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Zur 600 jährigen Jubelfeier Hanaus
zur Erinnerung an seine Erhebung zur Stadt am 2. Februar.

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Hanau – ein Städtenamen Den geringsten Wert hatte ein Häuschen mit 12 Gulden, von gutem Klang, gern gehört 2 mit je 20 Gulden und den allerhöchsten Wert hatte ein Haus

bei jedem Goldschmiede des mit 2400 Gulden. ZUM

In- und Auslandes, seine Waren Erst mit dem Jahre 1597, mit dem Einzug der Emigranten,

— stets eine Zierde für die Holländer und Walonen, durch Herzog Alba aus ihrer Heimat NEUEN JAHRE

Gold warenindustrie. Darum vertrieben, die erst in Frankfurt a. M. kurze Zeit weilten, wurden diegeziemt es sich auch, des selben die Erbauer der Nenstadt Hanaus. Philipp Ludwig II. Graf von

Ehrentags Hanaus hier, in Hanau nahm sie auf und jetzt erst begann für Hanau, speziell WILHERZ

der Fachschrift der Goldwaren- für die Neustadt, ein Aufschwung sich geltend zu machen: waren

branche, zu gedenken, ein Blatt es doch nicht die schlechtesten Elemente ihrer Heimat, welche STUTTGART

des Lobes dem Ehrenkranze hier einzogen. Sie brachten Geld genug und neue Erwerbsquellen Hanaus einzureihen.

mit; ein Beweis dafür ist, daß sie die Neustadt in zirka 38 Jahren Die 600 jährige Jahresfeier aus eigenen Mitteln nahezu fertigstellten. Gleichzeitig mit dem betrifft hauptsächlich die Alt- Bau der Neustadt ließ „Graf Philipp Ludwig die Festungswerke stadt Hanaus, denn der Bau auch um die Neustadt erweitern, so dass sie im Jahre 1635 dem der Neustadt wurde erst im Kaiserlichen General Lamboy, der sie 9 Monate lang belagerte

Jahre 1597 begonnen und aus und bestürmte, kräftigsten Widerstand boten. Die Stadt wurde NEUJAHRSPLAKETTE

diesem Grunde feierte diese dann am 13. Juni 1636 vom Landgrafen von Hessen - Cassel beder Firma Wilh. Mayer & Franz Wilhelm, Stuttgart. (Seite Seite 27a.)

vor nunmehr 6 Jahren das freit. Zur Erinnerung an diesen Tag wird heute noch am 13. Juni

300 jährige Bestehen in fest- ein Volksfest, das sogenannte Lamboyfest gefeiert. licher Weise. Dem alten Hanau

Neben dem Wohlstande, den wurde am 2. Februar 1303

diese Leute mitbrachten, waren unter dem damaligen Grafen

es hauptsächlich die neuen Ulrich I. von Hanau wegen

Berufsarten, wo auch neben seiner Verdienste um König

der Gerberei, Seidenband-, und Reich vom König Al

Juweliere,Gold-und Silberschmiede. Tuch- und Strumpfwirkerei, brecht I. die Stadtrechte ver

die Goldschmiedekunst ihren liehen. Die Anfänge der Er

Fachzeichnen , Modellieren, Gravieren, Ciselieren

Einzug hielt. Als hervorbauung Hanaus, im speziellen

Stillehre, Fachwissenschaften etc. etc,

ragender Goldschmied und der Burg, des Schlosses des

Prospekt u. Auskunft durch die

erster Juwelier wird Isaak Grafen von Hanani, ist so gut

Eintritt jeder

Kunstschule

Meusenhohl genannt, der als

for fusellere, Geld- und Silberschmiede zu Berlin wie unbekannt, doch stimmen

Begründer der Hanauer Gold

Der Anstali slehen Medaillen. Geldpreise durch die so ziemlich alle Forscher darin

Bündertus Lettre.

schmiedekunst gilt. überein, daß dies höchst wahr

Per Stiftung

Später, als Ludwig der XIV. scheinlich in die Mitte des

die Hugenotten aus Frankreich 12. Jahrhunderts falle. Um

vertrieb, fanden dieselben ebendiese Zeit baute auch Kaiser

falls in Hanau eine freundliche Friedrich Barbarossa seine

Aufnahme. Burg in Gelnhausen, was An

Die Herren D'Orville, Molaß zur Erbauung des Schlosses

dera und andere mehr waren in Hanau gegeben hatte.

in dieser Zeit die ersten BiDas Schloß, anfänglich nur DIPLOM ZUR BÜNDERT & LETTRÉ-STIFTUNG

jouteriefabrikanten. An diese als Jagdschloß erbaut, wie an der Kunstschule zu Berlin. (Verkleinerte Wiedergabe.) (Siehe Seite 27a.)

schlossen sich zu Anfang des angenommen wird, von einem

18. Jahrhunderts noch andere Herrn von Dorfelden, die in der Nähe ihre Besitzungen hatten, an, wie Morel, Foulli, war jedenfalls der erste Anfang der Siedelung. Der Erbauer des Breton etc., lauter Namen, Schlosses nannte dasselbe, weil an einer fruchtbaren Aue und am die heute in Hanau nicht Walde, auch Hain und Hagen genannt, Hagenowe, oder Au am mehr existieren. Die heute Hagen gelegen; aus Flagenowe enstand später Hainawe, Hainau noch hier vertretenen franund zuletzt Hanau.

zösisch klingenden Namen Es ist anzunehmen, daß das am Schloß herum sich nach in Hanau sind sämtlich her entwickelnde Dorf Hagenowe von Burgmannen, Bauern und später hinzugekommen, Hörigen begründet wurde, um unter dem Schutze des Schloßherrn Es sind 6 Jahre her, Ackerbau und Viehzucht zu treiben.

wo Hanaus Neustadt seine Daß Hanau ein armes Dorf und auch, nachdem es schon 300 - Jahrfeier der BeStadt war, arm geblieben ist, dies beweißt ein aus dem Jahre gründung in prunkvoller 1577 erhaltenes Verzeichnis der Vermögensverhältnisse seiner Weise durch historischen Bürger.

