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feten“, ,,Elektrische Läutapparate“, „Luftpumpen“ und „Luftschifffahrt“. Von naturwissenschaftlichen Artikeln sind die meteorologischen über „Luft“, „Luftelektrizität“, „Luftdruck“, „Lufttemperatur", sowie die über „Licht“, „Lichtelektrische Erscheinungen“, der geologische über „Löß“, die botanischen über „Leitbündel“, , Lärche“, „Linde“, mit schönen Tafeln, sowie die „Landbauzonen“ bemerkenswert. Für den Geologen gibt die Beilage „Landesaufnahme in den wichtigsten Ländern“ eine sehr gut geordnete Uebersicht der veröffentlichten wichtigsten Kartenwerke des topographischen Bureaus; dieser Artikel wird glücklich ergänzt durch die „Landkartendarstellung“, die in Wort und Bild die bei dem Kartenentwurfe maßgebenden Prinzipien erklärt. Landwirtschaftliche Betriebe aller Art, Maschinen usw. kommen in den vielen, die Landwirtschaft betreffenden Artikeln zur Besprechung, die beiden Chromos „Landwirtschaftliche Schädlinge“ beweisen in ihrer mustergültigen Sachlichkeit, mit welcher peinlichen Sorgfalt die Herstellung der Tafeln betrieben wird. Von neuen Karten seien noch die von Livland, sowie die neuen Pläne von Leipzig und Lübeck erwähnt. Nicht nur literarhistorisches Interesse haben die vier Porträttafeln von Klassikern der Weltliteratur. Der Band enthält 34 schwarze und 4 Farbentafeln, sowie 14 Karten und Pläne, ein schöner, reicher Schmuck für das so gehaltvolle Werk.

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g

Figo

Fig. 7

Knopf der Schnappfeder möglichst vermieden, und dann hat sie den Vorteil, daß man die Feder bei Armbändern hauptsächlich nicht mehr sieht, wie es bei den gewöhnlichen horizontal schnappenden Federn der Fall ist. Auf der Zeichnung zeigen die Fig. 1 bis 6

Einzelheiten und Fig. Fig. 4.

Fig.5

7 und 8 die Anordnung Selznittn.2. d Selgit 5.4. des Verschlusses beiga if

spielsweise an einem Kettenarmband. Der

senkrecht zur Glieder9

ebene angeordnete Verschluß besteht aus dem Schließgehäuse a und der Schließplatte b. Das Gehäuse selbst (Fig. 1) besteht aus einer oben im Winkel umgebogenen Platte d und zwei vorn seitlich angeordneten Plättchen c, welche als Führung dienen. In

dem Gehäuse ist eine Feder f (Fig. 6) mit Nase o und Kopf i derart angeordnet, daß beim Einschieben des Schließgehäuses a in die

Schließplatte b von oben

Nase o infolge der Feder selbsttätig Fig.8. in die Oeffnung m der Schließplatte

einspringt, wodurch der Verschluß an herbeigeführt wird.

herbeigeführt wird. Da sowohl

Schließgehäuse a als auch Schließplatte b senkrecht zur Zugrichtung der Kette angeordnet sind, nehmen die Gleitflächen h und g der Schließkörper a und b beim Tragen des Armbandes den Zug auf und entlasten somit die Feder. Das Oeffnen des Verschlusses erfolgt durch Zurückdrücken des Knopfes i, wodurch die Nase o die Feder f aus der Oeffnung m wieder herausdrückt. In dieser Stellung können beide Schließkörper durch Verschieben voneinander getrennt werden. – PatentAnspruch: Schnappfederverschluß für Armbänder, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß rechtwinklig zur Zugrichtung der Kette angeordnet ist, so daß die Gleitflächen (g h) der Schließkörper (a b) den Zug aufnehmen und dadurch eine Entlastung der Feder (f) bewirken.

a

Frage- und Antwortkasten. Für brieslich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. Dio Herren Fabrikanton, Grossisten und Detailleuro werden in Ihrem und Allor Interesse höflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreion Benutzung dieser Abteilung den ausgiebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden und an doron Boantwortung sich zu boteiligon. Die Aufpahme einer Antwort erfolgt in jedem Einzelfalle auf ausdrüoklichen Wunsch. Auch dieser Teil unseres Blattos ist dazu geschaffen, zur gegenseitigon Bolehrung beizutragen.

Fragen: Frage 490. Wer liefert Markasite im Rosenschliff für alte Schmucksachen ?

A. D. in M. Frage 491. Wer fabriziert besonders schwere Siegelringe in 18 kar. Gold?

A. A. in A. Frage 492. Wer kauft alte Granitschnüre, verschiedene Stärken, nach Gewicht?

R. R. in H. Frage 493. Gibt es einen Fabrikanten für Ringschienen, die mit einer Rinne auf der Mitte versehen, einen schmal getragenen Trauring darin aufnehmen können?

F. K. in L. Frage 495. Wer ist der Fabrikant von Bestecken mit nebenstehender Schutzmarke?

K. S. in 0. Frage 496. Welcher Fabrikant liefert die Alfenide-Messer mit verankerter Klinge?

R. S. in P. Frage 497. Woher kann man eine Dichro-Lupe, zum Untersuchen von künstlichen Rubinen, beziehen?

Frage 498. Wer ist der Fabrikant silberner Obstmesser und Gabeln mit dem Fabrikzeichen L. S. M. ?

