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Personalien und Geschäftsnachrichten.

Die Herren sind:
E. Hansohm, Kiel.

C. Stricker, Ratzeburg.
Geschäftsnachrichten. a) Aus den Bijouteriezentren: Wie man

Caesar Schinkel, Uetersen. E. F. Roepstorff, Elmshorn. uns mitteilt, beabsichtigt die Firma Gebrüder Kuhnle in Pforze

F. H. C. Mordhorst, Kiel. R. Roepstorff, Meldorf. heim, die sich bisher der Goldwarenfabrikation widmete, vom

A. Erdmann, Schleswig.

R. Roepstorff, Neumünster. 1. April an, sich ausschließlich der Herstellung von Kleinsilber H. Spliedt, Itzehoe.

H. Runge, Neumünster. waren, Stockgriffe etc. zu widmen. - Herr Friedrich Kohl.

Th. Birkenfeldt, Kiel.

G. W. Leepthien, Rendsburg. rausch, Bijouteriefabrikant in Pforzheim hat nunmehr sein neu N. F. Andresen, Flensburg. F. Ehrichsen, Rendsburg. erworbenes und teilweise umgebautes Haus in der Kaiser Wilhelm

H. G. Heegard, Flensburg. L. Schultze, Kiel. straße bezogen. Die bisherigen Räume in der Deimlingstraße er.

Karl Butt, Flensburg.

E. Petersen, Schleswig. wiesen sich als zu klein. - Herr Adolf B. Kaprell in Pforz

H. N. J. Lassen, Flensburg. Arthur Helmer, Sonderburg. heim hat seine Fabrik- und Kontorräume in der Ispringerstraße

H. M. Peters, Kiel.

C. Ehrichsen, Rendsburg. verlassen und neue Räume Durlacherstraße 17 bezogen. -- Herr

Emil Gloyer. Itzehoe.

F. Reusch & Söhne, Elmshorn. Ed. Straubenmüller in Pforzheim hat seine Bijouteriefabrik, Fr. Ohff, Mölln i/Lbg.

W. Stein, Kiel. Spezialität Trauerschmuck, in den erweiterten Geschäftsräumen,

Ernst Brodhun, Glückstadt. A. Timmermann, Neumünster. Pfarrgasse 7, untergebracht. - Herr Wilhelm Gath mann in

Nach der Gründung des Vereins richteten noch einige Herren Pforzheim ist als Sozius in die Bijouterie-Exportfirma August

Fragen an den Vortragenden. Herr Fischer wußte auch hier in Weeber in Pforzheim eingetreten. - Wegen Umbau seines

liebenswürdiger Weise den Herren gerecht zu werden, ist doch Hauses hat Herr Adolf Hartmann, Inhaber der Bijouterie en gros Firma Philipp Kistner in Pforzheim, seine Geschäfts

Herr Fischer ein vorzüglicher Redner, so daß wir stolz darauf sein

können, einen solchen Mann in unserer Mitte zu haben, der unseren räume nach der Louisenstraße 31 verlegt. – Die Firma Em. Klett verlegte ihre Lokalitäten von Kienlestr. 8 nach Luisenstr. 14 (am

Stand voll und ganz vertreten kann. Luisenplatz). - b) Aus sonstigen Orten: Die Bijouteriefirma Gustav

Nun wurde die Wahl eines Vorstandes vorgenommen; gewählt

wurden die Herren Lewy, Chausseestraße in Berlin eröffnete ein neues Zweiggeschäft und zwar im Hause Königsstraße 50, vis à vis dem Rathaus.

Juwelier E. Hansohm, Kiel, I. Vorsitzender;

Hofjuwelier M. Hansen, Kiel, II. Vorsitzender; Das Spezialgeschäft für Ringe und Uhrketten, Johannes Lucht

Juwelier 0. Breede, Kiel, Kassierer; in Berlin bezieht am 1. April neue Geschäftsräume Prinzenstr. 48

, W. Stein, Kiel, I. Schriftführer; am Morizplatz. - Herr Reinhold Kämmler, Juwelier und ge

5 Th. Birkenfeldt, Kiel, II. Schriftführer. richtlich vereidigter Taxator in Ratibor ist nach Bad Salzbrunn übergesiedelt. - Der bisherige Inhaber der Firma Fl. Kreibich,

Sämtliche Herren erklärten sich bereit, die Wahl anzunehmen. Herr Florian Kreibich in Dresden, ist verstorben. Die Firma

Herr Fischer empfiehlt nun dem neugegründeten Verein den lautet künftig Emil Kreibich vorm. Fl. Kreibich. Inhaber ist

Beitritt zum Verbande und stellt einen entsprechenden Antrag; Herr Emil Stefan Kreibich, Sohn des verstorbenen früheren derselbe wird einstimmig angenommen. Auch der weitere VorInhabers. - Ludwig Schröder, Goldwaren en gros, in Berlin, schlag, einen Beitrag von 2 Mark pro Mitglied an die Verbandskasse verlegte seine Geschäftslokalitäten nach Ober-Wasserstr. 14, dicht abzuführen, wurde einstimmig angenommen. bei der Gertraudenbrücke. - Herr Franz Scheuerle, Pforz

Der Jahresbeitrag für den Provinzialverein beträgt 6 Mark. heim, berichtigt unsere letzte Mitteilung über sein Geschäft dahin,

