fluch der bösen Tat auf die Gablonzer Gürtler zurückfällt. Die Gablonzer Gürtlerwaren, die, wie alle Kurzwaren, im hohem Grade der Mode unterworfen sind, zeigten auch im Geschäftsjahre 1905 eine überaus reichhaltige Bemusterung. An den wirklich gangbaren Artikeln hatten jedoch nur einzelne Gürtler Anteil, und zwar, weil diese einesteils das gerade begehrte Genre trafen oder auch Neuheiten auf den Markt brachten, die infolge geschmackvollen Aussehens ebenfalls reichlichen Absatz fanden. In Krawattennadeln war der Absatz ein sehr geringer, jedenfalls weil die Nadelköpfe aus Glas reichlich ersetzt wurden. In Broschen und Hutschmuck herrschte mitunter ziemliche Nachfrage. Insbesondere bildeten die sogenannten „gebohrten Sachen“ einen gern gesuchten Artikel, da die Ware eine ganz besondere Feinheit aufweist, welche dadurch erreicht wird, daß die Kessel oder Fassungen nicht aufgelötet, sondern aus starkem Metalldraht gebohrt werden. Derartige gebohrte Sachen werden von einzelnen Firmen auch aus edlen Metallen hergestellt, und werden oft die zierlichsten Schmucksachen in täuschender Aehnlichkeit nachgeahmt. Jedenfalls steht dieser Artikel aber noch im Zeichen der Entwicklung und Vervollkommnung und verspricht, in kurzer Zeit eine günstige Geschäftsperiode herbeiführen zu helfen. Die Neuheiten in Hutschmuck konnten nicht den erwünschten Anklang finden. Libellen, Falter, Käfer usw., auch geschmackvolle Phantasiemuster fanden zwar, wenn auch in geringen Mengen, immerhin noch ihre Käufer, jedenfalls dürfte aber der Absatz im Jahre 1906 noch weiter zurückgehen, da die überall auftauchenden Schmelzverzierungen die Gürtlerware für einige Zeit verdrängen werden. In Broschen, Ohrringen und Anhängern scheint hingegen der Bedarf zu steigen. Aber auch für die sogenannte Schwarzgürtlerei, welche seit langem brach darniederliegt, dürfte die Frühjahrssaison eine günstige Wendung mit sich bringen, da bekanntlich bei erhöhtem Bedarf an Schmerlzperlverzierungen auch der Bedarf an Gablonzer schwarzen Glasbijouteriewaren steigt. Wünschenswert wäre es, wenn das kommende Jahr wenigstens einigermaßen bessere Zeiten für die Gürtlerindustrie zeitigen würde, damit dieselbe nicht durch längeren Stillstand in ihrer Fortentwicklung gehemmt wird, da sie ja ohnehin durch den bestehenden Wettbewerb von Frankreich usw. zu leiden hat.

Die Edelmetallindustrie in Hanau im Jahre 1905. In der letzten Plenarsitzung der Handelskammer gab der Vorsitzende, Kommerzienrat Canthal, einen Ueberblick über das verflossene Wirtschaftsjahr. Es habe sich im Bezirk der Kammer ein erfreuliches Bild gewerblicher Regsamkeit und wirtschaftlichen Aufschwunges gezeigt. Die Edelmetallindustrie sei vollauf beschäftigt gewesen, sogar so stark, daß sie nicht in der Lage war, die ihr gewordenen Weihnachtsaufträge alle zu erledigen, was seit vielen Jahren nicht der Fall war. Auch die anderen am Orte vertretenen Industrien hatten ein günstiges Geschäftsjahr. Nicht allzu hoffnungsfreudig könne man in die Zukunft blicken. Die am 1. März in Kraft tretenden Handelsverträge würden wohl den Nutzen mancher Betriebe etwas einengen. Berechtigte Bedenken könne man wegen des Abschlusses von Handelsverträgen mit den Vereinigten Staaten hegen. Der Referent schloß seine Ausführungen mit dem Wunsche, daß der Geist der Versöhnung, der von einsichtsvollen Männern Englands und Deutschlands neuerdings betätigt werde, Früchte bringen möge.

