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Chemische Plaudereien.
Von Dr. Hans Braun.

II.
Chemie und Physik. – Die Teilbarkeit der Körper. – Die chemische Sprache. – Die Aggregats-Zustände.

Die Erhaltung der Materie. Noch vor einem Menschenalter pflegte man eine strenge unterworfen sind, nur eine ganz unbedeutende ist. Bei flüssigen Grenze zu ziehen zwischen Chemie und Physik. Heute weiß Körpern ist der Schwingungsraum bedeutend gewachsen und bei man, daß diese beiden Wissenschaften ineinander übergehen, und gasförmigen Körpern ist er schließlich so groß geworden, daß die die physikalische Chemie ist eins der modernsten und wichtigsten Anziehungskraft, welche jedes Molekül besitzt, ihre Wirkung Gebiete der forschenden Naturwissenschaft geworden. Wenn auch nicht mehr ausüben kann. Man redet deshalb z. B. von den die Grenzen zwischen beiden Wissenschaften verwischt sind, so drei Aggregatszuständen (aggregare, zusammenlagern) des Wassers, ist es dennoch möglich, in vielen Fällen genau zu unterscheiden, wenn man seine Form als Eis, Flüssigkeit oder Dampf kepnob irgend ein Vorgang chemischer oder physikalischer Natur ist. zeichnen will. Die Anziehungskraft, welcher die einzelnen MoleDaß das Eisen an feuchter Luft rostet, daß Kupfer und Messing küle unterworfen sind, nennt man Kohäsion, sofern es sich um sich mit Grünspan überzieht und daß die Kohle verbrennt - Anziehung gleichartiger Masseteilchen handelt. Bei ungleichalles sind chemische Vorgänge, welche mit einer Veränderung artigen Körpern wird die Anziehungskraft dagegen als Adhäsion der Masse verknüpft sind. Das metallische Eisen wird in Eisen bezeichnet. Beide Kräfte werden in der Technik reichlich ausoxyd übergeführt, und Oxyde bilden sich auch beim Verbrennen genutzt. Beim Zusammenschweißen von Eisen und Platin z. B. der Kohle und beim Ansatz von Grünspan. Diese neuen Ver- tritt die Kohäsion in Kraft, während alles Leimen, Kitten, Löten bindungen entstehen aber nicht, wenn man beliebige Mengen der auf Adhäsion beruht. einzelnen Körper unter geeigneten Umständen zusammenbringt. Im engen Zusammenhang mit dem Daltonschen Gesetz steht sondern nur bei ganz bestimmten Mengenverhältnissen. So braucht dasjenige von der Erhaltung der Materie. Man kann einem Körper z. B. die Kohle gerade noch einmal so viel Sauerstoff, um in eine andre Gestalt geben, niemals aber kann man die Materie Kohlendioxyd (Kohlensäure) übergeführt zu werden, als zur Bil- zerstören oder verschwinden lassen. Gold mit Salpeter-Salzsäure dung von Kohlenoxyd nötig ist. Dalton, ein im Jahre 1766 ge- (Königswasser) behandelt, geht in Goldchlorid über, das Gold borener englischer Chemiker, entdeckte die Gesetzmäßigkeit, und bleibt also erhalten, allerdings nicht in seiner metallischen Form. seit jener Zeit spricht man von dem Begriff der chemischen Pro- Und wenn dereinst über unsern sterblichen Resten die segnende portionen, welcher seine Grundlage wieder in der Atomtheorie findet. Hand des Priesters ein Kreuz schlägt und unsern Leib der Erde

Jeder Körper läßt sich teilen, einen Stein kann man so fein übergibt, so bleibt auch bei dem Verwesungsprozeß die Materie zerkleinern, daß die einzelnen Teilchen die größte Feinheit, etwa erhalten. Tausende von Bakterien beginnen ihre Tätigkeit, um die des Mehles besitzen. Die Teilbarkeit eines Körpers gelangt die durch das Leben hoch aufgebauten chemischen Verbindungen aber einmal an eine Grenze, und die kleinsten denkbaren Menge- wieder zu mineralisieren. Aus dem Stickstoff der Eiweißkörper teilchen werden Moleküle, Masseteilchen (moles, die Masse) ge- entstehen nach und nach Ammonium- und salpetersaure Salze, nannt. Haben wir diesen Zerkleinerungsprozeß z. B. mit Koch- der Kohlenstoff wird zu Kohlensäure oxydiert und die nicht salz (Chlornatrium) vorgenommen, so kann der Chemiker das flüchtigen Körper, z. B. Calciumphosphat, aus dem unsre Knochen Kochsalz-Molekül jedoch noch weiter zerlegen, nämlich in die bestehen, bleiben als Asche zurück. Derselbe Prozeß, der sich Körper, aus denen es zusammengesetzt ist, in Natrium und in im Laufe von fast zwei Jahrzehnten im Schoße der Erde vollChlor. Das Molekül zerfällt also in Atome.

zieht, geht in wenigen Minuten vor sich, wenn man den Leib Man bezeichnet das Atom eines Elementes – also eines den zersetzenden Eigenschaften des Feuers anvertraut. Diejenigen Körpers, der sich mit den uns heute zur Verfügung stehenden Körper, die durch die Oxydation der Bestandteile unsres Leibes Mitteln nicht weiter zerlegen läßt -- in der chemischen Sprache entstanden sind, müssen aber andern Wesen wieder zur Nahrung mit dem ersten Buchstaben seines lateinischen Namens. Also 0. dienen. So kommt es, daß eine Reihe von Elementen einen für Sauerstoff (Oxygenium), H. für Wasserstoff (Hydrogenium), ewigen Kreislauf durchzumachen haben. Wasserstoff, Sauerstoff, P. für Phosphor (Phosphorus), N. für Stickstoff (Nitrogenium), Stickstoff, Schwefel und Phosphor sind beständig auf der WandeS. für Schwefel (Sulfur) usw.

rung wie Ahasver, der ewige Jude, der nirgends Ruhe und Rast Nun denke man sich einmal die Moleküle irgend eines findet. Zuerst gehören diese Stoffe dem Mineralreich an, sie Körpers von der Größe und der Gestalt von Billardkugeln. Legt dienen der Pflanze als Nahrung und sind wichtige Stoffe zum man ihrer dreie in einem Dreieck nebeneinander, so entsteht Aufbau des Pflanzenkörpers. Von der Pflanze leben wieder Tiere zwischen den Kugeln ein Raum von beträchtlicher Größe, diesen und Menschen, und von den Zersetzungsprodukten des Fleisches Raum zwischen den Molekülen nennt man Intermolekularraum, wird von neuem der Pflanzenkörper aufgebaut. Und so fort -! und seine Größe ist maßgebend, ob ein Körper feste, flüssige Und daß alles, was hier gesagt ist, seine Richtigkeit hat, oder gasförmige Gestalt annimmt. Bei einem festen Körper liegen beweißt uns das Zünglein der Wage, des wichtigsten Instrumentes die Moleküle so eng nebeneinander, daß die Schwingung, der sie der chemischen Werkstatt.

