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Aus meiner Lehr- und Gehilfenzeit.

(Fortsetzung aus No. 5.) Um 2 Uhr nachmittags langte ich in Stuttgart an. Mein erster Bergen herumzukraxeln. Es gelang mir, auch einige der jüngeren Gang galt dem Aufsuchen einer Wohnung und ich fand auch bald Kollegen dafür zu gewinnen, wenigstens am Sonntag schon früh etwas mir Zusagendes bei einer netten Familie, deren Oberhaupt eine Tour zu unternehmen, und bald kannte ich die ganze UmBuchhalter war. Dann ging ich zu meinem neuen Chef, um mich gebung drei Meilen in Umkreise. Am liebsten ging ich auf den zu melden.

Hasenberg, um von dort das wunderschöne Panorama zu geEs ist eine bekannte Tatsache, daß die Fabrik herren gegen nießen. junge Leute, die in einem Privatgeschäft gelernt haben, viele Vor Ich lernte jetzt auch das gemütliche Leben der Schwaben urteile haben; die Berechtigung hierzu mag in Erfahrungen zu kennen. Von den verheirateten Kollegen wurde ich eingeladen, suchen sein. So wurde ich denn, der ich in meiner feinsten Kluft, sie zu besuchen und bei zweien verkehrte ich oft. Der eine mit dem Seidenhut in der Hand, innerlich vor Aufregung zitternd wohnte in Bothrang, ungefähr eine gute halbe Stunde von Stutteintrat, nicht gerade mit freundlichen Augen angesehen. Der an- gart, der andere in Stuttgart. Mit dem letzteren wurde ich sogar wesende Chef erkundigte sich zwar, ob ich schon Wohnung habe. gut Freund, und er wurde auch nachher die Veranlassung zu Als ich ihm sagte, was ich dafür zahle, wiegte er bedenklich sein meiner Reise nach Amerika. massives Haupt und sagte mit einer Löwenstimme: da werden Sie In der Fabrik ging es sehr streng zu, Singen und lautes bald eine billigere nehmen müssen. Nun, ich behielt die Wohnung Sprechen war verboten. Als ein Kollege einst beim Arbeiten dreiviertel Jahr hindurch.

ein wenig pfiff, wurde er ins Kontor gerufen und ihm vorAm nächsten Tage trat ich an; der Kabinettmeister zeigte mir gehalten, dass das nicht ginge. Mir fiel es anfangs auch schwer, den Platz an einem fünfsitzigen Werkbrett, legte mir ein Muster so ruhig dahinarbeiten zu müssen, denn, wenn ich in meiner hin, es waren Käfer-Brochen zu machen, die ein großes Haus nach Lehre oder auch in Stettin so recht fleissig arbeitete, so sang der Schweiz exportierte. Der Leib aus Amethysten, die Flügel mit und pfiff ich dazu und dann schmeckte und fleckte die Arbeit Perlen besetzt, wurden diese Käfer aus Silber, kräftig gehalten, an- noch einmal so gut, und so halte ich es noch heute. Sonst war gefertigt. Ich vertiefte mich in meine Arbeit, sie kam mir sehr leicht der Chef gegen seine Arbeiter human und zahlte auch anständige vor und in einigen Tagen lieferte ich sie ab. Hin und wieder trat Löhne. Er beschäftigte zu meiner Zeit 15 Arbeiter, doch soll der Kabinettmeister an mich heran, um sich den Fortschritt der früher die doppelte Anzahl dort tätig gewesen sein. Die Fabrik Arbeit anzusehen, sagte aber nichts; auch als ich sie abgab, hörte ging bergab und eines Tages wurde uns mitgeteilt, dass dieselbe ich weder Lob noch Tadel. Ich glaubte aber doch meine Sache verkauft sei. Ein am gleichen Platze ansässiger Fabrikant, der gut und schnell genug „geschafft“ zu haben. Denn während die hauptsächlich für Export arbeitete, verlegte sein Geschäft in diese anderen Arbeiter an meinem Werktisch die Fassungen zu den Ame- Räume. Uns wurde bedeutet, dass in 14 Tagen Schluss sei, es thsysten nach dem Löten erst noch auf den Riegel nahmen, um auch nicht gewiss sei, ob wir alle von dem neuen Chef wieder sie für die Steine passend zu machen, was mit dem nachherigen angestellt würden. Ausfeilen der mit dem Hammer hineingekommenen Beulen eine Das war eine schlimme Nachricht. Wie ich bald darauf geraume Zeit fortnahm, bog ich die Fassungen gleich richtig, so daß meinen alten Chef traf, sagte er mir, ich könne ohne Sorge sein, sie nach dem Löten gleich für die Steine paßten. Ich bekam dann mich würde die neue Firma bestimmt aufnehmen. Als dann die Amethystkreuze zu machen, was mir auch nicht schwer fiel. Fabrik geschlossen wurde, um erst nach 14 Tagen wieder eröffnet

Als ich nach 14 Tagen zur Festsetzung des Lohnes in das zu werden, lud mich ein Kollege, ein Gmünder ein, die 14 Tage Kontor gerufen wurde, sagte der Chef, er freue sich, mir gleich bei seiner Mutter in Gmünd mit ihm zusammen zu verleben. einen guten Lohn bewilligen zu können. Ich solle nur so fortfahren Freudig nahm ich das Anerbieten an. und nicht im Fleiße nachlassen. Wer war froher als ich.