Die Gablonzer Gürtlerindustrie im Wirtschaftsjahre 1905. (Aus der Leipziger Zeitschrift „Die Gürtler-, Bijouterie- und Bronzewaren-Industrie“.) Die Hoffnungen, welche man zu Anfang des Jahres 1905 für eine günstige Periode der Gablonzer Gürtlerindustrie glaubte hegen zu dürfen, haben sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres leider nur teilweise erfüllt, so daß also der eigentliche Geschäftsbericht nicht viel Erfreuliches nachweist. Allerdings hat sich die Industrie im großen und ganzen aus dem latenten Zustande durch die Anstrengung einzelner strebsamer Güriler herausgearbeitet, wodurch auch der Gesamtindustrie die Wege zur Aufbesserung der

Die Versammlung der Gehäusemacher goldener Uhren in Chaux de Fonds beschloß wiederum eine Preiserhöhung um 10—20% je nach dem Erzeugnis.

Eine Ausstellung von 38 Originalarbeiten des Pariser Schmuckkünstlers René Lalique fand kürzlich in Berlin statt. Der Firma Keller & Reiner war es gelungen, diese 38 Stücke umfassende Kollektion, bestehend aus Diademien, Kolliers, Ketten, Armbänder, Schnallen und Ringe, zur Ausstellung zu erhalten. Es konnte nur dadurch ermöglicht werden, daß die Firma Keller & Reiner die Verpflichtung einging, für die Uebernahme sowohl, wie für die Rücklieferung der wertvollen Schmuckstücke einen eigenen Vertrauensmann zu entsenden.

Vom Ausstellungswesen. Die Anmeldungen zur JubiläumsKunstgewerbe-Ausstellung in Karlsruhe laufen sehr zahlreich ein. Um es zu ermöglichen, die Ausstellung auf breite Basis aufzubauen, wurde an Stelle des Kunstgewerbe-Museums das Markgräfliche Palais zur Verfügung gestellt – An der nächsten Dresdener Kunstausstellung beteiligen sich auch eine ganze Anzahl Bijouteriefirmen von Schwäb. Gmünd. Es sind dies die Firmen Ehrhard & Söhne, Ott & Cie., Schoch & Frank, Louis Böhm, Gustav Hauber, Forster & Graf, Wilhelm Binder, Gebr. Deyle, Gebr. Kühn und Albert Holbein, sämtlich aus Schwäb. Gmünd.

Aus Innungen und Vereinen. Freie Vereinigung der Gold- und Silberschmiede zu Görlitz. In die Sitzung am 7. Februar a. c. brachte Kollege Finster die Nachricht, daß am 18. Januar ds. Js. vom hiesigen Schöffengericht, wo F. als Zeuge vernommen wurde, der Händler Israel Mandel Strymber genannt Ramiel (Aufenthalt unbekannt) wegen Uebertretung zu 96 Mk. Strafe, eventuell 16 Tage Haft, verurteilt wurde. Genannter Kollege stellte im November 1903 Strafantrag gegen Strymber wegen Hausierens mit Goldwaren in einem hiesigen Restaurant. Ein Polizeibeamter hat diesem Hausierer tags darauf in einem anderen Restaurant, wo er ebenfalls seine Waren zum Kauf anbot und der Beamte Str. Papiere nicht ganz in Ordnung fand, verhaftet. Nach etwa 20 Stunden wurde Str. wieder entlassen und jetzt nach 2 Jahren 2 Monaten erfolgt schon die Verurteilung. Nichtsdestoweniger werden wir auch für die Folge ein wachsames Auge auf den Hausierhandel haben. Die von Herrn Diebener s. Z. bezogenen Postkarten, auf denen um Abholung längst fertig gestellter Reparaturen ersucht wird, haben sich aufs beste bewährt und werden gern benutzt. Der in der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“ veröffentlichte Vortrag des Herrn Fischer über Rubine Rekonstitue gab Veranlassung zu interessanter Aussprache und Debatte. Echte sowohl, als Rekonstitue waren zum Vergleich seitens des Vorstandes mitgebracht. Bei angestelltem Versuch hat sich ergeben, daß Rekonstitue ebenso ein leichtes Glühen und das Färben ihrer goldenen Fassungen vertragen, als echte Rubine. Es ist sehr zu befürchten, daß das gegenwärtig beste Merkmal „die kleinen Blasen“ durch Verbesserung in der Fabrikation schließlich wegbleiben, dann heißts: Goldschmied sci auf deiner Hut. Mancherlei Beachtenswertes hielt die Kollegen in anregender Weise und gemütlicher Stimmung noch lange zusammen. Nächste Sitzung 7. März a. c.