Su uuersattlich wie der Mensch ist nichts auf weiter Gotteserde;
Deu Mageu füllt ein Straußenei, das Auge keine Straubenherde !

Unlauterer Wettbewerb.

Es ist kürzlich in Stuttgart ein Urteil veröffentlicht worden, erst wie üblich nach 4 Wochen, sondern sofort noch vor Weihwonach die Kaufleute Sigmund Meyer von Pforzheim und Emil nachten vorzunehmen. Um das Dekorum zu wahren, spielt Löwi Löwi von Nürnberg je wegen unlauteren Wettbewerbs von der auch noch ein bißchen Komödie und sagt mit dramatischer BeStrafkammer des K. Landgerichts Stuttgart zu 300 und 200 M. Geld- tonung zu seinem Freund Meyer: „Wie können Sie mir das antun!“ strafe verurteilt worden sind. Der Fall ist von uns schon erwähnt Auf die Bekanntmachung der Versteigerung macht der Vorworden, aber derart bezeichnend für die Raffiniertheit, mit der. sitzende des Württ. Vereins seinen Anwalt mobil, und als Meyer immer noch unlauterer Wettbewerb auch in unserer Branche ver am Versteigerungsmorgen in Stuttgart erscheint, erfährt er vom sucht wird, daß eine ausführlichere Darstellung gerechtfertigt ist, Gerichtsvollzieher, daß das Amtsgericht die Versteigerung verboten und das um so mehr, als die Aufdeckung und Bestrafung des Schwindels habe, und daß die Sache der Staatsanwaltschaft übergeben sei. dem energischen Zugreifen des Vereins der Juweliere, Gold- und Der Gerichtsvollzieher aber, dem schon seine Amtshandlung i'n Silberschmiede Württembergs zu verdanken ist.

Hotel etwas eigentümlich und verdächtig vorgekommen war, erhält In den ersten Dezembertagen letzten Jahres, direkt vor Weih zu seiner Ueberraschung am nächsten Tag von Pforzheim aus die nachten, der besten Geschäftszeit für unsere Branche, erscheint Direktive des gekränkten Gläubigers Meyer, er gebe die Juwelen -ilsw. plötzlich in den größeren Zeitungen Württembergs eine Bekannt wieder frei, und der Gerichtsvollzieher solle sie nur wieder seinem machung des Gerichtsvollziehers in Stuttgart, wonach er in einer Schuldner Löwi aushändigen! Kaum hat der Gerichtsvollzieher Zwangsvollstreckungssache (Meyer gegen Löwil einen großen Posten diesen Brief gelesen, siehe, da steht auch der „Schuldner“ Löwi Juwelen und Goldwaren zur Versteigerung bringe. Mit unendlicher da und läßt kaltblütig die Waren wieder in sein extra dazu mitMühe gelingt es am Tage vor der Versteigerung, in letzter Stunde, gebrachtes Köfferlein tun und verschwindet. eine einstweilige Verfügung des Amtsgerichts Stuttgart zu erwirken, Endresultat des durch das Leugnen der beiden Angeklagten wodurch die Zwangsversteigerung und mit ihr die drohende Schä langwierigen, aus mehreren Verhandlungen bestehenden Strafverdigung der Interessen der Stuttgarter Juweliere verhindert wird. fahrens: das zu Anfang genannte Urteil, das auf Geldstrafe lauten Die Strafuntersuchung ergab folgendes: Meyer händigt seinem mußte, weil das Gesetz hierfür keine Freiheitsstrafe kennt. Wie Freund Löwi, einem Mann, der ausgepfändet und zum Offenbarungs das Gericht die Sache ansah, geht aus seinen Schlußworten hervor: eid geladen ist, die Juwelen und Gold waren cin und schickt ihn „Erschwerend kam in Betracht die Raffiniertheit des Vorgehens auf seine Kosten mit neuer Garderobe, Wäsche und seidenem Schirm beider Angeklagten, der Mißbrauch staatlicher Organe zur Irreversehen nach Stuttgart ins Hotel Viktoria. Vorher hat er ihm führung des Publikums und die beabsichtigte Schädigung der mit einen Zahlungsbefehl über 8600 M. zugeschickt, gegen den Löwi, ordnungsmäßigen Mitteln arbeitenden Konkurrenz.“ wie verabredet, keinen Widerspruch erhob. Den Vollstreckungs Zu allem Ueberfluß hat der Angeklagte Löwi bei seinem Leugnen befehl überreicht Herr Meyer aus Pforzheim in Stuttgart dem vor Gericht auch noch eine von ihm gefälschte Urkunde vorgezeigt, Gerichtsvollzieher und schickt ihn damit ins Hotel, wo, wie er wonach er ein Rundreisebillet gehabt habe und mit demselben „zuganz zufällig von dem bekannten großen Unbekannten erfahren hat, fällig“ nach Stuttgart gekommen sein wollte. Er wurde entlarvt, auf dem und dem Zimmer sein Schuldner Löwi, behaglich eine verhaftet und hat jetzt, zu mehrmonatlicher Gefängnisstrafe verurteilt, Zigarre rauchend, sitzt. Der Gläubiger Meyer hat auch gleich reichlich Zeit, seine Freundschaft mit dem glücklicheren Meyer zu einen weiteren Freund (Steinhändler A, in Stuttgart bei der Hand, verwünschen. . der sehr gerne bereit ist, die Juwelen usw., die man jedenfalls bei Der Fall Meyer-Löwi hat jedenfalls den Beweis dafür erbracht, Löwi vorfinden wird, kostenlos zu taxieren.