Nazi war einer jener Menschen, die über alles lachen, alles Mittlerweile war ich auch mit den Kollegen, namentlich mit spasshaft finden und selbst beim Fluchen das Lachen nicht vereinem Brettgenossen, bekannt geworden. Hatte ich auch in den beissen können. Ich fand freundliche Aufnahme bei seiner Mutter ersten Tagen geglaubt, sie sprechen französisch, da ich ihr unver- und Schwester. Wir unternahmen täglich Ausflüge in die Umfälschtes schwäbisch vicht verstehen konnte, so gewöhnte sich doch gegend, so nach dem Staufen, besuchten viele Fabriken, da Nazi, mein Ohr bald daran, und ich konnte mich bald mit ihnen unter- als Sohn eines Gmünder Fabrikanten (der verstorbene Vater halten. Wie sie mir später erzählten, hatten sie sich von den hatte die blan und schwarz emaillierten Buckeln für Ohrringe ,,Schnapspreußen“ eine ganz andere Vorstellung gemacht, und waren fabriziert), sehr bekannt war. Ich tat damals auch den ersten nun zu meinem Vorteil enttäuscht. Das hinderte sie aber doch Einblick in die Hausindustrie. In einem kleinen Häuschen sassen nicht, mir einen niederträchtigen Schabernack zu spielen. Als ich Vater, Mutter und Kinder um den Werktisch und fabrizierten am zweiten Tage zu Tisch kam, machten mich die Tischgenossen silberne Uhrschlüssel. unter Lachen auf meine Stirn aufmerksam. Ich sah in den Spiegel, Die Zeit verging sehr schnell und es hiess bald wieder und nun mußte ich auch lachen über den Anblick der Dekoration zurück nach Stuttgart. Eines kann ich nicht vergessen und jedesmeines Kopfes; hatte diese Schwefelbande meinen Zylinderhut, denn mal, wenn ich daran denke, muss ich unwillkürlich schmunzeln. ohne diesen ging es bei mir bis jetzt nicht, innen mit Holzkohle Nazis gute Mutter suchte natürlich ihres Sohnes und auch meine eingerieben und so verzierte meine Stirn ein regelrechter schwarzer Lieblingsspeisen zu kochen, jedoch hatte sie mich nie gefragt, Streifen. Schleunigst kaufte ich mir nun einen Filzhut, denn ich ob ich Gemüse gerne esse. Wie ich schon erwähnte, bin ich fürchtete, wenn ich meine Angströhre nicht ablegte, auch noch das kein Freund von Gemüse. So war ich denn auch nicht gerade Eintreiben oder dergl. derselben.

angenehm überrascht, als eines Tages, wir waren gerade vom Ich erfuhr denn auch, dass das Chörchen schon recht schöne Spaziergang nach Hause gekommen, bei unserem Eintreten die Kehretswürmer für mich zurecht gemacht hatten und erlebte es gute Frau sagt: „Aber heute gibt's eppes Schönes, i hab so später, dass sie einem andern jungen Mann, der das erste Mal schöne Kohlrabi gemacht“. Na, was war dazu machen! Mit in eine Fabrik kam, ein halbes Schock dieser, aus einem Stück einem Male hören wir aus der Küche einen Schrei. Die Tochter Kork und Bindedraht hergestellten Würmer auf seinen Platz hin- kommt hereingestürzt: „Das Häfele ist grad entzwei gangen und stellten, da ihm ein Stück angeschmolzen war.

die Kohlrabi liegen im Feuer". Na, nun hab ich doch keine Es gefiel mir sehr gut in Stuttgart. Ich bin ein grosser Kohlrabi essen brauchen. Naturfreund und es war eine Lust für mich, allmorgens früh, Nazi wurde gleich mir auch wieder in Stuttgart eingestellt bevor ich in die Fabrik ging, auf den die Stadt umschliessenden und so fuhren wir beide wieder dieser schönen Stadt zu. Ein

viel Bier getrverkbrett lagen...det, dass man sich am gemein

Send einer Stelle traf" und dann zogen wir gemie.

Fleiss wird die Preise

Gang und und Trinken

ganz anderes Leben begann jetzt in der Fabrik. Gesungen, Eines schönen Ausfluges, den ich dort zu meiner Zeit machte, gepfiffen — tüchtig Bier wurde getrunken. „Blauer Montag erinnere ich mich recht gern. Es war am Sonnabend Vormittag gehörte, wenn auch nicht für den ganzen Tag, so doch für den vor Pfingsten, als einer der jüngeren Kollegen an mich heranNachmittag zur Tagesordnung. Denn des Vormittags wurde so trat und fragte, ob ich geneigt wäre, mit ihm einen auf drei Tage viel Bier getrunken, dass manchmal gegen 30 leere Flaschen berechneten Ausflug nach Burg Hohenzollern zu machen. Natür