Frage 499. Wo bekomme ich bessere Reparaturen, speziell matte Sachen, gut gemacht?

C. W. in H. Frage 500. Wer liefert billige Beschläge (versilbert) zu Trinkhörnern ?

M. S. in St. Frage 501. Wer liefert Chamotte - Gyps für Formen zum Bronze- und Feinmetallgub? Frage 502. Wer liefert blaue Gläser für Silber-Fassungen?

A. Sch. in A. Frage 503. Welche Besteckfabrik führt nebenstehendes Warenzeichen?

Antworten: Zu Frage 470. Matte Opale werden mit Wienerkalk oder mit feinstem Schmirgelpapier poliert.

A. W. in D. Zu Frage 472. Korallseide liefert Werkzeughandlung Carl Bauer in München, Frauenstraße 19.

Zu Frage 478. Billige Kompasse fertigt die Kompaßfabrik Vogler in Pforzheim.

Zu Frage 482. Die Firma Louis Kuppenheim in Pforz lieim dürfte für Sie als Fabrikant von Dosen und Schmucksachen in Gold und Silber in Betracht kommen.

Zu Frage 486. Nippsachen in echter und imitierter Bronze fabrizieren die Aktien-Gesellschaft vorm. H. Gladenbeck & Sohn, Bildgießerei, Berlin S., Ritterstraße 24.

Zu Frage 488. Bestecke jeder Art mit Perlmutter- und Elfenbeinheften liefert: A. Mack, Aachen, Roermondstraße 15.

W

Büchertisch. Meyers Großes Konversations-Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148000 Artikel und Verweisungen auf über 18240 Seiten Text mit mehr als 11000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Illustrationstafeln darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbeilagen), sowie 130 Textbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mk. oder in Prachtband zu je 12 Mk. (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Daß Meyers Großes Konversationslexikon auf dem Gebiete der Naturwissenschaften und Technik stets nur Vorzügliches leistet, ist sattsam bekannt. Es wäre deshalb nicht nntwendig, für den soeben erschienenen XII. Band diese Vorzüge wieder hervorzuheben, wenn nicht die prächtigen technischen Tafeln, die gerade diesen Band wieder besonders auszeichnen, einen Hinweis verdienten. Sie sind fast sämtlich durch Aufnahme von einer ganzen Reihe neuer Typenbilder derartig verändert worden, daß sie fast als neue gelten können. Vor allem sind es die Tafeln „Lokomobilen“, „Lokomotiven“, „Leuchttürme“, „Laf

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Nachdruck aus dem Inhalt vorliegender Zeitung ist nur mit Erlaubnis der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet.

Fachtechnischer und wirtschaftlicher Teil

1

**99 Redaktion: Fachtechnischer und wirtschaftlicher Teil: Syndikus Herm. Pilz, Leipzig ** Kunstgewerblicher Teil: Professor Rudolf Rücklin, Direktor der Goldschmiede-Smule, Pforzheim

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Die alte Streitfrage:

Sie seien die beste Imitation der Welt usw.“ Wegen dieser frivolen Ob sich ein Uhrmacher Goldschmied nennen darf?

Reklame, wie sie der Staatsanwalt mit Recht bezeichnete, und der

verwerflichen Anlockung und Täuschung des Publikums wurde hat wieder eine ganz interessante Blüte gezeitigt. So lange es Schiltsky, der natürlich nur der Strolimann der in Paris und Lonnicht allgemein nachgelassen wird, daß sich jedermann den Titel don sitzenden Hauptmacher ist, vom Schöffengericht zu 500 Mk. „Goldschmied“ oder „Goldarbeiter“ beilegen darf, so lange die Geldstrafe, eventuell 50 Tagen Gefängnis verurteilt, wobei es auch Gerichte vielmehr von dem Uhrmacher verlangen, daß er zum in der Berufungsinstanz in der Verhandlung vom 7. Februar vermindesten in der Goldschmiedekunst, wenn er sie auch nicht rite blieben ist. Es wurde Beihilfe zum unlauteren Wettbewerb anerlernt hat, erfahren ist und Arbeiten selbst verrichten kann, wenn genommen. Der Staatsanwalt hatte 1500 Mk. Geldstrafe beantragt, er sich den obigen Namen beilegen will, ist es immer ein Wag was für Schiltsky jedenfalls noch ein besserer Denkzettel gewesen nis, die Doppelbezeichnung „Uhrmacher und Goldschmied sich wäre. Wenn die Gerichte doch überall solche Urteile fällten, zuzulegen. Aber es sind ja auch Stimmen laut geworden, welche dann wäre dieser heillose Diamanten-Schwindel schon längst benoch weiter gehen und nur dem das Prädikat „Goldschmied“ oder graben. Ein anderer ebenso interessanter Prozeß betraf die ,Goldarbeiter“ verdientermaßen zukonimen lassen, der wirklich als Goldschmied ausgebildet worden ist. Unter solchen Umständen