daß auch auf Grund des jetzigen Gesetzes, das zweifellos seine beGesagt, getan! Das Trio, Gläubiger, Gerichtsvollzieher und dauerlichen Lücken hat, bei energischem Vorgehen und da, wo GeTaxator, betritt das Zimmer Löwis im Hotel Viktoria, dessen In richt und Staatsanwaltschaft sich nicht durch formalistische kleinsasse in zuvorkommendster Weise seinen extra dazu mitgebrachten liche Bedenken von ihrer Pflicht festen Zugreifens abhalten lassen, Reisekoffer mit den Juwelen usw. öffnet und zur Pfändung darbietet solch skrupellosen Liebhabern unlauteren Wettbewerbs das Handund ganz im Sinne des Gläubigers bittet, die Versteigerung nicht werk gehörig gelegt werden kann.

Die Firma G. F. Herbst in Pforzheim zeigt an, daß sie die Fabrikations-Einrichtung, Musterbücher und Modelle, mit Ausnahme derjenigen für Glieder - Armbänder, der ehemaligen Firma Joh. Heinrich Müller in Pforzheim erworben und ihrem Betriebe einverleibt hat.

Zu unsrer Besprechung über das Verfahren zur Ausfüllung von Stock- und Schirmgriffen, welches der Firma Richter & Glück in Berlin patentiert worden ist, teilt uns die Firma mit, daß sie keine Masse zur Füllung verkauft, sondern nur selbst die Ausfüllungen nach ihrem Verfahren vornimmt.

Zu unsrer Notiz über die Firma Karl A. Kappler in Nr. 22 unsres Blattes werden wir darauf hingewiesen, daß daneben noch die Firma K. F. Kappler besteht, die mit obiger nicht, weder geschäftlich noch verwandtschaftlich, zusammenhängt.

Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma Louis Fießler & Cie., Ketten- und Goldwarenfabrik in Pforzheim, ließ uns ihren neuen Katalog zugehen, der sich in tiefolivgrünem Umschlag mit Goldaufdruck äußerst vornehm präsentiert. Er enthält auf 10 Blättern eine reiche Skizzenserie mit den neuesten Erzeugnissen der Firma, welche der Leistungsfähigkeit derselben das beste Zeugnis ausstellen. Unter den Neuheiten finden wir auch den modernen Kettenschmuck aufgeführt, der in der „Deutschen Goldschmiede - Zeitung", Nr. 21, besprochen und in Silberausführung) abgebildet war, und für den Fiebler & Cie. die alleinige Anfertigung in Gold in reichhaltigem, eigenen Mustersortiment in Händen haben.

Die neueste Erfindung auf dem Gebiete der Bijouterie ist ein Verfahren, welches Herr Dr. Hans Braun, Berlin N. 39, ausge. arbeitet hat zur Herstellung von sogenannten ,,Photеmaline“-Bildern, die der echten Emaille täuschend ähnlich sehen. Die Uebelstände der sogenannten Semi-Emaille sind bei diesen „Photеmaline“-Bildern vollständig beseitigt, vor allen Dingen ist das Gelbwerden der ,, Photеmaline“-Bilder gänzlich ausgeschlossen. Durch die Vervollkommnung der Reproduktion fallen die „Photеmaline“-Bilder in der Regel schöner und zarter aus als die eingesandten Photographien, nach denen die Bilder angefertigt werden. Noch mehr tritt dies hervor, wenn die „Photеmaline“-Bilder von Künstlerhand ausgemalt sind. Bei Aufträgen müssen selbstverständlich die Farben-Nuancen der Augen, der Haare, des Gesichts und der Kleidung genau angegeben werden. Wir machen unsere Leser noch ganz besonders darauf aufmerksam, daß Weihnachts-Aufträge bis spätestens den 18. Dezember eingesandt werden müssen, wenn sie noch vor dem Fest Erledigung finden sollen. Die Bilder, die uns Herr Dr. Hans Braun eingesandt hat, haben uns in ihrer schönen Ausführung und der Zartheit der Farben aufs höchste überrascht.

lev

Neuetablierungen. Otto Neumann, bisher Geschäftsführer in der Glåser-Schleiferei und optischen Warenfabrik Wilhelm Eckstein & Cie. in Neuern (Böhmen) mit Kontor und Musterlager in Wien, eröffnet im Dezember in Teplitz-Schönau, Mariengasse 925, ein Engros-Geschäft in optischen Artikeln, Brillen, Pincenez etc. - Die Herren Engelbert Berner und Franz Klåsgens haben in Pforzheim im Hause der Besteckfabrik Prestinari, Turnstraße eine Schleiferei und Poliererei für Bijouteriewaren (Etuis, Feuerzeuge etc.) eröffnet. --- Die Alpacca-Silber-Besteckfabrik Hch. Prestinari in Pforzheim hat in der Westl. Karl Friedrichstraße daselbst ein Detail eschäft eröffnet. - In Pforzheim hat Herr Max Weber, Eisingerstraße 1 in Börsenfabrikationsgeschäft er. richtet. - In die Firnia Otto Kaiser in Schwäbisch Gmünd ist Herr Wilhelm Schmidt eingetreten, es wird die Firma in Zukunft Kaiser & Schmidt“ lauten. Dem neu eingetretenen Herrn Schmidt stehen reiche Erfahrungen sowohl in der technischen Leitung, wie als Zeichner zur Seite. -- Die Herren Techniker Ed. Geiger und Paul Keppler haben in Pforzheim, Untere Augasse 20, eine Bijouterie-Fabrik gegründet und handelsgerichtlich angemeldet unter der Firma Geiger & Keppler. Sie fabrizieren als Spezialität Broches (Scharnier-Knoten) und Rockradeln etc. in Gold und Silber. - Fräulein Auguste Stein, Schöneberg, Kolonnenstraße 65. eröffnet dort Ende November ein Goldwarengeschäft. Die Herren Bü mm'ler & Bögel in St. Jo.

tion von Gold- und Silberwaren.