lich stimmte ich zu. Wir fanden noch einen dritten jüngeren Gewöhnlich wurde verabredet, dass man sich am Nach- Kollegen, der bereit war mitzukommen, ließen uns unseren Lohn mittage an irgend einer Stelle traf und dann zogen wir gemein- auszahlen, machten zu Hause sorgfältig Toilette und reisten nachsam nach einem ausserhalb gelegenen Orte, um bei einem Glase mittags ab. Gegen Abend kamen wir nach Tübingen, übernachteten Bier oder Wein weise Reden zu halten oder auch, was mir lieber dort und fuhren im Morgengrauen nach Hechingen. Es war war, Kegel zu schieben. Denn bei der Hin- und Herrederei draussen dunstig; plötzlich aber brach die Sonne durch und, kommt nichts heraus — das wusste ich schon damals. Da fast wie auf Wolken thronend, wurde die Burg Hohenzollern sichtbar. nur auf Stück gearbeitet wurde, konnte man das Versäumte durch Der Zug war stark besetzt und alles drängte an die Fenster, um Fleiss wieder einholen. Leider versuchte die Firma bei dieser das herrliche Schauspiel zu genießen. Eine Biegung der Bahn, Stückarbeit die Preise zu drücken, wo sie nur konnte; das sollte noch eine ganz kurze Strecke und der Zus hielt. auch ich bald erfahren.

Wir stiegen aus, gingen in eine Wirtschaft, um uns zu dem Es wurde fast nur für den Exporteur Schulze gearbeitet, bevorstehenden Aufstieg zu stärken. Und dann begann der herrund soviel ich weiss, ging alles nach Chile und Peru. Hin und liche Aufstieg bei prachtvollem Pfingstwetter. In Schlangenlinien wieder wurden auch für den früheren Inhaber der Fabrik Waren ging der Weg den Berg hinauf. hergestellt, da dieser jetzt ein Engrosgeschäft betrieb. Und Einer unserer Kollegen konnte die Sorge nicht los werden, so wurden einmal 12 Paar Chemisetteknöpfe bestellt und mir dass die vielen Menschen, die im Wagen auf die Burg fuhren die Knöpfe in Arbeit gegeben, mit dem Bedeuten, dass ich pro und demzufolge natürlich auch früher oben anlangten, uns oben, Paar 1,20 M. erhielte. Ich stellte die Knöpfe schnell fertig, im Restaurant, alles wegessen und wegtrinken würden. Aus so dass ich die Stunde auf 80 Pf. kam. Wie es nachher zum diesem Grunde stiegen wir den geradesten, aber sehr beschwerAuszahlen kam, wollten sie mir nur 80 Pf. pro Paar geben. Ich lichen Weg hinauf und kamen an den Eingang der Burg, passierten erhob aber solchen Widerspruch, dass sie mir doch den verein- einen langen unterirdischen Gang und standen dann auf dem barten Preis zahlten.

Hofe. Erst liessen wir uns Essen und Trinken schmecken, Schulze selbst war kein Drücker. Ich besinne mich, dass besuchten dann das Innere der Burg, um schließlich die letzten einmal einige hundert silberne Damen-Chatelaines bestellt waren übrigen Stunden im Anschauen des herrlichen Panoramas zu verund der grösste Teil der Arbeiter daran schaffte. Es wurde bringen. Ein Turnverein war mit Musik eingerückt und als er pro Stück 3,50 M. bezahlt. Nun sollten diese Chatelaines zu wieder abzog, schlossen wir uns an und erreichten lustig und einem bestimmten Termin fertig werden, es war aber nicht mög- guter Dinge Hechingen. Hier bestiegen wir wieder das Dampflich, sie so schnell fertig zu stellen. Da kam Schulze selbst in ross und fuhren nach Entingen, wo wir übernachten wollten. die Fabrikräume und sagte, wenn die Chatelaines bis zu dem Wir hatten jedoch nicht gewußt, dass dort Kriegervereinsfest bestimmten Termin fertig werden, zahle er für jedes Stück eine Mark gefeiert wurde, und mußten schließlich zufrieden sein, als wir aus seiner Tasche zu. Jetzt wurde Tag und Nacht gearbeitet, nach langem Suchen ein Bett bekamen, in dem wir alle drei und sie wurden fertig.

schlafen sollten. Dabei gab es natürlich mannigfache Scherze, Ich könnte noch vieles erzählen. Aber von meinen da- aber bald schliefen wir, trotz des engen Lagers, ein, da wir von maligen Mitarbeitern arbeiten noch viele in Stuttgart, wenn auch unserer Tour doch einigermaßen ermüdet waren. Mit den ersten in anderen Geschäften. Der eine derselben, der mit mir an Sonnenstrahlen aber waren wir wieder auf den Beinen und dann einem Werkbrett sass, ein Herr K., heiratete eine reiche Witwe begann eine herrliche, dabei bequeme Wanderung durch den und hat heute eine Fabrik am dortigen Platze, mein mir stets Schwarzwald, die am Nachmittage in Teinach endete. geneigter Kabinettmeister, Herr Z., ein sehr sparsamer Herr, der Allen jungen Leuten, insbesondere aber meinen jungen in dem Anfang der siebziger Jahre beim Hochgang der Geschäfte Kollegen, die Tag um Tag am Werkbrette sitzen, kann ich immer ein Haus kaufte und nachher daran laborierte, hat sich ebenfalls und immer wieder nur empfehlen, an ihren freien Tagen und durch eine reiche Heirat herausgeholfen, ist heute dick und fett Stunden Wanderungen in die herrliche Natur zu unternehmen. geworden und betreibt ein Pfandleihgeschäft. Ihn habe ich auch Wie anregend, wie erquickend solche Partien sind, das wird bald im vorigen Jahre besucht. Auch meiner alten Werkstatt widmete jeder empfinden und auch jeder schnell gewahr werden, wie ich einen Besuch und sehr viele der alten Kollegen, jetzt nun wenig zuträglich die Kneiperei in den dumpfen Gaststuben ihm auch „alte Herren“ geworden, arbeiten noch dort.