Festzug und sonstige prunkEs heißt darin:

volle Veranstaltungen festVermögen sämtlicher Bürger 187 000 Gulden.

lich beging; anders die · Schulden , 19 000

600 Jahrfeier zur StadtAnzahl der Hausbesitzer 210

erhebung der Altstadt Ha

MEDAILLE,

dem Andenken Virchows gewidmet. , , Nichthausbesitzer 27

nau. Eine einfache, aber

Ausführung von Wilhelm Mayer & Franz Wert derselben

67 000 Gulden.

würdige Feier ganz wie Wilhelm, Stuttgart. (Siehe Seite 27a).

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es dem Volkscharakter der Hanauer entspricht, war in den nachfolgenden Veranstaltungen enthalten:

Am 1. Februar morgens Festgottesdienst, abends in den 4 größten Etablissements der Stadt Volkskonzerte mit Vorträgen und Ansprachen. Am 2. Februar mittags Akademische - Feier im Stadttheater, wobei Herr Prof. Dr. Wackermann die Festre de hielt, und abends fand das Fest mit einem großartigen Fackelzug und Illuminierung der ganzen Stadt seinen Abschluß.

Die Einfachheit des Festes schien hauptsächlich durch die ungünstige Jahreszeit und Flauheit des Geschäfts im allgemeinen geboten.

Nichtsdestoweniger war aber die Stimmung bei den Festversammlungen eine allgemein fröhliche und manches gute, ehrlich gemeinte Wort für Hanau und seine fleißigen, kunstsinnigen Bürger ist dabei gefallen. Mögen die Worte auf guten Boden gefallen sein und Hanau bestrebt sein, sich seinen guten Namen unter den Städten Deutschlands zu erhalten und noch zu erhöhen.

QILD

In der Hauptversammlung der Goldschmiede-Innung zu Dresden wurden drei neue Mitglieder eingeführt und vom Obermeister Eckhardt verpflichtet. Nach Erledigung einer Reihe geschäftlicher Mitteilungen, in welchen mehrere Unterstützungen an kranke Mitglieder gewährt wurden, gab wiederum der Einzelverkauf großer Silberwarenfabrikanten an Privatpersonen zu Beschwerden Anlal, die dem Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede zur Erledigung überwiesen wurden. Hierauf erstattete Schriftführer Knöll den Geschäftsbericht für das Jahr 1902. Aus dem Bericht des Gehilfenausschusses ging hervor, daß eine Anzahl Gehilfen auf eine 10 23 jährige Tätigkeit in Dresdner Werkstätten zurückblickt. Die aus dem Vorstande ausscheidenden Hof - Goldschmiedemeister Eckert und Juwelier Kirsch wurden einstimmig wiedergewählt.

Für die Werkstatt. Wenn frisch vergoldete Gegenstände nach kurzer Zeit ein schmutzig-braunes Ansehen erhalten, so liegt das meist daran, daß die Sachen nicht ordentlich aufgetrocknet waren. Man muß in solchen Fällen nochmals die Sachen in die Vergoldung hängen, gut bearbeiten und dann vor allem gewissenhaft auftrocknen. Es kann ein solches Anlaufen aber auch auf die Einwirkung von Schwefelwasserstoff zurückzuführen sein. Es bildet sich Schwefelkupfer und dieses färbt die Goldwaren. Will man den Farbenumschlag vermeiden, so sorge man in diesem Falle sowohl in der Werkstatt wie im Lagerraum für gute Ventilation und bewahre die Gegen. stände möglichst so auf, daß sie den schädlichen Einflüssen der Luft entzogen werden.

(Zu Frage 434.) Zinntellern nach dem Gravieren ein altertümliches Aussehen zu geben, ist keine einfache Sache, ich möchte auch nicht für den Erfolg meines Vorschlages garantieren. Ich empfehle aber, die gravierten Stellen mit Antominchlorid zu bestreichen und nach der Einwirkung die Flüssigkeit wieder abzuwaschen. Vielleicht gelingt es auch, das alte Aussehen wieder herzustellen, indem man die Gravierungen zuerst mit dünner Natronlauge behandelt, diese abspült, dann Eisenchlorid darüber gießt und zuletzt Schwefelammonium.

(Zu Frage 439.) Um gefärbten, aber abgetragenen Gegenständen ein neues Ansehen zu geben, ohne dieselben nochmals zu färben, was sie ohnedies in den meisten Fällen kaum aushalten, vergolde man solche einfach. Weil die Vergoldung aber auf Farbe schlecht oder gar nicht ansetzt, wird man gut tun, diese Gegenstände erst leicht zu verkupfern, was auf jeden Fall glückt und erst dann zu vergolden. Man wird, wenn man so verfährt, stets eine lebhafte, frische Farbe des Gegenstandes erzielen. Uebrigens empfiehlt sich auch Kollege Gustav Reinicke in Luckenwalde zur schriftlichen Auskunf in Ihrer Frage.

(Zu Frage 440.)

Berichte aus Innungen und Vereinen.

Freie Vereinigung der Gold- und Silberschmiede zu Görlitz. Sitzung am 7. Februar 1903. Der Vorsitzende Herr Finster eröffnet die Sitzung bei gut besuchter Versammlung.

Punkt 1 der Tagesordnung betraf das Ausfüllen von Fragebogen der Deutschen Goldschmiede-Zeitung

Infolge eines hiesigen Konkurses entspinnt sich über den Ankauf des Warenbestandes eine längere Aussprache; man wird mit dem Verwalter noch zu verhandeln suchen.

Von der Vereinskasse angeschaffte Postkarten betreffs abzuholender Reparaturen gelangen zur Verteilung.

In der jüngsten Sitzung des hiesigen Gewerbe-Vereins bei Besprechung über Mikstände in Handwerkskreisen beklagte sich ein Görlitzer Graveur, daß die Goldschmiede dem Graveurstande viel Schaden zufügen, und wünscht Einführung des Befähigungsnachweises. In scharfen Worten wurde er von einem unserer Vorstandsmitglieder zurechtgewiesen und gebührend abgefertigt.

Bezüglich des Besuches der Fortbildungsschule seitens der Lehrlinge wird den Kollegen ans Herz gelegt, der rechtzeitigen Anmeldung Folge zu leisten, da bei Nichtbefolgung jeder Kollege in Strafe verfällt. Dieselbe Bitte wurde ausgesprochen zur Gehilfenprüfung, da dieses Jahr eine Ausstellung der angefertigten Gehilfenstücke geplant ist.

