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Auswüchse bei Auswahlsendungen und wurde sich dahin schlüssig, solche nur noch an Vormittagen in Begleitung von Angestellten auszutragen und sie nur in ganz besonderen, sicheren Fällen bei dem Kunden zu lassen. Daß bei Auswahlsendungen auch die Goldschmiede oft sehr schlimme Erfahrungen gemacht haben, ist bekannt und der gefaßte Beschluß wird sicherlich auch ihre Billigung finden.

An Schädigungen durch unsolides Geschäftsgebaren hat es auch im verflossenen Jahre nicht gefehlt. Leider macht auch ein Vorfall, in welchem ein Juwelier in Hamburg sich Uebervorteilungen hat zu Schulden kommen lassen, durch die Presse die Runde. Die „goldenen Medaillen“, welche bei Gelegenheit der letzten Gastwirtsausstellung in Hamburg verliehen wurden, sollen ganz wertlose, schwach vergoldete Kupferplatten gewesen sein. Das Gutachten der Hamburger Münzstätte lautet: „Eine goldne Plakette untersucht, davon enthalten 1000 Gewichtsteile an feinem Golde 286 Gewichtsteile“. Der Verein Hamburger Gastwirte“ verlangt eine Rücknahme der Medaillen und hat überdies die Hilfe der Staatsanwaltschaft angerufen. Wir wollen hoffen, daß der Fall noch irgend eine genügende Erklärung findet, denn es wäre aufs tiefste zu bedauern, wenn wir einen Fall geschäftlicher Unreellität im eigenen Lager konstatieren müßten. Wenn wir nicht selbst unseren Schild von Flecken rein halten, werden wir auch im Kampfe um die Hebung unserer Lage niemals zum Siege gelangen. Und dieser Kampf muß unerschrocken weiter geführt werden, wenn es auch an Drohungen und Schmähungen der Gegner nicht fehlt. Ueber die Firma Hauß American Diamond Palace hatte die Elberfelder Juwelierinnung, im Verein mit der Polizeiverwaltung, Aufklärungen und Warnungen an das Publikum erlassen. Gegen beide will nun die genannte Firma gerichtlich vorgehen. Die Innung, wie die Polizeiverwaltung habe, so meint die Firma, in ihren Veröffentlichungen ja nur dasselbe gesagt, was sie selbst behaupte, daß sie Imitationen bringe! Daß man für 6 Mark keine echten Diamanten kaufen könne, wisse das vernünftig denkende Publikum von selbst! Die letztere Behauptung ist irrig! Ein grosser Teil des Publikums, unerfahren in solchen Angelegenheiten, glaubt Wunder was für günstige Känfe es da abschließt und ist hinterher mit wertlosem Kram „angeschmiert“. Hoffentlich werden die Uebrigen von vornherein schon wegen der Wahrnehmung berechtigter Interessen, welche hier vorliegt, zurückgewiesen. Man sieht ja, wie der Schwindel mit Similibrillanten beim „Publikum“ noch zieht. Den oftgenannten Händler Kramann hat man in Berlin jetzt dingfest gemacht und mit acht Jahren Zuchthaus, 570 Mark Geldstrafe und fünf Jahren Ehrverlust belegt. Der ,,Frechdachs“ hatte wieder einmal wertlosen Simili- Plunder als „echte Brillanten“ verkauft. Wir freuen uns, daß dieser „Gaunerbrillant“ nun endlich wieder „gefaßt" ist.

Zu unserer Veröffentlichung in No. 1 der „GoldschmiedeZeitung“ betreffend die Engroshandlung Robert Neber & Co. in Hamburg, welche detailliert, teilt uns ein Hamburger Juwelier

mit, daß genannte Firma wohl überhaupt keine Engros-Handlung sein dürfte. Der Inhaber Neumann Nathan betreibe unter gleichnamiger Firma ein Abzahlungsgeschäft und unter der Firma Robert Neber & Co. ein Versandtgeschäft. Wenn das der Fall ist, dann haben wir allerdings nicht nötig, uns weiter mit „Nathan dem Weisen“ zu beschäftigen!

Die Hausierprämie ist wieder in einem Falle in Aalen fällig geworden. Dort ist ein Maurer Jakob Schieber dingfest gemacht worden, der mit Uhren. Uhrketten und Schmucksachen Handel trieb. Wir wollen dabei gleich darauf hinweisen, daß wir die Prämie nur an Beamte oder sonstige unbeteiligte Dritte zahlen. Wenn ein Goldschmied einen Hausierer abfaßt, so wird die Prämie nicht ausgezahlt, denn jeder deutsche Goldschmied hat die Ehrenpflicht, gegen den Hausierschwindel von freien Stücken, ohne Bejohnung vorzugehen.

Eine erfreuliche Nachricht können wir aus Görlitz berichten. Die Görlitzer Gold- und Silberschmiede-Innung hat sich mit den dortigen Besteck-Fabrikanten wegen des Detaillierens geeinigt. Diese Einigungen werden bald allenthalben in Deutschland zu vermelden sein, so daß die Zeit wohl nicht mehr fern ist, wo in unserer Branche das schädigende Detaillieren der Fabrikanten und Grossisten von der Bildfläche verschwinden wird. Andere gewerbliche Branchen stehen leider diesem Auswuchs des modernen Handelsverkehres gegenüber machtlos da, und wir dürfen es deshalb uns um so höher anrechnen, daß gerade in unserer Branche derartige Erfolge zu verzeichnen sind.