Anklage gegen die Bera-Diamantenhändler in Breslau war es notwendig, ein Zwischending, so eine Art Hermaphroditen und zwar wegen Beleidigung des Sachverständigen, Herrn Juwelier zu schaffen und das ist der

Klee daselbst, der sich in einem Prozeß gegen den früheren Ge-
Autodit-Goldarbeiter!

schäftsführer der Breslauer Verkaufsstelle, Lipowetzki, wegen un

lauteren Wettbewerbes abfällig über die Waren und das Gebaren Mancher unserer Leser wird erstaunt fragen, was sind denn dies

der Bera-Gesellschaft ausgesprochen hatte. Das Urteil des Sachfür Leute, diese „Autodit-Kollegen“? Wie uns ein Goldschmied

verständigen hatte der Bera-Kompagnie Veranlassung gegeben, im aus Breslau schreibt, hat dort der Uhrmacher L. R. seine Inserate

Breslauer Generalanzeiger“ folgendes Inserat zu erlassen, durch unterzeichnet: „Uhrmacher und Autodit-Goldarbeiter“. Er will da

welches sich der Sachverständige getroffen und beleidigt fühlen mit andeuten, daß er die Goldschmiedekunst nicht ordnungsgemäß mußte: erlernt, sondern sich nur selbst darin ausgebildet hat, also ein Autodidakt in unserem Handwerk ist.

„Eifersüchtigen Konkurrenten, welche sich als

Das Publikum aber vermutet hinter diesem Selbstgelehrten dann wunder was für einen

Sachverständige aufspielen, bieten wir Trotz! Um das Tausendkünstler von Wissen und Können. In Zukunft aber werden

Publikum zu überzeugen, wie schwierig es diesen sein wolwir uns, wenn wir mit Kollegen zusammentreffen, immer erst lenden sogenannten Sachverständigen ist, einen Unterfragen müssen: Sind Sie wirklicher Goldschmied oder ein „Auto schied herauszufinden zwischen unseren Bera-Diamanten und dittrich“? Es gibt eben auch in unserem Gewerbe zuviel

echten Diamanten, plazierten wir in unserem Schaufenster

zwischen unseren anderen Waren 30 echte Diamanten usw. Große Schreier.

Sollten unsere Bera-Diamanten tatsächlich nicht das sein, was Wir denken da auch gleich an die Gutscheine, welche Wilhelm

wir behaupten, so bietet sich hier eine Gelegenheit für unseren Rau in Erfurt in Höhe von 1 Mk. für den Monat Dezember ausgibt. Was auf solch einem Gutschein nicht alles dem Publikum

eifersüchtigen sachverständigen Konkurrenten, echte unter die Nase gehalten wird. Ein Uhrenausverkauf mit 25% Ra

Diamanten zum Preise von 3 Mk. pro Stück zu kaufen.“ batt! Die größte Auswahl in Gold- und Silberwaren! Wirklich Auch an den Plakattafeln wurde dieses frivole Machwerk angefachmännische Garantie und ein „Laboratorium zur Untersuchung schlagen. Die Staatsanwaltschaft erhob nun Anklage wegen öffentvon Edelsteinen!“ Werin Rau gesagt hätie, daß er sich zur Unter licher Beleidigung des Sachverständigen gegen den Geschäftsführer suchung von Edelsteinen erbietet, so würde dagegen an sich nichts Ischner und gegen den Redakteur des Inseratenteils des „Breslauer einzuwenden sein, aber nein, es muß gleich ein „Laboratorium“ Generalanzeiger“, Curt Wagler. Der letztere wurde indessen freiins Treffen geführt werden. Es muß alles gleich einen großen gesprochen, während Ischner 300 Mk. Geldstrafe bekam. Die Namen haben, wie wenn jemand seinen Schnupfen als „Stirn- Begründung des Urteils hebt hervor, daß es schon eine schwere höhlenkatarrh“ bezeichnet. Die Schreierei ist ja auch die Haupt- Beleidigung sei, wenn ein ehrlicher Juwelier als Konsache bei dem

kurrent eines Geschäftes, wie das der Bera-Diamanten, Handel mit Diamanten-Imitationen,

bezeichnet werde. Übrigens ist die ganze Mache jetzt sehr

durclisichtig. Berou oder Baku Blitstein reist von Ort zu Ort, gegen den der Kampf unentwegt fortgeführt wird. Jetzt ist der richtet Läden ein, setzt Geschäftsführer hinein und verduftet dann Geschäftsführer Karl Schiltsky von der Sarita-Kompagnie in wieder. Im Handelsregister ist dann zu lesen: „Die Prokura des Magdeburg einer gerechten Strafe verfallen. Er verkaufte in dem Berou Blitstein, Leipzig, ist erloschen.“ Die „Kora-Diamanten“ Laden Breiteweg 47 für den Schuhwarenhändler Isaak Blumenthal kosten jetzt in Dresden nur noch 50 Pfg. In Straßburg taucht in Berlin die kostbaren Sarita-Diamanten, die früher 8 Mk. kosteten, wieder eine neue Sorte, die der sogen. „Parisiana-Brillanten“ zu 75 Pf. mit Fassung. Dabei wurde in Plakaten und Annoncen auf. Natürlich handelt es sich dabei ganz um denselben plumpen behauptet: Sarita-Diamanten hätten einen hervorragenden Härte Schwindel. Über den bekannten Prozeß der „Lucios-Diamantengrad. Sie trügen sich wie echte. Sie seien so gut wie echite. Gesellschaft“ in Frankfurt a. M., der sich jetzt in der Revisions