für seine Gesundheit bis jetzt gewesen ist. Es mutet einen wunderbar an, wenn man nach 20 Jahren,

Hinaus, hinaus in Gottes schöne Welt, in welcher Zeit man selbst viel in der Welt herumgekommen ist

Mit frischem Mut am leichten Wanderstabe. und es schließlich zum eigenen Geschäft gebracht hat, wenn man Schön ist die Welt überall, im Süden wie Norden, im Osten nun wieder an die einstige Arbeitsstätte kommt und viele frühere wie im Westen. Von meinen Erlebnissen als Gehilfe im „freien Kollegen noch in derselben Tretmühle wiederfindet. Aber gefreut Amerika“ will ich später erzählen. Für heute grüße ich meine hat man sich doch, und ich glaube, auf beiden Seiten.

Kollegen herzlichst mit einen kräftigen ,,Heil Borax“.

wir huller Bur herrlichen gerückt Justig

die letzten

Eingesandt.

daß die meisten dieser Maße ihren eigentlichen Zweck dadurch

vollständig verfehlten. Das zukünftige einheitliche Ringmaß betreffend, möchte ich Ringstöcke können nur dann genau untereinander über mir erlauben, zu bemerken, daß das Maß nach Millimeter innerem einstimmen, wenn die Striche in gleichmäßigen Abständen Umfang bei mehreren Firmen der Goldwarenbranche schon seit eingedreht sind, und nur dadurch sind Differenzen inbezug auf einer langen Reihe von Jahren eingeführt ist; es wurde aber bei Weiten vollständig ausgeschlossen; ferner dürfen die Ringstöcke Herstellung dieser Maße meistenteils auf die Genauigkeit der Ausaus nicht zu dünnem Metall hergestellt und müssen auf einem führung viel zu wenig Wert gelegt, sondern von vielen Seiten Holzstock befestigt sein, damit bei jahrelangem Gebrauch ein Vermehr auf die Billigkeit gesehen, und war die natürliche Folge, beulen oder Unrundwerden derselben auch wirklich unmöglich ist.

n

------=== Was nun die Maßringe anbetrifft, so dürfen dieselben keines eintragen lassen. – Die früheren Granitsägewerke in Röthenbach wegs innen gewölbt - trotzdem die Maße bei derartiger Be- (Württemberg) wurden von den Herren Eugen Landeck und schaffenheit sich bequemer auf den Finger stecken lassen - son- Paul Seifer aus Wangen angekauft, um eine Metallwarenfabrik dern müssen unbedingt innen flach sein, also genau so wie zu errichten. – Her Krayonsfabrikant Chr. Seybold in Pforzder weitaus größte Teil der im Handel befindlichen goldenen Ringe. heim hat seinen langjährigen Mitarbeitern, seinem Sohn, dem Um vermittelst der Ringmaße genaues Maß der Finger festzustellen, Techniker Karl Gustav Seybold und dem Kaufmann Karl müßten eigentlich zwei derartige Maße in verschiedenen Breiten Schröter, Einzelprokura erteilt. -- Der bisherige Teilhaber der benutzt werden, und zwar für schmale Ringe (Phantasie) ein Firma Heckner & Feiler in Pforzheim, Spezialität Ringe und ca. 3 mm breites, während für breitere Ringe (Band) ein ca. 6 mm Knöpfe in Gold, Herr Karl Feiler, ist am 1. Juni aus der Firma breites, weil zwischen 3 und 6 mm Breite bei ein und derselben ausgeschieden. - Herr Hermann Bauer in Gmünd, der Gründer Weite sich eine natürliche kleine Weitedifferenz (am Finger ge und bisherige Inhaber der gleichnamigen Firma, ist nach 35 jähriger messen) ergibt, die unvermeidlich ist.

Tätigkeit unterm 15. d. Mts. aus dem Geschäft ausgetreten und hat Das bei den Ringmaßen die Möglichkeit vorhanden sein soll, dasselbe seinen beiden Söhnen, Herrn Carl und Emil Bauer und die einzelnen Ringe leicht herauszunehmen, halte ich aus dem ein seinem Schwiegersohne, Herrn Carl Weingärtner übergeben. Das fachen Grunde für nicht gut, weil die abgenommenen Ringe sehr Fabrikationsgeschäft (Bijouterie- und Silberwaren) wird unter der häufig verloren gehen dürften. Bei genau übereinstimmenden und bisherigen Firma in unveränderter Weise weitergeführt. Herrn mit deutlichen Zahlen versehenen Ringmaßen wird das Abnehmen Hermann Bauer, welcher durch rastlose Tätigkeit und eisernen eines einzelnen Ringes nie erforderlich sein.