Hiermit war das Geschäftliche erledigt und unter der liebensdaß nicht Herr Seyboldt (früher Firma Ant. Seyboldt &

würdigen Führung der Herren Runge und Timmermann wurden Scheuerle) das frühere Geschäft der genannten Firma fortführt,

die Sehenswürdigkeiten von Neumünster in Augenschein genommen, sondern daß die Fabrik mit allen Aktiven und Passiven, Liegen:

und manches Glas wurde noch getrunken, viele schöne Worte schaften etc., in seinen, Herrn Franz Scheuerle's Alleinbesitz

wurden geredet auf das Wachsen, Blühen und Gedeihen des neu übergegangen ist.

gegründeten Goldschmiede-Vereins von Schleswig-Holstein. Dann

hieß es auf Wiedersehen, und die lieben Kollegen fuhren mit ihren Neuetablierungen. Herr Albert Maischhofer, der vor kurzem fahrplanmäßigen Zügen ihrer Heimat zu mit dem Gedanken, ein aus der Firma J. Maischhofer & Cie. in Pforzheim ausgetreten

gutes Werk für unser Gewerbe getan zu haben. ist, hat in seinem eigenen Hause, Ispingerstraße 28, ein Bijouteriegeschäft bezw. Handel, ausschließlich mit Rußland eröffnet. Eine

E. Hansohm, 1. Vorsitzender. W. Stein, I. Schriftführer. Filiale ist in Odessa. – Herr Oskar Schoellkopf, bisher in Firma Aichele & Cie. in Pforzheim, hat nunmehr die bereits in Rechtsrat Rechtsschutz für den Goldschmind. letzter Nummer angezeigte Gründung einer eigenen Silberwarenfabrik vorgenommen und solche, Durlacherstraße 1, in Pforzheim

Wichtige gerichtliche Entscheidungen. eröffnet. – Der Goldschmied Paul Glück eröffnete in Gleiwitz, Wilhelmstr., gegenüber Hotel Monopol, ein Juwelen., Gold., Silber

Ein starkes Stück von Unverfrorenheit nannte der Vorsitzende

des königl. württemb. Schöfengerichts, Nagold, am 19. März 1903 waren- und Uhrengeschäft. — In Altenburg, S.-A., Sporenstraße, etablierte Herr Franz Lasch ein Goldwaren- und Uhrengeschäft.

das Verhalten des Angeklagten E. Schick aus Altensteig, als er

in der Privatklage des Vereins der Juweliere, Gold- und Silber- Ein Detail-Geschäft für Uhren, Gold- und Silberwaren wurde in Posen unter der Firma A. Ziolkowski, Lazarusstr. 1 eröffnet.

schmiede Württembergs gegen den genannten Schick wegen un

lauteren Wettbewerbs nach fünfstündiger Verhandlung das Urteil - Hugo Weisker, Goldschmied und Graveur, eröffnete in Glogau, Ecke Mühl- und Polnischestraße, ein Gold-, Silber- und Alfenide.

verkündigte, wonach der Angeklagte wegen Vergehens gegen § 4

des Reichsgesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs waren-Geschäft.

zu der Geldstrafe von 50 Mk. und zur Tragung sämtlicher Kosten Todesfälle. Nach längeren schweren Leiden starb in Hanau verpflichtet wurde und wonach das Urteil nach eingetretener Rechtsder Teilhaber der allbekannten Firma Hosse & Schlingloff, Herr kraft in der Deutschen Goldschmiedezeitung und im SchwäbiEduard Schlinghoff, tiefbetrauert von den Hinterbliebenen und schen Merkur, auf Kosten des Angeklagten, zu veröffentlichen ist. den Angestellten der Firma, denen er ein allzeit wohlwollender Die Beweisaufnahme hatte bewiesen, daß der Verein mit entChef war. - Ferner starb in Pforzheim Herr Ringfabrikant schlossenem Zugriff einen selten krassen Fall von illoyaler KonJulius Wimmer im kaum vollendeten 36. Lebensjahre.

kurrenz enthüllt und zur Ahndung gebracht hat.

Der Angeklagte ist der Geschäftsführer der Firma Gebrüder

Kaltenbach in Altensteig und bezieht als solcher für seine Tätig. Berichte aus Innungen und Vereinen. keit, die ihn den ganzen Tag in Anspruch nimmt, 1500 Mk. Gehalt.

Er hat oben im Fabrikationsgebäude eine Familienwohnung mit vier Am 15. März 1903 fand in Neumünster in Holstein auf Ein Räumen inne, in der Speisekammer neben der Küche steht ein altes ladung des Verbandes deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede gebrauchtes Silberbad und auf dem Speicher unter dem Dach eine eine Versammlung statt. Der Zweck derselben war, einen Verein alte kleine Krätzmaschine, beides Überbleibsel aus der Zeit, da der für Schleswig-Holstein zu gründen.

Angeklagte früher einmal ein eigenes kleines Geschäft betrieb. Diese Die Versammlung wurde von dem Juwelier E. Hansohm, Kiel. Grundlage gab dem Angeklagten Veranlassung, vom November geleitet. Nachdem die anwesenden Herren von dem Vorsitzenden 1902 an über 1000 Preislisten der Firma E. Schick in Altensteig begrüßt waren, wurde dem Herrn Fischer-Berlin das Wort erteilt über „streng solide eigene Fabrikate“, „ohne jeden Zwischenhandel" zu seinem Vortrag. Der Herr Redner verstand es auch bald in so in die Welt zu versenden. Der Aufputz dieser Circulare, die in schöner und sachgemäßer Weise seinen 142 Stunde dauernden Preisliste I, II und III zerfielen und mit feinen Abbildungen Vortrag zu halten, daß wir Schleswig-Holsteiner, die sonst so schwer feinster Waren geschmückt waren, glich aufs Haar den Preislisten für eine Sache zu gewinnen sind, zu dem Beschluß kamen, einen unserer ersten Weltfirmen. Pomphaft prangte oben die AnkündiVerein der Juweliere, Gold- und Silberschmiede von Schleswig gung „Eigene Fabrikation echt silberner und schwer versilberter Holstein zu gründen. Die anwesenden Herren, 29 an der Zahl, Bestecke“, „Eigene Silberscheideanstalt“, „Lieferung kompletter Eingewiß ein guter Erfolg, trugen eigenhändig ihre Namen in der aus- richtungen zu Ausnahmepreisen.“ „Über die Zeit der Wiederverliegenden Liste ein.