Die sozialen Bestrebungen haben auch im verflossenen Jahre kräftigen Fortgang genommen. Das Reichsamt des Innern stellte Ermittelungen über die Ausnahmetage vom Neunuhr-Ladenschluß an. Die Verwaltungsbehörden haben Gutachten darüber zu geben, ob sich eine Verminderung der für den Geschäftsverkehr über den Neunuhrschluss hinaus freigegebenen Tage empfehle. ebenso, ob die Ausnahmen von der Mindestruhezeit der Angestellten in offenen Verkaufsstellen nicht etwa weiter einzuschränken seien. Die Geschäftsleute wünschen vielfach eine Vermehrung der Ausnahmetage, während die Angestellten eine Verminderung fordern. Wir stehen auf dem Standpunkte, daß eine Vermehrung der sogenannten „freien Tage“ im Interesse beider Teile zurzeit nicht notwendig ist, und halten es eher für richtig, wenn die Königl. Kreishauptmannschaft Zwickau auf Antrag der Gewerbtreibenden in Markneukirchen angeordnet hat, daß im ganzen Jahre, mit Ausnahme des Monats Dezember, die offenen Verkaufsstelien für Uhren, Gold- und Silberwaren u. s. w. abends um 8 Uhr zu schließen sind. Was nach dieser Zeit etwa noch an Aufträgen einläuft, ist wohl kaum der Rede wert.

Wir können unsere Betrachtung diesmal nicht schließen, ohne auch an dieser Stelle nochmals für die der Redaktion und dem Verlag der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung aus allen Teilen Deutschlands dargebrachten Glückwünsche und Sympathiekundgebungen den herzlichsten Dank auszusprechen!

feinem Pulver gerieben, hierauf werden 2 T. venetianischer Terpentin und so viel Weingeist zugesetzt, daß das Ganze einen dicken Brei bildet. Hierzu werden dann 3 T. feinstes Zinkweiß zugerieben. Die Masse hat nun die Konsistenz einer angeriebenen Delfarbe. Um den gelben Strich des Kittes zu beseitigen, fügt man zu dem Zinkweiß eine Spur Berliner Blau hinzu. (Zu Frage 424.)

Stahl zu prüfen. Um Stahl von Eisen zu unterscheiden, bringt man einen Tropfen Salpetersäure auf den zu prüfenden Gegenstand und spüle ihn nach 1/2 bis 1 Minute mit Wasser ab. Bei Stahl erscheint die Stelle pechschwarz bei Eisen grauweiß.

(Zu Frage 425.) Bernstein zu polieren. Das Schleifen des Bernsteins geschieht mit Bimsstein, Abschleifen mit den eigenen Spänen, zuletzt auch mit ungelöschtem Kalk oder feingeschlämmter Kreide, auch mit

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Tripel oder fein gepulverter Holzkohle. Tripel mit Weingeist an. gefeuchtet gibt den schönsten Glanz. Sehr spröde Stücke muß man beim Abdrehen erwärmen.

(Zu Frage 426.) - Ein weiteres Verfahren wird uns in folgendem mitgeteilt: Blindgewordener Bernstein wird durch Reiben eines mit Spiritus befeuchteten Lappens mit einem Zusatz von wenig grüner Seife und Wiener Kalk wieder poliert. Das Schleifen des Bernsteins muß auf zweierlei Art bewerkstelligt werden. Bei dem erten Schliff bedient man sich eines feuchten Lappens init feinstem pulverisiertem Bimstein und reinigt mit Wasser. Der zweite Schliff wird ebenfalls feucht mit weicher pulverisierter Holzkohle und zuletzt einem Zusatz von Schlemmkreide bewerkstelligt.

Gebrüder Petersfeldt, Berlin, statt. Den daselbst fast 50 Jahre ununterbrochen tätigen Silberarbeitern Aug. Büttner und Karl Liepert wurde aus diesem Anlaß in Gegenwart sämtlicher Angestellten das Allgemeine Ehrenzeichen vom Regierungsrat in feierlichster Weise überreicht. Auch von Seiten der Chefs wurden denselben besondere Anerkennungen zu teil. Unter dem zahlreichen Personal dieser Firma befindet sich außerdem eine Anzahl Angestellter, die alle auf die lange Tätigkeit von 25-35 Jahren daselbst zurückblicken können, gewiß ein rühmliches Zeichen für die Firma, wie auch für das gute Verhältnis zwischen Chefs und Personal.

Hochherzige Spende. Zur bleibenden Erinnerung an den in Frankfurt a. M. am 5. Oktober y. Jrs. verstorbenen Herrn Hofjuwelier Robert Koch und zum Gedächtnis ihres Vaters, des in Geisa im Jahre 1869 verstorbenen praktischen Arztes Dr. Hermann Koch, haben die Witwe und der Bruder desselben, Herr Hofjuwelier Louis Koch, für die Stadt Geisa je 5000 Mk. geschenkt zur Bildung eines Fonds für Errichtung eines Krankenhauses in Geisa. Außerdem hat noch Herr Louis Koch einen größeren Betrag als jährliche Subvention zu diesem Fonds zugesichert.