Eine lebhafte Debatte entspann sich über den Detailverkauf einer hiesigen Engroshandlung. Leider war eine der Mehrheit unserer Mitglieder erwünschte Verständigung über diesen Punkt mit dem anwesenden Inhaber vorläufig nicht zu erzielen.

Nach Besprechung vorgekommener Mißstände und Festlegung einzelner Punkte für die nächste Sitzung Schluß der Versammlung gegen 11 Uhr. Die nächste findet am 7. März statt.

Der Vorsitzende: Der Schriftführer:
Willibald Finster. Hermann Scholze.

Personalien und Geschäftsnachrichten.

Geschäftsnachrichten. Herr Oscar Herzel, langjähriger Werkführer in der Estamperie und Doubléwalzwerk Fr. Kammerer in Pforzheim, hat die Vergoldungsanstalt Emil Abrecht, Spezialität Feuervergoldung, käuflich erworben. Die Anstalt ist eine der älteren am Platze und wurde zuletzt von Herrn Wilh. Welper betrieben. – Herr Karl Kreder, bisher Werkführer in einer größeren Bijouteriefabrik Pforzheims, hat daselbst, Ispringerstraße 21, ein eigenes Geschäft errichtet. - Die Medaillonfabrik Moritz Hansch in Pforzheim, deren Hauptabsatzgebiet Spanien ist, gedenkt in Barcelona ein Zweig - Comptoir zu errichten, Der langjährige Vertreter der Bijouterie - Engros - Firma Heinrich Haupt in Düsseldorf, Herr Ad. Weber in Pforzheim, hat diesen Posten aufgegeben, um sich als kaufmännischer Leiter der von seinem Bruder übernommenen Handelsschule in Calw (Württemberg) zu widmen. - Herr Ludwig Bertram, Inhaber einer galvanischen Anstalt in Pforzheim, hat die Vertretung der Metallurgischen Werke, Gesellschaft für elektrochemische, elektrotechnische und Maschinenbau - Industrie mit beschr. Haftung in Bingen a. Rh., für den Platz Pforzheim und den badischen Schwarzwald übernommen. Genannte Firma übernimmt nicht nur galvanische Arbeiten aller Art, sondern liefert auch Bedarfsartikel für diese Branche. -- Herr E. Borish off in Thorn hat sein Juwelen-, Uhren-, Gold- und Silberwarenlager an Herrn Goldschmiedemeister F. Witzki dortselbst, Schmiedestraße 17, verkauft. - Eine besondere Zeichenschule für Bijouteriezeichnen hat in Pforzheim Herr Er. Gwinner, verl. Sophienstraße 27 I, errichtet. – Die Silberwarenfabrik A. Meyerricks in Berlin mit Filiale in Hamburg gibt die Fabrikation von Kleinsilberwaren auf, um einem neuen Zweig, Alfénide- und Neusilberwaren, vorwiegend schwer versilberte Bestecksachen, ihre Kraft widmen zu können. Die Fabrikation von Myrthen-, Lorbeer- und Eichenkränzen bleibt jedoch beibehalten. – Die Firma Aichele & Cie. in Pforzheim, die bisher nur Silberwaren erzeugte, wird zukünftig auch in Metallwaren sich leistungsfähig zeigen. – Die Firma F. Bernhardt, Gold-, Silber- und Juwelenarbeitergewerbe, sowie Uhrenhandel in Wien XV., Neubaugürtel 38, wurde handelsgerichtlich eingetragen. --- Herr J. Grim minger, Inhaber der Silberwarenfabrik gleicher Firma in Gmünd, gibt bekannt, daß er dem langjährigen Mitarbeiter, seinem Sohn Paul Grimminger, Prokura erteilt habe. - Herr Emil Strube, bisheriger Inhaber der Firma Th. Strube & Sohn, ältestes und größtes Geschäft in Leipzig, gibt bekannt, daß er sein Geschäft den langjährigen, bewährten Mitarbeitern, den Herren Emil Külz und Paul Findeisen, mit sämtlichen Aktiven - Passiven sind nicht vorhanden - - übergeben habe. Das Geschäft wird in gleicher Weise und mit denselben Mitteln wie bisher weitergeführt. – Die Firma Otto Stoll & Co. in Pforzheim zeigt an, daß Herr Otto Stoll jr. am 31. Januar d. J. aus der Firma ausgetreten ist. Derselbe hat das Holzsäge- und Hobelwerk von Erlemann & Co. in Coblenz-Lützel im Verein mit Herrn Wilh. Erlemann jr. käuflich am 1. Januar d. J. übernommen. Inhaber und Firma bleibt Herr Otto Stoll sen.

Neuetablierung. In Pforzheim errichteten die Herren Nonne wurde. Den ersten Preis von 150 Mark für die Festmünze ward dem mann & Fink eine Ketten- und Bijouteriefabrik mit elektrischem Entwurfe mit dem Kennworte „erst skizzieren, dann modellieren“, Kraftbetrieb. Beste praktische Erfahrungen in der Branche stehen der zweite Preis von 100 Mark dem Entwurfe mit dem Kennworte den Herren für ihr Unternehmen zur Verfügung.

