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No. 1 – VI. Jahrgang | Erscheint am 1. und 15. eines jeden Monats | Leipzig, 1. Januar 1903

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Jnbalt dieser Nummer:
Im neuen Jahr der alte Geist. Neujahrsgruß.
Neue Ziele der Deutschen Goldschmiede-Zeitung.
Pforzheimer Künstlerschmuck.
Die Goldschmiede - Arbeiten auf der Jubiläums - Ausstellung des

Vereins für Deutsches Kunstgewerbe, Berlin.
Das Jubiläum des Pforzheimer Kunstgewerbevereins.
Des Goldschmieds Meisterin. Ein Neujahrswunsch.
Ein Rückblick auf das Jahr 1902.
Chemische Spaziergänge.
Schmuck und Mode.
Abbildungen.
Von Werkstatt zu Werkstatt.
Für die Werkstatt.
Personalien und Geschäftsnachrichten,
Vermischtes.
Frage- und Antwortkasten.
Mitteilungen des Verbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silber-

schmiede.
Konkurse, Silberkurs.
Arbeitsmarkt. Inserate.

Insertionspreis

die 4 gespaltene Nonpareillezeile 25 Pfg., 1/64 Seite M. 150 brutto. Bei Wieder-
holungen wird Rabatt gegeben. Beilagen nach Uebereinkunft, gefälligen
Anfragen wolle man stets Muster beifügen. Arbeitsmarkt die 4 gespalt.

Nonpareillezeile 20 Pfg.
Inseratannahme

in Leipzig: bei Wilhelm Diebener, Leipzig 21, Schützenstrasse 15.
in Berlin: durch die Firma Hagenmeyer & Kirchner, Berlin C.,
Unterwasserstrasse 9 a.

Schluß für die nächste Nummer:

in Leipzig: 12. Januar morgens 10 Uhr
in Berlin: 11. Januar abends.

Nachdruck aus dem Inhalt vorliegender Zeitung ist nur mit Erlaubnis der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet

Von Werkstatt – zu Werkstatt!

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unen, aber auch reich an Erfolgen. Die Walt

Ein Jahr dahin! Wir stehen sinnend und überschauen noch einmal im Fluge, was es uns brachte. Es war ein Jahr, reich an Kämpfen und Mühen, aber auch reich an Erfolgen. Die Weltgeschichte ist ebenso unbeugsamen Gesetzen in der Entwickelung unterworfen, wie das Leben in der Natur. In der politischen Lage Deutschlands ist keine Wendung eingetreten. Das politische Jahr 1902 zeigte keine anderen Züge in seiner Physiognomie als sein Vorgänger in der Herrschaft, weder in den internationalen, noch in den nationalen Gestaltungen und Vorgängen. Unsere Machtstellung ist noch immer nach außen hin gesichert. In den Streitigkeiten mit Venezuela hat es unser rasches, kühnes Handeln erst jetzt wieder bewiesen. Aber die Parteistreitigkeiten sind ebensowenig aus unserem Leben geschwunden, und die Beratung der Zollvorlage im Reichstag hat ein neues Beispiel dafür geboten. Der Entwurf des Zolltarifes ist in drei Lesungen unter heftigen Kämpfen nach den Beschlüssen der Kommission angenommen worden, ein Resultat, das vorauszusehen war, wenn auch die Minorität Szenen aufgeführt hat, die an das österreichische Abgeordnetenhaus oder die französische Deputiertenkammer erinnerten. Wir haben damit zu rechnen, daß der Zolltarif, was die Positionen der Juwelen, Gold- und Silberarbeiten und Bijonterien anlangt, mit allen seinen Vorzügen und Schwächen ange