silberung und zu sonstigen Anlässen“ wurde die „leihweise Abgabe Auf einen fesselnden Schaufensterschmuck der Kollektion der historischen Diamanten sowohl, als auch der Edelstein - Kristalle in je einem eleganten Etui zusammengestellt, machen wir wiederholt aufmerksam, da sie dazu geeignet sind, Passanten an die Auslagen zu fesseln. Die Kollektionen sind von Abr. Schwab in Berlin SW., Schützenstr. 54/55 zu beziehen.

ganzer Einrichtungen“ angeboten, der im Handel übliche Verkauf zu Fabrikpreisen“ wurde als Schwindel gekennzeichnet, während E. Schick „zum wirklichen Herstellungspreis“ zu liefern versprachl! Für alle seine Angaben erklärte Schick noch ausdrücklich jede Garantie zu übernehmen. Wie es aber damit bestellt war, ergaben Proben, die der klägerische Verein mit Waren vornehmen ließ, die von seiten Privater, an die Schick sich mit seinen Circularen gewendet hatte, bezogen waren. Statt garantiert 100 g Silberauflage ergaben sich in einem Fall 52 g, in einem andern Fall 41 g. So war es mit den „Preisvorteilen“ bestellt, die Schick dem gutgläubigen Publikum anbot. Das Fabrikpersonal des Angeklagten entpuppte sich in der Zusammensetzung aus seiner eigenen Frau und einem 15jährigen Jungen. Das merkwürdigste Ergebnis der Verhandlung war aber das Zugeständnis der Prinzipale des Angeklagten, der Herren Gebrüder Kaltenbach in Altensteig, die unter dem Zeugeneid bestätigen mußten, daß sie ihrem Geschäftsführer erlaubt hatten, in ,,seinen Freistunden“ dieses angebliche „Fabrikations- oder Versandgeschäft“ zu betreiben, d. h. sich nebenbei etwas zu beschäftigen. Uber die Beteiligung der Herren an etwaigem Warenbezug und an der Warenlieferung blieb ein gewisses Dunkel schweben, da das Treiben des Angeklagten durch die Klage im Keim erstickt worden ist. Der Angeklagte selbst lüftete aber den Schleier etwas, indem er in seinem Schlußwort sich damit verteidigte, daß er ja der Gläubiger seiner Prinzipale sei, die ihm noch das Geld für die ihm abgekaufte Einrich

Vermischtes. Die Berliner Kriminalpolizei gibt bekannt, daß am 19. Februar d. J. ein breiter, mattgoldener Ring, nebeneinander liegende Reifen, nach Seite auslaufend, Mitte Rubin, auf jedem Ende Brillantsplitter, Wert 80 Mk.; ein goldener breiter Reif mit drei schräg aufgesetzten Wachsperlen, Wert 20 Mk., abhanden gekommen sind; ferner werden seit dem 8. d. M. ein runder glatter Reif mit großem viereckigen Cabochon - Rubin, von Brillanten umgeben, Wert 800-1000 Mk; 1 dito mit mittelgroßem Brillant, à jour gefaßt, Wert 100 Mk.: ein dreifacher Schlangenring, Kopf mit einem Rubin, Schwanz und Mittelwindung mit ca. 12 bis 15 Brillanten besetzt, Wert 300 Mk., vermißt.

Große Betrügereien verübte der Edelsteinagent Tauber in Wien - man spricht von einem Objekt in Höhe von 300 000 Kronen – und ist nunmehr flüchtig geworden. Geschädigt sind verschiedene bedeutende Antwerpener, Wiener und Frankfurter Firmen. Tauber

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tung schuldig seien und ihm dafür das Pfandrecht auf ihre „ganze wird steckbrieflich verfolgt. Er ist mittelgroß, schlank, hat licht. Fabrik“, d. h. die Waren und Maschinen eingeräumt hätten.

blondes aufrechtstehendes Haar, rötlichblonden längeren SchnurrEs ist anzunehmen, daß die Verhandlung über die Altensteigerbart, hellblonde Augen und trug bei seinem Verschwinden dunklen Art von Wettbewerb in unserer Branche von wohltätiger Wirkung Anzug, dunklen Winterrock und wahrscheinlich Cylinder. sein wird und daß derartigen Versuchen, die Berufsgenossen und Die letzten bedeutenden Einbruchsdiebstähle in Berlin, über die das Publikum zu schädigen und zu beschwindeln, ein Riegel vor wir zum Teil bereits berichteten, sind, wie uns die Hauptagentur geschoben bleibt.