,,Schütz“ und der dritte Preis von 50 Mark dem Entwurfe mit dem

Kennworte „Hannover“ zuerkannt. Den ersten Preis hatte demTodesfälle. In Pforzheim verschied vor kurzem Herr Phil.

gemäß erhalten Kunstmaler R. Westphal-Hannover, den zweiten Maisch, zuletzt Rentier. Der Verstorbene hatte früher eine be

Albert Volk in Stuttgart und den dritten die Münzprägeanstalt von deutende Bijouteriehandlung en gros und war früher ein ständiger

L. Chr. Lauer in Nürnberg. Besucher der Leipziger Messen. -- In Stuttgart starb der Teil. haber der Firma Hch. Reinmoeller dortselbst, Herr Otto Glaser,

Das Preisausschreiben des Nordböhmischen Gewerbemuseums infolge Herzlähmung im kaum vollendeten Lebensalter von 48 Jahren.

in Reichenberg wurde, soweit es die III. Gruppe: Herstellung einer - Aus Schwäb.-Gmünd wird das Hinscheiden des Herrn Julius

Gürtelschnalle in edlem oder unedlem Metall in beliebiger Technik Entenmann, Teilhaber der Firma Entenmann & Hirzel, gemeldet.

in folgender Weise erledigt: Den 1. Preis (200 K.) erhielten Ed- In Wien starb im Alter von 63 Jahren der in Fachkreisen

mund Bosch und Karl Pugl in Gablonz a. N.; den 2. Preis wohlangesehene Juwelier Leopold Alexander. --- In hohem

(100 K.) Rudolf Zitte in Gablonz a. N., den 3. Preis (50 K.) beAlter verschied in Pforzheim Herr Heinrich Dietrich, In

kam A. Ha m mer in Gablonz a. N., sämtlich k. k. Fachlehrer an haber einer Bijouteriewerkzeughandlung.

der dortigen kunstgewerblichen Fachschule. Lobend erwähnt wurde

noch ein zweites Projekt von Edmund Bosch und Karl Pugl Einbrüche wurden verübt: 1. beim Juwelier Heckert in

in Gablonz a. N. Berlin, Oranienstraße 162, am 3. Februar und wird der Schaden

Gebrauchsmuster-Eintragungen. 44 a. 190706. In Form eines hierbei auf ca. 20 000 Mark geschätzt; 2. ebenfalls in Berlin im

Petschaftes gestalteter Schmuck als Anhänger u. dergl. mit verBijouteriegeschäft des Fräulein F. Sachs, Leipziger Straße 34,

schiedenartigen Inschriften und verschiedenem Inhalt. Fa. Victor wurden am 27. Januar durch Einbruch Waren im Werte von

Mayer, Pforzheim. 29. 9. 02. M. 14 035. 4000 Mark gestohlen; 3. wird aus Monaco ein großer Diebstahl

44 a. 190746. Einstellbarer Kettenschieber mit gelenkig anbei einem dortigen Juwelier am 29. Januar gemeldet, wobei den

geordnetem Klemmhebel. Martin Linnecke, Pritzwalk. 6. 12. 02. Dieben Waren im Werte von 300 000 Francs in die Hände gefallen

L. 10644. sein sollen.

44a. 190807. Schmuckreifen aus vernickeltem, verschieden Vermischtes.

dessiniertem Stahlblech, mit wulstartigen Rändern, einfacher Falz

verbindung und von Lappen eingeklemmten Glassteinen. Sláma Zu unseren Abbildungen. Wir machen unsere Leser auf die & Cie., Zizkov; Vertr.: S. H. Rhodes, Pat.-Anw., Berlin SW. 12. Plaketten der Firma Wilhelm Mayer & Franz Wilhelm in 15. 12. 02. S. 9099. Stuttgart aufmerksam, deren Abbildungen wir heute bringen. 44a. 191180. Goldene Brosche, in deren Hohlräume glasharte Die Komposition der Neujahrsplakette ist frisch und eigenartig, Masse ohne metallische Verbindung eingebrannt ist. Theodor der greise Gelehrtenkopf Virchows gut gegeben. Wir haben jeden Ueberla Nachfolger, Schwäb. Gmünd. 24. 10. 02. U. 1453. falls in diesen Arbeiten bemerkenswerte Leistungen der modernen Prägekunst zu erblicken.

Büchertisch. Weiter bringen wir das Diplom zu der Bündert & LettréStiftung, wie solches an der Kunstschule zu Berlin für Juweliere, Auf! Kunstgewerbe-Entwürfe von Bruno y. Wahl; Verlag der Gold- und Silberschmiede an hervorragende Schüler zur Verteilung Vereinigten Kunstanstalten München. Eine Sammlung flott gezeichgelangt, zur Abbildung. Möge das Streben nach dem Besitz dieses neter Entwürfe für alle Zweige des Kunstgewerbes. Der Autor verDiploms ein weiterer Ansporn zur fleißigen Arbeit, zu ernstem fügt über eine gewandte Erfindungsgabe und eine leichte Hand. In Streben für die Schüler sein. Es wird eine gute Empfehlung für seiner ornamentalen Formensprache macht sich etwas ganz spezifisch jeden Schüler bei Bewerbung um eine Stellung, gleichgültig welcher Münchnerisches geltend. Motive aus der Tier- und Pflanzenwelt sind Art, sein, wenn er sich als „diplomierter Schüler“ ausweisen kann. mit Geschick, manchmal mit Humor, verwendet. Das Werk erscheint Der in der heutigen Abbildung enthaltene Text fällt beim Original in 12 Heften zu je 7 Blatt und kostet vollständig 24 Mk. natürlich weg und wird der dafür passende eingesetzt.

Ein Meisterbrief. Allerorten ist man gegenwärtig rüstig an Dem Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede der Arbeit, dem Handwerk seinen goldenen Boden wieder zurücksind vom Reichskommissar für die Weltausstellung in St. Louis zuerobern. Die Angehörigen des gleichen Handwerkes schließen 1904 die Prospekte betreffend die Beteiligung des Reiches an der sich zu Innungen und Fachverbänden zusammen, der Stolz auf die Weltausstellung übermittelt worden mit der Bitte um Verbreitung. „Meisterschaft“ ist wieder erwacht. Als Erinnerung an den Tag, Interessenten können dieselben von der Geschäftsstelle des Ver da der junge Meister zuerst seine eigene Werkstätte eröffnete, wird bandes, Berlin S., Oranienstraße 143, beziehen.

zewiß ein künstlerisch ausgestatteter Meisterbrief willkommen sein.

Einen solchen herauszugeben, hat die Firma W. Bertelsmann in Eine Sitzauflage bezw. Gesäßunterlage wurde der Firma Gebr.