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instanz beim Reichsgericht befindet, schreibt uns Herr Juwelier G. K. daselbst folgendes:

„Im November vorigen Jahres wurde die Firma „Lucios of New-York“ in Frankfurt a. M. mit ihren schlechten „Lucios-Diamanten“ wegen unlauteren Wettbewerbs zu 1000 Mk. Geldstrafe von der Königl. Staatsanwaltschaft verurteilt. Die Firma legte Revision beim Reichsgericht ein, und steht bis dato das Resultat noch aus. Da aber vor Spruch des Reichsgerichtes das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, so konnten die Frankfurter Juweliere einstweilen gar nichts weiter gegen die Firma „Lucios“ unternehmen, und der Verkauf nahm ruhig seinen Fortgang. Und da die Dummen ja trotz allem nicht alle werden, so wurden diese schlechten Imitationen eben weiter gekauft. Sehr zu verwundern ist es, daß sich diese Angelegenheit beim Reichsgericht, welches ja in Leipzig ist, so sehr in die Länge zieht, da doch gerade bei der Leipziger Staatsanwaltschaft ein derartiger Prozeß der dortigen Juweliere gegen die daselbst bestehende Firma ,de Bera-Kompagnie" mit Erfolg für die Leipziger Herren Kollegen durchgefochten wurde und die Machinationen dieser Firmen hinlänglich bekannt sind. Wir hoffen, daß auch das Reichsgericht das gefällte Urteil über die Frankfurter Firma „Lucios of NewYork“ zu Recht bestehen lassen wird, um so mehr als ja erwiesen ist, daß sämtliche derartige existierenden Geschäfte, welchen Namen sie auch haben mögen, unter einer Direktion stehen, also Filialen sind. Die „Lucios-Diamanten“ in Frankfurt a. M. wurden von Gerichts wegen von einem vereidigten Handelschemiker auf ihre Zusammensetzung geprüft, welche Untersuchung ergab, daß diese vielgepriesene „beste Imitation der Welt“ die allerschlechteste Nachahmung ist. Trotz diesem und allem anderen beginnt die Firma Lucios wieder mit einer neuen Reklame in den Zeitungen, indem sie den Abdruck einer französischen Analyse über ihre „Diamanten“ bringt. Nun, der Laie versteht ja gar nicht, was dieselbe besagt; ob die „Lucios-Diamanten“ gut oder schlecht sind, das weiß er durch diese Analyse auch nicht, denn dieselbe besagt tatsächlich gar nichts. Weil es nun aber eben eine Analyse ist, so denkt das Publikum, welches noch auf diesen Schwindel hereinfällt, diese „LuciosDiamanten“ seien doch etwas ganz Besonderes, und kauft das schlechte Zeug, und das bezweckt ja auch nur diese Firma. Möge recht bald die Ablehnung der Revision vom Reichsgericht eintreffen, damit endlich einmal Schluß mit dem unlauteren Geschäft hier gemacht werden kann!“

Auf der Basis marktschreierischer Reklame bewegt sich auch eine andere Firma, welche

„Prachtvolle Schmucksachen für eine Mark in den Zeitungen anpreist. Es handelt sich um die Firma Richard Jüdith in Berlin. Sie liefert eine „prachtvolle“ goldene HerrenKavalier-Uhrkette dafür, und gibt noch gratis einen „hochfeinen Fingerring mit Steinen“ und eine „prachtvolle“ Krawattennadel mit „feinem Opalstein“ zu. „Prachtvoll“ ist jedenfalls auch der Reinfall, den diejenigen erleben, die sich durch solche Annoncen zu einem Ankauf verleiten lassen. Zur Frage der Schädigung der Goldschmiede

durch die Leihhäuser hat nunmehr auch die Handelskammer Berlin Stellung genommen. Die Kammer erkennt an, daß sich die Leihhäuser auch in Berlin über ihren eigentlichen Zweck hinaus zu einer Konkurrenz für den reellen Handel in den genannten Waren entwickelt haben, welche zu einer Schädigung des Publikums wie der Gewerbtreibenden führt. Es wird für den Bezirk festgestellt, das neue Uhren, Goldsachen und Juwelen in größerem Umfange von den Gewerbetreibenden selbst in den Pfandhäusern versetzt werden und zwar aus unlauteren Beweggründen, um minderwertige Waren zu teurem Preis an den Mann zu bringen. Es wird deshalb eine Vorschrift befürwortet, dahingehend, daß den Pfandleihern das Beleihen von neuen Goldwaren, Juwelen und Uhren verboten wird, von denen ihnen bekannt ist oder von denen sie nach den Umständen annehmen müssen, daß die Beleihung durch einen Gewerbtreibenden dieser Branche nachgesucht wird. Ein eigentlicher Hausierhandel mit Pfandscheinen soll dagegen in Berlin nicht stattfinden. Immerhin wird eine Vorschrift dahin gutgeheißen, daß der gewerbsmäßige Handel mit Pfandscheinen für ein konzessionspflichtiges Gewerbe erklärt wird. Im weiteren wird eine strenge, auffällige Trennung der dem Pfandleihgewerbe dienenden Räume von solchen eines jeden anderen Gewerbebetriebes des Pfandleihers oder anderer Personen befürwortet. Für den Vorschlag, den öffentlichen Leihhäusern ihr Privilegium zu nehmen, konnte sich dagegen die Kammer nicht erwärmen. Die

Hausierprämie haben wir wieder in zwei Fällen nach Dippoldiswalde gezahlt, wo Händler und Arbeitsleute wegen Feilbieten von Damenuhrketten, Armbändern, Broschen usw. dingfest gemacht wurden.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will!