Berlin S. 42, Brandenburgstr. 66, der Transatlantischen Feuer- und
Einbruchsversicherungsgesellschaft berichtet, soweit die Geschädig.

ten dort versichert waren, zu deren vollster Zufriedenheit in der Geschäftliche Mitteilungen.

coulantesten Weise reguliert worden. Demzufolge kann genannte Eine aparte Neuheit, D. R. G. M. und Auslandspatente, für Gesellschaft allen Interessenten bestens empfohlen werden. 10 und 20 Mark - Stücke, bringt die bekannte Juwelierfirma Paul Die Versteigerung eines fünfreihigen Perlenhalsbandes im Tübben, Frankfurt a. M., auf den Markt. In drei verschie Pariser Auktionshause, dem Hotel Drouot, machte bei dem dortigen denen Größen, flach und handlich, praktisch und ele eleganten Publikum nicht geringes Aufsehen. Das kostbare Gegant, werden diese bald in jeder Stadt zu haben sein. Die letzte schmeide war für 230 000 Franken bei dem städtischen Leihhause, Neuheit, das Fahrkarten-Etuis ,,Prinz Heinrich“, ist heute dem Mont-de-Piété, versetzt gewesen und, wie es scheint, verfallen, in fast allen Staaten zu haben und hat sich einen großen Ab so daß eine Zwangsversteigerung eintreten mußte. Es begann als. satz erobert. Wie angenehm es als Geschenkgabe beim Empfang bald eine ziemlich wilde Treiberei um die wunderbaren Perlen von Verwandten und Bekannten am Bahnhof ist, darüber sprechen und der Zuschlag erfolgte bei 320 000 Franken, so daß sich der sich lobend diejenigen aus, welche in den Besitz desselben kamen. Preis für die Rivière mit den Auktionsgebühren auf 352 000 Franken Man bringt seinen Besuch zur Bahn und als Andenken überreicht ergibt. Seit dem Perlenhalsband der Gräfin Castiglione, der Freun. man dies nette Necessaire, darauf graviert „Glückliche Reise" etc., din Napoleons III., welches vor etwa zwei Jahren um 421 500 Franken und so wird es immer ein elegantes, dabei nicht teures Geschenk an der gleichen Stelle zum Verkauf gelangte, ist ein so wertvolles bleiben für Arm und Reich. Auch das oben erwähnte neue Geld Schmuckstück nicht wieder unter den Hammer gekommen, Sac Etuis wird wegen seiner Vorzüge einen rasch erobernden Platz verständige behaupten, daß durch die Machenschaften und Kn sich verschaffen.

der Händler das Halsband diesmal viel zu billig weggegangen sei.

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Die Prägung von Denkmünzen zur Erinnerung an die Vermählung des Großherzogs genehmigte der Bundesrat auf Antrag des Großherzogtums Sachsen.

Silberkurs: Der Durchschnittswert des feinen Silbers war an der Hanburger Börse M. 66.70 per Kilo.

Danach berechnen die vereinigten Silberwarenfabriken für 0,800 Silber M. 59.- per Kilo, gültig vom 21. bis 31. März 1903. Silberpreis vom 1. bis 10. April voraussichtlich Mk. 60,- ohne Obligo.

Frage- und Antwortkasten. Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detailleure werden in ihrem und Aller Interesse höflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den ausgiebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden und an deren Beantwortung sich zu beteitigen. Auch dieser Teil unseres Blattes ist dazu

geschaffen, zur gegenseitigen Belehrung beizutragen.

Fragen und Antworten: Frage 442. Wer liefert sogenannte Münzbronze für künstlerisch ausgeführte Medaillen?

A. B. in H. Antwort: Es sind trotz wiederholter Aufnahme der Frage Antworten nicht eingelaufen. Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie anderweitig nicht Auskunft erhalten können, sich das Werkchen: „Die Bronzewarenfabrikation von Ludwig Müller“, Preis 3,80 Mk. anzuschaffen. Wir glauben, daß Sie hieraus Ratschläge entnehmen können. Sie können das Werk durch unsere Expedition beziehen.

Frage 443. Welches ist das praktischste Verfahren für Oxydation bezw. Herstellung von Altsilber, Ueberzug auf versilberten Messing- bezw. Kupfermedaillen?

M. Z. in K. Antwort: Um Messing- oder Kupfermedaillen einen Ueberzug von Altsilber zu geben, beizt man jene zuerst in verdünnter Salpetersäure, um sie darauf in ein Silberbad zu bringen. Dann wird das Altsilberverfahren angewendet, welches an anderer Stelle dieser Nummer beschrieben ist.

Frage 445. Welches ist die haltbarste und praktischste Versilberung unter Berücksichtigung des Altsilberverfahrens?

L. F. in G. Antwort: Zur Uebernahme solcher Arbeiten in tadelloser Ausführung zu mäßigen Preisen, empfiehlt sich die Firma Carl Ziegler in Pforzheim.

Frage 449. Wer ist in der Lage, mir ein gutes Rezept zum Aetzen von Messingzifferblättern anzugeben? Es handelt sich also um das Verfahren, die Verzierungen auf den Zifferblättern erhaben darzustellen.

E. St. in S. Antwort: Um die Verzierungen auf Messingzifferblättern erhaben herzustellen, wird die Zeichnung, welche die Erhöhung darstellen soll, mit Asphaltlack ausgepinselt. Alle anderen Stellen bleiben frei von Lack, die Rückseite des Zifferblattes wird ebenfalls mit Asphaltlack behandelt. Nach dem Trocknen taucht man das Zifferblatt in Salpetersäure ein und hat es in der Hand, durch längeres oder kürzeres Verweilen darin die Ätzungen beliebig

ef anzufertigen. Nach Abspülen mit Wasser trocknet man es in Sägespänen und löst den Lack mit Terpentinöl wieder ab.