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Geschäftsnachrichten. Herr Bijouteriefabrikant Albert Stief in Pforzheim hat die bisherigen oberen Räumlichkeiten der Firma Kollmar & Jourdan, A.-G., Kaiser Friedrich-Straße 3 bezogen, um seinem Geschäft größere Ausdehnung zu geben. -- Herr Jan Dryfhout, Gold- und Silberwarenfabrik in Pforzheim, läßt zur Zeit größere Gebäulichkeiten in der Zerrennerstraße errichten,

Berichte aus da sich die bisherigen Räumlichkeiten als zu klein erwiesen. -Die bekannte alte Fabrikationsfirma Chr. Frank in Pforzheim ging in andere Hände über und zwar auf die Herren Kaufmann Karl Bangert und Techniker Gustav Schäfer, beide in Pforz

Fachschulen. heim, die das Geschäft unter der Firma Christian Frank Nachf. weiterführen. - Infolge Eintritts von Frau Rosalia

Freie Vereinigung der Gold- und Silberschmiede zu Görlitz. Kreipl in die Firma Goldringe und Bijouterie - Erzeugung Petr Sitzung am 3. Januar 1903. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung, Martinowsky in Prag wurde solche zur offenen Handels

begrüßt die Kollegen und wünscht jedem recht dauerhafte Gegesellschaft. Vertretungsbefugt ist Herr Paul Kreipl. Die

sundheit und Freude im Beruf auch im neuen Jahre. Prokura des Herrn Franz Krystofek bleibt aufrecht. - Herr

Punkt 1 der Tagesordnung „Das Detaillieren der hiesigen Ludwig Albrecht, Juwelier in Regensburg, übergab sein Silberwarenfabrikanten“, mit denen der Vorsitzende persönlich seit 34 Jahren bestehendes Geschäft seinem Sohne Eugen

Rücksprache genommen, ruft längere Debatte hervor. Mit großer Albrecht. – Zu der in voriger Nummer gebrachten Geschäfts Freude wurde begrüßt, daß die beiden Silberwarenfabrikanten: nachricht der Firma Josef Reiners Erben in Wien ist zu be

Firma: Robert Altermann merken, daß der frühere Inhaber Josef Kaltenböck hieß und der

, Bruno Sachse jetzige Dr. Johann Benda, emeritierter Hof- und Gerichtsadvokat sich mündlich bezw. schriftlich bereit erklärten, nur an Wieder(ein Schwager des Herrn Kaltenböck), schon von jeher Kommittent

verkäufer ihre Fabrikate abzugeben, d. h. „das Detaillieren an des Hauses war. – Juwelier Karl Buehler hat das Gold- und die Privatkundschaft aufzugeben. Die Vereinigung wird Silberwaren-Geschäft von M. Seefelder in Würzburg, Schmalz

dementsprechende Plakate zum Aufhängen im Geschäftslokal markt 18, käuflich übernommen. – Die Firma J. & S. Ginsberg

liefern. Es würde uns aufrichtig freuen, wenn auch auswärtige in Berlin errichtete in Hanau eine Zweigniederlassung und ist

Kollegen dieses Entgegenkommen obiger Firmen durch recht den Kaufleuten Karl Ginsberg und Fritz Ginsberg zu Berlin belangreiche Aufträge unterstützten. Dem Vorsitzenden ist seitens Einzelprokura erteilt.

des Innungsausschusses wegen einer hiesigen größeren Firma · Neuetablierung. Herr Adolf Hofer, der seit Jahren in den Anfrage zugegangen, Auskunft zu erteilen: in welcher Höhe ersten Geschäften als Fasser tätig war, hat eigenes Juweliergeschäft

Handwerkskammerbeiträge von dieser Firma gezahlt werden. Aus in Pforzheim eröffnet.

den weiteren schriftlichen Verhandlungen ging hervor, daß es sich

bei dieser Frage lediglich um Ermittelung in der LehrlingsTodesfälle. Am 20. Dezember. noch kurz vor Weihnachten,

angelegenheit handelt. Es ist erfreulich, daß der Innungsausschuß verschied in Emmendingen (Baden) Herr Bijouteriefabrikant

bezw. die Handwerkskammer ein wachsames Auge über diese Carl Vorholz nach jahrelanger geistiger Umnachtung. Das Fabrikbetriebe und die Ausbildung der Lehrlinge in denselben Geschäft ging schon vor einigen Jahren an Herrn Maier über, der

verrät. dasselbe in umsichtiger Weise weiterbetreibt. – Hochbetagt starb Der Oberlausitzer Kunstgewerbeverein hat die Vereinigung in Pforzheim der allen dortigen Bijouteriefabrikanten wohl

eingeladen zur Feier und Eröffnung des neubegründeten Vereins. bekannte Bijouteriewerkzeughändler Heinrich Dietrich. - In

Drei Herren, welche das Fest besuchten, sprechen sich sehr Chemnitz starb der Juwelier Paul Franz Beyer.

anerkennend aus. Nach Verlesung verschiedener Schreiben und Die seltene Feier des hundertjährigen Bestehens konnte am Besprechung vorgekommener Uebelstände wird die Sitzung gegen 1. Januar das Hofjuwelier Wilhelm Bergmannsche Geschäft in 11 Uhr geschlossen. Die nächste findet am 7. Februar statt. Warmbrunn begehen, welches 1803 von dem Großvater des Willibald Finster, Vorsitzender. Hermann Scholze, Schriftführer. jetzigen Inhabers gegründet wurde. Ausgestattet mit den ge.

