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In drei Abtheilungen.

I. Abth. Der kirchliche Gottesdienst.

II. Abth. Das Kirchenjahr mit seinen Festen &c.

III. Abth. Der geistliche Stand und die kirchlichen Amtshandlungen.

I. Abtheilung:
Der kirchliche Gottesdienst.

Berlin, 1851,

bei G. W. F. Müller.

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Vorwort zur ersten Auflage.

Ein neues christliches Leben durchdringt in wachsendem Selbstbewußtsein mehr und mehr alle Kreise der Gesellschaft, und immer freier tritt, wo er einmal angeregt ist, der christliche Sinn, auch in den äußeren Lebensverhältnissen sich geltend machend, hervor.

Wie aber überall und zu allen Zeiten, so äußert der, jeglicher Lebensentwickelung zum Grunde liegende Antagonismus auch auf dem Gebiet der christlichen Kirche seinen Einfluß. Dem immer entschiedener hervortretenden christlichen Geist tritt in gleicher Weise immer entschiedener der antichristliche gegenüber; und jemehr auch er alle Kreise der Gesellschaft zu durchdringen strebt, desto durchgreifender bildet sich die Scheidung zwischen den, das Evangelium Bekennenden und den dasselbe Verneinenden aus, so daß der wahrhaft evangelische Christ dem gläubigen Christen in der katholischen oder griechischen Kirche in der That innerlich näher verwandt ist, als manchem Confessionsgenossen, der auf seinen Irrfahrten durch die dürren Steppen des Ungläubens das Brot und Wasser des Lebens nirgends gefunden hat, und darum sich und Andere überredet, dergleichen Dinge gehörten nur in die Märchenwelt der Kinder.

Ob diese immer sichtbarer hervortretende Scheidung ein Fingerzeig ist, wie und in welcher Weise die Vollführung des, vom Herrn verheißenen, großen Unionswerkes geschehen wird, und ob wir uns der Zeit nähern, da die gegenwärtig noch durch confessionelle Differenzen im Dogma und Cultus getrennten Gläubigen, im Gegensat zu den das Evangelium Zurückweisenden, sich zu Einer christlichen Kirche und zu Einem christlichen Gottesdienst vereinigen werdendies sind Fragen, auf die sich noch nicht antworten läßt, und der unbefriedigende Erfolg der bisherigen Unionsversuche hat dargethan, daß sie noch zu voreilig waren. Jedenfalls aber ist es, da einerseits jeder Christlichgesinnte zur Erreichung dieses großen Zieles mitzuwirken hat, andererseits der Einzelne, schon zu seiner eigenen Sicherstellung vor den immer zudringlicher werdenden Anmuthungen der Gegenpartei, mehr, als je, des lebendigen Bewußtseins seines kirchlichen Verbandes mit anderen Gläubigen bedarf, für die Glieder der Gemeine gegenwärtig doppelt nothwendig, daß der kirchliche Sinn mehr und mehr geweckt werde, daß sie in der Kirche

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