Frage 453. Es werden Adressen von Berliner Fabrikanten gesucht, welche als Spezialität silberne Cigarettendosen erzeugen, jedoch nur im billigen Genre. Suchender ist ein Grossist in Oesterreich. Offerten an die Redaktion erbeten.

Antwort: Wenden Sie sich zum Bezuge des angefragten nach Pforzheim, z. B. an die Firma: Pforzheimer Silberwarenfabrik Beck & Burgschneider, welche Ihnen die: modernsten Muster zu billigsten Preisen liefern wird. – Berliner Adressen von Fabrikanten für silb. Cigarettendosen sind uns nicht bekannt und auf unsere Anfrage hat sich auch Niemand gemeldet.

Frage 454. Grossisten in der Schweiz wünschen Adressen von leistungsfähigen Fabrikanten für hohlgeprekte Knopf- Mechaniken zu erfahren.

Antwort: Hierfür empfehlen sich die Firmen: J. W. Reinholdt sowohl, als auch Rob. Deuchler; beide in Pforzheim. Verlangen Sie Muster und Preisanstellung.

Frage 455. Fabrikant von hochmodernen figürlichen Bronze. Petschaften wird um Angabe seiner Adresse an die Redaktion ersucht.

Antwort: Erhard & Söhne, Schw.-Gemünd; Arno Richter, Wien V/1, Gumpendorfer Str. 41; E. Rauschenberger & Co., Berlin S.O., Skalitzer Str. 3.

Frage 456. Wo erhalte ich guten schwarzen Treib-Kitt zum Ciselieren silberner Kirchengeräte?

C. G. in P. Antwort: Wenden Sie sich an die Firma Oskar Lichtenberger, *Pforzheim, Weiherstr. 18, welche Ihnen mit Nötigem dienen wird.

Frage 457. Welcher Fabrikant erzeugt runde gepreßte Steinfassungen von 14. mm Durchmesser und aufwärts in Gold und Silber?

R. Schl. in Am. Antwort: Es empfehlen sich hierfür die Firmen: Chr. Haulick, als auch Otto Benkendörfer; beide in Pforzheim.Wenden Sie sich dorthin

Frage 458. Ich erbitte Auskunft über die Bedingungen, unter welchen man Anstellung an einer Königl. Münzanstalt als WardeinAssistent finden kann?

K. BI. in H. Antwort: Ein diesbezgl. Gesuch ist an die Direktion der Königl. Münze zu richten. Zur Laufbahn als ,,Probierer“, d. h. WardeinEleve, Wardein-Assistent, Wardein, Oberwardein, ist das Abiturium und Studium der Chemie erforderlich. Für den technischen Betrieb wird in der Regel das Abiturium nicht, aber Absolvierung einer technischen Anstalt gefordert. (Die Aussichten auf Anstellung sind – für Berlin wenigstens - Z. Z. gering, auf Avancement noch geringer; die Gehälter sind seit einiger Zeit etwas aufgebessert).

Frage 459. Welcher Fabrikant liefert passende Sportpreise für Schwimmklub in Alfenide?

Th. M. in P. Antwort: A. Münchmeyer & Co., Berlin; F. W. Quist, Ehlingen; Raff & Schneider, Ehlingen; J. P. Kayser Sohn, Krefeld; F. X. Dautzenberg, Königinhof-Krefeld; Henniger & Co.,Berlin; Württemberg. Metallw.-Fabrik, Geißlingen; Bitter & Gobbers, G. m, b. H., Krefeld.

Fragen: Frage 444. Empfiehlt es sich, für Herstellung von Altsilbermedaillen Kupfer, Similor, Tombak oder Messing für die rohen Münzplättchen zu verwenden?

K. Sch. in L. Frage 460. Gesucht wird die Adresse des Fabrikanten von modernen silb. Chatelains, welcher seine Erzeugnisse mit D. E. P. stempelt.

L. R. in R. Frage 461. Lieferant bester Schmirgelfeilen zum Glätten von Emailknöpfen wird um Adresse gebeten.

H. P. in P. Frage 462. Gibt es ein Walzensystem und wo kann ich solches erhalten?

K. & B. in M. Frage 463. Gibt es eine feste Streichmasse für SchwedenStreichhölzer, welche man durch Aufnieten auf silberne Waclisholzdöschen befestigen kann?

K. Schl. in $. Frage 464. In No. 5 der Zeitschrift: „Zur guten Stundes befindet sich ein Artikel mit Abbildungen über eine neue Metallkomposition, angeblich aus Silber und Zinn zusammengestellt und durch ein besonderes Verfahren gehärtet, welches unter dem Namen „Osiris“ oder „Isis“ in den Handel kommt. Erzeuger ist die Firma Walter Scherf & Co. in Nürnberg. Die Komposition soll so schön wie Silber wirken. Ist einem meiner werten Kollegen dieses Metall bekannt und kann er mir seine Erfahrungen über Haltbarkeit u. s. w. darüber mitteilen? Besten Dank im Voraus.

B. C. in D.-E. Frage 465. Welche Prägeanstalt liefert Eichenlaub-Gallerie und kleine gepreßte Kronen, wie man die Sachen als Fassungen zu Zwei-Markstücken verwendet. Desgleichen, wer liefert Pressungen für die bekannten Schlößchen (übereinander gelegte Hände) in Silber und unecht. Würde größeren Posten bestellen.