Kunstschule zu Berlin für Juweliere, Gold- und Silberschmiede schmackvollsten Erzeugnissen der Goldschmiede- und Steinschneide.

in der Städtischen Schule, Mohrenstr. 41. Seit der kurzen Zeit kunst, hat sich die Firma von Jahr zu Jahr durch ihre Leistungsfähigkeit einen klangvollen Namen weit über die Grenzen des

ihres Bestehens hat die Kunstschule recht erfreuliche Fortschritte

zu verzeichnen. An 200 Schüler besuchen die Anstalt, die gegenReiches hinaus geschaffen. Mitglieder unseres Kaiserhauses, sowie

wärtig für Lehrlinge 10 Zeichenklassen, 10 Modellierklassen und vieler Fürstenhäuser, hohe Staatsbeamte und viele, viele Personen

eine Ziselier- und Gravierklasse hat. Außerdem hat die Schule von Rang und Stand zählen bereits seit Jahrzehnten zu ständigen

einen Meister- und Gehilfenkursus mit einer Klasse für Fachzeichnen, Besuchern des Hauses, und es wird uns mitgeteilt, daß bereits die

einer Klasse für Modellieren und einer solchen für Gravieren, hochselige Königin Luise im Oktober 1803, gelegentlich ihres Aufenthaltes in Bad Warmbrunn, Waren vom Bergmannschen

· Ziselieren etc. Auch sind zwei Klassen für Fachwissenschaften Geschäft bezog. Das Herrn Bergmann verliehene Prädikat als Hof

vorhanden. lieferant war der Erfolg all seiner Bestrebungen, das einem Schmuck

Der Fortschritt in den Leistungen ist als recht vorzüglich kästchen gleichende Geschäft stets auf der Höhe der Zeit zu er.

zu bezeichnen und es kann am 1. April schon eine Ausstellung

von Schülerarbeiten stattfinden. Durch die Bündert und halten. Möge der bewährten Firma auch fernerhin diejenige

Lettré-Stiftung können an fleißige, strebsame Schüler GeldAnerkennung zu teil werden, die ihr in reichstem Maße gebührt.

und Medaillen - Preise verteilt werden. Mit allerhöchster GenehEine seltene Feier fand am Sylvester in der in den Fachkreisen migung seiner Majestät des Kaisers ist vom Leiter der Kunstschule, des In- und Auslandes wohlbekannten Silberwaren-Fabrik von dem Fachschuldirektor Schleusing, eine Medaille mit dem wohl

gelungenen Porträt des Kaisers modelliert worden, die in Bronze und Silber ausgeführt wird. Strebsame junge Leute, welche sich ain Sommersemester (Beginn am 1. April) beteiligen wollen, werden ersucht, sich bei dem Leiter der Anstalt baldigst zu melden, derselbe erteilt auch bereitwilligst jede gewünschte Auskunft.

Das Schulgeld ist gering. Unbemittelte erhalten freien Unterricht. Der Meisterkursus wird auch im Sommersemester weitergeführt. Indem durch den Besuch der Kunstschule sich jeder Besucher nötige Kenntnisse und Fertigkeiten aneignet, die ihm zu guten Stellungen verhelfen, so ist der Besuch der Anstalt nur wärmstens anzuraten. Die Herren Chefs werden gebeten. strebsame junge Leute darauf hinzuweisen.

sich die Erwartungen, die man dem Berichtsjahre entgegengebracht hatte erfüllt. Der Aufschwung, der durch die Beendigung des Südafrikanischen Krieges bestimmt in Aussicht genommen worden war, ist nicht eingetreten. Die englische Königskrönung hat wenig Nutzen, im Gegenteil, vielfach großen Schaden gebracht. Die Krönungsartikel liegen heute noch in großen Quantitäten bei Grossisten und Detaillisten und stehen vielfach zur Verfügung der hiesigen Exporteure, welche diese Waren heute fast als wertlos betrachten können. Aber auch viele andere politische Ereignisse wirkten im hohen Grade ungünstig auf das dortige Geschäft ein. Die Unruhen in den verschiedenen amerikanischen Staaten, die wirtschaftliche Depression in Deutschland, die Entwertung des Silbers mit ihrer besonderen Rückwirkung auf Indien, die ungeklärten Zustände in anderen Staaten, wie z. B. Spanien etc. haben den Export äußerst nachteilig beeinflußt.

Was vor allem die dortige Bijouterie-Branche anbelangt, so macht diese gegenwärtig geradezu eine Krisis durch. Die Verschleppung der Fabrikationsmethode und der verminderte Konsum aus den angegebenen Gründen haben namentlich für die Gürtlerei und die damit zusammenhängenden Gewerbe die bedauerlichsten Folgen gezeitigt; es fehlt in dieser Branche an entsprechenden Aufträgen. Einen Artikel, der in den letzten Jahren einzelnen Leuten geradezu Vermögen einbrachte, hat man sich durch Verschlechterung der Qualität fast ganz entreißen lassen. Es sind dies die Gürtelschnallen, welche gegenwärtig in Deutschland in bester Qualität und zu konkurrenzfähigen Preisen hergestellt werden. Broschen und ähnliche Bijouteriegegenstände werden heute überhaupt nur noch in minimalen Quantitäten erzeugt. Eine Ausnahme macht in diesen Artikeln der Emaille-Schmuck, welcher in verhältnismäßig großen Quantitäten aus dem Markte genommen wird und bürgerlichen Nutzen abwirft.

Zusammenhängend mit der Bijouterie ist auch das Geschäft in imitierten Edelsteinen ein sehr geringes gewesen. Die Spezialarbeiter in diesem Fache finden schon lange nicht mehr die genügende Beschäftigung.