Geleitwort zu unserem Lehrlings - Preisausschreiben.

„Früh übt sich, wer ein Meister werden will!“ Das Tell hang stehen, als es den Lehrlingen freisteht, die Prüfungsarbeiten Wort sollte über dem Arbeitstisch jedes Lehrlings stehen. Wer (Gehilfenstück) auch zu dem von uns veranstalteten Wettbewerb seine Lehrzeit recht ausgenutzt hat und nicht gleichgültig die einzusenden. Aber es sind alle Lehrlinge berufen, nicht nur die, Stunden hinarbeitete, sondern mit regstem Fleiß, mit treuer Hin welche am Ende ihrer Lehrlings-Etappe stehen, sondern auch diegabe und wahrer Begeisterung den Unterweisungen des Meisters jenigen, die erst im Anfange derselben sich befinden, aber mit folgte, der wird einmal den Segen seiner Lehrjahre noch später ehrlichem Streben vorwärtsschreiten. spüren, wenn er selbst den Meistergrad erreicht hat. Was wir Unsere Prämiierung von Lehrlingsarbeiten wird keine bauen im Leben, wird auch feststehen, wenn es auf sicherem Grund erstklassigen Kunstwerke krönen. Aber wir dürfen hoffen, daß es gebaut ist, und dieses sichere Fundament müssen die Lehrjahre sich strebsame Lehrlinge werden mit Eifer angedeihen lassen, ein geben. Aber Jugend will angespornt sein. Und ein solcher Schmuckstück zur Konkurrenz zu bringen, das ihnen und dem Ansporn soll das Preisausschreiben sein, das wir alljährlich für die Meister, in dessen Werkstatt sie arbeiten, zur Ehre gereicht. Goldschmiedelehrlinge veranstalten wollen. Wir hoffen, daß uns

In unserer heutigen Nummer haben wir eine ausführliche Bedie Zustimmung aller Meister dabei werden wird, daß wir die

kanntmachung über diese Prämiierung von Lehrlingsarbeiten aufUnterstützung überall da finden, wo man noch energisch für das

genommen, auf welche wir noch besonders hierdurch hinweisen Wohl des Goldschmiedegewerbes eintritt, und die jungen Lehrlinge wollen. Wir bitten die Meister, ihre Lehrlinge darauf aufmerksam zu tüchtigen, brauchbaren Meistern heranbilden will. Es fällt

zu machen und ihnen bei der Wahl eines geeigneten Stoffes für kein Meister vom Himmel! In fortdauernder, zielbewußter Arbeit das Preisausschreiben behilflich zu sein. Der Segen der Beteiliwill die oberste Sprosse der Leiter erklommen sein.

gung an einer solchen Konkurrenz von Lehrlingsarbeiten wird Unser Lehrlings-Preisausschreiben soll ganz unabhängig sein nicht ausbleiben. Die Lehrlinge werden sich bewußt werden, daß von den eigentlichen Lehrlingsprüfungen, die vor den Prüfungs auch bei ihnen schon ehrliches Wollen und Streben Anerkennung ausschüssen der Innungen und Handwerkskammern abgelegt werden. findet. Mögen sie des Schiller-Wortes eingedenk sein: Früh übt Und doch soll es insofern mit jenen in einem gewissen Zusammen sich, wer ein Meister werden will! PASPASOWASOMOSOMSYASYSYMYS ONSOMSONSOM MONSUMSOMOS

„Was kann ich aus diesem alten Trauring machen lassen ?"

1878.

G

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3

Diese Frage tritt gar oft an den Goldschmied heran, wenn bogen. Der Schwanz kann herausgehämmert und abgebogen werihm von seiten seiner Kundschaft eine Aufgabe gestellt wird, aus den, der Kopf aber muß angelötet und mit Chaton, der deneinem getragenen Trauring einen anderen Ring oder irgend ein selben krönt, versehen werden; das Ganze aber hübsch ziseliert anderes einfaches Schmuckstück herzustellen. Gewöhnlich ist oder graviert sein kann. ein alter Trauring ein teures Andenken, eine Reliquie, und soll Auch bei Bild 1 ist aus der Zeichnung sehr leicht die Ausinfolgedessen nicht umgeschmolzen werden; vielmehr will. man führung des Ringes zu ersehen; derselbe wird schräg aufgeschnitten, den Charakter des

die Enden herausTrauringes und vor

gehämmert und um allen Dingen die als

die Fassungen geDokument dienende

rollt. Die in die Inschrift bewahren.