Fleiß das Geschäft zu seiner jetzigen Blüte emporgebracht hat und Die Einteilung des einheitlichen Ringmaßes nach Millimeter sich sowohl um das Kunstgewerbemuseum als auch um die Hebung innerem Umfang ist entschieden das Genaueste und Richtigste, der hiesigen Edelmetallindustrie große Verdienste erworben hat, vorausgesetzt, daß die einzelnen Maße in der hier angeführten wünschen wir einen recht langen und ungetrübten Lebensabend. Weise genau und gleichmäßig beschaffen sind; letzteres ist

Neuetablierungen. Die Herren Techniker Bertsch u. Kaufmann nur dann durchzuführen, wenn jeder Käufer eines neuen Maßes Gerwig in Pforzheim begründen ein eigenes Geschäft. - Herr sich vorher selbst davon überzeugt, ob das Maß wirklich genau Otto Wank müller begründet am 1. Juli eine eigene Silberwaren. gearbeitet ist, und nichtstimmende Maße im allgemeinen Inter

fabrik. - Herr Theodor Krenkel in Pforzheim hat eine Steinesse unter allen Umständen zurückweist.

handlung eröffnet. Langjährige Kenntnisse der Bijouteriebranche Es dürfte vielleicht noch besser sein, wenn der Verband

stehen demselben zur Seite. – Herr Joh. Schimpf, langjähriger Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede für das von ihm Mitarbeiter im Exporthause Joseph Kuhn in Pforzheim, begründet besonders empfohlene Fabrikat von Maßen die volle Garantie in. am 1. Juli ein eigenes Geschäft. — Unter der Firma Otto Trottner, bezug auf die genaueste Beschaffenheit der einzelnen

Gesellschaft mit beschränkter Haftung, wurde im Handelsregister Maße auf irgend eine Art übernimmt, da nur auf diese Weise zu Pforzheim eine Firma eingetragen, die sich der Erzeugung von das längst ersehnte Ziel dieser vielbesprochenen Angelegenheit

Spezialwerkzeugen und Maschinen der Bijouterie-, Silber- und endlich zur allgemeinen Zufriedenheit sicher erreicht werden wird.

Metallwarenbranche und dem Vertrieb derartiger selbsterzeugter und fremder Werkzeuge und Maschinen widmet.

Auszeichnung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Baden Personalien und Geschäftsnachrichten.

hat den Herren Hans und Wilhelm Müller, Juweliere in Weimar, Geschäftsnachrichten. Herr Nonnenmann, früher in Firma

den Titel „Hofjuweliere“ verliehen. Nonnenmann & Fink, tritt als Techniker in die Firma Juls. Salé in

Berichtigung. In voriger Nummer unserer Zeitung befand sich Pforzheim ein. – Die Bijouteriefabrik von Rudolf Rein & Cie.,

unter den Personal- und Geschäftsnachrichten folgende Notitz: Gablonz, mit Zweigniederlassung in Berlin, hat in London,

„Herr Hermann Kröner ist aus der Firma G. H. Kröner, 21 Castle Street, Felcon Square ein eigenes Haus errichtet. - Die

Bijouteriefabrik für Export in Pforzheim, ausgetreten.“ Diese Bijouteriefabrikationsfirma Albert Stief, die erst vor kurzem das

Notiz beruht auf einem Irrtum, indem Herr Hermann Kröner in alte Gebäude der Uhrkettenfabrik Kollmar & Jourdan bezog, sieht

diesem Geschäft weder als Teilhaber noch als Angestellter jemals sich infolge Hausverkaufs genötigt, neue Räume zu schaffen und

tätig war und Herr G. H. Kröner bis zum Eintritt seines Schwiegerhat zu diesem Zweck ein größeres Anwesen in der Durlacher Straße sohnes, des Herrn Carl Arnold, Techniker, der alleinige Inhaber erworben. Die bekannte Doubleringfabrik Julius Wimmer der Firma war. wird seit dem Ableben des Herrn Wimmer von dessen Witwe Handelsminister Exzellenz Möller nebst Gefolge nahm am weiter betrieben. Herr Bissinger, der langjährige kaufmännische 10. Juni Veranlassung, unter anderen Fabriketablissements des Mitarbeiter, ist Geschäftsführer dieser Firma. - Die Aktiengesell. Elisabethhofes in Berlin auch die Berliner Metall. und Alfe. schaft für kunstgewerbliche Metallwarenfabrikation „Orivit“ vorm. nidewarenfabrik von Karl Krall (Inh: Carl Krall und Louis Rhein. Bronzegießerei Ferd. Hub. Schmitz in Köln-Ehrenfeld hat Thomas) zu besichtigen, und zeigte ein lebhaftes Interesse für die die Erhöhung des Grundkapitals vorgenommen. Solches beträgt Herstellung deren Fabrikate, sowie für die Art und Weise ihres jetzt Mk. 1 200 000,- - Die Bijouteriefabrikationsfirma Haber: Vertriebes im In- und Auslande, wie auch für den Bezug der Rohstroh & Wenz in Pforzheim wurde handelsgerichtlich einge- materialien. Die Herren ließen sich durch alle Räume und Werktragen. Inhaber sind: Techniker Emil Haberstroh und Kaufmann stätten führen und verliefen nach etwa 3/4 stündigem Aufenthalt, Friedrich Wenz. -- Die Firma J. Beck in Gmünd, Fabrik silberner sehr befriedigt von dem, was sie gesehen, die Fabrik. Ketten und kleiner Silberwaren, ist infolge Beitritts eines Teil Patent - Anmeldung. 44 a. S. 16 779. Befestigungsvorrichtung habers und Aenderung des Wortlautes erloschen. Das Geschäft

für Broschen u. dergl. mit gegeneinander gerichteten Nadeln, von wird fernerhin unter der Firma A. Rauscher & Cie. (A. Rauscher

denen die eine gegen Federspannung in ihrer Längsrichtung verund J. Beck) weiter betrieben. Die Firma wurde unterm 10. v. Mts. schiebbar ist. Hubert Seifarth und August Zappe, Haspe handelsgerichtlich eingetragen. –