nommen ist. Die wirtschaftliche Krisis hat noch angedauert und nicht nur die großen Geschäfte, sondern auch die mittleren und kleineren Goldschmiede in ihrem Erwerb beeinflusst, da der Thermometer der Kauflust bald auf den Nullpunkt gelangte. Erst das Weihnachtsgeschäft brachte wieder reges Leben in unsere Kreise. Die Anzeichen zu einer Besserung, welche sich während des Jahres 1902 in einigen Handels- und Gewerbszweigen geltend machten, sind trügerisch gewesen, und die Goldschmiedekunst hat wenig von besseren Konjunkturen bemerkt. So sind wir denn abermals auf den Etat der guten Hoffnungen gesetzt. Aber Mutlosigkeit ist nie ein Zeichen deutschen Geistes gewesen, und der deutsche Goldschmied wird auch im neuen Jahre zielbewußt in dem „Verbande", seiner Machtquelle, für seine Rechte und die Hebung seines Standes und Berufes kämpfen! Die „Deutsche Goldschmiede-Zeitung wird ihm dabei, wie in früheren Jahren, unentwegt zur Seite stehen, und auch an ihrem Teile mit arbeiten, daß unser Handwerk wieder goldenen Boden habe. In dem schönen Bewußtsein, damit an der Lösung unserer Anfgaben mitzuwirken, rufen wir in den Neujahrsmorgen bei Glockenklang und Gläserklingen hinein: „Allezeit unverzagt! Heil dem deutschen Goldschmiedeverband! Heil der deutschen Goldschmiedekunst! Gott segne und beschirme sie in alle Wege!"

Die schöne Weihnachtzeit hat leider im geschäftlichen schmieds war ein solider, der des Mannheimer ein so niedriger, Leben auch „Weilnachtsgaben“ gebracht, die man mit Beilauern daß eben nur eine Unterbietung stattfinden sollte. Ist das auch bemerken mußte. Grossisten detaillierten. So versandte die En- Wahrung der Standesehre? Entspricht das der „Handwerksgroshandlung von Robert Neber & Co. in Hamburg (Holstenplatz 9) ehre' des Goldschmieds? So lange wir uns nicht selbst von Prospekte an das Publikum, in welchen Uhrketten, Medaillons, solchen Auswüchsen des Konkurrenzneides freimachen, sind Ringe, Ohrringe u. S. w. zu Engrospreisen offeriert werden. wir von dem Ziel, das wir erstreben, noch fern. Möge das neue Andere Firmen wieder, z. B. Ludwig Gerber & Co. in Leipzig Jahr auch in dieser Beziehung eine Länterung bringen! Nicht ließen ihre Prospekte durch den Buchhandel vermitteln, um so auf Konkurrenzneid, sondern auf das Bestreben, dem ehrlichen die Buchhändler für ihre Manschettenknöpfe, Nadeln, Uhrketten, Gewerbe zu nützen, ist das Vorgehen der Dresdener GoldTaschenbleistifte 11. S. w. heranzuziehen, ein Manöver, das wir schmiedeinnung zurückzuführen, welche in der Presse eine ebenfalls nicht gut heißen können. ,,Taits American Diamond Bekanntmachung an das Publikum erließ, worin gebeten wurde, Palace“ suchte natürlich anch sein „glänzendes Elend“ unter den Bedarf an Schmucksachen bei den Innungsmeistern die Kauflustigen zu bringen. Man suchte aller Orten Vertreter, zu decken. Ein solcher Appell an das Publikum kann nicht oft wo man kein eigenes Geschäft entrieren konnte, und wandte sich genug erlassen werden. Er wird nicht nur den Goldschmieden, an die Juweliere. So erhielt ein Abonnent unseres Blattes in sondern auch dem Publikum selbst nützen, das in Warenhäusern, Landshut folgende Offerte:

Ausverkäufen, Auktionen u. S. w. nur zu oft beim Einkauf solcher „Ihre Adresse wurde uns als die eines der bedeutendsten

Gegenstände betrogen wird.