Der Verein der Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Regierungsbezirks Frankfurt a. 0. hielt am Sonntag, den 4. ds. Mts. in Frankfurt seine Generalversammlung ab. Es waren die Städte Frankfurt, Fürstenwalde, Kottbus, Züllichau und Küstrin vertreten. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung mit der Verlesung des Vereinsberichtes. Dieser ergab eine erfreuliche Weiterentwicklung des Vereins. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Es erfolgten dann noch einige kleine fachwissenschaftliche Vorträge, woran sich eine recht interessante Aussprache knüpfte. Die im Mai stattfindende Quartalssitzung soll wieder mit einer Ausstellung selbstgefertigter Arbeiten verbunden werden.

Personalien und Geschäftsnachrichten.

Firmen - Aenderungen. Die Firma R. & F. Birnstiel, Hofjuwelier in Koburg ist vom 1. Januar ds. Js. ab in Fritz Birnstiel umgeändert worden. In die Firma M. Holzer-Pforzheim ist Herr Kaufmann Rich. Kohn als Teilhaber eingetreten. Unter der neuen Firma A. Holzer & Co. haben die Herren jetzt außer der Kettenfabrikation auch die Herstellung von Bijouterie in Doublé und unecht eingeführt.

Firmen-Eintragungen. Am 31. Januar ds. Js. wurde die Firma „Isis-Werke, Fabrik kunstgewerblicher Erzeugnisse, Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ mit dem Sitze in Nürnberg eingefragen. Die Bijouteriefabrik Louis Friesinger in Pforzheim wurde eingetragen. Der Gesellschafter Theodor Friesinger ist am 28. Januar ds. Js. ausgetreten; die Gesellschaft ist aufgelöst; das Geschäft wird als Einzelfirma weitergeführt. – Die Bijouteriefabrik Peter Deines Söhne in Hanau. Der Kaufmann Friedrich Deines in Hanau ist als persönlich haftender Gesellschafter in das Geschäft eingetreten, und wird dasselbe von diesem und dem seitherigen Inhaber Friedrich Georg Deines in Hanau als offene Handelsgesellschaft seit dem 1. Januar ds. Js. unter unveränderter Firma fortgeführt. Die dem Kaufmann Friedrich Deines in Hanau erteilte Prokura ist erloschen. Von der Edelstein- und Halbedelsteinschleiferei und -Handlung Phil. Schmidt in Idar ist folgendes eingetragen: Seit dem 1. Januar ds. Js. sind die beiden Söhne des bisherigen alleinigen Inhabers der Firma, nämlich Kaufmann Ludwig Philipp Schmidt in Idar und Kaufmann Philipp Emil Schmidt daselbst, als gleichberechtigte Teilhaber in das Handelsgeschäft eingetreten. Jeder Gesellschafter ist befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten und die Firma zu zeichnen. Offene Handelsgesellschaft seit dem 1. Januar 1906. Die den beiden neu eingetretenen Teilhabern früher erteilte Prokura ist damit erloschen. Die Firma ist geändert in ,Ph. Schmidt“.