Sulz
Die in Sulz a. N. befindliche

. N. befindliche i. W. 5. 8. 02.
Filiale der Pforzheimer Ringfabrik ist auf die neue Firma
Keppler & Co., Goldwarenfabrik daselbst übergegangen. Inhaber

Büchertisch. sind: Fabrikant Jäger in Pforzheim und Fabrikant Keppler in Sulz. - In die Firma Eduard Lohf, Bijouterie und Ketten en gros in

Dokumente des modernen Kunstgewerbes. Serie B. Heft 2. Stuttgart, trat am 1. Juni der Neffe und langjährige Mitarbeiter

Herausgegeben von Dr. H. Pudor, Berlin. Die Serie B dieser des jetzigen Inhabers, Herr Herman Lohl, als Teilhaber ein.

stattlichen Publikation behandelt das Feinmetallkunstgewerbe. Wir An Stelle der ausgeschiedenen Witwe Rosalie Aron geb. Albu ist

haben auf das 1. Heft derselben schon aufmerksam gemacht (siehe der Kaufmann Hans Aron als persönlich haftender Gesellschafter

No. 5 der Goldschmiede-Zeitung) und können heute bei Betrachin die Firma D. Aron, Goldwarengeschäft in Königsberg i. Pr.,

tung des vorliegenden 2. Heftes unsere damaligen Ausführungen mit Zweigniederlassung in Danzig, Dominikanerswall 6, eingetreten.

nur bestätigen. Dem Entgegenkommen des Herausgebers verdanken - Die Bijouteriefabrikationsfirma J. M. Volz in Pforzheim ist

wir es, die silbernen Tafelleuchter und die Jardinière von Gabr. im dortigen Handelsregister gelöscht worden. Bekanntlich sind

Hermeling (J. Kleefisch) in Köln dieser Nummer beifügen und deren Gebäulichkeiten von Herrn Bacherer in Firma Hansch damit ein Beispiel aus dem reichen Illustrationsmaterial der käuflich übergegangen. - Herr Philipp Trunk in Pforzheim „Dokumente“ geben zu können. Das vorliegende Heft enthält hat seine Meterkettenfabrik nach dem Neubau der Maschinenfabrik

Metallarbeiten von A. Reimann - Berlin, Schmuckabbildungen nach Ungerer verlegt. – Herr Kettenfabrikant A. Kümmerle verlegte

Lalique und Wolfers, hervorragende Beleuchtungskörper, moderne sein Geschäft nach seinem eigenen Hause, Rosenstr. 9 in Pforzheim.

Metallbettstellen u. a. m., sowie einen reichhaltigen, zum Teil - Infolge Verkaufs seines Hauses hat Herr Vergoldereibesitzer Pojbesitzer technisch wertvollen Text.

R. R. Christian Müller in Pforzheim seine Geschäftslokalitäten nach Dokuments de Bijoux, Lafitte, Paris. Unter diesem Titel ist Wörtherstr. 5 daselbst verlegt. - Die Ketten- und Bijouterie im Frühjahr eine Sammlung von Schmuckentwürfen für Goldfabrikationsfirma Haug & Woiner in Pforzheim wurde im dortigen und Juwelenschmuck, mit vielfacher Heranziehung von Email à jour, Handelsregister gelöscht. – Die Emaillebijouteriefirma Theodor erschienen. Die Muster müssen als gut und brauchbar bezeichnet J. Roenelt in Pforzheim hat sich ins dortige Firmenregister werden und geben eine charakteristische Probe des gegenwärtigen Pariser Geschmackes. Ein selbständiger künstlerischer Wert kann Antwort: Ihre Frage ist zu wenig verständlich. Meinen Sie ihnen nicht beigemessen werden.

Broschenfassungen für Photographien oder komplette Broschen Fast genau das gleiche kann von einer neuen Pariser Schmuck mit Phantasieköpfen etc. Lassen Sie uns Antwort wissen, worauf publikation gesagt werden, die in zwei Serien erscheint: ,,Dokuments wir Ihnen bestimmte Auskunft geben.

Die Red. de la Bijouterie“ und „Dokuments de la Joaillerie“. Jede bringt

Frage 479. Wer ist leistungsfähiger Lieferant moderner großer monatlich 4 Blatt und kostet vierteljährlich 15 frcs. Im ganzen

Schuppenbörsen mit eleganten Bügeln?

K. R. in P. waltet ein ziemlich kuranter Geschmack darin vor.

R. R.

Antwort: Es empfiehlt sich hierfür noch die Firma Charles Noakes,
Hamburg 11.

Fragen:
Frage- und Antwortkasten.

Frage 478. Wer fertigt aus Stanniolpapier und WeinflaschenFür brieflich gewünschte Fragebeantwortung bitten wir das Porto beizufügen.

kapseln Schüsseln und Kaffeeservice an?