Die Hansierer-Prämie zahlten wir wieder in zwei Fällen, Juweliere am dortigen Platze genannt, und wäre es uns deshalb angenehm, wenn sie unsere Vertretung übernehmen würden. Sie

in Selb und in Heilbronn. Im letzteren Falle hatte der dingfest wissen sicherlich, daß wir für unsere Steine bislang sehr stark

gemachte Schwindler eine Doublé-Uhrkette im Werte von 50 Pfg. annonciert haben. Wir beabsichtigen dies auch in Zukunft zu

als echt goldene verkauft. Der Käufer war betrogen und der tun und zwar in noch größerem Maßstabe, und da zweifellos

Hausierer erhielt fünf Monate Gefängnis. Das Beispiel zeigt aber Taits Diamanten die beste Imitation der Welt sind,

wieder, wie leicht sich das Publikum betören läßt. Darum sollte würden Sie sicherlich durch eine gute Auslage in Ihrem

die Bekanntmachung der Dresdener Innung auch anderwärts NachFenster große Quantitäten davon verkaufen. Unsere Bedingungen

ahmung finden. Dem Hausierhandel ist übrigens, soweit er sind: Sie kaufen nach Übernahme unserer Agentur für 500 Mk.

die Kasernen in Württemberg betrifft, auch der „Verein der Ware per Kasse und verpflichten sich ferner, innerhalb der

Juweliere, Gold- und Silberschmiede Württembergs zu Leibe geDauer eines Jahres für weitere 2500 Mark abzunehmen. Sollten

gangen. Das Kriegsministerium will nun zunächst Fälle dieses Sie diese Summe jedoch nicht erreichen, verlieren Sie die

Hausierhandels in Kasernen namhaft gemacht haben. Manche Agentur. Sie hätten sich weiterhin zu verpflichten, andere

solcher Unternehmungen, die unser Gewerbeschädigen, gehen

übrigens von selbst rückwärts. So ist das „Kaufmann - Spielen" Imitationen, als die unsrigen, nicht zu führen. Sie beschränken sich ferner mit dem Verkauf unserer Imitationen ausschließlich

der „Wirtschaftsgenossenschaft des Verbandes deutscher auf Ihren Ort, und gehen außerdem die Verpflichtung ein,

Post- und Telegraphen-Assistenten“, welche 1901 rund

6400 Genossen zählte, übel bekommen. Sie hat einen so traurigen die Waren nicht unter den von uns festgesetzten Detailpreisen zu verkaufen. Das Skonto, das wir Ihnen einräumen, ist ein

Abschluß gemacht, daß sie bis 31. März 1903 liquidieren wird. derart großes, daß Ihnen ein ganz bedeutender Verdienst bleibt.“

Bravo! Mit Freude war es auch zu begrüßen, daß die Königl.

Sächs. Staatsregierung ihren Beamten, als von diesen ein Auf den Verdienst war man natürlich immer neugierig. Ein großer Konsum verein nach dem Muster der Offiziersvereine geldschmied in Küstrin schrieb darum an die Firma, die ihm gründet werden sollte, nahegelegt hat, diese Idee fallen zu lassen. hierauf einen abgerissenen Fetzen Papier schickte, auf dem nichts Der Plan ist dadurch gescheitert. Nicht minder freudig begrüßen weiter steht als „,35 Prozent“. Daß der Zettel von ihr herrührt, wir, es, daß die Aufhebung der gewerblichen Arbeit in den kann, wenn sie es zu bestreiten Anlaß haben sollte, natürlich nicht preußischen Strafanstalten, die dem freien Gewerbe seit Jahren nachgewiesen werden! Ob sich wirklich deutsche Goldschmiede eine so drückende Konkurrenz machten, ihren Fortgang nimmt. gefunden haben, welche auf den Leim gekrochen sind, wissen wir Alle solche Maßnahmen werden zur Gesundung unseres Handnicht. Wir nehmen zur Ehre unseres Standes an, daß es nicht werks beitragen und das Vertrauen zur Regierung erhöhen. Der der Fall sein wird. Freilich ist nichts unmöglich auf dieser Welt! ,,Verband" sollte in allen solchen Fällen an maßgebender Stelle Teilte uns da dieser Tage ein Freund unseres Blattes aus Worms den Dank der Goldschmiede zum Ausdruck bringen. Möge uns mit, daß er wertvolle Trauringe verkauft habe, und daß der Kunde das neue Jahr noch manche solche erfreuliche Nachricht bringen! am anderen Tage wiedergekommen sei, und ihm gesagt habe, ein Wir schreiten mit der frohen Zuversicht hinein, die den deutschen Goldschmied in Mannheim, dem er die Ringe gezeigt habe, wolle Handwerker und Kaufmann immer als Ehrenschmuck geziert hat: sie um 14 Mark billiger liefern! Der Preis des Wormser Gold- daß Gott alle Dinge zum besten kehren wird!

