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FACHSCHULE FÜR EDELMETALLINDUSTRIE 1, 3, 4, 5, 6, ENTWÜRFE VON EUGEN ERHARDT (PREIS). SCHWÄB. GMÜND. WETTBEWERB UM DEN 2, 7, 9, ENTWÜRFE VON CHRWELLER (PREIS) WILH. MÜLLER-PREIS 1905. 8, ENTWURF VON L. NÄGELE (PREIS)

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Diademe.
Hierzu 12 photographische Aufnahmen von Lafayette.

Das Diadem ist ein Symbol der Herrschaft und eng mit gewagt hat, seine Stirne mit einem Diadem zu schmücken, den Begriffen von Hoheit und Würde verknüpft. Es war ur- sondern sich begnügen mußte, seinen kahlen Scheitel mit Lorsprünglich ein ganz exklusiver Schmuck, reserviert für jene beerkränzen zu verdecken. Das Wort Diadem mit seinem

wenigen, die auf den Höhen der Menschheit wandelten – schönen griechischen Klang bedeutet das Umwinden des ja, so sehr galt es einst als Zeichen der Vorherrschaft über Hauptes. Die alte Sitte geht auf die Perser zurück – die andere, daß es den Haß der römischen ersten Diademe hatten jedoch nichts ge

Republikaner auf sich lud und der große Cäsar, der doch den Namen hergeben sollte für alle Kaiser der Welt, es nicht

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legten Stoffen, malerisch um die Haare geschlungen, so wie wir es uns etwa bei Hafis zu denken haben, wenn wir im westöstlichen Diwan lesen: „Komm, Liebchen, komm! Umwinde mir die Mütze! Aus deiner Hand nur ist der Dulbend schön!“ Blau und weiß gestreift zogen sich diese weichen, wollenen und seidenen Binden um die Stirnen persischer Könige und Priester. Ägyptische Priester trugen goldene Schlangen im Diadem, und die hebräischen Großen wanden Perlenschnüre um die Stoffe und trugen goldene Stirnplatten auf dem Haupt. Die Griechen aber schmückten die Großen ihres Götterhimmels mit Diademen, mit jenen königlichen, in der Mitte etwas breiteren Reifen, die die idealste Form des Diadems sind und bleiben. Es war ein Schmuck, der auch den Frauen nicht vorenthalten war, dessen himmlische Herrscherinnen und irdische Königinnen teilhaftig werden konnten. Die Venus von Kapua trägt das schmale Diadem in ihrem griechisch aufgestecktem Lockenhaar. Die Kunst hellenischer Bildhauer hat dies Schmuckstück in einer Vollendung verwendet, die unerreichbar bleibt, und es kann vorkommen, daß einem der Geschmack für alle modernen Diademe verdorben wird, wenn man einmal vor dem roten Hintergrund des rö– mischen Thermenmuseums, umwogt von dem Duft der gelben Rosen, der stark und schwül aus den blühenden Höfen in die Hallen strömt, die Juno Ludovici erblicken durfte, der Goethe zugestand, daß sie sei „wie ein Gesang Homers“, und deren ambrosisches Gelock der breite Reif mit den griechischen Ornamenten so wunderbar krönt – so stolz und herrlich, wie es der Göttermutter zukommt. Und nun das moderne Diadem! Es ist aus sehr

viel kostbarerem Material als die persischen Seidenbinden waren – kostbarer auch als die Goldplatten hebräischer Hohenpriester. Aber sein exklusives Gepräge hat der Gang der Zeiten, der Wechsel der Sitte abgestreift. Die Herrscher tragen Kronen und keine Diademe mehr. Die Diademe sind ausschließlich dem weiblichen Geschlecht zugefallen, ein Attribut der Schönheit und des Luxus. Und wenn sich die Geburtsaristokratinnen auch gern allein berechtigt glauben würden, diesen wirkungsvollsten aller Schmuckgegenstände zu tragen, so können sie es doch nicht hindern, daß jede Millionärin sich nach Belieben ein Vermögen auf diese Weise in die Haare flicht. Die kleidsame Linie, die es über dem Scheitel der Frau abgibt, ist zu verlockend, als daß eine Weltdame, die in Salons glänzen will, sie sich könnte entgehen lassen. Vom malerischen Standpunkt aus bleibt es immer jener Schmuck, der die stärkste Wirkung auf eine Erscheinung hat und alles andere Geschmeide – Halsketten, Ohrgehänge, Perlenschnüre – sieghaft überstrahlt. Das Diadem wirkt naturgemäß wie eine Krönung und bringt einen gewissen feierlichen Stil in jede Erscheinung – natürlich nur, wenn es richtig getragen wird! Es verpflichtet seine Trägerin zu besonderer Haltung. Sobald es ohne die nötige ruhige Reserviertheit getragen wird, wirkt es deplaziert. Es verpflichtet zu äußerster Eleganz, wie es auch am besten dann zur Geltung kommt, wenn es zu großer Gala, zu „full dress“ getragen wird. – Für eine Mondaine ist es entschieden ein Kriterium, ein Diadem richtig zu tragen, besonders, sobald es über die gewöhnliche Größe der Haaragraffe hinausgeht und in Verbindung mit Kronen auftritt, ein Vorrecht, das allerdings nur einer kleinen

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