Geschäfts - Eröffnung. Herr Emil Seiser eröffnete in Pforzheim, Bahnhofstraße 21, ein Bijouterie-Exportgeschäft.

Geschäfts - Verlegungen. Die Firma Bernhard Stein in Frankfurt a. M., Fabrik von Bijouterien und Juwelenarbeiten hat sich bedeutend vergrößert und ist demzufolge in die größeren Räume, von Gr. Bockenheimerstraße 35 nach Gutsleutstraße 19 verlegt worden. Herr Graveur Max Salm in Pforzheim verlegte sein Geschäft nach der Zerrennerstraße 37111.

Todesfall. Unter zahlreicher und ehrenvoller Trauerbegleitung wurde nach kaum 3 tägiger Krankheit der in weitesten Kreisen bekannte frühere Goldarbeiter, zuletzt Privatier, Johann Straub in Passau zu Grabe getragen. Der Verstorbené führte volle 43 Jahre mit großem Fleiß und Geschick sein Geschäft. Mit Straub ist ein Repräsentant des alten Bürgertums dahingegangen.

Verschiedenes. Die Mechanische Similischleiferei A. Roy é & Cie. in Paris und Nantes gibt bekannt, daß ihre sämtlichen Simili-Erzeugnisse ausschließlich an die Firmen G. Buchter, Georg Fréres und F. A. Schütt zum Wiederverkauf in Deutschland gelangen. Die Maschinenfabrik Karl Bäller & Cie. in Pforzheim, die als Spezialität Bijouteriemaschinen erzeugt. hat infolge gesteigerter Anforderungen eine abermalige Vergrößerung ihrer Geschäftsräume vornehmen müssen, um

neuen Maschinen Aufstellung gewähren zu können. Sie hat für ihre Bureaus, Kienlestraße 8, entsprechende Lokalitäten gemietet.

Von Kunstgewerbeschulen. Die Kunstschule in Genf erfreut sich, nach einem uns von der städtischen Verwaltung zugegangenen Bericht des vergangenen Jahres, eines regen Besuches. Dieselbe ist im Laufe des Jahres 1905 von 532 Schülern, davon 130 Ausländer, besucht worden. Die Schule wird von der Stadt Genf subventioniert, und werden bei Aufnahme der Schüler keine Unterschiede der Nationalität gemacht; daher erklärt sich der hohe Prozentsatz von Ausländern in derselben. Der Unterricht wird von Handwerkern und Lehrlingen sehr besucht, die letzteren werden durch Gesetz dazu gezwungen, darunter viele junge Goldschmiede, Graveure, Ziseleure, die daselbst im Zeichnen und Modellieren sich ausbilden und die so erlernte Ausbildung für ihr Handwerk verwerten. Der Erfolg davon bleibt nicht aus; die Genfer Goldschmiede sind tüchtige und solide Arbeiter. Leider nimmt dort die Zahl der Lehrlinge immer mehr und mehr ab, daß für Nachwuchs nicht gesorgt ist.