E. H. in N.

Bekanntmachungen des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Bekanntmachung.

die von der Aufsichtsbehörde der Handwerkskammer nach deren

Anhörung errichtet werden. Das Verfahren vor der PrüfungsDa wegen Führung des Meistertitels wiederholt Anfragen an

kommission, der Gang der Prüfung und die Höhe der Prüfungsden Verband gelangt sind, geben wir Folgendes zur Kenntnis gebühren werden durch eine Prüfungsordnung geregelt, welche von unserer Mitglieder:

der Handwerkskammer erlassen wird und durch den Herrn Minister Nach $133 der Gewerbeordnung dürfen den Meistertitel in für Handel und Gewerbe zu genehmigen ist. Verbindung mit der Bezeichnung eines Handwerks nur Handwerker führen, welche in ihrem Handwerk die Befugnis zur Anleitung von

Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede Lehrlingen erworben und die Meisterprüfung bestanden haben.

Berlin S., Oranien-Strasse 143. Die Annahme der Prüfung erfolgt durch Prüfungskommissionen,

Fischer.

unsersachs mit der Beze ilandwerkeisterprüfprüfu

Wir richten an unsere Kollegen das höfliche Ersuchen, sich schon jetzt diese Sonntage freizuhalten, um in der Versammlung erscheinen zu können. Berlin, den 23. März 1903. Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede

Berlin S., Oranien-Strasse 143.

Fischer.

Bekanntmachung. In der Angelegenheit Detaillieren der Professoren an den Kunstgewerbeschulen ist in Verfolg der Verhandlungen mit dem Kunstgewerbeverein folgende Resolution für den Verbandstag der Kunstgewerbe-Vereine, welcher am 28. März in Leipzig tagt, beschlossen und eingerichtet worden:

Der Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede geht von dem gewiß anzuerkennenden Standpunkt aus, daß die Kunstgewerbeschulen geschaffen wurden, um das Kunsthandwerk zu fördern und pach jeder Richtung hin belebend zu wirken.

Aus diesem Grunde hält man es für notwendig, daß die Lehrtätigkeit in diesem Sinne ausgeübt wird. Es muß als ein Mißstand bezeichnet werden, wenn die Herren Lehrer an den Kunstgewerbeschulen Privataufträge übernehmen und diese in den Lehrräumen, die ihnen kostenlos vom Staat zur Verfügung gestellt werden, zur Ausführung bringen und zwar aus folgenden Gründen: Wenn die Lehrer in den Werkstätten der Kunstgewerbeschulen größere kunstgewerbliche Arbeiten übernehmen und durch die Schüler anfertigen lassen, so bedeutet dies eine schwer empfundene ungerechte Konkurrenz für die bestehenden größeren Firmen, welche sich durch jahrzehntelange Betätigung auf diesem Gebiete brauchbare Arbeitskräfte geschaffen haben. Die Ausschaltung dieser Werkstätten hat aber auch zur Folge, daß das Ansehen dieser Firmen dadurch beeinträchtigt wird.

Wesentlich ist aber dabei noch, daß von seiten der Kunstgewerbeschulen ein Hand in Handgehen mit den bestehenden Werkstätten bisher nicht erfolgt ist, denn die ausgeführten Gegenstände werden, ohne daß das Kunsthandwerk davon Kenntnis erhält, dem Besteller einfach übermittelt. Wenn auch ausgesprochen werden kann, daß die Klagen über die Konkurrenz in unserer Branche anderenorts sich gemildert haben, so trifft dies bei dem Lehrer der Kunstgewerbeschule zu Berlin, Herrn Professor Rohloff, nicht zu.

Der Vorstand des Verbandes hat daher folgende Resolution angenommen:

Es wird gewünscht, daß die Lehrtätigkeit in den Kunstgewerbeschulen sich vorherrschend darauf beschränkt, daß die herzustellenden Gegenstände in erster Linie in unechtem Metall, Messing oder Kupfer, wenn unumgänglich auch in Silber ausgeführt und diese Modelle zu angemessenen Preisen dem Kunstgewerbe zur Verfügung gestellt werden, damit durch diese Arbeiten in den Kunstgewerbeschulen Vorbilder geschaffen werden und dadurch eine günstige Beeinflussung des Kunstgewerbes stattfindet.

Vollkommen ausgeschlossen soll es sein, daß in der vom Staat den Herren Lehrern zur Verfügung gestellten Lehrwerkstätte Privatinteressen verfolgt werden. Wollen die vom Staat besoldeten Lehrer auf Privataufträge nicht verzichten, so kann es denselben nicht verwehrt werden, sich eigene Werkstätten und eigenes Personal zu halten, jedoch soll vermieden werden, daß die Herren ihren Beruf als Lehrer an den Kunstgewerbeschulen gewissermaßen als Aushängeschild für ihre Privatwerkstatt benutzen.

Der Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede hält es aber für ersprieblich, wenn alle Privataufträge vermieden werden und erachtet es für notwendig, daß die Lehrer so besoldet werden, daß sie nicht gezwungen sind, Privataufträge zu suchen, wie dies zurzeit geschieht. Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede Berlin, S., Oranien-Strasse 143.

Fischer.

Bekanntmachung. Dem Schwäbischen Merkur vom 20. März 1903 entnehmen wir nachstehenden Bericht über eine Feinmetallausstellung, welchen wir als im öffentlichen Interesse gelegen zur Kenntnis bringen. Der Bericht handelt von der geplanten Feinmetallausstellung, en. triert vom Württembergischen Kunstgewerbeverein.