Bielefeld - Gadderbaum unternommen. Eine reiche RokokoumGreßner, Berlin-Schöneberg, Sedanstr. T. 39 unter Nummer 173990

rahmung, hübsch und geschmackvoll in Farben gedruckt, ist für alle patentamtlich geschützt. Dieselbe soll dazu berufen sein, ein sehr

Handwerkszweige gemeinsam; in die einzelnen Felder werden dann „, bequemes“, gesundes Sitzen zu ermöglichen. Ein weiterer, nicht

je nach Bedarf Darstellungen und Allegorien eingedruckt, welche zu unterschätzender Vorteil besteht darin, daß sie das „Glänzend

auf den speziellen Beruf des mit dem Meisterbriefe Bedachten Bezug werden“ und vorzeitige Durchscheuern der Beinkleider verhüten,

haben. Wir geben hier als Beispiel die wirkungsvolle Darstellung - und daß sie sowohl auf Stühlen wie auf Schemeln befestigt

einer Goldschmiedewerkstätte. Wir machen die Fachverbände unseres werden können. Die Sitzauflagen werden aus Prima Wollfilz her

Gewerbes auf diese hübsche Veröffentlichung empfehlend aufmerksam. gestellt und stellt sich der Preis für gewöhnliche Größen ungefähr wie folgt: 8 mm dick 2.25 Mk., 10 mm 3.40 Mk., 15 mm 4.75 Mk., 20 mm 6 Mk. per Stück. Bei Bestellungen empfiehlt es sich, einen

Frage- und Antwortkasten. Papierausschnitt der Sitzfläche einzusenden, für Schemel oder Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. runde Stühle genügt Angabe des Durchmessers.

Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detailleure werden in ihrem und Aller Interesse Die Preisausschreiben des Schießausschusses über die Lieferung

höflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den aus

giebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden der silbernen Feld- und Standbecher, der goldenen und silbernen und an deren Beantwortung sich zu beteiligen. Auch dieser Teil unseres Blattes ist dazu Uhren und der Entwürfe für die Festmünzen für das 14. Deutsche

geschaffen, zur gegenseitigen Belehrung beizutragen. Bundesschießen in Hannover haben, wie zu erwarten stand, eine

Fragen: sehr lebhafte Beteiligung gefunden. Die eingelieferten Gegenstände, Frage 438. Wer liefert größere Quantitäten Abziehbilder kolounter denen sich einige geradezu hervorragende Leistungen be- riert für starkes Feuer auf Emaille abzuziehen? Muster erbeten finden, waren am 16. Januar im großen Rathaussaale an der an die Redaktion dieses Blattes. Friedrichstraße aufgestellt und wurden von den Vorstandsmitgliedern Frage 441. In neuerer Zeit sieht man viele oxydierte Sachen, des Schiebausschusses und dem Vorsitzenden des Zentralausschusses die ein eigentümliches bleigraues Oxyd haben. Wird dieses auf Senator Fink einer eingehenden Besichtigung unterzogen. Als besondere Art hergestellt oder ist es nur zu einem gewissen Teil künstlerischer Beirat waren Professor Haupt.und Kunstmaler Mittag weggebürstet?

M. W. in B. erschienen. Nachdem am Freitag Abend eine engere Wahl getroffen, Frage 442. Wer liefert sogenannte Münzbronze für künstlerisch wurden in der am Sonnabend fortgesetzten Sitzung, an welcher ausgeführte Medaillen?

A. B. in H. die Herren Haupt und Mittag jedoch nicht mehr teilnahmen, als Frage 443. Welches ist das praktischste Verfahren für OxyStandbecher (Humpenform) einstimmig der vom Hofjuwelier dation bezw. Herstellung von Altsilber, Ueberzug auf versilberten C. Büsch unter Nr. 4 eingereichte Becher und als Feldbecher Messing- bezw. Kupfermedaillen?

M. Z. in K. (Römerform) der vom Hofjuwelier C. Rusch entworfene und aus

Frage 444. Empfielt es sich, für Herstellung von Altsilbergeführte Becher gewählt, während die Lieferung der silbernen medaillen Kupfer, Similor, Tombak oder Messing für die rohen Herren- und goldenen Damenuhren an D. A. Dankwerth vergeben Münzplättchen zu verwenden?

K. Sch. iu I.

Frage 445. Welches ist die haltbarste und praktischste Ver Frage 432. Welche Firma fabriziert Crayons, Taschenfeuersilberung unter Berücksichtigung des Altsilberverfahrens ?

zeuge etc. in versilbert mit Stereoskop-Bildern (Ansichten von

L. F. in G. Städten, Badeorten etc.)? Adresse umgehend erbeten, Frage 446. Wer liefert Fassungen für 10 und 20 Markstücke

H. B. in Sch. ganz moderner Art in Gold und für Emaillebildchen?

Antwort: Hier gilt dasselbe wie oben gesagt und durch Nicht

K. I. in K. beachtung dieser Frage schädigt man sich direkt, da Fragesteller Frage 447. Wie stellt man bei Löffeln und bunten, gepreßten den Artikel in ausgedehnterer Weise für Badeorte etc. aufnehmen Kleinsilberwaren das Aussehen von Altsilber her, wie solches von will. Wenden Sie sich doch mal zunächst an die Firma M. Fleischden Gemünder- und Bremer Firmen erzeugt wird? L. L. in Schw. mann, Pforzheim, sie wird Ihnen jedenfalls dienen können.

Frage 448. Welcher Fabrikant fabriziert Anhänger, zwei Frage 433. Wo erhält man die schweren, breiten silbernen gekreuzte Bergmannshämmer darstellend. Stiel im amerik, oder Uhrketten, wie sie in Tirol, Ungarn etc. getragen werden? Silber - Doublé und die 2 Hämmer in Blutstein. E. B. in D.

K. L. in Z. Frage 449. Wer ist in der Lage, mir ein gutes Rezept zum Antwort: Wenn Sie die breiten oder mehrreihigen silbernen Aetzen von Messing - Zifferblättern anzugeben? Es handelt sich also Ketten mit Schieber und Kapseln meinen, dann wenden sie um das Verfahren, die Verzierungen auf den Zifferblättern erhaben sich an die Firma: Franz Pacchiaffo in Cilli in Steiermark. darzustellen.