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SO

Geschäftliche Mitteilungen. in Form eines Briefes, adressiert: „An jeden Leser dieser Zeitung“, enthält unser Blatt heute ein Inserat der Firma Auras & Wilke, Berlin W. 8, Kronenstraße 31. Genannte Firma richtet darin an die Leser das höfliche Ersuchen, sich bei Bedarf in SchaufensterDekorations-Utensilien, Schaufenster- und Laden-Einrichtungen usw. den großen illustrierten Hauptkatalog kommen zu lassen, der kostenlos versandt wird; derselbe enthält viele Gegenstände, die er zur geschmackvollen Dekoration seiner Schaufenster haben muß. Ganz besonders empfehlenswert ist der Katalog für diejenigen Firmen, die irgend eine Veränderung ihres Geschäfts, sei es Umbau, Vergrößerung, Umzug, Eröffnung einer Filiale usw. vorhaben, und gibt viele darauf Bezug habende Anregungen. Die Firma hat sich bereit erklärt, Auskünfte, wie bestehende unmoderne Geschäftslokale ohne viele Kosten modernisiert werden können, unentgeltlich zu geben, und wird dies gewiß manchen Leser veranlassen, sich dieserhalb mit der Firma Auras & Wilke, Berlin W. 8, Kronenstraße 31, deren Ruf sehr bekannt ist, in Verbindung zu setzen.

Die bekannte Firma Fr. Pfaelzer & Söhne, Goldwarenfabrik unt Frage 504. Wer liefert massive Büffelhornspitzen in der Länge Großhandlung in Stuttgart hat aus Anlaß ihres Fabrikneubaues eine von 10-15 cm?

B. S. A. in B. Reklameschrift für ihre Geschäftsfreunde herausgegeben, welche die Innenräume des Fabrikneubaues darstellt. Die Inhaber

Frage 505. Welche Metallwarenfabrik führt das Warenzeichen

K. M. F.? haben es sich angelegen sein lassen, die neuen Räume ihres Ge

M. in P. schäftes sehr schön, hell und praktisch einzurichten, so daß die Frage 506. Welche Fabrik liefert Mechaniken für ManschettenAteliers derselben als Muster hingestellt werden können. Zu gleicher knöpfe?

H. St. in 0. Zeit erhielten wir einen Katalog mit reizenden Schmucksachen von Hirschhaken und Kinderzähnchen, welche im naturalistischen

Frage 507. Wie legiert man gutes, weiches Silberlot (Mittellot) und modernen Stil ausgeführt sind und einen sehr günstigen Ein

aus schon legiertem Silber?

L. G. in B. druck auf uns gemacht haben. Wir behalten es uns vor, auf Frage 508. Welche Firma übernimmt schöne Elfenbeinarbeiten? Einzelheiten später nochmals zurückzukommen.

Es handelt sich um Fächer, der mit Elfenbeinmonogramm ver

sehen ist. Für die Werkstatt.

Frage 509. Wer liefert ganz billig silberne Stock- und Schirmgriffe?

H. S. in Hamburg. Was ist Agar? Zu dem Artikel „Moderner Edelmetallgu B" in Nr. 1 und 3. der Deutschen Goldschmiede-Zeitung“ ist von

Frage 510. Wer liefert Tafelbestecke in rein Nickel ?

H. S. in Hamburg. einer Agarlösung die Rede, über welche uns nun schon verschiedene Fragen eingelaufen sind. Agar ist das Gelatineprodukt

Frage 511. Wer liefert billigst vernickelte Waren, Rahm- und einer Pflanze (Algen), man nennt es Japanische Gelatine oder

Kaffee-Service, Kakesdosen usw., sogen. Bazarware? W. J. in L. Agargelatine, welches mit Wasser angemacht und als Form Frage 512. Wer kann mir eine Firma nennen, die Modelle zu negativ über das Wachsmodell gegossen wird.

Gußteilen für Herstellung von Schlüsselhaken aus Thalern anfertigt, oder wer die Rohgußteile abgibt?

L. G. in A Schützt Eure Läden vor Einbruchsdiebstahl! für feine Bestecke mit Perlmutterheften nennen?

Frage 513. Kann mir jemand einen leistungsfähigen Fabrikanten

F. K. in W. In Furth i. W. zertrümmerte am 1. Februar ein Unbekannter mittels

Frage 514. Wer kauft im Preise zurückgesetzte Granatarmeines Steines das Schaufenster eines Goldwarenhändlers und

reifen?