Zargen zu fassenden Nun sind auch an

Steine sollten sich uns von vielen Sei

dem Stile des Rinten Anfragen einge

ges anpassen und gangen, die sich auf

daher als Cabochons obige Frage zuspit

geschliffen sein. zen und möchten wir

Ähnlich läßt sich deshalb versuchen,

auch Ring 6 anferunseren Lesern in

tigen, indem derWort und Zeichnung

selbe aufgeschnitRatschläge zu ge

ten, die Enden mit ben. Wir wollen da

der Säge gespalten mit allerdings keine

und abgebogen werneuen Muster schaf

den. Das mittelste fen, sondern nur die

Blatt wird spitz zuGrundidee illustrie

gefeilt und die seitren: „Was kann

lichen Rellköpfe, mit ich aus einem

Perlchen darauf, analten Trauring

gelötet. alles machen?"

6.

Einen Ring in ein Ein sehr einfa

Medaillon (5) umzuches Motiv wäre ein

wandeln wäre eine Kettenschieber.

andere Lösung der (Siehe Bild 2). Der

Frage. Derselbe Ring wird oval ge

wird auf der unteren drückt, damit derselbe als solcher nicht zu hoch ist und

Seite verbödet und mit dem Deckel versehen, welcher nicht vornüber fällt, dann werden zwei sich gegenüber

im Scharnier auf- und zuklappt und sich durch die liegende Büchsen, dünnwandige Scharniere, in die kurze

Schließzarge einklemmt. In der Schließzarge ist geBiegung hineingelötet, welche mit Kork ausgefüttert, die

nügend Platz für einen Glasrad und Bild. In der anderen Kette aufnehmen sollen. Oben auf kann ein Stein mit Millegriff, Öffnung muß der Glasrand ebenfalls ganz niedrig sein, damit Bogen oder mit Fassette gefaßt sein, ebenso kann auch noch ein man noch die Inschrift des Ringes sehen kann. zweiter Stein unten daran schwingen. Dieses Motiv paßt aber Endlich sei noch ein ganz einfaches Motiv zu einer Brosche auch für einen Ring, natürlich unter Weglassung des zweiten gegeben, wozu zwei Ringe verwendet werden. Der eine wird Steines und kann auch umgekehrt die als Schlangenring gedachte aufgebogen, während der andere daraufgesteckt ist. Es liegt nun Zeichnung 4 als Schieber für eine Kette verwandt werden. noch an dem Goldschmied, sich die Ornamente dazu nach seinem

Zu dieser ist der Trauring ebenfalls sehr leicht umgearbeitet; oder seiner Kunden Geschmack auszuarbeiten, wozu ihm ja sein der Ring wird schräg aufgeschnitten und aneinander vorbei ge- Kunsthandwerk reichlich Mittel und Wege bietet.

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5

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A.

Verjährung des Mängeleinwands bei gelieferter Gold- und Silberware.

Ein Abonnent aus G. schreibt uns: „Ich ließ bei einem Goldarbeiter

, der ein Arbeitsgeschäft besitzt, im Dezember 1902 ein paar Ringe schnell anfertigen, da ich mit Arbeiten überhäuft war. Die Ringe sollten einen Feingehalt von 750000 aufweisen. So waren sie bei mir bestellt, und so hatte ich sie in Auftrag gegeben. Ich habe auch den Preis dafür bezahlen müssen. Die betreffende Dame, die den Ring trug, bemerkte nun von Zeit zu Zeit am Finger an der Ringstelle einen schwarzen Streifen. Im Sommer 1905 trat dieser Fehler wieder besonders stark auf. Die Kundin ging nun zu einem Konkurrenten von mir, dieser schickte die Ringe in die Kgl. Münze, und diese stellte einen Feingehalt von nur 730000 fest. Um mein Geschäft nicht zu schädigen, gab ich sofort zwei andere Ringe hin, und forderte nunmehr Schadensersatz von dem Lieferanten. Dessen Anwalt aber schützte die Einrede der Verjährung vor. Wie ist es damit? Ich bin der Meinung, daß die Verjährungsfrist doch erst von dem Tage an laufen kann, wo mir der Fehler bekannt wird, und nicht vom Tage der Uebergabe ab. Der Sachverständige hat außerdem erklärt, daß die Differenz von nicht zum Schaden

ersatz verpflichte, da eine solche Differenz bei einer nicht ganz
genau funktionierenden Wage leicht vorkommen könne. Was denken
Sie über den Rechtsstreit?"

Der Prozeß ist geeignet, einmal auf die Bestimmungen über die
Gewähr der Fehler bei Gold- und Silberwaren hier näher einzugehen.

Der Verkäufer haftet dem Besteller nach § 459 des Bürgerl.
Gesetzb. dafür, daß die Ware zur Zeit des Überganges der Gefahr
auf den Käufer, also bei der Übergabe, nicht mit Fehlern behaftet
ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder
nach dem Kaufabschluß vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder
mindern. Eine unerhebliche Minderung des Wertes oder der
Tauglichkeit kommt nicht in Betracht.