Feinmetallausstellung. Zu der von dem Württembergischen Kunstgewerbeverein geplanten Feinmetallausstellung ist eine große Anzahl Anmeldungen eingelaufen. Die Absicht jedoch, durch Heranziehung möglichst aller württembergischen Feinmetallfabri. kanten einen Überblick über die württembergische Produktion zu geben, konnte nicht ausgeführt werden, da eine große Anzahl der Fabrikanten befürchtet, bei den Grossisten und Detaillisten, die meist ein Interesse daran haben, daß das Publikum nicht weiß, woher die Waren bezogen werden, durch eine Ausstellung ihrer Ware Anstoß zu erregen. Es ist wirtschaftlich von hohem Inter. esse, bei dieser Gelegenheit zu sehen, in wie weitgehendem Maße der Fabrikant von dem Zwischenhändler abhängig ist, und wie sehr ebenfalls der Geschmack des Publikums durch diese Zwischenhändler beeinflußt wird. Immerhin werden sämtliche in Württem. berg geübten Produktionszweige der Feinmetallindustrie vertreten sein. Daneben wird eine große Anzahl von künstlerischen Handarbeiten und ganz besonders die historische Abteilung Beachtung fordern. Auch die kleine Abteilung der Ausstellung, die zur Erläuterung der heute gebräuchlichen Techniken verschiedene Ob. jekte in ihren einzelnen Werdestadien vorführen will, ist durch Ansagen verschiedener Fabrikanten ergänzt worden. Von beson derem Interesse dürfte eine von der Herzogin Wera in Aussicht gestellte kleine Kollektion von Schmuckstücken und andern Feinmetallarbeiten sein, die sonst dem Publikum nicht zugäng. lich ist. Sodann werden kleinere Museen, wie Ulm und die Erhardsche Altertumssammlung in Gmünd sowie einzelne Privatsammlungen Feinmetallobjekte ausstellen, die, württembergischen Ursprungs, für die Geschichte der Goldschmiedekunst in Württemberg von hervorragendem Interesse sind. Die Eröffnung der Ausstellung ist auf Anfang April, der Schlußtermin für die Ein. lieferung auf den 25. März hinausgeschoben worden.

Aus demselben geht hervor, daß die Absicht, möglichst alle württembergischen Feinmetallfabrikanten zu der Ausstellung hinzu. zuziehen, gescheitert ist und zwar wird darauf hingewiesen, daß eine große Anzahl der Fabrikanten befürchtet, bei den Grossisten und den Detaillisten anzustoßen.

Bis hierher wäre gegen den Bericht nichts einzuwenden, denn es ist völlig erklärlich, daß ein jeder Fabrikant, der Rücksicht gegen seine Abnehmer übt und Wert darauf legt, daß er nicht durch eine öffentliche Ausstellung seiner Waren den Schein erwecken will, als solle diese Ausstellung als Aushängeschild für seine Lieferungen an Privatleute dienen, sich von solchen Arrangements zurückhält. Einen sehr üblen Eindruck macht es aber, wenn in dem Bericht hervorgehoben wird, es ist wirtschaftlich von hohem Interesse, bei dieser Gelegenheit zu sehen, in wie weitgehendem Maße der Fabrikant von dem Zwischenhändler abhängig ist“. Diese Darstellung ist geeignet, das gute Verhältnis zwischen dem Fabrikanten und seinen Abnehmern zu stören, denn es ist unzutreffend, daß der Fabrikant von den Zwischenhändlern abhängt. Vielmehr ist richtig, daß der Fabrikant vum Zwischenhändler und der Zwischenhändler vom Fabrikanten abhängt. Beide stehen sich als Nehmer und Geber gegenüber und muß dieses vernünftige Verhältnis als allein richtig anerkannt werden. Wo sollte es hinführen, wenn derartige Ausstellungen von Kunstgewerbevereinen dazu dienen würden, dem Privatpublikum zu zeigen, wo es seine Bedürfnisse an Waren befriedigen kann. Das würde zum letzten Ende dahin führen, daß der Zwischenhändler ausgeschaltet wird.

Der Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede legt mit aller Entschiedenheit dagegen Verwahrung ein, daß durch solche Ausstellungen der Detaillist und Grossist gewissermaßen als ein überflüssiges Uebel dargestellt wird und begrüßt es mit großer Freude und Genugtuung, daß die Herren Fabrikanten sich gegen die Bestrebungen des Württembergischen Kunstgewerbevereins ablehnend verhalten haben. Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede Berlin S., Oranien-Strasse 143.

Fischer.

Bekanntmachung. Hierdurch bringen wir zur Kenntnis der dafür interessierten Kreise, daß auf Wunsch der Herren Juweliere in Schwerin, Wismar und Rostock, mit denen der Vorsitzende des Verbandes bei seiner letzten Agitationsreise verhandelte, am Sonntag, den 19. April, in Güstrow i. Meckl. eine Versammlung stattfindet zu dem Zweck, eine Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz zu begründen. Die Einladungen gehen den Beteiligten noch schriftlich zu.

Ferner machen wir bekannt, daß am Sonntag, den 26. April, nachmittags 3', Uhr, in der Münchener Bierhalle zu Hannover, Luisenstr. 5, eine Versammlung stattfindet, wozu sämtliche Kollegen der Provinz Hannover und des Fürstentums Schaumburg-Lippe geladen werden.

Zweck auch dieser Versammlung ist, eine Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede der Provinz Hannover zu begründen.

In beiden Versammlungen wird der Vorsitzende Fischer zugegen sein und über die Arbeiten des Verbandes und die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller Juweliere, Gold- und Silberschmiede einen Vortrag halten.

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No. 8 – VI. Jahrgang | Erscheint am 1. und 15. eines jeden Monats

Leipzig, 15. April 1903

Inhalt dieser Nummer :

Abonnementspreis

für die grosse Ausgabe mit Einschluss des Beiblattes „Schmuck und Von Werkstatt – zu Werkstatt.