J. R. in B. raubte eine Schatulle mit 80 goldenen Herren- und Damenuhren, darunter einen Damenring mit Rubin und Smaragd. Der Schaden

Frage 515. Wo bekommt man die Schamottegypsmischung zu beträgt ungefähr 1100 Mk.

kaufen, welche in dem Artikel Moderner Edelmetallgu B“ (Nr. 1 und 3 der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“) erwähnt ist?

Und wo erhält man die darin erwähnte Agargelatine zu kaufen?
Patente und Gebrauchsmuster.

Antworten:
Patent-Bericht,

Zu Frage 472. Seide zu Korallenketten, weiß und farbig, liefert mitgeteilt vom Patentanwalt Dr. Fritz Fuchs, dipl. Chemiker und Jakob Barth, Pforzheim, Weiherstraße Ingenieur Alfred Hamburger, Wien VII., Siebensterngasse 1.

Zu Frage 488. Bestecke jeder Art, mit Elfenbeinheften, in Auskünfte in Patentangelegenheiten werden Abonnenten dieses schöner Ausführung, liefert S. Hoppe Söhne, Solingen. Blattes unentgeltlich erteilt. Gegen die Erteilung unten ange Zu Frage 490. Markasite-Steine im Rosenschliff liefern: Serge führter Patentanmeldungen kann binnen zweier Monate Einspruch David, Pforzheim. Karl Bauer, München, Frauenstr. 19. erhoben werden. Auszüge aus den Patentbeschreibungen werden von dem angeführten Patentanwaltsbureau angefertigt.

Zu Frage 491. Schwere Siegelringe, mit Hohlkehle gefaßt, liefern

als Spezialität: Hermann Butzlaff, Berlin So., Schmid-Str. 26. Oesterreich.

D. F. Weber, Pforzheim. - Fix & Weber Nachf., PforzErteilte Patente.

heim. Hermann Niessing, Vreden i. Westf. KI. 48c. Westfälische Stanz- und Emaillierwerke A.-G. vorm.

Zu Frage 492. Käufer für alte Granatschnüre sind: Karl J. & H. Kertemann in Ahlen in Westfalen. Verfahren zur Her

Bauer, München, Frauenstraße 19. E. Blecher & Zwißler, stellung erhabener Verzierungen auf Metallgegenständen durch Auf Reutlingen in Württemberg. – Johann Phil. Wild, Idar. bringung einer Masseschicht auf die mit Grundemail bedeckten Gegenstände, dadurch gezeichnet, daß auf das mit Grundemail be

J. Reimann, Juwelier, Berlin W. 8, Friedrich-Straße 189. deckte Metall zunächst eine leicht schmelzbare Emailschicht und

Zu Frage 495. Nebenstehendes Fabrikzeichen gehörte der dann eine aus schwer oder nicht schmelzbaren Stoffen bestehende

vor längeren Jahren eingegangenen Firma C. W. J. Pape in platische, beliebig geformte Masse (Porzellanmassei aufgetragen

Hamburg Die zu den betr. Bestecken gehörenden Stanzen und durch Brennen das Ganze verbunden wird. Pat. Nr. 17 889.

dürften sich jetzt im Besitze der Firma A. C. Franck, Hamburg,

Englische Planke 18, befinden.
Einspruchsfrist bis 15. März 1906.
Kl. 44 a. Mich. Stransky in Prag-Smichow. Karabiner in

Zu Frage 497. Dichro-Lupen zum Untersuchen der Rubine Knopfform, bestehend aus einer hohlen Kapsel, welche an der

liefern Hagenmeyer & Kirchner, Berlin C. 19, Unterwasserstr. 9 Oberseite eine seitlich einseitig unterschnittene Auspressung trägt,

Mechaniker R. Fueß, Berlin SW., Alte Jakobsstr. 108. deren Unterschneidung mit einer durch einen Schlitz aus der Kapsel