E. St. in S.

Frage 435. Welcher Fabrikant oder Grossist liefert BrustFrage 450. Wer fabriziert schwedischen Schmuck? knöpfe, Gold oder Silber vergoldet, im Sezessionsstil. Der eigent

Ein Grossist. liche Knopf soll nur ein Schnörkel im Jugendstil (Darmstädter Fragen und Antworten:

Genre), also ohne Hintergrund oder gepreßt sein. G. H. in K. Frage 421. Wer fabriziert oder liefert mattgoldene Broschen, Antwort: Wenden Sie sich an die Firma Glaser & Stübing in bestehend aus Fuchskopf und Peitsche, der Kopf soll von der

Hanau. Diese führt als Spezialität Knöpfe im mittelfeinen und Peitschenschnur umschlungen sein?

Ed. K. in H. feinsten Genre und wird Ihnen auf jeden Fall dienen können. Antwort: Wir können Ihnen leider keine bestimmte Antwort Frage 436. In einer Stadt Norddeutschlands wurden zu Weihgeben auf Ihre Frage, denn der oder die betreffenden Fabri nachten in Zeitungen „Echt Deutsch-Ost-Afrikanische Granaten“ kanten welche den angefragten Gegenstand fabrizieren oder empfohlen. Bei welchem Steinhändler sind diese erhältlich, oder führen, haben sich nicht gemeldet. Die Beachtung des Frage sind diese Steine überhaupt noch nicht im Handel und wie hoch kastens von Seiten der Lieferanten läßt leider noch immer viel ist deren Wert?

Ein Abonnent. zu wünschen übrig, da man den Wert desselben unterschätzt und Antwort: Ostafrikanische Granaten (Fashoda Granaden) feinst damit selbst durchaus nicht nützen kann. Man bedenkt nicht, geschliffen liefert May & Palma in Turnau (Böhmen). aus welch peinlicher Verlegenheit man durch Beantwortung Frage 437. Wer nennt eine leistungsfähige Fabrik für vereiner Frage den Fragesteller ziehen, und daß man durch solche silberte und vernickelte Cigarettenetuis?

W. K. in F. Aufmerksamkeit sehr leicht einen guten Kunden mehr gewinnen Antwort: Auch hier dieselbe Klage. Es hat sich kein Fabrikant kann. - Wegen Ihrer Anfrage empfehlen wir Ihnen, sich an

hierfür gemeldet! – Uns ist die Firma Erhard & Söhne, Gmünd, irgend ein bedeutenderes Grosso - Geschäft, wie Wilh. Müller, als leistungsfähig für diesen Artikel bekannt, da wir ihre Muster Bündert & Lettré, Ernst Engeler Nachfolger in Berlin oder an gelegentlich der Leipziger Messe in Augenschein nehmen konnten. Siegele & Bennett und M. Fleichmann in Pforzheim etc. zu Allerdings nur in versilberter Ausführung wenden. Man wird Ihnen von Seiten der Firmen größtes Ent- Antwort auf Frage 434, 439, 440, 441 befindet sich unter der gegenkommen beweisen.

Rubrik „Für die Werkstatt“ in heutiger Nummer.

Bekanntmachungen des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Bekanntmachung.

Bekanntmachung. Hierdurch ersuchen wir unsere Mitglieder höflichst, die rück. Die Deutsche Handelskammer für Rumänien versendet ihren ständigen Beiträge für das Geschäftsjahr, beginnend am 1. Juli 1902, Jahresbericht per 1902. Aus demselben dürften nachstehende Daten beendend am 30. Juni 1903, an den Schatzmeister Herrn O. M. Werner, für die Herren Fabrikanten von Interesse sein, welche nach Berlin W., Friedrichstr. 173, einsenden zu wollen.

Rumänien exportieren.
Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede Wir machen darauf aufmerksam, daß der Verband dieser
Berlin S., Oranien-Strasse 143.

deutschen Handelskammer angeschlossen ist und alle geschäftFischer

lichen Anfragen durch uns vermittelt werden können.

„In dem Zeitraume von April bis Ende Dezember 1902 haben

wir 194 Auskünfte über wirtschaftliche Verhältnisse Rumäniens, Bekanntmachung.

sowie über Firmen erteilt, 10 Gutachten über Handelsgebräuche Hierdurch bringen wir unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß und andere Fragen erstattet, 43 Ratschläge über Absatz- und Beviederum ein großer Posten Siegelmarken fertig gestellt ist, und

zugsquellen gegeben, 6 Anträge im Interesse unserer Mitglieder vir diese zum Preise von 4 Mk. per 1000 portofrei unseren Mit.

an Behörden gerichtet, in 68 Fällen bei säumigen Schuldnern und gliedern zur Verfügung stellen.

nachlässigen Vertretern - zumeist mit gutem Erfolge - interVerband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede

veniert, in 44 Fällen geeignete Vertreter und in 7 Fällen zuverBerlin S., Oranienstrasse 143.

lässige Advokaten namhaft gemacht, sowie endlich in 8 Fällen

Rat und Unterstützung in Zollangelegenheiten und in sonstigen Fischer.

Fragen der Ein- und Ausfuhr gewährt.“

Berlin, den 5. Februar 1903.
Bekanntmachung.

Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede Hierdurch bringen wir unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß

Berlin, S., Oranien-Strasse 143. zwischen der Akt.-Ges. Hammonia, Glasversicherungsgesellschaft des

Fischer. Virbandes von Glaser-Innungen Deutschlands einerseits und dem Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede andrerseits ein Vertrag abgeschlossen wurde, wonach die Gesellschaft sich verpflichtet, Vorstands- und Ausschussitzung am 8. Februar 1003 bei allen, durch Vermittelung des Verbandes abgeschlossenen Versiche

im Architektenhaus, Wilhelmstraße 92 93. rungs verträgen den Mitgliedern auf die Versicherungsprämie einen Extra Rabatt von 10% zu gewähren. Der Hauptwert dieses Vertrages Anwesend: Fischer, Dr. Schröder, Müller, Foehr, Becker, Hampe, liegt für die Mitglieder aber darin, daß entstehende Streitigkeiten Eckhardt, Meschke, Baumann. Kommerzienrat Wilkens, Steinheuer. durch den Vorstand und Ausschuß des Verbandes unter Ausschluß Menzel, Merk und Herr Schaper als Gast. des gerichtlichen Verfahrens geschlichtet werden.

Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 1012 Uhr. Derselbe Wir richten infolgedessen an unsere Mitglieder das höfliche teilt zu Punkt 1 der Tagesordnung mit, daß sich der Verein der Ersuchen, sich bei Glasversicherungen an die Geschäftsstelle des

Juweliere, Gold- und Silberschmiede Bayerns (E. V.) zum Eintritt Verbandes, Berlin, S., Oranienstr. 143, zu wenden.

in den Verband gemeldet habe. Dieser Verein wird einstimmig Berlin, den 11. Februar 1903.

aufgenommen. l'erband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede Desgleichen nach Diskussion der Verein der Juweliere, GoldBerlin, S., Oranien-Strasse 143.

und Silberarbeiter der Provinz Sachsen, Anhalt und der ThüFischer.

ringischen Staaten; ferner die Freie Vereinigung des Gold- und Silberwaren-Gewerbes zu Berlin (Ortsgruppe des Verbandes Deut. Durchsicht des ganzen vorliegenden Aktenmaterials durch die scher Juweliere, Gold- und Silberschmiede für Berlin und den Mitglieder des Ausschusses Becker - Cöln und Foehr-Stuttgart ist Reg.-Bez. Potsdam), sowie die Freie Vereinigung der Juweliere in in der heutigen Sitzung der Fall Baumert auf das eingehendste Königsberg, ferner die Goldschmiede - Innung zu Stralsund und geprüft worden. Der Gesamtausschuß hat das Vorgehen und Verschließlich der Verein der Juweliere, Gold- und Silberschmiede in halten des Verbandsvorstandes für vollkommen richtig erachtet Wiesbaden.

und einstimmig gutgeheißen. Weiterhin teilt der Vorsitzende zu Punkt 2 der Tagesordnung Der Ausschuß beauftragt den Vorstand diese seine Ansicht der mit, daß für Schleswig-Holstein, Hannover, Braunschweig, König Firma Baumert & Co. mitzuteilen, gleichzeitig als Erledigung und reich Sachsen, Lübeck, Darmstadt und einigen anderen Punkten Antwort auf das an den Ausschuß gerichtete Schreiben vom Vereinigungen in Aussicht ständen; der Vorstand hat den Vorschlag 6. Februar ds. Jahres. In Konsequenz des vorgefaßten Beschlusses gemacht, die Bildung dieser Vereinigungen durch eine Agitation wird von Herrn Foehr gemäß § 6 der Satzung der Antrag gestellt, und Rundreise des Vorsitzenden Herrn Fischer zu unterstützen. die Firma Baumert aus dem Verbande auszuschließen.

Es wird beschlossen, die Agitation zur weiteren Bildung von Dies wird nach genauer Beratung mit allen gegen eine Stimme Ortsgruppen in solcher Weise fortzusetzen.

beschlossen. Seitens des Herrn Foehr wird mitgeteilt, daß er bestrebt sei, Zu Punkt 8 der Tagesordnung „Stellungnahme gegen Firmen, das Großherzogtum Baden zu erganisieren.

welche ohne gewerbliche Niederlassung bisher in Großstädten vor Bezüglich Punkt 3 der Tagesordnung „Weitere Beratung über Weihnachten Juwelen; Gold- und Silberwaren im Hotel für das Durchführung der Besteck-Konvention“ führt Herr Foehr aus, daß Privatpublikum feilhielten“ wird beschlossen, zu versuchen, beim die Aussichten für eine endgültige Durchführung einer Konvention Polizeipräsidium Schritte dagegen zu unternehmen, eventl. auch für Württemberg und Baden günstige seien; auch seien die größeren bei dem städtischen Gewerbesteueramt eine empfindliche BesteueFabrikanten bereits dafür gewonnen. Auch Frankfurt habe be- rung solcher Betriebe zu rreichen. dingtermaßen zugesagt. Referent wünscht vor allem die Durch Im Anschluß hieran kommt ein Fall erneuerten Detaillierens führung der Konvention in Berlin.

der Firma P. Bruckmann & Söhne- Heilbronn zur Sprache; es wird Herr Merk teilt mit, daß auch in Bayern die Aussichten nicht daraufhin beschlossen, den am 26. Oktober 1902 gefaßten Beschluß ganz aussichtlos seien. In einigen Tagen würde in Nürnberg eine des Vorstandes und Ausschusses der Firma Bruckmann gegenüber Ausschußsitzung zwecks Förderung und Durchführung einer Agi. in energischer Weise zur Ausführung zu bringen. Auch soll bei tation zur Bildung der Konvention stattfinden; er gibt dem Wunsche dieser Firma bezüglich eines offenen Briefes in der Fachpresse anAusdruck, daß in dieser gewichtigen Angelegenheit eine Einigkeit gefragt werden, ob sie in dem besprochenen Falle die betreffenden im gesamten Deutschland erzielt werden müsse.

Gegenstände mit rosa Etiquetts und grüner Seide geliefert habe. Herr Müller referiert über die Agitation, welche bisher in Der Punkt 9 der Tagesordnung wird für heute zurückgestellt Berlin vorgenommen sei; er macht darauf aufmerksam, daß vor werden und soll dem nicht anwesenden Ausschußmitgliede Herrn allem auch die Bereitwilligkeit der Fabrikanten und Grossisten zu Richter zur weiteren Initiative übergeben werden. beschaffen wäre. Herr Becker führt aus, daß Rheinland und West · Zu Punkt 10 und 11 der Tagesordnung wird seitens des Ausfalen bisher die erste Vereinigung habe, welche die Konvention schusses der Anschluß des Verbandes an den Deutschen Feuerbereits abgeschlossen und dabei sicher die besten Erfolge erzielt versicherungs-Schutzverband genehmigt. Der Anschluß an den habe. Auch treten ferner die Herren Schaper und Menzel in deutschen Volkswirtschaftlichen Verband wird als nicht notwendig warmen Worteu für einen möglichst baldigen Abschluß und Zu- zurückgestellt. sammenschluß in der Konvention. Die Herren Kommerzienrat Bezüglich Punkt. 12 der Tagesordnung wird beschlossen, daß Wilkens und Fischer sind ebenfalls der Ansicht, daß der Worte der Vorsitzende an der vom Verband Berliner Spezialgeschäfte für nun genug gewechselt seien; man müsse nunmehr tatkräftig vor Anfang März in Aussicht genommenen Versammlung zwecks Kongehen und namentlich zuerst in Berlin zum Abschluß der Kon stituierung eines Bundes der Kaufleute teilnehmen solle. vention schreiten.