Mode“ pro Quartal M. 1.75 für Deutschland, 2 Kronen für Oesterreich, Die Kleinodien des Deutschen Reiches.

M. 8.-- pro Jahr für das Ausland.

IT Einzelpreis der grossen Ausgabe 50 Ptg. pro Nummer bei freier Zustellung. Delegiertentag des Verbandes Deutscher Kunstgewerbe für die kleine Ausgabe mit kleinem Text und den Amtlichen Bekannt.

machungen der Verbände und Vereinigungen pro Halbjahr M. 1.50 für Vereine in Leipzig.

Deutschland, 2 Kronen für Oesterreich, M. 4.- pro Jahr für das Ausland. Generalversammlung des Kreditorenvereins in Pforzheim i

I Einzelpreis der kleinen Ausgabe 20 Pfg. pro Nummer bei freier Zustellung. am 6. April 1903.

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über nicht rechtzeitiges Eintreffen sind seitens unserer verehrlichen Kreuz.

band. Abonnenten stets bei dem Verlag anzubringen, für Abonnenten, welche Die Haftung des Lehrmeisters für seine Lehrlinge.

die Deutsche Goldschmiede-Zeitung durch die Post (offen) erhalten

sind indes stets bei dem Post-Zeitungs- Amt zu machen. Die Zeitung wird Das gesetzliche Selbstversicherungsrecht des Arbeitgebers

stets rechtzeitig am 14. bez. letzten Tag des Monats zur Post gegeben. und Betriebsbeamten.

Insertionspreis Beschäftliche Mitteilungen.

die 4 gespaltene Nonpareillezeile 25 Pfg., 1/64 Seite M. 150 brutto. Bei WiederBerichte aus Innungen, Vereinen und Fachschulen.

holungen wird Rabatt gegeben. Beilagen nach Uebereinkunft, gefälligen

Anfragen wolle man stets Muster beifügen. Arbeitsmarkt die 4 gespalt. Personalien und Beschäftsnachrichten.

Nonpareillezeile 20 Pfg. Vermischtes.

Inseratannahme Gebrauchsmuster-Eintragungen, Patente.

in Leipzig: bei Wilhelm Diebener, Leipzig 21, Schützenstrasse 15. Srage- und Antwortkasten.

in Berlin: durch die Firma Hagenmeyer & Kirchner, Berlin C.,

Unterwasserstrasse 9 a. Büchertisch. konkurse und Insolvenzen. – Silberkurs.

Schluß für die nächste Nummer:

in Leipzig: 29. April morgens 10 Uhr Arbeitsmarkt. — Inserate.

in Berlin: 28. April abends.

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Aus der Werkstatt – für die Werkstatt!

Im Vordergrund der politischen Ereignisse steht bereits die Reichstagswahl, die Mitte Juni auch die deutschen Goldschmiede an die Wahlurne rufen wird. Die letzten Jahre des wirtschaft lichen Niederganges, der Depression in Handel und Gewerbe, die noch nicht völlig gehoben sind, haben, wie nicht zu leugnen ist die Saat der Erbitterung aufgehen und ins Kraut schießen lassen. Die Unzufriedenheit wuchs, und man hörte auch in den Kreisen dentscher Goldschmiede manches Wort des Mißtrauens und Tadels gegenüber den leitenden Kreisen deutscher Wirtschaftspolitik aussprechen. Diejenigen, welche auf der äußersten Linken stehen, reiben sich deshalb bereits vergnügt die Hände, denn sie prophezeien ein gewaltiges Abschwenken im Mittelstande nach dem Lager der Sozialdemokratie. Wir haben jedoch das felsenfeste Zutrauen zum deutschen Handwerker und Kleingewerbtreibenden, daß ihn geschäftliche Krisen und Verstimmungen niemals dazu verleiten werden, den sicheren Grund und Boden zu verlassen, auf dem das deutsche Handwerk in Ehren fußt, die Treue zu Kaiser und Reich, zu Fürst und Vaterland. In einem an die Handwerkerpresse verschickten Artikel hat Otto Kirstein einen Appell an

die Handwerker ergehen lassen, daß sie dafür Sorge tragen mögen, daß Freunde des Handwerks in den Reichstag gewählt werden. Ein dem Handwerk wohlgesinnter Reichstag soll aus den Wahlen hervorgehen! Punktum! Vortrefflich! Aber wie? Da verfällt auch Otto Kirstein in das große, rätselvolle Schweigen. Er zielt auf die Gründung eines „Bundes der Handwerker“ ab. Aber das ist eine Zukunftsmusik, für die noch nicht einmal die Instrumente ordentlich gestimmt sind. Für uns steht eins im Vordergrund des Interesses: der deutsche Goldschmied, der an die Wahlurne tritt, vergegenwärtige sich, daß jede Kräftigung der Umsturzpartei eine Schwächung des Mittelstandes bedeutet, zu dem sich die deutschen Goldschmiedemeister mit Stolz zählen. Hinweg also mit jeder Mißstimmung, hinweg mit der Bitterkeit, die sich im schweren Kampf um die geschäftliche Existenz in den letzten Jahren angesammelt haben mag, hinweg damit, wenn es gilt, das Votum an der Wahlurne abzugeben. Der deutsche Handwerksmeister hält heute wie in alten Zeiten fest an Thron und Altar, der deutsche Goldschmied läßt sich darin nicht irre machen auch in Zeiten einer Misère, die seinem Geschäftsgang

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