Im Kristallpalast zu London soll im Jahre 1904 eine internationale Ausstellung für Bekleidung und Kostüme stattfinden. Selbstredend wird dann auch der Damenschmuck nicht fehlen.

Eintragungen ins Handelsregister. Firma Geiger & Keppler, Bijouteriefabrikation in Pforzheim. Gesellschafter der seit 3. Aug. 1903 bestehenden offenen Handelsgesellschaft sind Kaufmann Eduard Geiger und Tech niker Paul Keppler -- Firma Seitter & Epple (früher G. F. Burghardt), In haber sind Techniker Karl Seitter & Julius Epple (Bijouterie und Ketten). - Firma Martin Mayer in Mainz mit Zweigniederlassung in Pforzhein: Persönlich haftende Gesellschafter sind weiter Albert Oppenheimer, Sacky Richart, Bernhard Albert Mayer II und Albert Mayer, Fabrikanten in Mainz. Der Fabrikant Bernhard Maver ist am 9. März 1903 durch Tod aus der Gesell. schaft geschieden. - G. Rau, Doubléfabrik in Pforzheim. Herr Gustav Rau ist am 30. März 1903 infolge Tod aus der Gesellschaft ausgeschieden. - H. Hinrichs in Emden: Die Firma lautet jetzt: H. Hinrichs Nachf A. Bardewyck. Alleiniger Inhaber ist der Goldschmied August Ludwig Bardewyck zu Emden. Die Firma Aug. Linden zu Essen, Limbeckerstr.: Das Geschäft ist nebst der Firma auf den Goldarbeiter August Friedrich Linden zu Essen übergegangen.

- Carl Weishaupt. Sitz: München. Max Carl Weishaupt ist als Inhaber gelöscht: nunmehriger Inhaber: dessen Witwe Anna Weishaupt in München. Prokurist: Kaufmann Robert Suder in München.

Geschäftsverlegungen. Die Firma Kappler & Gruner in Pforzheim verlegte ihre Geschäftsräume nach der Holzgartenstraße. – Das Bijouterie. und Galanteriewarengeschäft Hermann Voigt in Berlin hat den Laden Leipziger Straße 90 für die Summe von über 30,000 Mark jährlich gemietet und gibt den im Nebenhause innegehabten Laden auf. Heir Julius Mutschel. knauf in Porzheim hat sein Bijouteriehilfsgeschäft nach der Leopoldstr. 26 daselbst verlegt.

Personalien und Geschäftsnachrichten.

Ehrungen und Auszeichnungen. Der königliche Hofuhrmacher und Juwelier E. Wagener in Metz ist zum Hoflieferanten der Kaiserin ernannt worden.

Jubiläum. Am 15. November feierte Herr Ferdinand Evangelist, Juwelier in Graz, im engen Kreise seiner Familie das Jubi. läum des 25 jährigen Bestandes seines Geschäftes.

Todesfälle. In Prag starb am 19. d. M. der Hofjuwelier und Realitätenbesitzer Moritz Kersch im 60. Lebensjahre. - Die Bei. setzung des königlichen Hofgoldschmiedes Oskar Leonhardt, Seniorchef der bekannten Berliner Goldschmiedefirma Leonhardt und Fiegel in der Taubenstraße, fand gestern nachmittag 2 Uhr unter großer Beteiligung der Berliner Goldschmiedemeister, der Loge Royal York z. Fr., des zahlreichen Personals der Firma und weiterer Kreise auf dem alten Charlottenburger Luisenkirchhof am Bahnhof Westend statt. An dem in der Halle des Friedhofes auf. gebahrten, mit zahlreichen Kränzen bedeckten Sarg hielt Pfarrer Lic. Weser, von der Marienkirche in Berlin, die Gedenkrede. Eine nach Hunderten zählende Trauerversammlung folgte dem Sarge zur Gruft. Unter dem Gesange „Unter allen Wipfeln ist Ruh“ erfolgte die Beisetzung unter Gebet und Segen des Geistlichen. -Der an Verfolgungswahn leidende Juwelier Körner aus Görlitz hat in den letzten Tagen im Rhein den Tod gesucht und gefunden,

Löschungen im Handelsregister. Die Firma Josef Braunger, Doublebijouterie- und Emailschnuckfabrik in Dill. Weißenstein infolge Weg. zugs nach Pforzheim. Die Firma Uhrenfabrik Gustav Rau in Pfort. heim. -- Die Firma Haller & Alberts in Attendorn ist aufgelöst. Liquidator ist der Auktionskommissar Eduard Vigener zu Attendorn. - Die Firma Josef Puchmayer, Gold und Silberwarenhandlung Graz infolge Geschäftsauflösung.

Arbeiter - Bewegung. 1500 Diamantschleifer in Ant. werpen beschlossen gemäß der jüngst von ihrem internationalen Verbande in Paris aufgestellten Forderung, vom 3. Januar 1904 ab den neunstündigen Arbeitstag einzuführen.

Ausstellungen.

Aus dem Pforzheimer Kunstgewerbemuseum. Hier war in der letzten Zeit eine Serie Emailarbeiten ausgestellt von Le Grand Roy, Emailmaler und Professor an der Kunstgewerbeschule in Genf, von denen ein Teil durch ihre eigenartige Schönheit das Interesse der Sachverständigen in hohem Maße erregte. Es waren dies landschaftliche und figürliche Darstellungen, in Kunstemaillierung ausgeführt, deren äußerer Anschein nirgends die Anwendung des Pinsels verriet. Alles weich, fliefend und verschwimmend, in satter, tiefer Farbenglut. Die Oberfläche war weder mit Fondant überSohmolzen, noch glattgeschliffen, was die unmittelbare Frische des Eindrucks noch erhöhte. Die Großh. Kunstgewerbeschule in Pforzheim hat davon Verschiedenes erworben.

Eine Preziosenausstellung fand jüngst in Koburg statt. Sie war veranstaltet von der Herzogin Marie und ihren Töchtern. Die Einnahmen wurden zum Besten des Marienhauses verwandt. Ein Rokokoschmuckschrank der Herzogin Marie barg allein für 3'/, Mill. Mark Kostbarkeiten, und zwar nur Diademe, Broschen, Ohrgehänge und Armbänder.