Man gibt die Messingteile in einen Topf und gießt den Lack darüber und bringt sie dann in eine rotierende Trommel. Der überflüssige Lack wird abgeschleudert und die Gegenstände bei der schnellen Drehung der Trommel auch sofort getrocknet. Für schwarz, grau und blau würde man für diesen Fall einen mit entsprechenden Teerfarbstoffen gefärbten Kopallack oder Zaponlack anwenden. Die Färbung hat selbstverständlich zu geschehen, nachdem die Bleche gebogen sind, denn durch die Behandlung mit Instrumenten irgendwelcher Art wird der Ueberzug wieder beschädigt.

Sollen die Messingteile dagegen auf chemischem Wege schwarz gefärbt werden, so stellt man sich eine Kupferoxydammoniaklösung her, indem man 100 g Grünspan in etwa 1 Liter Salmiakgeist auflöst. Die Messingscheiben läßt man dann etwa 3–5 Minuten in dieser Lösung liegen, wobei man beständig rühren muß. Von der Länge der Zeit ist die Tiefe des Tones abhängig. Hat man die

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gewünschte Nuance erzielt, so bringt man die gefärbten Messing. stückchen in Wasser, spült ab und trocknet dann in Sägenspänen.

(Zu Frage 412.) Um Gipsformen für galvanische Zwecke zu benützen und einen besonders guten Niederschlag zu erreichen, sind nicht allein die Vorarbeiten von Bedeutung, sondern die Art und Weise der Anlage des Leitungsdrahtes, bezw. die Berührung dieses Drahtes mit der graphitierten Formfläche von besonderer Wichtigkeit.

Bei einer einfachen, kleineren Gipsform kann man einen dünnen ausgeglühten Kupferdraht um den äußeren Rand dieser Form anlegen, durch Umwinden gut befestigen, nachdem die Form selbst vorher gut getrocknet, erwärmt und in einer flüssigen Lösung von reinem Bienenwachs getränkt wurde. Eine solche Gipsform läßt man so lange in der flüssigen Wachslösung liegen, bis ein Aufsteigen von Luftblasen nicht mehr wahrgenommen wird. Bei dem Tränken mit Wachs sorge man dafür, dass möglichst wenig Wachs auf die Form fläche zu stehen kommt. Ist diese Formfläche aber dennoch durch Wachs belegt, so lege man die ganze Form in ein Ofenrohr oder einen anderen gut erwärmten Platz, damit das Wachs wieder zum Schmelzen kommt und so von der Fläche zurücktritt. Nachdem der Leitungsdraht wie oben angelegt, muß zwischen Draht und Formfläche an mehreren Stellen eine Ueberbrückung stattfinden. Dieselbe wird am besten durch Wachs bewerkstelligt, indem der kleine Zwischenraum zwischen Draht und Formfläche ausgefüllt und das Ganze mit Graphit gut leitend gemacht wird. Bringt man jetzt diese Form bei dem Einhängen in das galvanische Bad mit der Leitung in Verbindung, so wird man beobachten

schwefelsaure Kupferbad bei folgender einfachen Zusammensetzung ausgezeichnet bewährt.