Das Geschäft in Hohlperlen ist durch die hiesige Produktionsgenossenschaft, die durch ihre Organisation ein wirtschaftliches Problem gelöst hat, in großem Stile geregelt worden. Der Bedarf ist ein genügend großer und beschäftigt alle Arbeiter der Hohlperlenbranche im ganzen Gebirge. Der Gewinn des Kaufmannes in diesem Artikel ist jedoch ein ganz minimaler geworden, denn die festen Preise der Genossenschaft sind jedem Konsumenten genau bekannt. Die Erfolge der Produktivgenossenschaft in der Hohlglasperlenbranche haben auch zu einem Zusammenschluß der Rocaille-(Schmelzperlen-)Interessenten geführt. Es wurde in der letzten Woche eine Genossenschaft in dieser Branche gegründet, deren Prosperität erst abgewartet werden muß. Als ein Frfolg der heimischen Industrie muß es angesehen werden, daß es gelungen ist, die venetianischen Rocaille-Perlen in unserer Gegend in besseren ist die venetianischen R Farben wie in Venedig herzustellen, so daß auf diese Weise reichlicher Verdienst für eine Anzahl von Arbeitern geschaffen ist.

Das Geschäft in Bangles nach Ostindien stagniert hauptsächlich wegen der schon früher erwähnten Silberentwertung. Die vorliegenden, unbedeutenden Aufträge, ferner der durch den ganz abnormen, früh eingetretenen, rauhen Winter entstandene Wassermangel dürfte in einzelnen Orten des Gebirges einen förmlichen Notstand unter den Arbeitern hervorrufen.

Das ist ein wenig erfreulicher Bericht der dortigen Industrie und wir wollen nur hoffen, daß es ihr beschieden sein möge im nächsten Jahresbericht ein besseres Resultat verkünden zu können.

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Geschäftliche Mitteilungen. Trauring-Enger- und Weitertreibmaschine von Wilh. Schwahn in Hanau. Schon auf dem letzten Verbandstage in Dresden wurde dieses in der Branche viel Aufsehen erregendes Maschinchen

vorgeführt, das trotz seiner einfachen Konstruktion tadellos funktioniert und allgemein als eine wirklich praktische Neuheit anerkannt wurde. Es ist doch gewiß eine ange. nehme Sache, wenn man im Beisein des Kunden einen Trauring, beliebig stark, sofort auf die nötige Weite bringen kann, falls ja einmal diese oder jene Weite nicht vorrätig war. Man hat kein Aufschneiden des Ringes, um ihn zu erweitern, nötig, man braucht keine Einlagen in den Ring einzulöten, man braucht nicht mehr nachzuschleifen und polieren und so fort. Das ist ein Fortschritt, eine Bequemlichkeit für den Verkäufer, die namentlich dort, wo ein großes Trauringgeschäft gemacht wird, gar nicht hoch genug anzuschlagen ist, zumal jeder be

liebige Mann sofort mit dem Maschinchen die nötige Arbeit vornehmen kann, ohne Goldschmied zu sein.

In dem unserer heutigen Ausgabe beiliegenden Zirkular der Firma, das wir der eingehenden Beachtung empfehlen, finden unsere Leser die Beschreibung und Handhabung des Maschinchens, aus welcher sie alles weitere ersehen wollen. Bemerken möchten wir aber noch, daß die Fabrik bereit ist, das Maschinchen Vereinen und Innungen unserer Branche einzusenden, damit es an deren nächsten Versammlungsabend den Kollegen praktisch vorgeführt werden kann.

Deutsche Gold, und Silber-Scheide-Anstalt vorm. Roessler in Frankfurt a. M. versendet ihr neues Preisverzeichnis für Laboratoriums- und Industrie - Oefen, Laboratoriums - Apparate und Probier-Utensilien. Die Firma, welche in ihrem Artikel schon seit Jahren als erste Bezugsquelle gilt, hat auch auf ihren reichillustrierten Katalog 1903 besondere Sorgfalt verwendet. Aus dem Inhalte erwähnen wir Muffel- sowie Schmelzöfen für alle Gewerbe in den verschiedensten Konstruktionen und für jede Art Feuerung und Heizung, wobei selbst solche nach elektrischem Systeme nicht fehlen. Als besondere Spezialität empfiehlt diese Firma ihren ,,Prospektor“, einen kombinierten Schmelz-Muffelofen mit selbsttätigem Petroleumgebläse. Wie wir aus dem Prospekt ersehen, sind die Vorzüge dieser Neuheit gegenüber den bisherigen Systemen mannigfache, so daß sich das Studium dieses neuen Kataloges jedem Interessenten empfiehlt.

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Pz. Entschädigung bei kündigungsloser Entlassung. Welche Entschädigung für kündigungslose Entlassung erhält ein Gehilfe, der sich in Kost und Wohnung beim Arbeitgeber befindet, wenn er während der Kündigungsfrist im Krankenhause gewesen ist? Diese Frage ist jetzt vom Gewerbegericht in Ludwigsburg ent. schieden worden. In dem fraglichen Erkenntnis heißt es: Der Kläger war gegen Monatslohn und freie Station beim Beklagten angestellt. Am 7. März ist er ohne Kündigung entlassen worden. Am gleichen Tage wurde er aber auch in das Krankenhaus aufgenommen und blieb dort 16 Tage lang. Er forderte nun außer seinem Lohn auch 1 Mark 50 Pfg. pro Tag Unterhalt. Der letztere