Sonderausstellung von Silberarbeiten. Die Vereinigten Werk stätten in München eröffneten eine Sonderausstellung von Silberarbeiten nach Entwürfen von Rudolf Rochga, sowie eine Kollektiv. ausstellung von neuen Tafelglas - Servicen nach Entwürfen von Prof. Peter Behrens und Kunstmaler Richard Riemerschmid, aus. geführt von den Glaswarenfabriken Benedikt v. Poschinger in Oberzwieselau.

Vermischtes. Ein kostbarer Fingerring. Zu den dem Leipziger KunstgewerbeMuseum in der jüngsten Zeit zugeflossenen Gaben von besonderem Wert zählt ein großer goldener Fingerring mit prächtiger NielloArbeit, der jüngst im Mansfeldschen gefunden wurde. Seiner Ausführung nach ein Werk aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, zeigt er einen Renaissance-Dekor von bestechender Schönheit.

Südafrikanische Diamantenausbeute. Kimberley, 16. Nov. Nach dem in der heutigen Generalversammlung der Debeers Consolidated - Minen - Gesellschaft erstatteten Bericht ergab die Diamantenausbeute im Vorjahre eine Einnahme von 5,241,172 Pfund Sterling. Die Ausgaben betrugen 2,938,873 Pfund Sterling, der Reingewinn 2,302,299 Pfund Sterling.

Griechische Korallen. Um einen Versuch mit der Korallenfischerei zu machen, hatte die griechische Regierung italienische Korallenfischer aus Neapel berufen, die im Frühling unter der Aufsicht eines Kanonenbootes die Versuchsfischerei begannen. Von den Punkten, an denen man schon früher Korallen gefunden hatte, wählte man den nördlichst gelegenen, die Insel Lewkas aus. Hier dauerten während des ganzen Sommers die Versuche fort, die nach Angabe der Italiener sehr ergiebig gewesen sind. Nicht minder gut ist die Beschaffenheit der gefundenen Korallen, sie wurden von den Sachverständigen als Ware erster und zweiter Güte erklärt.

In der Versteigerung Thewalt in Köln wurde gestern für Arbeiten in Gold und Silber ein Ergebnis von 230000 M. erzielt. Zeitweilig war der Andrang so groß, daß fast der ganze Saal der Bürgergesellschaft gefüllt war. Das teuerste Stück war ein silbervergoldeter Deckelpokal aus der Zeit von 1580—90, der für 17 200 M. nach Frankfurt ging. München, London, Berlin, Dortmund und Paris erwarben weitere Objekte von hoher Bewertung, und auch in Köln blieben verschiedene schöne Stücke. So ging eine Silberschale aus dem Zunftschatze der Augsburger Goldschmiede- Innung von 1627 für 12050 M, und ein Buckelpokal aus Nürnberg für 8050 M. in den Besitz des hiesigen Kunstgewerbemuseums über. Nach München in Privatbesitz kam ein Deckelbecher von 1554 für 9100 M., an das Dortmunder Museum ein Doppelbecher, sogen. Scheiern, aus 1590 für 4050 M. und ein Nürnberger birnförmiger Deckelpokal von 1600 für 1150 M. Ein Mekkelch aus Siebenbürgen aus etwa 1500 bezahlte ein Pariser mit 5000 M.; in Köln blieb ein Kokosnusbecher für 8100 M. In Frankfurter Besitz kamen zwei Glieder eines gotischen Gürtels aus dem 15. Jahrhundert für 11000 M. Auch die Ringe erzielten hohe Preise.

Ein Fingerhut für 260 000 Mark. Der Fingerhut, welchen die Königin von Siam von ihrem Gemahl zum Geschenk erhalten, dürfte wohl der teuerste der Welt sein, denn sein Wert wird auf 55000 Dollars geschätzt. Man kennt den Gebrauch von Fingerhüten im Königreich Siam noch nicht gar lang. Als der König das kleine Geräte bei englischen und amerikanischen Damen, welche an seinen Hof kamen, wahrnahm, ließ er für sein Ehegemahl einen reich mit

Eine Ausstellung japanischer Silber- und Silberemaille-Arbeiten eröffnete die Firma H. Saenger in ihren Geschäftsräumen, Rathausmarkt Nr. 13/14 in Hamburg. Infolge der Vielseitigkeit und Schönheit der ausgestellten Objekte wird diese Ausstellung un zweifelhaft das lebhafteste Interesse nicht nur aller Liebhaber der kunstsinnigen Arbeiten der Japaner, sondern das aller Freunde des Kunstgewerbes überhaupt finden. Vorhanden ist eine Fülle von Edelmetall-Arbeiten, die europäischem Gebrauch und Geschmack angepaßt sind und Zeugnis ablegen von der außerordentlichen Geschicklichkeit der japanischen Silberschmiede, von ihrer Meisterschaft in der Anwendung der verschiedenen Techniken und von einem Reichtum von meist der Natur abgelauschten Motiven, die man nur bewundern kann.

St. Petersburger Ausstellung. In den Räumen des Taurischen Palais in St. Petersburg, die in den letzten Jahren schon zahlreiche glänzende Ausstellungen, teilweise unter Beteiligung Pforzheimer Bijouteriefirmen, in sich bargen, soll auf die Dauer von 2-3 Monaten, und beginnend am 27. November ds. Js., eine internationale wissenschaftliche und gewerbliche Ausstellung „Die Kinderwelt" unter dem Protektorat der Kaiserin Maria Feodorowna stattfinden, die ein vollständiges Bild des Lebens des Kindes von der Geburt bis zum Abschluß des schulpflichtigen Alters geben wird.