Zu Punkt 13 „Reform der Frauenkleidung“ wird sich der VorHerr Müller teilt die Schritte mit, die in Berlin von seiten sitzende mit Herrn Fues, i. Fa. Berg & Co., Stuttgart, über die der Freien Vereinigung getan seien; in ungefähr einem Monat Ausgestaltung seiner Anregung in Verbindung setzen. würde eine große diesbezügliche Versammlung stattfinden können. Unter „Verschiedenes" werden seitens des Vorsitzenden mehrere

Zum Schluß legt Herr Becker den Berliner Herren nahe, nun. Maßnahmen, welche in Ausführung verschiedener Vorstandsbemehr ganz energisch vorzugehen, um dem übrigen Deutschland schlüsse vorgenommen wurden, dem Ausschuß vorgetragen und mit gutem Beispiel vorangehen zu können, so daß dann hoffentlich dessen Ansicht darüber gehört; es werden desgleichen einige kleinere spätestens am 1. Juli ganz Deutschland in der Konvention ver Fälle kurzer Hand erledigt, resp. sollen, wie z. B. der Fall Wolleneinigt sei.

berg-Posen, durch Rat einer juristischen Kapazität erledigt werden. Zu Punkt 4 der Tagesordnung teilt der Vorsitzende mit, daß Herr Becker-Cöln teilt mit, daß die Vorarbeiten für den Verseine Konferenz mit dem Direktorinm der Norddeutschen Ver- bandstag in Cöln sich sehr gedeihlich gestalten. Als Tage werden sicherungsgesellschaft in Hamburg, die Versicherung gegen Ein- der 1.-4. August festgelegt. Das vorgelegte Programm findet den bruchsdiebstahl betreffend, nicht in dem gewünschten Sinne ver Beifall der Versammlung. Es soll die Veröffentlichung der Tage laufen sei, weil man auf Verträge nicht einzugehen vermag und des Verbandstages baldigst erfolgen, verbunden mit einer Aufdie Unterredung nur dazu geführt habe, daß in Schadenfällen der forderung zur recht regen Beteiligung. Verband das Schiedsgericht übernehmen kann.

Herr Foehr legt einige Preislisten von E. Schick in Altensteig Ferner wird der seitens des Vorstandes vorbehaltlich der Ge- vor, welcher in der Firma Gebr. Kaltenbach angestellt ist. In den nehmigung des Ausschusses in der Sitzung vom 31. Januar ab Preislisten bezeichnet er sich jedoch als unabhängiger Fabrikant. geschlossene Vertrag mit der Hammonia, Glasversicherungsgesell Es ist jedoch sicher, daß dieser Schick nur vorgeschobene Mittelsschaft Hamburg, verlesen; derselbe wird bei Abstimmung genehmigt. person der Firma Kaltenbach ist, welche auf diese Weise ihren

Zu Punkt 5 der Tagesordnung berichtet der Vorsitzende über Detailverkauf an Private bemäntelt. Diese Angelegenheit wird die Tätigkeit gegen die Firma Tait's American Diamond Palace, von dem Württemberger Verein weiter behandelt werden. Berlin; es ist nunmehr endlich seitens der Staatsanwaltschaft gegen Weiterhin legt Herr Foehr ein Ringmaß vor, welches unter diese Firma Anklage erhoben worden.

Zugrundelegung des Millimeter-Umfanges aufs genaueste hergestellt Zu Punkt 6 der Tagesordnung „Wie ist der Schädigung des ist; es ist dies ein Ergebnis seiner Erfahrungen und der Vergleichung Verbandes durch die Verbandspresse Einhalt zu tun“ teilt der sämtlicher vorhandener Ringmaße. Vorsitzende verschiedene Fälle mit, in welchen durch Veröffent Ferner beantragt Herr Foehr, daß Bekanntmachungen von lichungen der Verbandspresse das Ansehen des Verbandes ge- detaillierenden Fabrikanten nur mit Genehmigung des Ausschusses schädigt würde.

und nach erfolgter genauester Prüfung unter Anhörung der beHerr Foehr wünscht, daß den Verbandsblättern aufgegeben treffenden Fabrikanten erfolgen. Die Versammlung stimmt diesem würde, alle Veröffentlichungen solcher Art zu unterlassen, oder, Antrage zu.. falls sie auf § 11 des Preßgesetzes erfolgen müßten, dieselben dem Herr Foehr moniert schließlich, daß die Firma J. A. Henckels Vorstand vorher vorzulegen. Ein Beschluß wird dahin gefaßt, in Solingen als Stahlwarenfabrik von seiten einiger Silberwarenden Zeitungen eine Benachrichtigung im Sinne der obigen Aus fabriken silberne Besteckkästen geliefert erhalte und nunmehr in führungen des Herrn Foehr zukommen zu lassen.

großen Plakatankündigungen in seinem Detailgeschäft in BerlinBezüglich Punkt 7 der Tagesordnung referiert Herr Foehr, Leipzigerstraße die Lieferung von Silberkästen offeriere. Es soll welcher die Akten des Falles Baumert & Co., Leipzig-Glogau durch über diese Frage der Lieferung von Waren an außerhalb unseres gesehen hat, über den Eindruck, welchen er von dem Vorgehen Gewerbes stehende Detailgeschäfte in der nächsten Sitzung weiter gegen obige Firma gewonnen habe. Auch Herr Becker hat die beraten werden. Akten einer Durchsicht unterzogen und verliest ein Schreiben der In Erledigung der Tagesordnung wird zum Schluß die EinFirma Baumert, welches dieselbe an den Ausschuß gerichtet hat, richtung des Geschäftszimmers genehmigt und in Zukunft der um das Vorgehen des Vorstandes einer Nachprüfung zu unterziehen. Beschlußfassung des Vorstandes von Fall zu Fall überlassen. Nach reiflichster Prüfung des Materials mit weitgehender Diskussion Schluß der Sitzung 5 Uhr. wird folgende Resolution seitens des Ausschusses gefaßt: „Nach

Fischer. Dr. jur. Schröder.

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