Handel und Verkehrswesen. Für die Gablonzer Industrie war das abgelaufene Jahr eines der schlechtesten der letzten Perioden. In keiner Branche haben

Anspruch ist nicht begründet. Während der in Frage kommenden Ein schwerer Einbruch wurde in Kopenhagen in einem Zeit hat er Verpflegung im Krankenhause genossen, kann also eine Juwelierladen in der Frederiksberggade 2 ausgeführt. Den EinVergütung für Kost und Wohnung nicht beanspruchen. Dagegen brechern fielen Gold- und Silberwaren, sowie Diamanten im Werte kommt ihm der Lohn für diese Zeit zu, da er ihm ja auch während von insgesamt 10 000 Kronen in die Hände. Die Inhaberinnen des der Krankheit nach S 616 des Bürgerl. Gesetzbuches gezahlt werden Geschäfts, zwei Schwestern Ludvigsen, fanden am Morgen nach mußte, wenn er nicht ohne Kündigung grundlos entlassen worden wäre. dem Geschehnis fast alle Schränke an den Wänden, sowie die

Vitrinen auf dem Ladentisch nahezu vollständig ausgeräumt; ebenso Pz. Anrechnung anderweiten Verdienstes. Ein Gehilfe der

waren die Schaufensterschränke geleert. Die Diebe hatten alle grundlos sofort entlassen wird und selbst ein Geschäft etabliert, braucht sich auf seinen Gehalt, den er bis zum Ablauf der Kündigungs

Etuis zurückgelassen, um sich nicht unnötig zu beschweren. Ihre frist zu fordern hat, nicht anrechnen zu lassen, was er aus dem

Auswahl ließ, wie ,,Politiken“ meldet, auf Sachkenntnis schließen. eigenen Geschäft verdient, da er nach § 615 mit anrechnen lassen

Glücklicherweise waren die Inhaberinnen des Geschäfts zum vollen muß, was er aus anderen „Diensten“ erworben hat, nicht aber

Betrage bei zwei Gesellschaften gegen Einbruch versichert. aus den Gründung eines eigenen Geschäftes. Das folgt aus einer

Von einem Goldschmied, der sich in einem goldenen Sarge beReichsgerichtentsheidung vom 25. Januar 1900.

graben ließ, plaudert der Wiesbadener General-Anzeiger. Auch den

Namen des Sonderlings verrät die Zeitung: „Wherfdale“ nannte er Pz. Hängt das Zahlungsziel von der Höhe des Betrages ab? sich und gestorben ist er im Jahre 1831. Den ein Vermögen von Diese Frage ist von der Handelskammer zu Schweidnitz verneint nahezu 300 000 Mk. repräsentierenden Sarg soll er sich selbst geworden. Es wurde ein dreimonatliches Ziel bei Beträgen von unter arbeitet haben. Die Innenseite desselben war mit Purpursammet, 15 Mark verlangt. Nach dem Gutachten der Handelskammer ist

zu 10 Dollar das Meter, ausgeschlagen, während die Außenseite mit das Ziel zu gewähren, wenn es überhaupt an sich handelsüblich kostbaren Edelsteinen inkrustiert war. Ganz netter Stoff für einen ist, da das Ziel nichts mit der Höhe der zu kreditierenden Summe Märchenschreiber. zu tun habe.

Gebrauchsmuster-Eintragungen. 44 a. 189420. In Form einer Pz. Kann der Angestellte zu jeder beliebigen Zeit ein Zeugnis Laterne mit innerhalb angeordnetem Herz gestalteter Schmuck als verlangen? Ein Gehilfe war abgegangen, ohne sich ein Zeugnis Anhänger oder dgl. Fa. Victor Mayer, Pforzheim, 22. 8. 02. auszubedingen. Nach vier Wochen verlangte er noch nachträglich M. 13854. ein solches, und da es ihm verweigert wurde, klagte er. Die Klage 44a, 189651. Schieber zum Festklemmen an Doppelketten für wurde von dem Hamburger Gericht abgewiesen. Allerdings, heißt Armgehänge. Carl Geis, Offenbach a. M., Wilhelmstr. 21. 29. 11.02. es in dem betreffenden Urteil, habe er ein Zeugnis verlangen G. 10419. können, jedoch „beim Abgange“, daß ihm dieser Anspruch auch 44 a. 189816. Schmuck- und Kurzwaren mit zwischen steifen beliebig lange Zeit nach dem Abgange zustehe, davon könne Unterlagen und durchsichtigen Decken gehaltenen natürlichen keine Rede sein. Das würde zu unerträglichen Weitläufigkeiten Schmetterlingsflügeln oder Teilen derselben. Ernst Paltscho, und Belästigung der Arbeitgeber führen. Es sei deshalb daran fest Wien; Vertreter: Maximilian Mintz, Pat. - Anw., Berlin W. 64. zuhalten, daß ein Arbeitnehmer, welcher bei seinem Abgange kein 1. 12. 02. P. 7447. Zeugnis verlangt habe, nachträglich nicht mehr auf ein solches 44 a. 189923. Durch das Ohrläppchen zu befestigender, oben Anspruch erheben könne.

mit einer Klammer gehaltener Ohrschmuck. Frau Emma Felber,

Berlin, Bernburgerstr. 3. 21. 11. 02. F. 9326. Pz. Ist unrichtige Angabe des bisherigen Gehaltes ein Ent.