Nachdem ein größeres Ton- oder Bleigefäß mit Regenwasser gefüllt, hängt man siebartige runde oder viereckige Körbe aus Blei oder Porzellan mit Kupfervitriolstücken gefüllt derart in die Regenwasserlösung, dass die Körbe den Boden des Gefäßes nicht berühren. In diesem Regenwasser läßt man dann einen Aräometer schwimmen und füllt mit Vitriolstücken in den erwähnten Körben so lange nach, bis die Lösung ein spezifisches Schwergewicht von 18 Grad Beaume erreicht hat. Nachdem diese Lösung gut filtriert, setzt man bei fortwährendem Umrühren so viel gewöhnliche Schwefelsäure zu, bis der Aräometer ein Gewicht von 21-22 Grad Beaume nachweist. Bei dem letzten Ansetzen meines Bades bediente ich mich der Anwendung von arsen freier Schwefelsäure und machte dabei die Beobachtung, dass von dieser Qualität ein geringerer Zusatz von Schwefelsäure erforderlich ist. Bei einem spezifischen Gewicht von 20 Grad Beaume kann man hier schon mit weiterem Zusetzen von Säure aufhören.

Vor allem bediene man sich bei dem Ansetzen eines neuen Bades einer Probe und beachte folgendes:

a) einen Wärmegrad des Bades von 20 Celsius -- ein höherer Grad ist zulässig,

b) die Anwendung eines schwachen elektrischen Stromes, passend zur Größe des eingehängten Formstückes und sehe darauf, ob die Farbe des neu gewonnenen galvanischen Kupfers hellrot ansetzt. Starker Strom scheidet das Kupfer in dunkler Farbe und pulverigen Massen aus,

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können, daß das galvanische Kupfer sich zunächst an den runden Reifen ansetzt, seinen weiteren Weg über die erwähnten Brücken nimmt und dann an der ganzen Formfläche allmählich ablagert. Bei größeren Gipsformen ist es sehr vorteilhaft, sofort geeignete dünne Leitungsdrähte in den Gipsbrei zu versenken, ehe der Gips selbst angezogen, bezw. hart geworden ist. Bei dieser Versenkung der Drähte in den Gipsbrei genügt es, wenn an mehreren Stellen diese Drähte die untere Formfläche gleichsam wie eine Nadelspitze berühren. Auf diesem Wege erreicht man nämlich die Ablagerung des galvanischen Kupfers von der Mitte der Form aus. Das Präparieren der Gipsformen mit Eiweiß und anderen Dingen ist nicht von wesentlicher Bedeutung. Durch Anwendung von Tannin ist mir sogar einmal ein sehr guter Niederschlag in einer großen Cellatinform gelungen. (Zu Frage 415.)

Galvanisches Kupferbad. Man löst 1 kg Kupfervitriol in 10 1 Wasser auf und fügt unter Umrühren allmählich 1100 g krystallisierten Soda, in 2 1 Wasser gelöst, hinzu; zu dem entstandenen blaugrünen Brei setzt man unter Umrühren so lange von einer konzentrierten Cyankaliumlösung hinzu, bis eine wasserhelle Flüssigkeit entstanden ist.

(Zu Frage 421.) Das Gelingen guter galvanischer Kupferniederschläge ist nicht allein von dem Ansetzen eines entsprechenden Bades abhängig, sondern das Zusammenwirken der unten angeführten Punkte von absoluter Notwendigkeit. Da der Fragesteller unterließ, darüber orientiert zu sein, ob das gewünschte Rezept Auskunft über ein alkalisches (Cyanbad), oder ein saueres Bad geben soll, so diene Ihnen zur Nachricht, daß ich über das alkalische Bad selbst genaue Information nicht geben kann. In der Praxis hat sich bei mir das

c) die Formflächen bei Gipsformen müssen sehr gut durch Bepinseln mit feinstem Graphitpulver leitend gemacht werden. Empfehlenswert ist das Mischen von zwei Teilen Graphit mit einem Teil gutem Silberpulver. Ist die Formfläche der Gipsform nicht allzu diffizil, dann ist das Einreiben dieses gemischten Pulvers mit der Fingerspitze anzuwenden, beachte aber, mit der Nagel. Spitze des Fingers die Formfläche nicht zu verletzen. Gute galvanische Niederschläge müssen bei einfacher Blechstärke bis zur Form eines Cylinders gerollt werden können ohne zu brechen. Bei dem Ankauf von Kupfervitriol fordere man I. Qualität für den bestimmten Zweck, da minderwertige Produkte mit Eisenvitriol versetzt sind.