A. M. in E. Die Herren Fabrikanten, Grossisten und Detailleure werden in ihrem und Aller Interesse

Frage 481. Ich habe die Absicht, mir elektrische Schaufensterhöflichst aufgefordert, von der allezeit kostenfreien Benutzung dieser Abteilung den aus. giebigsten Gebrauch zu machen, Fragen allgemeiner und technischer Art uns einzusenden und an deren Beantwortung sich zu beteiligen. Auch dieser Teil unseres Blattes ist dazu könnte mir aus eigener Erfahrung wohl sagen, ob äußerlich Bogengeschaffen, zur gegenseitigen Belehrung beizutragen.

lampen oder Glühlampen (sogenannte Birnen) im Innern des Fensters Fragen und Antworten:

vorteilhafter sind, oder aber ob beides zusammen zu einer kom. Frage 451. Wer liefert elektrische Klingeln in moderner Aus

pletten Beleuchtung gehört. Wieviel Glühlampen gehören wohl in führung versilbert und vergoldet?

ein Fenster, welches 2 m breit und ebenso hoch ist, um dasselbe Antwort: Zum Bezug der angefragten Gegenstände empfiehlt sich möglichst vorteilhaft zu beleuchten. Das Beschlagen der Fenster die Metallwarenfabrik von F. W. Quist in Eflingen.

· hört doch wohl bei elektrischer Beleuchtung vollständig auf

H. L. in P. Frage 482. Kann mir jemand die Adresse des Fabrikanten an.

ane Frage 485. Bitte höfl, um Mitteilung, wie Wachs präpariert geben, welcher amerik. Double-Handwerkernadeln anfertigt?

wird, um dasselbe wieder in Wachs oder Paraffin abgießen zu L. M. in B. können.

P. W. in Antwort: Wenden Sie sich an die Firmen Aug. F. Richter, Ham

P.

Frage 486. Gibt es wohl eine Firma, welche massiv goldene burg, und J. W. Reinholdt in Pforzheim, von wo Sie Nötiges

Kompottlöffel liefert?

A. C. in St. B. beziehen können.

Frage 487. Welcher Kollege kann mir eine Spezialfirma für Frage 483. Wer fertigt für eine Silberwarenfabrik neusilberne Perlmutterbestecke nennen? Besten Dank im Voraus. D. R. in H. Klingen jeder Art für Fantasiebestecke an? S. & St. in G.

Frage 488. Ersuche einen meiner werten Herren Kollegen, Antwort: Die Firma S. Abraham jun., Berlin S., Dresdener Str. 95, mir mitzuteilen, ob die Vergoldungseinrichtung von Schwann empfiehlt sich zur Lieferung hierfür.

& Zimmermann, Berlin, empfehlenswert ist (mit Batterie) und ob Frage 484. Wer fabriziert Photographiebroschen in Silber und sich selbe für Vergoldung von Kirchengeräten eignet, oder wo Unecht, auch Celluloid ? Solche sind für Dänemark bestimmt. kann ich wirklich Geeignetes am besten und billigsten kaufen? 2. S. in P. Besten Dank im voraus.

J. F. in D.

Bekanntmachungen des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede.

In Verfolg dieser Bestimmungen richten wir an unsere werten Mitglieder hiermit das höfliche Ersuchen, die Beiträge für das neue Geschäftsjahr an unseren Schatzmeister, Herrn O. M. Werner, Berlin, Friedrichstr. 173, gefl. einsenden zu wollen. Es steht den Herren frei, entweder den halbjährigen Beitrag vom 1. Juli bis 31. Dezember zu entrichten oder aber den Jahresbeitrag einzusenden.

Wir weisen darauf hin, daß die Beiträge, welche bis zum
15. Juli nicht eingegangen sind, durch Postnachnabme erhoben
werden, richten aber an unsere Mitglieder das ergebene Ersuchen,
uns die Mehrarbeit des Einziehens gütigst ersparen zu wollen.
Berlin, den 23. Juni 1903.
Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede

Berlin S., Oranien-Strasse 143.
Fischer, 1. Vors.

Menzel, II. Vors.

Bekanntmachung. Hierdurch bringen wir zur gefi. Kenntnis der Juweliere, Gold. und Silberschmiede des Reg.-Bez. Stralsund, daß am Sonntag, den 5. Juli, eine Versammlung der Goldschmiede-Innung zu Stralsund stattfindet.

Der Zweck der Versammlung ist, alle Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Reg.-Bez. Stralsund zu organisieren.

Das Tagesprogramm ist folgendermaßen festgesetzt: 1. Um 111/2 Uhr: Empfang der auswärtigen Gäste auf dem

Hauptbahnhofe. 2. Besichtigung des Provinzialmuseums und der Nikolai.

kirche. 3. Spaziergang zur Brunnenaue und Frühschoppen. 4. 2 Uhr: Gemeinsames Mittagessen im Hotel Bismarck.

(Kuvert 2 Mk. Die Teilnehmer werden höflichst ersucht, sich einen Tag vorher beim Vorsitzenden, Herrn A. Dettmann,

anzumelden.) 5. 31/2 Uhr: a) Vortrag des Verbandsvorsitzenden Fischer-Berlin über die

Bedeutung des Verbandes und die Notwendigkeit des Zusammen

schlusses aller Juweliere, Gold- und Silberschmiede; b) Prüfung eines Gehilfen;

c) Innungsangelegenheiten. 6. Um 61/2 Uhr: Dampferfahrt nach Altefähre, geselliges Beisammensein im Kurhause daselbst.

Zu dieser Versammlung werden sämtliche Juweliere, Goldund Silberschmiede des Reg.-Bez. Stralsund hierdurch höflichst eingeladen und rechnen wir auf zahlreichen Besuch. Berlin, den 24. Juni 1903. Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede

Berlin S., Oranien-Strasse 143.