Zu Frage 499. Zur Anfertigung von Reparaturen, speziell maite heraustretenden Zunge eines in der Kapsel untergebrachten, unter

Sachen, empfehlen sich: Ritter & Reymann, Inh. H. Bubenberger Federdruck stehenden Schließhebels den Karabinerverschluß bildet,

und Th. Müller, Hanau a. M. – Carl Vossen, Juwelier, Düsselder durch einen in der Auspressung befindlichen, mit aus einem

dorf, Kreuzstr. 25. Hermann Butzlaff, Werkstatt für ReparaSchlitze der Auspressung vorstehendem Griffe und mit auf den

turen und Neuarbeiten, Berlin SO., Schmid-Str. 26.

Wilhelm Schließhebel wirkender Nase versehenen Druckhebel willkürlich

Weber, Goldschmied, Jena. – R. Altermann, Silberwarenfabrik, geöffnet werden kann, wobei das Einhängen einer Oese in den

Görlitz - Carl Struck, Juwelier, Wiesbaden, Taunusstr. 19 Karabiner durch Zurückdrücken der Zunge in die Kapsel mittelst

0. Lemke, Goldschmied, Magdeburg, Dreienbretzelstr. 68. des längs der unterschnittenen Wand der Auspressung gegen die

Herm. Dorbandt, Berlin So. 16, Köpenicker-Str. 69.

Rud. Kapsel bewegten Oesenringes erfolgt

Hofsäß, Pforzheim.

Zu Frage 507. Sie legieren weiches und mittleres Silberlot

von legiertem Silber folgendermaßen: Frage- und Antwortkasten.

Weiches Silberlot: 12 lötig Silber .

6 Teile

2 Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen.

Zink

1 Mittleres Silberlot: 12 lötig. Silber .

11 Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detaillours worden in ihrem und Aller Intorossa höflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den aus.

Zink

1 giebigsten Gebrauch zu machen. Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden

Hartes Silberlot: 12 lötig. Silber .

16 und an deren Beantwortung sich zu beteiligen. Die Aufnahme einer Antwort

Zink

1 erfolgt in jedem Einzelfalle auf ausdrüokllohen Wunsch. Auch dieser Teil unsores Blattes ist dazu geschaffen, zur gegenseitigen Belehrung beizutragon,

Sehr weiches Silberlot von Silber:

75 gr. Fragen:

Kupfer

10,5 Frage 503. Welche Besteckfabrik führt neben

Zink

12,3
stehendes Warenzeichen?