Edelsteinen besetzten Fingerbut anfertigen, welcher die Form einer

Büchertisch. balboffenen Lotusblume hat. Ein jedes Blatt der Blume ist mit den verschlungenen Initialen des Königs und der Königin in kleinen Von der Pflanze zum Ornament. Herausgegeben von G. Kolb Smaragden, Amethysten, Rubinen und Topasen geziert. Um den und Karl Gmelich, Göppingen. Rand des Fingerhuts liest man das Datum der königlichen Hochzeit Ein in den letzten Jahren sehr häufig behandeltes Thema ist nach dem siamesischen und europäischen Kalender. Die Zahlen hier von neuem aufgenommen worden. Es hat wohl keine Zeit und Buchstaben der Inschrift sind abwechselnd in Brillanten und so energisch und bewußt wie die unsrige die Pflanze sowohl nach Perlen gefaßt.

ihrer natürlichen Erscheinung, wie nach ihrer ornamentalen Ver

wendbarkeit studiert. Schon die erste Bewegung für eine moderne In Stuttgart sind 8 Firmen der Bijouteriebranche dem neu Nutzkunst setzte bei dem Studium der Pflanze ein und suchte aus gebildeten Konsum - Rabatt-Verein beigetreten, der bei Barzahlung ihr neue, von der Tradition unabhängige Formen zu bilden. Es einen Rabatt von 5% auf den Kaufpreis gewährt.

sei an die Pflanze", jenes große Prachtwerk, von Gerlach & Schenk

in Wien herausgegeben, erinnert, an die Arbeiten Prof. Meurers, Ein kleiner Fabrikant in Pforzheim hatte. jüngst das Glück, an all die Publikationen, welche die ganze Erscheinung der Pflanze in der Lotterie 8000 Mark zu gewinnen. Wir gratulieren hierzu! oder deren Einzelteile zum Gegenstand hatten. Das vorliegende

Werk, das aus 30 großen Farbtafeln und einem illustrierten Text.

heft besteht, schließt sich seinen Vorgängern würdig an. Das Diebstähle etc.

Textheft bringt eine Anzahl sehr instruktiver Aufsätze über den

Zeichenunterricht an den verschiedenen Schulkategorien, über das Verlorene Gegenstände. Verloren eine Busennadel, bestehend Pflanzenzeichnen, über Ausbildung des Farbensinns und anderes aus einer großen Perle, mit Brillanten karmoisiert im Werte von mehr. Eine Anzahl geschickt gezeichneter Vignetten in Pflanzen1000 M. Es wird vermutet, daß die Nadel auf dem Wege vom ornamentik beleben das Heft. – Die Tafeln sind vornehm und Café Monopol nach Café Bauer in Berlin und von dort nach dem geschmackvoll in Farbendruck ausgeführt. Die Naturstudien erCentral Hôtel entweder in den betreffenden Lokalen selbst oder in freuen durch ihre schlichte, sachliche Darstellungsart; unter den der zur Fahrt benutzten Droschke verloren wurde. Nachrichten aus diesen Studien entwickelten Ornamenten ist die Mehrzahl in sind unter Nr. 9017 IV. Journal 15. 03 an das Königliche Polizei einer großzügigen, kraftvollen Linienführung durchgebildet. Bei Präsidium in Berlin, Kriminal-Abteilung, erbeten.

einzelnen ist das Pflanzenmotiv doch wohl nicht genügend orna

mental gebändigt. Alles in allem, auch in der Druckausführung, Gefunden wurden vom Gutspächter Kalkreuth in Rosen eine recht verdienstliche Publikation. hagen am Mittwoch im Walde unter Moos verborgen 58 goldene

M. Mayr, Das Formen und Modellieren. Illustrierte Anleitung Ringe mit und ohne Steine; dieselben repräsentieren einen ansehnlichen Wert und rühren aller Wahrscheinlichkeit nach von einem

zur selbständigen Erlernung der Formerei mit Gips und Leim und Diebstahl her.

des Modellierens in Ton, Modelliererde, Wachs, Plastilin, Gummi

knetmasse usw. Zweite bedeutend erweiterte Auflage; mit 78 Seiten Einbruchsdiebstähle. Durch die Kriminal - Polizei in Berlin

Oktay und über 100 Abbildungen von Former- und Modellierutensilien, wird bekannt gegeben, daß am 21. d. Mts. 12'/. Uhr nachts bei

Büsten und Figurengerüsten. Broschiert Preis 1 Mark. Verlag der Herrn Juwelier Éch. Delfs, Berlin, Belle-Alliancestraße 5, ein

Kunstmaterialien- und Luxuspapierzeitung, München VII.

Der Goldschmied und Metallplastiker arbeitet ja im allgemeinen Einbruch verübt worden ist, bei welchem Gold- und Silberwaren im Betrage von ca. 15000 M. entwendet worden sind. Vom Täter

nicht als Bildhauer; aber ein Stück von einem solchen muß doch fehlt bis jetzt jede Spur. Nachrichten sind unter Nr. 9017 IV. Jour

in ihm stecken. Sowohl die Kunst des freien Modellierens, wie die nal 1,5. 03 an das Kgl. Polizei - Präsidium in Berlin, Kriminal.

des mechanischen Abformens wird ihm häufig erwünschte Dienste

leisten, in vielen Fällen ganz unentbehrlich sein. Und auch dann, abteilung, erbeten. - In der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin wurde

wenn er in Lagen und Stellungen kommt, wo er deren nicht oder ein Einbruch verübt, doch fielen den Gaunern nur ein silberner

nicht mehr bedarf, wird ihm das Verständnis für jegliche Art der Teller, der vergoldet ist, vier bis fünf Mark in barem Gelde, sowie

Feinmetallarbeit sehr durch den Umstand erleichtert werden, daß einige Kleidungsstücke in die Hände. - Der Schaukasten des

er einige Zeit modelliert und geformt hat. Jedem, der diese FertigGoldwarenfabrikanten Schulz in der Milowerstraße, Rathenow, ist in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch wiederum geplündert

keiten auf eigene Faust erlernen oder das unter Anleitung Erlernte worden. Gestohlen ist ein Korallenschmuck, ein Besteck, eine

wieder auffrischen oder sich erhalten will, kann das oben ange.

gebene Büchlein empfohlen werden, da es über die hierher gehörigen Springlorgnette, vier Damenuhrketten, eine Sparbüchse, zwei Figuren aus Alfenide, eine Zuckerschale und eine Zuckerzange im

Fragen sachliche und gründliche Auskunft gibt. Sein Inhalt zer

fällt in 2 Teile. Der erste Teil enthält technische Angaben und Werte von zusammen 78 Mark. - In der katholischen Kirche zu

ist jedenfalls der wertvollste. Zum Schlusse kommen noch einige Birnbaum wurde ein Einbruchsdiebstahl verübt. Die Diebe zer

Angaben über den goldnen Schnitt und Physiognomik, die in dem schlugen einen Kelch und zerschnitten zwei Fahnen. Außerdem

knappen Raum natürlich keine erschöpfende Behandlung erfahren wurde ein Kelch und ein Kruzifix gestohlen. - Der eiserne Schau

können. kasten des Uhrmachers Draing in der Marienburgerstraße zu Marienwerder wurde erbrochen und fast sämtliche Goldwaren,

Frage- und Antwortkasten. darunter eine größere Anzahl Damenringe und Uhren, gestohlen.

Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. Der Wert der entwendeten Gold waren wird auf mindestens 500 M.

Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detailleure werden in ihrem und Aller Interesse geschätzt. Die Uhren tragen sämtlich die Inschrift „C. Draing höflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den aus. Marienwerder.“ -- In dem Juwelengeschäft der Firma Kielmann giebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden

und an deren Beantwortung sich zu beteiligen. Auch dieser Teil unseres Blattes ist dazu in Ruhrort brachen Diebe ein und raubten Uhren, Ketten und

geschaffen, zur gegenseitigen Belehrung beizutragen. Brillanten im Werte von 25 000 M. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. -- In Hannover wurde der Arbeiter Fritz

Fragen: Küchemann, dem man 25 Einbruchsdiebstähle nach wies, von Frage 528. Kann besonders scharfes Feuer zum Schmelzen denen ein großer Teil sich auf unsere Juwelierläden erstreckte, zu dazu beitragen, daß das Gold oder Silber porös wird? Bitte freund8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Einen Teil der Wertsachen fand manlichst um Auskunft.

W. S. in F. noch in seinem Besitz vor. - In Ofen-Pest wurden die von der Frage 529. Kann uns jemand von den geehrten Lesern dieses Wiener Polizei gesuchten Juwelendiebe Josef Ballon und Josefine Blattes den jetzigen Aufenthalt angeben von H. Josef Liebnick, Richter, als sie bei dem Juwelier Lippowitz in der Waitzenerstraße Edelsteinhändler, welcher sich eine Zeitlang in Berlin aufhielt eine goldene Kette stehlen wollten, verhaftet. - In Bremen wurde und später nach Kowno in Rußland übersiedelte, weiter von Seb. auf dem dortigen Bahnhofe ein junger Mann, der mit einem Amerika. Baumgartner, gewesener Uhrenfabrikant in Cugi (Schweiz)? dampfer angekommen war und sich Legrady nannte, von acht

M. & P. in T. Geheimpolizisten verhaftet. In seinem Gepäck fand man Juwelen Frage 530. Gibt es ein besonderes Verfahren für das Färben im Werte von 290000 Mark. Der Gauner reiste in Begleitung eines von 8kar. Golde? Für gütige Auskunft besten Dank im voraus. vierzehnjährigen Knaben.

Gehilfe K. in H.

Frage 533. Welcher Fabrikant liefert für Kirchen Kronleuchter Flucht. Zur Flucht des Uhrmachers Gack. Von dem und sonstige kirchliche Gegenstände in Bronze? K. G. in B. flüchtigen Uhrmacher Gack hat man noch immer keine Spur ent Frage 534. Wo erhält man den billigen Haarschmuck mit deckt. Nunmehr kann festgestellt werden, daß die Flucht plan Similisteinen besetzt?

R. B. in K. mäßig ausgeführt wurde, da Gack kurz zuvor im städtischen Leih Frage 535. Wer liefert gute Glas-Tintenfässer, an denen silberne hause um 3500 M. Brillanten versetzte und seinen Schwager Arneth Deckel anzubringen sind?

M. in P. um 12000 M. anpumpte. Ferner setzte er in letztrer Zeit seine Frage 536. Welche Fabrik liefert Korke? S. K. in Z. Waren zu fabelhaft billigem Preise ab, um großen Umsatz zu er Frage 537. Welcher Kollege kann mir die Adresse des Goldzielen. Besonders kostbare Brillanten nahm er mit auf die „Reise". warenhändlers Otto Juskowsky, bis Juli in Frankfurt a. M. wohnUeber das Geschäft wurde das Konkursverfahren eröffnet.

haft, angeben.

H. in B.

Fragen mit Antwort:

klasse, die Unterstufe für die Gold- und Silberschmiede, eingerichtet Frage 511. Welcher Fabrikant liefert billige Emaille- Vereins ist und die Oberstufe mit besonderem Entgegenkommen des Herrn abzeichen (für Guttempler), Nadeln, Broschen und Knöpfe für Export: Direktors Scharf im nächsten Schuljahre eingerichtet wird, auch

Antwort: Die Firma Tietzsch & Aschbach in Schöneberg bei weist Herr Krimnitz noch darauf hin, daß der Unterricht auf den Berlin, Goltzstraße 29, erbietet sich zur Lieferung bei guter Aus Vormittag von 7-10 Uhr gelegt werden soll. führung zu billigem Preise (von 40 Pfg. an per Stück bei Ab

Daran schließt sich drittens ein Vortrag des Herrn Fischer, nahme von mindestens 50).

Feuerschutzkasse betreffend. Auch hier sieht man nach den ErFrage 514. Wer ist der Fabrikant, der Laubsägen, deren Um

läuterungen, wie schwer durchführbar derartige Unternehmungen hüllung, ein schwarzes Etikett, als Warenzeichen einen geflügelten

sind und was sie doch bei einem guten Abschluß der ganzen Sache Merkurstab trägt?

Grossist in St. Petersburg.

für einen unendlichen Vorteil bieten. Wir können jedem der Antwort: Wenden Sie sich wegen der Laubsägen, deren Um

Herren Kollegen dringend empfehlen, zum Garantiefonds der Feuerhüllung ein schwarzes Etikett, als Warenzeichen einen geflügelten

schutzkasse zu zeichnen, damit das Unternehmen gefördert wird. Merkurstab trägt, an die Firma Ph. & J. Heinz in Pforzheim, die

Zuletzt wird noch über Organisation der Kammerbezirke der Ihnen solche besorgen. Direkt liefert die Fabrik nicht. --- Die

Provinz Sachsen und der angrenzenden Staaten zum Unterverband Herren Eberle & Co., Augsburg, sind die Fabrikanten.

berichtet. Nachdem ganz besonders dem Verbands-Vorsitzenden

Herrn Fischer der Dank für seine vorzüglichen Vorträge ausFrage 531. Wer fabriziert goldene Hülsen für Federhalter und Bleifedern?

gesprochen, wurde die Versammlung 118/4 Uhr geschlossen.