Fischer. Menzel.

Bekanntmachung. Den Juwelieren, Gold- und Silberschmieden des Herzogtums Braunschweig bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß am Sonntag, den 21. Juni, in Braunschweig, im Gildehaus, eine Freie Innung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Herzogtums Braun. schweig begründet wurde. Der Innung traten sofort 21 Herren als Mitglieder bei.

Der Verbandsvorsitzende Fischer, welcher in der Versammlung anwesend war, hob besonders hervor, daß man die veralteten Be. stimmungen in dem Statut, welche dem Normalstatut entnommen wurden, wonach verschiedene Strafen festgesetzt sind, nicht in Kraft treten lassen möge, da man sonst nur Unfrieden damit schaffe. Diese Ansicht fand allgemeine Billigung, und soll danach gehandelt werden

Wir richten nun an sämtliche Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Herzogtums Braunschweig die höfliche Bitte, sich der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung anzugliedern und die Beitrittserklärung an den Herrn Obermeister Griese - Braunschweig zu richten. Berlin, den 24. Juni 1903. Verband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede

Berlin S., Oranien-Strasse 143.

Fischer. Menzel.

Bekanntmachung.
Wir gestatten uns darauf hinzuweisen, daß das neue Geschäfts-
jahr 1903 04 am 1. Juli 1903 beginnt und am 30. Juni 1904 endigt.
Nach $ 4 unserer Satzung sind die Beiträge pränumerando an den
Schatzmeister einzusenden. Bei verzögerter Zahlung erfolgt die
Einziehung auf Kosten der betreffenden Mitglieder.

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Inbalt dieser Nummer: | Abonnementspreis

für die grosse Ausgabe mit Einschluss des Beiblattes „Schmuck und Köln am Rhein. Der Feststadt und den Besuchern des

Mode“ pro Quartal M. 1.75 für Deutschland, 2 Kronen für Oesterreich,

M. 8.- pro Jahr für das Ausland. III. Verbandstages gewidmet. (Mit 6 Abbildungen.)

I Einzelpreis der grossen Ausgabe 50 Ptg. pro Nummer bei freier Zustellung.

für die kleine Ausgabe mit kleinem Text und den Amtlichen Bekannt. Aus der Werkstatt – für die Werkstatt.

machungen der Verbände und Vereinigungen pro Halbjahr M. 1.50 für

Deutschland, 2 Kronen für Oesterreich, M. 4.- pro Jahr für das Ausland. Das einheitliche Ringmaß.

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Köln am Rhein.

Der Feststadt und den Besuchern des dritten Verbandstages gewidmet. Das heilige Köln! Unzählige Kirchen und Kapellen strecken Wachsen durchaus nicht behinderte. Früh der christlichen Glaubensihre Türme und Türmchen zum Himmel empor und lassen seit lehre erschlossen, fanden unter Kaiser Trajans Regierung die Jahrhunderten ihr Abbild in den Fluten des alten, deutschen Sagen ersten großen Christenverfolgungen statt, die zahlreiche Opfer stromes zittern. Und ehrwürdig wie die altersgrauen Baudenkmäler, forderten. Zweimal von den Franken erobert, einmal niederehrwürdig wie der königliche Strom, an dessen linkem Ufer es gebrannt und wieder aufgebaut, sah es im 5. Jahrhundert die sich wie ein weiter Halbmond ansdehnt, ist Kölns Tradition. Residenz der ripuarischen und später der austrasischen Könige in Auf mehr denn zwei Jahrtausende schaut die Stadt zurück, und seinen Mauern. So wurde es der Hof Pipins. Bereits im 4. Jahrheute noch erzählen uns Mauerreste an Wällen und Türmen von hundert Bistum, wurde es von Karl dem Großen, der, obschon der Kindheit Kölns. Man pflegt den Beginn seiner Geschichte iner Köln sehr liebte, seine Residenz nach Aachen verlegte, zum das Jahr 38 v. Chr. Geburt zu legen, in die Zeit, da die anf Erzbistum erhoben und des Kaisers Erzkaplan Hildebold überdem rechten Rheinufer sitzenden Ubier durch Agrippa genötigt wiesen. Von anderer Seite nennt man Bruno, den Bruder Kaiser wurden, sich auf dem linken Ufer anzusiedeln. Im Jahre 51 n. Chr. Ottos I., als ersten Erzbischof, doch hat Hildebold der Tradition erhob der römische Kaiser Claudius seiner Gemahlin Agrippina nach die Priorität. Da die Erzbischöfe versuchten, auch die ziliebe die Siedelung zum Rang einer Kolonie und verlieh ihr politische Regierung der deutschen Reichsstadt in die Hände zu den Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium oder Colonia bekommen, die Kölner aber durchaus nicht gewillt waren, sich in Agrippina, der sich im Laufe der nächsten Jahrhunderte zu Colonia, Privilegien hineinreden zu lassen, so reiht sich das ganze Mittelverdentscht Köln, verkürzte. Mannigfachen Schicksalen und Kämpfen alter hindurch Fehde an Fehde, der freie Bürgerstolz rang kräftig war die Stadt ausgesetzt, was sie jedoch in ihrem Blühen und gegen die geistliche Bevormundung, und in der Schlacht bei

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