Wie steht es nun in Bezug auf den oben geschilderten Fall mit dieser Vorschrift? Nach unserem Dafürhalten ist es zwar kein Fehler, welcher die Tauglichkeit des Ringes beeinträchtigt, wohl aber seinen Wert, und wir stehen auch nicht an, zu behaupten, daß ein Manko von 20000 im Verkehr mit Ringen schon eine erhebliche Beeinträchtigung des Wertes ausmacht. Wer einen Ring zu 750, Feingehalt

20

000

000

Festas überschreitet

bestellt, will eben etwas besonders Gutes mit 18 Karat-Gold haben,
während er nur 17'/, Karat-Gold erhielt. Es liegt wenigstens eine
Differenz von fast einem halben Karat vor
die Grenze der erlaubten Differenz, und es hat gar keine Bedeutung,
ob der Fehler daher rührt, daß die Wage des betreffenden Gold-
schmiedes nicht stimmt. Er mag sich dann eine genauer gehende
Wage anschaffen. Was die gesetzlich nachgelassene Differenz über-
schreitet, ist eine „erhebliche“ Beeinträchtigung. Der Gesetzgeber
hat eben im Verkehr mit Goldwaren selbst festgestellt, was er als
unerheblich betrachtet wissen will und was nicht. Und selbst, wenn
man diese Vorschrift nicht anwenden wollte, so würde doch der
Abs. 2 des § 459 in Frage kommen: „Der Verkäufer haftet auch
dafür, daß die Sache zur Zeit des Überganges der Gefahr die zu-
gesicherten Eigenschaften hat." Solche zugesicherte Eigen-
schaften aber müssen unbedingt vertreten werden, auch wenn sie
unerheblich sind. Hier aber ist doch zugesichert worden, daß die
Ringe 76%vo Feingehalt hätten, während dies in Wahrheit nicht der
Fall war. Nach alledem steht fest, daß der Kunde dem Goldschmied,
und dieser wieder seinem Hintermann, dem Inhaber des Arbeits-
geschäftes, gegenüber den Anspruch auf Rückgängigmachung des
Kaufes oder Herabsetzung des Kaufpreises geltend machen konnte
(Wandelung oder Minderung. § 462 des B. G. B.).

War nun dieser Anspruch verjährt? Betrachten wir zunächst das Verhältnis zwischen dem Goldschmied und dem Kunden. Die Ringe sind schon im Dezember 1902 verkauft. Die Dame bemerkt von Zeit zu Zeit ein Schwarzwerden des Ringfingers. Sie tut nichts, obwohl sie doch bemerkt, daß der Ring daran schuld ist. Endlich nach 24/2 Jahren bequemt sie sich dazu, den Ring untersuchen zu lassen und den zutage getretenen Fehler zu rügen Das

ist mit Rücksicht auf § 477 des B. G. B. unbedingt zu spät. Der Anspruch wegen Mängeln verjährt nämlich danach bei beweglichen Sachen in 6 Monaten von der Ablieferung derselben an. Davon macht es nur nach § 478, Abs. 2 des B. G. B. eine Ausnahme, wenn der Verkäufer, hier also der Goldschmied, dem Kunden den Mangel_arglistig verschwiegen hat. Das kommt aber gar nicht in Frage, denn der Goldschmied hat selbst nicht gewißt, daß man ihm einen Ring geliefert hat, der nicht 150000 Feingehalt aufwieß. Eine Arglist kann ihm also auf keinen Fall zur Last gelegt werden. Mithin war er berechtigt, die Ansprüche des Kunden wegen eingetretener Verjährung zurückzuweisen. Er hat dies nicht getan, sondern den Kunden anderweit gedeckt, und nun Regreß an seinem Lieferanten genommen. Kann sich auch der Letztere auf eine eingetretene Verjährung berufen. Der Goldschmied hat Unrecht, wenn er glaubt, daß die 6 Monate erst von dem Tage an zu rechnen seien, als ihm der vorhandene Fehler zur Kenntnis kam. Der Tag der Übergabe ist maßgebend, und an sich wäre der Anspruch wegen Mängeln auch dem Inhaber des Arbeitsgeschäftes gegenüber längst verjährt. Aber wir meinen, daß hier doch eine arglistige Täuschung behauptet werden kann. Der Inhaber des Arbeitsgeschäftes weiß, was er für Gold verwendet, und er hat sicherlich Kenntnis gehabt, daß der Feingehalt nicht 750 000 betrug. Gewöhnlich wird das wenigstens der Fall sein, denn jeder Goldschmied überzeugt sich vom Zustand des Goldes, das er verwendet. Träfe das zu, so würde der Goldschmied noch Regreß ergreifen und sich an den Lieferanten schadlos halten können. Käme Arglist nicht in Frage, so wäre auch zwischen dem Inhaber des Arbeitsgeschäftes und dem Goldschmied Verjährung eingetreten, und Letzterer hätte nunmehr den Schadenallein zu tragen.

Wo dem kleinen und mittleren Goldschmied der Schuh drückt?