J. G. in B. Antwort: Goldene Federhalter und Bleifedern fertigen die Firmen

R. Kempfe, Vorsitzender. M. Pfannschmidt, Schriftführer. Louis Kuppenheim, Chr. Seybold, Carl Knoller in Pforzheim, und dürften diese Firmen Ihnen wohl auch das Gewünschte liefern. Frage 532. Wer liefert moderne, goldene Fassungen für Papier

Beilagenyermerk. messer zum Einkitten?

J. G. in B.

Unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Firma J. Antwort wie auf Frage 531.

Meidinger in Berlin S. W., Belle - Allianceplatz 5, bei, aus Frage 537. Wer liefert Klein-Alfenidewaren (Becher, Zigaretten welchem unsere Leser ersehen, daß sie von derselben durch bedosen) in modernen Mustern.

queme Abzahlungen die wertvollsten wissenschaftlichen und Antwort: Erhard & Co., Schwäb.-Gmünd, Württemberger Metall

unterhaltenden Werke beziehen und sich eine treffliche Haus. warenfabrik, Geislingen.

bibliothek gründen können. Wir machen daher auch hierdurclı Antwort auf Frage 525 (in Nr. 22): Wir nennen Ihnen ferner auf den Prospekt aufmerksam. die Firma W. Jandorf, Silberwaren, Frankfurt a. M., Weser Ferner eine Tafel mit sehr guten Reproduktionen von Mestraße 61.

daillen der bekannten Firma Wilh. Mayer & Frz. Wilhelm, Stuttgart, bei. Die Medaillen sind in echtem und unechtem

Metall zu beziehen. (Siehe auch das Inserat der Firma.) Berichte aus Innungen und Vereinen.

Ein farbiges Kunstblatt der bekannten Firma Bündert Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im & Lettré, Berlin C., Spittelmarkt 10, liegt unsrer heutigen Regierungsbezirk Magdeburg. IV. ordentliche Versammlung. Der

Nummer bei. Die darauf wiedergegebenen Schmuckgegenstände Vorsitzende Herr Hofjuwelier Kempfe eröffnet die Versammlung mit Emailmalereien zeigen, wie weit man es auf diesem Gebiete abends 9 Uhr. Anwesend sind 24 Kollegen. Zuerst werden die

gebracht hat. Bei der großen Nachfrage, die nach diesem Artikel von auswärts erschienenen, zum Bezirk gehörenden Kollegen vom

zweifellos entstehen dürfte, empfiehlt sich möglichst frühzeitige Vorsitzenden willkommen geheißen, ebenso der auf besonderen

Bestellung. Für die tadellose Ausführung leistet das Renommée Wunsch erschienene Verbands-Vorsitzende Herr Fischer, Berlin.

der Firma sichere Bürgschaft. Interessenten verweisen wir auf Nach Verlesung des Protokolls der letzten Versammlung erhält

das Inserat der Firma in der vorliegenden Nummer. der Verbands-Vorsitzende Herr Fischer das Wort zu dem bekannten Punkt der Besteckkonvention. Nach seinen ausführlichen Er

Silberkurs: läuterungen wird es jedem Kollegen klar, welch ungeheure Arbeit sich der Verband dadurch geschaffen, und können wir nur von Vom 24. Oktober bis 20. November war der Durchschnittswert jeder Seite Unterstützung empfehlen, um einen weiteren Fortgang des feinen Silbers an der Hamburger Börse Mk. 81.51 per Kilo. in dieser Angelegenheit zu erzielen.

Demnach berechnen die Vereinigten Silberwarenfabriken Als zweiten Punkt berichtet Herr Albrecht über das Fort. sämtliche, vom 21.-30. November 1903 inklusive erteilten Aufträge bildungsschulwesen; er hebt hervor, daß bereits eine Fach- Mk. 71.- per Kilo 0,800 Silber.

Nachdruck aus dem Inhalt vorliegender Zeitung ist nur mit Erlaubnis der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet

Inhalt der großen Ausgabe:

Abonnementspreis
für die grosse Ausgabe mit Einschluss des Beiblattes „Schmuck und

Mode“ pro Quartal M. 1.75 für Deutschland, 2 Kronen für Oesterreich,
M. 8.-- pro Jahr für das Ausland.
Is Einzelpreis der grossen Ausgabe 50 Pig. pro Nummer bei freier Zustellung.
für die kleine Ausgabe mit kleinem Text und den Amtlichen Bekannt.
machungen der Verbände und Vereinigungen pro Halbjahr M. 1.50 für
Deutschland, 2 Kronen für Oesterreich, M. 4.- pro Jahr für das Ausland.

Einzelpreis der kleinen Ausgabe 20 Ptg. pro Nummer bel freier Zustellung.

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Moderne Taschenuhrgehäuse-Entwürfe.
Das Monogramm in seiner Verwendung auf moderne Gefäße und

Geräte.
Ueber das Färben der Perlmutter.
Zu unseren Abbildungen.
Photographische Flachreliefs.
Schmuck und Mode (Neue Moden und neuer Schmuck).
Das Reklameblatt Schmuck und Mode.
Geschäftliche Rundschau.
Der Juwelenhandel der Vereinigten Staaten.
Ein deutsches Geschenk für das Germanische Museum des „Harvard

College“ in Cambridge.
Chemische Plaudereien.
Unlauterer Wettbewerb.
Geschäftliche Mitteilungen.
Ausstellungen.
Personalien und Geschäftsnachrichten.
Vermischtes.
Diebstähle etc.
Büchertisch.
Frage- und Antwortkasten.
Berichte aus Innungen und Vereinen.
Beilagen vermerk. – Silberkurs.
Konkurse und Insolvenzen.
Inserentenliste.
Arbeitsmarkt. — Inserate.
29 Abbildungen. - 1 Kunsttafel (Blatt 15).

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Schluß für die nächste Nummer:

į

in Leipzig: 12. Dezember morgens 10 Uhr in Berlin : 11. Dezember abends.

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