Im Hochsommer arbeiten alle Bäder weit besser als im Winter, selbst wenn man bei dieser Jahreszeit ein Bad künstlich bis zu 28 Grad Celsius erwärmt. Sobald bei einer Probe der gewonnene Kupferniederschlag noch brüchig erscheint, dann ist ein weiterer Zuschlag von Schwefelsäure unbedingt notwendig. Man hüte sich jedoch bei dem Zusatz von Schwefelsäure ein Zuviel“ in Anwendung zu bringen, da ein solches stark versäuertes Bad sehr schwerfällig arbeitet. (Zu Frage 421.)

Blaumachen kleiner Gegenstände aus Eisen. Man nimmt eine Trommel, wie man sie beim Kraffeebrennen braucht, füllt dieselbe bis 3 oder , ihres Raumgehaltes, und verfährt dann ganz so, wie beim Kaffeebrennen, indem man die Trommel über freiem Feuer so lange dreht, bis die gewünschte Farbe zum Vorscheine kommt, wovon man sich durch öfteres Nachsehen überzeugen muss. Man darf nur Gegenstände von gleicher Grösse in die Trommel schütten.

(Zu Frage 422.)

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Abonnements-Einladung.

Wiederum stehen wir an der Schwelle eines neuen Jahres, dem 6. Lebensjahre unserer „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“, deren segensreiche Wirksamkeit sich im Gewerbe immer mehr und mehr fühlbar macht, so daß wir heute den stolzen Bestand von nahezu

3000 zahlenden Abonnenten feststellen können.

Daß wir auf einen solchen Erfolg stolz sind, wird uns jedermann nachfühlen können, der da weiß, welch eine Unsumme von Arbeit bewältigt werden mußte, um die Zeitung so auszugestalten, daß sie allen Anforderungen an ein modernes Fachblatt für unser Kunstgewerbe genügen konnte! Es ist uns dieser Erfolg aber auch ein sicherer Beweis dafür, daß die von uns verfolgte Interessenvertretung der deutschen Goldschmiede die verdiente Würdigung findet.

Nicht vergessen wollen wir bei dieser Gelegenheit, allen unseren verehrten Abonnenten sowohl, als auch allen denen verbindlichst zu danken, welche von Anbeginn unserer Zeitung an uns treulichst mit Rat und Tat zur Seite standen und damit redlich zu deren heutigen Ansehen beitrugen.

Daß wir nicht stille stehen, sondern in der Vervollkommnung unserer Zeitung immer weiter schreiten, beweist Ihnen die heutige Ausgabe derselben!

Näheres über die weiteren Ziele besagt Ihnen der Artikel gleicher Bezeichnung in der vorliegenden Nummer. Wir empfehlen denselben Ihrer gefl. eingehenden Durchsicht.

So hoffen wir denn zuversichtlich, daß unsere bisherigen Abonnenten ihre alte Anhänglichkeit uns bewahren werden und immer neue Freunde uns werben helfen. Dadurch werden wir in der Lage sein, Ihnen immer mehr zu bieten zum Besten und zur Förderung des deutschen Goldschmiedegewerbes.

Der Ordnung halber bemerken wir, daß alle diejenigen unserer verehrten Abonnenten, welche nicht bis 1. Januar die Zeitung abbestellten, rechtlich als weiter abonniert gelten.

Und nun wünschen wir allen Abonnenten, allen Freunden und Gönnern unserer Deutschen GoldschmiedeZeitung ein

recht gesegnetes neues Jahr!

Mögen alle Hoffnungen und Wünsche, die man an dasselbe hat, in Erfüllung gehen, damit am Schlusse mit Befriedigung auf dasselbe zurückgeblickt werden kann. Wir begrüßen Sie

In größter Hochachtung

In

Redaktion und Verlag der Deutsehen Goldsehmiede-Zeitung.

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Silberschmiede, sowie zahlreicher Vereinigungen und Innungen Preis pro Quartal M. 1.75

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