M. K. in L.
Zinn, chemischi reines

2,2

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In Leipzig rüstet man sich wieder für die Oster-Vormesse, Kleinsilberwaren aufweist. — Günther Herbst Nachf. (Reichsdie in der Zeit vom 5. bis 17. März abgehalten wird. Es ist in straße 11, II), die bekannte Großhandlung in Goldwaren. — Steinletzter Zeit wieder viel über diese Vormessen geschrieben worden metz & Lingner (Schillerstr. 7 pt.) mit ihren Goldwaren, unter und es gab Besserwisser, die mit der Behauptung hervortraten, denen die Fabrikation goldener Ringe im Vordergrund steht. daß die Leipziger Engrosmessen im Abflauen begriffen seien. Ge Heinrich Stoeckel (Plauenscher Platz) mit Bijouteriwaren aller wöhnlich aber zeigte dann der flotte Verkehr auf den Vormessen Art. – Otto Kamper senior (Ritterstraße 6 II, Theater-Passage) selbst, daß diese Prophezeiungen superkluger Propheten verfehlt mit echten und unechten Bijouterien; reichhaltiges Lager in Halswaren. Die Leipziger Vormessen und ganz besonders die Oster ketten, Medaillons, Anhänger, Armbänder, Broschen, Boutons, Vormessen, haben eine hohe wirtschaftliche Bedeutung auch für Ringe usw. in div. Genres und Preislagen; Bijouterie- und Kettenunser Fach. Wer sich auf der Höhe der Zeit erhalten will, dem fournituren; Spezialität: Uhrketten. bieten die Ausstellungen der großen Firmen unserer Branche die Aus Pforzheim wird die Firma Eugen Porcher (Petersbeste Gelegenheit dazu. Bringt doch jede das Neueste, Beste und straße 25, I, Centralhotel) Ringe, Ketten, Broschen usw., überhaupt Wertvollste mit, um in dem Wettbewerb Sieger zu sein. Der Be geschmackvolle, gangbare in den neuesten Dessins gehaltene Bijousuch der Oster-Vormesse belehrt den Goldschmied, was ihm eben terien, Brillantwaren, Kleinsilberware, Alpakaware usw. zur Auswahl auf seinem Lager fehlt, wo er noch Ergänzungen treffen kann, er stellen. Auch die Metallwarenfabrik Pforzheim, vorm. Aichele zeigt ihm, wohin die Richtung des ewig wechselnden Geschmackes & Co. (Neumarkt 20/22, May & Edlich), brachte während des sich wendet und hat so einen hohen Wert für die Gestaltung des verflossenen Jahres hübsche Neuheiten in Metallwaren. Neben eigenen Geschäfts. Wir wollen daher nicht verfehlen, an dieser modernem Geschmack werden der jetzt wieder beliebte BiederStelle auch wieder mit einem kurzen Vorbericht auf die Leipziger meier- und Empirestil vertreten sein, und wird die Ausstellung Oster-Vormesse hinzuweisen und die deutschen Goldschmiede ein ein hübsches Sortiment in Servicen, Toilettegarnituren, Vasen und zuladen, recht zahlreich in Leipzig zu erscheinen, wenn es nur sonstigen Luxus- und Gebrauchsgegenstände bieten. – Richard immer ihre geschäftlichen Verhältnisse zulassen. Soweit wir unter Unverferth (Petersstraße, Hotel de Russie) kommt, wie jedes richtet sind, wird ihnen manches Neue und Überraschende vor Jahr, mit einer großen Auswahl aller Goldwaren, Silberwaren, die Augen geführt werden. Im Nachstehenden wollen wir einzelner Double- und Phantasiebijouterien und Alpaka-Silberschmuck nach Firmen gedenken, welche auch diesmal die Leipziger Oster-Vor- Leipzig. Diesmal wird eine große Kollektion von Neuheiten in messe beziehen werden. Wir wählen dabei der Einfachheit halber modernen Schaufenster -Ständern, komplett mit Ringen, Broschen, die alphabetische Reihenfolge und wollen nur noch bemerken, daß Herrenketten, Fächerketten, Medaillons, Kolliers mit Anhängern, unsere Übersicht natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit er Glieder - Armbändern usw. hinzukommen. heben kann.

Eine Filiale hat in Pforzheim die Frankfurter Firma J. WachenAus Leipzig selbst werden vertreten sein: Baumert & Co. heimer errichtet, die ebenfalls seit langen Jahren die Leipziger mit Bijouterien und Kleinsilberwaren (Kaufhaus, Gew. 16). Die Messe besucht (Petersstraße, Centralhotel). Sie wird diesmal beFirma ist bekanntlich Vertreterin der Krefelder Metallwarenfabrik sonders mit Neuheiten in Schmucksachen modernen Genres aufBitter & Gibbers in Krefeld. — Th. Fuhrmann (Ritterstr. 1—3, II), warten, ferner in Türkisschmuck für die bevorstehende Konfirmader auf seinem Lager nicht nur geschmackvolle, billige Sachen, tion, Filigranarbeiten, in antik gearbeiteten Sachen usw. Besonders sondern auch feine Waren, Juwelen, goldene Ketten und ebenfalls reichhaltig wird die Kollektion in Andenken für Badeorte, große

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