44a. 190029. Mit angebogener Klemmfeder zur Sicherung der lassungsgrund? Ein Goldschmied in einer preußischen Provinzialstadt stellte einen Gehilfen an, der bei seinem Engagement angab,

Taschenuhr versehene Sicherheitsnadel. Landmann & Enke,

Leipzig. 4. 12. 02. L. 10622. bisher einen bestimmten Lohn gehabt zu haben, der ihm aber nicht ausreichend sei. Er wolle sich verbessern. Der Goldschmied glaubte

44 a. 190042. Ring mit Aufsatzstück und überlappenden Ver

bindungsflächen. Fr. Krauth & Co., Pforzheim. 24. 6. 02. K. 16904. den Ausführungen und engagierte den Gehilfen mit einem etwas

44 a. 190 105. Amulett, bestehend aus einer Geldmünze, welche höheren Lohn. Die Leistungen waren sehr gering und standen zu

von einem beliebig gestalteten Rahmen aus beliebigem Material, dem Salair in keinem Verhältnis, weshalb bei dem früheren Prinzipal

mit und ohne Inschrift z. B. für Reklamezwecke versehen, umrecherchiert wurde. Es stellte sich heraus, daß der betreffende Ge

geben wird. Sigismund Lachs, Berlin, Zehdenickerstraße 13. hilfe in seiner früheren Stellung einen weit niedrigeren Lohn be.

3. 12. 02. L. 10618. zogen, als er angegeben hatte. Er wurde deshalb sofort entlassen

44 a. 190 161. Heeresabzeichen in Form einer Ordensdekoration, und klagte nunmehr auf Lohn und Zehrung. Das Gericht hat ihn

mit auf der Grundplatte angebrachter, einen Haken bildender jedoch kostenpflichtig abgewiesen und zwar mit der Motivierung,

Sicherheitsnadel. c. G. Ulrich Nachf., Hamburg. 2. 12. 02. daß bei einem Vertragsschluß die Festsetzung des Lohnes ein wesentliches Moment bildet, da man vom Lohn immer auf die

U. 1464. Leistungsfähigkeit zu schließen berechtigt sei. Auch sei anzunehmen,

Frage- und Antwortkasten. daß ein Angestellter, der in einer so wichtigen Sache falsche An

Für brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen. gaben mache, es auch im übrigen mit der Wahrheit nicht genau

Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detailleure werden in ihrem und Aller Interesse nehme. Es sei also keine Verläßlichkeit auf ihn und ein wichtiger

höflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den ausGrund zum Entlassen vorhanden.

giebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden und an deren Beantwortung sich zu beteiligen. Auch dieser Teil unseres Blattes ist dazu geschaffen, zur gegenseitigen Belehrung beizutragen.

Fragen:
Frage 419. Der Besteckfabrikant wird um Angabe seiner Adresse
gebeten, welcher sein Fabrikat mit einem, einem Steuerrad ähnlichen

Kreis mit daranhängender Tierfigur (scheinbar ähnlich dem goldenen
Vermischtes.
Vlies) zeichnet. Größte Eile ist nötig!

J. D. $. S. in H. Frage 420. Könnte mir jemand eine Adresse angeben, von welcher man billige, komplette Stöcke, deren Holzkrücken etc. eine Silbereinlage haben, beziehen kann. Die Stöcke werden im Handel schon mit 5 Mk. verkauft.

C. K. in E. In St. Johann wurde in der Nacht vom 26. zum 27. Dezember Frage 421. Wer fabriziert oder liefert mattgoldene Broschen, beim Juwelier Bümmler eingebrochen. Die allem Anschein nach bestehend aus Fuchskopf und Peitsche, der Kopf soll von der lokalkundigen Diebe drangen durch die Hintertür in den Laden Peitschenschnur umschlungen sein?

* Ed. K. in H. ein und stahlen dort Gold- und Silbersachen im Werte von Frage 427. Es werden Adressen von Schleifereien gesucht, ca. 5000 Mk. Alsdann erbrachen sie das Ladenpult und raubten welche Rohgranaten, Rubine und Saphire zu technischen Zwecken, aus demselben annähernd 400 Mk. in barem Gelde. Hierauf brachen für elektrische Apparate, Phonographen, Uhren etc. schleifen. sie die Ladentür mit Gewalt auf und verschwanden durch dieselbe.

J. K. C. in J. Man nimmt an, daß die Diebe sich abends ins Haus einschließen Frage 428. Gesucht wird die Adresse des Besteckfabrikanten, ließen. Der Hauptschaden ist auch hier durch Versicherung welcher als Stempel einen Adler mit darunter befindlicher 13 in gedeckt.

Umrahmung führt. Desgleichen wird gesucht die Firma, welche Ein Juwelendiebstahl von 80 000 Mark. Dem Engländer Lord

mit Sh. & C. stempelt und diejenige mit P. D. Die Stempel beCarnarvon wurde auf der Reise zwischen Paris und London ein

finden sich auf silbernen Bestecken.

F. H. M. Koffer mit Juwelen im Werte von 80000 Mk. entwendet. Derselbe

Frage 429. Ein Kollege wünscht die Adresse der Pariser

Perlenfirma zu erfahren, welche als Fabrikmarke einen Halbmond enthielt meist Ringe, Armbänder, Ohrringe und Diamantenkolliers.

mit Stern führt.