1

Neujahr ist vorüber und mit dieser Zeit eine Hauptver goldschmiede mehr nach dem Bedarfe der bürgerlichen und arbeikaufszeit des Ladengoldschmiedes entschwunden und das dies tenden Klasse richten müssen. Sie sind schon in diesem Falle jährige, spät fallende Osterfest gibt dem Geschäftsmanne eine gegen ihre Kollegen etwas benachteiligt und müssen deshalb durch Spanne Zeit, in der er seine Geschäftslage und seine Tätigkeit Fleiß und Aufmerksamkeit ihrer Kundschaft gegenüber suchen im abgelaufenen Jahre Revue passieren läßt, in welcher er seine durch vermehrten Absatz diese Lücke möglichst wieder auszufüllen. Lage revidieren und seinen Einkauf und Verkauf kontrollieren Aber in geschäftlicher Hinsicht haben sie noch viele Proben kann. Es ist geradezu eine Zeit, in der er sich selbst Rechen zu bestehen, um so mehr als sie Konkurrenzen haben, die ihnen schaft abzulegen hat, ob seine Bezugsquellen die richtigen ge den Absatz ganz gewiß nicht erleichtern, sondern im Gegenteil wesen sind, ob er den Geschmack seiner Kundschaft in seiner ihre Absatzgebiete noch streitig zu machen suchen. Vor allen diesjährigen Auswahl richtig getroffen hatte, und ob er überhaupt Dingen haben sie schon einen schweren Kampf mit den Warenauch alles das nicht vergessen hatte, zu tun um seinen Absatz häusern und Galanteriegeschäften zu bestehen, die meist möglichst zu vergrößern und sein Einkommen möglichst rentabel auch billigere Schmuckwaren führen und solche dem Publikum zu machen.

in verlockendster Weise zum Kaufe anbieten. Der GoldschmiedsDer große, kapitalkräftigere Goldschmied wird sich wohl stand und die Reelität seines Geschäftes verbietet ihm in irgend leichter über seine Lage orientieren können und sich eventuell einer marktschreierischen Weise seine Reklame zu gestalten und auch einmal über einen kleinen Mißerfolg trösten können; er hat nur eine geschmackvolle Laden- und Schaufenstereinrichtung, evenseinen Buchhalter, der als tüchtiger Kaufmann ihm jeweils seine tuell auch eine stilvolle Warenofferte an seine Kundschaft sind Angelegenheiten zu regeln hat und ihm mit allen Kniffen im Ein seine einzigen Wege sich Absatz zu verschaffen.

Auch die und Verkauf zur Seite zu stehen hat. Genießt er dann noch die Trödelbuden, Althändler und Leihhäuser sind für ihn eine Annehmlichkeit, eine geschickte Geschäftslage in einer Haupt schwere Konkurrenz, da dort alljährlich große Mengen von Schmuck straße zu heben, so laufen ihm ja sozusagen die Honorationen usw. zur Versteigerung ausgeschrieben werden, die ebenso zahlvon selbst zu, um ihre Einkäufe bei ihm zu besorgen.

reiche Abnehmer finden. Kommt dann zum Schlusse noch ein Ganz anders ist es jedoch bei den mittleren und kleinen Ramschwarenlager, ein Wanderlager oder ein Jahrmarkt Goldschmieden, denen Fortuna am Wiegenbette nicht mit gleich in die Quere, so ist seine Geschäftstätigkeit wiederum auf eine großen Schätzen aufgewartet hat, ja die oft von der Pike aus Spanne Zeit lahmgelegt, da die Neugierde des Publikums immer zuerst als Goldschmied gearbeitet haben und oft sich erst die noch solch „Fahrendem Volke“ seine Sympathie zuwendet Kapitalien zu einer selbständigen Existenz zusammenscharen und selbst ein gründlicher Reinfall dieses Bestreben mußten. Diese sind natürlich nicht in der Lage an einem be nicht ändern kann. Dazu ischen hinein sieht er noch jahraus, liebigen Platze der Hauptstraße sich ihr Geschäft einzurichten, jahrein die verdeckten Hausierer, Haus für Haus, Kasondern, da sie als rechtschaffene Geschäftsleute sich in erster sernen und Hochschulen seines Domiziles abklopfen, Linie nach dem Vermögen richten werden, müssen sie schon mit um in versteckter Weise Uhren, Ketten und dgl. zu verkaufen, einem etwas weniger günstigen Platze vorlieh nehmen, ja um ihm ebenfalls als Konkurrenz in den Rücken zu fallen, und sogar selbst in diesem Falle noch teure Ladenmieten zahlen, wenn wird auch hier und da einmal ein solcher Bijouterieverkäufer sie ein eigenes Heim nicht besitzen. Ihre Kapitalkraft läßt es erwischt, so wird doch leider im großen ganzen nicht viel gemanchmal auch nicht zu, gleich die feinsten und elegantesten ändert. Befindet sich alsdann unter den Goldschmieden der Stadt Schmucksachen anzuwerben, sie richten deshalb ihren Einkauf in eventuell noch ein Kollege, der auf schwachen Füßen steht, so der Hauptsache auf 14 karat. oder 8 karat. Waren und führen wird er von dem Strom der Zeiten mitgerissen und ein Konkursdabei noch die Doublewaren, schon aus dem Grunde, weil auch ausverkauf lockt wiederum das Publikum nach solchen billigen ihre Kundschaft von derjenigen ihrer kapitalkräftigeren Kollegen Einkaufsgelegenheiten, ja solche Fallimente werden oft ausgenützt, wesentlich verschieden ist und sie sich als mittlere und Klein die Waren en bloc erstanden und ein Kommissionsladen mit

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