J. H. in K. Auch in Leipzig wurde bei einem Juwelier eingebrochen und Frage 430. Ist einem Kollegen eine Druckerei oder Handlung zwar in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember. Gestohlen wurden bekannt, welche Plakate für Goldwarenhandlungen, als solche mit für insgesamt ca. 2500 Mk. Waren.

bunten, gefälligen Schmuckarrangements, führt. J. H. in F. :

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Frage 431. Fabrikant gesucht, welcher imitierten alten Schmuck in Gold und Silber mit und ohne Steine fertigt. H. B. in E.

Frage 432. Welche Firma fabriziert Crayons, Taschenfeuerzeuge etc. in versilbert mit Stereoskop-Bildern (Ansichten von Städten, Badeorten etc.): Adresse umgehend erbeten.

H. B. in Sch. Frage 433. Wo erhält man die schweren, breiten silbernen Uhrketten, wie sie in Tyrol, Ungarn etc. getragen werden?

K. L. in Z. Frage 434. Woran liegt wohl der Fehler, wenn frisch ver goldete Sachen in kurzer Zeit ein schmutzig - braunes Ansehen bekommen.

2. W. L. in 0. Frage 435. Welcher Fabrikant oder Grossist liefert Brustknöpfe, Gold oder Silber vergoldet, im Sezessionsstil. Der eigent

liche Knopf soll nur ein Schnörkel im Jugendstil (Darmstädter Genre), also ohne Hintergrund oder gepreßt sein. G. H. in K.

Frage 436. In einer Stadt Norddeutschlands wurden zu Weihnachten in Zeitungen „Echt Deutsch - Ost- Afrikanische Granaten" empfohlen. Bei welchem Steinhändler sind diese erhältlich, oder sind diese Steine überhaupt noch nicht im Handel und wie hoch ist deren Wert?

Ein Abonnent.
Antworten.
Antwort auf die Fragen 423 bis 426 finden die Fragesteller
in der Rubrik ,,Für die Werkstatt“ in der heutigen Nummer.

Antwort auf Frage 425, betr. Blaumachen kleiner Gegenstände aus Eisen, Stahl etc. teilt uns ein Abonnent mit, daß Herr Albert Gutbrod in Feudenheim bei Mannheim ein gutes Verfahren hierzu besitzt, und daß derselbe zu weiteren Mitteilungen gern bereit ist.

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(Viersilbig.)
Das Ganze bist du selbst gar oft,
Muft in den „Ersten“ weilen
Und hast wohl jederzeit erhofft,
Daß andre zu dir eilen.

Im Schutz der letzten Silben ruht
Das Vieh und die Gesetze,
Auch unser Hab und unser Gut,
Dak niemand sie verletze.
Bist du auch selbst das ganze Wort
Du kannst es doch nicht leiden,
Du bist recht froh, ging einer fort,
Und sahst ihn gerne scheiden.

Füllst du die Felder richtig aus,
So bringst du folgendes heraus:
Die Zeile zwei, ob du sie wagrecht liest,
Ob senkrecht auch, dasselbe Wort doch ist.
Die fünfte bringt ein ander Wort daher,
Doch lautet's gleich, nimmst lang du's oder quer.
Wenn du die Zeilen nun von oben liest,
Dem Schmied die erste unentbehrlich ist.
Kunstarbeit zeigt die zweite dir bestimmt,
Die dritte für „gebräuchlich“ man oft nimmt.
’nen großen Vogel nennt die vierte dir
Und ein Metall die fünfte, glaub es mir.
Die sechste ist, vom Schuldner oft ersehnt,
Dem Anschein nach von der Musik entlehnt. M. P.

Silberkurs:

Burgstädt. Uhrmacher Arthur Louis Haustein. Eröffn.

30. 12. 02. Verw.: Rechtsanwalt Böhringer. Anmeldefrist 24. 1. 03. Der Durchschnittswert des feinen Silbers war an der Ham

Prüfungstermin 6. 2. 03. burger Börse M. 66.14 per Kilo.

Chrudim (Böhmen). Uhrmacher Anton Hasa. Eröffnung 15. 12.02. Danach berechnen die vereinigten Silberwarenfabriken

Kommissar Anton Stara. Anmeldefrist 4. 2. 03. für 0,800 Silber M. 59.- per Kilo, gültig vom 10. bis 20. Jan. 1903.

Die Diamantenfirma Bessinger & Fils und die Pelzwaren

firma S. Katz in Paris haben mit bisher unermittelten Passiven Konkurse und Insolvenzen..

ihre Zahlungen eingestellt. Mitgeteilt durch den Kreditoren-Verein Pforzheim.

Dortmund. Uhrmacher Waldemar Stratenhoff zu HomApenrade. Goldschmied Johannes Christian Schulz. Er

bruch. Eröffnung 5. 1. 03. Verwalter Bücherrevisor E. Kirchberg, öffnung 2. 1. 03. Verwalter Heinrich Hoek. Anmeldefrist 21. 2. Dortmund. Anmeldefrist 1. 3. Prüfungstermin 11. 3. Prüfungstermin 3. 3.

Leipzig. Goldarbeiter Gabriel Dominik Franz Robert Berlin. Uhrmacher Heinrich Barth, Berlin SW., Friedrichstr.54. Kuppermann. Eröffnung 10. 1. 03. Verwalter Kaufmann Johs. Eröffnung 31. 12. 02. Verwalter: Kaufmann Dielitz, Berlin, Klop- Müller, König Johannstraße 22. Anmeldefrist 16. 2. 03. Prüfungsstockstr. 63, Hof II. Anmeldefrist 2. 3. Prüfungstermin 18. 3. termin 3. 3. 03.

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